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Was ist eigentlich… ein Backup?

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Datenbackup in einer Cloud

Backup könnte kurz und knapp auch als Datensicherung bezeichnet werden und ist ein wichtiges Thema. Viele nehmen es nicht so ernst und reagieren leider erst, wenn es schon zu spät ist. Schnell ist es passiert: Der Bildschirm friert ein und nichts hilft mehr, die Daten sind weg. Wer an eine Datensicherung gedacht hat, darf sich nun glücklich schätzen.

Wichtige Daten und vieles mehr mit einem Backup sichern

Wichtige Dokumente, berufliche und private Unterlagen, Zugangsdaten, die Diplom- oder Abschlussarbeit, unverzichtbare E-Mails, jahrelang gesammelte Fotos, die Musiksammlung, Videos usw., all das kann von einer Minute auf die andere verloren sein. Nicht jedoch, wenn ein Backup erstellt wurde. Damit kann ein Datenverlust vermieden werden, bevor es irgendwann zu spät dafür ist. Ist das Backup, also die Sicherung erfolgt, sind alle Dateien noch vorhanden. Spätestens, wenn die Festplatte oder der Computer plötzlich den Dienst verweigern, wissen Nutzer Backups zu schätzen. Um den Datenverlust, der bei vielen eine „Katastrophe“ bedeutet, zu vermeiden, sollten möglichst früh und regelmäßig Backups des Systems erstellt werden.

Bild von hard disc

Regelmäßig Sichern bringt viele Vorteile

Datensicherung ernst nehmen

Unter einem Backup wird die Speicherung von sicherungswürdigen Daten verstanden. Damit entsteht eine regelmäßige Sicherungskopie, sprich ein Abbild der relevanten Daten. Dies geschieht abseits des gewöhnlichen Speicherortes, auf einem externen Datenträger wie einer separaten Festplatte, einem Flash-Speicher, einer CD, DVD oder einem Cloud-Speicher. Wenn beispielsweise die Festplatte defekt ist oder ein Virus die Daten zerstört hat, kommt diese zum Einsatz. Um auf einem externen Datenträger Backups anzufertigen, ist eine Software erforderlich. Diese sichert alle Daten.

Warum ist ein Backup wichtig?

Die moderne Technik ist mittlerweile sehr fortgeschritten und langlebig, allerdings nicht unsterblich. Die Festplatte beispielsweise funktioniert eine bestimmte Anzahl an Betriebsstunden. Je nach Beanspruchung kann diese länger, aber auch kürzer sein. Irgendwann treten Störungen und Defekte auf. Sogar eine neue Festplatte kann in Ausnahmefällen defekt werden. Der Computer kann vielleicht nicht mehr gestartet werden, sodass kein Zugriff mehr auf die Daten besteht und sie schlimmstenfalls verloren gehen. Auch Schadsoftware wie ein Computervirus kann dies verursachen.

  • Volles Backup: umfasst jede Datei auf dem System (Abbild des jetzigen Zustands)
  • Partielles Backup: nur Teile der Daten werden gespeichert
  • Inkrementelles oder differenzielles Backup: die zu sichernden Daten werden noch weiter reduziert
Bild von Backup Server

Nicht vernachlässigen: das regelmäßige Sichern aller relevanter Daten

Ein regelmäßiges Backup, also eine Datensicherung, ist unbedingt empfehlenswert. Das Ziel besteht darin, dass wichtige Daten usw. auf einem separaten Datenträger gespeichert werden, sodass sie beim Defekt oder Verlust des Geräts wiederhergestellt werden können.

Wie oft eine Datensicherung durchgeführt wird, muss jeder für sich entscheiden, denn Defekte sind grundsätzlich bei jedem Speichermedium möglich. In Unternehmen fallen täglich deutlich höhere Datenmengen an. Eine manuelle Sicherung würde in diesem Fall zu viel Aufwand bedeuten, sodass hier zu automatisierten Lösungen gegriffen wird.

Was ist Managed Backup

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Für Unternehmen gehört die zuverlässige Verwaltung und Sicherung ihrer Datenbestände zu einer der wichtigsten Aufgaben im Betrieb der IT. Nicht selten haben Unternehmen bei einem Verlust der Daten, beispielsweise durch den technischen Ausfall von Festplatten oder Servern oder durch Zerstörung aufgrund äußerer Gewalteinwirkung und Ähnliches, einen so großen Schaden erlitten, der sogar die Weiterführung der Unternehmenstätigkeit infrage gestellt hat.

Um Kundendaten oder firmeninterne Daten ohne Risiko für Datenverluste sichern zu können, bieten IT-Dienstleister Managed Service mit einem beinhaltenden Managed Backup an. Hierbei übernimmt der Informations-Technologie-Dienstleister die tägliche zuverlässige Datensicherung für seinen Auftraggeber.

Managed Services – für mittelständische Unternehmen die sichere Wahl

Managed Backup - die clevere Alternative zur Datensicherung

Managed Backup – die clevere Alternative zur Datensicherung

Die Sicherung der empfindlichen Unternehmensdaten ist auch für kleinere oder mittelständische Unternehmen eine grundständige Basis ihrer Unternehmenstätigkeit. In früheren Zeiten wurden sogenannte „Wartungsverträge“ für die in einem Unternehmen anfallenden IT-Dienstleistungen abgeschlossen. Oftmals war ein umfassender Wartungsvertrag aber für kleinere Firmen sehr kostspielig.

Mittlerweile aber haben die Informations-Technologie-Dienstleister Ihre Service- und Wartungsleistungen den Anforderungen der verschiedenen Unternehmen angepasst und sich auch auf die Bedürfnisse von kleineren sowie mittelständischen Unternehmen eingestellt. Von einzelnen Modulen bis hin zu umfänglichen IT-Dienstleistungen stehen auch den kleineren Unternehmen Betreuungs- und Wartungsdienstleistungen zur Pflege, Verwaltung, Speicherung und Sicherung ihrer Datenbestände zur Verfügung.

Damit können sich kleinere und mittelständische Unternehmen vollständig auf den von ihnen beauftragten Dienstleister für das Management ihrer Daten und deren Pflege verlassen, ohne Angst vor einem Datenverlust zu haben.

Managed Backup als ein wichtiger Bereich eines Managed Service

Managed Backup - mehr als nur Datensicherung

Managed Backup – mehr als nur Datensicherung

Die regelmäßige Backup-Sicherung der Daten wird nach einem bestimmten Rhythmus, zumeist täglich, automatisch von dem beauftragten Dienstleister für die Informationstechnologie eines Unternehmens übernommen. Dadurch brauchen sich die Unternehmen nicht um das Erstellen der Datensicherung  kümmern und haben die Sicherheit stets auf ihre aktualisierten Daten zugreifen zu können.

Der Vorteil liegt auch darin, dass beispielsweise keine Fehler im Unternehmen durch das Zugreifen auf veraltete Datenbestände, durch die Verwendung unterschiedlich alter Datenbestände sowie ähnliche Probleme auftreten können. Zu den Aufgaben, die der Dienstleister für den Auftraggeber übernimmt, gehören beispielsweise

  • die zur Verfügungstellung von ausreichendem Speicherplatz für die Backups der Unternehmens- oder Kundendaten,
  • die zuverlässige tägliche Sicherung der Daten sowie
  • eine mindestens einmal pro Jahr durchgeführte Rücksicherung, das sogenannte Restore mit einer entsprechenden Dokumentation.

Die Daten werden in der Regel als ein sogenanntes Online-Backup gesichert. Mithilfe der in der Regel vorhandenen Internetleitung  werden die Daten direkt auf den Server des jeweiligen Rechenzentrums übertragen und dort als tägliches Backup abgelegt. Die Übertragung der Daten läuft dabei folgendermaßen ab:

  • zunächst werden die entsprechenden Daten beim Kunden auf dem Rechner oder dem Netzwerk identifiziert, das bedeutet: die entsprechenden zu sichernden Daten werden aufgrund verschiedener Kriterien, wie beispielsweise Dateinamen und Endungen aus den Datenbeständen des Kunden automatisch herausgesucht,
  • anschließend werden diese Datenbestände komprimiert – das bedeutet, sie werden in Datenpakete gepackt und in ihrem Datenvolumen verkleinert, um dann
  • mit einer sicheren Verschlüsselung versehen über eine sichere Internetleitung vom Kunden in das jeweilige Rechenzentrum gesendet und letztendlich dort gespeichert zu werden.

Weitere mögliche Dienstleistungen von Managed Services

Neben dem Managed Backup Service sind weitere mögliche Dienstleistungen von Managed Services beispielsweise:

  • Hosting Services,
  • Betreuung von Servern sowie der Infrastruktur von Netzwerken,
  • Betreuung von Einzelgeräten, wie PCs und Notebooks,
  • PC-Sicherheit oder Netzwerksicherheit und Firewalls,
  • Voice over IP bzw. Internettelefonie, Telefonieren über PC-Netzwerke,
  • VPN oder Virtuelles privates Netzwerk, wie beispielsweise die Erstellung einer manipulations- und abhörsicheren Gesprächssituation zwischen VPN-Teilnehmern mithilfe eines VPN-Protokolls und einer Verschlüsselung;
  • SSL-VPN – ermöglicht den Fernzugriff auf EDV-gestützte Ressourcen des Unternehmens, zum Beispiel für eine gemeinsame Bearbeitung und Ähnliches, mithilfe einer sicheren Verschlüsselung,
  • und weitere Fernwartungsarbeiten.

Verschiedene Bezahlmodelle für den Service der IT-Dienstleister

In den häufigsten Fällen werden für diese IT-Dienstleistungen Verträge auf einer monatlichen Basis mit regelmäßigen und fest vereinbarten Zahlungsbeiträgen abgeschlossen. Möglich sind aber auch die Erhebung von Gebühren für die beanspruchte Zeit und jeweilige Leistung oder Zahlungsmodelle, die den Service für einzelne Geräte, Netzwerke, Server oder Ähnliches anbieten. Die Dienstleister können ihren Service durch die hauptsächliche Betreuung, Wartung und Abwicklung über das Internet relativ kostengünstig anbieten.

Kostenintensive Anfahrten und Dienstleistungen bei dem jeweiligen Kunden vor Ort können so vermieden werden. Dabei ist die Beratungs- und Serviceleistung oder Qualität der Dienstleistung durch die „Fernwartung“ über das Internet nicht weniger hochwertig, als der Service vor Ort.

Dieser Managed Service kann für die Unternehmen dann eine große Zeit- und Kostenersparnis bedeuten, wie beispielsweise die freigesetzte Zeit besser für die unternehmenseigenen Aufgaben nutzen, das Personal mit anderen Tätigkeiten beauftragen oder auch einsparen zu können und Ähnliches. Da die Daten oftmals auch auf externen Servern in Rechenzentren ausgelagert werden, können zusätzliche Kosten für die Anschaffung von Terminals, Festplatten, Servern sowie für den Platz zum Aufstellen der Geräte und Weiteres vermieden werden.

Wenn Sie mehr über Managed Backup wissen möchten, so beraten wir Sie gerne. Wir freuen uns auf ihren Kontakt.

 

Darauf kommt es bei der Datensicherung an

Kundendaten, Adresslisten, Mitarbeiterinformationen und wichtige Geschäftsdaten – Unternehmen müssen heutzutage viele Daten digital sammeln und verwalten. Da steht die Sicherheit und vor allem die Datensicherung an der ersten Stelle. Doch in der Praxis sieht es oft anders aus. Manche Unternehmen sammeln zwar viele Daten, sichern sie aber nicht regelmäßig. Dieses fahrlässige Handeln kann viel Schaden anrichten.

Denn kaputte Hardware kann man wieder beschaffen und ein Büro kann man nach dem Brand oder Wasserschaden wieder renovieren. Was man aber nicht wiederherstellen kann, sind nicht ordentlich gesicherte Daten. Sind sie einmal futsch –  niemand kann von Geisterhand zaubern.

Doch was heißt es, Daten ordentlich zu sichern? Mit unserem Ratgeber sind Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Vorausgesetzt natürlich, Sie befolgen alle diese Schritte:

  1. Regelmäßige Backups

Ganz egal ob es sich um ein Büro eines Freiberuflers oder das Netzwerk einer großen Firma handelt, ein funktionierendes Backup-Konzept muss her! Backups müssen regelmäßig, am besten täglich erstellt werden. Nutzen Sie dafür z.B. Ihre Mittagspause, wenn Sie Ihren eigenen PC oder Ihr Laptop sichern wollen. Wenn Sie aber das Backup für Ihren Server erstellen wollen, dann sind Nachstunden optimal. Da arbeitet niemand und der Server, der mit 24 Stunden am Tag und 7 Tage pro Woche immer Höchstarbeit leistet, ist weniger belastet.

2. Datensicherung sollte automatisch laufen

Eine gut funktionierende Datensicherung muss immer möglichst automatisiert ohne menschliches Eingreifen vollständig  und sicher funktionieren. Dafür kann man die Datensicherung einmal einrichten und danach läuft sie vollkommen automatisch nach Zeitplan. Vollständig automatisch heißt aber nicht ohne Kontrolle. Sie sollten Ihre Datensicherung auf jeden Fall regelmäßig von Ihrem IT-Dienstleister prüfen lassen.

3. Software statt eigenen Skripten

Nutzen Sie immer eine erprobte Software und verzichten Sie auf selbst erstellte Skripte oder hausgemachte Software. Datensicherung ist ein hoch sensibler Bereich und man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass man mit guten Produkten arbeitet.

4. Auf die Qualität von Backup-Software achten

Wenn Sie gute Software für Ihre Datensicherung nutzen, dann können Sie viel Platz sparen. Sowohl beim Komprimieren der zu sichernden Dateien als auch bei der Übertragung in ein Rechenzentrum.

Ein weiterer Vorteil von guter Software ist die Deduplizierung. Darunter wird eine Technik  verstanden, mit deren Hilfe redundante Daten identifiziert und eliminiert werden, noch bevor sie auf einem nichtflüchtigen Datenspeicher gespeichert werden.

5. Dateien verschlüsseln

Achten Sie bei der Wahl von Software darauf, wie gut sie Dateien verschlüsseln kann. Gerade bei sensiblen Daten spielt Verschlüsselung eine große Rolle oder auch dann, wenn Unternehmen per Gesetz zu zusätzlichen Schutz-Maßnahmen gezwungen werden. Besonders wenn man zu Cloud-Lösungen für die Datenspeicherung greift, sind Verschlüsselungsmaßnahmen sinnvoll – sollten die Daten in Hände Dritter landen, sind sie unbrauchbar.

6. Nie alle Eier in einem Korb aufbewahren

Wirklich wichtig ist Folgendes: Die Sicherungen der Dateien müssen an einem anderen geografischen Ort gelagert oder gespeichert werden als die Quell-Daten. Sollten im Fall von Brand, Wasserschaden oder Diebstahl die Original-Dateien zerstört oder verloren gehen, bleiben die Dateien dank Sicherung an einem anderen Ort unbeschädigt.

7. Rücksicherung testen

Ist die Datensicherung gestern erfolgreich verlaufen? Haben Sie schon mal überprüft, ob sich die Daten aus Ihrem Backup wirklich wiederherstellen lassen? Bei der Einführung und anschließend in regelmäßigen Abständen muss die Rücksicherung geprüft werden. Dabei wird entweder ein Teil oder alle Dateien zurück gespielt. Nur so kann man wirklich feststellen, ob die Daten brauchbar sind.

Nutzen Sie dazu eine IT-Monitoring Software. So können Sie herausfinden, ob die Dateien wirklich gesichert wurden und ob das technisch einwandfrei gelaufen ist und werden genau wissen, wie lange so eine Rücksicherung im Katastrophenfall dauern würde. Darüber sollte man sich auf jeden Fall im Klaren sein, damit man besser einschätzen kann, wie lange man im Zweifel ohne Daten auskommen müsste.

Fazit: Wer auf die Datensicherung verzichtet, der spielt wahrhaftig mit dem Feuer. Trotz sicherer Hardware  ist man nie absolut sicher, dass seine Daten immer da bleiben, wo sie hingehören. Ob Feuer, Wasser oder ausgeklügelte Hacker-Attacken, man läuft oft die Gefahr, seine wichtigen Daten zu verlieren. Daten, von denen sogar die Existenz eines Unternehmens abhängig sein können. Deshalb ist eine ordentliche Datensicherung absolut empfehlenswert, da man mit wenig Aufwand wirklich mehr Sicherheit erreicht. Einmal eingerichtet und getestet sorgt eine gute Datensicherung für Sicherheit beim Inhaber / GF und meistens auch für einen besseren Nachtschlaf – weniger Sorgen inklusive.

 

In 7 Schritten zur funktionierenden Datensicherung

Jedes Unternehmen brauche eine Datensicherung

Mein Haus, mein Auto – aber wer sichert eigentlich Ihre Daten?

Jedes Unternehmen braucht eine Datensicherung

Jedes Unternehmen braucht eine Datensicherung

Für die meisten Menschen ist es selbstverständlich, dass ein Auto oder das eigene Haus gegen einen Schaden wie Feuer oder Diebstahl versichert ist. Schließlich sind wir auf ein Dach über dem Kopf und meist auch auf das Auto angewiesen. Doch was tun Sie, wenn Ihre wichtigsten Daten und Dokumente Ihres Unternehmens aufgrund eines Defekts oder Unfalls verloren gehen und nicht wieder hergestellt werden können?

Für die allermeisten Menschen sind elementare Schäden ein Albtraum. Egal ob Feuer, Einbruch oder Unfall. Man ist meist schon ausreichend „bedient“, den eigentlichen Schaden regulieren zu lassen.

Die IT-Spezialisten des IT-Dienstleisters Biteno GmbH werden im Rahmen der Support-Tätigkeiten immer wieder mit der Frage konfrontiert: „Können Sie meine Daten retten oder zumindest die wichtigsten Dateien wieder herstellen?“.

Die Gründe für den Verlust sind sehr vielfältig:

  • Der Befall von Viren, Würmern oder Trojanern auf PCs und Notebooks führt nicht selten zu unfreiwillig gelöschten Daten. D.h. zur eigentlichen Säuberung des Computers kommt oft auch noch der Verlust von Dateien hinzu.
  • Bei elementaren Schäden wie Feuer, Wasser oder Vandalismus werden oft auch für die Firma kritische elektronisch Unterlagen (etwa Arbeitsverträge, Kundenliste oder andere wichtige Dokumente) vernichtet.
  • Der Mensch ist meist die eigentliche Fehlerquelle: Zu 80% ist es menschliches Versagen in Form von unabsichtlich gelöschten Dateien der Grund für Datenrettungen.
  • Laut einer Studie des Anbieters EMC hatten 20% von 250 befragten Unternehmen einmal pro Jahr mit Datenverlusten zu kämpfen.

Datensicherung – Besser vorsorgen

Während Computer- und Server-Hardware meist kurzfristig neu beschafft werden oder im Rahmen von Wartungsverträgen repariert werden kann, so können verlorene Dateien nicht ohne weiteres wieder hergestellt werden.

Hier gilt: Jedes Unternehmen hat Sorge dafür zutragen, dass die für den Geschäftsbetrieb notwendigen Daten wie Kunden-Listen, Rechnungen oder Produkt-Informationen regelmäßig so gesichert werden, dass Sie jederzeit in angemessener Frist wieder hergestellt werden können.

Zu diesem Zweck haben die IT-Experten der Biteno GmbH eine Checkliste erstellt: In 7 einfachen Schritten zur funktionierenden Datensicherung.

In 7 Schritten zur perfekten Datensicherung

Ein gut funktionierendes Backup-System für Ihren Server ist für jedes Unternehmen Pflicht. Erfahren Sie, wie Sie in 7 einfachen Schritten eine perfekte Datensicherung einrichten und wieder ruhig schlafen können.


Prüfen Sie doch gleich einmal nach, ob Ihre Datensicherung einwandfrei funktioniert und wann Sie Ihr IT-Dienstleister Ihre Daten-Backups zuletzt geprüft hat.

Oder lassen Sie sich von den IT-Profis einmal unverbindlich beraten. Damit Sie in Ruhe Ihren Feierabend genießen können und Ihr Chef wieder einen ruhigen Nachtschlaf findet.

+49-(0)711-4889020.

IT-Notfallplanung – A fool with a tool is still a fool.

Oder warum es keine Programme zur IT-Notfallplanung gibt?

FeuerwehrImmer wieder erreichen mich Anfragen, mit welcher Software wir eigentlich IT-Notfallpläne erstellen.

Heutzutage gibt es ja für alles Nützliche und Unnütze eine APP. Warum also nicht auch eine für IT-Notfallplanung? Ich möchte IT-Notfallplanung an Hand einem parallelen uns allen bekannten und gängigen Beispiels aus einem anderen Bereich erklären.

Wenn es brennt, kommt die Feuerwehr und löscht den Brand! „So einfach ist das!“ Wenn wir Daten verloren haben, kommt die IT und sichert diese wieder zurück. „So einfach ist das?“ Zumindest aus der Sicht eines IT Laiens, also gilt eher „So einfach sollte es sein!“ – Leider ist es oft gar nicht so einfach oder gar nicht möglich.

Warum ist das eigentlich so? Was macht die Feuerwehr anders und damit erfolgreich?

In der folgenden Tabelle sind die notwendigen Aktivitäten (Notfallplanung) für eine funktionierende Notfallbearbeitung aufgelistet. Im Vergleich sind die am häufigsten fehlenden Pendands auf der IT-Seite in rot markiert.

Feuerwehr
IT
Vorbereitung (Notfallplanung)
Beschaffung Feuerwehrauto (Tool)Beschaffung Backupsoftware (Tool/APP)
Inbetriebnhame des FeuerwehrautosInstallation der Backupsoftware
Festlegen für welche Anwendungsfälle das Feuerwehrauto zum Einsatz kommtDefinieren einer Backup-Policy „Unterschriebenes Dokument“. Welche Daten, werden wann, in welchem Rhythmus, wohin gesichert und wie lange aufgehoben.
Schulung- und Einweisung der Feuerwehrmänner in die Bedienung des Feuerwehrautos.Die Bedienung der Backupsoftware kennt meistens nur der IT-Mitarbeiter der die Software beim Kunden installiert hat. Zwar gibt es ein Grundverständnis für die Backupsoftware, aber die spezifische Installation ist meistens komplex und nicht in dem Maße dokumentiert und trainiert, so dass ein nicht eingewiesener Mitarbeiter, die Ausführung übernehmen könnte.
Festlegen welche routinemäßigen Prüfungen und Wartungsarbeiten am Einsatzfahrzeug durchgeführt werden müssen.Erstellung eines regelmäßigen Wartungsplans. Dazu gehören die proaktive Kontrolle des Systems und der Logdateien, einspielen von Updates, Kontrolle des Zeitraums des Backupfensters, Kontrolle des Datenwachstums, Kontrolle der Sicherung durch das Durchführen einer Rücksicherung. Hier sind vor allem 2 Punkte zu beachten: RTO (Recovery Time Objective), d.h. wie lange dauert es die Daten zurück zu sichern. RPO (Recovery Point Objective), d.h. wie als sind die Daten die ich zurück sichern will.
Festlegen der Verantwortlichkeiten für die Bedienung und Wartung des EinsatzfahrzeugesSchriftlich festlegen der Verantwortlichen für die Datensicherung. -> Gehört in die Backup Policy.
Festlegen eine Einsatzplanes bzw. Bereitschaftsplanes mit jeweiliger VertretungFestlegen eine Einsatzplanes bzw. Bereitschaftsplanes mit jeweiliger Vertretung
Regelmäßiges Durchführen von Übungseinsätzen. Löschen eines nicht brennenden Hauses mit dem Einsatzfahrzeug. Fehlfunktionen werden protokolliert, gemeldet und behoben, damit Sie für den Ernstfall zur Verfügung stehenRegelmäßige Durchführung und Protokollierung einer Rücksicherung. Melden und Beheben von Störungen.
Durchführung Notfall
Notruf geht an einer 24/7 besetzen zentralen Meldestelle ein. -110Notruf geht bei einem Servicetechniker oder dem Geschäftsführer ein. Eine direkte Erreichbarkeit ist in den seltensten Fällen gesichert.
Das Einsatzkommando wird sofort informiert und beginnt mit dem Einsatz.Der nächstmögliche verfügbare Techniker wird versucht zu erreichen.
Die Reaktionszeit des Einsatzkommandos ist bei der Berufsfeuerwehr schnell, da die dafür vorgesehenen Mitarbeiter auf den Einsatz warten und keine andere Arbeiten ausführen.Gibt es in der IT m. E. nicht!
Die Reaktionszeit des Einsatzkommandos ist bei der Freiwilligen Feuerwehr nicht ganz so schnell, da die dafür vorgesehenen Mitarbeiter ihre normalen Tätigkeiten ausführen und diese dann zunächst unterbrechen. Über die Anzahl der verfügbaren Mitarbeiter wird eine Grundverfügbarkeit erwartet.Schnell einen geeigneten Mitarbeiter zu finden ist an dieser stelle oft eine Herausforderung. Denn die Mitarbeiter sind wahrscheinlich bereits an anderen kritischen Baustellen unterwegs, krank im Urlaub etc.
Das Einsatzkommando fährt zum Brandherd und beginnt mit den Löscharbeiten. Jeder Handgriff sitzt, das Einsatzfahrzeug funktioniert der Brand kann gelöscht werden.Die Reaktionszeit wird meistens noch eingehalten. D.h. Reagieren geht, Agieren meistens nicht, denn die notwendigen Daten wurden gar nicht gesichert, die Sicherung läuft seit geraumer Zeit nicht mehr, die Daten sind hierdurch veraltet und selbst wenn, funktioniert die Rücksicherung gar nicht, weil diese nie oder schon sehr lange nicht mehr getestet wurde.

Fazit: In der IT wird ein Backup-Produkt beschafft und installiert. Das Tool ist zwar vorhanden, die notwendigen Maßnahmen (Notfallplanung) für einen erfolgreichen Betrieb und somit auch einer erfolgreichen Wiederherstellung im Fall der Fälle werden nicht durchgeführt.

Würde die Feuerwehr gleichermaßen agieren, käme man zwar mit dem Feuerwehrauto etwas verspätet zur Brandstelle, dann würde man aber feststellen, dass man kein Wasser dabei hat oder die Drehleiter gar nicht ausgefahren werden kann, da der entsprechende Motor defekt ist.
Vorausgesetzt man weiß überhaupt wie so eine komplexe Maschine bedient werden will.

So, nun genug mit der Schwarzmalerei, wir kennen das alles zu genüge aus unserem Tagesgeschäft. Lassen Sie uns nach einer Lösung suchen! Dazu möchte ich zunächst die Ursachen aufzeigen.

Ursachen:
  • Die notwendigen Maßnahmen zur Notfallplanung sind weder dem Kunden, der internen IT oder dem IT-Dienstleister bekannt. Was man nicht kennt, vermisst man auch nicht!
  • Die Umsetzung der Maßnahmen zur Notfallplanung stellen einen zusätzlichen Zeit- und Kostenfaktor da, dessen Sinnhaftigkeit sich zum Installationszeitpunkt nicht erschließt. Man kauft ja ein Backup und kein Restore.
  • Die Verantwortlichkeiten sind nicht geklärt. Wer ist in der Verantwortung, wenn ein Schaden auf Grund einer nicht möglichen Rücksicherung entsteht? Der Kunde wird sich gerne an den Dienstleister wenden, denn der hat ja die Installation durchgeführt und ist somit auch verantwortlich das diese funktioniert! Ich nehme es vorweg, das stimmt so nicht!
  • Regelmäßige Wartung und Monitoring wird nicht durchgeführt. Das Backup läuft ja! Und so lange man kein Restore benötigt, fällt es ja auch nicht auf, formulieren wir es positiv, das das Backup „nicht“ mehr funktioniert. Warum also Zeit und Geld investieren.
Lösung:
  • Machen Sie sich mit den notwendigen Maßnahmen vertraut. Greifen Sie an dieser Stelle auf Fachleute zurück, die wissen welche Aufgaben und Prozesse umzusetzen sind. Als theoretische Grundlage bietet sich die BSI 100-4, die ISO 22301, oder die VdS 3473 an. Kunde, IT und Dienstleister müssen zumindest diese Thematik kennen.
  • Ein Backup ohne die notwendigen Prozesse kann man m. E. auch gleich ganz lassen, denn es funktioniert ja sowieso nicht wenn man es braucht. Daher gehören die Prozesse als ein fester Bestanteil dazu. Wer die Prozesse nicht selbst abbilden kann oder will, kann diese auch extern dazukaufen und somit für ein nachweißlich funktionierendes Backup sorgen. Die Betriebsprozesse gehören in jedes Angebot zum Thema Backup. Wenn ein Kunde die notwendigen Prozesse nicht etablieren möchte, muss er sich an dieser Stelle des Risikos bewusst sein. Die Risikoakzeptanz wird als Aktennotiz dokumentiert.
  • Bevor die Datensicherung entwickelt und installiert wird, wird eine Backup Policy erstellt. In dieser Policy werden die Verantwortlichkeiten definiert und welche Daten, wann, wie oft, wohin gesichert und aufgehoben werden. Die Backup Policy wird vom Verantwortlichen unterschrieben. Die Backup Policy ist für alle weiteren Schritte das zentrale Dokument aus dem die Anforderungen hervorgehen.
  • Führen Sie regelmäßig, einmal pro Monat einen Rücksicherungstest durch. Protokollieren Sie die Ergebnisse und stellen diese Informationen dem Verantwortlichen zur Verfügung. Das Protokoll ist zu unterschreiben und dokumentiert den aktuellen Funktionszustand. Diese Art von Prüfungen werden idealerweise von einem unabhängigen Dritten durchgeführt und sind als auch als externes Servicepaket erhältlich.

Für die Lösung, hier exemplarisch eine funktionierende Datensicherung im Rahmen einer Notfallplanung, muss man wissen welche einzelnen Maßnahmen und auch Kontrollen umgesetzt werden können. Das erledigt leider kein Tool. Notfallplanung und Backupsoftware dürfen also nicht verwechselt werden. Das eine ist das Tool, das andere das Wissen wie man es richtig bedient, bzw. den Prozess dazu etabliert.

Und das ist alles nicht so aufwendig wie es vielleicht scheint!

PS: Mein Lieblingszitat an dieser Stelle:
„Wir brauchen eine neue Backupsoftware, unser Backup funktioniert nicht richtig“

 

Datensicherung – was ist zu beachten?

Sicher in der Cloud

Vermutlich war jeder von uns schon mal in der Situation, dass eine Datei, ein Text, ein Entwurf oder ähnliches plötzlich verschwunden ist – ärgerlich, aber im Falle einer einzigen Position durchaus zu verkraften. Aber in einem Unternehmen kann Datenverlust schwerwiegende Konsequenzen haben, weswegen das Thema Datensicherung einen wichtigen Stellenwert einnehmen sollte.

Hardwaredefekte, Systemfehler und in vielen Fällen Benutzerfehler können dazu führen, dass Daten unwiderruflich gelöscht werden, was im Falle einer aktuellen Datensicherung kein allzu großes Problem darstellt. Hat man diese aber nicht, dann wird es problematisch und schnell ist die Arbeit von Wochen oder gar Monaten einfach zu nichte gemacht.

Backup

Online Sicherung oder vor Ort: Hauptsache der Backup funktioniert

Daher ist es wichtig, die Daten regelmäßig in möglichst kurzen Intervallen zu sichern, diese Sicherung aktuell zu halten und immer wieder zu überprüfen, ob die Datensicherung auch funktioniert.
Die gesicherten Daten sollten von der EDV-Anlage örtlich entfernt aufbewahrt werden in einer geschützten Umgebung. Nur so kann gewährleistet werden, dass zum Beispiel bei einem Brand die Backups nicht mit vernichtet werden. Für kleine und mittelständische Unternehmen eignet sich hier die Online-Datensicherung am besten, bei dieser werden die Daten außer Haus gesichert, in den meisten Fällen in einem Rechenzentrum. Hierbei ist darauf zu achten, dass der externe Dienstleister die Inhalte nicht lesen kann und der Transfer in gesicherter Art und Weise stattfindet. In Deutschland gibt es eine Datensicherungs-Pflicht, die Grundsätze die für Betriebe auf dem Gebiet der Datensicherung gelten, sind seit 2002 verbindlich geregelt seitens des Bundesfinanzministeriums.

Ein wichtiger Punkt ist auch die Dokumentation der Datensicherung, in der die zuständigen Ansprechpartner und deren Kompetenzen, die entsprechenden Maßnahmen und Prioritäten, sowie der gesamte Ablauf der Sicherung schriftlich fixiert werden sollte.

Je nach Art und Umfang der zu sichernden Daten gibt es unterschiedliche Formen ein solches Backup zu erstellen:

Komplett-/ Vollsicherung:

Die zu sichernden Daten  bzw, Verzeichnisse werden komplett auf das Medium übertragen. Das ist der technisch einfachste Weg, der jedoch sehr viel Speicherplatz benötigt und je nach Umfang der Verzeichnisse auch unnötig viel Zeit in Anspruch nimmt. Dies bietet sich also eher für kleine Datenmengen und bei der erstmaligen Durchführung eines solchen Prozesses an.

Speicherabbildsicherung:

Bei dieser Variante werden nicht nur die reinen Nutzdaten einer Festplatte oder eines ähnlichen Mediums gesichert, sondern das Dateisystem inklusive der Benutzereinstellungen und des Betriebssystems. Diese Vorgehensweise ist dann von Vorteil, wenn ein Totalausfall des Computers auftreten sollte und man die Daten auf einem anderen Gerät problemlos wieder herstellen möchte.

Differenzielle Sicherung:

Hier werden lediglich die Daten gesichert, die seit der letzten Komplettsicherung verändert wurden oder neu dazugekommen sind, dies spart Zeit und Speicherplatz im Vergleich zu der ersten Variante, bei der ja auch Daten gesichert werden, die sich nicht verändert haben. Technisch ist diese Form etwas komplizierter, da man eine Backup-Software benötigt, welche aber dennoch relativ einfach zu programmieren ist.

Inkrementelle Sicherung:

Im Unterschied zur differenziellen Sicherung wird hier nicht die letzte Vollsicherung als Basis genommen, sondern die letzte inkrementelle Sicherung, das heißt die Sicherungen hängen alle miteinander zusammen und im Gegensatz zur differenziellen Sicherung können hier ältere Versionen nicht einfach gelöscht werden, da diese alle miteinander verknüpft sind.

Das hört sich kompliziert an, aber wenn eine dieser Löungen einmal eingeführt wurde, läuft das fast alles von alleine – den komplizierten Teil übernehmen wir gerne!

Übrigens: In Zeiten wachsender Internet-Anbindungen und Bandbreite eignet sich ein moderner Online-Backup noch besser als lokale Sicherungen auf Festplatten oder Bänder (Tapes) um Ihre wertvollen Daten verschlüsselt und sicher an einem entfernten Ort zu speichern (in der Regel ein Rechenzentrum).

Vereinbaren Sie einen Termin mit uns, dann schauen wir welches Modell am besten zu ihrem Unternehmen passt!

 

 

Tutorial

Bareos Einführung – Online-Backup

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Die Anmeldemaske von Bareos

Einleitung zu Bareos

Bareos ist neben Backup-PC und Bacula eines der populärsten Programme aus der OpenSource-Community um entfernte Server zu sichern. Wer die Software Bacula zur Sicherung auf Platte oder Tape (Bandlaufwerk) im Rahmen der Linux-Administration schon eingesetzt hat, wird sich in Bareos schnell zurecht finden.
Im nachfolgenden Tutorial zu Bareos gehen wir der Reihe nach die Schritte durch, die zur Installation und Konfiguration von Bareos notwendig sind. Außerdem fügen wir exemplarisch einen Windows-Client und einen Linux-Client hinzu.

Im zweiten Tutorial zu Bareos behandeln wir die notwendigen Anpassungen in der Konfiguration, wenn Sie Bareos mit sehr vielen Clients nutzen möchten.
Bareos ist ein so genannter Fork von Bacula, das bereits seit über 10 Jahren als Online-Backup bekannt ist. Seit 2012 entwickeln mehrere Software-Entwickler Bareos auf Basis von Bacula weiter. Hauptgrund war die schleppende Weiterentwicklung von Bacula

Das Konzept von Bareos

Bareos besteht wie Bacula aus 3 Diensten:

  • Der Storage Daemon (bareos-sd) – dieser Dienst verwaltet den Speicher, auf denen Backups gespeichert werden. Das können Festplatten oder Tape-Drives sein.
  • Der Filedaemon von bareos (bareos-fd) übernimmt auf jedem Client die Aufgabe, die Dateien des Clients zum zentralen Storage Daemon zu schicken.
  • Der Bareos-Director (bareos-dir) ist die zentrale Komponente, über die der Netzwerk-Administrator Backup-Clients anlegt, Backup-Jobs definiert oder Restores vornehmen kann.

Der Storage-Daemon sowie der Director werden typischerweise auf einem Linux-Server installiert. Der Bareos-Filedaemon muss auf jedem zu sichernden Client installiert werden. Es existieren dazu Programm-Pakete für Windows (ab Windows 2008 Server bzw. Windows 7) sowie für alle gängigen Linux-Distributionen (CentOS, Redhat, Ubuntu, Debian, SuSE Linux, …) sowie Univention (Version 4).

Vorteile von Bareos

Durch die Verteilung des Programms auf drei Dienste kann Bareos relativ gut skalieren. D.h. es ist möglich, den Director und den Storage-Daemon auf getrennten Servern laufen zu lassen.

Gegenüber Bacula hat Bareos noch den angenehmen Vorteil, daß es von Haus aus eine Weboberfläche mitbringt, über die Jobs gestartet oder Restores vorgenommen werden können.
Bareos unterscheidet sich sowohl von Backup-PC als auch bacula, daß hinter Bareos mittlerweile eine deutsche GmbH sitzt, die von einigen ambitionierten Software-Entwicklern geführt wird. Hier können Firmen im Zweifel auch kostenpflichtigen IT-Support für Bareos einkaufen.

Voraussetzungen für Bareos

Damit Bareos einwandfrei funktioniert, benötigen wir

  • Einen zentralen Server mit ausreichend Speicherplatz als Zuhause für den Bareos-Director
  • Mysql auf dem zentralen Bareos-Director
  • Netzwerk-Verbindungen zu allen zu sichernden Clients (internes LAN, Internet oder via VPN) auf den Ports 9102, 9103 und 9104

Im konkreten Fall platzieren wir den Bareos-Server zentral im internen LAN der Firma so daß er von dort problemlos mit allen internen Servern per TCP/IP kommunizieren kann.
Für die Kommunikation mit verteilten Clients im Internet richten wir (weiter unten) auf der pfsense ein 1:1 NAT ein und erlauben von extern den Zugriff auf Port 9102.

Empfehlung für das Hardware-Sizing bzw. Setup von Bareos

Im Test ist eine virtuelle Maschine mit 4 GB RAM und 4 Kernen ausreichend. Für das Betriebssystem (Centos 7) reichen in der Regel 50 -100 GB.
Wieviel Plattenplatz für die zu sichernden Rechner notwendig ist, hängt von deren Größe sowie der Vorhaltezeit für Backups ab. Dazu unten bzw. im zweiten Teil des Tutorials mehr.
Im konkreten Beispiel starten wir mit 10 TB Speicher, die über eine separate virtuelle Festplatte via LVM (wichtig!) zur Verfügung gestellt wird.

Besonderheiten von Bareos

Um Bareos auszuprobieren sollten Sie den Hostnamen des zentralen Bareos-Servers auf „bareos“ eingestellt lassen. Der Name „bareos“ für den Hostnamen ist an unzähligen Stellen in den Konfigurations-Dateien von Bareos versteckt. Hier lohnt sich die Umbenennung (meiner Meinung nach) erst, wenn man größere Installationen von Bareos mit verteilten Diensten einrichten möchte.

Damit die Clients mit dem zentralen Bareos-Server kommunizieren können muss sowohl für den Bareos-Director der Hostname des Clients als auch für den Client der Hostname von Bareos (bareos) per DNS auflösbar sein.

Dazu richten Sie am besten im DNS einen entsprechenden Eintrag ein. Wer Bareos nur mal eben auf zwei Geräten testen möchte, kann selbstverständlich den passenden Eintrag auch in der /etc/hosts auf Linux bzw. unter c:\windows\system32\drivers\etc\hosts anlegen.

Installation und Vorbereitung von Bareos

Wir nutzen zur Installation von Bareos eine Centos 7 Standard-Installation. Die Root-Partition bekommt 45 GB. Das Verzeichnis /var/lib/mysql erhält eine separate Partition mit 25 GB.
Zusätzlich erstellen wir eine große, zweite Festplatte mit 10 TB, die wir später mittels LVM unter /var/lib/bareos hängen. Unter /var/lib/bareos speichert Bareos in der Standard-Konfiguration die einzelnen Volumes ab, auf denen die gesicherten Daten gespeichert werden.

Hinweis: Für einen Test reicht sicherlich deutlich weniger Platz unter /var/lib/bareos.
Für die Installation sind die folgenden Schritte notwendig:

  1. Bareos-Repository für Centos 7 herunterladen
  2. Bareos, Mysqld(bzw. Mariadb) sowie das Bareos-Webui installieren
  3. Datenbank mit Hilfe von 3 fertigen Skripten erstellen
  4. Dienste (Bareos und httpd) starten
  5. Web-User anlegen

Die Schritte im Einzelnen:

Bareos-Repositiory herunterladen

Mit dem nachfolgenden Snippet/Skript laden Sie automatisch das richtige Repository für yum herunter:

#
DIST=CentOS_7
DATABASE=mysql
yum -y install wget
# add the Bareos repository
URL=http://download.bareos.org/bareos/release/latest/CentOS_7
wget -O /etc/yum.repos.d/bareos.repo $URL/bareos.repo
#

Bareos, Mysqld und Bareos-Webui installieren

Direkt danach können wir mit einem Befehl alle notwendigen Programme installieren

yum -y install bareos bareos-database-mysql bareos-webui mariadb-server

Mariadb/Mysqld anpassen / Datenbanken erstellen

systemctl enable mariadb
systemctl start mariadb
mysql_secure_installation
#(Fragen mit “y” beantworten und neues Passwort für mysql Benutzer root vergeben)

vi ~/.my.cnf
#insert:
[client]
host=localhost
user=root
password=<root mysql-Passwort>

Danach rufen wir die 3 SQL-Skripte auf, die alle notwendigen Datenbanken sowie Tabellen für Bareos erstellen:

/usr/lib/bareos/scripts/create_bareos_database
/usr/lib/bareos/scripts/make_bareos_tables
/usr/lib/bareos/scripts/grant_bareos_privileges

Ergebnis:

[root@bareos01 ~]# /usr/lib/bareos/scripts/create_bareos_database
Creating mysql database
Creating of bareos database succeeded.
[root@bareos01 ~]# /usr/lib/bareos/scripts/make_bareos_tables
Making mysql tables
Creation of Bareos MySQL tables succeeded.
[root@bareos01 ~]# /usr/lib/bareos/scripts/grant_bareos_privileges
Granting mysql tables
Privileges for user bareos granted ON database bareos.

Bareos Dienst und Apache starten

Mit den nachfolgenden Befehlen starten wir die vier Dienste. Die letzten 4 stellen sicher, daß die 4 Dienste auch nach einem Reboot wieder automatisch gestartet werden.

systemctl start bareos-dir
systemctl start bareos-sd
systemctl start bareos-fd
systemctl start httpd
systemctl enable bareos-dir
systemctl enable bareos-sd
systemctl enable bareos-fd
systemctl enable httpd

Web-Konfiguration

Die Konfiguration von Bareos für das Web-Interface liegt unter /etc/httpd/conf.d/bareos-webui.conf . Hier müssen Sie an sich nichts tun.
Wer zum Testen auf die Firewall bzw. iptables verzichtet, stellt den Firewall folgendermaßen aus:

systemctl disable firewalld
service firewalld stop

Zu guter Letzt legen wir noch einen Benutzer namens “admin” für die Web-Gui von Bareos an.

bconsole
configure add console name=admin password=test123 profile=webui-admin
quit

Danach können Sie sich unter http://<IP>/bareos-webui/ mit dem Usernamen „admin“ sowie dem Passwort „test123“ anmelden.
Abbildung: Anmeldemaske von Bareos

Die Anmeldemaske von Bareos

Die Anmeldemaske von Bareos

 

Vorbereitung für Backups

Damit Sie nun auch tatsächlich Backups und Restores durchführen können, müssen wir noch wenige Anpassungen am Bareos-Director vornehmen:

FileSets anlegen.

Damit Bareos weiß was es sichern soll, muss für Linux und Windows jeweils eine Definition für ein so genanntes FileSet angelegt werden. Dazu erstellen Sie unter „/etc/bareos/bareos-dir.d/fileset“ die Datei LinuxAll.conf. In ihr ist enthalten welche FileSysteme unter Linux gesichert werden sollen:

FileSet {
Name = „LinuxAll“
Description = „Backup all regular filesystems, determined by filesystem type.“
Include {
Options {
Signature = MD5 # calculate md5 checksum per file
One FS = No # change into other filessytems
FS Type = btrfs
FS Type = ext2 # filesystems of given types will be backed up
FS Type = ext3 # others will be ignored
FS Type = ext4
FS Type = reiserfs
FS Type = jfs
FS Type = xfs
FS Type = zfs
FS Type = vzfs
}
File = /
}
Exclude {
File = /var/lib/bareos
File = /var/lib/bareos/storage
File = /proc
File = /tmp
File = /var/tmp
File = /.journal
File = /.fsck
}
}

Das Gleiche machen wir analog für Windows. Hier erstellen Sie eine Datei mit dem Namen WindowsAllDrives.conf im selben Verzeichnis:

FileSet {
Name = „WindowsAllDrives“
Enable VSS = yes
Include {
Options {
Signature = MD5
Drive Type = fixed
IgnoreCase = yes
WildFile = „[A-Z]:/pagefile.sys“
WildDir = „[A-Z]:/RECYCLER“
WildDir = „[A-Z]:/$RECYCLE.BIN“
WildDir = „[A-Z]:/System Volume Information“
Exclude = yes
}
File = /
}
}

Die nachfolgenden Job-Definitionen verwenden gleich die eben angelegten FileSets.

JobDefinitionen anlegen

Wechseln Sie nun ins Verzeichnis „/etc/bareos/bareos-dir.d/jobdefs“ und legen dort die Standard-Job-Definition für Linux-Clients an. In dieser generellen Job-Definition wird zentral eingestellt, welches FileSet verwendet wird, wie oft und wohin gesichert wird.
Erstellen Sie dazu für alle Linux-Rechner die Datei DefaultLinux.conf

JobDefs {
Name = „DefaultLinux“
Type = Backup
Level = Incremental
FileSet = „LinuxAll“ # selftest fileset (#13)
Schedule = „WeeklyCycle“
Storage = File
Messages = Standard
Pool = Incremental
Priority = 10
Write Bootstrap = „/var/lib/bareos/%c.bsr“
Full Backup Pool = Full # write Full Backups into „Full“ Pool (#05)
Differential Backup Pool = Differential # write Diff Backups into „Differential“ Pool (#08)
Incremental Backup Pool = Incremental # write Incr Backups into „Incremental“ Pool (#11)
}

Das Gleiche machen wir für Windows-Clients. Hier legen wir im gleichen Verzeichnis die Datei DefaultWindows.conf an:

JobDefs {
Name = „DefaultWindows“
Type = Backup
Level = Incremental
FileSet = „WindowsAllDrives“
Schedule = „WeeklyCycle“
Storage = File
Messages = Standard
Pool = Incremental
Priority = 10
Write Bootstrap = „/var/lib/bareos/%c.bsr“
Full Backup Pool = Full # write Full Backups into „Full“ Pool (#05)
Differential Backup Pool = Differential # write Diff Backups into „Differential“ Pool (#08)
Incremental Backup Pool = Incremental # write Incr Backups into „Incremental“ Pool (#11)
}

Die Definitionen zu Pools, Volumes und Storage lassen Sie für den Moment so wie sie sind.

Zeitpläne für Backups / Schedules

Zur Sicherheit prüfen Sie noch, ob der Zeitplan für die Backups auch an Ort und Stelle ist.
Dazu wechseln Sie ins Verzeichnis „/etc/bareos/bareos-dir.d/schedule“ .
Dort sollen Sie die Datei WeeklyCycle.conf vorfinden. Diese hat den Inhalt:

Schedule {
Name = „WeeklyCycle“
Run = Full 1st sat at 21:00 # (#04)
Run = Differential 2nd-5th sat at 21:00 # (#07)
Run = Incremental mon-fri at 21:00 # (#10)
}

Sie haben nun alle grundsätzlichen Vorbereitungen abgeschlossen, um gleich mit wenigen Handgriffen den ersten Client in ihr neues Bareos-System aufzunehmen.

Einen Windows Client einrichten

Zur Installation eines Windows-Client (ab Windows 2008 Server oder Windows 7) laden Sie sich auf dem zu sichernden Server die für das Betriebssystem passende Windows-Datei herunter.
Extern: http://download.bareos.org/bareos/release/16.2/windows/

Die Installation starten Sie wie gewohnt mit einem Doppelklick auf die Exe-Datei des Bareos-Installers.

Der Windows-Installer für den Bares-Client unter Windows

Der Windows-Installer für den Bares-Client unter Windows

Standardmäßig ist bei der Windows-Installation lediglich der File-Daemon-Dienst angehakt. Sofern Sie den PC/Server lediglich sichern möchten, ist das auch vollkommen ausreichend.
Die beiden unteren Haken benötigen Sie nur, wenn Sie auf einer Windows-Maschine den Bareos-Director bzw. den Bareos-Storage-Daemon installieren möchten.
Klicken Sie anschließend auf „Next“.

Die richtigen Einstellungen für Bareos unter Windows

Die richtigen Einstellungen für Bareos unter Windows

In der nachfolgenden Maske müssen Sie mindestens bei (1) und (4) den Hostnamen ändern.
Der Reihe nach:
Bei (1) tragen Sie den vollständigen DNS-Hostnamen (fqdn) des Rechners ein auf dem Sie gerade Bareos installieren. Über den einzutragenden DNS-Namen muss der Bareos-Director den Client übers Netz erreichen können.
Die Zeile (2) „Director Name“ mit dem Eintrag „bareos-dir“ lassen Sie so wie sie ist. Ausnahme: Sie haben Ihren Director anders genannt. Dann passen Sie das hier an.
In der Zeile (3) finden Sie das von Bareos vorgeschlagene Passwort. Da es sich hier um ein willkürlich gewähltes Passwort handelt, können Sie das so lassen wie es ist. Das Passwort des Clients wird lediglich zur Kommunikation zwischen Client und Server verwendet. Sie selbst müssen es sich nicht merken.
Bei „Network Address“ (4) geben Sie wieder den vollständigen DNS-Hostnamen (fqdn) des Rechners ein auf dem Sie gerade Bareos installieren.
Klicken Sie nun auf „next“ und speichern Sie bitte unbedingt den Inhalt der letzten Maske ab:

Die fertige Konfig-Datei für den Windows Client von Bareos

Die fertige Konfig-Datei für den Windows Client von Bareos

Die 7 Zeilen Code der Konfiguration speichern Sie am besten zunächst auf dem Rechner unter c:\Install ab.

Bekanntmachen des Windows-Clients im Director

Wichtig: Damit der zentrale Bareos-Director den zu sichernden Client kennt, müssen Sie den Inhalt dieser Datei (inkl. Passwort-String) an der folgenden Stelle abspeichern:
Bareos# cd /etc/bareos/bareos-dir.d/client
Bareos# vi itsc40.itsc.local.conf # Inhalt einfügen, abspeichern
Hinweis: Die Datei muss die Endung *.conf haben. Zur besseren Übersicht empfehle ich die Datei wie den Hostnamen plus die Endung „.conf“ zu nennen. Im Beispiel also „itsc40.itsc.local.conf“.

Erstellen eines Backup-Jobs für den Windows-Client

Der Client ist nun zwar im Director bekannt, allerdings werden noch keine Backups durchgeführt. Eine Backup-JobDefinition für den Windows-Client erstellen Sie folgendermaßen:
Bareos# bconsole

*configure add job name=itsc40.itsc.local.job client=itsc40.itsc.local jobdefs=DefaultWindows
*quit

Mit dem obigen Befehl erstellen Sie für den Client mit Namen “itsc40.itsc.local” einen Job mit Namen “itsc40.itsc.local.job” und der JobDefinition, die unter “DefaultWindows” abgespeichert ist.

*configure add job name=itsc40.itsc.local.job client=itsc40.itsc.local jobdefs=DefaultWindows
Created resource config file „/etc/bareos/bareos-dir.d/job/itsc40.itsc.local.job.conf“:
Job {
Name = itsc40.itsc.local.job
Client = itsc40.itsc.local
JobDefs = DefaultWindows
}
quit

Rein technisch wird dabei von Bareos eine Text-Datei unter „/etc/bareos/bareos-dir.d/job/“ mit dem Namen itsc40.itsc.local.job.conf abgespeichert. In dieser Datei wird lediglich die Zuordnung von Job-Definition zu Client vorgenommen.

Starten des Backup-Jobs für den Windows-Client

Der Backup-Job wird nun zur nächsten Gelegenheit (siehe Konfiguration) starten. Sofern Sie den Backup-Job sofort laufen lassen möchten, so tun Sie das wie folgt:

Bareos# bconsole
*run job=itsc40.itsc.local.job
Using Catalog „MyCatalog“
Run Backup job
JobName: itsc40.itsc.local.job
Level: Incremental
Client: itsc40.itsc.local
Format: Native
FileSet: WindowsAllDrives
Pool: Incremental (From Job IncPool override)
Storage: File (From Job resource)
When: 2018-01-03 16:54:57
Priority: 10
OK to run? (yes/mod/no): y
Job queued. JobId=345

Wenn Sie den Status des Backup-Jobs prüfen möchten, so können Sie das entweder in der Web-Gui machen oder über die bareos-Konsole mit dem Kommando „messages“:

Bareos# bconsole
*messages
03-Jan 16:54 bareos-dir JobId 345: No prior Full backup Job record found.
03-Jan 16:54 bareos-dir JobId 345: No prior or suitable Full backup found in catalog. Doing FULL backup.
03-Jan 16:55 bareos-dir JobId 345: Start Backup JobId 345, Job=itsc40.itsc.local.job.2018-01-03_16.54.58_36
03-Jan 16:55 bareos-dir JobId 345: Using Device „FileStorage“ to write.
quit

Einen Linux-Client einrichten

Installation von Bareos auf Centos

Für Centos müssen Sie zuerst das passende Repository für Bareos herunterladen und nach /etc/yum.repos.de kopieren.

yum -y install wget
wget -O /etc/yum.repos.d/bareos-centos7.repo http://download.bareos.org/bareos/release/latest/CentOS_7/bareos.repo
yum -y install bareos-fd
systemctl enable bareos-fd

Hinweis: Für Centos 6 wählen Sie bitte „wget -O /etc/yum.repos.d/bareos-centos6.repo http://download.bareos.org/bareos/release/latest/CentOS_6/bareos.repo“

Die Installation auf Debian / Proxmox

Auf Debian ist bareos bereits in den Standard-Repositories enthalten. Daher können Sie direkt über apt-get den bareos-filedaemon installieren:

apt-get install bareos-filedaemon
systemctl enable bareos-filedaemon

Linux-Client auf dem Director einrichten

Damit nun der neue Linux-Rechner auch dem Bareos-Director bekannt gemacht wird, müssen wir folgendes auf dem zentralen Bareos-Director ausführen.

bareos# bconsole
*configure add client name=<CLIENT> address=<IP/FQDN> password=<SOME_PASSWORD>
*quit

Hinweis: Ich empfehle beim Client-Namen und bei der Adresse jeweils den FQDN des zu sichernden Servers zu verwenden.
Anmerkung: Die Anlage eines Client in der Web-Gui ist (bis jetzt) leider nicht möglich.

Linux-Client anlegen in der Konsole von Bareos

Linux-Client anlegen in der Konsole von Bareos

Beispiel:

*configure add client name=skisp02.veryhost.de address=skisp02.veryhost.de password=geheim123
Exported resource file „/etc/bareos/bareos-dir-export/client/skisp02.veryhost.de/bareos-fd.d/director/bareos-dir.conf“:
Director {
Name = bareos-dir
Password = „[md5]576aa4c2e8948b2a10d21617d3a84085“
}
Created resource config file „/etc/bareos/bareos-dir.d/client/skisp02.veryhost.de.conf“:
Client {
Name = skisp02.veryhost.de
Address = skisp02.veryhost.de
Password = geheim123
}

Bareos legt nun die Client-Datei, die Sie gleich auf den Linux-Client kopieren unter „/etc/bareos/bareos-dir-export/client/<clientname>/bareos-fd.d/director/ ab.
Die dort abgelegte Datei „bareos-dir.conf“ kopieren Sie auf den Linux-Client in das Verzeichnis
/etc/bareos/bareos-fd/director
Anschließend starten Sie den bareos-FileDaemon neu.

Client# service bareos-fd restart

Backup-Job für den Linux-Server anlegen

Damit anschließend auch wirklich täglich Backups erstellt werden, benötigen wir wie beim Windows-Client auch eine Job-Definition. Diese erstellen Sie ebenfalls über die Bareos-Konsole:

Bareos# bconsole
*configure add job name=<fqdn>.job client=<fqdn>jobdefs=DefaultLinux
quit

Wenn Sie nun nichts weiter tun, dann wird der Backup-Job entsprechend der Backup-Konfiguration während der folgenden Nachstunden starten. Wenn Sie den Backup-Job sofort starten lassen möchten, dann geben Sie folgendes ein:

Bareos# bconsole
*run job=<clientname>.job

Beantworten Sie die abschließend Frage mit “y“ und schon startet der Backup-Job.

Den Backup-Job für den Linux-Client starten

Den Backup-Job für den Linux-Client starten

Anmerkung:
Sofern einmal eine Job-Definition für einen Client angelegt ist und der Backup-Job läuft, können Sie alle weiteren Aktionen in der Web-Oberfläche von Bareos durchführen.

Fazit zu Bareos

Bareos ist mit einigen kleinen Hürden ein sehr brauchbares Tool zur Sicherung von verteilten Rechnern. Vor allem die Web-Oberfläche macht es den Netzwerk-Admins sehr leicht, die täglichen Jobs für Backup und Restore im Blick zu haben.
Welche Anpassungen Sie an Bareos für eine flächendeckende Nutzung mit vielen Clients vornehmen sollten, behandeln wir im zweiten Teil des Tutorials zur Bareos.

Weiterführende Infos zu Bareos

Weitere Informationen und Sites zu Bareos Online-Backup:

Da Bareos immer noch in viele Einstellung identisch mit Bacula ist, hilft an einigen Stelle auch die Doku von Bcula weiter: Hompage von Bacula
Bücher zu Bacula bzw. Bareos:

 

Sicherung von Windows Servern mit Online Backup von ahsay

, ,
Die Fortschritts-Anzeige der Online-Backup-Software

In diesem Tutorial beschreibe ich wie Sie auf einem Windows-Server die Online-Backup Software ahsay installieren und konfigurieren. Damit sind Sie in wenigen Minuten in der Lage ihre wichtigen Daten sicher in die Cloud übertragen und jederzeit wieder herzustellen.

Wenn Sie alle Schritte der Reihe nach durchführen, haben Sie hinterher eine regelmäßige Datensicherung, die ihre wichtigen Daten sicher und verschlüsselt regelmäßig (in der Regel täglich) in eines unserer Rechenzentren sichert.

Was Sie brauchen:

  • 10- 15 Minuten Zeit
  • Die Zugangsdaten zur Online-Backup-Software
  • Einen Windows Server
  • Zugang zum Internet

Hinweis: Die Zugangsdaten für den Online-Backup erhalten Sie von einem Mitarbeiter der Biteno GmbH. Sofern Sie den Online Backup zunächst nur testen möchten, so können Sie sich auch hier eine Test-Version frei schalten lassen.

Herunterladen und Konfigurieren der Online-Backup Software

Schalten Sie sich auf Ihren Windows-Host auf. Laden Sie im Browser (Internet- Explorer) die Software von ahsay herunter:  OBM: https://ob01.veryhost.com/obs/download/obm-win.exe. Speichern Sie die Datei unter z.B. unter c:\install  ab. Nach dem Sie die Datei herunter geladen haben, öffnen Sie bitte den Ordner und starten die Installation mit einem Doppelklick. Es öffnet sich der Assistent zur Installation der Software von Ahsay.

Nach der Installation der Online-Backup Software startet der Assistent

Nach der Installation der Online-Backup Software startet der Assistent

Doppelklicken Sie auf die Datei um die Installation zu starten. Akzeptieren Sie den vorgeschlagenen Pfad sowie die Lizenzbedingungen und klicken Sie auf „Fertigstellen“. Am Ende der Installation startet die Online-Backup-Software.

Bitte prüfen Sie, ob der korrekte Backup-Server eingetragen ist. Voreingestellt ist (bei Biteno) ob01.veryhost.com. Geben Sie im Folgenden ihren  Account-Namen und ihr Passwort ein.

Bitte geben Sie ihren Anmeldenamen sowie Ihr Passwort ein

Bitte geben Sie ihren Anmeldenamen sowie Ihr Passwort ein

 

Überblick über die Programm-Oberfläche

Nach dem Start sieht der Start-Bildschirm von ahsay wie folgt aus:

Übersicht der Oberfläche des Online-Backup

Übersicht der Oberfläche des Online-Backup

Unter (1) finden Sie die Aktionen zum sofortigen Sichern und Wiederherstellen von Daten. Im Punkt Optionen (2) können Sie neue Backup-Sets erstellen und bestehende ändern. In der Übersicht von (3) sehen Sie wieviel Gigabyte Sie bereits verwendet haben. Unter (4) können Sie die Protokolle der letzten Sicherungen bzw. Rücksicherungen einsehen.

Einrichten von Datei-Sicherungen

Um nun das erste so genannte Backup-Set einzurichten, gehen Sie wie volgt vor:

Klicken Sie auf das Getriebe-Symbol unten links. Anschließend klicken Sie auf das grüne ‚+‘ Symbol. Es öffnet sich der Assistent zum Einrichten eines neuen Backups:

Einrichten der Online-Backup Software

Einrichten der Online-Backup Software

Geben Sie dem Backup einen sprechenden Namen:

Da unter Ihrem Account mehrere Server mit mehreren Backups eingerichtet werden können, geben Sie dem jeweiligen Backup-Set bitte immer einen eindeutigen Namen (1). Wir empfehlen Ihnen dazu die folgende Konvention:

  • : Server01-DateiBackup.

Darunter wählen Sie die Backup-Art (Datei-Backup, Exchange, etc.) aus. Für Ihre erste Sicherung wählen Sie „Datei Backup“ aus. Damit können Sie alle lokalen Laufwerke sowie verbundene Netzwerklaufwerke sichern.

Eingeben der Windows-Konto Informationen in der Online-Backup Software

Eingeben der Windows-Konto Informationen in der Online-Backup Software

Geben Sie im Kasten darunter (2) den Benutzernamen, die Domäne und das Kennwort des Windows-Accounts ein. Bitte beachten Sie, daß dieser Account bzw online casino download. dieses Windows-Konto die notwendigen Rechte benötigt, um die zu sichernden Dateien zu lesen.

Backup-Quelle auswählen

Danach wählen Sie links „Backup-Quelle“ (1) und klicken rechts (2) auf „Fortgeschritten“. In der folgenden Maske wählen Sie links alle lokalen Laufwerke aus, die gesichert werden sollen und klicken anschließend auf „Okay“.

Auswahl der zu sichernden Ordner beim Online-Backup

Auswahl der zu sichernden Ordner beim Online-Backup

Backup-Zeitplan einrichten

Klicken Sie im linken Menüteil auf „“Backup-Zeitplan“ (1) und anschließend auf „Backup-Schedule“ – anschließend auf Eigenschaften (3).

Einstellen des passenden Zeitplans für die Datensicherung

Einstellen des passenden Zeitplans für die Datensicherung

Geben Sie dem Backup-Zeitplan einen eindeutigen Namen

  • Bsp: server01-daily

Stellen Sie anschließend unter 4 den richtigen Zyklus ein. Tag für täglich, Wochen für wöchentlich usw. Stellen Sie außerdem den frühesten Startzeitpunkt ein. Klicken Sie anschließend auf „Okay“ (5). Legen Sie die Uhrzeit, zu der die tägliche Datensicherung unterhalb der Woche startet, nach Möglichkeit soweit in den Abend, daß keine Anwender mehr gestört oder behindert wird.

Backup-Optionen

Unter dem Punkt Optionen im linken Menü unten finden Sie außerdem das Verzeichnis der temporären Auslagerung von Dateien. In dieses Verzeichnis werden während des Backups Dateien geschrieben.

Vielfältige Optionen zur Einstellung der Backup-Software

Vielfältige Optionen zur Einstellung der Backup-Software

Bitte stellen Sie unbedingt sicher, daß auf diesem Laufwerk ausreichend Platz vorhanden ist.Schließen Sie die Maske mit „Okay“ rechts unten.

 

Erste Online-Sicherung starten

Zum Starten der ersten Sicherung können Sie entweder die erste Ausführung des Backup-Schedule abwarten oder die Sicherung sofort manuell starten. Klicken Sie dazu in der Haupt-Maske auf „Sicherung“ (links) und wählen anschließend den passenden Backup-Satz (Backup-Set) aus. Nach wenigen Sekunden startet der Backup. Dabei erhalten Sie eine Anzeige, in der Sie den aktuellen Backup-Fortschritt sowie die noch verbleibende Dauer angezeigt bekommen.

Die Fortschritts-Anzeige der Online-Backup-Software

Die Fortschritts-Anzeige der Online-Backup-Software

Internet-Bandbreite für die Erst-Sicherung

Bitte beachten Sie beim ersten Start Ihres Online-Backup folgendes: Eine Online-Sicherung belegt – vor allem nach dem ersten Start – ihre  Internet-Bandbreite. Sofern möglich sollten Sie die erste Sicherung eines Servers in die frühen Abendstunden legen. So können Sie während der Nachtstunden die volle Bandbreite nutzen.

Wichtig: Sehr große Erst-Sicherungen (> 100 GB) sollten Sie bevorzugt auf einen Freitag legen. So können Sie die Zeit des Wochenendes mit nutzen, in der in Ihrem Netzwerk meistens niemand arbeitet und damit die Bandbreite frei ist.

In Ihrem eigenen Interesse empfehlen wir Ihnen, die Sicherung am darauffolgenden Tag zu prüfen. Dies können Sie am einfachsten mit der Logging-Funktion der Online-Backup Software erreichen, in der alle gesicherten Dateien protokolliert werden.

Wichtige Hinweis zur Nutzung der Online-Backup Software

Sie erhalten bei der Einrichtung Ihres Accounts/Kontos in der Online-Backup Software einen Benutzernamen und ihr Kennwort.

Wichtig: Das erste vergebene Passwort wird von der Backup Software verwendet und gespeichert, um damit die nachfolgenden Datensicherungen zu verschlüsseln.

Sie können ihr Passwort jederzeit ändern – allerdings benötigen Sie zur Entschlüsselung Ihrer Dateien bei einem Restore bzw. einer Wiederherstellung ihr erstes Passwort.

Daher: Bitte bewahren Sie ihr erstes Passwort an einem sicheren Ort auf – sie werden es bei einer Wiederherstellung Ihrer Daten brauchen

 

Weiterführende Links

 

Haben Sie Fragen zu Online-Backups oder Managed Backup? Unsere freundlichen Vertriebs-Mitarbeiter erklären Ihnen gerne die Vorteile einer ausgelagerten Datensicherung.

Übrigens: Die Online-Backup Lösung der Biteno GmbH können Sie 30 Tage lang unverbindlich testen. Sprechen Sie uns gerne dazu an – wir freuen uns auf Ihren Kontakt.