Bei Toner handelt es sich um ein feines, trockenes Pulver, welches Laserdrucker zum Drucken benötigen. Es besteht hauptsächlich aus Kunstharzen und Farbpigmenten und wird durch elektrische Ladung zunächst auf die Bildtrommel und anschließend auf das Papier übertragen, wo es dann durch Hitze und Druck fixiert wird. Wer die Funktionsweise eines Laserdruckers versteht, kann eventuell auftretende Probleme besser einordnen und seine Tonerkartuschen gezielter auswählen.
Was später als Schrift auf dem Papier erscheint, beginnt als feines Pulver in der Tonerkartusche.
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Was zur Kartusche gehört
Der Begriff „Toner“ meint im Alltag meistens die komplette austauschbare Kartusche. Da im Handel eine große Auswahl an Druckerpatronen erhältlich ist, fühlen sich viele Menschen von den zahlreichen Varianten mitunter überfordert. Für die erste Orientierung ist es wichtig, zu unterscheiden, ob der eigene Drucker eine Tintenpatrone oder eine Tonerkartusche benötigt. Während eine Tintenpatrone flüssige Tinte enthält, befindet sich in einer Tonerkartusche eine Vorratskammer mit Pulver. Außerdem gibt es – je nach individuellen Eigenschaften von Drucker und zugehöriger Patrone – weitere Bestandteile:
- Die Entwicklerwalze transportiert das Tonerpulver zur Bildtrommel.
- Die Dosierklinge sorgt dafür, dass die Walze eine dünne, gleichmäßige Pulverschicht trägt.
Je nach Druckermodell sitzen beide Bauteile in der Tonerkartusche oder in einer separaten Einheit im Drucker. Außerdem enthalten manche Kartuschen die lichtempfindliche Bildtrommel sowie einen Behälter für Tonerreste. Bei anderen Druckern wird die Trommeleinheit separat gewechselt.
Was steckt hinter dem schwarzen Pulver?
Die Zusammensetzung sieht je nach Hersteller und Drucksystem unterschiedlich aus. Typische Tonermischungen können die folgenden Bestandteile enthalten:
- Kunstharze wie zum Beispiel Polyester oder Styrolacrylat
- Farbpigmente für Cyan, Magenta und Gelb
- Wachse, die verhindern, dass sich der Toner an der Fixierwalze festsetzt
- Zink- oder Aluminiumverbindungen sowie spezielle Ammoniumsalze, die die elektrische Aufladung der Partikel beeinflussen
- Oberflächenzusätze wie Siliciumdioxid, die das Fließverhalten des Pulvers verbessern
- Eisenoxid, welches es einer magnetischen Entwicklerwalze ermöglicht, das Pulver aufzunehmen und zur Bildtrommel zu transportieren.
Wie aus dem Pulver ein Druckbild wird
Der Drucker lädt die Bildtrommel elektrisch auf. Durch den Laser kann diese Ladung dann punktweise verändert werden, damit sich das Pulver entsprechend dem gewünschten Druckbild auf der Trommel verteilt. Elektrische Kräfte übertragen das entstandene Bild anschließend auf das Papier, bei manchen Geräten über ein Transferband.
Der Laser selbst brennt keine Buchstaben in das Blatt. Das mit seiner Hilfe übertragene Pulver wird durch Wärme fixiert, indem das enthaltene Kunstharz schmilzt und der Toner durch Druck mit dem Papier verbunden wird.
Woran sich passender Toner erkennen lässt
Beim Nachbestellen von Toner ist die Nummer auf der bisherigen Kartusche hilfreich. Wer beispielsweise Toner für Canon Drucker benötigt, kann über die genaue Gerätebezeichnung nach einer passenden Kartusche suchen.
Die angegebene Seitenreichweite stammt aus einem standardisierten Drucktest. Eine Seite mit großen Farbflächen braucht mehr Pulver als ein kurzer Brief.
Achten Sie außerdem darauf, welches Unternehmen die Kartusche hergestellt hat und welche Druckprüfungen dokumentiert sind. Aufbereitete Kartuschen mit dem Blauen Engel müssen Vorgaben zur Druckqualität und zu den Emissionen erfüllen. Falls schon beim Auspacken Pulver austritt, setzen Sie die Kartusche nicht ein, sondern wenden Sie sich an den Händler.
Kartuschen aufbewahren und zurückgeben
Ersatzkartuschen bleiben bis zum Einsetzen am besten in ihrer Schutzhülle. Der Lagerplatz sollte trocken und vor starker Wärme geschützt sein. Fassen Sie beim Wechsel die Bildtrommel nicht an.
Auch eine leere Kartusche enthält oft noch brauchbare Teile. Gehäuse und andere Komponenten können nach fachgerechter Aufbereitung erneut verwendet werden. Das spart Material und verringert die Abfallmenge. Nutzen Sie deshalb die Rücknahmeangebote von Herstellern oder Händlern. Beim örtlichen Wertstoffhof können Sie nachfragen, ob dort Kartuschen angenommen werden. Verpacken Sie die Kartusche für die Rückgabe so, dass keine Pulverreste austreten.




