Das Betriebssystem Windows 8 steht zwischen den Versionen 7 und 10 dieses Produkts der Firma Microsoft. Die wesentliche Neuerung von Windows 8 besteht in einer Benutzeroberfläche, die eine Bedienung durch Touchscreens unterstützt. Die Idee der Zusammenführung von Betriebssystemen für mobile Geräte und Desktops wurde von den Nutzern als nur teilweise gelungen eingeschätzt.

Als Betriebssystem

Das Betriebssystem eines Computers kontrolliert die Ressourcen des Geräts. Es verwaltet die Prozesse, die Benutzerkonten und den Speicher. Windows 8 ist als Betriebssystem für Desktop Computer konzipiert. Es wurde im Jahr 2012 eingeführt, seine Unterstützung ist mittlerweile aber zum Teil eingestellt. Mit dem Update 1 gibt es noch erweiterten Support bis zum Jahr 2023.

Das Benutzererlebnis

Mit Windows 8 wollte Microsoft das Benutzererlebnis von mobilen Geräten und konventionellen PCs zusammenführen. Wesentlich dafür ist die Unterstützung eines Touchscreens auch für Desktop Geräte. Diese Benutzeroberfläche wird Windows Modern UI genannt und stützt sich wesentlich auf Kacheln oder Tiles ab, die Icons ersetzen und vom Nutzer auf dem Bildschirm verschoben werden können. Auch eine virtuelle Tastatur ist verfügbar.

Eine konventionelle Desktop Oberfläche ist aber ebenfalls in Windows 8 enthalten, eine Verwendung nur mit Maus und Tastatur ist also auch möglich. Das wurde schon aus Gründen der Abwärtskompatibilität so vorgesehen.

An sich erhebt Microsoft den Anspruch höherer Geschwindigkeit von Windows 8, insbesondere beim Starten und Herunterfahren sowie bei Speicheroperationen. In Tests erwies sich das System allerdings als etwa ebenso schnell wie Windows 7.

Der Benutzer kann mit einem Computer unter Windows 8 auf drei verschiedene Arten kommunizieren. Die neue Möglichkeit ist das Modern-UI mit Windows-Apps. Daneben gibt es aber noch ein konventionelles grafisches UI und auch von der Konsole kontrollierte Anwendungen.

Das Office-Paket Microsoft 365 läuft zum Teil auf Servern von Microsoft und unterstützt einen Zugriff auf die Daten des Nutzers über Streaming. Diese Funktion ist nur für bestimmte Betriebssysteme verfügbar, zu denen auch Windows 8 gehört.

Sicherheit von Windows 8

Für den Start des Computers ist ein Secure Boot erforderlich, was die Ausbreitung von Schadprogrammen wesentlich erschwert. Modern-UI Apps müssen digital signiert sein, um verwendet werden zu können. Die dafür nötigen Signaturen werden von Microsoft kostenlos angeboten.

Zur Authentifizierung des Nutzers gibt es drei Möglichkeiten. Die konventionellen sind ein Password oder eine PIN. Daneben kann auch ein Bildpasswort zum Einsatz kommen. Der Nutzer identifiziert sich damit durch die Ausführung von Gesten auf einem benutzerdefinierten Bild, das die Erinnerung an die erforderlichen Gesten unterstützt.

In Windows 8 ist auch Windows Defender integriert, was einen gewissen Schutz vor Malware und Viren bietet. In Tests hat sich allerdings gezeigt, dass dieser Virenschutz nicht an die Leistung einer Security-Suite heranreicht.

Updates

In der ersten Version von Windows 8 ist der Desktop dem Modern-UI nachgeordnet. Er kann nur aus dem Modern-UI gestartet werden. Die Absicht von Microsoft war es wohl, dem Nutzer die Verwendung von Modern-UI nahezulegen.

Nach lauter Kritik an dieser Maßnahme wurde im kostenlosen Update zur Version 8.1 eine entsprechende Änderung vorgenommen. In Windows 8.1 kann der Computer wieder direkt in die Desktop Benutzeroberfläche gestartet werden.

Die Serverversion

Die zu Windows 8 gehörende Serverversion ist Windows Server 2012, die also im selben Jahr herausgebracht wurde. Das System verfügt ebenfalls über die Modern-UI. Die Standardeinstellung ist aber der völlige Verzicht auf jegliche grafische Benutzeroberfläche und eine Bedienung von der Konsole aus.

Einschätzung durch die Benutzercommunity

Der Versuch der Integration mobiler und konventioneller Computer wurde von der Benutzercommunity gespalten aufgenommen. Manche halten Microsoft zugute, zumindest einen Schritt in die richtige Richtung gesetzt zu haben. Andere sehen die Kombination als letztlich gescheitert an. Die nur schleppend zunehmenden Verkaufszahlen deuten auf eine ablehnende Mehrheitsmeinung hin.

Android ist ein Betriebssystem. Entwickelt wurde Android ursprünglich für Steuerung von Digitalkameras von der im Jahr 2003 von Andy Rubin gegründeten gleichnamigen Firma. Die Steuerungssoftware war keine vollkommene Neuentwicklung. Sie entstand durch eine neue Kombination mehrerer als Open Source zur Verfügung stehender Komponenten wie dem Linux-Kernel, Java und der C-Standard-Bibliothek Bionice entwickelt. Google kaufte Andy Rubins Unternehmen im Sommer 2005. Entwickelt wird die Software heute von der von Google gegründeten Open Handset Alliance.

Im September 2008, rund ein Jahr, nach dem Apple das erste iPhone vorgestellt hatte, wurde von Google und dem Mobiltelefonhersteller HTC mit dem HTC Dream das erste auf dem Android OS basierende Smartphone vorgestellt. In Deutschland und dem US-amerikanischen Markt wurde dieses Mobiltelefon als T-Mobile G1 angeboten. Heute ist Android mit einem weltweiten Marktanteil von rund 85 % die führende Plattform für Smartphones, Tablets, Netbooks, Fernseher, Festplatten-Receiver und Mediaplayer. Nach Angaben der Android Webseite sind zurzeit weltweit rund 2,5 Milliarden Android-Geräte aktiv.

Etwa 8 von 10 Smartphones sind heute mit dem Android-Betriebssystem ausgerüstet. Vorgestellt gut ein Jahr nach der Veröffentlichung des ersten Apple iPhone mit iOS Betriebssystem, hat Android seinen Konkurrenten mittlerweile weit hinter sich gelassen. Android ist heute unangefochten die Nummer 1 unter den Betriebssystemen für Smartphones und Tablets. Gründe hierfür sind seine Schnelligkeit, die einfache Bedienung und flexible Anpassungsmöglichkeiten an unterschiedliche Geräte.

Oberfläche und Bedienung

Seit der Version 10 können Nutzer das Android OS mittels Gesten steuern, ohne das Display ihres Smartphone oder Tablets berühren zu müssen. Durch einfaches Wischen über das Display vom unteren oder seitlichen Displayrand gelangen Nutzer einen Schritt zurück in einer Anwendung oder zurück auf den Startbildschirm. Alternativ können eingeblendete Soft-Tasten am unteren Bildschirmrand für diese Steuerung benutzt werden.

Der beim Einschalten eines Android Smartphones erscheinende Startbildschirm dient in erster Linie der Aktivierung von Apps und kann aus mehreren, durch Wischen erreichbare Seiten, die weitere Elemente enthalten, bestehen.

Eine Besonderheit des Betriebssystems ist die Benachrichtigungsleiste am oberen Rand des Displays. Durch Berühren des Displays in diesem Bereich und Ziehen der Leiste oder Wischen nach unten, kann die Benachrichtigungsleiste vergrößert werden. Hier werden Nutzer über eingegangene Mails, Anrufe, SMS und Ähnliches informiert, ohne die jeweiligen Apps öffnen zu müssen. Bedienungshilfen für Menschen mit einer Behinderung wie Screenreader oder Spracherkennung stehen mir Version 10 des OS zur Verfügung.

Die Technik

Die Anwendungen sind in Java programmiert. Java ist eine Programmiersprache für Softwareanwendungen, die wegen des ähnlichen Namens oft mit der für die Erstellung von Webseiten verwendeten Skriptsprache JavaScript verwechselt wird.

Android basiert seit der Version 4.x auf einem Linux-Kernel der 3.x-Serie. Im Gegensatz zu Apples iOS ist das Google BetriebssystemOpen Source. Der Quellcode des OS ist als Android Open Source Project (AOSP) bekannt, das hauptsächlich unter der Apache-Lizenz lizenziert ist.

Der offene Quellcode ermöglicht es Entwicklern, das Betriebssystem für jedes Gerät zu modifizieren und anzupassen. Für die Entwicklung neuer Anwendungen und die Anpassung der Software steht ein kostenloses Android Software Developer Kit (SDK) zur Verfügung. Die flexible Anpassungsmöglichkeit ist einerseits ein Vorteil, andererseits haben auf Android basierende Smartphones und andere Geräte verschiedener Hersteller oft unterschiedliche Benutzeroberflächen, obwohl sie dasselbe Betriebssystem verwenden.

Android und das Google Ökosystem

Auf den meisten Geräten, die Android verwenden, ist proprietäre Google Software wie die Google Mobile Services (GMS) vorinstalliert. Zu den Google Mobile Services zählen insbesondere Google Chrome, die digitale Distributionsplattform Google Play und die damit verbundene Entwicklungsplattform Google Play Services, sowie Youtube, der E-Mail-Client Gmail, Google Drive und Maps. Weitere Anwendungen können aus dem Google Play Store (ehemals Android Market), dem Amazon Appstore und anderen Online-Quellen auf das Smartphone geladen und installiert werden.

Aktuell nutzen und 70 Prozent der mit dem Google Betriebssystem ausgerüsteten Smartphones Anwendungssoftware von Google. Zu den konkurrierenden Anwendungen gehören das von Amazon entwickelte Fire OS für Kindle-Fire-Geräte, Fire Phones und Fire-TV, oder LineageOS, einem modifizierten Android OS Betriebssystem für Smartphones und Tablets. Der Name „Android“ und das Logo sind Marken von Google. Entwickler und Hersteller, die das Logo und den Namen verwenden und die Bekanntheit dieser Marke zu ihrem Vorteil nutzen wollen, müssen sich an bestimmte von Google festgelegte Standards halten.

Als Inhaber der Markenrechte und des Betriebssystems hat Google eine weitreichende Kontrolle über andere Hersteller und zwingt diese zu einer Zusammenarbeit. Dadurch konnte Google in der Vergangenheit bereits mehrfach verhindern, das Hersteller beispielsweise die Skyhook Wireless Lokalisierungdienste anstelle der googleeigenen oder ein konkurrierendes Betriebssystem anstelle von Android auf ihren Geräten installiert haben.

Die Plattform Adobe Flash umfasst eine Entwicklungsumgebung, mit der Sie Animationen, Grafiken und weitere Inhalte erstellen. Dafür erzeugen Sie einen Quellcode im FLA-Format und erhalten schließlich eine abspielbare SWF-Datei. Mit dem Adobe Flash Player spielen Sie dieses Dateiformat wiederum ab. Im Dezember 2020 endet die Aktualisierung und Verbreitung des Programms.

Vielseitige Entwicklungsumgebung mit der Skriptsprache ActionScript

Die Plattform gibt Ihnen die Gelegenheit, interaktive sowie multimediale Inhalte zu programmieren und darzustellen. Programmierer präsentieren, animieren und verändern hierfür Videoclips sowie Raster- oder Vektorgrafiken. Sie nutzen währenddessen mit ActionScript eine objektorientierte Skriptsprache für Adobe Flash. Damit schaffen Sie es, in der Entwicklungsumgebung browserbasierte Anwendungen zu programmieren oder interaktive Inhalte zu erstellen. Die Verarbeitung der Nutzereingaben ist durch die Software mit der PC-Maus ebenso wie mit Tastaturen, Mikrofonen und Kameras möglich. Mit Adobe Flash gelingt Ihnen das bidirektionale Streaming von Video- und Audioinhalten. Seit 2011 lassen sich mit aktuellen Programmversionen darüber hinaus 3D-Inhalte präsentieren.

Erstellung von SWF-Inhalten durch FLA-Quellcode

Sie nutzen zur Erstellung von Inhalten Adobe Flash zunächst als Autorenwerkzeug, um eine Quelldatei im Format FLA zu erzeugen. Indem Sie diese Datei kompilieren, bekommen Sie wiederum Grafiken oder Animationen mit dem Dateiformat SWF. Im Anschluss an die Autorenarbeit mit Adobes Entwicklungsumgebung besteht die Möglichkeit, die SWF-Dateien auf einem Webserver abzulegen und bereitzustellen. Endnutzer dürfen Ihre Werke dann über den Webbrowser laden. Das funktioniert üblicherweise, sobald der Adobe Flash Player installiert ist. Diese Anwendung stellt auf dem Bildschirm die Animationen und Grafiken dar. Eine problemlose Veränderung der Dateien gelingt im SWF-Format nicht mehr.

Verwendung des Adobe Flash Builders für die Entwicklung von SWF-Dateien

Wenn Sie SWF-Dateien für überwiegend programmierte Anwendungen erstellen wollen, ist dafür der Adobe Flash Builder empfehlenswert. Dieses Programm setzt auf das Software Development Kit Flex. Der Builder unterstützt Sie während der Erstellung von Flex- und Flash-Anwendungen, wenn zuvor bei der Programmierung ausschließlich die Skriptsprache ActionScript zum Einsatz kam. Entwicklungen für die Laufzeitumgebung Adobe Integrated Runtime stellen Sie dadurch ebenso fertig. Ein GUI-Builder erleichtert die Erzeugung der grafischen Benutzeroberflächen als Programmierwerkzeug. Eine weitere beliebte Software bei der Entwicklung der SWF-Dateien war der Adobe Flash Catalyst. Die Weiterentwicklung und der Verkauf von diesem Programm sind jedoch seit 2012 beendet.

 

Ursprünglich sind im SWF-Dateiformat für Adobe Flash vor allem selbstbeschriebene Animationen und Vektorgrafiken entstanden. Mittlerweile erlaubt das Format die Integration der Bildformate JPG und PNG. Außerdem erhalten Sie die Chance, Dateien mit den Videoformaten AVI, MOV oder MPEG bei der Erstellung eines SWF-Inhalts zu verwenden. Audioformate wie MP3 und WAV sind in der Regel genauso nutzbar.

Installation des Adobe Flash Players zum Abspielen von SWF-Inhalten

Der Adobe Flash Player spielt SWF-Dateien über den sogenannten Projektor auf dem Betriebssystem und im Browser ab. Dabei handelt es sich um eine Programmdatei, die getrennt ausführbar ist. Vor der Übernahme durch Adobe hat Macromedia bis 2005 den Flash Player entwickelt. Browser setzen die Anwendung als ein Add-on ein. Die Installation des Adobe Flash Players muss aber normalerweise separat erfolgen. Als Entwickler erhalten Sie die Gelegenheit, eine spezielle Version des Flash Players zu verwenden. Damit dürfen Sie einen laufenden SWF-Inhalt anhalten. Mit den gestoppten Bildern schaffen Sie es einfacher und schneller, Fehler in einer SWF-Datei beim Debugging zu ermitteln.

 

Einsatz von Adobe Flash im Internet und bei der Werbung

Adobe Flash ist bei der Entwicklung von zahlreichen Websites im Internet ein fester Bestandteil geworden. Für die Begrüßung mit einem Intro sind Flash-Inhalte im SWF-Format ganz besonders beliebt. Darüber hinaus dürfen Sie die mit Adobe Flash zum Beispiel Werbebanner, ein attraktives Menü oder Spiele erzeugen. Im Vergleich zu GIF-Animationen überzeugen SWF-Inhalte Sie oft damit, dass das Format Ihre Möglichkeiten technisch weniger einschränkt. Aus diesem Grund ist Adobe Flash bei der Werbung im Internet ein etabliertes Mittel. Klänge, Interaktionen und Animationen stellen Sie mit dem SWF-Format relativ flüssig dar. Zudem sind eine riesige Auswahl von Farben und die Chance zur Integration eines weiteren Datenformats Vorteile, mit denen SWF-Grafiken in der Werbebranche punkten.

E-Learning und Spiele als weitere Einsatzmöglichkeiten von Adobe Flash

Durch den Einsatz von ActionScript gelingt es Ihnen mit Adobe Flash und den erforderlichen Kenntnissen, auch Spiele oder Medien zum E-Learning zu erstellen. Somit erhalten Sie beispielsweise SWF-Dateien, die im Schulunterricht unterschiedliche Zusammenhänge schematisch erläutern oder in einem Tutorial Bildschirmaktivitäten ermöglichen. Es gibt außerdem viele Browserspiele, die auf Flash-Dateien basieren. In diesen Spielen stehen Ihnen zumeist die PC-Maus und die Tastatur als Steuerung zur Verfügung.

Ende der Aktualisierung und Verbreitung nach langer Geschichte

Ab dem 31. Dezember 2020 veröffentlicht Adobe für den Flash Player keine weiteren Updates. Zusammen mit der Aktualisierung beendet das US-amerikanische Softwareunternehmen dann die Verbreitung der Anwendung. Obwohl Adobe Flash damit ersetzbar wird, behält die Plattform in der Software- und Internetgeschichte einen wichtigen Platz. Kreative und interaktive Inhalte werden mit neuen Standards im Internet erhalten bleiben, weil die Flash-Software dafür mehr als 20 Jahre lang den Anstoß gegeben hat.

Der Acrobat Reader ermöglicht Ihnen als Dateibetrachter das Öffnen von Dokumenten mit dem verbreiteten PDF-Format und gehört zu einer größeren Programmgruppe des US-amerikanischen Softwareunternehmens Adobe. Während das Betrachtungsprogramm selbst eine kostenlose Freeware ist, müssen Sie andere Bestandteile der Produkt-Familie für die Bearbeitung der PDF-Dateien kaufen. Zahlreiche Betriebssysteme sind  kompatibel. Die offizielle Linux-Unterstützung endete jedoch 2013.

Betrachtung von PDF-Dokumenten mit dem Acrobat Reader

Mit dem Acrobat Reader öffnen Sie Dateien, die im plattformunabhängigen Format PDF gespeichert wurden. Als Freeware steht der Dateibetrachter für Sie im Internet kostenlos zum Download zur Verfügung. Zahlreiche Softwarehersteller übermitteln Ihnen den Acrobat Reader außerdem zusammen mit den eigenen Programmdokumentationen, die sehr oft als PDF-Dateien erstellt werden.

Die Anwendung gehört zur größeren Programmfamilie Adobe Acrobat, bei der es sich wiederum nur teilweise um Freeware handelt. Programme aus dieser Gruppe erfüllen gemeinsam den Zweck, Dateien mit dem PDF-Format zu verwalten. Mit den jeweiligen Einzelprogrammen ist sowohl die Erstellung als auch die Kommentierung eines PDF-Dokuments möglich. Während der Acrobat Reader hauptsächlich für die Betrachtung der Dateien entwickelt wird, dürfen Sie mit zusätzlichen Programmen des kostenpflichtigen Pakets Texte ebenso wie Grafiken darüber hinaus umfassend bearbeiten.

Kompatibilität mit zahlreichen Betriebssystemen und Ende der Linux-Unterstützung

Der Adobe Acrobat Reader DC unterstützt offiziell Microsofts Serverbetriebssysteme Windows Server 2008 R2 sowie Windows Server 2012. Zudem dürfen Sie das Programm sowohl mit den Betriebssystemen Windows 7, Windows 8 und Windows 10 als auch mit macOS von Apple ab der Version 10.9 in der Regel ohne Bedenken nutzen. Die offizielle Unterstützung für Unix sowie freie Mehrbenutzer-Betriebssysteme mit dem Kernel Linux endete im Juni 2013.

In der Theorie haben Sie immer noch die Möglichkeit, mit dem Adobe Acrobat Reader 9 eine ältere sowie kompatible Programmversion für Linux-Systeme über einen FTP-Server herunterzuladen und zu installieren. Von dieser Vorgehensweise raten die Linux-Distributoren Red Hat und Open SuSE jedoch ab, weil es durch die fehlende Unterstützung trotz der Kompatibilität keine aktuellen Sicherheitsupdates zum Programm gibt. Wenn Sie als Linux-Nutzer auf den Acrobat Reader dennoch nicht verzichten wollen, müssen Sie die Risiken selbst abwägen. Dabei ist es auch beachtenswert, ob Dateiinhalte vertraulich sind und Sie ein altes Linux-System eventuell ohne Internetverbindung nutzen.

Enger Zusammenhang zwischen dem Adobe Acrobat Reader und der PDF-Verbreitung

Die weltweite Verbreitung des PDF-Formats hängt eng mit dem Acrobat Reader zusammen. Seit Adobe den Dateibetrachter kostenlos zur Verfügung stellt, sind PDF-Dokumente sowohl im privaten Bereich als auch in Unternehmen zumeist ein fester Bestandteil des Alltags. Weil das Dateiformat mittlerweile offengelegt, dokumentiert und normiert ist, entdecken Sie für das Öffnen des Dokumentenformats mittlerweile zahlreiche Alternativprogramme zum Acrobat Reader.

Trotz der Alternativen blieb die Anwendung von Adobe aber sehr beliebt. Das hängt auch damit zusammen, dass der Acrobat Reader für manche PDF-Dateien weiterhin alternativlos bleibt. Denn Adobe hat PDF-Erweiterungen eingeführt, die nicht zum Standard gehören. Wenn Sie beispielsweise 3D-PDF-Dokumente anzeigen lassen wollen, brauchen Sie dafür eine aktuelle Version der offiziellen Anwendung, die das US-amerikanische Softwareunternehmen hierfür weiterentwickelt hat.

Klassische Hauptfunktionen und weitere Möglichkeiten

Das Anzeigen und das Drucken eines Dokuments sind die klassischen Hauptfunktionen, die der Acrobat Reader Ihnen bietet. Dabei haben Sie die Möglichkeit, beliebige Stellen des Dokuments zu vergrößern und im Detail zu betrachten. Durch variantenreiche Anzeigefunktionen drehen Sie die Dateiinhalte beispielsweise, damit Texte besser erkennbar werden. Ob über den Acrobat Reader zudem Textstellen markierbar sind, hängt von der Vorgehensweise bei der Dateierstellung ab. Mit einer Suchfunktion dürfen Sie manchmal zudem im Text nach bestimmten Worten oder anderen Zeichenfolgen suchen.

Entscheidung des Erstellers über Formular-Funktionen

In einigen PDF-Dokumenten sind wiederum ausfüllbare Formular-Felder für den Acrobat Reader enthalten. Obwohl die sonstigen Bestandteile der Dateien unveränderbar bleiben, dürfen Sie diese Felder mit dem Dateibetrachter ausfüllen. Ihre Eingaben werden dann durch die Druckfunktion berücksichtigt. Mit kostenpflichtigen Programmen aus Adobes Produkt-Familie darf der Ersteller darüber entscheiden, ob PDF-Formulare sich später im ausgefüllten Zustand mit dem Reader sichern oder per E-Mail an bestimmte Adressen versenden lassen. Anmerkungen und Kommentare sind seit der Veröffentlichung der Programmversion X ohne eine Freischaltung möglich. Seit der Bereitstellung der Version 7 stellt der Acrobat Reader für Sie auch dreidimensionale Grafikobjekte dar.

Notwendigkeit von weiteren Programmen der Adobe-Produktgruppe für umfangreichere Funktionen

Wenn Sie eine PDF-Datei selbst ohne Einschränkungen gestalten wollen, benötigen Sie andere Adobe-Anwendungen. Die Erstellung und vollständige Bearbeitung der PDF-Dokumente bleibt mit dem kostenlosen Reader generell unmöglich. Hierfür stellt Adobe im kostenpflichtigen Paket die sonstigen Anwendungen der Programm-Familie zur Verfügung.

Das kostenpflichtige Programm Adobe LiveCycle Reader Extensions gibt Ihnen die Möglichkeit, zusätzliche Funktionen im Acrobat Reader freizuschalten. Mit der Adobe-Software gelingt es Ihnen beispielsweise, spezielle Anmerkungen einzufügen oder ein ausgefülltes Formular komfortabel zum Versenden oder Speichern freizuschalten. Zugleich gibt es Adobe-Erweiterungen, mit denen Sie im Acrobat Reader Feldeigenschaften verändern oder Daten an besondere Server übermitteln. Die Signierung der PDF-Dokumente und die Überprüfung der Signaturen sind ebenfalls Vorteile von kostenpflichtigen Anwendungen.

Windows 10 ist ein Betriebssystem, das der US-amerikanische Softwareentwickler Microsoft mit variantenreichen Editionen für unterschiedliche Geräte und Zielgruppen anbietet. Damit setzt sich die populäre Reihe fort. Microsoft beendet mit Windows 10 das bisherige Veröffentlichungsmodell für Betriebssysteme. Das Unternehmen will das System mit Funktionsupdates regelmäßig verbessern und plant keine typische Nachfolge-Version.

Betriebssystem als Schnittstelle zwischen Hardware und Software mit interessanten Neuheiten

Als Betriebssystem erfüllt Windows 10 in erster Linie die Aufgabe, Hardware-Ressourcen zu verwalten und für Anwendungsprogramme verfügbar zu machen. Somit stellt das System die Schnittstelle zwischen der Hardware und der Software dar. Sie haben seit der Veröffentlichung von Windows 10 am 29. Juli 2015 die Gelegenheit, das Produkt des US-amerikanischen Softwareentwicklers Microsoft zu erwerben. Variantenreiche Neuerungen ermöglichen beim Vergleich mit den Vorgängerversionen deutliche Leistungsverbesserungen und stellen Ihnen zugleich vielseitige Funktionen bereit.

Verschiedene Editionen von Windows für variantenreiche Personengruppen und Geräte

Sie bekommen Windows 10 mit verschiedenen Editionen, die sich an bestimmte Zielgruppen und Hardwareeigenschaften anpassen. Die Gestaltung der Benutzeroberflächen ist jeweils am typischen Einsatzzweck von Betriebssystemen für bestimmte Personen und Geräte orientiert. In Privathaushalten mit Desktop-PCs und Notebooks überzeugt die Edition Windows 10 Home. Für Heimanwender und Experten mit höheren Ansprüchen gibt es die Produktvariante Pro.

Besonders rechenintensive Arbeitslasten bewältigen Sie mit der Betriebssystem-Edition Windows 10 Pro für Workstations. Relativ große Unternehmen mit mehreren PC-Systemen und umfangreichen Netzwerken profitieren  von den Enterprise-Produktvarianten des Microsoft Systems. Falls Sie in einer Bildungseinrichtung angepasste Betriebssysteme brauchen, ist wiederum Windows 10 Education empfehlenswert. Sie finden 32-Bit- und 64-Bit-Versionen der genannten Editionen.

Windows 10 Mobile ist ein Pendant des Betriebssystems, das die unkomplizierte Bedienung von kleinen Geräten ermöglicht. Neben Smartphones verwenden unter anderem Mini-Tablets diese Edition. Mit Windows 10 Mobile Enterprise gibt es eine weitere Alternative. Damit stehen während der Smartphone-Nutzung in einem Unternehmen zusätzliche Funktionen zur Verfügung. Durch die vielseitigen Editionen bietet Windows 10 eine einheitliche Softwareplattform für sehr unterschiedliche Geräteklassen. Somit ist das Betriebssystem im Idealfall auf der kompletten Technik-Ausstattung lauffähig und erspart die Mühe, sich beim Einsatz der Benutzeroberflächen eines anderen Herstellers ständig umstellen zu müssen.

Fortsetzung der Reihe Windows als Basis für weitere Entwicklungen

Mit Windows 10 setzt Microsoft seit dem Veröffentlichungstermin eine Reihe von eigenständigen Betriebssystemen mit einer großen Tradition und Bedeutung für die PC-Industrie fort. Die Geschichte der grafischen Benutzeroberfläche führt bis ins Jahr 1985 zur Veröffentlichung der ersten Windows-Version zurück. In einem Zeitraum von mehr als 30 Jahren hat sich Microsoft Windows weltweit etabliert und zahlreiche Innovationen vorangetrieben.

Windows 10 ist der direkte Nachfolger des Betriebssystems Windows 8. Auf der Software basieren auch weitere Entwicklungen von Microsoft. Hierzu zählt beispielsweise das Serverbetriebssystem Windows Server 2019. Dabei handelt es sich um die Weiterentwicklung des Vorgängerprodukts Windows Server 2016, das im Entwicklungsprozess eng mit dem Betriebssystem aus dem Jahr 2015 verbunden geblieben ist.

Schnelle Verbreitung durch ein kostenloses Upgrade und verändertes Veröffentlichungsmuster

Im Vergleich zu Vorgängerversionen hat sich Windows 10 besonders schnell verbreitet. Das hängt insbesondere damit zusammen, dass Microsoft nach der Veröffentlichung zahlreichen Kunden eine Gratis-Aktivierung des Betriebssystems angeboten hatte. Durch ein kostenloses Upgrade nach dem ursprünglichen Kauf von Windows 7 oder Windows 8 verwenden viele PC-Nutzer mittlerweile die Nachfolgeversion.

Mit Windows 10 will Microsoft das vorige Veröffentlichungsmuster beenden. Die Entwicklung einer typischen Nachfolger-Version des Betriebssystems ist daher auch langfristig nicht mehr geplant. Windows 10 ist aus der Sicht des Softwareentwicklers eine Dienstleistung und keine ersetzbare Software. Aus diesem Grund beabsichtigt Microsoft, mit Updates des Betriebssystems nicht nur bei der Fehlerbeseitigung und der Verbesserung der Datensicherheit zu helfen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen regelmäßig Funktionsupdates, mit denen das System Ihnen neue Fähigkeiten bietet.

Kompatibilität mit weiteren Microsoft-Anwendungen und Microsoft 365 als prominentes Beispiel

Windows 10 überzeugt Sie auch durch die Kompatibilität mit zahlreichen Anwendungen von Microsoft, die vorinstalliert sind. Teilweise benötigen Sie zur Verwendung der zusätzlichen Software des Entwicklers einen Microsoft-Account oder ein Abonnement. Besonders prominent ist zum Beispiel das Produkt Microsoft 365, das in Kombinationsangeboten manchmal sogar zusammen mit Windows 10 bereitgestellt wird. Dazu gehört ein Paket mit umfangreicher Office-Software, einer passenden Webanwendung und einem Online-Dienst für die ortsunabhängige Datenspeicherung. In Microsoft 365 sind unter anderem aktuelle Versionen der klassischen Büroanwendungen Word, Excel oder PowerPoint enthalten.

Continuum-Funktion von Windows für Convertibles und weitere Neuerungen

Während Sie Windows 10 auf einem modernen Convertible einsetzen, profitieren Sie mit geeigneten Editionen von der neuen Funktion Continuum. Mit dieser Zusatzfunktion erkennt das Betriebssystem, ob die Tastatur-Einheit derzeit am Gerät angeschlossen ist. Ohne eine Tastatur-Verbindung wechselt Continuum in den Tablet-Modus und passt die Benutzeroberfläche für Sie dementsprechend an.

Im Gegensatz zur Vorgängerversion 8 verfügt 10 wieder über ein klassisches Startmenü mit einer überarbeiteten Variante, die eine Übersicht zu installierten Programmen und Schaltflächen für das Herunterfahren des Geräts enthält. Eine weitere Neuerung des Betriebssystems sind virtuelle Desktops. Dadurch erhalten Sie mit Windows 10 die Gelegenheit, geöffnete Fenster auf verschiedenen Desktop-Oberflächen abzulegen.

Das POP (Post Office Protocol)  ist eines der einfachsten Internetprotokolle. Obwohl seine ersten Versionen aus den achtziger Jahren stammen, wird es immer noch in praktisch allen E-Mail Programmen verwendet.

Elektronische Post oder E-Mail gehört zu den am meisten verbreiteten Anwendungen im Internet. Vor dem Benutzer werden die Abläufe üblicherweise verborgen, die für das Funktionieren des Austausches von Nachrichten erforderlich sind. Eines der ältesten und immer noch verwendeten ist das POP, das nur für das Herunterladen von E-Mails verwendet wird. Durch seine Einfachheit lässt sich seine Funktion kurz und knapp darstellen.

Die Anwendung E-Mail im Internet

Der Zweck dieser Anwendung ist der Austausch von Nachrichten, die ebenfalls als E-Mails bezeichnet werden. Die Übermittlung erfolgt asynchron, also mit einer in Kauf genommenen Verzögerung. Bis in die neunziger Jahre konnte sie einige Minuten betragen, heute sind es in den weitaus meisten Fällen höchstens Sekunden.

Vereinfacht lässt sich die Nachrichtenübermittlung in zwei Bereiche aufteilen. Der erste ist vor dem Benutzer meistens verborgen und umfasst eine Zahl von Mailservern, die ständig online sind. Sie senden und empfangen Nachrichten und leiten sie auch in die Richtung des vorgesehenen Empfängers weiter. Auf ihnen werden die Mailboxen angelegt und gespeichert. Der zweite Teil des E-Mail Systems umfasst die Geräte der Nutzer, die darauf vorhandenen Mailprogramme und einen Zugriff auf einen Mailserver über das Internet. Der sogenannte Client stellt bei Bedarf eine Verbindung zum Mailserver her und kann dann angekommene E-Mails herunterladen und E-Mails zum Versenden an den Server weiterleiten.

Diese Funktionen werden durch Protokolle geregelt, damit die verschiedenen Computer miteinander kommunizieren können. POP gehört zu den bekanntesten dieser Protokolle, andere sind IMAP und SMTP. Die Protokolle legen nur den Ablauf der Verbindung und den Typ Daten fest, der ausgetauscht werden kann. Die Implementierung kann auf ganz verschiedene Art erfolgen und ist insbesondere vom Computerhersteller und vom Betriebssystem unabhängig möglich. Dieser Punkt ist zentral für die universelle Verwendbarkeit von E-Mail.

Der Hauptzweck von POP ist die Regelung des Herunterladens von E-Mails vom Mailserver zu einem Client auf dem Computer des Benutzers. Das Protokoll verwendet nur ASCII-Zeichen, die unter ihm ausgetauschten Nachrichten sind also für Menschen lesbar. Als Kommandos werden sie von Clientprogrammen an einen Port auf dem Mailserver geschickt. Dieser Port ist die Adresse des E-Mail Programms auf dem Server, das auf diese Weise angesteuert wird.

Die Funktionalität von POP beschränkt sich im Wesentlichen auf das Anmelden des Clients auf dem Server, dem Auflisten der angekommenen E-Mails, ihrem Herunterladen auf den Client und dem Löschen auf dem Server.

Greifen Sie als Benutzer von einem anderen Gerät unter POP auf Ihre Mailbox zu, können Sie gelöschte Nachrichten nicht mehr herunterladen. Auf der anderen Seite werden Ihnen die nicht gelöschten Nachrichten als neu angezeigt, da unter POP keine Synchronisierung stattfindet. Für solche weitergehenden Funktionen sind andere Protokolle wie IMAP erforderlich.

In den Anfängen des Internet wurde der Sicherheit wenig Augenmerk geschenkt. Das zeigt sich bei POP dadurch, dass der Benutzername und das Passwort ungeschützt vom Client an den Server übertragen werden. Natürlich ist es aber mittlerweile möglich und üblich, mit einer Verschlüsselung auf der Transportschicht wie SSL/TLS diese Sicherheitslücke zu schließen.

Das Simple Mail Transfer Protocol oder SMTP

Da POP nur das Herunterladen und Lesen von E-Mail regelt, drängt sich die Frage nach dem Protokoll für das Versenden auf. Dazu wird heute üblicherweise das SMTP verwendet. Es regelt das Hochladen und Versenden von E-Mails vom Client, aber auch das Weiterschicken der Nachricht von Server zu Server bis zur Zielmaschine, wo die Mailbox des Empfängers eingerichtet ist.

Alternativen zu POP

Die Lücken in der Funktionalität von POP legen eine Erweiterung und Ergänzung nahe. Eine solche steht mit dem IMAP oder Internet Message Access Protocol zur Verfügung. Es bietet wesentlich mehr Möglichkeiten, die E-Mails auch auf dem Mailserver zu organisieren. Der Mailserver markiert unter IMAP gelesene Mails, sodass sie auch bei Login von anderen Geräten aus als solche ausgewiesen werden. Ein weiterer Vorteil von IMAP ist die Benachrichtigung des Benutzers, wenn eine E-Mail für ihn angekommen ist und sein Client online ist. Auch ein Durchsuchen von E-Mails auf dem Mailserver ist möglich.

Im Gegensatz zu POP wird das wesentlich umfangreichere IMAP von verschiedenen Client Programmen aber nur in unterschiedlichem Ausmaß implementiert.