Ubuntu ist der Name einer bekannten Linux-Distribution, die ähnlich wie Debian oder CentOS funktioniert. Der große Vorteil dieses Betriebssystems ist seine grafische Benutzungsoberfläche. Die kostenlose Distribution nutzen Anwender daher auf ihrem Desktop-PC oder ihrem Notebook. Allerdings lässt sich Ubuntu auch gut als Betriebssystem für den Betrieb von Servern einsetzen. Wir stellen Ihnen die Linux-Variante vor.

Stärken von Ubuntu

Im Oktober 2004 erschien die erste Version der Linux-Distribution, deren Name auf Zulu in etwa Menschlichkeit bedeutet. Seitdem entwickeln die Ubuntu-Community und das britische Unternehmen Canonical das Betriebssystem stetig fort. Ziel der quelloffenen Distribution ist ein System, das jedem Menschen auf der Erde die Nutzung eines Computers ermöglicht. Außerdem geht es um passende Software, die zum Betriebssystem gehört. Daher war, ist und bleibt Ubuntu kostenlos. Selbst Unternehmen, die sich für die Nutzung des Betriebssystems entscheiden, müssen keine Lizenzgebühren bezahlen.

 

Ein weiterer Schwerpunkt in der Entwicklung, die der südafrikanische Multimillionär Mark Shuttleworth größtenteils finanziert, ist die einfache Bedienung. Dadurch unterscheidet sich das Betriebssystem, um das sich derzeit rund 40 hauptberuflichen Entwickler kümmern, von anderen Linux-Varianten wie CentOS oder Debian. Dank der simplen Bedienoberfläche ist die Distribution auch für Einsteiger geeignet, die bislang mit MacOS-Varianten oder Windows-Versionen arbeiteten. Das macht sich bereits bei der Installation bemerkbar, die mit Hilfe eines Assistenten rasch durchzuführen ist.

Anwendungen im Paket

Wie andere Distributionen setzt es auf zusätzliche Programme, die allesamt kostenlos erhältlich sind. Diese Software soll proprietäre Anwendungen ersetzen. Daher installiert das Betriebssystem wichtige Programme, zum Beispiel für die Arbeit oder für das Vergnügen, bereits bei der ersten Installation. Anwendungen für die Arbeit mit Texten und Tabellen gehören dazu. Ein Player zum Abspielen von Audio-Dateien sowie ein Webbrowser sind ebenfalls dabei.

Die Entwickler teilen sämtliche Software in sogenannte Pakete ein, wobei das Team um Mark Shuttleworth die Programme in unterschiedlicher Qualität betreut. Viele Anwendungen lassen sich nachträglich installieren. Über inoffizielle Paketquellen wie Medibuntu können Nutzer außerdem wichtige Codecs hinzufügen. Selbst die Veränderung von bestehender Software ist möglich. Schließlich sollen, laut der Philosophie des Entwicklungsteams von Ubuntu, alle Anwendungen von jedem Nutzer veränderbar sein. Die Fortentwicklung solcher Software gilt als fester Bestandteil des Ausbaus von Ubuntu. Daher können und sollen Nutzer den Quellcode verändern, um Programme an ihre Bedürfnisse anzupassen.

Die Versionen im Kurzüberblick

Die Entwickler von Ubuntu wollten ab 2004 alle sechs Monate einen großen Release veröffentlichen, um die aktuellste Variante von Ubuntu zur Verfügung zu stellen. Bislang setzte das Team um Mark Shuttleworth, der sich als Programmierer auch an der Entwicklung der Distribution beteiligt, dieses Ziel um. Die aktuellen Änderungen fassen die Entwicklerin einem umfangreichen Chatlog zusammen. Bei einer bestehenden Installation lassen sich die Neuerungen über ein Update einspielen. Die letzte Major-Version trägt die Nummer 18.10 – und sorgt für allem für grafische Neuerungen.

 

Zusätzlich zu den großen Ubuntu-Releases gibt es seit 2006 so genannte Long-Term-Support Versionen (LTS). Diese Varianten veröffentlichen die Entwickler im Abstand von zwei Jahren. Sie sind besonders gut für Server und für Unternehmen geeignet. Die Entwickler von Canonical versprechen sicherheitsrelevante Updates über einen Zeitraum von fünf Jahren, weswegen sich die LTS-Varianten sogar in kritischen IT-Umgebungen nutzen lassen. Die Installation von LTS-Ubuntu ist allerdings nur für private Anwender kostenlos. Unternehmen müssen für diese Installation bezahlen.

Die Ubuntu-Varianten in der Übersicht

Die aktuelle Variante von Ubuntu nutzt eine Desktop-Umgebung, die Unity heißt. Sie soll die einfache Anwendung für Einsteiger ermöglichen. Zugleich möchten die Entwickler durch Unity genügend Komplexität und Optionsvielfalt für erfahrene Ubuntu-Nutzer bieten. Neben dieser Variante gibt es, aufgrund der quelloffenen Struktur des Betriebssystems, zahlreiche Abwandlungen der Distribution. Ein Beispiel ist Kubuntu, das zur Bedienung aber auf die Kool Desktop Environment (KDE) setzt.

 

Eine weitere Abwandlung, die vor allem für professionelle Audio- und Videobearbeitung zum Einsatz kommt, heißt Ubuntu Studio. Ab 2013 veröffentlichten die Entwickler zudem eine Touch-Variante ihres Betriebssystems. Mit Ubuntu-Touch existierte eine Variante, die für die Nutzung auf Smartphones und Tablets geschaffen wurde. Allerdings erschienen geeignete Endgeräte mit vorinstalliertem Ubuntu-System erst ab 2016. Schon 2017 froren die Entwickler diese Variante ein. Seitdem gelangen keine neuen Smartphones mit Ubuntu-Touch auf den Markt. Den App Store schlossen die Verantwortlichen zum Ende des Jahres 2017.

Weltweite Verbreitung von Ubuntu

Leider veröffentlichte Canonical bislang keine exakten Zahlen, die über die Nutzung von Ubuntu aufklären. Allerdings existieren diverse Statistiken, die über den derzeitigen Gebrauch des Betriebssystems informieren. Demnach nutzen in den USA rund 90 Prozent aller Haushalte eine Windows-Variante. Sieben Prozent entfallen auf eine MacOS-Version. Der Anteil von Linux-Betriebssystemen liegt derzeit bei einem Anteil von unter einem Prozent. Innerhalb dieses Wertes finden sich die Ubuntu-Nutzer.

Nach Angaben von IT-Experten gibt es weltweit rund 25 Millionen Menschen, die sich für diese Linux-Distribution entschieden. Eine weitere Umfrage basiert auf Daten von Nutzern der Gaming-Plattform Steam. Für die 64-Bit Version von Ubuntu 16.04 LTS ergibt diese Statistik einen Marktanteil von 0,2 Prozent. Damit schlägt das Betriebssystem andere Varianten wie Windows Vista, bleibt allerdings weit hinter Versionen wie Windows 10 zurück. Das dürfte an einer der größten Schwächen von Ubuntu liegen. Wie andere Linux-Distributionen unterstützt das Betriebssystem kein natives DirectX, weswegen es für das Gaming kaum geeignet ist.

Dennoch ist Ubuntu laut verschiedenen Statistiken eine der beliebtesten Linux-Distributionen. So kommt das Betriebssystem auch in staatlichen Stellen zum Einsatz. Schon seit 2007 nutzen die Abgeordneten und die Assistenten der französischen Nationalversammlung die Distribution auf ihren Rechnern. Ähnliches gilt für die der Stadtverwaltung in München, die seit 2010 auf Ubuntu setzt.

SuSE ist eine der ältesten Linux-Distributionen und hat seinen Ursprung in Deutschland. Bereits 1994 wurde die Gesellschaft für Software und Systementwicklung in Nürnberg gegründet. Zur damaligen Zeit war das 1991 von Linus Torvalds entwickelte Linux, welches seit 1992 unter der GNU GPL-Lizenz frei verfügbar ist, noch ein Exot unter den Betriebssystemen. Inzwischen gibt es unzählige Distributionen und SuSE ist eine der etabliertesten von ihnen.

Ein paar Daten zur Historie

Zunächst vertrieb SuSE eine modifizierte und ins Deutsche übersetzte Version von Slackware-Linux. Die erste eigene Distribution wurde 1996 veröffentlicht. Dabei verfolgte SuSE von Anfang an das Konzept, das eigentlich kostenlos verfügbare Linux speziell für Firmen anzupassen und dann kostenpflichtig mit entsprechendem Support anzubieten. Parallel wurde eine günstigere Variante für Privatkunden auf den Markt gebracht. In den folgenden Jahren gab es mehrere Wechsel in den Besitzverhältnissen. 2003 wurde SuSE durch Novell, den Spezialisten für Netzwerkbetriebssysteme, übernommen, 2014 durch die Micro Focus Group.

Die kostenlose Variante openSuSE

Für Privatanwender gibt es das inzwischen kostenfreie openSuSE-Linux. Hiervon profitieren Anwender wie Entwickler gleichermaßen. Als privater Nutzer kommt man gratis in den Genuss eines ausgereiften und permanent weiterentwickelten Betriebssystems. Die Entwickler wiederum nutzen die Arbeit und die Erfahrungen der openSuSE-Community, die beispielsweise Video-Codecs und Grafikkartentreiber zur Verfügung stellt. Außerdem werden durch die größere Anzahl an Nutzern schneller Fehler gemeldet und können zeitnah behoben werden. Bemerkenswert ist, dass auch die freie Version über das mächtige Systemkonfigurationstool YaST verfügt. Hiermit können unter anderem komfortabel Hardwarekomponenten und Softwarepakete installiert werden. Die aktuellste Version von openSuSE trägt die Versionsnummer 15.1 und die Zusatzbezeichnung Leap.

SuSE Linux Enterprise Desktop für Firmen

Die kommerzielle Version für den Desktop-PC ist zur Nutzung durch gewerbliche Nutzer vorgesehen. Sie bietet eine gute Kompatibilität zu Netzwerkkomponenten, wie Microsofts Active Directory und Exchange. Ebenso zu Produkten von Novell und anderen Anbietern. Besonderer Schwerpunkt ist der persönliche Support der Anwender, der in verschiedenen Ausführungen gebucht werden kann. Zur lokalen Administration ist der SuSE Manager vorgesehen, der beispielsweise das zentrale Ausrollen von Updates und die Konfiguration der Clients erlaubt. Die neueste Enterprise-Version für den Desktop hat die Versionsnummer 15.

SuSE Linux Enterprise Server

Die Server-Variante der Distribution ist das Spitzenprodukt und Schwerpunkt des Unternehmens. Sie wird für unterschiedliche Plattformen angeboten und trägt aktuell ebenfalls die Versionsnummer 15. SLES,so die Abkürzung, ist sowohl für die Architektur x86-64 als auch für ARM-Prozessoren verwendbar. Zudem gibt es eine enge Zusammenarbeit mit IBM, die eine Abstimmung von Hard- und Software der beiden Unternehmen erlaubt. Als Folge daraus eignet sich SLES für einen Betrieb auf deren Architektur IBM Power. Es gibt eine Ausführung für den IBM-Cloudserver LinuxONE und den IBM-Großrechner zSystems. Auch mit dem deutschen Server-Softwarehersteller SAP gibt es eine Zusammenarbeit. Dadurch ist eine spezielle Ausführung von SLES verfügbar, auf der SAP-Produkte eingesetzt werden können. Sogar eine Version für den Einsatz auf einem Raspberry PI ist verfügbar.

SuSE Enterprise Workstation und SuSE Embedded

Es werden noch zwei weitere Produkte von SuSE angeboten. Eine Version zum Einsatz für Embedded-Geräte und eine Server-Erweiterung, die für einen Einsatz auf Workstations optimiert ist.

Stärken von SuSE

Herausragendes Merkmal ist das bereits erwähnte Konfigurationswerkzeug YaST, dessen Name eine Abkürzung für Yet another Setup Tool ist. Was heute in vielen Distributionen eine Selbstverständlichkeit ist, war in den Anfangsjahren von Linux ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Während Programme in anderen Linux-Ausführungen zumeist mithilfe der Kommandozeile kompiliert werden mussten und kompatible Treiber für Hardware oft nur nach mühsamer Recherche aufgetan werden konnte, bot YaST hierfür eine grafische Oberfläche. YaST wurde permanent weiterentwickelt und ist fungiert inzwischen als zentrale Systemverwaltung für Hard- und Software sowie Einstellungen aller Art.

Vorteilhaft für Anwender im deutschsprachigen Raum ist es, dass das Unternehmen  wieder in Nürnberg seinen Hauptsitz hat. Dadurch ist eine Anpassung auf lokale Bedürfnisse besser gewährleistet. Auch die Verbindung mit  Anbietern bringt Vorteile für den Support. Immer wenn mehrere voneinander unabhängige Unternehmen beteiligt sind, kann es  zu Problemen führen, wenn die Schnittstellen von beiden für Fehler verantwortlich sein könnten.

Mögliche Nachteile

Grundsätzlich hat Linux, gerade bei den Endanwendern im gewerblichen Bereich, nicht den Status und die Akzeptanz von Microsoft Windows oder Apple OSX. Hier kann zusätzlicher Schulungsaufwand oder auch nur Überzeugungsarbeit notwendig sein. Praktische Probleme treten erfahrungsgemäß dann auf, wenn verbreitete Dateiformate nicht verarbeitet werden können. Dies bedeutet zusätzlichen Aufwand, wenn es zwingend notwendig ist auf Software wie Microsoft Office zuzugreifen oder damit erstellte Dateien zu öffnen. Auch ist die Auswahl an Software für Linux-Betriebssysteme immer noch geringer.

Verbreitung

Innerhalb der Linux-Distributionen gehört SuSE laut Distrowatch.com seit Jahren konstant zu den zehn verbreitetsten Distributionen. Insgesamt hat Linux unter den Betriebssystemen allerdings weltweit eine Verbreitung von unter zwei Prozent im Bereich der Desktop-PC. Im Server-Bereich ist SuSE insbesondere im deutschsprachigen Raum häufig anzutreffen und wird auch von zahlreichen Hostern standardmäßig angeboten.

Windows Hello ist ein biometrisches System, das es Windows 10-Usern ermöglicht, den sicheren Zugriff auf ihre Geräte, Anwendungen, Online-Dienste und Netzwerke mit einem Fingerabdruck, Iris-Scan oder Gesichtserkennung zu authentifizieren. Es ist eine Alternative zu Passwörtern und gilt als benutzerfreundlicher, sicherer und zuverlässiger als die herkömmliche Methode.

So funktioniert Windows Hello

Windows Hello begrenzt die Möglichkeit von Angriffen bei Windows 10, indem es die Notwendigkeit von Passwörtern und anderen relativ unsicheren Methoden eliminiert. Windows Hello ermöglicht es Ihnen, ein Microsoft-Konto oder einen Nicht-Microsoft-Dienst zu authentifizieren, der Fast Identity Online (FIDO) unterstützt. Windows Hello verwendet strukturiertes 3D-Licht, um ein Gesichtsmodell zu erstellen und nutzt dann Anti-Spoofing-Techniken, um eine Manipulation durch falsche Scans zu verhindern. Mit Windows 10 können Sie Windows Hello einrichten. Dazu müssen Sie einen Gesichtsscan, Irisscan oder Fingerabdruck erstellen. Sie können diese Scans jederzeit verbessern und zusätzliche Fingerabdrücke hinzufügen oder entfernen. Einmal eingerichtet, ermöglicht ein Blick auf das Gerät oder ein Fingerscan den Zugriff auf Microsoft-Konten und Anwendungen von Drittanbietern, die die API verwenden. Die FIDO-Spezifikation wurde 2014 von der FIDO Alliance entwickelt.

Für wen ist es sinnvoll?

Windows Hello wurde sowohl für Unternehmen als auch für Privatanwender entwickelt und gewinnt in beiden Bereichen an Bedeutung. Obwohl Windows Hello eine beachtliche Benutzerzahl hat, wird es von der massiven Windows 10-Installationsbasis in den Schatten gestellt. Wenn Microsoft die Mehrheit der Windows 10-Benutzer in Windows Hello konvertieren kann, wäre dies ein Wendepunkt im Kampf gegen unpraktische Passwörter.

Wie sicher ist Windows Hello?

Ein Passwort kann gehackt, ausspioniert und vergessen werden. Windows Hello beseitigt diese Sicherheitslücken mit der Fingerabdruck- und Gesichtserkennungstechnologie. Der Fingerabdruck-Scan ist ziemlich sicher. Die Gesichtserkennung  ist noch sicherer, da sie in der Lage ist, zwischen Ihrer physischen Anwesenheit und einem Bild von Ihnen zu unterscheiden. Das ist Sicherheit auf Unternehmensebene für Privatanwender, einfach zu implementieren und äußerst effektiv.

Speichert Microsoft persönliche Daten?

Es gibt einige Berichte über die Privatsphäre oder besser gesagt, den Mangel an Privatsphäre in Windows 10. Der Gedanke lässt einige Benutzer die Effektivität von Windows Hello infrage stellen. Microsoft sagt dazu, dass Windows 10 während der Einrichtung die vom Gesichts- oder Irissensor oder Fingerabdruckleser erfassten Daten übernimmt und eine Darstellung anfertigt, die es verschlüsselt und auf Ihrem Gerät speichert. Dies ist kein Bild, sondern eher wie ein Diagramm. Ihre Identifikationsdaten, die bei der Registrierung erstellt werden, verlassen niemals Ihr Gerät. Microsoft sammelt Nutzungsdaten, wie z. B. die Methode, mit der Sie sich angemeldet haben (Gesicht, Iris, Fingerabdruck oder PIN), die Anzahl der Anmeldungen und ob jede Anmeldung erfolgreich war oder nicht. Diese Daten werden ohne jegliche Informationen, die zur eindeutigen Identifizierung Ihrer Person verwendet werden könnten, verschlüsselt, bevor sie übertragen werden.

Die Hardwareanforderungen

Es ist mit spezifischen Hardwareanforderungen verbunden. Microsofts Surface Pro, Surface Book und die meisten Windows 10 PCs, die mit Fingerabdruckscannern oder Kameras ausgestattet sind, die zweidimensionale Infrarotspektroskopie erfassen können, sind mit Windows Hello kompatibel. Microsoft arbeitet auch mit Geräteherstellern zusammen, um eine konsistente Leistung und Sicherheit für alle Benutzer zu gewährleisten. Der akzeptable Leistungsbereich für Fingerabdrucksensoren ist eine Fehlannahmequote von weniger als 0,002 Prozent. Der akzeptable Bereich für Gesichtserkennungssensoren ist eine Fehlannahmequote von weniger als 0,001 Prozent, so Microsoft.

Was ist WORM-Speicherung?

Unternehmen sammeln eine Menge Daten und manchmal müssen oder wollen sie diese Daten so speichern, dass sie nicht mehr geändert werden können. Write Once Read Many (engl. für „schreibe einmal, lese vielfach“) oder WORM ist die einmalige unveränderbare Speicherung von Daten, wobei das Lesen der Daten weiterhin möglich ist.

Einfach gesagt handelt es sich bei WORM um eine Speicherung, nach der die Daten nicht mehr verändert werden können. Sie können Daten genau einmal auf das Speichermedium schreiben. Das Löschen, Überschreiben oder Ändern dieser Daten ist dann aber dauerhaft ausgeschlossen. Eine einfache Version von einem WORM-Speicher ist eine CD-R (englisch: Compact Disc Recordable). Sie können Daten auf den Rohling schreiben, dann aber nicht mehr verändern. Sie können die Disc zwar beschädigen oder zerstören, um jemandem den Zugriff darauf zu verweigern, aber Sie können die darauf gespeicherten Daten nicht ändern. Was das Hard-WORM allerdings erlaubt, ist das mehrfache Lesen der Daten.

Soft-Worm – Softwarebasierter Speicherplatz

Die große Herausforderung besteht heute darin, bei der riesigen Menge an vorhanden Daten, das richtige Speichermedium zu finden. Selbst die auf einigen Blu-ray-Laufwerken verfügbare Kapazität von Terabyte reicht in einer Zeit, in der viele Unternehmen Daten in Petabyte messen, nicht mehr aus. Die Antwort auf das Problem sind softwarebasierte Systeme, die die Attribute nachahmen, die physische Medien zu WORM machen.

Dabei muss die Software vier wesentliche Punkte erfüllen. Sie darf nur ein einziges Mal erlauben, dass Daten auf ein Laufwerk geschrieben werden. Sie muss verhindern, dass jemand diese Daten löscht. Sie muss Aufzeichnungen über das Schreiben und den Zugriff auf Daten führen, um sicherzustellen, dass niemand die Daten manipuliert und sie muss jedem mit den richtigen Zugangsdaten ermöglichen, die Daten bei Bedarf zu lesen. Das löst das Größenproblem, das Sie mit einem physischen Datenträger haben. Ein mit dieser Software ausgestatteter Server sichert die Daten und bietet gleichzeitig die Speicherkapazität von Festplatten. Diese Form von WORM kann von Unternehmen intern eingesetzt oder von Cloud-Anbietern als Service angeboten werden.

 Redundanz von Systemen

Ein echtes Problem der WORM-Speicherung ist der Datenverlust. Nehmen wir an, Sie brennen etwas auf eine CD-R und lagern die Disc im Büro, aber das Gebäude brennt nieder. Dann haben Sie weder die CD noch den Computer. Wenn Sie sich für WORM auf physischen Medien entscheiden, bedeutet das, dass Sie mindestens zwei Kopien der CD-R, DVD oder Blu-ray Disc benötigen. Eine dieser Kopien muss extern aufbewahrt werden. Da Sie wahrscheinlich sensible Informationen speichern, ist die Sicherheit das Hauptproblem bei diesem Ansatz. Überall, außer in einem Bankschließfach, sind die Medien anfällig. Wenn Sie Kundendaten gespeichert haben, kann es bei einem Diebstahl zu Haftungsproblemen kommen. Die Redundanz ist mit einem Cloud-Speicherservice einfacher. Sie können die Daten auf mehreren Servern an verschiedenen Orten speichern, um einen Datenverlust zu vermeiden. Diese Art der Redundanz ist bei vielen Cloud Storage-Anbietern Standard.

Aufbewahrung der Daten

Wenn Sie aus rechtlichen Gründen z. B. Finanz- und Steuerunterlagen speichern müssen, gibt es ein Ablaufdatum. Meist beträgt die Aufbewahrungspflicht sechs oder zehn Jahre. Wenn Sie die Daten auf einem physischen Medium gespeichert haben, können Sie das Medium zerstören. Wenn Sie sie in der Cloud speichern, müssen Sie Aufbewahrungsfristen einrichten. Das ist eine Funktion der Software, die die Daten nach einer bestimmten Zeit freischaltet. Nach der Freischaltung der Daten können Sie diese löschen.

Brauche ich einen WORM-Speicher?

Nicht nur gesetzliche Anforderungen sprechen für den Einsatz . Wenn Sie Datensätze mit historischem Wert archivieren möchten, ist die WORM-Speicherung sinnvoll. Wenn Sie befürchten, dass jemand Geschäftsunterlagen manipuliert, können WORM-Daten dies womöglich beweisen oder widerlegen. WORM könnte auch dazu dienen, den Nachweis von Geschäftsgeheimnissen oder geistigem Eigentum zu einem bestimmten Zeitpunkt zu sichern.

Bei Debian handelt es sich um ein gemeinschaftlich entwickeltes Betriebssystem, welches als kostenloser Download zur Verfügung gestellt wird. Debian basiert größtenteils auf den grundlegenden Komponenten des GNU-Projekts und einem Teil des Linux-Kernels. Aktuell befindet sich das freie Betriebssystem in der 11. Version, die unter dem Namen Bullseye erhältlich ist. Debian erfreut sich einer gigantischen Nutzergemeinde, die aktiv an der Entwicklung des Betriebssystems und der dazugehörigen Programmpakete beteiligt ist. Aktuell sind rund 60000 unterschiedliche Programmpakete für Debian erhältlich.

Entwicklungsgeschichte dieser Linux-Variante

Das Debian-Projekt wurde im Jahr 1993 von dem US-amerikanischen Informatiker Ian Murdock ins Leben gerufen und wird seitdem fortwährend weiterentwickelt und wird kontinuierlich mit neuen Funktionen und Features versehen. Der Name Debian leitet sich aus dem Namen des Gründers und seiner Lebensgefährtin Debra Lynn ab (Deb+Ian). Debian hat sich im Laufe der Zeit als eines der meistgenutzten freien Betriebssysteme auf Basis des Linux-Kernels etabliert. Das freie Betriebssystem kommt bei vielen anderen Linux-Distributionen zum Einsatz. Das bekannteste und meistgenutzte Debian-Derivat ist Ubuntu‎, das von Millionen von Nutzern weltweit genutzt wird. Debian ist in erster Linie für seine innovative Paketverwaltung „dpkg“ und deren Frontend „APT“ bekannt. Diese ermöglichen ältere Versionen von Debian schnell und unkompliziert durch aktuelle zu ersetzen oder neue Programmpakete zu installieren. Sie sind ebenso dafür zuständig, alle externen Abhängigkeiten von einem Programm automatisch zu laden und zu installieren.

Organisation

Das Betriebssystem wird von mehr als 1000 Software-Entwicklern betreut, die kontinuierlich an der Weiterentwicklung des Systems arbeiten. Ein Debian-Entwickler kann jeder Programmierer werden, der über die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt und den sogenannten „New-Member-Prozess“ erfolgreich meistert. Alle Bewerber werden hinsichtlich ihrer Kenntnisse ausgiebig geprüft. Das Debian-Projekt wird durch die sogenannte „Debian-Verfassung“ konstituiert. Mit dieser wird die demokratische Organisationsstruktur durch regelmäßig stattfindende Wahlen geregelt. Des Weiteren verpflichtet sich das Projekt mit einem Gesellschaftsvertrag zu freier Software.

Am 26. April 2004 trat die Version 1.1 des Gesellschaftsvertrags in Kraft. Die Änderungen im Inhalt des Vertrags besagen, dass sämtliche Komponenten des Debian-Betriebssystems frei sein müssen und nicht nur das System als Gesamtprodukt. Aktueller Leiter des Projekts ist der englische Softwareentwickler Chris Lamb. Der Posten des Leiters wird einmal im Jahr im Rahmen einer Wahl neu vergeben. Alle Wahlen und Abstimmungen werden auf elektronischem Wege nach der Schulze-Methode abgewickelt. Im Jahr 1997 wurde als Dachorganisation für Debian und weitere Open-Source-Projekte die „Software in the Public Interest“ gegründet.

Besonderheiten

Debian ist in erster Linie für seine performante Paketverwaltung „dpkg“ und deren innovative Frontend „APT“ bekannt. Durch den Einsatz dieser beiden Komponenten können ältere Debian-Versionen ohne viel Aufwand auf den neuesten Stand gebracht werden. Darüber hinaus lassen sich bestehende Softwarepakete schnell und einfach aktualisieren und neue Programmpakete binnen weniger Mausklicks installieren. Das System bietet Unterstützung für eine breite Vielzahl unterschiedlicher Hardware-Architekturen, wobei in diesem Zusammenhang zwischen den „offiziellen Architekturen“ und den sogenannten „Ports“ unterschieden wird. Als Ports werden Release-Architekturen bezeichnet, die von kleineren Entwickler-Teams betreut werden und nur als sogenannte „Unstable-Versionen“ erhältlich sind. Jede neue Architektur wird zunächst als Port betreut und kann im Laufe des Entwicklungsprozesses zu einer offiziellen Release-Architektur aufgewertet werden. Umgekehrt kann ebenso eine offiziell unterstützte Architektur zu einem Port abgewertet werden, falls die Anforderungen an Release-Architekturen nicht mehr in ihrer Gesamtheit erfüllt werden.

Sicherheitsaspekte

Alle Software- und Sicherheitsprobleme werden öffentlich behandelt, wodurch ein hohes Maß an Transparenz gewährleistet wird. Sicherheitsaspekte werden unter Einbezug der Öffentlichkeit auf der Debian-Security-Announce-Mailingliste diskutiert. Von dieser Vorgehensweise versprechen sich die Leiter des Projekts ein schnelleres Auffinden potenzieller Sicherheitslücken und damit die Möglichkeit diese rascher beseitigen zu können. Die Tatsache, dass die Entwicklung neuer und bestehender Betriebssystem-Komponenten und Softwarepakete öffentlich sichtbar ist und unter der Beteiligung einer Großzahl von Entwicklern realisiert wird, erfordert spezielle Sicherheitsmaßnahmen. So werden beispielsweise Änderungen an Paketen mit einem digitalen Schlüssel versehen. Bei dem Endanwender wird dann die Gültigkeit des digitalen Schlüssels vor der Installation überprüft. Diese Maßnahme soll die Einschleusung schädlicher Computerprogramme und Codefragmente in Debian-Pakete unmöglich machen.

Verbreitung

Laut einer Online-Umfrage, die im Auftrag von Heise Online durchgeführt wurde, ist Debian mit 47 Prozent das am meisten genutzte Open-Source-Betriebssystem in deutschen Firmen. Im Bereich der freien Betriebssysteme nimmt Debian mit einer Verbreitung von rund 30 Prozent den zweiten Platz hinter Ubuntu-Linux ein, das ebenfalls auf Debian basiert. In Deutschland ist die Stadt München zwischen 2006 und 2013 auf die auf Debian basierte Linux-Distribution LiMux umgestiegen. Aufgrund unvorhersehbarer Komplikationen mit der IT-Infrastruktur ist jedoch eine Rückkehr zu Windows-Systemen bis 2020 geplant.

Derivate wie Ubuntu

Das freie Betriebssystem eignet sich aufgrund seiner gigantischen Auswahl an Paketen und der zuverlässigen Paketverwaltung ideal dazu, um eigenständige Linux-Distributionen abzuleiten. Aus diesem Grund gibt es eine große Vielzahl von Distributionen, die für ihre Basis Komponenten und Pakete von Debian verwenden. Einige bekannte Beispiele sind:

–              Ubuntu

–              Knoppix

–              Linux Mint

Angaben der GNU/Linux Distribution Timeline zufolge gibt es derzeit mehr als 480 Distributionen, die aus Debian abgeleitet sind. Viele dieser Derivate sind für einen bestimmten Zweck entwickelt worden, wie beispielsweise zum Einsatz als Webserver oder an der Universität.

Der Webbrowser „Opera“ ist hierzulande eine Art Randerscheinung. Im Wettbewerb gegen Google Chrome, Mozilla Firefox und dem Microsoft Internet Explorer tut er sich schwer, dabei bietet er zahlreiche innovative Features und punktet mit seinen Multitasking-Fähigkeiten. Die ersten Versionen von Opera (bis Version 4 im Dezember 2000) waren kostenpflichtig. Danach wurde in der kostenlosen Version ein Werbebanner angezeigt. Seit September 2005 ist Opera als Freeware kostenlos erhältlich und frei von Werbung.

Der Werdegang von Opera

Der Webbrowser erschien erstmals im Jahr 1996; entwickelt wurde er vom norwegischen Unternehmen „Opera Software“. Die Geschäfte entwickelten sich nicht wie gewünscht, daher wurde der Browser 2016 an ein chinesisches Konsortium für umgerechnet 1,1 Milliarden Euro verkauft.

Opera begann im April 1994 als Forschungsprojekt des norwegischen Unternehmens Telenor (Branche: Telekommunikation). Ein Jahr später wurde das eigenständige Unternehmen Opera Software ausgegliedert, gefolgt vom Börsengang in Oslo im März 2004.

Bereits seit der ersten Version ist der Browser mit der Funktion „Tabbed Browsing“ ausgestattet. Außerdem führte der Entwickler schon früh die Mausgesten ein. Andere Browser übernahmen später diese beiden Funktionen.

Verfügbarkeit und Funktionsumfang

Die derzeit aktuelle Version 64.0.3417.47 wurde am 8. Oktober 2019 veröffentlicht. Verfügbar ist der Browser in 50 Sprachen für Windows ab Win98, macOS ab 10.4 Intel, iOS, GNU/Linux, Android, FreeBSD, Solaris bis 10.11 und Blackberry. Seit Anfang 2006 liefert Opera Software so genannte Snapshots, die einen Ausblick auf die Version ermöglichen, die sich jeweils aktuell in der Entwicklungsphase befindet. Da es sich in der Regel um vorläufige Versionen handelt, enthalten sie häufig Bugs.

Der Funktionsumfang hat sich ab Version 15 maßgeblich verändert. So wurde Opera Mail als integriertes Programm nicht weiterentwickelt, es steht jedoch als eigenständiges Programm zum Download zur Verfügung. Auch Dragonfly, ein Tool für die Web-Entwicklung, wurde aus dem Browser-Setting entfernt. Hinzugefügt wurden dafür der Chromium-Taskmanager (analog zu dem in Google Chrome) und eine Browserseite mit aktuellen Nachrichten.

Browser-Fähigkeiten

Hinsichtlich der Website-Darstellung erfüllt Opera die aktuellen Standards für HTML und CSS. Seit Version 8.0b3 unterstützt der Browser auch eine Teilmenge des Grafikformats SVG sowie ab Version 9.50 APNG und zahlreiche weitere aktuelle Standards. Im Opera Mini verwendet der Browser die HTML-Rendering-Engine „Presto“. Die neue Engine ermöglicht das Neu-Rendern aufgerufener Seite und deren Teile und unterstützt vollständig das DOM (Document Object Model) des W3C.

Der Zoom in Opera vergrößert Texte und skaliert und glättet Bilder sowie Plug-ins. Dabei erlaubt er Größen-Einstellungen zwischen 20 und 1.000 Prozent. Das barrierefreie Internet wird durch den Benutzermodus gewährleistet. Hier lassen sich beliebige Websites dem Aussehen nach anhand eigener CSS-Dateien anpassen. Bilder lassen sich ausblenden, Farben verändern. Wird mit der Maus über die Tabs navigiert, zeigt Opera eine Miniatur-Vorschau der bereits geladenen Inhalte an.

Für große Auflösungen programmierte Websites können mit der Funktion „an Seitenbreite anpassen“ auch auf kleinen Monitoren gelesen werden. Die Funktion „Small Screen“ ermöglicht das Betrachten von Websiten analog zum Opera-Mini-Mobilbrowser. Für Webdesigner ist dieses Feature äußerst hilfreich, da sie die Kompatibilitätsprüfung erleichtert.

Bedienung in Opera

Dank der Multiple Document Interface-Oberfläche lassen sich innerhalb eines Fensters mehrere Seiten öffnen. Zur Navigation zwischen den Seiten steht eine Leiste zur Verfügung, die der Windows-Taskleiste ähnelt. Spezielle Befehle schließen die aktuelle Seite oder stellen die geschlossene Seite wieder her. Zwischen den Tabs kann per Mausklick, Mausrad und Tastatur navigiert werden.

Seit der Version 8.00 können englische Sprachbefehle via VoiceXML für die Steuerung von Opera genutzt werden. Auch das maschinelle Vorlesen von Website-Inhalten ist möglich, sobald die dafür zusätzlich notwendigen Dateien heruntergeladen wurden.

In der Adressleiste befindet sich eine Suchfunktion. Hier lassen sich Kürzel für unterschiedliche Seiten festlegen. Dies vereinfacht die Suche in einigen Suchmaschinen und auf den Seiten diverser Online-Händler.

Der Passwort-Manager in Opera

Für Seiten, die für die Anmeldung Benutzernamen und Passwort erfordern, bietet Opera Unterstützung durch den Passwort-Manager. Bis zur Version 9.64 wurde dieser Passwort-Manager als „wand“ bezeichnet, abgeleitet von „magic wand“; zu deutsch „Zauberstab“. Die Funktion kann bei Bedarf mit einem internen Master-Passwort geschützt werden.

Das für den Passwort-Manager genutzte Master-Password lässt sich zusätzlich im E-Mail-Programm „Opera Mail“ nutzen.

Die Oberfläche in Opera

Die Benutzer-Oberfläche des Browsers kann in weiten Teilen angepasst werden. Sämtliche Symbolleisten sind veränderbar und können bei Bedarf aus- und eingeblendet werden. Ab der Version 7 bietet Opera so genannte Skins, um das Erscheinungsbild zu verändern. Diese Skins stehen auf der Website von Opera zum Download zur Verfügung.

Ein neuer Suchmaschinen-Editor, der ab Version 9.0 in Erscheinung tritt, ermöglicht das Anpassen von Suchmaschinen im GUI (GUI = graphical user interface, zu deutsch „Grafische Benutzeroberfläche“).

Ad-Blocker

In der Standard-Installation des Browsers ist die Funktion des Pop-up-Blocking bereits aktiviert. Betroffen sind Pop-ups, die von einer Fremddomain, also nicht von der aufgerufenen Website stammen. Damit wird das nutzerfreundliche Surfen deutlich verbessert. Eine einfach strukturierte Initialisierungsdatei liefert den tatsächlichen Inhaltsfilter und Werbeblocker im Browser. Die Datei trägt den Namen urlfilter.ini und hat ihren Platz im Profil-Verzeichnis.