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Der Sicherheitsbeauftragte – eine wichtige Aufgabe in Unternehmen

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Arbeitsschutz spielt in allen Bereichen des Arbeitslebens eine wichtige Rolle. Unternehmen haben die Pflicht, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor arbeitsspezifischen gesundheitlichen Belastungen sowie vor möglichen Gefahren zu schützen. Da diese Aufgabe in einem mittleren bis großen Unternehmen nicht alleine von der Unternehmensleitung wahrgenommen werden kann, werden sogenannte Sicherheitsbeauftragte bestellt.

Die rechtlichen Vorschriften für Sicherheitsbeauftragte

Die von den Berufsgenossenschaften erlassenen Unfallverhütungsvorschriften wurden 2014 in den DGUV-Vorschriften zusammengefasstDGUV steht für Deutsche gesetzliche Unfallversicherung. Diese DGUV stellt die Grundlage für die Bestellung von Sicherheitsbeauftragten dar. Sie präzisiert die Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes (ASchG) und schreibt Unternehmen ab einer Mitarbeiterzahl von 20 die Bestellung von Sicherheitsbeauftragten vor.

Die Aufgaben der Sicherheitsbeauftragten

Der Sicherheitsbeauftragte beobachtet, berät, unterstützt und ist Vorbild

Sicherheitsbeauftragte haben mehrere Funktionen: Sie sollen zum Beispiel die Kollegen beraten und ihnen helfen, die Sicherheitsrichtlinien einzuhalten. Außerdem machen sie ihre Vorgesetzten darauf aufmerksam, wenn ihnen sicherheitsgefährdende Dinge im Betrieb auffallen. Sie unterstützen die Fachsicherheitskraft (FaSi) und den Betriebsarzt (BA) beispielsweise beim Erstellen von Gefährdungsbeurteilungen, um Mängel zu erkennen und zu beseitigen. Des Weiteren beteiligen sie sich an Betriebsbegehungen. Sie führen neue Mitarbeiter und Azubis in die Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens ein. Nicht zuletzt sind sie Ansprechpartner für alle Kollegen, was den Arbeitsschutz angeht und machen Verbesserungsvorschläge, um die Mitarbeiter vor Gefahren zu schützen.

Dabei haben sie eine Vorbildfunktion gegenüber allen Kollegen und Vorgesetzten, allerdings ohne irgendeine Weisungsbefugnis. Daher können sie auch keine Haftung für Betriebsunfälle übernehmen – die rechtliche Verantwortung bleibt immer bei der Unternehmensführung.

Voraussetzungen, um Sicherheitsbeauftragter zu werden

Der Sicherheitsbeauftragte sollte ein Mitarbeiter sein, der umsichtig und auf Augenhöhe der Kollegen agiert. Ein Mitarbeiter, der das Vertrauen seiner Kollegen und Vorgesetzten bereits genießt, ist eine gute Wahl für diese Aufgabe. Eigenschaften wie Umsicht, Loyalität, soziale Kompetenz und ein sicheres Auftreten sind ideal.

Eine Schulung zu Beginn der Übernahme hilft dem Sicherheitsbeauftragten, seine Aufgabe zu meistern, für das Unternehmen einen echten Mehrwert darzustellen und Betriebsunfälle zu vermeiden. Das trägt zu einem guten Betriebsklima als auch zu weniger krankheitsbedingten Ausfällen im Betrieb bei.

Wie wird der Sicherheitsbeauftragte ernannt?

Die Unternehmensführung kann jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter zum Sicherheitsbeauftragten ernennen. In Zusammenarbeit mit dem Betriebs- und Personalrat wird das Unternehmen im Idealfall einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin auswählen, die die oben genannten Eigenschaften besitzt.
Die Aufgabe ist keine Ernennung auf Lebenszeitder/die Sicherheitsbeauftragte kann das Amt ggf. niederlegen oder die Unternehmensführung überträgt sie auf eine andere Person.

Sicherheitsbeauftragte

Der IT-Sicherheitsbeauftragte ist ein Sonderfall

Sonderfall IT-Sicherheitsbeauftragter

Ein Sonderfall stellt der IT-Sicherheitsbeauftragte dar: Es gibt keine Vorschrift, die einen solchen Sicherheitsbeauftragten vorschreibt. Ist er doch für die Sicherheit des IT-Netzes im Unternehmen zuständig und nicht für die Arbeitssicherheit der Kollegen und des Betriebs. Die einzige Gemeinsamkeit mit dem Sicherheitsbeauftragten für Arbeitsschutz ist die Funktion als Bindeglied zwischen Unternehmensführung und Mitarbeitern. Ansonsten nimmt der IT-Sicherheitsbeauftragte komplett andere Aufgaben wahr.

Die Aufgaben des IT-Sicherheitsbeauftragten

Ein Unternehmen tut gut daran, nicht nur seine Mitarbeiter vor Arbeitsunfällen zu schützen, sondern auch die eigenen digitalen Daten, die heutzutage nach den Mitarbeitern das wichtigste Gut eines Unternehmens sind. Stellen Sie sich vor, die Datenbanken Ihres Unternehmens werden gehackt und das komplette System muss runtergefahren werden, um die Daten zu schützen. Ein Verlust von Millionen kann die Folge sein, Vertrauensverlust bei den Kunden, womöglich eine Strafe wegen des fehlenden Datenschutzes und und und…wollen Sie so etwas? Ein IT-Sicherheitsbeauftragter ist die Lösung.

Für die IT-Sicherheit ist der IT-Sicherheitsbeauftragte zuständig

Der IT-Sicherheitsbeauftragte berät und unterstützt das Unternehmen in IT-sicherheitsrelevanten Fragen und setzt die Datenschutzrichtlinien um. Seit der neuen DSGVO, die im Mai 2018 wirksam wurde, sind IT-Sicherheitsbeauftragte gefragter denn je.

Die Arbeit des IT-Sicherheitsbeauftragten sollte unabhängig von der eigenen IT-Abteilung ausgeführt werden – der Job sollte daher extern bestellt werden. Auch aus haftungsrechtlichen Gründen ist eine externe Vergabe dieser wichtigen Aufgabe sinnvoll.

Der IT-Sicherheitsbeauftragte erstellt außerdem Konzepte, um die Daten des Unternehmens vor einem externen Zugriff zu schützen, erstellt eine Richtlinie, die die IT-Abteilung umsetzt und erarbeitet Dienstanweisungen für alle Mitarbeiter, die die Unternehmensführung abgesegnet und in Kraft setzt. Er muss jederzeit auf dem neuesten Stand der Technik als auch der relevanten Vorschriften sein. Ein verantwortungsvoller Posten, der das Unternehmen vor bösen Überraschungen schützt und Verluste durch Datenklau verhindert. Es lohnt sich, hierfür zu investieren und eine erfahrene, gut aufgestellte Beraterfirma zu engagieren.

Fazit

Mit den passenden Sicherheitsbeauftragten ist ein Unternehmen gut aufgestellt. Denn Sicherheit in allen Bereichen schafft Vertrauen bei der Belegschaft, den Kunden und nicht zuletzt bei der Unternehmensführung selber. Das A und O einer erfolgreichen Firma.

Was ist eine Fakturierung?

Der Begriff Fakturierung bezeichnet die Rechnungserstellung im Unternehmen. Für jedes verkaufte Produkt und jede erbrachte Dienstleistung muss laut den Grundlagen der ordnungsgemäßen Buchführung (GOB) eine Rechnung erstellt werden.

Die Wortherkunft Faktura lässt sich aus dem Lateinischen ableiten und bedeutet soviel wie „machen“. Das Wort Faktura wird heute nur noch in der Schweiz und in Österreich verwendet, in Deutschland gilt der Begriff als veraltet.

Wann genau muss eine Rechnung erstellt, also fakturiert werden?

Fakturierung

Die Fakturierung ist die Rechnungsstellung in einem Unternehmen

Der genaue Moment, ab dem eine Rechnung erstellt oder fakturiert werden muss, ist die Lieferung der Ware an den Kunden beziehungsweise die Erbringung der Dienstleistung. Zur Fakturierung zählt nicht nur das Erstellen von Rechnungen. Auch alle Tätigkeiten, die mit der Rechnungsstellung zusammenhängen bis zur Buchung des Geschäftsfalles auf das jeweilige Konto werden als Fakturieren bezeichnet.

Eine Rechnung muss ganz bestimmte Anforderungen erfüllen, soll sie auch wirklich als Rechnung Geltung erlangen. Dabei ist es erforderlich, sich genau an die gesetzlichen Vorschriften zu halten. Der Gesetzgeber schreibt bestimmte Kriterien vor, die unbedingt auf einer Rechnung erscheinen müssen.

Das sind unter anderem die Rechnungsanschrift des Leistungsempfängers beziehungsweise Kunden, das Datum, an dem die Leistung erbracht wurde sowie eine fortlaufende, einmalige Rechnungsnummer. Ist das Unternehmen, dass die Rechnung erstellt, zur Abführung der Umsatzsteuer verpflichtet, muss die Ware oder Dienstleistung mit den Nettopreis ausgewiesen und die Umsatzsteuer separat aufgeführt werden.

Bei der Umsatzsteuer gibt es Ausnahmen

Wer als Unternehmen von der Umsatzsteuer ausgenommen ist, dies sind in Deutschland beispielsweise Kleinunternehmer, muss dies auf der Rechnung entsprechend vermerken. Dafür schreibt der Gesetzgeber beispielsweise bei den Kleinunternehmern die folgende Formulierung vor: „Kein Umsatzsteuerausweis aufgrund Anwendung der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG.“

Für das Versenden der Rechnung wird keine bestimmte Art des Versandes vorgeschrieben. Wichtig ist natürlich, dass diese dem Empfänger auch wirklich zugeht. Dies sollte zeitnah erfolgen, damit der Zahlungspflichtige ausreichend Zeit hat, die Rechnung zu überweisen oder auch bestimmte Skonti nutzen kann. Wurden Rechnungen früher ausschließlich per Post verschickt, werden sie heute zunehmend elektronisch versandt.

Das Umsatzsteuergesetz regelt die Gestaltung von Rechnungen

Wo sind die gesetzlichen Vorschriften der Rechnungslegung geregelt?

Die gesetzlichen Vorschriften zur Gestaltung und Form von Rechnungen werden im Umsatzsteuergesetz (UStG) geregelt. § 14 I UStG beinhaltet zum Beispiel die Regelungen betreffen die Form der Rechnung. Darin steht, dass diese dem Empfänger entweder schriftlich oder als elektronische Rechnung zuzustellen ist.

In § 15 I Nr. 1 UStG ist geregelt, welche Pflichtbestandteile eine Rechnung beinhalten muss. Stellen Unternehmen Rechnungen aus, die eine zu hohe Steuer ausweisen, sind sie laut §§ 14b und 14c UStG verpflichtet, die Rechnung um den zu hohen Betrag zu berichtigen und diese erneut auszustellen.

Was sind Zahlungsaufforderung und Zahlungsziel?

Der eigentliche Zweck einer Rechnung ist, dass der fällige Betrag bezahlt wird. Damit diese Forderung notfalls auch gerichtlich durchgesetzt werden kann, müssen Rechnungen in Schriftform vorhanden sein. Die Rechnung beinhaltet die Zahlungsaufforderung, den Gegenwert der Ware oder Dienstleistung bis zu einem bestimmten Termin auf das Konto des Empfängers zu überweisen. Diesen Termin nennt man in der Buchhaltung Zahlungsziel.

Als Zahlungsziele gibt es heute verschiedene Möglichkeiten. Viele Unternehmen wünschen den Zahlungseingang per sofort beziehungsweise innerhalb von ein oder zwei Wochen. Noch vor wenigen Jahren war es lukrativ, mit der Möglichkeit eines Skontos einen vorzeitigen Zahlungsausgleich zu erreichen. Wurde die Rechnung bis zu einem bestimmten Datum bezahlt, durfte sich der Kunde einen bestimmten Prozentsatz des Betrages einbehalten. Heute ist ein vorheriger Skontoabzug kaum noch üblich.

Die Fakturierung der Rechnungen in die Hände eines externen Dienstleisters legen

Für die Buchhaltung ist eine Vielzahl an Software vorhanden

Immer häufiger wählen Unternehmen die Möglichkeit, das Fakturieren der Rechnungen in die Hände eines externen Dienstleisters oder ein Inkassobüro zu legen. Damit sparen sie erhebliche Personalkosten beziehungsweise können sie ihre Mitarbeiter mit speziellen, für das eigene Unternehmen gedachten Aufgaben betrauen.

Heute sind auf dem Markt eine Vielfalt professioneller Buchhaltungsprogramme zu haben, die eine einfache und effiziente Rechnungsbearbeitung möglich machen. Die teilweise automatisch ablaufenden Prozesse können genauso gut von einem externen Dienstleister erledigt werden. Diese Dienstleister übernehmen dabei auch das Mahnwesen und das Forderungsmanagement.

Der Unterschied von Vorfakturierung und Nachfakturierung

Zwei Begriffe sind bei der Fakturierung besonders wichtig: die Vor- und die Nachfakturierung. Bei der Vorfakturierung werden dem Kunden Rechnungen für eine Ware oder Dienstleistung bereits vor dem Erhalt vorgelegt. Die Nachfakturierung ist dann entsprechend die Vorlage der Rechnung nach dem Erhalt der Ware oder Dienstleistung.

Die Vorfakturierung hat den Zweck, den Geldbetrag beispielsweise mittels Vorkasse zu erhalten. Unternehmen nehmen diese Möglichkeit in Anspruch, wenn es sich beim Kunden beispielsweise um einen Neukunden handelt, dessen Zahlungsverhalten unbekannt ist.

Was ist ein Sachkonto?

Bei einem Sachkonto handelt es sich um ein Konto, auf dem man Buchungen der Jahresabschlussbuchungen und des laufenden Geschäfts vornimmt.
In einem Betrieb gibt es keine gesetzliche Regelung, welche die Anzahl von erforderlichen Sachkonten betrifft. Die Anzahl hängt vom Umfang und der Größe eines Unternehmens ab. Vor allem der Grundsatz der Übersichtlichkeit in der GoB erfordert es, zahlreiche Sachkonten zu führen. Die Konten müssen eine detaillierte Gliederung aufweisen.

Sachkonto und GoB

Sachkonto

Sachkonten sind ein buchhalterisches Thema

Bei der Erstellung eines Sachkontos müssen Sie sich an die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) halten. Jeder, der zur Buchführung verpflichtet ist, unterliegt dieser Pflicht. Die Regelungen zum GoB leiten sich aus dem Handelsrecht ab. Der Paragraph § 238 Abs. 1 HGB besagt, dass jeder Kaufmann seine Bücher führen muss. Er ist dazu verpflichtet, in seiner Buchführung die Vermögenslage und seine Handelsgeschäfte nach GoB darzustellen. Ebenfalls ist es erforderlich, den Jahresabschluss den GoB entsprechend aufzustellen. Natürlich gelten diese Bestimmungen auch für einen Konzernabschluss und eine Kapitalgesellschaft. Um verschiedene Vereinfachungsverfahren wie beispielsweise Bewertungs– oder Inventurvereinfachungsverfahren anzuwenden, muss man ebenfalls die GoB beachten.

Im Rahmen der Jahresabschlüsse und der Buchführung besitzen die GoB eine zentrale Bedeutung. In Bezug auf ein Sachkonto spielen die verschiedenen Kriterien, die für eine ordnungsmäßige Buchführung gelten, eine wesentliche Rolle. Die Aufzeichnungen eines Sachkontos müssen beispielsweise vollständig und richtig sein. Außerdem müssen Sie sich an den Grundsatz der Klarheit halten und Ihre Buchführung derartig gestalten, dass sie nachprüfbar und übersichtlich ist. Neben einem Überblick über die verschiedenen Geschäftsvorfälle und die Unternehmenslage ist es erforderlich, im Sachkonto die Geschäftsvorfälle klar verfolgen zu können. Die Buchungen sollten zeitgerecht und geordnet gestaltet sein. Der Wareneingang und Warenausgang muss ordnungsgemäß aufgezeichnet sein.

Sachkonten und Gliederung

Um Sachkonten zu gliedern, sollten Sie von einem Kontorahmen Gebrauch machen. Grundsätzlich bestimmt ein Unternehmen nach seinen speziellen Bedürfnissen die Anzahl der Sachkonten. Um die Vielzahl von Sachkonten zu ordnen, ist die Verwendung von Kontenrahmen allerdings sinnvoll. Mithilfe eines Kontorahmens kann die Buchhaltung schematisch und einheitlich nach einem festgelegten Ordnungssystem arbeiten. Indem man dieses System befolgt, ist auch die Beachtung der GoB vereinfacht.

Ein Kontenplan hilft bei der Übersicht

In einem Kontenplan hält man die in einem Unternehmen geführten Sachkonten fest. Die Zahl der Sachkonten, die nach einem Kontenplan geführt werden, ist wesentlich höher als die im Jahresabschluss ausgewiesenen Posten. Daher ist eine Zusammenfassung der Konto-Salden mit den Jahresabschlussposten wichtig. Man arbeitet auch hier nach einem vorher festgelegten Kontorahmen-System. Je nach Unternehmen oder Branche können die Kontorahmen unterschiedlich gestaltet sein.

In einem Kontorahmen werden die verwendeten Sachkonten im Überblick dargestellt. Die Konten werden jeweils nach bestimmten Kriterien zusammengefasst. Im Bereich der EDV-Buchführung stellt der Kontorahmen eine wichtige Grundlage dar. Es sind auch die Kontostammdaten enthalten. Diese Daten sind für die Steuerung der Datenverarbeitung verantwortlich. Für die Erstellung eines Kontorahmens sind verschiedene Systeme vorhanden.

Vom Programm werden den Kontonummern diverse Kontobezeichnungen automatisch bereitgestellt. Jedoch kann man je nach System diese Bezeichnungen individuell verändern und so auf eine bestimmte Branche abstimmen. Im Kontorahmen sind auch die Funktionen von einzelnen Konten wie beispielsweise Umsatzsteuer-Verarbeitung ausgewiesen. Grundsätzlich können sie systembedingt verändert werden. Bei jeder Veränderung müssen die Anforderungen der GoB beachtet werden. Normalerweise können in einem Kontorahmen auch Informationen über Besonderheiten der Programmtechnik enthalten sein.

Verschiedene Arten von Sachkonten

Sachkonten lassen sich in Untergruppen unterteilen

Sachkonten können in verschiedene Untergruppen unterteilt werden. Bei aktiven Bestandskonten handelt es sich um Vermögenskonten, während passive Bestandskonten Schuldposten darstellen. Erfolgskonten stellen Aufwands- und Erlöskonten dar. Auch Privatkonten mit Neueinlagen und Privatentnahmen zählen zu den Sachkonten. Aktive und passive Bestandskonten hängen mit der Bilanz zusammen. Am Ende des letzten Wirtschaftsjahres dient der jeweilige Bestand als Ausgangspunkt für die Fortführung des Kontos. Über das Eigenkapital fließen die Privat- und Erfolgskonten in eine Bilanz ein.

Aktive Bestandskonten beinhalten beispielsweise auch die Kundenforderungen. Dabei handelt es sich um die Forderungen aus Lieferungen, und Leistungen. Lieferantenverbindlichkeiten werden auch zu den passiven Bestandskonten gezählt. Für einzelne Lieferanten und Kunden werden häufig Personenkonten angelegt. Besonders bei Unternehmen mit verschiedenen Lieferanten und Kunden wird dadurch eine optimierte Übersichtlichkeit erreicht. Falls getrennte Personenkonten geführt werden, finden sich in den Sachkonten nur Vermerke. Es werden nur die Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vermerkt. Das bedeutet, dass in den Sachkonten normalerweise nur die Summen von offenen Lieferantenverbindlichkeiten oder Kundenforderungen ausgewiesen werden. Um die Buchungen von einzelnen Geschäftsvorfällen nachzuprüfen, sind Personenkonten in diesen Fällen erforderlich.

Zusammenfassung

Sachkonten spielen in einem Unternehmen eine wichtige Rolle, da hier die Geschäftsvorfälle und der Jahresabschluss dargestellt werden. Die Anzahl der erforderlichen Konten wird je nach Unternehmenslage ausgewählt. Bei der Buchhaltung muss man sich an die Vorschriften der GoB richten, die ausreichende Transparenz garantieren. Um eine einheitliche Struktur in der Kontoführung zu erreichen, wird ein Kontorahmen verwendet.

Was ist eigentlich ein ERP?

Die Abkürzung ERP steht für Enterprise Resource Planning und bezeichnet auf Deutsch die Ressourcenplanung eines UnternehmensERP ist also eine Unternehmenssoftware mit integrierten Anwendungen für die Bündelung, Steuerung und Interpretation aller relevanten Geschäftsprozesse. Enterprise Resource Planning Systeme integrieren typischerweise alle Bereiche eines Unternehmens in einer Anwendung und Benutzerschnittstelle.

Von Papierkarten zu mobilen Geräten – die Geschichte des Enterprise Resource Planning

Die Geschichte des Enterprise Resource Planning reicht über 100 Jahre zurück. Im Jahr 1913 entwickelte der bei Ford angestellte Ingenieur Whitman Harris ein papierbasiertes Fertigungssystem für die Produktionsplanung. Ziel des Systems war es, wirtschaftlich optimale Bestellmengen (EOQ) zu erreichen. Dieses System war jahrzehntelang der Standard für die Fertigung.

1964 wurde Harris System vom Werkzeughersteller Black and Decker mit einem Großrechner kombiniert. Somit war B & D das erste Unternehmen das eine computergestützte MRP-Lösung (Material Requirement Planning) eingeführt hat. Bis 1983, mit der Einführung von MRP II (Manufacturing Resource Planning), blieb MRP der Standard in vielen Großkonzernen. MRP II bot erstmals Module als zentrale Softwarearchitektur-Komponenten und integrierte Kernkomponenten für die Fertigung, einschließlich Einkauf, Stücklisten, Terminplanung und Vertragsverwaltung.

Eine Unternehmenssoftware für alle Geschäftsprozesse

Geschäftsprozesse lassen sich effizienter planen

Zum ersten Mal wurden verschiedene Geschäftsprozesse in ein gemeinsames System integriertMRP II lieferte eine Vorstellung davon, wie Unternehmen Software zukünftig nutzen können, um Unternehmensdaten auszutauschen und zu integrieren. Mit der Einführung von MRP II waren Unternehmen beispielsweise in der Lage, die Effizienz durch eine bessere Produktionsplanung, geringere Lagerbestände und weniger Ausschuss zu steigern.

Mit der Entwicklung der Computertechnologie in den 1970er und 1980er Jahren wurden ähnliche Konzepte wie MRP II parallel entwickelt. Die neuen Lösungen ermöglichten es, über die Fertigung hinausgehende Geschäftsaktivitäten zu bewältigen, einschließlich FinanzmanagementKundenbeziehungsmanagement und Personalressourcen.

Das bekannteste deutsche Softwareunternehmen, das weltweit zu den führenden Anbietern von ERP-System gehört, ist SAP. Seit etwa 1990 wird diese Art der Unternehmenssoftware als Enterprise Resource Planning bezeichnet und als neue Kategorie von Business-Management-Software angesehen.

Funktionsbereiche von Enterprise Resource Planning Systemen

ERP bietet eine integrierte und ständig aktualisierte Ansicht der wichtigsten Geschäftsprozesse unter Verwendung von gemeinsamen Datenbanken, die von einem Datenbankmanagementsystem verwaltet werden. ERP-Systeme verfolgen die Geschäftsressourcen und den Status der Geschäftsverpflichtungen. Die Anwendungen, aus denen das System besteht, teilen Daten über verschiedene Abteilungen (Fertigung, Einkauf, Vertrieb, Buchhaltung usw.), von denen die Daten auch bereitgestellt werden. Typische Anwendungsmodule in Enterprise Resource Planning Systemen sind:

  • Finance & Accounting mit Finanzbuchhaltung, ForderungsmanagementHauptbuch, Anlagevermögen, Verbindlichkeiten etc.
  • Management Accounting umfasst Budgetierung, Kalkulation, Kostenmanagementaktivitätsbasierte Kalkulation und weitere
  • Human Resources beinhaltet Recruiting, Ausbildung, Dienstpläne, Gehaltsabrechnung, Leistungen, Alters- und Rentenpläne, Diversity Management und mehr
  • Produktionsplanung einschließlich KapazitätsplanungWorkflow-Management, Qualitätskontrolle, FertigungsprozesssteuerungFertigungsprojekteProduktlebenszyklus-Management und Terminplanung etc.
  • Auftragsabwicklung mit Auftragserfassung, Bonitätsprüfung, Preisfindung, Inventur, Versand, Verkaufsanalyse und Reporting, Verkaufsauftragserteilung.
ERP

Mit der Software haben Sie vielfältige Möglichkeiten

weitere Beispiele sind:

  • SupplyChain-Management mit SupplyChain-Planung, Lieferanten-Terminplanung, Einkauf, Inventur, SchadenbearbeitungReklamationsbearbeitung, Lagerhaltung (inkl. Annahme, Einlagerung, Kommissionierung und Verpackung).
  • Projektmanagement umfasst Projektplanung, RessourcenplanungProjektkostenkalkulationProjektstrukturplan, Abrechnung, Leistungseinheiten, Aktivitätsmanagement
  • Customer Relationship Management mit Vertrieb und Marketing, Provisionen, Service, Kundenkontakt, Call Center Support – CRM-Systeme werden nicht immer als Teil von ERP-Systemen betrachtet, sondern als Business Support Systeme (BSS).
  • Datendienste beinhalten verschiedene Self-Service-Schnittstellen für Kunden, Lieferanten und / oder Mitarbeiter

Enterprise Resource Planning von On Premises in die Cloud

Von den 1990er Jahren bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts wuchs die Zahl der Unternehmen, die Enterprise Resource Planning Systeme nutzen, rasant. Immer mehr Unternehmen setzten auf die integrierte Unternehmenssoftware, um beispielsweise Geschäftsprozesse zu rationalisieren oder auch die Datensichtbarkeit zu verbessern. Gleichzeitig stiegen die Kosten für die Implementierung der Systeme. Nicht nur die Hardware und die Software waren kostspielig. Zusätzliche Kosten für kundenspezifische Programmierung, Berater und Schulungen musste man mit einkalkulieren.

Seit Anfang der 2000er Jahre entwickelt sich die ERP-Technologie mit neuen Funktionen wie eingebetteter Analytik hin zu cloudbasierten Lösungen. Hinzu kommt, dass lokal installierte Systeme nicht mit den steigenden Sicherheitsanforderungen oder neuen Technologien wie Smartphones mithalten können.

Cloudbasierte ERP-Systeme bieten eine kostengünstige Alternative zu lokal installierten Systemen, die sowohl die Betriebskosten (OpEx) als auch die Kapitalkosten (CapEx) senkt. Unternehmen müssen beispielsweise bei Cloud-Lösungen weder Software noch Hardware kaufen oder zusätzliches IT-Personal einstellen oder eine kostspielige Infrastruktur unterhalten. Dadurch können Mitarbeiter ihren Fokus von der Verwaltung der IT auf Aufgaben mit einem höherem Mehrwert verlagern.

Cloud Enterprise Resource Planning Systeme für jedes Business

Während die alten Systeme für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) oft zu teuer waren, hat die Cloud diese Barriere aufgehoben. Mit einer SaaS-Lösung können kleinere Unternehmen deshalb dieselbe bewährte Unternehmenssoftware nutzen, die größere Unternehmen seit Jahren verwenden. Eine cloudbasierte Lösung kann schnell implementiert werden. Für kleine und mittlere Unternehmen bietet die Cloud die Flexibilität, schnell neue Benutzer hinzuzufügen und sich ändernde Geschäftsanforderungen zu unterstützen.

Zusammenarbeit verbessern mit modularen Cloud ERP-Systemen

Cloud-Systeme bieten zusätzliche Funktionen

Wenn die Kernarchitektur von cloudbasierten System um integriertes Customer Relationship Management (CRM), SupplyChain Management (SCM), Human Capital Management (HCM) und Enterprise Performance Management (EPM) erweitert wird, verbindet das System beispielsweise alle Anwendungen nahtlos mit einem einzelnen Datenrepository. Ein erweitertes Cloud-ERP-System ermöglicht die Verwaltung aller Abteilungen mit verbesserter Transparenz und Zusammenarbeit, so, als wären sie eine einzelne Organisation.

Darüber hinaus bieten Cloud-Systeme einen nahtlosen Zugriff auf erweiterte Berichtsfunktionen wie Datenvisualisierung und erweiterte Analysefunktionen. Durch den Zugang zu neuen Technologien, wie dem Internet der Dinge (IoT), erhalten Unternehmen ein umfassendes Verständnis der Geschäftsaktivitäten in Echtzeit. Und dies nicht nur im Front-Office, sondern auch in Lagern und Produktionshallen. Dieses Wissen steht den Mitarbeitern auf ihren mobilen Geräten durch soziale Tools zur Verfügung.

Die Vorteile einer ERP-Suite gegenüber Einzelanwendungen

Einer der wichtigen Vorteile moderner Cloud-Systeme ist die einheitliche Lösung oder Anwendungssuite. Im Vergleich zur Bereitstellung isolierter Softwareanwendung, wie Personal- oder Vertriebsautomatisierung oder Fakturierungsprogrammen, bietet eine Softwaresuite den Vorteil einer Komplettlösung.

Eine Suite, die alle wichtigen Geschäftsfunktionen umfasst, integriert betriebliche Prozesse in der gesamten Organisation. Mitarbeiter erhalten einen transparenteren und umfassenderen Einblick in alle Aspekte des Geschäfts. Eine Softwaresuite ermöglicht es Unternehmen zum Beispiel, schnell eine Basis zu schaffen, die den unmittelbaren Bedarf erfüllt und flexibel auf sich ändernde Marktbedingungen reagieren kann.

Server mit Standort USA sind nicht sicher

Enterprise Resource Planning – Datensicherheit in der Cloud

Die Frage nach der Sicherheit der eigenen Daten in der Cloud ist auf jeden Fall für Unternehmen jeder Größe von zentraler Bedeutung. Der vielleicht wichtigste Aspekt ist dabei der Standort der Cloudserver. Nicht in allen Ländern gelten die gleichen restriktiven Datenschutzbestimmungen wie beispielsweise in Deutschland. Stehen die Server in den USA, können die amerikanischen Geheimdienste CIA und NSA sowie die Bundespolizei FBI jederzeit auf die Daten zugreifen.

Der Patriot Act von 2001 berechtigt die amerikanischen Behörden zum Zugriff. Und die Eigentümer der Daten bekommen keine Information über den Zugriff. Dieses Zugriffsrecht gilt gleichermaßen für die Daten von ausländischen Unternehmen wie von Privatpersonen. Maximale Sicherheit für cloudbasierte Enterprise Resource Planning Systeme bieten daher nur Server, deren Standort sich in Deutschland befindet.