Bei Microsoft 365 handelt es sich um ein SaaS-Lösung (Software als a Service) von Microsoft, in der neben verschiedenen Webanwendungen und Onlinediensten auch unterschiedlicher Software-Abonnements enthalten sind. Microsoft365 wurde früher unter dem Namen Office 365 vertrieben. Das Produkt wurde am 21. April 2020 offiziell in Microsoft365 umbenannt. Die Namensänderung wird mit der Tatsache begründet, dass es sich bei dem Produkt längst nicht mehr um eine reine Zusammenstellung unterschiedlicher Office-Dienste wie Word, Excel und PowerPoint handelt.

Allgemeine Informationen zu Microsoft 365

Microsoft365 basiert auf einem Abo-Abrechnungsmodell. Konkret bedeutet das, dass Sie M365 nicht wie gewöhnliche Software-Produkte kaufen und diese dann für immer besitzen, sondern lediglich für einen bestimmten Zeitraum als „Software as a Service“ abonnieren. Das SaaS-Angebot zeichnet sich in erster Linie durch eine Zusammenstellung einer Vielzahl unterschiedlicher Produkte und Services aus, die sowohl als Webanwendungen als auch als lokale Apps zur Verfügung gestellt werden. Das Angebot ist in unterschiedlichen Versionen erhältlich, wobei sich die einzelnen Versionen primär durch ihren Funktionsumfang unterscheiden. Das Kernprodukt des Onlineangebots stellen die Cloud-Versionen des Microsoft Office-Pakets dar. Alle bekannten Produkte des Microsoft Office-Pakets wie beispielsweise Word, Excel, PowerPoint, Outlook oder Exchange Postfach sind in entsprechenden Onlineversionen erhältlich, die sich direkt im Webbrowser ausführen lassen.

Für die Kommunikation im Unternehmen

Um die Webanwendungen von M365 nutzen zu können, sind eine schnelle und stabile Onlineverbindung und ein moderner Webbrowser wie Google Chrome, Microsoft Edge oder Mozilla Firefox nötig. Das Angebot kann in Kombination mit allen aktuellen Windows-, Linux– und MacOS-Versionen genutzt werden. Je nach Abonnement-Typ werden Ihnen zusätzlich Anwendungen und Tools bereitgestellt. Diese umfassen neben den bereits erwähnten Office-Produkten auch andere Services und Werkzeuge, wie beispielsweise Cloud-Speicher und diverse Tools für die Zusammenarbeit und Kommunikation in Unternehmen. Seit Ende April ist im Rahmen von M365 auch ein neues Produkt mit dem Namen Microsoft Editor enthalten. Hierbei handelt es sich um einen auf künstlicher Intelligenz basierenden Stilberater, der Ihre Texte analysiert und Ihnen Verbesserungen zum Schreibstil und Präzision von Formulierungen verschlägt. Das Alleinstellungsmerkmal und der bedeutendste Vorteil von M365 ist, dass Ihnen stets die aktuellsten Versionen von Word, Excel usw. zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus sind die Anwendungen nicht an einen bestimmten Computer gebunden, sondern an Ihr Nutzerkonto. Konkret bedeutet das, dass Sie auf die Webanwendungen und Services der Abo-Suite von unterschiedlichen Computern zugreifen können, ohne die Anwendungen vorher installieren zu müssen. Die Desktop-Anwendungen, die Ihnen im Rahmen Ihres M365-Abonnements bereitgestellt werden, können Sie ebenfalls auf mehreren Computern betreiben. Alle M365-Anwendungen werden für die Dauer Ihres Abos auf dem neusten Stand gehalten. Sämtliche Office-Produkte, die Sie lokal installieren und betreiben, ermöglichen eine lokale Nutzung und Speicherung der Dateien unabhängig von Ihrem Microsoft365-Konto.

Microsoft365 Anwendungen im Überblick

Das Angebot von M365 lässt sich in Webanwendungen sowie in lokal installierbare Software-Produkte unterteilen. Bei den Webanwendungen handelt es sich um Onlineversionen etablierter Microsoft Office-Produkte, wie beispielsweise Office, Excel, Outlook, Teams, OneNote, OneDrive und PowerPoint. Diese Web-Apps können systemunabhängig auf jedem Computer mit Onlineverbindung und Webbrowser betrieben werden, der die jeweiligen minimalen Anforderungen erfüllt. Da Microsoft mit seinem SaaS-Angebot ein beachtlicher Erfolg gelungen ist, hat dies das Interesse anderer IT- und Software-Giganten geweckt, die im Laufe der Zeit eigene SaaS-Lösungen entwickelt und auf den Markt gebracht haben. Neben M365 bieten auch Adobe mit der Creative Cloud und Google mit Google Docs ein vergleichbares Onlineangebot.

Neben dem kostenpflichtigen Abo-Paket stellt Microsoft auch eine kostenlose Version seiner cloudbasierten Office-Anwendungen zur Verfügung. Um diese nutzen zu können, wird lediglich ein Microsoft-Konto benötigt. Im Gegensatz zu den kostenpflichtigen Apps sind diese Versionen jedoch mit einem geringeren Funktionsumfang ausgestattet. Neben den Office-Anwendungen gehört eine Vielzahl unterschiedlicher Services und Apps zum Bestandteil des kostenpflichtigen Angebots. Je nach Abonnement-Typ gehören professionelle E-Mail-Services, SharePont-Online, persönlicher Cloudspeicher, Microsoft Teams und viele weitere Komponenten zum Angebot. In dem lokal installierbaren Software-Paket von sind die Desktop-Ausführungen PowerPoint, Excel, Access, Publisher, Access und InfoPath enthalten. Das lokale Paket können Sie auf allen aktuellen Versionen von Windows und MacOS nutzen.

Vor- und Nachteile im Überblick von Microsoft 365

Obwohl es Microsoft 365 gegenüber dem traditionellen Kaufmodell eine Vielzahl verschiedener Vorteile mit sich bringt, hat ein solches Abo-Modell auch einige Nachteile. Microsoft365 bietet neben den lokal installierbaren Microsoft Office-Applikationen auch zusätzliche Webanwendungen und Onlineservices, die in der Cloud von Microsoft gehostet und betrieben werden. Dies ist insbesondere für Unternehmen vorteilhaft, da auf diese Weise die Kosten für die Implementierung einer eigenen Infrastruktur entfallen. Anwender von Microsoft365 profitieren von dem Cloud-Angebot, indem Sie die Anwendungen geräteunabhängig nutzen können.

Die Lizenz des Pakets ist nicht an einen einzelnen Computer gebunden, sondern vielmehr an das Microsoft-Konto des jeweiligen Nutzers. Je nach Abo-Typ lassen sich die Desktop-Versionen des Microsoft365-Pakets auf mehreren PCs installieren und betreiben. Darüber hinaus haben Sie als Nutzer von Microsoft365 stets Zugriff auf die aktuellen Versionen der bereitgestellten Dienste, sodass Kosten für die Anschaffung neuer Versionen entfallen.

Ein Nachteil von Microsoft365 spiegelt sich in der Tatsache wider, dass nach dem Ablauf Ihres Abos Ihre Nutzungsrechte vorübergehend stillgelegt werden. Sie können zwar auf Ihre lokal gespeicherten Dateien zugreifen, die Microsoft365-Anwendungen können Sie jedoch nicht mehr starten.

Das Unternehmen SolarWinds beschäftigt sich bereits seit zwei Jahrzehnten mit IT Monitoring, Troubleshooting und Fehlersuche in Unternehmensnetzwerken. Viele bekannte Unternehmen nutzen die Dienste und Produkte der Firma, sodass SolarWinds Inc. auf viele loyale Kunden blicken kann. SolarWinds bietet seinen Kunden ein breites Produktportfolio an unterschiedlichen Werkzeugen und Anwendungen für das sogenannten „Unified Infrastructure Management“. Diese Tools vereinfachen den Prozess der Netzwerkadministration und helfen dabei, Fehler schnell und einfach ausfindig zu machen und zu beseitigen.

Allgemeine Informationen zu SolarWinds

Bei der SolarWinds Inc. handelt es sich um ein US-amerikanisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Software-Produkten für die Überwachung und Fehlersuche in unternehmensinternen Computernetzwerken spezialisiert hat. Die Firma wurde 1999 in Tulsa in dem US-amerikanischen Bundesstaat Oklahoma gegründet und hat bereits in den Anfangsjahren mit dem Tool für Network Monitoring „Orion“ große Erfolge feiern können. Im Laufe der Jahre hat das Unternehmen viel in die Entwicklung neuer und die Weiterentwicklung bestehender Produkte und Tools investiert, sodass SolarWinds heutzutage zu den führenden Herstellern von Tools für das Unified Infrastructure Management gehört und Kunden ein breit aufgestelltes Portfolio an performanten Werkzeugen für die Überwachung von Computernetzwerken bietet.

Das Hauptprodukt der Firma ist der SolarWinds Network Performance Monitor, der als direkter Nachfolger des Orion-Monitoring-Tools angesehen wird. Der SolarWinds Network Performance Monitor überzeugt mit einer großen Funktionsvielfalt und ist in erster Linie auf den Einsatz in Unternehmensnetzwerken ausgelegt. Mit SolarWinds können Sie beispielsweise prüfen, ob Ihre Windows- oder Linux-Server ordnungsgemäß funktionieren oder ob ein Switch im Netzwerk ausgetauscht werden sollte. Sollte ein Server oder ein Gerät nicht nach den vorgesehenen Parameterwerten funktionieren, dann wird Ihnen der entsprechende Fehler automatisch angezeigt.

Im Gegensatz zu vergleichbaren Open Source-Monitoring-Lösungen wie zum Beispiel

       Inciga

       Nagios, oder

       Zabbix

handelt es sich bei SolarWinds um kostenpflichtige Software-Produkte. Konkret bedeutet das, dass Sie pro Gerät und Monat einen festen Geldbetrag bezahlen müssen. Der wesentliche Vorteil von SolarWinds gegenüber vergleichbaren Lösungen spiegelt sich in der Tatsache wider, dass Sie damit vor allem auf Windows-Geräten viele administrative Aufgabe an einer zentralen Stelle erledigen können, sodass Sie nicht jeden einzelnen Server manuell bearbeiten müssen.

 Funktionen und Features im Überblick von SolarWinds Produkten

Der SolarWinds Network Performance Monitor überzeugt mit einer großen Funktionsvielfalt. Zusätzlich zu den Basisfunktionen bietet SolarWinds auch einige Add-on-Produkte an, mit denen sich der Funktionsumfang erweitern lässt. Darüber hinaus nutzt die neue Version des Performance Monitors die NPM-Plattform wo Sie zusätzliche Produkte kaufen können, die Sie in Kombination mit dem SolarWinds Network Performance Monitor nutzen können.

Network Performance Monitor: Hierbei handelt es sich um das Hauptprodukt von SolarWinds, der alle anderen Tools für das Netzwerk-Management zu einem zentralen System vereint. Der Netzwerk Performance Monitor wird im Rahmen der Überwachung von Netzwerkausfällen, Verfügbarkeit und Performance eingesetzt. Darüber hinaus wird das Tool auch bei der Fehlersuche und Fehlerbeseitigung verwendet. Der Network Performance Monitor ist mit Instrumenten versehen, um Prognosen über den Gesundheitszustand des Netzwerks und Ratschläge für die Beseitigung von Fehlern zu geben.

VoIP & Network Quality Manager: Der VoIP & Network Quality Manager ist in erster Linie für das Monitoring und die Fehleranalyse bei Performance-Problemen bei VoIP-Produkten zuständig (Voice over IP). Das Tool überwacht kontinuierlich alle wichtigen Parameter wie beispielsweise Jitter, Paketverluste und Latenz, sodass sich die Problemquelle schnell und effizient identifizieren lässt. Eine weitere bedeutende Funktionalität des Tools ist die Möglichkeit, Parameter von QoS (Quality of Service) zu überwachen. Falls diese überschritten werden, wird ein automatischer Alarm ausgelöst. Außerdem wird der Administrator darüber informiert, wo im Netzwerk ein Fehler aufgetreten ist.

NetFlow Traffic Analyzer: Dieses Tool ist für die Überwachung von Datenflüssen zuständig. Der NetFlow Traffic Analyzer benachrichtigt, wenn das Netzwerk eine schlechte Performance aufweist. Mit dem Tool lässt sich eine Vielzahl unterschiedlicher Datenflüsse analysieren. Hierzu gehören sowohl Open Source als auch proprietäre Datenflüsse, wie zum Beispiel Juniper J-Flow, Cisco NetFlow oder IPFIX.

Server and Application Monitoring: Um Administratoren detaillierte Einblicke in die Anwendungs- und Serverebene zu geben, bietet der SolarWinds Network Performance Monitor Unterstützung für die Erweiterung „Server and Application Monitoring“. Dieses  Multivendor-Produkt ist in der Lage, Server und Anwendungen  zu erkennen. Es nutzt die Funktionalitäten und Features, um ein performantes Benachrichtigungs- und Reporting-System bereitzustellen.

Virtualisierungsmanagement: Falls Sie ein performantes Monitoring-Tool für Ihren virtuellen Server benötigen, dann bietet SolarWinds auch dafür eine Möglichkeit. Der integrierte Virtualisierungsmanager hilft Ihnen dabei, Performanceprobleme bei virtuellen Maschinen ausfindig zu machen und diese zu beseitigen. Zu diesem Zweck werden sämtliche Logdateien der Hypervisoren ausgewertet. Darüber hinaus können Sie das Tool nutzen, um virtuelle Maschinen mit zu geringer oder zu hoher Auslastung zu identifizieren, um die VM-Umgebung besser dimensionieren zu können.

NetPath und Storage Ressource Monitor: Mit NetPath können Sie die Netzwerk-Performance von Cloud-Anwendungen überwachen. Auf diese Weise können Sie feststellen, ob Performance-Engpässe im eigenen Netzwerk, beim ISP oder bei dem SaaS-Provider ihre Ursache haben. Bei dem Storage Ressource Monitor handelt es sich um eine erstklassige Möglichkeit, um detaillierte Einblicke in NAS- und SAS-Umgebungen zu gewinnen. Dieses Tool überwacht vordefinierte Parameter, wodurch sichergestellt wird, dass Ihre Storage-Systeme einwandfrei funktionieren.

Immer stärker vernetzte Computersysteme müssen für einwandfreie Funktionsfähigkeit betreut werden. Systemadministratoren können die dafür notwendigen Schritte nur dann setzen, wenn sie genau und aktuell über den Zustand ihres Systems informiert sind. Dazu dient IT-Monitoring, das mit dem Werkzeug Icinga implementiert ist. Damit können Sie Ihr Netzwerk überwachen und auf sich anbahnende Probleme reagieren, bevor diese das Netzwerk ernsthaft beeinträchtigen.

Woher kommt Icinga?

Icinga ist ein Fork des ähnlichen Projekts Nagios und wurde in seiner ersten Version im Jahr 2009 vorgelegt. Icinga Core wurde in C programmiert, verwaltet die Überwachung eines Netzwerks, nimmt die dafür notwendigen Daten entgegen und leitet sie an eine Datenbank weiter. Fünf Jahre später entstand 2014 die neue Version Icinga 2, das neu in der Programmiersprache C++ geschrieben wurde. Der Name bedeutet „durchsuchen“ in der Zulu-Sprache. Icinga 2 ist in mehrerer Hinsicht mit der früheren Version kompatibel, verwendet allerdings eine eigene Konfigurationssyntax.

Die Grundfunktionen von Icinga

Das Programmpaket Icinga übernimmt die System- und Netzwerküberwachung für den Zustand und die Leistung aller angeschlossenen Geräte und ihrer Vernetzung. Icinga bietet einen einfachen Zugang zu den Netzwerkdaten für Administratoren und sofortige Warnungen bei auftretenden Problemen. Das Monitoring umfasst also die verschiedenen Server, zu denen auch Webserver und virtuelle Server gehören und die unter Windows oder Linux laufen können. Des Weiteren werden Switches, Router und die Netzwerkdienste überwacht. Zur Visualisierung der Daten und Ergebnisse steht eine grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung. Die Übermittlung von Nachrichten betreffend akute Probleme wird über verschiedene Kanäle abgewickelt, zu denen E-mail, SMS und HTTP gehören. Das System ist einfach skalierbar, was bei der heute üblichen Wachstumsrate von Netzwerken besonders wichtig ist. Das IT-Monitoring wächst also mit dem Netzwerk und mit jedem neuen angeschlossenen Gerät mit.

 

Zur Überwachung und auch zum Untersuchen von Problemen müssen die Netzwerkdaten gespeichert werden und bei Bedarf dem Systemadministrator zugänglich sein. Für die Speicherung der Logdateien stellt Icinga Schnittstellen für verschiedene Lösungen zur Verfügung, zu denen auch kommerzielle Anbieter wie Splunk gehören. Die Performancedaten liefert Icinga an Tools wie beispielsweise InfluxDB, wofür nur das Aktivieren des entsprechenden Features notwendig ist.

Die Benutzeroberfläche und Bedienung von Icinga

Icingaweb ist das Interface zum Programmpaket, das in einem Webbrowser läuft. Das Layout ist intuitiv und dynamisch gestaltet und deshalb schnell zu erlernen. Die Benutzeroberfläche basiert auf einem PHP Framework. Für Anpassungen sind verschiedene Plug-ins verfügbar, deren Designs für eigene und vom Benutzer definierte Checks angepasst werden kann. Das ganze System Icinga ist konfigurierbar. Seine Funktion ist in wesentlichem Ausmaß auf diese Konfigurationen aufgebaut, da sie erst eine Anpassung des Monitorings an die Bedürfnisse und Probleme eines bestimmten Netzwerks ermöglichen. Sowohl Anfänger als auch erfahrene Systemadministratoren wurden beim Entwurf der Konfigurationsmöglichkeiten berücksichtigt. Die Konfigurationssprache DSL wird zur Beschreibung der zu überwachenden Elemente und der Details des Monitorings eingesetzt. Die entsprechenden Regeln können auf das ganze Netzwerk oder nur auf bestimmte Konfigurationszonen angewendet werden. Diese Konfiguration ist sowohl datei- als auch webbasiert möglich.

Zum ersten Kennenlernen von Icinga wird auf der Webseite ein Demosystem angeboten. Entschließen Sie sich zum Einsatz von Icinga in Ihrem Netzwerk, können Sie für erste Schritte einen Aufwand von einigen Tagen für die Einrichtung vor Ort und die Schulung erwarten. Icinga kann auch barrierefrei benutzt werden und ist also mit einem Screenreader verwendbar. Für Sehbehinderte sind die Farben der Benutzeroberfläche auf ihre Bedürfnisse einstellbar.

Die Technische Möglichkeiten

Icinga wird als Software in quelloffener Form angeboten. Sie können sich also nicht nur von den Funktionsabläufen selbst überzeugen, es lässt sich auch die Sicherheit auf diese Weise überprüfen und wenn Sie wünschen, steht einer Anpassung des Quellcodes nach Ihren Vorstellungen nichts im Wege.

Für die Speicherung und Verwaltung der vom Monitoring generierten Daten sind mehrere Datenbanklösungen verfügbar. Icinga stellt Anbindungen zu MySQL, PostgreSQL und Oracle bereit.

Eine wesentliche Eigenschaft von Icinga ist die Verwendung von Modulen. Diese Erweiterungen lassen sich in das Webinterface integrieren. Fertige Module können ebenso eingesetzt werden wie auch individuell angepasste. Ein wichtiges Beispiel eines Moduls ist der Icinga Director, der als Konfigurationsfrontend für die benutzerfreundliche Verwaltung der Monitoring-Umgebung verwendet werden kann. Dieses Modul ist eine Alternative zu manuell vorgenommener Konfiguration. Es erlaubt die Beschränkung der Rechte verschiedener Benutzer und führt ein Audit-Log über alle von Benutzern gesetzten Schritte. Dieses Modul bietet interessante Möglichkeiten sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Systemadministratoren.

Virtuelle Server finden hier Verwendung. Gerade sie sollten in die Netzwerküberwachung mit einbezogen werden, denn sie stellen eine weitere Abstraktionsebene dar und können bei Fehlfunktionen das Netzwerk schwer in Mitleidenschaft ziehen. Icinga bietet die problemlose Einbindung von virtuellen Servern wie auf VMware und ermöglicht eine Reaktion bei problematischen Vorfällen. Je vernetzter ein System ist, desto wichtiger ist eine Beachtung der Informationssicherheit. Icinga verwendet selbst SSL für alle seiner Verbindungen. Darüber hinaus unterstützt es die Verwendung von SSL, denn es kann alle SSL Zertifikate überwachen und vor ihrem Ablauf eine Nachricht an den Systemadministrator schicken. Damit versäumen Sie keine notwendige Erneuerung Ihrer Zertifikate.

Seamonkey ist ein Paket von Programmen für den Zugang zum Internet. Sie können damit Ihre E-Mail lesen und verwalten, im Internet surfen und mit einem IRC Client chatten. Darüber hinaus werden von Seamonkey noch Werkzeuge für Entwickler wie ein DOM Inspektor angeboten.

Im Gegensatz zu den heute am meisten verbreiteten Browsern und E-Mail Programmen bietet Seamonkey diese Programme in einem Paket an. Dieses besteht neben dem Browser und dem Mailclient auch aus einem Client für IRC und für Newsgroups. Ein technischer Vorteil besteht darin, dass die verschiedenen Teile des Pakets Programme gemeinsam benützen. Dadurch ergibt sich ein geringerer Speicherbedarf und eine schnellere Verarbeitung. Die Software ist quelloffen und gratis, wird aber von einer Entwicklergruppe ständig betreut und regelmäßig in neuen Versionen herausgebracht. Obwohl das Seamonkey Paket ein eigenes Projekt ist, verwendet es viele Programmteile des Webbrowsers Firefox und des Mailclients Thunderbird. Wie diese Programme ist auch Seamonkey für Windows, MacOS und Linux verfügbar.

Wie wird Seamonkey weiterentwickelt?

Diese Entwicklung erfolgt durch freiwillige Programmierer. Es gibt auch eine große Gemeinschaft von Testern, die neue Versionen ausprobieren und die Entwickler mit Berichten über Probleme und Fehler unterstützen. Das Paket Seamonkey ist in 22 Sprachen verfügbar und auch dieser Aufwand an Übersetzungen und Anpassungen wird von interessierten Nutzern geleistet.

Was sind Grenzen und Alternativen zu Seamonkey?

Seamonkey bietet einen Mailclient, aber keinen Mailserver. Der Mailclient bietet Funktionen zu Schreiben, Lesen und Verwalten von E-Mails, benötigt aber eine Verbindung zu einem Mailserver für die Übermittlung. Als Alternative können statt dem Paket auch die separaten Programme Firefox, Thunderbird oder auch Outlook eingesetzt werden. Die für Seamonkey verfügbaren Add-ons zeigen die enge Verbindung zu diesen Programmen, da sie auch für Seamonkey direkt von der Thunderbird Webseite herunterzuladen sind. Eine weitere Alternative zumindest für den Mail Client ist Microsoft Office365.

Gibt es Support für Seamonkey?

Da das Programmpaket von Freiwilligen betreut wird, ist auch der Support von diesen abhängig. Das bedeutet aber keinesfalls, dass er nicht gut erledigt wird. Neben einer Dokumentation in den verschiedenen Sprachen werden ein Forum und auch ein Blog mit Besprechungen neuer Funktionen und Versionen angeboten. Da man mit der quelloffenen Software sehr gut experimentieren kann, ist Seamonkey besonders für fortgeschrittene Benutzer, Entwickler und gewerbliche Nutzer interessant. Das soll andere mögliche Nutzer aber keineswegs abschrecken. Einen Eindruck von den erwarteten Computerkenntnissen vermittelt die Aufforderung, kein Update durchzuführen, sondern eine volle Version neu zu installieren. Fühlen Sie sich unwohl mit solchen Arbeitsschritten, empfiehlt sich eine Unterstützung durch erfahrenere Nutzer.

Was kann der Webbrowser ?

Er bietet einen mit vielen Browsern vergleichbaren Funktionsumfang. Insbesondere können Sie in einem Fenster mit verschiedenen Tabs mehrere Seiten gleichzeitig offenhalten und benutzen. Die Lesezeichen, der Browserverlauf und die Einstellungen können über mehrere Geräte synchronisiert werden, sodass diese Daten Ihnen überall in der neuesten Version zur Verfügung stehen. Ein Data Manager übernimmt die Verwaltung von Cookies und von Zugangsbeschränkungen. Popup Fenster können Sie blockieren, was irritierende Werbung wesentlich reduziert. Der Browser bietet auch die Möglichkeit zum Lesen von RSS Feeds.

Wie sieht der Mailclient aus?

Er unterstützt die Verwendung von mehreren E-Mail-Konten und bietet Tabs und Tags zur übersichtlichen Verwaltung Ihrer Nachrichten. Für die Abwehr von Junk und Spam werden eigene Filter verwendet, die selbständig lernen können und sich an ihre Nutzergewohnheiten anpassen. Damit werden diese Filter nach einiger Zeit immer besser im Herausfiltern der von Ihnen unerwünschten Mails. Antivirus Anwendungen können zur Filterung ebenfalls eingesetzt werden, allerdings stellen E-Mails in dieser Hinsicht kein großes Problem mehr dar.

Welche anderen Funktionen bietet Seamonkey?

Seamonkey bietet auch einen IRC Chat Klienten, der konfigurierbar ist und auch einen eigenen Kanal für Informationen über das Seamonkey Projekt anbietet. An Werkzeugen für Entwickler stehen als Add-ons ein DOM Inspektor und auch ein HTML Editor zur Verfügung. Der DOM Inspektor erlaubt einen strukturierten Zugriff auf HTML- und XML-Daten, die im Browserfenster dargestellt werden.

Als Nutzer von E-Mails sehen Sie meistens nur den Mail User Agent MUA, der zum Schreiben, Lesen und Verwalten von E-Mails dient. Die Weiterleitung der Nachrichten erfolgt durch einen Mailserver mit seinem wesentlichen Bestandteil MTA oder Mail Transfer Agent. Sendmail ist ein solcher Mailserver, der schon lange existiert und der auf den meisten Unix-ähnlichen Betriebssystemen vorinstalliert ist.

Was ist ein Mailserver?

Mailserver sind Programme, die Protokolle zum Austausch von E-Mails ausführen. Sie nehmen die Mails von MUAs entgegen, bereiten sie für die Übermittlung vor und senden sie. Ihr Mailserver hält auch die für Sie eingegangenen Mails zum Download bereit. Um diese Funktion sicherzustellen, muss der Mailserver ständig online sein.

Woher kommt der Mailserver Sendmail?

Die erste Version von Sendmail wurde in den frühen 80er-Jahren an der UC Berkeley als Teil des Unix Typs BSD entwickelt. Seit dem Jahr 2003 wird Sendmail von der Firma Proofpoint betreut. Neue Versionen werden von dieser Firma herausgebracht. Das Unternehmen bietet das für große Organisationen gedachte System Sentrion an und einen Teil davon als Sendmail. Dieser Teil ist immer noch quelloffen und gratis.

Die Installation von Sendmail

Das Programm ist oft bereit vorinstalliert, aber Sie möchten vielleicht eine neuere Version selbst installieren. Das erfolgt genauso wie die Installation jedes anderen Linuxpakets. Auch das Starten des Programms bietet keinerlei besondere Schwierigkeiten.

Anders sieht es mit der notwenigen Konfiguration von Sendmail aus. Das Programm steht im Ruf, dabei besondere Anforderungen zu stellen, was zumindest zum Teil durchaus richtig ist. Diese lassen sich allerdings auf ein beherrschbares Maß reduzieren, wenn einige Punkte beachtet werden.

Ein Grund für die aufwendige Konfiguration ist die Unterstützung von vielen alten Systemen und Protokollen, die heute keine Rolle mehr spielen. Die entsprechenden Optionen nehmen viel Platz in den Handbüchern ein, können aber von den weitaus meisten heutigen Benutzern ignoriert werden. Die Konfiguration wird also einfacher, wenn Sie sich auf das heute Wesentliche beschränken, was nicht nur möglich, sondern sehr empfehlenswert ist.

Der zweite Grund für den höheren Aufwand bei der Konfiguration ist die Verwendung einer eigenen Makrosprache. Mit dieser Makrosprache M4 modifizieren Sie eine geeignete Makrodatei und lassen den M4 Makroprozessor diese Datei für Sendmail verwendbar machen. Neben vielen anderen sind zum Beispiel Makrodateien für die verschiedenen unixoiden Systeme verfügbar. An der Beschäftigung mit den Grundideen der Makrosprache M4 kommen Sie also nicht ganz vorbei. Sendmail bietet aber sehr gute Testmöglichkeiten, mit denen Sie die Funktionsfähigkeit der Konfigurationsdatei überprüfen können.

Die Verwendung von Sendmail

Für das Versenden von E-Mails wird Sendmail direkt von Ihnen oder von Ihrem MUA gestartet. Dabei nimmt Sendmail die E-Mail vom MUA entgegen, formatiert die Adresse, fügt die Header an und versendet die Mail. Sie wird im Speicher gehalten, wenn der Mailserver des Empfängers nicht erreichbar ist und es werden mehrere Zustellversuche unternommen. Erst wenn alle Versuche fehlgeschlagen sind, bekommen Sie eine Fehlermeldung aufgrund der nicht erfolgreichen Zustellung.

Für das Entgegennehmen von E-Mails muss Sendmail als Prozess natürlich im Hintergrund ständig laufen und am Port 25 auf eingehende SMTP-Verbindungen lauschen. SMTP ist das heute üblicherweise verwendete E-Mail-Protokoll.

 

 

Ein MTA ist ein geeigneter Punkt, um Filterung von Spam und Schutz vor Schadprogrammen wie Viren zu implementieren. Auch dazu stehen Werkzeuge in Sendmail zur Verfügung, die ebenfalls entsprechend konfiguriert werden müssen.

Alternativen

Ein oft verwendeter Mailserver ist Microsoft Exchange. Auch er hat mittlerweile durch Skalierbarkeit für große Organisationen und durch besondere Unterstützung der Arbeit von ganzen Benutzergruppen an Komplexität stark zugenommen. Kleinere Unternehmen wollen daher oft keinen eigenen Mailserver betreiben und weichen in die Cloud aus. Eine Möglichkeit dazu ist Microsoft Office365. Diese Lösung beinhaltet auch einen Mailserver, der von Microsoft direkt betreut wird und Ihnen als Kunden über Webmail zur Verfügung steht.

 

Bei Microsoft Windows handelt es sich ursprünglich um eine von Microsoft entwickelte Benutzeroberfläche, aus der im Laufe der Jahre eine Reihe eigenständiger Betriebssysteme hervorgegangen ist. Windows-Betriebssysteme kommen in erster Linie auf PCs (Personal Computer) und Servern zum Einsatz. Darüber hinaus existieren auch spezielle Versionen für Embedded Devices wie Kassensysteme, Messgeräte sowie Varianten für Smartgeräte wie Smartphones und Tablets.

Entwicklungsgeschichte

Das US-amerikanische Unternehmen Microsoft entwickelte ursprünglich keine Betriebssysteme, sondern seit Mitte der 1970er-Jahre BASIC-Anwendungen für unterschiedliche Computersysteme. Erst im Jahr 1981 mit dem Marktstart der ersten Version von MS-DOS stieg Microsoft in das Betriebssystemsegment ein. Im Rahmen von MS-DOS wurde das System ausschließlich mit Kommandobefehlen bedient. Die Befehlssyntax war relativ kompliziert und erforderte eine Einarbeitung, sodass ein intuitives Arbeiten dadurch nicht möglich war. Zu den Computern, die bereits damals mit einem Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche ausgestattet waren, zählten der 1979 erschienene Xerox Alto sowie Lisa und Macintosh von Apple, die einige Jahre später veröffentlicht wurden.

Diese grafischen Systeme wurden von eingefleischten Microsoft-Fans belächelt und als sinnlos bezeichnet. Der Microsoft-Gründer, Bill Gates, erkannte allerdings schon früh das enorme Potenzial grafischer Benutzeroberflächen und startete ein neues Projekt mit der Bezeichnung „Interface Manager“. Die übrigen Microsoft-Gründer unterstützen dieses Projekt, waren jedoch mit dem Namen unzufrieden, sodass das Projekt schließlich in Windows umbenannt wurde. Mit der Entwicklung von Windows hatten die Microsoft-Gründer Paul Allen, Steve Ballmer und Bill Gates die einflussreichste Zusammenarbeit in der Geschichte moderner Softwareentwicklung gestartet.

 

Im Laufe der Jahre wurde das Betriebssystem kontinuierlich weiterentwickelt und durch neue Funktionen und Features ergänzt. Windows hatte immer starke Konkurrenz, die entweder kostenlos erhältlich war oder ein besseres Gesamtpaket bot. Zahlreiche Linux-Distributionen wie beispielsweise

–       Debian

–       Ubuntu

–       CentOS

kamen im Laufe der Jahre auf den Markt, konnten sich jedoch gegen Windows nie richtig durchsetzen und führen heute noch ein Nischendasein. Im Gegensatz zu Linux, wo das eigentliche Betriebssystem vom graphischen Fenster-Manager getrennt ist, bekommt man von Microsoft das eigentliche Betriebssystem sowie den Fenster-Manager (also die graphische Oberfläche) im Bundle. Kein anderes Betriebssystem konnte eine so große Bekanntheit wie Windows erlangen und ist so vielen Nutzern weltweit bekannt oder besitzt einen derart starken Marktanteil. Microsoft hat sich diese Position als Branchenprimus durch kontinuierliche Veröffentlichungen neuer Versionen gesichert, die die Vorteile moderner Hardware und Technik voll unterstützen und ausnutzen.

Die bedeutendsten Windows-Versionen im Überblick

Windows 1.0

Die erste Windowsversion wurde 1983 in einer Testversion der breiten Öffentlichkeit präsentiert und zwei Jahre später 1985 veröffentlicht. Bei Windows 1.0 handelte es sich grundsätzlich um ein Programm, das auf MS-DOS lief. Das Release war für Microsoft ein Start mit erheblichen Hindernissen, da das Betriebssystem äußerst instabil lief. Durch das innovative „Point-An-Click-Konzept“ war Win 1.0 jedoch auch für Einsteiger leicht nutzbar. Das benutzerfreundliche Konzept des Betriebssystems ermutigte auch neue Anwender, die von der Steuerung per Befehlszeile eventuell überfordert waren, einen Personal Computer zu nutzen.

Windows 95

Im Jahr 1995 brachte Microsoft das Betriebssystem Windows 95 auf den Markt, das sich binnen kürzester Zeit zu einem enormen Verkaufserfolg entwickelte und den endgültigen Durchbruch für Microsoft einläutete. Windows 95 brachte einer großen Menge von Menschen weltweit Computer und das Internet näher. Das Betriebssystem machte den oft komplizierten Prozess der Installation neuer Hardware durch „Plug and Play“ wesentlich einfacher. Des Weiteren brachte Win 95 einen breiteren Farbraum, bessere Multimedia-Möglichkeiten und native Unterstützung für TCP/IP-Netzwerke. Die DirectX-Runtime ermöglichte zudem, dass auch grafisch anspruchsvolle Spiele auf Windows ausgeführt werden konnten.

Windows XP

Mit Windows XP brachte Microsoft im Jahr 2001 die erste auf der NT-Architektur basierte Version auf den Markt, die in erster Linie auf die Anforderungen und Bedürfnisse von Endnutzern ausgerichtet war. Windows XP wird von vielen Nutzern und Kritikern als die beste Windowsversion angesehen und wurde damals dementsprechend hoch bewertet. Das Betriebssystem brachte eine verbesserte Optik und bot eine äußerst stabile Plattform. Mit dem Betriebssystem wurde auch das Ende der DOS-Ära endgültig eingeläutet. Die neue DirectX-Version ermöglichte bei 3D-Spielen Effekte, an die OpenGL nicht heranreichte. Windows XP bot zudem Unterstützung für 64-Bit-Prozessoren. Dieses Feature war jedoch nicht gut umgesetzt und wurde erst mit dem Service Pack 2 verbessert. Darüber hinaus kam mit Windows XP erstmals die hauseigene Antivirensoftware „Windows Defender“ zum Einsatz.

Windows 10

Windows kündigte am 30. September 2014 offiziell Windows 10 an. Microsoft läutete mit der 10er-Version ein neues Veröffentlichungs-Modell an, sodass Windows 10 die letzte Windowsversion nach dem traditionellen Versionsmuster sein sollte. Stattdessen sieht man Windows 10 eher als eine „digitale Dienstleistung“. Nutzer von Win 10, die eine gültige Lizenz besitzen, sollten nicht nur Patches bekommen, sondern auch neue Funktionen, die im Rahmen von großen Feature-Updates ausgeliefert werden.

Plattform

Microsoft verfolgt mit dem Windows-Betriebssystem das Konzept, eine möglichst kompatible Plattform für Anwendungen aller Art zu sein. Dies wird über die Win32-API realisiert und deren zahlreichen Erweiterungen. Das Betriebssystem ist seit seiner ersten Version eine sogenannte „offene Plattform“. Konkret bedeutet das, dass jeder Entwickler ohne Einschränkungen Anwendungen für Windows entwickeln und vertreiben kann. Eine explizite Erlaubnis seitens Microsoft ist nicht nötig. Im Laufe der Jahre hat sich Windows zu einer äußerst stabilen Plattform entwickelt und kommt mittlerweile auf ca. 90 Prozent aller Desktop-PCs zum Einsatz. Microsoft ist im Laufe der Jahre auch deshalb zum Branchenprimus geworden, weil die Abwärtskompatibilität der Windowsplattform jahrelang die höchste Priorität bei der Entwicklung neuer Versionen hatte. Eine solche stabile Plattform bietet Anwendungsentwicklern den entscheidenden Vorteil, dass Programme nicht für jede einzelne Windowsversion angepasst werden müssen, sondern Microsoft für die Kompatibilität verantwortlich ist.

Sicherheit von Windows

Der wesentliche Nachteil eines so weit verbreiteten Betriebssystems spiegelt sich in der Tatsache wider, dass bei Windows regelmäßig Sicherheitslücken entdeckt werden, die von Cyberkriminellen ausgenutzt werden, um Angriffe zu starten. Mit Windows 10 sind die Sicherheitsrisiken jedoch, wegen der intensiven Weiterentwicklung interner Sicherheitsmechanismen deutlich zurückgegangen. Obwohl neue Windowsversionen mit einer hauseigenen Antivirensoftware ausgestattet sind, ist es aus Sicherheitsgründen dennoch empfehlenswert, einen leistungsstarken Virenscanner wie ESET zu nutzen.

Cyberkriminelle weichen inzwischen immer öfter auf Sicherheitslücken in Drittprogrammen aus. Das jüngste Beispiel hierfür ist eine schwere Sicherheitsschwachstelle bei der Videokonferenz-Anwendung Zoom. Durch die Ausnutzung dieser Sicherheitslücke können Hacker an das Admin-Passwort der Opfer gelangen. Theoretisch könnten so Hacker auch Malware und andere Schadsoftware auf den Rechnern ihrer Opfer unbemerkt herunterladen und ausführen, was katastrophale Folgen nach sich ziehen würde.