Früher war 3DES eine der bekanntesten und beliebtesten Formen der Verschlüsselung. Der Verschlüsselungsalgorithmus basiert auf dem für die US-Regierung entwickelten DES-Algorithmus, den ab den 1980er-Jahren so gut wie alle Hersteller in ihren Programmen hatten.

3DES – Definition

Bei 3DES handelt es sich um einen Verschlüsselungsalgorithmus. Obwohl es offiziell als Triple Data Encryption Algorithm (3DEA) bekannt ist, wird dieser Verschlüsselungsalgorithmus am häufigsten als 3DES bezeichnet. Dies liegt daran, dass der 3DES-Algorithmus die DES-Verschlüsselung (Data Encryption Standard) dreimal verwendet, um zu sichernde Daten zu verschlüsseln.

DES ist ein Symmetric-Key-Algorithmus, der auf einem Feistel-Netzwerk basiert. Als symmetrische Key-Verschlüsselung wird dabei derselbe Schlüssel sowohl für die Verschlüsselung als auch für die Entschlüsselung verwendet. Das Feistel-Netzwerk macht diese beiden Prozesse nahezu identisch, was zu einem Algorithmus führt, dessen Implementierung effizienter ist.

DES hat sowohl eine 64-Bit-Block- als auch eine Schlüsselgröße, in der Praxis gewährt der Schlüssel jedoch nur 56-Bit-Sicherheit. 3DES wurde aufgrund der geringen Schlüssellänge von DES als sicherere Alternative entwickelt. In 3DES wird der DES-Algorithmus dreimal mit drei Schlüsseln ausgeführt. Er wird jedoch nur als sicher angesehen, wenn drei separate Schlüssel verwendet werden.

Triple DES verschlüsselt die Eingabedaten dreimal. Die drei Schlüssel werden dabei mit k1, k2 und k3 bezeichnet. Diese Technologie ist im Standard von ANSIX9.52 enthalten. Triple DES ist abwärtskompatibel mit regulärem DES.

3DES ist vorteilhaft, da es eine erheblich größere Schlüssellänge hatals die meisten anderen Verschlüsselungsmodi. Der DES-Algorithmus wurde jedoch durch den Advanced Encryption Standard des National Institute of Standards and Technology (NIST) ersetzt. Somit gilt 3DES nun als veraltet. Software, die für ihre Kompatibilität und Flexibilität bekannt ist, kann problemlos für die Triple-DES-Integration konvertiert werden. Daher ist diese Form der Verschlüsselung möglicherweise nicht annähernd so veraltet, wie von NIST angenommen.

Die Geschichte der 3DES-Verschlüsselung

Da 3DES von DES abgeleitet ist, ist es am besten, zuerst den früheren Standard, DES, zu erklären. In den 1970er-Jahren suchte das National Bureau of Standards (NBS – inzwischen in NIST umbenannt) nach einem Algorithmus, der als Standard zur Verschlüsselung sensibler, aber nicht klassifizierter Regierungsinformationen verwendet werden konnte.

Die NBS akzeptierte Vorschläge für einen Standard, der ihren Anforderungen entsprach, aber keiner der Kandidaten aus der ursprünglichen Runde setzte sich durch. Es wurden weitere Einsendungen entgegengenommen, und diesmal schickte IBM einen von seinem Team entwickelten Algorithmus durch. Die Vorlage wurde von der Luzifer-Chiffre abgeleitet, die Horst Feistel entworfen hatte.

1975 wurde der IBM-Algorithmus von der NBS als vorgeschlagener Datenverschlüsselungsstandard veröffentlicht. Die Öffentlichkeit wurde gebeten, sich zu dem Entwurf zu äußern, der einige Kritik hervorrief. Einige prominente Kryptografen behaupteten zum Beispiel, die Schlüssellänge sei zu kurz.

Zu der Zeit dachten viele in der kryptografischen Community, dass die National Security Agency (NSA) das Projekt sabotiert und sich eine Hintertür eingebaut hatte, so dass es die einzige Agency sein würde, die DES brechen könnte. Dieser Verdacht konnte jedoch nie bewiesen werden.

Trotz der anfänglichen Fragen zur Sicherheit des Algorithmus und zur Beteiligung der NSA wurde der IBM-Algorithmus 1976 als Datenverschlüsselungsstandard anerkannt. Er wurde 1977 veröffentlicht und 1983, 1988 und 1993 als Standard bestätigt. Die Notwendigkeit eines neuen Algorithmus wurde mit der Weiterentwicklung der Technologie und der Zunahme potenzieller Angriffe verstärkt.

3DES in der heutigen Zeit

Verschiedene Hackerangriffe zeigten, dass es weniger schwierig war, den Algorithmus zu brechen, als bisher angenommen. Im Jahr 1998 war Distributed.net in der Lage, DES innerhalb von 39 Tagen zu knacken.

Anfang 1999 hatte die Electronic Frontier Foundation mit Deep Crack die Zeit auf etwas mehr als 22 Stunden verkürzt.

Ein neuer Algorithmus wurde dringend benötigt. Dies war ein Problem, da es mehrere Jahre dauern würde, bis sich NIST mit dem Algorithmus, der zum Ersatzstandard wurde, dem Advanced Encryption Standard (AES), befasste.

Während die Verschlüsselung mit AES beschlossen wurde, wurde 3DES als Notlösung vorgeschlagen. Dabei wird der DES-Algorithmus dreimal mit drei separaten Schlüsseln ausgeführt. 1999 wurde DES erneut bestätigt, jedoch mit 3DES als idealem Algorithmus. Normales DES war nur in wenigen Anwendungen zulässig.

3DES entwickelte sich zu einem weit verbreiteten Verschlüsselungsalgorithmus, derheutzutage aufgrund seines hohen Ressourcenverbrauchs und seiner Sicherheitsbeschränkungen in den meisten Anwendungsfällen durch AES ersetzt wurde.

Schadsoftware und heimtückische Websites erkennen Sie nicht mit dem bloßen Auge. Auch Angriffe von Hackern können nicht einfach so und ohne eine im Hintergrund laufende Unterstützung abgewehrt werden. Hier kommt der Virenscanner ins Spiel, der sich auf jedem PC und Smartphone befinden und neben der Firewall zusätzlich vor Eindringlingen auf einem Computer oder dem Server schützen soll.

Definition Virenscanner

Grundsätzlich werden Virenscanner in drei verschiedene Arten, abhängig von ihrer Funktion unterteilt. Es gibt manuelle Scanner, Echtzeitscanner und Onlineprogramme zur Aufspürung und Unschädlichmachung von Schadware. Jeder Virenscanner dient unabhängig seiner häufig implementierten Zusatzfunktionen dazu, Würmer, Trojaner und Viren aufzuspüren und diese in die Quarantäne zu verschieben oder durch Löschung unschädlich zu machen. Antivirus-Programme sperren Hacker aus und sind neben der Firewall essenzielle Schutzmechanismen für die sensiblen Daten auf Servern und Computern. Der Begriff Virenscanner ergibt sich aus der Funktion des Programms, das bestenfalls automatisch im Hintergrund läuft und den PC kontinuierlich nach Schadware scannt.

Anwendungsbereiche von Virus-Scannern

Ein Antivirus-Programm ist für Heimanwender ebenso wichtig wie für Firmen. Viren oder Mal- und Spyware gefährden die Funktionalität Ihres Computers und stellen die digitale Sicherheit durch das Ausspähen und Abgreifen von Daten in Frage. In den letzten Jahren haben sich immer mehr Virenscanner-Hersteller darauf konzentriert, künstliche Intelligenz einzubauen und auf diesem Weg die Entdeckung und Unschädlichmachung von Schadware zu beschleunigen. Noch vor einigen Jahren brauchte ein Virenprogramm bis zur Lösungsfindung meist einige Tage, was in der heutigen schnelllebigen Zeit unverhältnismäßig wäre. Ältere Scanner beschäftigten sich mit der Suche nach bekannten „Verhaltensmustern“ von Websites und nahmen die Einordnung in sicher und unsicher anhand dieser Faktoren vor.

Heute arbeitet der Virenscanner mit Analysen, die sich nicht auf bekannte Muster, sondern auf das tatsächliche Verhalten einer Website oder Software in Echtzeit beziehen. Schadware, aber auch Sicherheitslücken und Bugs werden aufgespürt und können nach der Verschiebung ins Quarantäneverzeichnis entfernt werden.

Die verschiedenen Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit Virenscannern

Wenn Sie sich intensiv mit Virenscannern beschäftigen, wird Ihnen der Begriff Vulnerability häufiger vor Augen geführt. Die Bezeichnung wird in verschiedenen Bereichen verwendet und steht für die Wunde, beziehungsweise die Verwundbarkeit. PC-Technik und Serverschutz mit geringer Vulnerabilität, also mit einem minimalen Verwundungsrisiko bieten Ihnen die beste und der Datenschutzgrundverordnung entsprechende Sicherheit. Im Kontext zu Sicherheitslücken taucht der Begriff Exploit auf. Exploits sind kleine Programme von Hackern. Sie spüren Schwachstellen in Software und auf Computern auf. Für einen effektiven Rundumschutz sollte Ihr Antivirus-Programm daher nicht nur konventionelle Schadware aufspüren, sondern sich vollumfänglich für die Sicherheit im Internet und die Sicherheit Ihrer Daten einsetzen lassen. Beim effektiven Schutz für Unternehmen muss man auf komplexere und geräteübergreifende Lösungen setzen.

Antivirus-Lösungen für Firmen

Zwei essenzielle Faktoren spielen bei der Entscheidung für einen Virenscanner eine übergeordnete Rolle. In größeren Firmen werden Programme bevorzugt, die man unkompliziert zentral installieren und auf gleichem Weg verwaltet. Dabei sollte der Virenscanner kostenlos und äußerst effektiv sein. Die Einzelinstallation und Updates über jeden einzelnen Computer wären zu aufwendig. Sie würden obendrein innerhalb des Systems Lücken und damit die Gefahr von Eindringlichen von außen begünstigen. Zentrale Lösungen mit Management-Option sind für Firmenkunden die beste Lösung. Es gibt verschiedene renommierte Hersteller von Antivirus-Software, die kostenlose Komplettlösungen für Unternehmen anbieten.

Bei ESET nennt sich die Lösung ESET Remote Administrator (kurz ERA) und ist eine kostenlose Möglichkeit für Firmen, sich umfassend vor Schadware und den damit verbundenen Sicherheitsrisiken und Kosten zu schützen. Die Ausrichtung des Managements hängt davon ab, wie viele Geräte Sie mit einem Virenscanner überwachen und von Sicherheitsrisiken befreien möchten.

Der Virenscanner muss zum Risiko passen

Bei der Auswahl eines Virenscanners sollten Sie als gewerblicher Anwender mit Kompetenz und einer realistischen Einschätzung Ihrer Risiken vorgehen. Fakt ist, dass ein Scanner für Trojaner und Würmer heute nicht mehr ausreicht und mehr Schadware durchlässt als stoppt. Da die Kombination von Scanner häufig zu Kompatibilitätsproblemen führt, sollten Sie sich für eine Software entscheiden. Arbeiten Sie mit sensiblen Daten im Kundenverkehr, ist ein besonders umfangreicher Schutz notwendig. Wenn Sie sich für einen Virenscanner entscheiden, prüfen Sie vorab die Updates für die stetige Aktualisierung und Anpassung auf neue Risiken.

Bei einem Exploit handelt es sich um ein Computerprogramm, das Sicherheitslücken von Software-Produkten aufzeigt und deren Ausnutzung ermöglicht. Sie stellen potente Werkzeuge für Hacker und Cyberkriminelle dar, um in geschützte Computersysteme einzudringen, um Datendiebstahl und ähnliche illegale Aktivitäten zu begehen. Exploits können jedoch auch bei der Beseitigung von Schwachstellen genutzt werden.

Allgemeine Informationen

Exploits stellen systematische Wege dar, um aufgrund von Schwachstellen in Form von Programmierfehlern der Software in Computersysteme und Netzwerke einzudringen. Dabei kann es sich sowohl um rein theoretische Beschreibungen der Sicherheitslücke (Proof of Concept), als auch um ausführbare Programme zur direkten Ausnutzung der jeweiligen Sicherheitslücke handeln. Für Hacker und andere Cyberkriminelle sind sie wichtige Tools, um unbefugten Zugriff auf ein Computersystem zu erlangen und dieses nach persönlichen Wünschen zu manipulieren. Darüber hinaus werden Exploits eingesetzt, um Sicherheitsschwachstellen genau zu dokumentieren und für deren Beseitigung mittels Software-Updates und -Patches zu sorgen. In vielen Fällen machen sich Exploits sogenannte „Pufferüberläufe“ (Buffer Overflow) zunutze. Dabei handelt es sich um Programmierfehler, die es ermöglichen, Programmcode in einem nicht dafür vorgesehenen Bereich des Arbeitsspeichers auszuführen, um beispielsweise Adminrechte oder Zugriff auf geschützte Dateien und Ordner zu erhalten. Viele nutzen zudem schlecht programmierte Schnittstellen aus, mit denen eigene Codefragmente zur Ausführung gebracht werden können.

Bedeutung für Netzwerk- und Systemsicherheit

Durch den Einsatz gängiger Exploits können Computersysteme und Netzwerke auf Schwachstellen geprüft werden. Falls bereits Patches und Updates für bekannte Sicherheitslücken installiert sind, kann mit den entsprechenden Exploits die Wirksamkeit dieser Updates verifiziert werden. Neben einzelnen gibt es auch sogenannte „Exploit-Pakete“, die eine Vielzahl unterschiedlicher Schwachstellen in einem einzelnen Programm sammeln. Ein System lässt sich auf diese Weise auf eine Großzahl verschiedener Lücken prüfen. Für den Cyberkriminellen erhöht sich jedoch durch den Einsatz solcher Pakete die Wahrscheinlichkeit, dass er in ein System eindringt und dieses manipuliert.

Einteilung von Exploits nach Angriffsart und zeitlichen Aspekten

Abhängig von der eingesetzten Angriffsart und den zeitlichen Aspekten lassen sich Exploits in folgende Kategorien einteilen.

Remote-Exploits sind in erster Linie darauf ausgelegt, Schwachstellen in Netzwerksoftware auszunutzen. Sie basieren auf dem Einsatz manipulierter Datenpakete. Ein lokaler Exploit hingegen wird direkt auf dem Computersystem des Opfers ausgeführt. Eine auf den ersten Blick harmlos wirkende Datei kann beispielsweise mit einem bösartigen Codefragment versehen sein, der beim Ausführen der Datei eine Schwachstelle des Systems ausnutzt. Bei Denial-of-Service-Exploits (DoS-Exploits) wird kein eigener Programmcode auf den angegriffenen Computersystemen ausgeführt, sondern ein solcher Exploit verursacht eine Überlastung der Anwendung. Webanwendungen, die SQL-Datenbanken als Datastore verwenden, sind unter Umständen für Injection-Exploits anfällig. Ein Zero-Day-Exploit ist eine Sicherheitslücke, die erst kürzlich entdeckt wurde und die dem Hersteller des Computersystems noch nicht bekannt ist. Diese Art  ist besonders tückisch. Da sie frühestens beim ersten Angriff auf ein System entdeckt werden kann und für die kein entsprechendes Sicherheitsupdate existiert. Da die Hersteller erst einen Patch für den Exploit entwickeln müssen, erhalten die Angreifer mehr Zeit, um eine größere Zahl von Systemen zu infiltrieren und großen Schaden anzurichten.

Exploits als Hacker Tools

Exploits werden in vielen Fällen zusammengepackt, sodass der Hacker ein System auf eine große Zahl von Sicherheitslücken prüfen kann. Sollten eine oder mehrere Sicherheitslücken entdeckt werden, kommen die entsprechenden Exploits zum Einsatz. Solche Pakete verwenden zudem clevere Verschlüsselungsverfahren wie die sogenannte „Code-Obfuskation“, um es Sicherheitsforschern zu erschweren, ihre Funktionsweise nachzuvollziehen. Zu den bekanntesten und meistgenutzten Paketen gehören:

–     Neutrino: Hierbei handelt es sich um ein russisches Kit, das einige für die Java-Plattform enthält.

–     Nuclear Pack: Dieser  befällt seine Opfer mit PDF– und Java-Exploits und infiziert befallene Computer auch mit dem tückischen Bank-Trojaner „Caphaw“.

–     Blackhole Kit: Hierbei handelt es sich um eine der größten Gefahren des Jahres 2012, die ältere Browser-Versionen von Chrome, Firefox, Safari und Internet Explorer  Millionen von Rechnern infiziert hat.

–     Angler: Bei diesem handelt es sich um eines der hoch entwickelsten Kits, die auf dem Underground-Markt erhältlich sind.

Schutzmaßnahmen

Um sich  zu schützen, sollten regelmäßig veröffentlichte Patches und Updates auf das Computersystem installiert werden. So können Sie sicherstellen, dass der Rechner vor bereits bekannten Exploits geschützt ist und dass Sicherheitslücken geschlossen sind. Es können Firewalls, leistungsstarke Virenscanner, oder Intrusion Detection und Intrusion Prevention Systeme eingesetzt werden, die Hacker-Angriffe rechtzeitig erkennen und ungewollten Datenverkehr aus dem Internet automatisch unterbinden. Das Ausnutzen bisher unbekannter Sicherheitsprobleme durch Zero-Day-Exploits lässt sich jedoch kaum verhindern. Diese Hacker-Angriffe lassen sich nur dann abwehren, wenn bei der Programmierung der Anwendungen hohe Qualitätskriterien beachtet wurden. Durch durchdachte Testverfahren und ein hohes Maß an Sorgfalt können Design- und Programmierfehler bereits während der Entwicklungsphase entdeckt und behoben werden.

Die Begriffe „IT-Sicherheit“ sowie „Informationssicherheit“ werden oftmals fälschlicherweise als Synonyme in unserem täglichen Sprachgebrauch verwendet. Schlimmer noch: Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich in einem Unternehmen falsch Begriffe etablieren und daraus ein ausgewachsenes Verständnisproblem entsteht. Eine klare Abgrenzung von IT-Sicherheit und Informationssicherheit ist daher zwingend notwendig und von international geltenden Standards auch genau so gewollt.

Die Informationssicherheit

Der Begriff Informationssicherheit ist unter Experten wohl die Bezeichnung, welcher an Bedeutung zukommt. Die Bezeichnung orientiert sich sowohl am IT-Grundschutzkatalog des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie der internationale Sicherheitsstandard ISO 27001/27002. Im Vordergrund steht der Schutz von Daten und Informationen in analoger sowie digitaler Form, welche einen Bezug zu personenbezogenen Daten haben. Die IT-Sicherheit wird hierbei letztendlich als ein wichtiger Bestandteil der Informationssicherheit angesehen.

Die wichtigsten IT-Sicherheitsbegriffe

Grundsätzlich besteht die Informationssicherheit unter anderem aus den Schutzwerten der „Vertraulichkeit“, „Integrität“ und „Verfügbarkeit“, um Informationen ein angemessenes Schutzniveau zukommen zu lassen. Im Rahmen einer so genannten (Erweiterten) Bestandsanalyse/Schutzbedarfsanalyse, welche fester Bestandteil des BSI-Grundschutzkataloges sowie der ISO 27001 ist, werden alle IT-Systeme (Räume, Server, Anwendungen, Netzwerkkomponenten, etc.) erfasst und auf die erwähnten Schutzwerte hin in Kombination mit der Bedeutung für das Unternehmen bewertet. Darauf basierend gewinnen sowohl die Geschäftsleitung sowie alle jeweils betroffenen Abteilungen einen sehr genauen Überblick über die vorherrschende Unternehmensstruktur. Darüber hinaus sollte die hier erfassten Daten unbedingt für ein das anschließende Risikomanagement zur Verfügung stehen, um Informationen vor potentiell möglichen Gefahren einer „Akzeptanz“, „Minderung“, oder „Vermeidung“ unterordnen zu können.

 

Grundsätzlich lässt sich also festhalten, dass die Informationssicherheit nicht nur IT-Komponenten, sondern auch technische sowie nicht-technische System in ihrer Grundidee berücksichtigt. Das oberste Ziel ist hierbei in einer so genannten Sicherheitsleitlinie festzuhalten, welche den Schutz vor Gefahren und Bedrohungen sowie wirtschaftlichen Schäden beinhaltet.

Die IT-Sicherheit in Unternehmen

Auch wenn die IT-Sicherheit lediglich einen Teil der Informationssicherheit darstellt, ist sie nicht weniger wichtig und vielmehr als ein notwendiger Baustein für den optimalen Schutz vor Gefahren und Bedrohungen (personenbezogener) Daten und Informationen. IT-Sicherheit beschränkt sich ausschließlich auf elektronisch gespeicherte Informationen sowie IT-Systeme. Oft sind IT-Abteilungen der Auffassung, dass die IT-Sicherheit ausnahmslos dem Schutz des technischen Verarbeitungsvorgangs von Informationen dient. Fakt ist jedoch, dass bei der IT-Sicherheit eine möglichst fehlerfreie und zuverlässige Funktion aller zum Einsatz kommenden IT-Systeme im Mittelpunkt steht.

Unter Berücksichtigung der oben erwähnten Schutzwerte „Vertraulichkeit“, „Integrität“ und „Verfügbarkeit“ beinhaltet die IT-Sicherheit alle hierfür notwendigen Planungen, Maßnahmen sowie Kontrollmechanismen, welche letztendlich dem Schutz der IT-Infrastruktur dienen. Alle IT-Komponenten unterliegen im Idealfall dem Business-Continuity-Management, welches seinerseits die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs zum Ziel hat.

IT-Sicherheit in der Praxis

Im Gegensatz zur Datensicherheit oder Informationssicherheit orientiert sich die IT-Sicherheit nicht nur am Schutz personenbezogener Daten. Vielmehr steht bei der IT-Sicherheit alle Informationen im Fokus, die einem bestimmten Schutzbedürfnis aus der Bestandsanalyse/Schutzbedarfsanalyse unterliegen.

Sicherheit für die internen Systeme

In der Praxis berücksichtigt die IT-Sicherheit in der Regel Desktop-PCs, Tablet und Smartphones sowie Notebooks, welche Mitarbeiter eines Unternehmens zur Erfüllung ihrer Aufgaben erhalten. Zusammengefasst handelt es sich hierbei um Endpoint Security. Im Bereich der Betriebssystemsicherheit sowie Applikationssicherheit spielen, wie die Bezeichnung bereits vermuten lässt, alle auf den Endgeräten installierten Betriebssystem sowie Anwendungen eine wichtige Rolle.

Aufgrund der zunehmenden Komplexität von IT-Systemen gilt es heutzutage als obligatorisch, dass Endgeräte sowie Anwendung weit über das Unternehmensnetzwerk hinaus über das Internet kommunizieren. Dieser Umstand ist ebenfalls ein wichtiger Faktor im Rahmen der IT-Sicherheit, welcher in all seinen Facetten von den Verantwortlichen sowie der Geschäftsleitung in gemeinsamer Abstimmung beleuchtet werden muss.

Bei Mozilla Firefox handelt es sich um einen freien Webbrowser des Mozilla-Projekts, der im September 2002 in einer Betaversion erstmals der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. StatCounter zufolge gehört Firefox mit einem Anteil von 8,8 Prozent an der globalen Internetnutzung neben Google Chrome und Apple Safari zu den meistgenutzten Webbrowsern.

Entwicklungsgeschichte von Firefox

Das Mozilla-Projekt, damals noch unter dem Namen „Phoenix“, wurde von den beiden Informatikern Davy Hyatt und Blake Ross als ein experimentelles Derivat aus dem Programmpaket Mozilla Application Suite ins Leben gerufen. Die Application Suite basierte auf dem Quellcode des legendären Webbrowsers Netscape Communicator, der zu jener Zeit neben dem Microsoft Internet Explorer zu den meistgenutzten kommerziellen Webbrowsern gehörte. Die erste Testversion des Webbrowsers Phoenix 0.1 wurde am 23. September der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Name von Firefox

Mozilla Firefox wurde ursprünglich unter dem Namen Phoenix entwickelt. Dieser Name musste jedoch infolge einer Klage des US-amerikanischen BIOS-Produzenten Phoenix Technologies geändert werden. Der Webbrowser wurde zunächst in Mozilla Firebird und schließlich, aufgrund einer Namensgleichheit mit dem Datenbankmanagementsystem (DBMS) Firebird, mit der Version 0.9 in Mozilla Firefox umbenannt.

Funktionen und Features

Mozilla Firefox nutzt ebenso wie die Mozilla Application Suite den Gecko-Renderer für die Darstellung von HTML-Dokumenten. Die Benutzeroberfläche des Webbrowsers lässt sich durch den Einsatz sogenannter „Themes“ schnell und einfach an die individuellen Anforderungen anpassen. Mit optional erhältlichen Erweiterungen können zudem zahlreiche Funktionen und Features hinzugefügt werden, wie beispielsweise:

–              Werbeblocker

–              Webentwickler-Tools

–              Mausgesten

Firefox bietet volle Unterstützung für Tabbed Browsing. Darunter wird die Darstellung von mehreren Webseiten verstanden, die mit Tabs innerhalb eines einzelnen Anwendungsfensters versehen werden. Ab der Version 4.0 war es zudem möglich, mithilfe der Funktion „Panorama Tabs“ einzelne Tabs nach persönlichen Anforderungen zu gruppieren und diese darzustellen. Aufgrund geringer Nutzung wurde dieses äußerst interessante Feature jedoch wieder mit der Version 45 entfernt. RSS-Web-Feeds wurden ursprünglich in Form von dynamischen Lesezeichen realisiert. Diese Funktionalität wurde mit der Version 64 aus unterschiedlichen Gründen entfernt. Mithilfe von Add-ons lässt sich diese Funktionalität jedoch weiterhin nutzen. Firefox ist aktuell in 86 Sprachen als kostenloser Download erhältlich, darunter auch Deutsch.

Datenschutz und Sicherheit bei Firefox

Firefox bietet seit der Version 3.5 einen sogenannten „privaten Modus“, in dem keine Daten, die während des Surfens entstehen, gespeichert werden. Browserdaten, die im normalen Funktionsmodus entstehen, können nachträglich entweder selektiv oder komplett gelöscht werden. Im privaten Modus blockiert der Webbrowser automatisch alle Inhalte, die eventuell die Nachverfolgungen über verschiedene Websites hinweg ermöglichen könnten. Dazu werden URLs mit einer Liste des Unternehmens Disconnect.Me abgedeckt. Um einen höchstmöglichen Schutz von Phishing– und Malware-Attacken zu bieten, werden alle besuchten Webpräsenzen und heruntergeladene Anwendungsprogramme automatisch mit einer Liste verdächtig gemeldeter Webseiten und Dateien abgeglichen. Diese Liste wird ungefähr halbstündig aktualisiert, sodass für den Abgleich stets die neuesten Informationen verwendet werden. Durch den Einsatz einer in der Skriptsprache JavaScript realisierten Geolocation API können Webpräsenzen über den Webbrowser den Standort des Nutzers bestimmen. Dazu ist jedoch eine explizite Erlaubnis des Nutzers nötig.

Firefox Erweiterungen (Add-ons)

Mit Erweiterungen können Nutzer den Funktionsumfang von Firefox mit zusätzlichen Funktionen und Features anreichern, die nicht vom eigentlichen Webbrowser angeboten werden. Einige dieser Features wurden absichtlich nicht in den Browser integriert, damit er einigermaßen schlank und agil bleibt und das Firefox-Projekt nicht dadurch unnötig kompliziert wird. Bei den Add-ons handelt es sich traditionell um kleine Programme, die in XUL und JavaScript geschrieben wurden. Durch den Einsatz von XUL und JS waren die Add-ons plattformunabhängig. Mit der Veröffentlichung von Firefox 4 wurde eine neue Add-on-Schnittstelle eingeführt, die ausschließlich auf Websprachen wie HTML, CSS und JavaScript setzt und die Installation sowie das Entfernen von Add-ons ohne Neustart des Webbrowsers ermöglichen soll. Ab der Version 48 wurde mit WebExtensions ein neues Erweiterungsformat eingeführt, das eine Kompatibilität zu anderen Webbrowsern ermöglicht.

Im Oktober 2012 wurde unter dem Namen „Firefox Marketplace“ eine Plattform ins Leben gerufen, auf der Firefox-User Anwendungen für ihren Webbrowser herunterladen können. Die Plattform war zunächst lediglich für Nutzer der mobilen Firefox-Version für Android nutzbar, wurde später aber auch für andere Betriebssysteme verfügbar. Der Firefox-Marketplace orientiert sich stark am Chrome Web Store. Alle dort erhältlichen Programme basieren auf offenen Webstandards und sind nicht von der jeweiligen Architektur abhängig.

Spezielle Versionen

Die offiziellen Ausgaben von Mozilla erfordern in der Regel eine vollständige Installation auf dem Zielsystem. Dadurch wird jedoch der rechnerübergreifende Einsatz mit Wechseldatenträgern erschwert, wie beispielsweise USB-Speichermedien, die es u. a. ermöglichen, den Webbrowser mit dem gleichen Profil auf unterschiedlichen Computern zu nutzen. Um dieses Problem zu beheben, wird eine portable Ausgabe von Firefox angeboten. Die Mozilla Firefox Portable Edition wurde so angepasst, dass sie direkt auf einen mobilen Datenträger entpackt werden kann und auf diesem sofort nutzbar ist. Sämtliche sensiblen Daten bleiben dabei auf dem Datenträger und müssen nicht auf der lokalen Festplatte des genutzten Computers gespeichert werden.

Der Firefox-Webbrowser wird von Mozilla auf keine speziellen Prozessoren optimiert. Es existieren jedoch einige inoffizielle Versionen, die auf verschiedene Betriebssysteme und Prozessorarchitekturen optimiert sind. Ein Grund für die Optimierung auf bestimmte Plattformen, sind eine bessere Ausnutzung des vorhandenen Speichers und bestimmter Prozessorbefehle.

Was ist Linux Mint?

Linux Mint ist der Name einer Linux-Distribution, die es in zwei unterschiedlichen Ausgaben gibt. Die Hauptausgabe basiert auf Ubuntu und ist in zwei verschiedenen Versionen erhältlich. Eine zweite Ausgabe, die den Titel Linux Mint Debian Edition (LMDE) trägt, beruht auf der gleichnamigen Linux-Variante. Beide Ausgaben entwickelte Clément Lefèbvre, der sich als Maintainer verantwortlich zeichnet. Wir stellen Ihnen die Entwicklung und das Konzept der Linux Distrubution vor. Dabei gehen wir für Sie auf die Stärken und Schwächen von Linux Mint ein.

Entstehungsgeschichte von Linux Mint

Die Distribution gibt es 2006, als sie aus der Ubuntu-Variante entstand, um beliebte und freie Software besser zu integrieren. Daher bestand Linux Mint von Anfang an nicht nur aus quelloffenen und freien Anwendungen, sondern auch aus nicht-freien Programmen wie beispielsweise Adobe Flash. Außerdem integrierten die Verantwortlichen eine große Anzahl von Multimedia-Codecs in ihre Distribution, so dass zum Beispiel eine Unterstützung für H.264-Videos gegeben ist. Weil sich dieser Ansatz von anderen Distributionen wie Ubuntu unterschied, war Linux Mint sehr erfolgreich.

Ab 2014 entschieden die Entwickler, sich noch stärker auf die Stabilität ihres Betriebssystems zu fokussieren. Daher bestehen die aktuellen Ausgaben der Linux Distribution auf den aktuellen Ubuntu Long Term Support (LTS) Codes. Für die Debian Variante nutzen die Verantwortlichen die Debian Stable Codebasis. Auf diese Weise möchten die Entwickler von Linux Mint eine hohe Stabilität ihres Betriebssystems garantieren.

Zugleich versprachen die Macher, die wesentlichen Desktop-Programme regelmäßig zu aktualisieren. Daher erschien Ende 2014 Linux Mint 17.1, die neue Versionen der wichtigsten Anwendungen brachte. Mittlerweile ist die Distribution bereits in der Version 19.1 erhältlich. Zukünftig dürfte sich der Umfang des Betriebssystems in Form von neuen Varianten der wichtigsten Programme und Codecs stetig erweitern. Doch bereits in der Gegenwart punktet Linux Mint durch größere Programmvielfalt, was sich im Büro und in der Freizeit bemerkbar macht.

Der Umfang

Für ihre Distribution setzen die Verantwortlichen auf eigeneDesktop-Konzepte wie Cinnamon. Durch eigenen Desktop-Umgebungen soll sich die Benutzungsfreundlichkeit deutlich erhöhen. Cinnamon basiert auf Gnome und MATE, an deren Entwicklung die Macher von Linux Mint beteiligt waren. Ihr Betriebssystem ist eine der wenigen Linux-Varianten, die über eine eigene Desktop-Umgebung verfügt. Dadurch unterscheidet sich die Distribution recht deutlich von anderen Ausführungen.

Linux Mint gibt es sowohl in der Hauptausgabe als auch in der LMDE in zwei Versionen. Nutzer können entweder die 32-Bit- oder die 64-Bit-Variante verwenden. Die Installation ist über DVD-Pakete möglich, die jeweils vorkonfigurierte Desktop-Umgebungen beinhalten. Andere Desktop-Varianten lassen sich mittels der Paketverwaltung auch im Nachhinein installieren. Dann entfällt allerdings die wichtige Vorkonfiguration, die eigentlich eine der Stärken von Linux Mint darstellt.

Im Gegensatz zu anderen Linux Distrubitionen wie Ubuntu oder Debian enthält die Mint-Variante von Anfang an die wichtigsten Codecs zur Wiedergabe von DVDs, MP3-Dateien oder DivX-Videos. Plugins für Adobe Flash oder Java sind in den Installationspaketen enthalten. Wichtige Bestandteile der Installationspakete, die in Form von ISO-Dateien erhältlich sind, sind die Desktop-Umgebung sowie die MintTools, die unter anderem das an Windows-Betriebssysteme erinnernde MintMenu enthalten.

Außerdem punktet Linux Minut durch eine große Software-Auswahl. So können Sie die LibreOffice Programme nutzen, um Texte zu schreiben oder Tabellen zu erstellen. Zum Surfen bietet sich der Webbrowser Firefox an, der ebenfalls ein Bestandteil von Linux Mint ist. Die Bearbeitung von Grafiken ist mit der leistungsstarken Software GIMP möglich. Mit der integrierten Rythmbox können Sie unterdessen Audio-Tracks und MP3-Dateien abspielen. Der Video Player übernimmt derweil die Wiedergabe von Videos. Ein PDF-Viewer ist ebenfalls an Bord. Hilfreich sind zudem kleine Tools wie das Notizprogramm oder ein Taschenrechner.

Die Software testen

Nutzer können sich vor einer echten Linux-Installation für einen Test des Betriebssystems entscheiden. Schließlich lässt sich Linux Mint nicht nur auf einer Festplatte installieren, sondern auch als Live-System von einen USB-Stick starten. Zu diesem Zweck besuchen Sie einfach die Website des Anbieters, wo Sie sich für eine Linux Mint Version entscheiden. Nach dem Download der jeweiligen ISO-Datei müssen Sie die Daten so auf einen USB-Stick kopieren, dass ein Bootvorgang möglich ist.

Die Verantwortlichen von Linux Mint empfehlen zu diesem Zweck das Tool balenaEtcher, das für alle gängigen Betriebssysteme erhältlich ist. Wenn die ISO-Datei mit dem Tool auf den Stick kopiert wurde, lässt sich das Betriebssystem von solch einem Datenträger booten. So können Sie die Linux-Distribution in aller Ruhe ausprobieren, bevor Sie sich für oder gegen eine richtige Installation auf einer integrierten Festplatte entscheiden. Dabei testen Sie unter anderem den Desktop, der eine der Stärken von Linux Mint ist.

Mint Desktop im Kurzüberblick

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Startbildschirm von Linux Mint kaum von gängigen Windows-Varianten. Mit einem Klick auf den Startbutton, der sich ganz links in der Leiste befindet, starten Nutzer das Menü. Sämtliche Funktionen erinnern an das Startmenü von Windows, allerdings ist die Anordnung anders. Links oben befinden sich die Favoriten, wozu die Software-Verwaltung und die Systemeinstellungen gehören.

Natürlich lassen sich weitere Programme als Favoriten hinzufügen. Über das Startmenü erreichen Sie ansonsten wichtige Schaltflächen zum Sperren, Abmelden und Herunterfahren. Die Software-Rubriken und die installierten Anwendungen finden sich ebenfalls im Startmenü von Linux Mint.