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MySQL ist ein relationales Datenbank-Management-System, das auf der Structured Query Language (SQL) basiert. Das Datenbank-System ist Open-Source-basiert und mit nahezu sämtlichen Betriebssystem-Plattformen kompatibel. Sie können das System daher unter Windows, Linux, Unix und einigen weiteren Betriebssystemen nutzen. Die Anwendungsmöglichkeiten MySQLs sind sehr vielseitig, doch findet es überwiegend Einsatz in Webseiten, Online-Publikationen sowie verschiedenen internetbasierten Anwendungen.

Überblick und Allgemeines zu MySQL

Die Abkürzung „MySQL“ setzt sich aus den Komponenten „My“ und „SQL“ zusammen. „My“ bezeichnet dabei den Vornamen der Tochter des Mitentwicklers des Datenbank-Systems Michael Widenius. SQL beschreibt die Structured Query Language, eine Datenbank-Abfrage-Sprache, die der Definition relationaler Datenbankstrukturen dient. SQL findet auch Einsatz zur Bearbeitung und für Abfragen von Datenbeständen, die auf diesen Datenbanken basieren.

Als Datenbanksprache baut SQL auf der relationalen Algebra auf. Die Syntax der Sprache SQL orientiert sich semantisch an der englischen Umgangssprache. Die Sprache ist standardisiert durch ein gemeinsames Gremium von ISO und IEC sowie unter Kooperation mit nationalen Normungsgremien (darunter DIN).

Im Internet ist MySQL eines der am häufigsten verwendeten Datenbank-Systeme. In der Generierung dynamischer Webseiten sowie Anwendungen spielt MySQL daher eine wichtige Rolle. Zahlreiche CMS (Content-Management-Systeme) bedienen sich der Technik des Datenbank-Systems, darunter TYPO3 sowie WordPress.

Als Datenbank-System zeichnet sich die Open-Source-Software insbesondere dadurch aus, besonders große Datenmengen schnell verarbeiten zu können. Die hohe Performance kommt unter anderem durch die Art der Datenspeicherung zustande. Mit MySQL werden Daten in einer Art und Weise gespeichert, dass sie einen möglichst geringen Speicherplatz beanspruchen.

SQL und Abfrage-Tools für MySQL

Das Datenbank-System von MySQL lässt sich über die Datenbanksprache SQL (structured query language) ansteuern. MySQL verfügt über keine eigenständige grafische Oberfläche, doch finden Sie verschiedene externe Programme, mit denen sich eine solche realisieren lässt. Sowohl kostenlose als auch kommerzielle Programme ermöglichen eine grafische Darstellung zur Bedienung und Administration des Datenbank-System. Beispiele hierfür sind die Anwendung phpMyAdmin oder die von Oracle heraus gebrachte MySQL Workbench.

MySQL gilt mittlerweile als sehr ausgereift, sicher und vor allem als stabil. Das flexible Datenbank-System ist zudem mit zahlreichen Schnittstellen zu unterschiedlichen Anwendungen ausgestattet und somit weithin kompatibel. Ebenso ist die Bedienung in zahlreichen Sprachen möglich. Auch gilt die Bedienung des Datenbank-Systems als vergleichsweise einfach und selbsterklärend.

Geschichte und Entwicklung MySQL

Ursprünglich begann die Entwicklung des DBMS als Open-Source-Projekt im Jahr 1994. Das schwedische Unternehmen MySQL AB stand unter der Leitung der Entwickler Michael Widenius und David Axmark. Die erste Veröffentlichung erschien im Jahr 1997. Anfang des Jahres 2008 übernahm dann Sun Microsystems das Unternehmen. Sun Microsystems führte die Entwicklung von MySQL fort, bevor noch im gleichen Jahr die Veröffentlichung der Version 5.0 erfolgte. Im Jahr 2010 übernahm Oracle schließlich Sun Microsystems wodurch MySQL zum Datenbankriesen Oracle „wanderte“. Da Oracle im Bereich der kommerziellen Datenbanken neben Microsoft der Haupt-Wettbewerber von MySQL ist, stieg zunächst die Befürchtung, dass durch den Wechsel zu Oracle nun auch MySQL kostenpflichtig wird.

Oracle arbeitet seither fortlaufend an der Verbesserung des Datenbank-Systems. Zahlreiche neue Releases sind seitdem erschienen. Der in den Programmiersprachen C und C++ geschriebene Quellcode des Systems ist frei verfügbar und veränderbar. Für Entwickler ist die kostenlose Nutzung unter der GNU General Public Licence möglich. Für Unternehmen ist es allerdings erforderlich, eine kommerzielle Lizenz bei Oracle zu erwerben.

Aufbau und Funktionsprinzip des Datenbank-Systems von MySQL

Datenbank-Schema unter MySQL

Datenbank-Schema unter MySQL

Das Datenbank-Management-System besteht aus den Komponenten des MySQL-Servers sowie einem oder mehreren Clients. Das System arbeitet demnach nach dem Client-Server-Prinzip. Der Server stellt hierbei das eigentliche Datenbank-Management-System dar. Dem Server obliegen die Aufgaben der Speicherung sowie der Verteilung der Daten.

Innerhalb der Datenbanken liegen die Daten in zweidimensionalen Tabellen vor. In unterschiedlichen Zeilen und Spalten befinden sich hier unterschiedliche Datentypen. Diese umfassen etwa numerische Daten, aber auch Zeichenketten (darunter Text) sowie Datumsformate und Uhrzeiten.

Clients sind imstande, diese Daten über strukturierte Anfragen an die Engine (d.h. den Server) abzurufen. Auf diese Weise ist ebenso eine Bearbeitung dieser Daten möglich. Die Datenbanksprache SQL ermöglicht das Abrufen sowie auch das Verändern, Einfügen und Löschen der Daten.

Das Datenbank-System ist ebenso geeignet, eine größere Zahl verschiedener Datenbanken zu verwalten. Verschiedene Clients können mehrere Anfragen gleichzeitig an diese Datenbanken senden. Der Zugriff auf diese Datenbanken ist in Abhängigkeit ihrer Verwendung sowohl über das Internet als auch über interne Netzwerke möglich.

Die Regelung des Zugriffs auf die Daten erfolgt, indem Clients bzw. deren Benutzer unterschiedliche Rechte erhalten. Über diese Rechte können Sie steuern, auf welche Daten sowie Datenbanken bestimmte Anwender Zugriff erhalten. Zu den möglichen Clients gehören etwa Internet-Anwendungen sowie Kommandozeilen-Programme.

Zur Optimierung der Performance von MySQL Datenbanken lassen sich die Abfrageergebnisse in einem Cache-Speicher zwischenspeichern. Dieser Cache trägt den Namen Query-Speicher. Dieser ist imstande, eine Anfrage unmittelbar zu beantworten, sofern sie mit einer vorherigen Anfrage identisch ist und es in der Zwischenzeit zu keiner Änderung des Datenbestands in der Datenbank gekommen ist.

Kommt es also zu einem späteren Zeitpunkt zu einer gleichen Anfrage, ist eine sofortige Beantwortung aus dem Query-Cache möglich. Es ist entsprechend kein weiterer Zugriff auf die Datenbank erforderlich. Dies hat eine deutliche Entlastung des Servers zur Folge. Infolgedessen steigt die Performance in Form einer schnelleren Verarbeitungsgeschwindigkeit.

Verbreitung und Einsatzgebiete von MySQL

Bei MySQL handelt es sich um das Open-Source-Datenbank-System mit der weltweit größten Verbreitung. Es existieren mehrere Millionen Installationen des Systems. Ein besonders häufiges Anwendungsgebiet MySQLs sind Webserver. In Kombination mit der beliebten Skriptsprache PHP (Hypertext Preprocessor) lässt sich das Datenbank-System für die Datenspeicherung von Web-Services einsetzen.

Ebenso basieren zahlreiche CMS auf der Open-Source-Software. Insbesondere WordPress, TYPO3 oder Joomla nutzen dieses Datenbank-System in Kombination mit PHP als Grundlage.

Als Architektur liegt das Datenbank-System ebenso vielen Webshops zugrunde. Anbieter von Webhosting-Lösungen bieten daher MySQL-Datenbanken in Kombination mit PHP grundsätzlich als Grundausstattung ihrer Webserver an. Auch große Internet-Konzerne wie Google oder Facebook nutzen das Datenbank-System als Grundlage

Nutzung von MySQL in LAMP

Häufig erfolgt die Nutzung von MySQL im Zusammenhang mit LAMP (Linux, Apache, MySQL und PHP). Hierbei handelt es sich um eine Web-Entwicklungsplattform beziehungsweise Infrastruktur, auf deren Basis sich dynamische Webseiten und Webanwendungen entwickeln lassen. Als Akronym steht LAMP für die Komponenten Linux (Betriebssystem), Apache (Webserver), MySQL und PHP. Es existieren auch Kombinationen, in denen sich die Komponenten von dieser Aufstellung unterscheiden. Gelegentlich kommen Python oder Pearl an Stelle von PHP zum Einsatz. Auch andere Betriebssysteme sind möglich. Hierbei kann sich die Bezeichnung der Plattform ändern, beispielsweise zu WAMP beim Einsatz von Windows.

Versionen und Abwandlungen des Systems

Das Datenbank-System liegt sowohl als Open-Source-basierte Software als auch in kommerziellen Varianten vor. Für den Server existieren mehrere Lizenzmodelle, die für je unterschiedliche Anwendungszwecke vorgesehen sind. Für verschiedene Ansprüche können Sie unterschiedliche Lizenzen erwerben.

Es existieren über die regulären Lizenzmodelle hinaus auch abgewandelte Versionen der Datenbank, die als Fork oder Abspaltung bekannt sind. Dazu gehört Drizzle, ein Datenbank-Management-System, deren Entwicklung auf MySQL basiert. Auch Percona Server ist eine Abwandlung des Systems und stellt eine erweiterte Version mit zusätzlicher Funktionalität dar. Zu den Besonderheiten gehört insbesondere eine bessere horizontale Skalierbarkeit gegenüber der regulären Version.

Eine weitere Fork ist MariaDB, ein Community-Projekt. Nach der Übernahme MySQLs durch Oracle hatte sich dieses Projekt von MySQL abgespalten, nutzt aber weiterhin Befehle sowie Schnittstellen von MySQL.

Trivia: Das Delfin Logo von MySQL

Wer mit MySQL zu tun hat, dem ist sicherlich das Logo von MySQL aufgefallen: Ein Delfin. Doch warum ist ausgerechnet ein Delfin das Symbol von MySQL? Aus Sicht der damaligen Entwickler symbolisierte der Delfin bzw. Delfine im Allgemeinen all das wofür MySQL stehen sollte: Delfine sind schnell, intelligent und freundlich.

Mårten Mickos beschreibt die Frage nach dem Symbol von MySQL auf Quora so: „One of the co-founders, Monty, said ‚I like dolphins. They are fast, intelligent and kind. And in groups, they kill sharks.'“ (Auf Deutsch: Ich mag Delfine. Sie sind, intelligent und nett. Und in Gruppen töten Sie Haie“). Einige Jahre später bekam der Delfin sogar einen Namen. Seitdem heißt der Delfin von MySQL „Sakila“.

Weitere Informationen zu MySQL:

Eine Datenbank ist eine organisierte Sammlung von elektronischen Daten. Der physischen Datenbank übergeordnet ist ein Datenbank Management System (DBMS). Das DBMS ist die Software, die mit Endbenutzern, Anwendungen und der Datenbank selbst interagiert, um die Daten zu erfassen, zu analysieren, verwalten oder zu löschen. Zusammen bilden diese beiden Komponenten ein Datenbanksystem (DBS).

Warenwirtschaftssysteme, Enterprise Ressource Planning (ERP) Software und CRM Systeme nutzen Datenbanksysteme im Hintergrund. Datenbanksysteme wie MariaDB und MySql installieren Internet Service Provider standardmäßig für das Hosting von Onlineshops und Content Management Systemen (CMS) wie WordPress oder Joomla.

Der Begriff Datenbank bezieht sich formal auf eine Reihe verwandter Daten und deren Organisation. Der Zugriff auf diese Daten wird normalerweise durch ein Datenbank Management System, abgekürzt DBMS bereitgestellt. Das DBMS ermöglicht Benutzern die Interaktion mit einer oder mehreren Datenbanken und den Zugriff auf die gespeicherten Daten. Aufgrund der engen Beziehung zwischen DBMS und Datenbank wird der Begriff „Datenbank“ häufig verwendet, um sich sowohl auf eine Datenbank als auch auf das DBMS zu beziehen, mit dem sie bearbeitet wird.

Funktionen des Datenbank Management Systems (DBMS)

Die vier Hauptfunktionen eines Datenbank Management Systems sind:

Datendefinition: Erstellen, Ändern und Entfernen von Definitionen, mit der die Organisation der Daten festgelegt wird

Update: Einfügen, Ändern und Löschen der Daten

Abruf: Bereitstellung von Informationen in einer direkt verwendbaren Form oder zur Weiterverarbeitung durch andere Anwendungen. Die abgerufenen Daten können in einer Form zur Verfügung gestellt werden, die im Wesentlichen dieselbe ist, wie sie in der Datenbank gespeichert ist, oder in einer neuen Form, die durch Ändern oder Kombinieren vorhandener Daten aus der Datenbank erzeugt wird.

Administration: Hierzu gehören die Registrierung und Überwachung von Benutzern, Durchsetzung der Datensicherheit, Überwachung der Leistung, Aufrechterhaltung der Datenintegrität, Handhabung der Parallelitätskontrolle und Wiederherstellung von Informationen, die durch ein Ereignis wie einen unerwarteten Systemfehler beschädigt wurden.

Arten von Datenbanksystemen

Ethernet

Die Benutzer eines Datenbanksystems müssen in der Lage sein, die darin enthaltenen Informationen jederzeit schnell zu manipulieren. Für große Unternehmen, die viele unabhängige Dateien mit verwandten und sich überschneidenden Daten aufbauen, ist häufig das Verknüpfen von Daten aus mehreren Dateien erforderlich. Zur Unterstützung unterschiedlicher Anforderungen wurden verschiedene Arten von DBMS entwickelt: flach, hierarchisch, verteilt, relational und objektorientiert.

Flache Datenbanken

In frühen Datenbanksystemen wurden die Daten sequenziell, das heißt alphabetisch, numerisch oder chronologisch gespeichert. Die Entwicklung von Speichermedien mit direktem Zugriff ermöglichte den wahlfreien Zugriff auf Daten über Indizes.

In flachen Datenbanken werden Datensätze nach einer einfachen Liste von Entitäten organisiert. Die Tabellen in diesen Datenbanken enthalten nur Daten und keine Verknüpfungen zu anderen Tabellen. Viele einfache Datenbanken für PCs sind flach aufgebaut.

Hierarchische Datenbanken

Die Datensätze in hierarchischen Datenbanken sind in einer baumartigen Struktur organisiert, wobei jede Datensatzebene in eine Reihe weiterer Kategorien verzweigt. Bei diesem Datenbanksystem wird die „Eltern-Kind-Beziehung“ zum Speichern von Daten verwendet.

Diese Art von Datenbanksystem wird heute nur selten verwendet. Die Struktur ähnelt einem Baum mit Knoten, die Datensätze darstellen, und Zweige, die Felder darstellen. Die Windows-Registrierung in Windows XP ist ein Beispiel für eine hierarchische Datenbank.

Verteilte Datenbanken

Hierbei handelt es sich um ein Datenbanksystem, in dem nicht alle Speichergeräte an einen gemeinsamen Prozessor angeschlossen sind. Eine verteilte Datenbank kann auf mehreren Computern gespeichert werden, die sich am selben physischen Ort befinden, oder über ein Netzwerk miteinander verbundener Computer verteilt sein. Im Gegensatz zu eng miteinander verbundenen Parallelsystemen, die ein einziges Datenbanksystem bilden, besteht ein verteiltes Datenbanksystem aus lose verbundenen Standorten, die keine physischen Komponenten gemeinsam nutzen.

Systemadministratoren können Datensammlungen an mehreren physischen Standorten verteilen. Eine verteilte Datenbank kann sich auf organisierten Netzwerkservern oder auf dezentralen unabhängigen Computern im Internet, in Intranets oder Extranets von Unternehmen oder in anderen Organisationsnetzwerken befinden. Da verteilte Datenbanksysteme Daten auf mehreren Computern speichern, können verteilte Datenbanken die Leistung an den Arbeitsplätzen der Endbenutzer verbessern.

Relationale Datenbanken

Eine relationale Datenbank basiert auf dem 1970 von E. F. Codd entwickelten relationalen Datenmodell. Im relationalen Datenmodell werden Daten in einer oder mehreren Tabellen, oder „Relationen“ aus Spalten und Zeilen organisiert. Jeder Zeile ist ein eindeutiger Schlüssel zugeordnet. Die Zeilen werden auch als Datensätze oder Tupel bezeichnet.

Die Spalten in einer relationalen Datenbank werden als Attribute bezeichnet. Im Allgemeinen stellt jede Tabelle / Relation einen „Entitätstyp“ dar, zum Beispiel einen Kunden oder ein Produkt. Die Zeilen repräsentieren Instanzen dieses Entitätstyps wie „Josef“ oder „Zündkerze“. Die Spalten repräsentieren Werte, die dieser Instanz zugeordnet sind – zum Beispiel die Adresse oder den Preis.

Ein Softwaresystem zum Verwalten relationaler Datenbanken ist ein relationales Datenbank Managenent System (RDBMS). Praktisch jede relationale Datenbank verwendet SQL (Structured Query Language) zur Abfrage und Pflege der Datenbank. Die bekanntesten relationalen Datenbanksysteme sind:

Oracle Database

Die Oracle Database Software, oft einfach als Oracle bezeichnet, ist ein Datenbankmanagementsystem mit mehreren Datenmodellen, das von der Oracle Corporation hergestellt und vermarktet wird.

MySQL

Dieses kostenlose Open Source-RDBMS, basiert auf Structured Query Language. MySQL läuft auf praktisch allen Plattformen, einschließlich Linux, UNIX und Windows.

MariaDB

MariaDB ist ebenfalls ein Open Source RDBMS, das aus MySQL hervorgegangen ist.

Microsoft SQL Server

Microsoft SQL Server, kurz MS-SQL, ist ein kostenpflichtiges RDBMS, das eine Vielzahl von Transaktionsverarbeitungs-, Business Intelligence– und Analyseanwendungen in Unternehmens-IT-Umgebungen unterstützt. MS-SQL ist unter Windows und Linux Systemen verfügbar.

PostgreSQL

PostgreSQL, oft einfach Postgres, ist ein objektrelationales Datenbankverwaltungssystem (ORDBMS), das den Schwerpunkt auf Erweiterbarkeit und Einhaltung von Standards legt.

DB2

DB2 von IBM ist ein Datenbanksystem, das große Datenmengen effizient speichern, analysieren und abrufen kann.

Objektorientierte Datenbanken

DatenbankEine Objektdatenbank ist ein Datenbankverwaltungssystem, in dem Informationen in Form von Objekten gespeichert werden, wie sie in der objektorientierten Programmierung verwendet werden. Objektdatenbanken unterscheiden sich von relationalen Datenbanken, die tabellenorientiert sind. Objektrelationale Datenbanken sind eine Mischung aus beiden Ansätzen.

Objektorientierte Datenbankverwaltungssysteme (OODBMS), auch ODBMS (Object Database Management System) genannt, kombinieren Datenbankfunktionen mit objektorientierten Programmiersprachenfunktionen. OODBMS ermöglichen objektorientierten Programmierern, ein Produkt zu entwickeln, als Objekte zu speichern und vorhandene Objekte zu replizieren oder zu modifizieren, um neue Objekte in der OODBMS zu erstellen.

Da die Datenbank in die Programmiersprache integriert ist, kann der Programmierer die Konsistenz innerhalb einer Umgebung aufrechterhalten, indem sowohl das OODBMS als auch die Programmiersprache dasselbe Repräsentationsmodell verwenden. Im Gegensatz dazu sorgen relationale DBMS für eine klarere Trennung zwischen Datenbankmodell und Anwendung. Beispiele für objektorientierte Datenbanken sind IRIS von Hewlett Packard und ORION von Microelectronics.

NoSQL Datenbanken

Als NoSQL Datenbanken im Sinne von „No“ oder kein SQL wurden ursprünglich Datenbanksysteme bezeichnet, die keinen SQL Zugriff auf die Daten ermöglichten. Seit etwa 2009 wird NoSQL im Sinne von „Not Only “ SQL (Nicht nur SQL) verwendet.

NoSQLDatenbank Management Systeme verfügen im Allgemeinen über kein starr definiertes Schema, wie die in die Datenbankeingefügten Daten typisiert und zusammengesetzt werden müssen. NoSQL-Datenbanken können schema-agnostisch sein, wodurch unstrukturierte und halb strukturierte Daten gespeichert und bearbeitet werden können.

NoSQL-Datenbanken werden zunehmend in Big-Data– und Echtzeit-Webanwendungen verwendet. Beispiele von NoSQL-Datenbanken sind Oracle NoSQL DatabaseRedisRiak und MongoDBMongoBD ist eine relativ junge Datenbankentwicklung, die die besten Eigenschaften relationaler Datenbanken beibehält und gleichzeitig die Vorteile von NoSQL nutztMongoDB ist eine dokumentenorientierte NoSQL-Datenbank, mit der User Sammlungen von JSON-ähnlichen Dokumenten verwalten können.

Blockchain Datenbank

Mit der Blockchain steht uns eine absolute Revolution im Bereich des World Wide Web ins Haus. Nachfolgend gibt es einen kleinen Überblick über das Geheimnis der Bitcoins sowie die möglichen Veränderungen unseres Lebens aufgrund dieser Entwicklungen.

Zwar hat der Begriff „Peer-to-Peer“ aufgrund von immer wiederkehrenden Problemen mit Themen wie Raubkopie, Abmahnung oder Piraterie zurzeit einen eher negativen Beigeschmack. Dennoch kann Bitcoin in diesem Zusammenhang den Stein wieder ordentlich ins Rollen bringen. Genauer gesagt geht es dabei um die Datenbank hinter den Bitcoins, die sogenannte Blockchain.

Dadurch könnte es zukünftig möglich sein frei von verbindlichen Verträgen, Ärger mit diversen Telekommunikationsanbietern sowie Kündigungsfristen zu agieren. Als Nutzer müsste dann schon bald nur noch die Zeit zwischen zweier Hotspots zahlen.

Das hat es mit Blockchain auf sich

Bitcoin BlockchainAuf den ersten Blick können die meisten Leute mit diesem Begriff vermutlich nicht sonderlich viel anfangen. Dabei verbirgt sich dahinter nicht viel mehr als das Grundgerüst der Kryptowährung Bitcoin. Es kann auch als eine Art „Erinnerung“ gesehen werden, die sämtliche Transaktionen zwischenspeichert, damit diese nicht in Vergessenheit geraten.

Der Vorteil solcher zusammenhängender Blöcke liegt dabei auf der Hand. Durch diese Log-Datei benötigen die Bitcoins keine Bank oder ein anderes Institut, sondern ermöglicht eben direkt die Transaktionen von A nach B. Dadurch sind schnelle und günstigere Überweisungen im Vergleich zu einer realen Währung möglich.

Eine Verteilung der Datenbank ist hierbei gegeben. Zwar ist es nichts Neues, das eine Erlaubnis zur Verteilung über mehrere Nodes vorhanden sein muss, damit alles einwandfrei funktioniert. Jetzt kommt aber der große Vorteil: Der Besitz einer Node ist nicht exklusiv und somit von Jedermann möglich. Auch muss zusätzlich kein Vertrauen unter den Nodes gegeben sein, damit konsistente Daten erhalten bleiben. Dieses sonst übliche Vertrauen wird seitens der Log-Datei durch ein „Proof-of-Work“ ersetzt, was hohe Kapazität und Ressourcen erfordert. Möglichen Manipulationen will man auf diese Art und Weise den Riegel vorschieben.

Revolution am Peer-to-Peer Sektor

Wahrscheinlich erinnert sich der ein oder andere noch an die Zeiten wo Wikileaks präsent war, als durch ein Einfrieren sämtlicher PayPal-Konten der Zufluss weiterer Gelder in Form von Spenden unmöglich gemacht wurde. Nachdem es in diesem Fall einen direkten Übergang der Kryptowährung vom Spender zum Empfänger geben würde, entfällt das Druckmittel, welches durch die Abwicklung über dritte Anbieter wie PayPal vorhanden gewesen ist.

Mit Bitcoins soll das Ende der Fahnenstange in diesem Bereich aber noch lange nicht erreicht sein. Es könnte ein vollkommen neues Zeitalter der Technologie hervorrufen.

Begrenzte Möglichkeiten vorhanden

Auch wenn viele Experten hier erst den Beginn eines viel Größeren sehen, gilt es die Euphorie in gewisser Weise etwas zu bremsen. Denn im Falle einer Änderung der Skalierung, geht eine Veränderung der Grundprinzipien des Bitcoins-Protokolls einher. Zudem mangelt es an einer Autorität, wodurch die notwendige Performance gar nicht gegeben wäre.

Letztendlich gibt es die Blokchain nur aus dem einzigen Grund, um eben dadurch die Kryptowährung Bitcoins ins Leben rufen zu können. Eine komplexe High-Tech-Lösung dahinter sucht man vergebens.

Blockchain dient als Bitcoins Grundstein

Kryptowährung Blockchain BitcoinWas eigentlich als großer Vorteil galt, wird bei genauerer Betrachtung zum ernsthaften Problem. Nämlich genau dann, wenn diese nicht wie ursprünglich vorgesehenen für buchhalterische Zwecke verwendet werden würde. Damit die Welt der Bitcoins am Leben gehalten wird, generieren deren Nutzer eben solche Blöcke, die für eine Interaktion zwischen den einzelnen Parteien notwendig sind. Womit wir auch schon wieder beim damit auftretenden Problem angekommen wären.

Damit eben diese Blockchain am Laufen gehalten werden kann, ist die Erschaffung von Blöcken Grundvoraussetzung. Würden diese Blöcke nämlich nicht mehr existieren, so würde das System letztendlich in sich zusammenbrechen. Dies wiederum ist der Grund dafür, warum sich die Entwickler eben die Kritik gefallen lassen müssen, dass die Bitcoin-Welt nach und nach zu einem oligarchischen System verkommt. Denn immer weniger Nutzer werden eine immer größere Menge an Bitcoins besitzen, während es für den Rest immer schwieriger werden dürfte solche zu bekommen. Zu früheren Zeitpunkten war die Generierung neuer Bitcoins deutlich einfacher, wodurch jene, die schon sehr früh Teil des Systems geworden sind, einen großen Vorteil besitzen. Neue Anwender müssen sich dagegen nun an die Hoffnung klammern, dass von diesen „Oligarchen“ kein Missbrauch des Systems vollzogen wird. Somit steht eben genau diese Entwicklung im Widerspruch zum eigentlichen Vorteil der Blockchain, nämlich dass man keiner Autorität Vertrauen entgegenbringen muss.

Kommen durch die Blockchain neue Innovationen voran?

Grundlegend lässt sich diese Frage wohl eher mit einem Nein beantworten, wobei in gewissen Anwendungsfällen durchaus diese Möglichkeit besteht. Im Moment ist die Blockchain nicht mehr als eine Plattform für Innovation, wobei erst in den kommenden Jahren und evtl. Jahrzehnten genau hervorgehen wird, welche Entwicklungen und Fortschritte diese mit sich bringt.

Selbiges Szenario gab es in der Branche bereits in den 1990er Jahren, wo TCP/IP seinen Ursprung hatte. Auch damals konnte niemand vorhersehen, in welche Richtung sich das World Wide Web entwickeln würde. Somit erscheinen diese neumodischen Verträge erst der Beginn einer neuen Ära zu sein.