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Der Webbrowser „Opera“ ist hierzulande eine Art Randerscheinung. Im Wettbewerb gegen Google Chrome, Mozilla Firefox und dem Microsoft Internet Explorer tut er sich schwer, dabei bietet er zahlreiche innovative Features und punktet mit seinen Multitasking-Fähigkeiten. Die ersten Versionen von Opera (bis Version 4 im Dezember 2000) waren kostenpflichtig. Danach wurde in der kostenlosen Version ein Werbebanner angezeigt. Seit September 2005 ist Opera als Freeware kostenlos erhältlich und frei von Werbung.

Der Werdegang von Opera

Der Webbrowser erschien erstmals im Jahr 1996; entwickelt wurde er vom norwegischen Unternehmen „Opera Software“. Die Geschäfte entwickelten sich nicht wie gewünscht, daher wurde der Browser 2016 an ein chinesisches Konsortium für umgerechnet 1,1 Milliarden Euro verkauft.

Opera begann im April 1994 als Forschungsprojekt des norwegischen Unternehmens Telenor (Branche: Telekommunikation). Ein Jahr später wurde das eigenständige Unternehmen Opera Software ausgegliedert, gefolgt vom Börsengang in Oslo im März 2004.

Bereits seit der ersten Version ist der Browser mit der Funktion „Tabbed Browsing“ ausgestattet. Außerdem führte der Entwickler schon früh die Mausgesten ein. Andere Browser übernahmen später diese beiden Funktionen.

Verfügbarkeit und Funktionsumfang

Die derzeit aktuelle Version 64.0.3417.47 wurde am 8. Oktober 2019 veröffentlicht. Verfügbar ist der Browser in 50 Sprachen für Windows ab Win98, macOS ab 10.4 Intel, iOS, GNU/Linux, Android, FreeBSD, Solaris bis 10.11 und Blackberry. Seit Anfang 2006 liefert Opera Software so genannte Snapshots, die einen Ausblick auf die Version ermöglichen, die sich jeweils aktuell in der Entwicklungsphase befindet. Da es sich in der Regel um vorläufige Versionen handelt, enthalten sie häufig Bugs.

Der Funktionsumfang hat sich ab Version 15 maßgeblich verändert. So wurde Opera Mail als integriertes Programm nicht weiterentwickelt, es steht jedoch als eigenständiges Programm zum Download zur Verfügung. Auch Dragonfly, ein Tool für die Web-Entwicklung, wurde aus dem Browser-Setting entfernt. Hinzugefügt wurden dafür der Chromium-Taskmanager (analog zu dem in Google Chrome) und eine Browserseite mit aktuellen Nachrichten.

Browser-Fähigkeiten

Hinsichtlich der Website-Darstellung erfüllt Opera die aktuellen Standards für HTML und CSS. Seit Version 8.0b3 unterstützt der Browser auch eine Teilmenge des Grafikformats SVG sowie ab Version 9.50 APNG und zahlreiche weitere aktuelle Standards. Im Opera Mini verwendet der Browser die HTML-Rendering-Engine „Presto“. Die neue Engine ermöglicht das Neu-Rendern aufgerufener Seite und deren Teile und unterstützt vollständig das DOM (Document Object Model) des W3C.

Der Zoom in Opera vergrößert Texte und skaliert und glättet Bilder sowie Plug-ins. Dabei erlaubt er Größen-Einstellungen zwischen 20 und 1.000 Prozent. Das barrierefreie Internet wird durch den Benutzermodus gewährleistet. Hier lassen sich beliebige Websites dem Aussehen nach anhand eigener CSS-Dateien anpassen. Bilder lassen sich ausblenden, Farben verändern. Wird mit der Maus über die Tabs navigiert, zeigt Opera eine Miniatur-Vorschau der bereits geladenen Inhalte an.

Für große Auflösungen programmierte Websites können mit der Funktion „an Seitenbreite anpassen“ auch auf kleinen Monitoren gelesen werden. Die Funktion „Small Screen“ ermöglicht das Betrachten von Websiten analog zum Opera-Mini-Mobilbrowser. Für Webdesigner ist dieses Feature äußerst hilfreich, da sie die Kompatibilitätsprüfung erleichtert.

Bedienung in Opera

Dank der Multiple Document Interface-Oberfläche lassen sich innerhalb eines Fensters mehrere Seiten öffnen. Zur Navigation zwischen den Seiten steht eine Leiste zur Verfügung, die der Windows-Taskleiste ähnelt. Spezielle Befehle schließen die aktuelle Seite oder stellen die geschlossene Seite wieder her. Zwischen den Tabs kann per Mausklick, Mausrad und Tastatur navigiert werden.

Seit der Version 8.00 können englische Sprachbefehle via VoiceXML für die Steuerung von Opera genutzt werden. Auch das maschinelle Vorlesen von Website-Inhalten ist möglich, sobald die dafür zusätzlich notwendigen Dateien heruntergeladen wurden.

In der Adressleiste befindet sich eine Suchfunktion. Hier lassen sich Kürzel für unterschiedliche Seiten festlegen. Dies vereinfacht die Suche in einigen Suchmaschinen und auf den Seiten diverser Online-Händler.

Der Passwort-Manager in Opera

Für Seiten, die für die Anmeldung Benutzernamen und Passwort erfordern, bietet Opera Unterstützung durch den Passwort-Manager. Bis zur Version 9.64 wurde dieser Passwort-Manager als „wand“ bezeichnet, abgeleitet von „magic wand“; zu deutsch „Zauberstab“. Die Funktion kann bei Bedarf mit einem internen Master-Passwort geschützt werden.

Das für den Passwort-Manager genutzte Master-Password lässt sich zusätzlich im E-Mail-Programm „Opera Mail“ nutzen.

Die Oberfläche in Opera

Die Benutzer-Oberfläche des Browsers kann in weiten Teilen angepasst werden. Sämtliche Symbolleisten sind veränderbar und können bei Bedarf aus- und eingeblendet werden. Ab der Version 7 bietet Opera so genannte Skins, um das Erscheinungsbild zu verändern. Diese Skins stehen auf der Website von Opera zum Download zur Verfügung.

Ein neuer Suchmaschinen-Editor, der ab Version 9.0 in Erscheinung tritt, ermöglicht das Anpassen von Suchmaschinen im GUI (GUI = graphical user interface, zu deutsch „Grafische Benutzeroberfläche“).

Ad-Blocker

In der Standard-Installation des Browsers ist die Funktion des Pop-up-Blocking bereits aktiviert. Betroffen sind Pop-ups, die von einer Fremddomain, also nicht von der aufgerufenen Website stammen. Damit wird das nutzerfreundliche Surfen deutlich verbessert. Eine einfach strukturierte Initialisierungsdatei liefert den tatsächlichen Inhaltsfilter und Werbeblocker im Browser. Die Datei trägt den Namen urlfilter.ini und hat ihren Platz im Profil-Verzeichnis.

Das Internet funktioniert durch ICANN und IANA

ICANN und IANA legen die Namen und Nummern fest, die den Datenreisenden ans Ziel bringen. Gibt es zwei Organisationen? Nein, die IANA ist eine Funktion, die ICANN eine gemeinnützige Organisation, die seit 1999 diese Funktion erfüllt. Bis 2016 im Auftrag und unter Aufsicht der US-Regierung. Lesen Sie hier, was genau sich hinter den Begriffen ICANN und IANA verbirgt.

Wer und was ist die IANA?

Die IANA ist für die Zuordnung grundlegend wichtiger Bezeichner im Internet verantwortlich, aber keine Organisation. Den Grund dafür finden Sie tief in der Internethistorie. Die Geschichte der IANA beginnt mit Jon Postel, einem der bedeutendsten Internetpioniere. Am Informatikinstitut der University of South California in Los Angeles (USC-ISI), mit Internetforschung beschäftigt, stellt Postel 1972 eine Liste der Portnummern zusammen. Durch die Pflege dieser und ähnlicher Datenbanken wird Postel zur Internet Assigned Numbers Authority und auch als solche im Netz bekannt. Die zunehmende Bedeutung des Internets führt 1988 zur Formalisierung der IANA-Funktion. Das geschieht in Form eines Staatsvertrags zwischen der DARPA, der Forschungs- und Entwicklungseinrichtung des amerikanischen Verteidigungsministeriums, und dem USC-ISI. Gut zehn Jahre später, zum Jahresbeginn 1999 wird die ICANN als gemeinnützige Gesellschaft mit der IANA-Funktion betraut, bis 2016 noch unter der Kontrolle der US-Regierung.

Wer und was ist die ICANN?

Seit dem 1. Oktober 2016 ist die ICANN eine internationale gemeinnützige Gesellschaft aus mehreren Interessengruppen. Die Entscheidungsfindung erfolgt von unten nach oben, auf Konsensbasis. Das entspricht der üblichen Vorgehensweise im Internet, vor allem bei der technischen Entwicklung. Die Gründung der ICANN geht auf einen Vorstoß der US-Regierung zurück. Diese gab Anfang 1998 ihre Absicht bekannt, die IANA-Funktion zu privatisieren. Inkorporiert ist die ICANN seit dem 30. September 1998, mit Jon Postel als erstem CTO, der aber bereits im darauffolgenden Oktober verstarb.

 Ist die ICANN/IANA für den Internetnutzer wichtig?

Die Bedeutung der IANA, respektive ICANN zeigt sich gerade darin, dass Sie als einfacher Internetnutzer kaum mit dem in Berührung kommen, was sie verwaltet. Ein Beispiel. Wenn Sie eine Webseite aufrufen ist es technisch notwendig, die IP-Adresse und die Portnummer desjenigen Webservers zu kennen, der diese Seite vorhält. Dabei identifiziert die IP-Adresse einen einzelnen Netzwerkknoten im Internet. Im Beispiel kann das eine Netzwerkschnittstelle in einem Server des betreffenden Webhosters sein. Die Portnummer benennt nun einen spezifischen Dienst auf diesem Computersystem, hier den Webserver-Prozess.

Wie hilft die ICANN/IANA beim Surfen im Internet?

Weil das Hypertext Transport Protokoll HTTP bei der IANA mit der Standardportnummer 80 registriert ist, brauchen Sie diese in der URL normalerweise nicht angeben. Sie können es aber, indem Sie einen Doppelpunkt, gefolgt von der Portnummer, hinter dem FQDN (Fully Qualified Domain Name) beziehungsweise der IP-Adresse in der URL notieren, zum Beispiel http://www.biteno.de:80/. Auch die IP-Adresse brauchen Sie dank IANA/ICANN nicht zu kennen. Sie liefert der DNS Server, der für die Domain zuständig ist. Diese Information ermitteln Sie über eine rekursive Suche, die am rechten Ende des FQDN beginnt, der Top-Level Domain. Ein DNS Server der Rootzone liefert beispielsweise die DNS Server des DENIC als zuständig für die Domain „de“. Wie das RIPE NCC für die IP-Adresse ist das DENIC in Deutschland dafür verantwortlich, der Sie jede hier registrierte Domain über einen DNS Server mit einer IP-Adresse verknüpfen können.

Wofür sind IANA und ICANN im Einzelnen verantwortlich?

Die IANA koordiniert zunächst die Verwendung dreier Einheiten, die für das Funktionieren des Internets elementar wichtig sind: die IP-Adresse, die Domain und das Protokoll, gegebenenfalls mit der zugehörigen Portnummer. Seit 2011 pflegt sie auch die globale Zeitzonen-Tabelle. Bei der IP-Adresse beschränkt sich die IANA vornehmlich auf die Festlegung der Adressbereiche und der Zwecke, für die sie verwendet werden. Die weitere Verwaltung delegiert sie im Wesentlichen an Regionale Internet Registrare (RiR) wie das RIPE NCC. Im Bereich des DNS beschränkt sich die Zuständigkeit der IANA auf die Daten der Root-Zone. Für die entsprechenden DNS Server ist seit 1998 die ICANN zuständig, nachdem die Kontrolle seit 1993 beim InterNIC und dem Privatunternehmn Network Solutions lag. Da die ICANN seit 1999 die IANA-Funktion ausübt, sind die Aufgaben der IANA ebenfalls ihre eigenen.

Eine Domain registrieren

Als normaler Internetnutzer brauchen Sie keinen direkten Kontakt, außer wenn Sie sich über das Programm ICANN-at-Large an dieser Internet-Verwaltung beteiligen wollen. Die IP-Adresse, die Sie für Ihren Internetzugang benötigen, teilt Ihnen Ihr Provider zu. Auch den DNS Server, der die Daten Ihrer Domain vorhält, verwaltet nicht die ICANN sondern Ihr Webhoster. Die delegiert weitgehend die Verantwortung, beispielsweise an das RIPE NCC oder an nationale Institutionen, die für die DNS Server der jeweiligen länderspezifischen Top-Level Domain (ccTLD) zuständig sind. Auch die IP-Adressblöcke, die Provider oder größere Firmen in Deutschland eigenverantwortlich nutzen, teilt das RIPE NCC zu. Weitere Informationen zum RIPE NCC finden Sie in einem eigenständigen Artikel.

Kritik – was ist dran?

Ein gängiger Kritikpunkt an IANA und ICANN ist seit 2016 ausgeräumt, die Abhängigkeit von der amerikanischen Regierung. Sie war aber auch für die IANA ein Streitobjekt und eine Ursache der DNS Wars in den 1990er Jahren. Das Domain Name System ist eine globale, verteilte Datenbank, das über die DNS Server vor allem die Zuordnung einer Domain zu einer IP-Adresse ermöglicht. Auch der ebenfalls kritisierte Vorstoß der IANA zur Einführung neuer Top-Level Domain (TLD) Einträge diente dazu, die Kontrolle über die zentralen DNS Server auf eine breitere Basis zu stellen.

Um im Internet zu surfen, brauchen wir DNS Server

DNS Server – Dolmetscher des Internets

Ganz einfach gesagt ist ein DNS Server ein Übersetzer zwischen der menschlichen Sprache und der Sprache bzw. den Protokollen im Internet. Ein DNS Server hat die Aufgabe eine IP Adresse zu einem gesuchten DNS Namen zu liefern. Wenn Sie also zum Beispiel die Internetadresse www.biteno.com mit Ihrem Browser aufrufen wollen, benötigt dieser, beziehungsweise das Betriebssystem die zu diesem Domain Name System – Namen zugehörige IP Adresse. Da Computer immer auf Basis von IP Adressen miteinander kommunizieren, können Ihnen nur mit dieser Übersetzung die Daten der Webseite geliefert werden. Diese Aufgabe erfüllt das Domain Name System – aber die eigentliche Arbeit übernehmen viele DNS Server im Internet.

Die Kommunikation im Internet

Um die Funktion eines DNS Server zu verstehen, muss man sich die Abwicklung der Kommunikation im Internet genauer anschauen. Im Internet „reden“ Maschinen miteinander. Damit die Computer sich gegenseitig verstehen, wurden Regeln, sogenannte Protokolle, entwickelt. Die Kommunikation der Maschinen folgt in etwa denselben Regeln wie die der Menschen. Es gibt einen Absender und einen Empfänger. Beide können ihre Funktion im Laufe eines Gesprächs mehrfach wechseln. Sender und Empfänger müssen sich finden können, das geschieht anhand von Adressen, ähnlich der Wohnadresse oder Telefonnummer beim Menschen.

Das Internet Protokoll – IP

Die heutige Kommunikation im Internet beruht auf dem Internet Protokoll, abgekürzt IP bzw. auch unter dem Begriff TCP/IP bekannt. Jedes Gerät ist über eine individuelle IP-Adresse erreichbar. Diese ist entweder eine Zahlenreihe aus vier durch Punkte getrennten ein- bis dreistelligen Zahlen (zum Beispiel 192.168.10.5), oder eine noch schlechter zu merkende achtstellige Gruppe aus jeweils vier Buchstaben und Zahlen (zum Beispiel 2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344).

Lese-Tipp: Wie IPv6 genau funktioniert…

Letztere Variante – IP Version6, auch IP V6 – wurde vor circa 20 Jahren entwickelt, um der mit der wachsenden Anzahl an internetfähigen Geräten abzusehenden Knappheit der möglichen IP-Adressen nach dem bisherigen Standard IP V4 entgegen zu wirken. Beide Varianten sind derzeit noch in verschiedenen Bereichen des Internets anzutreffen.

Es gibt auch Sonderfälle, wie zum Beispiel das einer Rede vor vielen Menschen, vergleichbar mit dem sogenannten Multicasting im Internet. Dieses wird zum Beispiel bei Liveübertragungen angewendet, wo einer Quelle (Redner) viele gleichzeitige Empfänger (Zuhörer) gegenüberstehen. Für derartige Fälle werden Spezialadressen, wie Multicast- oder Broadcastadressen verwendet.

Die IP-Adresse – Grundlage jeder Kommunikation

Um ein Gespräch beginnen und führen zu können, müssen Sender und Empfänger sich finden. Das gilt sowohl für die Kommunikation zwischen Computern als auch für Menschen im echten Leben.

Für eben diese Kommunikation wird die IP Adresse verwendet. Jedes im Internet ausgetauschte Datenpaket enthält sowohl die IP-Adresse des Senders als auch des Empfängers. Dadurch findet das Datenpaket seinen Weg durch das Internet, es wird geroutet. Dieses Verfahren können Maschinen respektive Computer leicht beherrschen. Der Ansatzpunkt beim Menschen ist aber anders. Er sucht im Internet eine bestimmte Information, von der er im besten Fall weiß, wo er sie finden kann. Das kann zum Beispiel die Webseite der Firma Biteno sein. An dieser Stelle kommt DNS, das Namens- bzw. Adresssystem des Internets, ins Spiel.

Das Domain Name System – DNS

Im Internet benötigt man viele DNS Server

Im Internet benötigt man viele DNS Server

Die Hauptaufgabe des Domain Name Systems (DNS) ist die Auflösung bzw. Zuordnung von Namen zu IP Adressen im Internet. Das DNS ist als hierarchisches Verzeichnis aufgebaut.

Auf der obersten Ebene gibt es die sogenannten Top Level Domains (TLD). Diese werden durch ein Komitee, die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) festgelegt und verwaltet. Dazu gehören die bekannten Länderkennungen wie .de für Deutschland und .fr für Frankreich. Generische TLDs (zum Beispiel .com, .net, .org) und gesponsorte TLDs wie .coop, .gov oder .edu werden ebenfalls als TLD eingeordnet.

In der zweiten Ebene werden die eigentlichen Domainnamen geführt, wie .biteno oder .google. Diesen Domainnamen darf es innerhalb einer TLD nur genau einmal geben.

Jeder kann innerhalb seiner Domäne bestimmte Dienste anbieten. Diese haben meist standardisierte Namen wie www, ftp, pop oder smtp.

Diese drei Labels zusammengenommen ergeben den DNS-Namen oder auch die URL (Uniform Resource Locator) eines Dienstes im Internet. Dieser ist auf einem Computer mit einer bestimmten IP Adresse zu erreichen. Die DNS Server im Internet verfügen vereinfacht gesprochen über eine Tabelle mit der Zuordnung von IP Adressen zu DNS Namen.

Die Telefonauskunft des Internets – Der DNS Server

Die DNS Server erfüllen im Internet dieselbe Aufgabe wie das Telefonbuch bzw. die Auskunft im Telefonnetz. Es ordnet Namen IP Adressen zu und gibt diese Auskünfte an Fragesteller weiter. DNS Server lösen diese Aufgaben. Es gibt nicht nur einen DNS Server im Internet, sondern sehr viele.

Diese sind ähnlich hierarchisch geordnet wie das DNS selbst, lösen also Namen für bestimmte Domains auf bzw. „wissen“, wer die gewünschte Auskunft geben könnte. Daher kann eine Namensanfrage über mehrere Hops bis zur Beantwortung laufen.

Wenn Sie in Ihrem Browser eine URL eintippen, beispielsweise www.biteno.com, „weiß“ der Browser bzw. das Betriebssystem normalerweise erst mal nicht, wie diese Internetadresse zu erreichen ist. Die zugehörige IP Adresse ist nicht bekannt. Also wird eine Anfrage an den dem Betriebssystem bekannten DNS Server nach der IP Adresse von www.biteno.com gestellt.

Dieser DNS Server antwortet oder gibt, sofern er die angefragte IP Adresse nicht kennt, die Anfrage an den übergeordneten DNS Server weiter. Sobald auf diese Art die IP Adresse ermittelt ist, im Beispiel die 91.229.3.175, wird sie an das fragende System übermittelt und die Kommunikation zwischen Ihrem Rechner und der gesuchten Webseite beginnt.

Geht es auch ohne DNS Server?

Kritisch wird es, wenn DNS Server ausfallen. Wenn das Namenssystem lokal in Ihrem Netzwerk oder auch in Teilen des Internet versagt, wird klar, wie wichtig dieser Dienst ist. Funktioniert die Auflösung von Namen nicht, ist ein wesentliches Bindeglied der Kommunikation gestört und es können zum Beispiel keine Internetseiten mehr aufgerufen werden.

Der Email-Verkehr kommt in solchen Fällen meist zum Erliegen, selbst das Telefonieren (mit SIP oder über VoIP) kann unmöglich werden. Daher sollten aus Sicherheitsgründen immer mehrere DNS Server im Netzwerk existieren. Auch im Internet ist für Redundanz gesorgt. Bei Kunden-Domains die in einer Top Level Domain registriert werden, müssen immer mindestens 2 unabhängige DNS Server eingetragen werden.

DNS Server erfüllen also eine sehr wichtige Funktion im Internet, ohne die eine Kommunikation nur sehr schwer möglich wäre. Letztendlich sind sie der Mittler zwischen der menschlichen und der Maschinensprache, eben Dolmetscher.

Was ist eine Domain?

Technisch betrachtet ist jede Internetseite über ein so genannte IP-Adresse aufrufbar. Dieses bestehen aus vier Zahlen- bzw. Adressblöcken (zum Beispiel 192.168.0.1). Da wir uns diese Zahlenblöcke nur schwer merken können, wurden Domain-Namen ins Leben gerufen. Um ein Domain korrekt aufzurufen, ist also eine gültige IP-Adresse die Grundlage.

Beispiel eines DNS Fehler

Fehlermeldung, wenn zu einer eingegebenen Domain keine passende DNS-Adresse gefunden wird

Im Grunde genommen sind Domains nichts anderes als Erinnerungshilfen, die uns das Surfen im Internet um ein Vielfaches erleichtern sollen. Genau wie IP-Adressen sind Domains einzigartig auf der Welt. Ein doppelt vergebener Name würde zum Chaos auf den digitalen Datenautobahnen führen.

Die Verwaltung von Domains sowie der dazugehörigen IP-Adressen übernimmt ein Domain-Name-System (DNS), welches eine vom Nutzer eingegebene Domain-Anfrage über den Browser übersetzt und die dazugehörige IP-Adresse abruft. Wenn das DNS eine Übereinstimmung findet, wird die entsprechende Webseite angezeigt.

Woraus besteht eine Domain?

Eine Domain setzt sich aus mindestens zwei Teilen zusammen, welche jeweils durch einen Punkt voneinander getrennt sind. Hier eine kurze Erläuterung Anhand der frei gewählten Internetadresse „dasisteintest.de“: Die Top-Level-Domain (TLD) mit der Endung „.de“ zeigt an, dass die Adresse von der deutschen Registrierungsstelle „DENIC“ verwaltet wird. Vor dem Punkt befindet sich die Second-Level-Domain (SLD), deren Bezeichnung vom Inhaber selbst bestimmt werden darf.

Domainendungen Beispiel

Beispiel für verschiedene länderspezifische Domainendungen (TLDs)

Alle Domains müssen grundsätzlich aus mindestens einem und maximal 63 Zeichen bestehen. Zur Unterscheidung von TLD und SLD ist die Trennung durch einen Punkt zwingend erforderlich. Das zulässige Zeichenspektrum beläuft sich neben dem Bindestrich auf die Zahlen 0 bis 9 sowie die Buchstaben A bis Z. Umlaute sind ausschließlich in .de-Domains gestattet.

Die Vergabe und Verwaltung von Domains unterliegt keineswegs einer starren Struktur. Seit mehr als zehn Jahren wird das System permanent erweitert und bekommt zunehmend stärker einen dynamischen Charakter. Lange Zeit waren lediglich 200 Länderendungen sowie die TLDs „.net“, „.com“ und „.org“ zulässig. Mittlerweile erstreckt sich das verfügbare Portfolio auf über 1.000 Endungen, die allesamt einen speziellen Zweck erfüllen sollen.

Mit dieser Entwicklung konnte sich die internationale Organisation ICANN gemeinsam mit den nationalen Vergabestellen einen weiteren Meilenstein erarbeiten. Insbesondere Unternehmen können mit der großen Anzahl an Endungen sehr viel mehr Individualität aufbauen und eine stärkere Bindung zu ihren Kunden herstellen.

Die noch recht junge TLD „.baby“ war bereits kurz nach deren Veröffentlichung überaus beliebt. Unternehmen, die Kinderspielzeug herstellen, Organisationen sowie Blogs stürzten sich regelrecht auf diese neue Endung. Ähnlich erfolgreich war die einstige Einführung der TLS „.berlin“. Mittlerweile ist sie aus dem regionalen Raum rund um die deutsche Hauptstadt nicht mehr wegzudenken und genießt nach wie vor eine große Nachfrage.

Die neuen Internet-Domains und TLDs sind da

Internet Domänen (englisch: domains) sind seit dem Beginn des Internets ein wesentlicher Bestandteil des World Wide Web. Heute hat praktisch jede Firma, jeder Verein oder jede Behörde einen eigenen Internetauftritt und damit in der Regel auch eine eigene Domäne. Über diese Domain realisieren Sie Webseiten und die Domäne ist in aller Regel integraler Bestandteil Ihrer E-Mail-Adresse, also der Teil hinter dem ‚@‘.

Die neuen Internet-Domains und TLDs sind da

Die neuen Internet-Domains und TLDs sind da

Bis vor kurzem war die Strukturierung der Internet Domänen in aller Regel geographisch orientiert. So endeten zum Beispiel Domänen, die man zu Deutschland zugeordnet hat mit der Endung .de , Domänen die einen europäischen Fokus hatten beispielsweise auf .eu .

Seit nun etwas mehr als einem Jahr ist es möglich, auch andere Strukturierung und Endungen von Domänen für Ihr Unternehmen oder Ihren Einsatzzweck zu registrieren. Neben den Endungen die schon seit Jahren auf einen kommerziellen Fokus hinweisen wie also .com, .net oder .biz, wurden nun seitens der Internet-Registrare schrittweise weitere Domänenendungen freigeschaltet, die auf einen Branchenbezug hinweisen.

So ist es seit einigen Wochen regulär möglich Domänen zu registrieren die zum Beispiel auf .bike, .estate (für Immobilien) oder .computer enden. Damit wird für den Betrachter bzw. Surfer sehr schnell klar in welcher Branche ein Unternehmen tätig ist.

Daneben existieren seit kurzem auch geographische Registrierungen die konkreter sind, als lediglich die Zuordnung zur Europäischen Union (.eu) oder zur Bundesrepublik Deutschland (.de). Hier kann man zum Beispiel die ersten Domänenendungen für  Hamburg (.hamburg) und für Berlin (.berlin) nennen. Weitere Domänenendungen für andere große Städte und voraussichtlich auch große Regionen werden in den nächsten Wochen und Monaten folgen.

Auch wenn Endungen wie .company (oder auch .enterprises) , . computer oder auch .bike ihren Ursprung im englischen haben, so sind diese neuen Domain-Endungen auch im deutschen Sprachraum sehr klar zu einem Thema zuordnenbar. Insofern kann man Unternehmen und Institutionen, die einen großen Wert auf Ihren Internetauftritt  legen, nur raten, sich in den nächsten Tagen und Wochen die für ihren Einsatzzweck passende Domänenendungen zu reservieren und damit für zukünftige Einsatzzwecke zu sichern.

 

Die vollständige Liste aller neuen Domänenendungen sowie mehr Informationen über eine konkrete Registrierung einer Domäne für Ihr Unternehmen geben Ihnen gerne die Vertriebsmitarbeiter der Biteno GmbH unter 0711-4889020 oder per E-Mail an vertrieb@Biteno.com .

Gerne erläutern wir Ihnen auch, wie Sie Ihren bestehenden Internetauftritt in ein zeitgemäßes Hosting migrieren oder wie sie mit wenigen Handgriffen Ihre zusätzliche neue Internet Domänen mit einer der neuen Endungen so einrichten, dass Anfragen im Internet auf Ihren bestehenden Webseiten landen.