Wer ist ZenDiS? Kurz erklärt

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Wer ist ZenDiS

Was wäre, wenn die digitale Zukunft der öffentlichen Hand nicht von einzelnen Technologieanbietern abhinge, sondern auf eigenen, souveränen Fundamenten ruhte? Diese Vision treibt das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) an. Die Organisation wurde im Dezember 2022 als 100%ige Bundes-GmbH gegründet. Sie agiert als zentraler Kompetenz- und Servicepartner. Die Mission konzentriert sich auf die Bereitstellung moderner Open-Source-Software. Diese Lösungen sind speziell für die Bedürfnisse der öffentlichen Verwaltung zugeschnitten. Sie stärken die digitale Handlungsfähigkeit des Staates entscheidend.

Geführt wird das Zentrum mit Standort Bochum von einer Doppelspitze. Pamela Krosta-Hartl und Alexander Pockrandt verantworten die strategische Ausrichtung. Die Perspektive ist die Erweiterung zu einer Bund-Länder-GmbH. ZenDiS koordiniert Initiativen zur Stärkung der digitalen Souveränität. Ein Beispiel ist die Entwicklung der souveränen Office-Suite openDesk, wie in einem Gastbeitrag zur modernen digitalen Behördenarbeit detailliert beschrieben. Dieser ganzheitliche Ansatz reduziert kritische Abhängigkeiten.

Schlüsselerkenntnisse

  • ZenDiS wurde im Dezember 2022 als Kompetenzzentrum für digitale Souveränität gegründet.
  • Es ist eine Bundes-GmbH mit Perspektive zur Erweiterung als Bund-Länder-Gesellschaft.
  • Die Organisation stellt moderne, skalierbare Open-Source-Software für die Verwaltung bereit.
  • Ziel ist die Stärkung der digitalen Unabhängigkeit der öffentlichen Hand.
  • Die Geschäftsführung liegt bei Pamela Krosta-Hartl und Alexander Pockrandt.
  • Der Standort des Zentrums ist Bochum.
  • Technologien wie maschinelles Lernen können solche souveränen Infrastrukturen unterstützen.

Die Entstehung und Mission von ZenDiS

Aus einer kritischen Analyse technologischer Abhängigkeiten entstand das Zentrum für Digitale Souveränität. Die strategische Marktanalyse von 2019 offenbarte Risiken für die öffentliche Hand.

Geschichtlicher Hintergrund und Gründung

Das Bundesministerium des Innern initiierte die Untersuchung. Sie zeigte kritische Abhängigkeiten von großen IT-Anbietern auf.

Am 14. Dezember 2022 erfolgte die formelle Gründung. Der IT-Planungsrat beauftragte diese gemeinsame Initiative von Bund und Ländern. Dieser Schritt stärkte die digitale Souveränität öffentlichen Institutionen systematisch.

Die Gründung war ein Meilenstein der Digitalstrategie. Sie manifestierte den politischen Willen zur technologischen Unabhängigkeit des Staates.

Die Rolle als Kompetenzzentrum für digitale Souveränität

Das Zentrum koordiniert alle Bestrebungen zur digitalen Unabhängigkeit. Es fungiert als zentrale Anlaufstelle für Open-Source-Initiativen.

Drei Hauptsäulen definieren die Arbeit: Strategische Koordination, Förderung der Vernetzung und Verantwortung für Schlüsselprojekte. Moderne Datenbank-Technologien unterstützen diese Infrastruktur.

Die Mission konzentriert sich auf bedarfsgerechte Software-Lösungen. Ziel ist eine innovative und zukunftsfähige IT-Landschaft für die öffentlichen Verwaltung.

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Konkrete Produkte und Dienstleistungen bilden das Herzstück der praktischen Arbeit des Zentrums. Drei zentrale Bereiche definieren das umfassende Leistungsspektrum für die öffentliche Verwaltung.

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Open-Source-Lösungen und das Flaggschiff openDesk

Das Flaggschiff-Produkt openDesk verkörpert die Mission zur digitalen Souveränität. Diese vollwertige Office-Suite bietet eine modulare Struktur.

Komponenten wie Videotelefonie, E-Mail und Tabellenkalkulation lassen sich bedarfsgerecht integrieren. Die erfolgreiche Migration von 60.000 Lehrkräfte-Arbeitsplätzen in Baden-Württemberg demonstriert die Praxistauglichkeit dieser Open-Source-Lösung.

Plattformen wie openCode und strategische Initiativen

Die Plattform openCode stärkt die ressortübergreifende Kollaboration. Sie dient als zentrale Ablage für offenen Quellcode und fördert die Nachnutzung von Software.

Strategische Initiativen wie die Kooperation mit dem Auswärtigen Amt erweitern kontinuierlich das Serviceangebot. Diese Partnerschaft entwickelt ein Ökosystem für gehärtete Software-Container.

Beratung und Souveränitätscheck für die Verwaltung

Umfassende Beratungsleistungen unterstützen bei strategischen Fragen zur digitalen Souveränität. Der Souveränitätscheck identifiziert kritische Abhängigkeiten systematisch.

Das Analysewerkzeug leitet passende Exit- und Migrationsstrategien ab. Diese Dienstleistung basiert auf bewährten Open-Project-Methoden und stärkt die Handlungsfähigkeit der Verwaltung nachhaltig.

Digitale Souveränität in der öffentlichen Verwaltung

A modern public administration office, showcasing digital sovereignty. In the foreground, a diverse group of professionals in formal business attire collaborate around a high-tech conference table, examining digital devices displaying graphs and data. The middle ground features large screens on the walls showcasing real-time analytics and secure digital networks, symbolizing transparency and efficiency in governance. In the background, sleek modern architecture with large windows allows natural light to flood the space, enhancing the sense of innovation. The overall atmosphere is dynamic and professional, emphasizing the intersection of technology and public service. The lighting is bright, with a focus on clarity and productivity, captured with a wide-angle lens to convey an expansive feel.

Die digitale Souveränität öffentlicher Institutionen wird durch monolithische IT-Architekturen fundamental herausgefordert. Vollintegrierte Komplettpakete großer Anbieter schaffen kritische Abhängigkeiten mit erheblichen strategischen Risiken.

Herausforderungen und Lösungsansätze im IT-Bereich

Proprietäre Softwarelösungen limitieren die Handlungsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung. Sie bieten wenig Raum für individuelle Anpassungen an spezifische Verwaltungsbedürfnisse.

Als Lösungsansatz beschloss der IT-Planungsrat eine umfassende Strategie mit drei Eckpfeilern. Technologische Unabhängigkeit, Wechselfähigkeit und Gestaltungsfähigkeit stärken die digitale Souveränität nachhaltig.

Open-Source-Software ermöglicht Wechselfähigkeit zwischen IT-Lösungen und Anbietern. Diese Flexibilität reduziert Abhängigkeiten und erlaubt maßgeschneiderte Anpassungen.

Kooperationen und die Bund-Länder-Partnerschaft

Die zentrale Kompetenzstelle entwickelt sich von einer Bundes-GmbH zur Bund-Länder-Gesellschaft. Schleswig-Holstein und Thüringen befinden sich im aktiven Beitrittsprozess.

Internationale Projekte erweitern den Wirkungskreis erheblich. Die Organisation ist Teil des EU-Konsortiums für Digitale Gemeingüter und kooperiert mit der Schweiz.

Gemeinsame Standards für digitale Souveränität öffentlichen Institutionen werden auf europäischer Ebene etabliert. Professionelle IT-Dienstleistungen und sichere Hosting-Lösungen unterstützen diese grenzüberschreitenden Initiativen.

Der erste europäische Gipfel zur Digitalen Souveränität unterstrich 2025 die Relevanz dieser Projekte. Diese Partnerschaften bündeln Kräfte für eine souveräne digitale Zukunft des Staates.

Fazit

Europäische Kooperationen erweitern den Wirkungskreis der digitalen Souveränitätsbestrebungen über nationale Grenzen hinaus. Das Zentrum für Digitale Souveränität positioniert sich als unverzichtbarer Partner für die öffentliche Verwaltung. Seine Arbeit trägt maßgeblich zur Schaffung einer unabhängigen IT-Infrastruktur bei.

Konkrete Produkte wie openDesk und die Plattform openCode zeigen praktische Lösungsansätze. Diese Software-Lösungen reduzieren Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern nachhaltig. Die Bedeutung dieser Entwicklung wird in Fachpublikationen wie dem Beitrag zur digitalen Souveränität deutlich.

Das Ziel einer innovativen und zukunftsfähigen digitalen Landschaft wird systematisch verfolgt. Die Transformation zur Bund-Länder-GmbH stärkt die föderale Zusammenarbeit. Internationale Initiativen unterstreichen die europäische Dimension der digitalen Souveränität.

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Durch Aufklärungsarbeit fördert die Organisation das Bewusstsein für Open-Source-Alternativen. Weitere Informationen finden Interessierte im technischen Lexikon und IT-Nachschlagewerk. So sichert das Zentrum langfristig die Handlungsfähigkeit des Staates im digitalen Zeitalter.

FAQ

Was ist das Zentrum für digitale Souveränität (ZenDiS)?

Das Zentrum für digitale Souveränität (ZenDiS) ist eine zentrale Anlaufstelle für digitale Souveränität in Deutschland. Es unterstützt die öffentliche Verwaltung von Bund und Ländern durch Beratung, den Aufbau von Open-Source-Plattformen wie openDesk und die Förderung von Open-Source-Lösungen, um technologische Abhängigkeiten zu reduzieren.

Welche Ziele verfolgt ZenDiS mit seiner Arbeit?

Das Hauptziel von ZenDiS ist die Stärkung der digitalen Souveränität öffentlichen Handelns. Dies wird erreicht, indem der Staat und seine Verwaltung befähigt werden, digitale Lösungen eigenständig zu kontrollieren. Die Arbeit zielt darauf ab, strategische Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern zu verringern und die technologische Handlungsfähigkeit zu sichern.

Was ist openDesk und welche Rolle spielt es?

openDesk ist eine zentrale Plattform und ein Flaggschiff-Projekt von ZenDiS. Es handelt sich um ein Open-Source-Bürokommunikationssystem, das speziell für die Anforderungen der öffentlichen Verwaltung entwickelt wurde. Die Plattform bietet eine sichere und souveräne Alternative zu proprietären Lösungen.

An wen richtet sich das Angebot von ZenDiS?

Das Angebot richtet sich primär an Behörden und Einrichtungen des Bundes, der Länder und Kommunen. ZenDiS bietet seine Expertise und Lösungen für die digitale Souveränität öffentlichen Sektors an. Die Beratung und Unterstützung hilft bei der Umsetzung konkreter Projekte.

Wie unterstützt ZenDiS bei der Umsetzung von Open-Source-Projekten?

ZenDiS bietet umfassende Unterstützung durch Expertise und konkrete Lösungen. Dies reicht von der strategischen Beratung und dem Souveränitätscheck bis zur Bereitstellung von Plattformen wie openCode für die Softwareentwicklung. Das Zentrum digitale Kompetenz hilft, Herausforderungen im IT-Bereich zu meistern.

Was ist unter der Bund-Länder-Partnerschaft zu verstehen?

Die Bund-Länder-Partnerschaft beschreibt die enge Kooperation zwischen der Bundesebene und den Ländern im Rahmen von ZenDiS. Diese Zusammenarbeit ist grundlegend für die Gründung und den Erfolg des Zentrums. Sie gewährleistet, dass Lösungen und Standards bundesweit abgestimmt und nutzbar sind.