Salesforce ist eine integrierte CRM-Plattform, die allen Abteilungen eines Unternehmens umfassende Informationen zu jedem Kunden bietet. Vor Salesforce wurden Lösungen für das Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relationship Management bzw. CRM) lokal auf dem Server von Unternehmen gehostet. Dadurch waren CRM-Lösungen extrem zeit- und kostenaufwendig. Salesforce wurde gegründet, um eine erschwingliche CRM-Software zu entwickeln und sie vollständig online als Service anzubieten. Heute ist Salesforce das fünftgrößte Softwareunternehmen der Welt und marktführend in der CRM-Branche in Bezug auf Cloud-Integration, Software-Anpassung und Erweiterbarkeit durch Dritte.

CRM für agilere und effizientere Vertriebsprozesse

Customer Relationship Management (CRM) ist ein System zur Verwaltung und Optimierung aller Interaktionen und Beziehungen von Unternehmen mit ihren Kunden und Interessenten. Das Ziel ist es, durch bessere Geschäftsbeziehungen mehr Umsatz zu generieren. Ein CRM-System wie Pipedrive, Odoo oder Salesforce unterstützt Unternehmen bei der Prozessoptimierung, der Verwaltung und Optimierung von Kundenkontakten und bei Rentabilitätssteigerungen.

CRM-Lösung der Zukunft

Salesforce ging es nicht nur darum, ein besseres Produkt zu einem Bruchteil der Kosten anzubieten. Ziel war es, den langwierigen Installationsprozess zu ersetzen und alle Prozesse in das Internet zu verlagern. Das ermöglichte auch ein neues Geschäftsmodell. Anstatt langfristiger Verträge und kostspieliger Lizenzvereinbarungen kann Salesforce mit einer Gebühr für ein monatliches Abonnement genutzt werden. Anstatt verschiedene Plattformen und mehrere Versionen stellt Salesforce eine einzige, plattformbasierte API zur Verfügung. Diese API bietet direkten, einfachen Zugriff auf alle Salesforce-Anwendungen, Daten und Metadaten und ermöglichen die Integration mit ERP-Systemen. Die Integration zwischen einem ERP (Enterprise Resource Planning) und Salesforce dient der Datensynchronisation zwischen den beiden Systemen. Wenn beispielsweise Informationen für einen neuen Kunden in Salesforce eingegeben werden, ist es wichtig, dass diese Daten rechtzeitig für die Buchhaltung und andere von einem ERP-System verwaltete Geschäftsfunktionen zur Verfügung stehen.

Alle Kundendaten stets zur Hand

Mit Salesforce stehen alle Kundendaten bequem und umfassend in Echtzeit zur Verfügung, andere Programme werden nicht mehr benötigt. Wenn Sie Salesforce verwenden, können Sie sich jeden einzelnen Kunden oder Interessenten, jeden Kontakt, jede Aufgabe, jedes Ereignis und jede Opportunity ansehen, die mit einem Lead verbunden sind. Die Anpassungs- und Personalisierungsfunktionen ermöglichen es Ihnen, den Vertriebsprozess agiler und intuitiver zu gestalten. Sie haben alle Informationen, die Sie benötigen, an einem Ort verfügbar und können jeden Kunden aufrufen. Dabei haben alle von Ihnen festgelegten Mitarbeiter Zugriff auf die Daten, wodurch Lücken bei der Kundenbetreuung vermieden werden können. Salesforce ermöglicht auch die Kommunikation mit anderen Personen Ihres Unternehmens. Die erhöhte Produktivität durch eine verbesserte Zusammenarbeit und einen schnelleren Informationsaustausch ermöglicht Ihnen einen Wettbewerbsvorteil.

Zeitmanagement und Planung

Mit umfassenden Kundeninformationen und einer Fülle von Planungsmöglichkeiten können Sie Ihre Zeit optimal einteilen. Sie verfügen über alle Informationen, die Sie benötigen, um die Arbeit für Ihre Kunden zu priorisieren. Darüber hinaus können Sie den integrierten Kalender nutzen, um Ihren Zeitplan für einen Tag, Woche, Monat oder das Jahr besser zu visualisieren. Das bedeutet, dass Sie bei allen Schritten der Kontaktpflege ständig am Ball bleiben können. Mit Salesforce können Sie individuelle Pläne für Kunden erstellen. Das gibt Ihnen den praktischen Ansatz, den Sie benötigen, um wirklich eine Verbindung zu Ihren Kunden herzustellen. Sie können die Pläne auch anpassen, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Es gibt es sogar eine Option zum Erstellen von To-Do-Elementen, sodass Sie Listen verwenden können, um den ganzen Tag über organisiert zu bleiben. Darüber hinaus können Sie auch Erinnerungen in Kalendern erstellen, damit Sie Ihre Kunden, Account-Manager oder Vorgesetzte an wichtige Aufgaben erinnern können. Im Wesentlichen stellen Sie sicher, dass nichts vergessen wird. Zusätzlich zu den organisatorischen Möglichkeiten können Sie sehen, wie viel Zeit Sie für jeden einzelnen Kunden aufgewendet haben. Das ist besonders hilfreich für dienstleistungsorientierte Unternehmen mit vielen Kunden. Wenn Sie feststellen, dass Sie für einen Kunden im Verhältnis zum generierten Umsatz zu viel Zeit aufgewendet haben, können Sie dies entsprechend anpassen. Die in Salesforce enthaltenen Prognosefunktionen machen es einfach, zukünftige Verkaufserlöse genau vorherzusagen.

Mehr als eine CRM-Lösung

Salesforce startete zwar als Software-as-a-Service (SaaS)-CRM-Unternehmen, bietet aber mittlerweile verschiedene Softwarelösungen und eine Plattform für Benutzer und Entwickler zur Entwicklung und zum Vertrieb von Individualsoftware. AppExchange ist ein Online-Marktplatz mit integrierten Anwendungen von Drittanbietern, die für die Salesforce-Community erstellt und von Salesforce verwaltet werden. Die Kombination aus Force.com, PaaS-Tools und AppExchange ist in der SaaS-CRM-Branche führend in Bezug auf Cloud-Integration, Softwareanpassung und Erweiterbarkeit durch Dritte. Force.com bietet mehrere Integrationstools, die von serienmäßigen nativen ERP-Konnektoren bis hin zu Webservices, E-Mail, syndizierten Feeds und HTTP-basierten REST-Aufrufen reichen. Der größte Vorteil von Force.com für Unternehmen, die Softwareanpassungen vornehmen, ist die Zeitersparnis. Entwickler verbringen weniger Zeit mit benutzerdefinierter Codierung, wodurch sich der Projektzeitplan beschleunigt. In diesem Bereich ist die CRM-Lösung von Salesforce führend. Die Multi-Tenant-Architektur ermöglicht eine Optimierung der Computerressourcen, was zu Einsparungen und erheblichen Effizienzsteigerungen führt. Das bedeutet, dass verschiedene Kunden immer die aktuellste Version einer gemeinsamen Technologie nutzen. Sie müssen sich keine Gedanken über Upgrades machen, diese erfolgen automatisch. Das hilft Ihrem Unternehmen, sich auf die Innovation zu konzentrieren, anstatt die Technologie zu verwalten.

Zoho CRM ist eine On-Demand-CRM-Software für die effiziente Verwaltung Ihrer Kundenbeziehungen. Die Zoho Office Suite wurde 2005 von der Zoho Corporation auf den Markt gebracht. Sie beinhaltet Geschäfts-, Informationsmanagement- und Produktivitätslösungen als cloudbasierte SaaS-Anwendungen (Software as a Service). Inzwischen stehen etwa 30 Online-Anwendungen zur Verfügung, darunter Kundenbeziehungsmanagement (CRM), Projektmanagement, Webkonferenzen, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen, Datenbanken, Notizen, Rechnungsstellung, Chat, E-Mail und Kalender. Besonders Zoho CRM hat sich gut etabliert und zählt inzwischen zu den beliebtesten Anwendungen.

Welches CRM-System benötigen Sie?

Cloudbasierte CRM-Software hat sich als äußerst wirksam erwiesen und ist inzwischen der größte Softwaremarkt der Welt. Unternehmen setzen die leicht zu integrierenden Lösungen ein, um die Erträge aus Vertrieb und Marketing zu steigern und gleichzeitig die Kosten zu senken. Zoho, Salesforce, Pipedrive und Odoo sind bekannte CRM-Lösungen. Sie enthalten Funktionen für Lead- und Kontaktmanagement, Opportunities, Berichterstattung und Teammanagement. Zoho ist erschwinglicher als Salesforce und Odoo und die ideale Wahl für die meisten kleinen Unternehmen, die eine integrierte, umfassende Lösung benötigen. Dagegen sind Salesforce und Odoo komplexe Software-Tools sind, die sich besonders für größere Unternehmen eignen.

Zoho CRM zur Automatisierung von Vertriebsprozessen

Sie ermöglicht die unternehmensweite Optimierung Ihrer Vertriebs-, Marketing-, Support- und Bestandsverwaltungsfunktionen in nur einem System. Ob Multichannel-Marketing, Vertriebsproduktivität, Analyse, Produktanpassung oder die Integration von Drittanbietern, Zoho CRM bietet eine Vielzahl von Funktionen, die, obwohl ursprünglich für KMU entwickelt, sowohl die Anforderungen kleiner als auch mittlerer Unternehmen unterstützen. Mit künstlicher Intelligenz und fortschrittlichen Automatisierungsfunktionen hilft Ihnen Zoho CRM auch dabei, intelligenter, schneller und besser zu verkaufen.

Vertriebsaktivitäten werden automatisiert

Der wichtigste Nutzen von Zoho CRM besteht darin, dass es den Vertriebsprozess automatisiert. Alle Daten in Bezug auf Kunden und Interessenten sind an einem Ort gespeichert und schnell abrufbar. Die Abläufe können an die spezifischen Bedürfnisse Ihres Unternehmens angepasst werden. Mit Zoho CRM können Sie auch Kundenkonten verwalten, die jeweiligen Produkte, Standorte und den Status anzeigen lassen und die Kaufhistorie Ihre Kunden für Cross-Sell- oder Upsell-Möglichkeiten verfolgen. Ebenso können Sie den Umsatz genau prognostizieren, Verkaufsquoten bearbeiten, die Leistung von Einzelpersonen oder Teams ermitteln und Auswertungen erstellen.

Mobile App für unterwegs

Zoho CRM hat eine spezielle, dedizierte mobile App für Android- und iOS-Benutzer, die es ermöglicht, auch unterwegs die Kontrolle über die Kunden zu behalten. Sie können deren Aktionen steuern, auf Verkaufsaufzeichnungen zugreifen oder Einladungen direkt von Ihrem mobilen Gerät aus versenden.

Daten stehen bei Zoho in Echtzeit zur Verfügung

Mit Zoho CRM können Sie jederzeit sehen, wo sich Ihr Kunde im Verkaufszyklus befindet. Die präzisen Daten können einfach abgerufen werden, wodurch Sie jeden Kunden individuell, seinen Anforderungen entsprechend, betreuen können. Sie können auch inaktive Leads mit historischen Daten identifizieren und gezielt ansprechen, und dadurch Ihre Kommunikation und Positionierung neu auszurichten. Die Visitenkartenansicht beispielsweise ermöglicht Ihnen den schnellen Zugriff auf alle relevanten Kundeninformationen in einem Fenster, ohne dass Sie scrollen oder suchen müssen. Der Notizenbereich zeigt den Zeitpunkt und Inhalt vergangener Gespräche an, um eine persönlichere und logischere Kommunikation zu ermöglichen. Durch die Echtzeit-Anzeige können intelligentere und profitablere Entscheidungen getroffen werden

Maximale Nutzung der sozialen Medien

Die meisten Unternehmen können auf eine Vermarktung Ihrer Produkte oder Dienstleistungen auf Social Media-Plattformen nicht mehr verzichten. Deshalb ist es wichtig, ein CRM-System zu haben, das Daten von Facebook, Twitter & Co. verarbeiten kann. Das CRM von Zoho verfolgt das Verhalten Ihrer Follower und kategorisiert sie als Leads und Kontakte, sodass Sie mit ihnen in Verbindung treten können. Wenn Sie Social-Media-Profile für einzelne Produkte oder Dienstleistungen haben, erleichtert Zoho CRM die Verwaltung dieser Profile, indem sie unter einer Marke hinzugefügt werden. Bei einer Integration von Zoho Social synchronisiert Zoho CRM Ihre Markenprofile und Einstellungen in Echtzeit. Das bedeutet eine enorme Zeitersparnis und Sie können sich so auf wichtigere Aufträge, wie dem Abschluss von Geschäften, konzentrieren.

Sie entscheiden, was Sie benötigen bei Zoho

Als Teil der Zoho Produktfamilie kann Zoho CRM alleine oder in Verbindung mit anderen Zoho-Anwendungen eingesetzt werden. Dadurch erhalten besonders kleine Unternehmen die Möglichkeit, alle Aspekte des täglichen Geschäfts optimiert zu verwalten. Sie können individuell auswählen, welche Anwendungen Sie benötigen. Die CRM-Software ist erschwinglich, einfach zu bedienen und erfordert keine komplizierte Implementierung. Die Lösung lässt sich in andere Systemumgebungen integrieren.

Zoho ERP oder externe Anbindung zur Effizienzsteigerung

Über die API-Schnittstelle ist eine Integration mit ERP-Systemen möglich, wobei Zoho auch eine eigene Lösung anbietet. Sie erhalten durch die Synchronisierung mit Bestands-, Auftragsverwaltungs- und Finanzdaten einen genauen Einblick in die Leistungen Ihres Unternehmens. Von der Einsicht in Kunden, Angebote, Verkaufsaufträge und Rechnungen bis hin zu Produktbestand, Arbeitsaufträgen und Prozessautomatisierung ermöglicht Ihnen Zoho ERP eine effizientere Arbeitsweise und ein schnelleres Wachstum.

Flexible Preisgestaltung je nach Bedarf

Für Einzelunternehmen gibt es eine kostenlose Version von Zoho CRM. Sie enthält die wichtigsten Funktionen und mobile Anwendungen für bis zu drei Nutzer.

Die ursprüngliche Open-Source-Software SugarCRM setzt sich aus mehreren Komponenten für verschiedene Aufgabenbereiche zusammen: Market, Sell und Serve. Sie können je nach Unternehmensanforderungen unabhängig voneinander genutzt werden, ergänzen sich aber untereinander im Rahmen einer Komplettlösung, umgesetzt in einer Enterprise- und einer Professional-Edition. Die Bezeichnung CRM ist ein wenig irreführend, denn Sugar beherrscht als webbasierte Lösung wesentlich mehr als das reinen Kundenbeziehungsmanagement.

Software mit flexibler Datenbankunterstützung

Bis 2017 und Version 6 war SugarCRM PHP-basierte Open-Source-Software frei erhältlich und konfigurierbar. In der Datenbankunterstützung hatten Sie die Wahl zwischen MySQL, Microsoft SQL Server, Oracle und IBM Db2. Die damit verbundene Flexibilität hinsichtlich Anpassungen an spezifische Bedürfnisse des Unternehmens ist seit der kommerziellen Version 7 nicht mehr in dem bisherigen Umfang gegeben. So ist zum Beispiel die Einbindung einer Oracle-Datenbank nur noch in der Enterprise-Version möglich und die Weiterentwicklung im Open-Source-Bereich für spezifische Lösungen ist nicht gestattet.

Dennoch erweist sich SugarCRM mit der Cloud der Amazon-Webservices (AWS) sowie den integrierten Schnittstellen REST und SOAP als leistungsstarke Komplettlösung. Sugar Enterprise und Professional können außerdem auch auf eigener Hardware gehostet werden.

Lizenzen und Erweiterungen bei SugarCRM

Das Lizenzmodell und die Gebühren unterscheiden sich mit den Sugar-Komponenten. Für Market ist die Anzahl der Datensätze ausschlaggebend, für Sell und Serve die Anzahl der Nutzer. Zusätzlich können Sie auf Sugar Exchange und -Forge Module und Erweiterungen erwerben. Obgleich die Flexibilität gegenüber den quelloffenen Versionen eingeschränkt ist, sind mit Erweiterungen, der Cloud und den verfügbaren Schnittstellen branchenspezifische Lösungen möglich.

Effektive Prozesssteuerung und -optimierung bei SugarCRM

In seinen Komponenten vereint SugarCRM die Kundenverwaltung, Warenwirtschaft und Finanzbuchhaltung, kurz CRM, ERP und FiBu, so dass Marketing, Vertrieb und Service Hand in Hand arbeiten können, relevante Daten miteinander verknüpft und Finanzen korrekt in die Buchhaltung übernommen werden.

Mit Sugar Marketing entwickeln und optimieren Sie Kampagnen zur Conversion- und Umsatzsteigerung. Automatisierungen und Reportings steigern die Effektivität. Eine Besonderheit ist die Abstimmung auf die Zwecke kleiner bis mittelständischer Unternehmen. In Kombination mit Daten und Erkenntnissen des Vertriebs sowie unter Berücksichtigung des User-Experience stimmen Sie die Maßnahmen auf die gewünschte Zielgruppe ab und erstellen fortlaufend verbesserte Marketingkomponenten zur Kundengewinnung, Kundenbindung und Umsatzsteigerung. SEM-, SEO- und Social-Media-Tools runden die Marketingkomponenten ab.

Im Fokus von Sugar Sell, welches Platz eins der Business Choice Awards von PCMag belegt, stehen die User- und Customer-Experience. Das Kundenverhalten wird analysiert und der Vertrieb erhält relevante Informationen, wann immer er sie benötigt. Daten aus verschiedenen Quellen werden nebst Interaktionen gesammelt, analysiert und für eine übersichtliche Customer-Journey aufbereitet. Durch die zentrale Speicherung in SugarCRM stehen sämtliche Informationen auch für andere Unternehmensabteilungen zur Verfügung, um in ausschlaggebenden Bereichen Zugriff auf wichtige Daten zu gewährleisten.

Sugar Serve stellt die Historien und gewonnene Erkenntnisse zum Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen sowie zur schnellen und kompetenten Unterstützung zur Verfügung. Mit dieser Komponente individualisieren Sie Ihre Serviceleistungen ohne Umwege, reagieren umgehend und lösungsorientiert auf Anfragen – im Sinne der Kundenzufriedenheit. Eine Service-Konsole unterstützt die Mitarbeiter bei der Einhaltung des Service-Level-Agreement (SLA), zugleich gestatten Analysen die Leistungsoptimierung, abgestimmt auf die unternehmensinternen Prozesse. Ergänzend steht mit dem Self-Service-Portal eine Wissensdatenbank für häufige Probleme und Fragen zur Verfügung: Kunden erhalten hier wichtige Anfragen ohne weiteren Zeitaufwand und Anfragen an den Service.

Transparente und prozessorientierte Preis-Leistungs-Gestaltung bei SugarCRM

Als Komplettlösung vereint Sugar CRM, ERP, Marketing und FiBu zentral und effizient. Die gestaffelten Lizenzmodelle gestatten eine exakte Kalkulation, der Support ist inklusive. Benötigen Sie zusätzliche Module, können Sie SugarCRM bedarfsgerecht erweitern. Die Software ist übergreifend für kleine und mittelständische Unternehmen konzipiert, erfüllt aber mit flexiblen Lösungen auch viele branchenspezifische Anforderungen.

Alternativen für den individuellen Bedarf und spezielle Branchenlösungen

Versteckte Kosten sind mit SugarCRM nicht zu erwarten. Den Lizenzgebühren der Software steht das Potenzial zu einer effektiven Prozessoptimierung auf mehreren Ebenen gegenüber, was langfristig zu Zeit- und Kosteneinsparungen führen kann. Möchten Sie sich zunächst von dem Leistungsumfang und der Eignung überzeugen, können Sie auf eine kostenlose Demoversion zugreifen.

Sind Sie vom Konzept des SugarCRM an sich überzeugt, wünschen aber eine Lösung mit offenem Quellcode, entsprechen möglicherweise Open-Source-Systeme wie Vtiger, SuiteCRM oder Odoo Ihren Vorstellungen.

Vtiger basiert auf dem Quellcode von SugarCRM 6.5.x in der Community-Edition, um als Abspaltung weiterhin eine Open-Source-Lösung zur Verfügung zu stellen. Neben dem CRM als Kundenbeziehungsmanagement an sich sind Module für den Vertrieb, den Service, das Marketing, die Warenwirtschaft sowie das Angebots- und Rechnungswesen integriert. Schnittstellen erlauben die nahtlose Integration, Add-ons und der offene Quellcode erweitern die Möglichkeiten. Ähnlich verhält es sich mit SuiteCRM, welches auf SugarCRM in der Version 6 basiert.

Eine weitere Alternative finden Sie in Odoo: Die Community-Version versteht sich als Open-Source-Variante, während die Enterprise-Version zusätzliche kommerzielle Komponenten erhält. Grundsätzlich integriert sind CRM, ERP, FiBu, Lagerverwaltung, Produktion, Projekt- und Dokumentenmanagement sowie E-Commerce-Module.

Die flexibleren Konfigurations-, Anpassungs- und Erweiterungsmöglichkeiten der Open-Source-Alternativen können sich für spezielle Branchenlösungen als vorteilhaft erweisen. Auch besonders Budget-orientierte Kleinunternehmen bevorzugen in der Einstiegsphase gelegentlich zunächst kostengünstige, bedarfsgerecht konfigurierbare Varianten. Mit steigender Komplexität und höheren allgemeinen Anforderungen in den einzelnen Teilbereichen ist ein späterer Umstieg auf SugarCRM jederzeit möglich.

ErpNext ist eine kostenlose, webbasierte Open Source Software für kleine und mittelständische Unternehmen. Das Software-Paket enthält zahlreiche Module, mit denen Unternehmen von der Warenwirtschaft über das Kundenbeziehungsmanagement bis hin zur Finanzbuchhaltung alle Aufgaben erledigen können. ErpNext kann auf eigenen Servern installiert und betrieben oder als SaaS (Software-as-a-Servivce) in einer Cloud genutzt werden.

Ob Start-up, kleines oder mittelständisches Unternehmen – wer wettbewerbsfähig bleiben und langfristig am Markt bestehen will, braucht eine leistungsfähige Unternehmenssoftware. Proprietäre Software-Lösungen, die alle wichtigen Funktionen in sich vereinen, sind in der Regel jedoch sehr kostspielig. Das auch kostenlose Open Source Software eine ausgezeichnete Leistung bieten kann, die keine Wünsche offenlässt, zeigt das Beispiel ErpNext.

Entwickelt und vertrieben wird die komplette Software von der Frappé Technologies Pvt. Ltd. and Community mit Sitz in Mumbai, Indien. Das Unternehmen wurde im Jahr 2008 gegründet. Die erste Version der auf den Programmiersprachen Python und JavaScript basierenden Software wurde 2010 unter der GNU General Public License veröffentlicht. Bis heute wird die Software unter dieser Lizenz vertrieben und ist eines der wenigen Open Source Software-Pakete für den professionellen Einsatz in Unternehmen, das vollkommen kostenfrei genutzt werden kann. Das heißt, im Gegensatz zu proprietären Softwarelösungen müssen Nutzer für die Nutzung von ErpNext keine Lizenzgebühren bezahlen. Laut Frappé soll dies auch in Zukunft so bleiben. Zwei Open Source Alternativen zu dieser Software sind Vtiger und odoo, deren Funktionsumfang mit ErpNext vergleichbar ist.

ErpNext Module

Die Frappé Software ist modular aufgebaut. Sie enthält mehrere sogenannte Core Module und verschiedene Erweiterungen. Die wichtigsten Kernmodule sind:

  • Finanzbuchhaltung
  • Auftragsmanagement
  • Customer-Relationship-Management
  • Berichtswesen / Analyse
  • Warenwirtschaft / Lagerverwaltung
  • Verkauf & Einkauf
  • Personalmanagement (HRM)
  • Vertriebsmanagement
  • Projekt- und Aufgabenmanagement
  • Kundenservice
  • Asset Management
  • Qualitätsmanagement

ErpNext Branchenlösungen

Das Softwarepaket bietet neben den Kernmodulen verschiedene vorkonfigurierte und einsatzbereite Module für verschiedenen Branchen. Beispielsweise für Dienstleister, Hersteller, Einzelhändler, Unternehmen der Gesundheitsbranche und Unternehmen aus dem Landwirtschaftssektor. Diese kostenlosen Erweiterungen werden als Industry Module bezeichnet und können bei Bedarf installiert werden. Durch diese Module kann die ErpNext Softwaresuite direkt als genutzt werden.

ErpNext – einfache Anpassung und Erweiterung

Falls kein Standard-Eingabefeld für bestimmte Daten zur Verfügung steht, können benutzerdefinierte Eingabefelder entsprechend Ihren Anforderungen hinzugefügt werden. Generell können ErpNext Formulare individualisiert werden. Beispielsweise mit eigenen Skripten. Zudem ist es möglich, serverseitige Skripte hinzuzufügen, um bei bestimmten Eingaben vordefiniere Ereignisse auszulösen oder eigene Anwendungen zu entwickeln.

Komfortable Integration verschiedener Anwendungen

ErpNext bietet die Möglichkeit, verschiedene Anwendungen in die Softwareumgebung zu integrieren. Beispielsweise den Amazon Connector, mit dem Produkte und Bestellungen direkt vom Amazon Marktplatz abgerufen werden können. Verschiedene Bezahldienste wie PayPal oder Razorpay können ebenfalls mit ErpNext genutzt und Kunden angeboten werden. Auf Wunsch ist es möglich, Nutzern die automatisierte Datensicherung im einem Dropbox Konto zu erlauben. Als zentralisiertes Zugangskontrollsystem kann LDAP, das Lightweight Directory Access Protocol integriert und genutzt werden. Ebenso ist es möglich, Woocommerce und verschiedene Google-Dienste wie Google Contact, Kalender, Google Drive oder Maps in ErpNext zu integrieren.

ErpNext ist eine voll ausgestattete ERP Software mit Warenwirtschaft, HRM, CRM, Projektmanagement, Einkaufsmanagement, E-Commerce und vielem mehr. Die Software ist einfach und intuitiv bedienbar. Weitere Vorteile sind die zahlreichen Schnittstellen und die vielfältigen Anpassungsmöglichkeiten an den individuellen Bedarf. Zudem wird ErpNext von einer aktiven Community mit mehr als 7.000 Mitgliedern unterstützt, die bei Fragen und Problemen gerne weiterhelfen. Die Open Source Software von Frappé hat nur einen Nachteil. Sie eignet sich nicht für große Unternehmen. ErpNext ist jedoch eine sehr gute Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen, die eine ausgereifte ERP Software suchen, jedoch keinen fünf- oder sechsstelligen Eurobetrag in eine proprietäre Software investieren wollen.

IFRS ist die Abkürzung für „International Financial Reporting Standards“, auf Deutsch internationale Rechnungslegungsgrundsätze. In den Standards werden Regeln festgelegt, um die Jahresabschlüsse von Konzernen weltweit konsistent, transparent und vergleichbar zu machen. Die IFRS wurden in der Europäischen Union entwickelt und werden vom International Accounting Standards Board (IASB) mit Sitz in London herausgegeben.

Große Unternehmen und Konzerne, die den Kapitalmarkt nutzen, um Finanzmittel zu beschaffen, müssen seit einigen Jahren ihre Bilanz und Konzernabschlüsse nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften erstellen. Die International Financial Reporting Standards (IFRS) sind international gültige Vorschriften für weltweit konsistente, transparente und vergleichbare Abschlüsse.

Wo werden die IFRS verwendet?

Die IFRS dienen dazu, die Rechnungspraktiken und -aussagen einheitlich zu gestalten. Sie sollen Unternehmen und Investoren ermöglichen, fundierte Finanzanalysen und -entscheidungen auf einer einheitlichen Informationsbasis zu treffen. Vorläufer der IFRS waren die International Accounting Standards (IAS). Diese Rechnungslegungsgrundsätze wurden bis zum Jahr 2000 vom International Accounting Standards Committee (IASC) herausgegeben. Sie enthalten wie die International Financial Reporting Standards ebenfalls grundlegende Vorschriften zur Rechnungslegung und Regelungen zur Bilanzerstellung. Die IAS sind in den IFRS aufgegangen aber heute noch gültig. Nur ein Teil der alten IAS Standards ist heute obsolet.

Struktur der International Financial Reporting Standards

Die IFRS enthalten im Gegensatz zum HGB (Handelsgesetzbuch) keine allgemeingültigen Vorschriften und in sich geschlossene Regeln für die Rechnungslegung. Die IFRS setzen sich vielmehr mit Einzelfragen auseinander, sodass die einzelnen Vorschriften wesentlich ausführlicher ausgelegt sind, als die gesetzlichen Bestimmungen im deutschen Handelsgesetzbuch. Durch die detaillierte Auseinandersetzung mit Einzelfragen kommt es bei den IFRS häufig zu sich wiederholenden Angaben innerhalb des Regelwerks. Grundsätzlich bestehen die International Financial Reporting Standards aus den drei Teilen Framework, Standards und den Interpretations.

Die Standards und die sogenannten Interpretations bauen auf dem Framework auf. Dadurch erfolgt eine inhaltliche Konkretisierung im Einzelfall immer von unten nach oben, das heißt, vom Framework ausgehend über die Standards zu den Interpretations. Das Framework liefert zunächst allgemeine Informationen über die Zielsetzung der International Financial Reporting Standards. Darüber hinaus sind hier Hinweise für die Ausgestaltung von Konzernabschlüssen enthalten. Alle im Framework enthaltenen Informationen sind jedoch nicht verbindlich.

Standards von Jahresabschlüssen

Deutlich konkreter sind die Standards. Sie geben unter anderem eine formal zu erfüllende Darstellung und Gliederung für die Jahresabschlüsse von Konzernen vor. Beispielsweise müssen Unternehmen jeweils zum Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres, das heißt mindestens zweimal jährlich, ihre Finanz- und Vermögenslage veröffentlichen. Zudem ist in den Standards vorgegeben, dass die Jahresabschlüsse Informationen über den Gesamterfolg des Unternehmens, Veränderungen des Eigenkapitals und sowie Angaben zu den Zahlungsströmen enthalten muss. Darüber hinaus müssen im Anhang zur Bilanz Angaben zu den angewendeten Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden gemacht machen. Zurzeit gibt es im IFRS 16 + 41 IAS Standards, in denen jeweils ein spezielles Problem bei der Bilanzierung behandelt wird. Der dritte Teil der International Financial Reporting Standards, die Interpretations sind die offizielle Auslegung der Standards und ergänzen diese.

Grundlegender Aufbau eines Standards der IFRS

Die in den IAS/IFRS enthaltenen Standards sind grundsätzlich alle gleich strukturiert. Zunächst wird die Zielsetzung des jeweiligen Standards und dessen Anwendungsbereich beschrieben. Ergänzt wird diese Beschreibung durch die Definition der wesentlichen Begriffe. Danach folgt eine Behandlung der Bewertungsfragen und wie die Ausweisung in der Bilanz erfolgen soll. Hinzu kommen Ausführungen zu den erforderlichen Offenlegungen. Diese entsprechen in etwa den laut HGB erforderlichen Angaben in Bilanzanhang. Revidierte und neue Standards enthalten einen Hinweis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen Standards oder zum Inkrafttreten der Neuregelung /Änderung.

Unterschiede zwischen IFRS und GAAP

Zwischen den International Financial Reporting Standards und den beispielsweise in den USA und Kanada angewendeten allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen (GAAP) bestehen mehrere Unterschiede. Beispielsweise in der Art und Weise, wie Bestände bilanziert werden. Es gibt zwei Möglichkeiten. First-In-First-Out (FIFO) und Last-In-First-Out (LIFO). FIFO bedeutet, das zuerst gekaufte Bestände zuerst wieder verkauft werden. LIFO bedeutet, dass der letzte Bestand der erste ist, der verkauft wird. IFRS verbietet LIFO, während es bei Anwendung der GAAP möglich ist, beide frei Prinzipien zu verwenden.

Verpflichtung zur Anwendung der IFRS für Konzerne

Die Anwendung der International Financial Reporting Standards ist seit dem 1. Januar 2005 für Konzerne und Unternehmen, deren Aktien oder Anleihen am Kapitalmarkt gehandelt werden, verpflichtend. Zusätzlich müssen in Deutschland ansässige Unternehmen die Steuerbilanz nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellen. Das bedeutet, dass für Unternehmen in Deutschland der Aufwand für die Erstellung der Jahresabschlüsse annähernd verdoppelt hat. Zurzeit werden die IFRS in mehr als 120 Ländern weltweit angewendet. Neben den Ländern der Europäischen Union sind die International Financial Reporting Standards mittlerweile verpflichtend in vielen Ländern Asiens und Südamerikas.

Welche Vorteile bieten die IFRS?

Trotz des erhöhten Aufwands bei der Bilanzerstellung werden die IFRS von einem Großteil der Unternehmen sehr positiv gesehen. Durch die Vereinheitlichung der Bilanzierungsrichtlinien ermöglichen die International Financial Reporting Standards Anlegern, Investoren und anderen interessierten Personenkreis einen objektiven und einfachen Vergleich der verschiedenen Unternehmen, egal wo sie ihren Sitz haben. Dies ist beispielsweise ein wesentlicher Vorteil bei einem Unternehmensverkauf , wenn im Rahmen der Due Diligence im Datenraum ein Unternehmen objektiv bewertet werden muss.

IAS ist die Abkürzung für „International Accounting Standards“, auf Deutsch internationale Rechnungslegungsstandards. Dabei handelt es sich um eine Reihe von international vereinbarten Grundsätzen und Verfahren, die festlegen, auf welche Art und Weise die Rechnungslegung in kapitalmarktorientierten Unternehmen oder Konzernen erfolgen soll.

IAS – Basis für die Rechnungslegung internationaler Unternehmen

Im Zuge der seit Mitte der 1960er Jahre zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft wurde deutlich, dass ein weltweit akzeptierter Rahmen für die auf internationaler Ebene konsistente, vergleichbare, zuverlässige und transparente Erstellung von Finanzunterlagen und -berichten notwendig ist. Diesen einheitlichen Rahmen bilden die bis 2001 veröffentlichten IAS und die nachfolgenden IFRS.

Wer ist für die IAS verantwortlich?

Die IAS wurden vom International Accounting Standards Committee (IASC) erstellt und herausgegeben. Das IASC wurde 1973 von Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan, Mexiko, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich gegründet. 1989 veröffentlichte das IASC mit dem „Framework for the Preparation and Presentation of Financial Statements“ das erste internationale akzeptierte „konzeptionelle Rahmenwerk“, um Unternehmen bei der Rechnungslegung und Berichterstattung zu unterstützen. Bis zum Jahr 2001 wurden insgesamt 41 IAS Standards vom IASC entwickelt und veröffentlicht.

Ab dem Jahr 2001 wurde eine neue Reihe mit insgesamt 17 Standards entwickelt, die als International Financial Reporting Standards (IFRS) bezeichnet werden. Gleichzeitig erfolgte eine Umbenennung des International Accounting Standards Committee in International Accounting Standards Board (IASB). Seit dem 1. Dezember 2016 hat das IASB 14 Vorstandsmitglieder. Die Mitglieder werden für eine fünfjährige Amtszeit ernannt. Die Verfassung des IASB schreibt vor, dass jeweils vier Vorstandsmitglieder aus der Region Asien/Ozeanien, Europa, Nord- und Südamerika, ein Mitglied aus Afrika und ein weiteres aus einem beliebigen Gebiet stammen müssen. Die Mitglieder des IASB Boards müssen einerseits über praktische Erfahrung und andererseits über eine hohe fachliche Kompetenz in Bezug auf die Rechnungslegung großer Unternehmen verfügen.

Das IASB hat seinen Sitz in London und ist bis heute Herausgeber der aktuellen IFRS. Die älteren IAS werden vom International Accounting Standards Board regelmäßig überarbeitet und bei Bedarf aktualisiert. In der Europäischen Union sind die IFRS seit dem Jahr 2005 von kapitalmarktorientierten Unternehmen bei der Bilanzerstellung verpflichtend anzuwenden. Andere Unternehmen, die international tätig sind, von denen jedoch keine Aktien, Anleihen oder andere Wertpapiere an einer Börse gehandelt werden, können diese Standards ebenfalls anwenden, sind jedoch nicht dazu verpflichtet.

Warum wurden die IAS entwickelt?

Moderne Volkswirtschaften sind auf grenzüberschreitende Transaktionen und den freien Fluss von internationalem Kapital angewiesen. Mehr als ein Drittel aller weltweiten Finanztransaktionen finden heute grenzüberschreitend statt – mit steigender Tendenz. Investoren suchen weltweit nach Diversifizierungs- und Investitionsmöglichkeiten und Unternehmen beschaffen Kapital an den globalen Finanzmärkten, agieren zunehmend international und haben Tochtergesellschaften oder Niederlassungen in mehreren Ländern.

In der Vergangenheit wurden grenzüberschreitende Aktivitäten dadurch erschwert, dass verschiedene Länder ihre eigenen nationalen Rechnungslegungsstandards hatten. Dieser Flickenteppich unterschiedlicher Vorschriften erhöhte häufig die Kosten für internationale Transaktionen, die Komplexität der Abschlüsse und letztendlich das Risiko für Investoren und andere, die diese Abschlüsse für wirtschaftliche Entscheidungen verwenden.

Die Anwendung nationaler Rechnungslegungsstandards bedeutete, dass die im Jahresabschluss ausgewiesenen Beträge oft auf unterschiedlichen Grundlagen berechnet werden. Für Kapitalgeber und andere interessierte Personenkreise bedeutet dies, dass die Details der nationalen Rechnungslegungsstandards im Einzelnen untersucht werden müssen, da selbst ein geringer Unterschied in den Anforderungen bei der Rechnungslegung einen erheblichen Einfluss auf die veröffentlichte Leistung und finanzielle Lage eines Unternehmens haben kann.

Mit den IAS und den seit 2001 veröffentlichten IFRS wurden die Jahresabschlüsse transparenter und leichter vergleichbar. Die IAS und IFRS-Standards behandelt einzelne Themenbereiche der Rechnungslegung und empfehlen, wie bestimmte Transaktionen in der Rechnungslegung dargestellt werden sollten, Sie sorgen für Transparenz, indem sie die Qualität von Finanzinformationen vereinheitlichen und verbessern. Dies ermöglicht Anlegern und anderen Marktteilnehmern, fundierte wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen. Die IAS und IFRS Standards verringern die Informationslücke zwischen den Kapitalgebern und den Unternehmen und Personen, denen sie ihr Geld anvertraut haben. Die Standards schreiben die Veröffentlichung von Informationen vor, die erforderlich sind, um das Management zur Rechenschaft zu ziehen.

Als Rahmen für global vergleichbare Informationen sind die IAS und IFRS-Standards auch für Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt von entscheidender Bedeutung. Nicht zuletzt tragen die Standards zur Wirtschaftlichkeit bei, indem sie Anlegern helfen, Chancen und Risiken zu identifizieren und so die Kapitalallokation zu verbessern. Für Unternehmen reduziert die Verwendung weltweit gültiger Standards die Kapitalkosten und senkt die Kosten für die internationale Berichterstattung.

Welche Vorteile bietet diese Rechnungslegung?

Die Mitgliedsländer der G20 und andere große internationale Organisationen sowie sehr viele Regierungen, Wirtschaftsverbände und Investoren unterstützen das Ziel eines einheitlichen Satzes von qualitativ hochwertigen, globalen Rechnungslegungsstandards. Unter anderem macht die Weltbank die Vergabe von Krediten davon abhängig, ob die IAS verwendet werden. In der Regel verlangen international tätige Investoren Abschlüsse, die auf Grundlage dieser Standards erstellt worden.

Dies hat dazu geführt, dass die IAS und IFRS trotz eines für viele Unternehmen zunächst erhöhten Aufwandes bei der Rechnungslegung heute weitgehend akzeptiert werden. Die IAS und IFRS ermöglichen Investoren und anderen interessierten Personenkreisen den unkomplizierten Vergleich von Unternehmen bei einem Unternehmensverkauf egal, in welchem Land das Unternehmen seinen Sitz hat. Diesen Vorteil wissen Investoren zu schätzen, wenn sie im Datenraum ein Unternehmen im Rahmen der Due Diligence bewerten.