Mit diesem Begriff werden Sie täglich mehrmals, in ganz unterschiedlichen Situationen und verschiedenen Kontexten konfrontiert. Doch was ist das Internet und worum handelt es sich, wenn vom World Wide Web, WWW oder vom Netz die Rede ist und wenn Ihnen jemand erzählt, dass er online geht? Kurz und bündig erläutert ist das Internet ein globales Netzwerk aus mehreren Millionen Computern.

Die Grundlagen und Hintergründe des Internets

Um das weltweite Netzwerk zu nutzen, benötigen Sie einen Computer und einen Internetanschluss. Erst dann können Sie elektronische Nachrichten versenden, 24/7 im Internet einkaufen oder Produkte vergleichen und sich Bilder ansehen sowie Informationen einholen. Der Begriff Internet setzt sich aus der englischen Bezeichnung Network für Netzwerk und dem Präfix „Inter“ zusammen. Im geschichtlichen Zeitalter ist das Internet noch verhältnismäßig jung. Auch wenn es schon früher ähnliche Entwicklungen ab, hat sich die weltweite Vernetzung für kommerzielle und informative Zwecke erst in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts etabliert. Rechenzentren entstanden, Server als zentrale Schnittstelle des Internets wurden entwickelt und Browser, die sichtbare Oberfläche jedes Computers erblickten das Licht der Welt. Das Internet ist eine komplexe Struktur aus Verbindungen, die keine Grenzen kennen und dementsprechend in Bruchteilen von Sekunden mit Menschen auf der ganzen Welt Kontakt aufnehmen und kommunizieren lassen. Anfänglich waren die Leitungen (ursprünglich wurden die Daten über das Telefonnetz übertragen) noch nicht so leistungsstark wie heute. Das heißt, dass die Nutzung des Internet mehr Zeit beanspruchte und kein Vergleich zur heute schnellen und beinahe in Echtzeit möglichen Übertragung ist.

Wie und warum das Internet Vorteile verschafft

Wie bereits angeschnitten, bietet Ihnen das Internet Kommunikations-, Einkaufs- und Informationsmöglichkeiten ohne Grenzen. Die grundlegenden Aspekte für die Internetnutzung sind ein internetfähiges Endgerät, zum Beispiel ein Computer, ein Notebook oder auch ein Smartphone. Dann benötigen Sie eine Leitung, die Sie beim Telefon- oder Kabelanbieter anmelden und für die Sie Gebühren zahlen müssen. Nachdem Sie das Fundament geschaffen haben, benötigen Sie noch einen Browser und einen Internet-Provider, bei dem Sie die gewünschten Leistungen günstig und zuverlässig erhalten. Am besten ist eine Flatrate, für die Sie einen monatlichen Festpreis zahlen und keine Zusatzkosten für das Internet auf die Agenda setzen.

Auch eine Drosselung der Geschwindigkeit bleibt bei Flatrate-Tarifen aus, so dass Sie rund um die Uhr im Web surfen und das Internet für all die Dinge nutzen können, die Ihnen wichtig sind. Nachdem das „Wie“ in der Nutzung erklärt ist, stellt sich noch die Frage nach dem „Warum“. Wer bisher noch nichts mit dem Internet zu tun hatte steht vor der Frage, warum er diese Möglichkeit überhaupt nutzen soll. Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung und viele Dinge sind nur noch, oder aber viel einfacher online als offline möglich. Im Internet können Sie Einkäufe tätigen, Kontakte finden und Informationen einsehen, Bilder betrachten und Ihre Gedanken mit anderen Menschen teilen. Daher bereichert die Digitalisierung Ihr Leben und schafft Möglichkeiten, die Ihnen ohne einen Zugang zum Internet verwehrt bleiben.

Ist das Internet überall verfügbar?

In einem Großteil der Bundesrepublik können Sie ganz einfach über Ihren Hausanschluss ins Internet. Doch die Bandbreite, also die Übertragungsgeschwindigkeit variiert und hängt durchaus von Ihrem Standort und der dort anliegenden Verbindung ab. Vor allem in den ländlichen Regionen müssen Sie mit einer langsamen 16 Mbits Übertragung Vorlieb nehmen, während Sie in den Städten und bereits ausgebauten Regionen bereits Breitbandinternet über Kabel oder Glasfaser nutzen können. Welche Möglichkeiten Sie über das Internet nutzen können, hängt zum großen Teil von der Geschwindigkeit ab. Internettelefonie und normales Surfen benötigen keine rasante Geschwindigkeit. Wollen Sie hingegen auch das Fernsehprogramm über das Internet streamen, sind mindestens 50 Mbits, noch besser 100 Mbits Übertragungsrate notwendig.

Gleiches gilt auch für den Konsum von Filmen im virtuellen Verleih. Kinogenuss benötigt eine schnelle Internetverbindung, da Filme aufgrund ihrer großen Datenmenge „hängen“ und nicht einwandfrei laufen. Welchen Internetanschluss und welche Übertragungsrate Sie vertraglich vereinbaren können, steht im direkten Zusammenhang mit den Angeboten an Ihrem Standort. DSL, VDSL und Breitband oder UMTS sind die gängigsten, aber nicht die einzigen Verbindungsmöglichkeiten mit dem Internet. Bei einem Neuanschluss empfiehlt sich eine Beratung, in der Sie über alle wichtigen Details zu Ihrem Anschluss, seiner Geschwindigkeit und weiteren Fakten in Kenntnis gesetzt werden.

Das Web – stationär und mobil

Generell wird Internet zwischen einem klassischen stationären Anschluss über die Telefondose oder den Kabelanschluss und das mobile Netz unterteilt. Während Sie für stationäres Internet einen Router oder ein Modem und einen Computer am Vertragsstandort benötigen, können Sie im mobilen Netz ortsunabhängig surfen. Hierfür benötigen Sie nur einen Mobilfunkvertrag mit Datenvolumen und ein Smartphone. Die Bedeutung des Internets ist in den vergangenen 25 Jahren rasant gewachsen und es ist absehbar, dass die Zukunft noch digitaler und die Vernetzung auf globaler Ebene somit noch wichtiger wird. Neben dem Besuch von Seiten im Web nimmt das Internet heute einen wichtigen Bestandteil der Telefonie ein. Es ist ein Fakt, dass der Verzicht auf den digitalen Anschluss heute von vielen interessanten Möglichkeiten ausschließt.

Was ist ein WLAN Controller (und wer braucht ihn)?

Mit einem Wireless LAN Controller können Sie unabhängig vom Gerät, in dem es sich befindet, eine Reihe von Zugriffspunkten (Access Points, APs) auf vereinfachte Weise zentral verwalten und konfigurieren. Somit ermöglicht ein WLAN Controller die effiziente Verwaltung von WLAN-Netzen und deren Zugriffspunkten – vor allem wenn es vielzählige Access Points gibt.

Bei WLAN handelt es sich um eine drahtlose Architektur, die darauf abzielt, sich ändernden Netzwerkanforderungen gerecht zu werden. Ein WLAN-Controller verwaltet drahtlose Netzwerkzugriffspunkte, über die drahtlose Geräte eine Verbindung zum Netzwerk herstellen können.

WLAN-Controller sind physische Geräte, die im zentralen Datenraum in einem Rack montiert sind und gleichzeitig mit jedem AP kommunizieren. Dies ermöglicht die einfache und schnelle Konfiguration mehrerer APs, ohne dass IT-Experten jeden einzelnen manuell konfigurieren müssen.

Wie funktioniert ein WLAN Controller?

Gegenwärtig können WLAN Controller mehrere Tausend APs steuern. Auf diese Weise können Unternehmen SSIDs, die dynamische Kanalzuweisung, die Übertragungsleistung, den Sicherheitstyp, die VLAN-Zuordnung, die Kanalrichtlinie und alles andere im Zusammenhang mit drahtloser Kommunikation über eine einzige Verwaltungsschnittstelle steuern und bereitstellen.

Der WLAN-Controller ist auch dafür verantwortlich, Firmware und Konfigurationscodes an die Zugriffspunkte zu senden. Darüber hinaus verwaltet es das Roaming in den Modi Layer 2 und Layer 3 und verfolgt alle verbundenen Clients, einschließlich der MAC-Adressinformationen und des zugehörigen AP. Es ist auch der Teil des Netzwerks, der Ihren kabellosen Verkehr mit Ihrem kabelgebundenen Netzwerk verbindet.

Das System übernimmt auch das Radio Resource Management. Er sammelt alle Informationen von den APs und ermöglicht sowohl dem Administrator als auch dem drahtlosen Netzwerk selbst eine vollständige 3D-Ansicht des Netzwerks. Durch die Übernahme des Radio Resource Management steuert der WLAN Controller auch, auf welchen Kanälen die APs geschaltet sind, wie viel Sendeleistung sie haben und was bei Störungen zu tun ist.

Der WLAN-Controller ist eine reale Anwendung des Konzepts einer separaten Verwaltungs- und Datenebene. Der WLAN-Controller ist die Verwaltungsebene, und die APs arbeiten in der Datenebene. Mit dieser Trennung erreichen Unternehmen, deren WiFi über vielzählige Zugriffspunkte verfügt, die größtmögliche Effizienz.

Wie funktioniert ein WLAN Controller?

Management und Betrieb
Dies sind die Aufgaben, die die Bereitstellung und den Betrieb des Wireless LAN-Netzwerks auf einheitliche und einfache Weise ermöglichen, ohne die gleichen Vorgänge in jedem der APs innerhalb des lokalen Netzwerks wiederholen zu müssen. Mit diesen Funktionen können Sie Probleme im Netzwerk konfigurieren, überwachen und diagnostizieren sowie Warnungen senden und empfangen, wenn Probleme erkannt werden. Um eine homogene Netzwerkleistung zu erzielen, wird in diese Gruppe auch das Betriebssystem-Update der APs aufgenommen, sodass alle dieselbe Version haben.

Aggregation und Verarbeitung des Datenverkehrs von drahtlosen Geräten wie Tablets und Smartphones
Solche Funktionen werden im WLC nicht immer ausgeführt, was hauptsächlich von der verwendeten Netzwerkarchitektur abhängt. Wenn der gesamte Datenverkehr von drahtlosen Geräten über den Controller geleitet wird, können mit diesem Datenverkehr „Dinge“ erledigt werden, z. Bsp. das Verschlüsseln sowie das Trennen des Datenverkehrs zum Senden an verschiedene Netzwerke oder das Filtern nach Prioritäten gemäß vordefinierter Qualitätsrichtlinien.

Lokale drahtlose Funktionen
Die spezifischen Merkmale der Funktechnologie machen die Verwendung von Koordinations- und Schutzmechanismen innerhalb eines bestimmten Funkspektrums für eine effizientere Nutzung in einem bestimmten lokalen Gebiet ratsam. Die Mechanismen sind hier gruppiert, sodass jeder AP einen anderen Teil des elektrischen Spektrums (Kanals) als die umliegenden verwendet. Ein WLAN Controller bietet Mechanismen zur Optimierung der Verkehrsverteilung zwischen drahtlosen Geräten und APs, zur Erkennung von Interferenzen und sogar zur geografischen Positionierung der Geräte mithilfe von Funk-Triangulationsmechanismen.

Andere „Nicht-Wi-Fi“ -Funktionen
Viele Controller verfügen auch über Funktionen, die mit der Wi-Fi-Technologie wenig oder gar nichts zu tun haben, z. Bsp. dienen sie als Druckerserver, als NAS (Network Attached Storage) oder als herkömmlicher fester LAN-Switch.

Wie zu vermuten ist, wird die Skalierbarkeit durch Hinzufügen eines WLAN-Controllers erheblich verbessert, da auf einfache Weise mehr Zugriffspunkte im Netzwerk installiert werden können und die Komplexität bei Bereitstellung und Verwaltung verringert wird.

Wer braucht einen WLAN Controller?

Für alle Unternehmen, die in ihren Gebäuden/auf ihrem Gelände 2 oder mehr Access Points zu ihrem WLAN Netzwerk verfügen, ist ein WLAN Controller empfehlenswert. Durch die Verwaltung aller Access Points als vollständiges WLAN-System bietet die Nutzung eines WLAN Controllers nicht nur maximale Skalierbarkeit, Leistung und WLAN-Steuerung. Moderne WLAN Controller sind heutzutage standardmäßig mit effizienter eingebetteter Software ausgestattet, verwenden, wie im obigen Abschnitt bereits erwähnt, Radio Resource Management (RRM) -Algorithmen, um Änderungen frühzeitig zu erkennen und notwendige Anpassungen vorzunehmen.
Unternehmen, egal ob klein, mittelgroß oder groß, profitieren vom erstellen einer selbstkonfigurierenden, selbstoptimierenden und selbstkorrigierenden WLAN-Umgebung. Diese Anpassungen erzeugen die optimale Topologie für drahtlose Netzwerke auf die gleiche Weise wie Routing-Protokolle.

Ein WLAN Controller übernimmt so viele Arbeitsschritte und Prozesse, dass IT Abteilungen spürbar entlastet werden können. In einer Welt, die ohne effiziente WLAN-Nutzung nicht so funktionieren würde, wie erfolgreiche Unternehmen es heute benötigen, sind WLAN-Controller von großer Bedeutung für die optimale Nutzung der vorhandenen Technologien.

FOSS – was Sie über freie und quelloffene Software wissen müssen

Die Abkürzung FOSS steht für „Free and Open Source Software“. Alternativ existiert auch die Bezeichnung „Free/Libre Open Source Software“ (FLOSS). FOSS bzw. FLOSS fassen die Begriffe „Freie Software“ und „Open-Source-Software“ zusammen. Sie bezeichnen quelloffene Software aller Art, also Software, deren von Softwareentwicklern erstellter, menschenlesbarer Programmtext offen gelegt und verfügbar ist.

Die Quelltexte von FOSS sind in der Regel in einer höheren Programmiersprache verfasst, die von einem Compiler in ein binäres Format überführt wird, welches dann von Computern ausgeführt werden kann. Bei nicht-quelloffener Software ist im Gegensatz zu FOSS nur dieser Binärcode erhältlich. Die FOSS-Programme dürfen meist beliebig kopiert, verbreitet und genutzt werden. Es gibt für sie keine Nutzungsbeschränkungen, weder bezogen auf die Anzahl der Benutzer, noch bezogen auf die Anzahl der Installationen. Mit dem Kopieren und der Verbreitung von FOSS-Programmen sind kein Anschaffungspreis und keine Lizenzgebühren verbunden. Nutzer können die Software verändern und weiterentwickeln, eben weil sie im Quelltext vorliegt. Sie dürfen die veränderte oder weiterentwickelte Software anschließend weitergeben. FOSS ist darauf angewiesen, dass um die jeweilige Software herum eine Gemeinschaft entsteht, die die Software pflegt und weiterentwickelt. Damit bietet sie sich zum Lernen, Mitmachen und Verbessern an.

Vorteile der Software

An der Entwicklung eines FOSS-Programms kann sich eine beinahe beliebig große Anzahl von Einzelpersonen und Unternehmen beteiligen. Auf diese Weise wird der Entwicklungsaufwand geteilt, und jeder kann von der gemeinsamen Arbeit profitieren. Wenn ein Unternehmen eine Software benötigt, kann es sinnvoll sein, nicht Standardsoftware zu beschaffen oder eine vollständige Eigenentwicklung zu beginnen, sondern sich stattdessen an einem FOSS-Projekt zu beteiligen. Diese Projekte stellen bewährte Strukturen dar, über die Unternehmen gemeinsame Softwareentwicklung organisieren können, ohne komplexe Verträge miteinander aushandeln zu müssen. Das gilt, solange alle Beteiligten damit einverstanden sind, dass die Software unter einer FOSS-Lizenz steht.

Zu diesem Zweck existiert eine Vielzahl unterschiedlicher, populärer Lizenzen. Diese unterscheiden sich insbesondere mit Blick darauf, ob Software, die eine Weiterentwicklung von FOSS darstellt, oder Software, die ein FOSS-Programm nur benutzt und einbindet, selbst wieder unter einer FOSS-Lizenz veröffentlicht werden muss. Wenn eine Lizenz dies erzwingt, ist sie, was den FOSS-Charakter angeht, ansteckend. Dies wird auch mit dem Begriff „Copyleft“ bezeichnet. Lizenzen, die derartige Regelungen enthalten, fördern in bestimmten Bereichen effektiv die Verbreitung von FOSS, schränken auf der anderen Seite aber ihre kommerzielle Verwertbarkeit ein. Über die Frage, welche Art von Lizenzen gesellschaftlich und wirtschaftlich wünschenswert ist, gibt es umfangreiche, zum Teil ideologische Auseinandersetzungen. Ein wichtiger Aktivist in diesem Themenbereich ist Richard Stallmann, der Gründer der Free Software Foundation (FSF).

Beispiele 

Es existieren sehr viele erfolgreiche Softwareanwendungen, die dem FOSS-Modell folgen. Traditionell gibt es ein starkes Angebot im Bereich der Betriebssysteme und der betriebssystemnahen Programme, sowie bei den IT-bezogenen Anwendungen. Beispiele hierfür sind das Betriebssystem Linux und der Webserver Apache, die jeweils führende Produkte ihrer Klasse darstellen. Beliebte FOSS-Anwendungen gibt es aber auch für viele andere Gebiete, von Office- und Media-Software bis zu Antivirensoftware und Satzprogrammen. Die folgenden Absätze stellen drei FOSS-Programme vor.

Ein für viele Heimanwender relevantes Beispiel ist der Mediaplayer VLC, der als Logo einen Verkehrsleitkegel verwendet, wie man ihn zur Markierung von Baustellen kennt. Die Software wird seit Mitte der Neunzigerjahre vom sogenannten VideoLAN-Team entwickelt, das aus Studenten der französischen École Centrale Paris sowie Entwicklern aus über 20 Ländern besteht. Es handelt sich um einen sehr populären Mediaplayer, der eine große Auswahl von Audio- und Videocodecs sowie Dateiformaten für das Streamen unterstützt. VLC ist u. a. für die Betriebssysteme Android, iOS, Linux, macOS und Windows verfügbar. VLC stellt eine gute Alternative zu kommerziellen Programmen wie Quicktime oder Windows Media Player dar.

Die Office-Suite LibreOffice ist ein weiteres, sehr bekanntes FOSS-Programm. Ursprünglich vom Hamburger Unternehmen Star Division in einem traditionellen Closed-Source-Modell als Alternative zu Microsoft Office entwickelt, wurde die Software im Jahr 1999 von Sun Microsystems übernommen, das die Quelltexte anschließend freigab. So entstand OpenOffice.org, von dem sich LibreOffice im Jahr 2010 abspaltete. LibreOffice umfasst Programme zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und zum Erstellen von Zeichnungen. Ebenfalls enthalten sind ein Datenbankmanagementsystem und ein Formeleditor. Neben der Desktopsoftware für Linux, Windows macOS gibt es auch eine Version für Android-Smartphones und -Tablets. Mit LibreOffice Online existiert außerdem eine Online-Office-Webversion.

Das Mozilla-Projekt Firefox basierte ursprünglich auf dem Quellcode des Netscape Communicators, der ursprünglich einen wichtigen Beitrag dazu geleistet hatte, dass Webbrowser überhaupt entstanden waren. Firefox gilt als ein moderner und leistungsfähiger Browser, der die Weiterentwicklung offener Standards im Internet unterstützt und im Bereich Privatsphäre und Datenschutz eine Vorreiterrolle einnimmt. Der Existenz und Verbreitung eines FOSS-Browsers kommt eine besondere Bedeutung zu, weil Webbrowser die „Tür“ zum World Wide Web darstellen und es problematisch wäre, wenn der Zugang ausschließlich von wenigen, kommerziellen Herstellern wie Google, Microsoft und Apple (Chrome, Edge, Safari) kontrolliert würde. Firefox hat heute laut StatCounter einen Marktanteil von knapp 9 % und ist damit einer der drei meistgenutzten Browser. Firefox ist für Linux, macOS und Windows verfügbar, außerdem gibt es Firefox Mobile für Android und iOS.

Zu den weiteren Programmen gehören ebenso: nginx, php, Asterisk, FreePBX

SAMBA – Netzwerk-Brücke zwischen Unix und Windows

SaMBA ist eine populäre, quelloffene Netzwerksoftware, die es Rechnern mit einem Unix- oder Linux-Betriebssystem ermöglicht, auf die Freigaben von Netzwerkressourcen aus Windows-Netzwerken (bzw. dem Microsoft-Verzeichnisdienst „Active Directory“) zuzugreifen, beispielsweise auf Dateien und Drucker. Darüber hinaus kann die Software auch dazu verwendet werden, Unix-/Linux-basierte Server oder Controller in einem solchen Netzwerk zu installieren und deren Ressourcen freizugeben.

Die gängigen Protokolle Server Message Block (SMB) bzw. Common Internet File System (CIFS, eine offene Version von SMB) sind die Basis, auf der Samba aufsetzt. Der Name „Samba“ spielt auf die Abkürzung „SMB“ an.

Samba unterliegt der GNU General Public License, ist auf vielen Unix-Systemen vorinstalliert und auf fast allen lauffähig. Die Gruppe, die Samba entwickelt, besitzt einen Kern von etwa 20 Personen. Ihre Arbeit wird von mehreren Unternehmen sowohl durch finanzielle als auch durch personelle Beiträge unterstützt, unter anderem von IBM.

 Server Message Block als Grundlage

Server Message Block, abgekürzt SMB, ist ein Protokoll für Datei-, Druck- und andere Netzwerkdienste. SMB ist bereits in den frühen 1980er Jahren bei IBM entstanden. Es folgt einem Client-Server-Modell: SMB-Server veröffentlichen Ressourcen im Netzwerk und Clients können auf diese Ressourcen zugreifen, indem sie Anfragen an einen SMB-Server richten und entsprechende Antwort erhalten. Die freigegebenen Ressourcen werden in der obersten Ebene als „Shares“ bezeichnet. Es kann sich dabei zum Beispiel um Drucker handeln, oder um Knoten eines Dateisystems, die durch Verknüpfung untereinander eine Ordnerstruktur bilden können. Ein Server kann beliebige Teile seines lokalen Dateisystems als Shares bereitstellen, daher ist die für einen Client sichtbare Hierarchie teilweise unabhängig von der Struktur auf dem Server. Die Zugriffsrechte werden durch sogenannte Access Control Lists (ACL, auf Deutsch: Zugriffssteuerungslisten) festgelegt. Sie können feingranular anhand von Attributen wie „ausführen“, „lesen“ und „Vollzugriff“ für einzelne Benutzer oder Benutzergruppen gesteuert werden. Die ACLs werden anhand der Shares festgelegt und müssen demnach ebenfalls nicht den lokal auf dem Server vergebenen Rechten entsprechen.

Die Authentifizierung der Benutzer geschieht strukturiert nach sogenannten Domänen. Eine Domäne ist eine zentral festgelegte Hierarchie von Rechnern, kann aber auch eine sogenannte Arbeitsgruppe (eine kleine Menge lokaler Rechner) oder ein einzelner Server sein. Die Domänen in einem Netzwerk werden bei Active Directory durch die Domänen-Controller verwaltet.

Eine wichtige Eigenschaft von SMB ist die Fähigkeit zum sogenannten Browsing. Es handelt sich um einen Mechanismus, mit dessen Hilfe Clients die Server im Netzwerk entdecken können. Browsing ist damit ein wesentlicher Aspekt für die Nutzerfreundlichkeit von SMB, weil andere Rechner gefunden und genutzt werden können, ohne dass zuvor Informationen über deren Netzwerkadresse und weitere technische Eigenschaften auf Clients eingetragen werden müssen.

SMB hielt bereits in frühe netzwerkfähige Windows-Versionen wie Windows for Workgroups, die Windows-9x-Versionen sowie die Windows-NT-Produktfamilie Einzug. Das Protokoll wurde im Laufe der Jahre durch verschiedene Unternehmen und Gruppen (u. a. Microsoft, SCO, IBM und Samba) erweitert, wobei Microsoft den Ton angab, seine Implementierungen jedoch nicht als Spezifikation offenlegte. Nach einem Kartellstreit mit der Europäischen Union wurde SMB im Jahr 2007 als Teil des Workgroup Server Protocols Program Entwicklern zugänglich gemacht.

Die Software Suite

Samba ist eine Softwaresuite, die aus mehreren Programmen besteht und das Protokoll SMB auf Unix-Systemen zur Verfügung stellt. Es erlaubt so die einfache Zusammenarbeit mit Windows-Computern. Samba implementiert zu diesem Zweck Funktionalitäten von Windows-Servern wie Datei- und Druckdienste.

Mit der Version 3 erlangte der Samba-Server die Fähigkeit, vollwertiges Mitglied einer Active-Directory-Domäne zu sein. Mit der Version 4 stellt Samba sogar einen Active Directory Domänen-Controller bereit.

Samba besteht aus vier wesentlichen Grundfunktionalitäten: 1. Datei- und Druckdiensten; 2. Authentifizierung und Autorisierung; 3. Namensauflösung; sowie 4. Browsing. Samba enthält dazu mehrere sogenannte Daemons; dabei handelt es sich um Unix-Hintergrundprogamme. Der zu Samba gehörende SMB Server Daemon „smbd“ stellt die ersten beiden Funktionalitäten bereit, während der ebenfalls zugehörige Server Daemon „nmbd“ (die Abkürzung steht für „NetBIOS message block daemon“) die letzten beiden Funktionalitäten implementiert. Der Server Message Block Service kontrolliert diese beiden Hintergrundprogramme.

Weitere relevante Module aus der Samba-Suite sind winbindd, ein Daemon, der den Abgleich von Benutzer- und Gruppenzuordnungen übernimmt, sowie das Samba Web Administration Tool (SWAT), eine Webanwendung, mit deren Hilfe ein Administrator Samba konfigurieren kann. SWAT wird als ein eigener kleiner Webserver im Unix-System gestartet und benutzt standardmäßig den TCP-Port 901. Samba 4 enthält eine komplette Reimplementierung von SWAT, die SWAT2 heißt und eine höhere Benutzerfreundlichkeit aufweist.

Mit Samba 4 ist außerdem als weiterer Daemon „samba“ hinzugekommen, der die Active-Directory-Emulation übernimmt und einen Active-Directory-Controller bereitstellen kann.

Konfiguration

Die Konfiguration von Samba erfolgt entweder über SWAT (bei Samba 4: SWAT2) oder über die Konfigurationsdatei smb.conf. Die smb.conf ist einfache Textdatei, die die Laufzeitkonfiguration festlegt. Die Datei besteht aus sogenannten Sections (Abschnitten) und Parametern. Es gibt drei vordefinierte Sections: [global], [homes] und [printers]. Einstellungen in der [global]-Section gelten für den gesamten Server, wenn sie nicht überschrieben werden, [homes] definiert die Home-Verzeichnisse der User, die an der Domäne angemeldet sind. Die Section [printers] enthält die am Server eingerichteten Drucker.

Bei Linux handelt es sich um ein Open-Source-Betriebssystem, das in einer Vielzahl unterschiedlicher Distributionen erhältlich ist und in Zusammenarbeit von Entwicklern aus der ganzen Welt programmiert wird. Das Betriebssystem verbreitet sich durch eine freie Lizenz bereits seit dem Jahr 1992. Obwohl die Bedienung von Linux und seine breite Funktionsvielfalt auf den ersten Blick äußerst kompliziert wirken, bietet das offene Betriebssystem dennoch eine zuverlässige und bequeme Plattform für all Ihre Anwendungen, sobald Sie sich mit dem Linux-OS besser vertraut gemacht haben.

Was ist Linux?

Das unter der GPL-Lizenz (General Public License) lizensierte Betriebssystem wurde im Jahr 1991 von dem damals 21-jährigen Informatikstudenten Linus Torvalds entwickelt. Das Betriebssystem wurde ursprünglich als ein Uni-Projekt gestartet, wuchs aber binnen kürzester Zeit zu einem vollwertigen Betriebssystem heran. Die erste Version des Betriebssystems veröffentlichte Torvalds im September 1991 im Usenet. Im Laufe der Jahre hat sich eine gigantische internationale Entwicklergemeinde rund um das Linux-OS aus Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen gebildet, deren Zahl stetig wächst. Der Erfinder Linus Torvalds ist heute noch der hauptverantwortliche Entwickler des Kernels.

Streng genommen handelt es sich bei dem von Torvalds entwickelten Linux nur um den Systemkern, den sogenannten Kernel. Das Kernel ist das Grundprogramm einer jeder Linux-Distribution. Dieses Kernprogramm ist dafür zuständig, um zwischen der Hardware und Software eines Computers zu vermitteln. Wenn man den Kernel mit einer grafischen Benutzeroberfläche und weiterer Software versieht, entsteht eine Distribution. Der Kernel arbeitet im Hintergrund einer Linux-Distribution und ist dafür verantwortlich, dass die einzelnen Bestandteile des Betriebssystems miteinander harmonieren. Auch Hardware und Software müssen reibungslos funktionieren.

Linux Geschichte

Wie entstand Linux?

Den Namen Linux nutzte man anfänglich ausschließlich für das von ihm entwickelte Kernel. Sein Kernel wurde anfänglich in Kombination mit dem unixorientierten System Minix verwendet. Linus und die anderen Entwickler lizenzierten im Jahr 1992 Linux unter der GNU (General Public License), sodass sie den Kernel in die GNU integrieren konnten. Diese Version entwickelte sich schnell zu der meist genutzten Variante, da zu dieser Zeit kein anderer funktionsfähiger freier Kernel zur Verfügung stand. Als Linus und seine Kollegen später das gesamte Betriebssystem als Linux bezeichneten, versuchte Richard Stallmann, der Gründer des GNU-Projekts, die Bezeichnung GNU/Linux durchzusetzen, was jedoch von den meisten Entwicklern und Distributoren abgelehnt wurde.

Unterschiedliche Distributionen

Da der Kernel alleine nicht funktionsfähig ist, muss man ihn mit sogenannter Hilfssoftware versehen, wie zum Beispiel den GNU Core Utilities und vielen weiteren Anwendungsprogrammen. Ein solches Paket, das aus dem Kernel und Anwendungssoftware besteht, nennt man Distribution. Dabei handelt es sich um eine Zusammenstellung verschiedener Software, die je nach vorgesehenem Einsatzgebiet sehr unterschiedlich ausfallen kann. Die so zusammengesetzten Distributionen können sich teilweise stark voneinander unterscheiden. Der Entwickler einer solchen Distribution heißt Distributor.
Die Notwendigkeit der Distributionen lässt sich in erster Linie durch das Entwicklungsmodell von Linux begünstigen.

Die ersten Distributionen waren:

MCC Interim
Softlanding Linux System (SLS)
Yggdrasil

Die älteste Distribution, die heute noch weiterentwickelt wird, ist Slackware von Patrick Volkerding.
Mit der rasanten Ausbreitung der Distributionen bekamen mehr Nutzer die Möglichkeit, das quelloffene Betriebssystem zu testen. Hinter den in erster Linie kleineren Distributionen, die man heutzutage über das Internet koordiniert, stehen Projekte Freiwilliger. Die größeren Distributionen werden von Stiftungen und Unternehmen entwickelt und verbreitet. Auch die Einsatzmöglichkeiten der einzelnen Distributionen weichen stark voneinander ab, sodass von Systemen für Desktop-PCs, Server-Installationen und Live-DVDs mittlerweile alles vertreten ist.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile und Nachteile von Linux

Welche Vorteile hat Linux?

Das quelloffene Betriebssystem gilt als besonders sicher und performant. Einer der größten Vorteile spiegelt sich in der Tatsache wider, dass für Linux beinahe keine Schadsoftware existiert. Dank der Open-Source-Lizenz (GPL) sind der Kernel und die meisten anderen Module quelloffen. Die GPL-Lizenz ermöglicht Entwicklern und Nutzern, den Quellcode beliebig zu verändern und zu verbreiten. Da Linux quelloffen und modular aufgebaut ist, kann es schnell und unkompliziert auf andere Plattformen portiert und für andere Einsatzmöglichkeiten angepasst werden. Dadurch ist das gesamte System in hohem Maße skalierbar, sodass es sich auf allen Arten von Computersystemen problemlos einsetzen lässt, wie beispielsweise mobile Geräte, Server, Supercomputer oder PCs.

Als nachteilig kann man die Tatsache betrachteten, dass eine Vielzahl an Anwendungsprogrammen, Geräten und Spielen offiziell nicht unterstützt werden. Während Endanwender das Betriebssystem vollständig über die grafische Benutzeroberfläche steuern können, erwartet man von Administratoren einen guten Umgang mit der Kommandozeile.

Lizenz Linux

Wie erhält man eine Lizenz?

Red Hat, Ubuntu und SUSE

Da Linux quelloffen ist, haben sich im Laufe der Zeit viele unterschiedliche Distributionen etabliert. Zu den meistgenutzten Distributionen gehören:
– Red Hat
– Ubuntu
– SUSE

Ubuntu ist nach Windows und macOS das beliebteste Betriebssystem für Desktop- und Laptop-PCs. Die Ubuntu-Distribution wird von der Firma Canonical entwickelt und ist kostenlos erhältlich. Die beiden Firmen Red Hat und SUSE haben sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Distributionen im Angebot. Red Hat ist aktuell der weltweite Marktführer im Bereich der Server- und Workstation-Lösungen, während SUSE insbesondere in Deutschland sehr beliebt ist. Lesen Sie hier mehr über SUSE.

Linux auf Desktop-Systemen

Obwohl das quelloffene Betriebssystem eine Vielzahl unterschiedlicher Einsatzbereiche abdeckt, kommt das System in erster Linie auf Desktop- und Laptop-PCs als Alternative zu Windows zum Einsatz. Eine Distribution lässt sich sowohl als das primäre Betriebssystem betreiben, als auch im Rahmen eines Multi-Boot-Systems nutzen. Nutzer können beispielsweise neben Windows oder macOS auch Linux parallel installieren und betreiben. Aktuelle Distributionen, wie beispielsweise Red Hat oder Ubuntu, führen den Nutzer durch den Installationsprozess und erkennen vorhandene Betriebssysteme automatisch. So sollten auch unerfahrene Nutzer mit der Installation des Systems keine Probleme haben.

Nutzern steht eine Vielzahl kostenloser Anwendungen zu Verfügung, die sie sich individuell nach persönlichen Anforderungen auswählen können. Mit Anwendungen für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Multimedia sowie Programmen für die wissenschaftliche Anwendungen sind die meisten Anwendungsbereiche abgedeckt, die im Büro- und Privatalltag wichtig sind.

CentOS (Community ENTerprise Operating System) ist ein auf dem Linux-Kernel basierendes Betriebssystem für PC, Server und virtuelle Maschinen. Die Distribution gehört zu den meistgenutzten nichtkommerziellen Linux-Versionen weltweit und baut auf dem RedHat Enterprise Linux (RHEL) System auf. CentOS ist wie die RedHat Version auf Unternehmensbedürfnisse zugeschnitten und binär kompatibel zu RHEL. Im Gegensatz zu RHEL ist CentOS von jedermann kostenfrei einsetzbar.

Die Geschichte von CentOs

Wie ist CentOs entstanden?

Die Entstehung von CentOS

Zum Verständnis der Entstehung des Betriebssystems muss man den Gedanken von Linux und der Open Source Community verstehen. Linux bzw. der Linux Kernel unterliegt der GNU/GPL. Diese Lizenz gewährleistet dem Lizenznehmer ein umfassendes Nutzungsrecht an der Software. Ihm ist unter anderem die Weiterverbreitung der Software gestattet, jedoch muss diese, unabhängig davon, ob die Software unverändert oder modifiziert weitergegeben wird, der GNU/GPL unterliegen. Dadurch ist gewährleistet, dass der Quellcode der Software immer frei ist und von jedem eingesehen, verändert und weiterentwickelt werden kann. Lesen Sie hier, was ein Quellcode ist.

RedHat ist eine kommerziell orientierte Firma, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Linux auch für Unternehmen interessant zu machen. Der Grundgedanke liegt darin, dem professionellen Anwender eine über einen langen Zeitraum unverändert bleibende, regelmäßig mit Sicherheitsupdates versorgte und SLA-basiertem Support unterliegende Software zur Verfügung zu stellen. Alle diese Attribute können die vielen verschieden Linux-Derivate nicht beziehungsweise nur in begrenztem Umfang erfüllen und sind deshalb weniger interessant für den gewerblichen Anwender.

RedHat und CentOs

Im Gegensatz zu vielen kostenfrei erhältlichen Linux-Distributionen sind die RedHat-Produkte kostenpflichtig und ausschließlich zusammen mit einer Support-Option zu erwerben. An diese Stelle setzt

CentOs-Updates

Welche Updates kann man erwarten?

die Entwicklergemeinde von CentOS an: Anhand des frei zugänglichen Quellcodes wird die Software neu kompiliert (Übersetzung von Quellcode in durch Computer verarbeitbaren Maschinencode). Dabei bleibt die Software binärkompatibel, nur Herstellerlogos und –namen werden ersetzt. Die Entwickler garantieren lang Lebenszyklen, für die Haupversion 7 wird beispielsweise für den Zeitraum von zehn Jahren die Versorgung mit Patch- und Sicherheits-Updates sichergestellt.

Im März 2004 erschien die Version 2 von CentOS Linux (damals noch unter dem Namen CAOS Linux). Sie war vom damals aktuellen RHEL 2.1 abgeleitet. 2006 änderte man den Name zum heutigen CentOS. Seit der ersten Version wird regelmäßig nach einem Versionsupdate von RedHat die entsprechende Version von CentOS entwickelt und zwei bis drei Monate nach dem RHEL-Erscheinen auf den Markt gebracht. Im Jahr 2014 verkündete RedHat, das Projekt finanziell zu unterstützen. Damit übernahm RedHat auch die Marke „CentOS“ und besitzt sie bis heute. Der Gedanke der freien Verfügbarkeit bleibt hiervon unberührt bis heute und in Zukunft bestehen.

Welche Anwender profitieren von CentOS?

Der Fokus des RedHat-Clones liegt wie der von RHEL auf Stabilität, Sicherheit, Support und Zuverlässigkeit. Diese Features sind für professionelle Anwender in Unternehmen und Behörden interessant, die Wert auf standardisierte Soft- und Hardware legen. Für jede Version garantieren die Entwickler viele Jahre Support in Form von Patches und Sicherheitsupdates. Die derzeit aktuelle Version 7 unterliegt dem aktuellen 7-Jahres-Support-Zyklus, wobei das System weitere drei Jahre mit Sicherheitsupdates versorgt wird. Der Support für diese Version wird am 30. Juni 2024 enden.

Für die Hardware-Hersteller ergibt sich wegen der langjährigen Stabilität der Software die Möglichkeit, das Betriebssystem für ihre Produkte zertifizieren. Das ist im Gegenzug wichtig für die Anwender, die so ein rundum unterstütztes System erhalten. Die Herstellerzertifizierungen beziehen sich zwar auf RedHat Enterprise Linux. Da CentOS Linux aber binärkompatibel ist, kann der Anwender sicher sein, dass das Betriebssystem auf RHEL-zertifizierter Hardware lauffähig und unterstützt ist.

CentOs

Ist die Software auf dem neusten Stand?

Verschiedene Systemhäuser und Softwareanbieter haben sich in den letzten Jahren darauf spezialisiert, auch für CentOS-professionellen Support anzubieten. So offeriert zum Beispiel die Firma RogueWave 12×5 oder 24×7 Supportverträge inklusive erweiterter Patchversorgung. Damit sind allerdings Kosten verbunden, die eigentlich mit dem Einsatz von CentOS gegenüber RHEL vermieden werden sollten.

Anwender sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht alle enthaltenen Softwarepakete jederzeit auf dem aktuellsten Stand sind. In manchen Einsatzbereichen kann das dazu führen, das bestimmte Anwendungen nicht lauffähig sind. Es besteht zwar die Möglichkeit, selbst Pakete zu kompilieren. Dadurch gefährdet man die Stabilität des Gesamtsystems. CentOS ist also für Anwender, die auf neueste Softwareversionen angewiesen sind wie zum Beispiel Softwareentwickler, nicht oder nur bedingt geeignet.

Welche Version ist derzeit aktuell?

Seit Ende Oktober 2018 trägt die aktuelle Version den Versionsstempel 7.6-1810. Sie wird noch bis Mitte 2024 mit Updates versorgt, drei Jahre später endet die Versorgung mit Sicherheitsupdates. Außerdem ist die Version 6.10 erhältlich und bis Ende 2020 durch Updates unterstützt. Ältere Versionen kann man auf eigenes Risiko installieren, jedoch gibt es keine Updates mehr.

RedHat ist schon um eine Major-Version weiter, seit Mai 2019 ist RHEL 8 mit neuer Software und neuen Features verfügbar. Derzeit arbeitet die CentOS Entwicklergemeinde an der Umsetzung der Version 8 für das freie Betriebssystem. Gemessen an den bisherigen Entwicklungszyklen erscheinen Updates der RedHat-Variante jeweils mit zwei bis drei Monaten Verzögerungen. Man kann also mit dem Erscheinen von CentOS 8 um August 2019 herum rechnen.

Wo kann sich der Anwender informieren?

Neben Informationen aus den einschlägigen Fachzeitschriften sind natürlich CentOS und RedHat über Internetseiten (centos.org, redhat.com), auf denen neben Informationen über die Produkte und aktuelle und geplante Neuerungen auch die Software selbst verfügbar ist. Die Historie reicht dabei zurück bis zur Urversion CAOS 2.1.