Das Schlagwort New Work bezeichnet einen aktuellen Trend. Gemeint ist die rasante Entwicklung zu einer neuen Berufsrealität. New York steht für veränderte Arbeitsweisen, wobei es um größere Teilhabe, mehr Transparenz und höhere Sinnhaftigkeit für Beschäftigte geht. Wir erklären Ihnen daher, was der Begriff New Work bedeutet. Dabei beleuchten wir Vor- und Nachteile des neuen Konzeptes.

Was bedeutet New Work?

Der austro-amerikanische Sozialphilosoph Frithjof Bergmann prägte den Begriff New Work. Der Wissenschaftler wollte mit dem Term einen Gegenentwurf zu klassischen Arbeitsmodellen des modernen Kapitalismus entwickeln. Dabei befasste er sich mit neuen Formen der Lohnarbeit. Weil sich die Arbeitswelt in den vergangenen Jahrzehnten, auch durch die Entwicklung von Technologien, stark veränderte, entstünden neue Chancen. Für die Menschen böte sich die Gelegenheit auf größere:

– Freiheit

– Selbstständigkeit

– Teilhabe

Dass der Sozialphilosoph mit seinen Einschätzungen nicht falsch lag, beweisen die Arbeitsrealitäten in zahlreichen Unternehmen der Gegenwart. Der durch Bergmann beschriebene und erhoffte Wandel ist mittlerweile in vollem Gange. Allerdings wird sein Konzept der New Work mittlerweile weitaus weiter gefasst. Mittlerweile steht der Begriff als Synonym für neue und innovative Ansätze der Arbeitsgestaltung.

Heute ist der Term ein Oberbegriff für moderne Veränderungen an Arbeitsplätzen, der häufig den Mitarbeitern zugute kommt. Ursprünglich stand New Work aber nicht nur für die Veränderung durch die heutige Digitalisierung und die Prozesse der Digitalisierung. Der Begriff meint noch immer die persönliche Freiheit von Berufstätigen: Arbeitnehmer sollten so arbeiten, wie sie wollen. Der Begriff, der heute ein Buzzword ist, steht eigentlich für eine sinnstiftende Tätigkeit, durch die sich der Mensch verwirklichen kann.

Wie New Work den Arbeitsalltag verändert

Oftmals glauben Menschen, dass New Work die Arbeitsweise der Zukunft meint. Allerdings gibt es, nicht nur im IT-Bereich, bereits in der Gegenwart zahlreiche Unternehmen, die sich dem Konzept verpflichtet fühlen. Vor allem im Startup-Segment gibt es Firmen, die als Vorreiter der Entwicklungen gelten. Mittlerweile machen sich die Veränderungen, die das Konzept der New Work beschreibt, aber auch in anderen Berufsbereichen bemerkbar.

Zum Konzept von New Work gehört das dezentrale Arbeiten. Die frühere Nähe der Lohnarbeiter ist nicht mehr nötig, um große Produktivität zu erreichen. Häufig arbeiten die Mitarbeiter nicht mehr in zentralen Büros, sondern an unterschiedlichen Orten. Zum Konzept der New Work gehören zudem unterschiedliche Arbeitsmodelle wie Voll- oder Teilzeit, verschiedene Arbeitsorte sowie eine stark veränderte Informationstechnologie. Manche Mitarbeiter arbeiten von zu Hause, sodass das Homeoffice möglich wird, was größere Flexibilität ermöglicht.

Die Gestaltung des Arbeitsortes verändert sich stark. Früher arbeiten Angestellte häufig in großen Büros. Die neuen Arbeitsrealitäten unterscheiden sich stark von solchen klassischen Arbeitsplätzen. Neben der Heimarbeit gibt es zum Beispiel flexible Bürolandschaften, die sich stärker differenzieren. Der New Workspace entsteht durch Telefonboxen, die für eine ruhige Gesprächsatmosphäre sorgen sollen. Ruhezonen ermöglichen ein konzentriertes Arbeiten, während in offenen Bereichen der gemeinsame Austausch möglich ist.

Grundsätzlich rückt bei der New Work das selbstständige Arbeiten in das Zentrum der Lohnarbeit. Es geht um den Abbau der klassischen Hierarchien. Dafür rücken Eigeninitiative und Selbstständigkeit der Angestellten in den Vordergrund. Daher müssen Mitarbeiter häufig eine größere Verantwortung übernehmen. Es geht nicht um die Arbeit nach Anweisung, sondern um eine autonome Tätigkeit.

Mitarbeiter profitieren im Gegenzug von einer größeren Freiheit. Allerdings verschwimmen die Grenzen zwischen Privat- und Arbeitsleben meist stärker. Im besten Falle führen diese Umstände, die häufig in der Kritik stehen, aber nicht zu einer größeren Belastung. Stattdessen profitieren Angestellte von einer verbesserten Work-Life-Balance.

Vor- und Nachteile der New Work

Wenn das Konzept der New Work korrekt umgesetzt wird, entstehen Mitarbeitern häufig viele Vorteile. So sorgen größere Freiräume für mehr Einflussmöglichkeiten der Mitarbeit. Diese Entscheidungsfreiräume sorgen häufig dafür, dass sich Mitarbeiter besser in den Arbeitsprozess einbringen können. Durch den Fokus auf die Selbstständigkeit entsteht die Möglichkeit, dass Angestellte eigene Ideen entwickeln und umsetzen.

Die größeren Spielräume bieten zudem die Chance auf eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Durch das dezentrale Arbeiten vereinfacht sich die Familienplanung. Gerade berufstätige Pärchen können die veränderten Arbeitsweisen der New Work nutzen, um die Doppelbelastung von Kindern und Karrieren besser zu meistern. Individuelle Arbeitsbedingungen, zu denen auch veränderte Arbeitszeiten gehören, sorgen schließlich für größere Flexibilität im Alltag.

Beim Konzept der New Work geht es außerdem um offene und transparente Kommunikation. Durch diese Gesprächskultur entsteht oft ein besser Austausch, wobei Meinungen stärkere Berücksichtigung finden. So können Mitarbeiter ihre Ideen einbringen, die sie ansonsten nicht äußern. Ein weiterer Vorteil des Konzepts ist der Team-Gedanke, der auch bei dezentraler Arbeitsweise im Vordergrund steht. Die Angestellten arbeiten nicht an einzelnen Aufgaben, sondern ergänzen sich im besten Falle gegenseitig.

Zwar überwiegen für viele Unternehmen und ihre Angestellten die Vorteile. Allerdings entstehen häufig auch Schwierigkeiten. So verlangt das Konzept der New Work eine gute Arbeitsorganisation. Die Koordination von Bedürfnissen der Mitarbeiter ist nicht immer einfach. Wenn Struktur und Organisation scheitern, droht den Unternehmen ein Chaos. Ein weiter Kritikpunkt ist die stärkere Verschmelzung von Privatleben und Lohnarbeit. So wird es für manche Mitarbeiter nicht leichter, diese beiden Bereiche zu trennen.

Als die beiden deutschen Softwareentwickler Martin und Dietmar Maurer im Frühjahr 2008 die Open SourceVirtualisierungssoftware Proxmox VE erstmals der breiten Öffentlichkeit vorstellten, hatte niemand wirklich damit gerechnet, dass sich die Virtualisierungsplattform in den nächsten 12 Jahren zu einer der meistgenutzten Virtualisierungslösungen im Linux-Segment entwickeln würde. Aktuellen Informationen zufolge werden weltweit mehr als 150.000 Server-Hosts in mehr als 150 Ländern mit Proxmox betrieben.

Allgemeine Informationen zu Proxmox

Ein Umstand, der zum Erfolg der Virtualisierungsplattform maßgeblich beigetragen hat, spiegelt sich in der Tatsache wider, dass Proxmox die Option bereitstellt, zwei unterschiedliche Virtualisierungslösungen gleichzeitig zu betreiben, und zwar:

–       virtuelle Linux Container (LXC)

–       kernelbasierte Virtual Machine (KVM)

Der virtuelle Linux Container ist eine performante und ressourcenschonende Container-Virtualisierung. Bei den KVMs handelt es sich um ein Kernel-Modul auf Linux-Basis, das direkt auf der Hardware als Hypervisor ausgeführt wird und bei der Virtualisierung von Hardware eingesetzt wird. Mit den KVMs lässt sich eine Vielzahl verschiedener Vserver (virtueller Server) erstellen, wobei alle aktuellen Betriebssysteme wie Windows, Linux und verschiedene BSD-Derivate unterstützt werden. Der Linux-Kernel wird im Rahmen der Virtualisierung selbst zum Hypervisor befördert, wodurch der Overhead auf einem Minimum gehalten wird. Die kernelbasierte Virtual Machine gehört außerdem zu einem der am besten gewarteten Open Source-Systeme im Linux-Bereich. Bugs und Probleme werden dank der gigantischen Open Source-Community schnell erkannt und behoben.

Einfache und schnelle Verwaltung von Proxmox

LXC und KVM decken unterschiedliche Einsatzbereiche ab. So virtualisiert KVM beispielsweise im Gegensatz zu LXC mit virtuellen Maschinen und nicht auf Betriebssystem-Ebene. Aus diesem Grund ist LXC viel flexibler und bietet die Möglichkeit, Applikationen und Nutzer Stacks in kürzester Zeit in Betreib zu nehmen sowie einzelne Prozesse und gesamte Prozessgruppen voneinander zu isolieren. Auf diese Weise lassen sich mehrere Linux-Systeme parallel auf einem Host-Betriebssystem betreiben, die voneinander getrennt und abgeschottet sind. Dadurch lässt die Hardware des Hostsystems wesentlich besser auslasten. Ähnlich wie die Konkurrenzprodukte Docker, VMware und Hyper-V ist LXC gleichermaßen gut bei der Virtualisierung einzelner Anwendungen einsetzbar.

Proxmox bot bis zu der Version 3.4 ausschließlich Unterstützung für OpenVZ als Container-Technologie. LXC kam erst mit der Version 4.0 hinzu. Gründe hierfür waren u. a. die bessere Unterstützung für Storage-Devices und ein optimiertes Storage-System für Linux-Container. So können Anwender zum Beispiel mit LXC ZFS Sub-Volumes nutzen, was sich mit OpenVZ nicht realisieren lässt. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass die Netzwerk-Konfiguration bei Linux-Containern viel flexibler ist.

Ein dedizierter Server für das Management der Cluster, Virtual Machines oder der Container ist nicht notwendig. Jeder Proxmox-Host ist mit einem eigenen Webinterface ausgestattet, mit dem sich der gesamte Cluster von jedem Knoten aus schnell und unkompliziert verwalten lässt. Durch den Einsatz eines verteilten Dateisystems (Proxmox Cluster File System), können die Konfigurationsdateien auf alle Nodes (Hosts) im Cluster automatisch verteilt werden. Auf diese Weise wird für konsistente Verwaltungsinformationen auf mehreren Tausenden virtueller Maschinen gesorgt.

Virtualisierungsplattform für Linux-Enthusiasten

Promox bietet neben dem intuitiven Web-Interface auch eine API für Administratoren und Entwickler, sodass wiederkehrende Tasks ohne großen Aufwand per Skript automatisiert werden können. Clients stehen für folgende Programmier- bzw. Skriptsprachen zur Verfügung:

–       Python

–       Java

–       JavaScript (NodeJS)

–       PHP

–       Perl

Da sich die Virtualisierungsplattform mit den entsprechenden Programmier-Kenntnissen individuell an die eigenen Bedürfnisse der Nutzer anpassen lässt, wird ein äußerst flexibles Agieren ermöglicht.

Proxmox VE nutzt als Basis die Linux-Distribution Debian, sodass Anwender auf alle Funktionalitäten des Betriebssystems zugreifen können. Nutzer können grundsätzlich auch alle Pakete, die für das beliebte Debian entwickelt wurden, unter Proxmox installieren. Die Virtualisierungsplattform ist somit optimal an die Anforderungen von Administratoren zugeschnitten, die bereits über Linux-Erfahrungen verfügen. Proxmox ermöglicht ein ebenso interaktives Arbeiten wie mit Debian. Dank der riesigen Community steht außerdem viel Know-how zur Verfügung, sodass für viele Probleme, mit denen Anwender konfrontiert werden können, bereits eine Lösung existiert.

Hohe Verfügbarkeit von Proxmox

Da Debian als extrem sicher und stabil gilt, trägt es in wesentlichem Maße zu der Zuverlässigkeit der Virtualisierungssoftware bei. Die Proxmox Server Solutions GmbH ist der Verwalter des Projekts und ist direkt dafür zuständig, die Virtualisierungsplattform regelmäßig zu aktualisieren und sie dabei auch an neue Debian-Versionen anzupassen. Die Virtualisierungsplattform kann ebenfalls mit einer hohen Verfügbarkeit punkten. Der Proxmox VE HA Manager ist dafür zuständig, alle Knoten im Cluster kontinuierlich zu überwachen. Sobald einer dieser Knoten ausfällt, wird der Proxmox VE HA Manager aktiviert. Diese Funktionalität ist bereits bei der Standardinstallation von Proxmox VE bereits vorinstalliert, weswegen Anwender die Funktion lediglich an die eigenen Anforderungen und Bedürfnissen anpassen müssen.

Vielseitige Speichertypen für Proxmox

Proxmox VE ist extrem flexibel in Bezug auf den Speicher. Die Virtualisierungsplattform ist mit verschiedenen lokalen Speicher- und Netzwerkspeicher-Modulen versehen, was ebenfalls Debian zu verdanken ist. Alle Speichertypen, die von der Linux-Distribution unterstützt werden, können im Rahmen von Proxmox genutzt werden. Hierzu gehören:

–       Ceph

–       NFS

–       ISCSI

–       FibreChannnel

–       ZFS

Mithilfe der Shared Storage-Funktionalität lassen sich Abbilder der Vserver im lokalen Netzwerk ablegen. Die Virtualisierungsplattform ist außerdem mit einer Funktion zur Live-Migration versehen, sodass sich die erstellten Vserver ohne Ausfallzeit migrieren lassen.

Navision ist der ursprüngliche Name der Softwarelösung Microsoft Dynamics NAV. Es handelt sich in erster Linie um ein ERP-System des Herstellers Microsoft. Das Software-Konzept bietet ebenso ein CRM-System sowie eine Finanzbuchhaltungs-Lösung. Die gegenwärtige Version trägt die Bezeichnung Dynamics 365 Business Central. Sie lässt sich als umfassende Softwarelösung für Ihr Unternehmens-Management verstehen. Zertifizierte Partner des Unternehmens bieten Dynamics NAV unter besonderen Anpassungen an die jeweiligen Belange auch als Branchenlösung an.

Navision im Überblick: Geschichte und Entwicklung

Der Name Navision ist auf dem Markt für ERP-Systeme trotz der eigentlichen heutigen Bezeichnung Dynamics NAV geläufig. Er gilt als Standard in der ERP-Welt. Ursprünglich war Navision ein Konzept aus Dänemark, das von dem Unternehmen NAVISION A/S vertrieben wurde. Im Jahr 2002 kam es zur Übernahme der Firma durch Microsoft. Im weiteren Verlauf der Entwicklung kam es zur Entstehung der Dachmarke Dynamics.

Aus der Reihe Dynamics gibt es weitere Produkte, darunter das ERP-System Microsoft Dynamics AX (ehemals Axapta). Dies ist ein objektorientiertes System, das insbesondere in mittleren und größeren Firmen zum Einsatz kommt. Dynamics NAV richtet sich in erster Linie an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Navision und Axapta sind die beiden Produkte, die Microsoft in Europa vertreibt. Darüber hinaus gibt es noch die Konzepte Dynamics GP (ehemals Great Plans) sowie Microsoft Dynamics SL (ehemals Solomon), die in Europa jedoch nicht verfügbar sind.

Funktionalität der Software

Die Funktionalität umfasst in erster Linie die Warenwirtschaft (Enterprise Resource Planning oder ERP). Weiterhin gehören das Customer Relationship Management (CRM) und die Fibu (Finanzbuchhaltung) zu den Aufgabenfeldern. Dynamics NAV beherrscht weiterhin Funktionen für Logistik und Lager. Auch das Supply Chain Management gehört zum Funktionsumfang. Abgerundet werden die Tools der Software von Werkzeugen zur Analyse und Auswertung der geschäftlichen Prozesse und ihrer Erfolge.

Aufbau und Module von Dynamics NAV

Ein kennzeichnendes Merkmal der ERP-Lösung ist der modulare Aufbau der Software. Die vielseitigen Module weisen untereinander eine ausgiebige Vernetzung auf. Sie arbeiten mit Microsoft Dynamics NAV durchweg innerhalb ein- und derselben Software. Dies reicht vom Einkauf über die Disposition bis zu Controlling und Rechnungswesen. Auch Herausforderungen der Lagerhaltung und Logistik lassen sich im selben Software-System meistern. Der wesentliche Vorteil dieses Aufbaus und dieser Struktur besteht darin, dass die Problematik der Integration verschiedener Systeme entfällt. Die Vernetzung der Module sorgt dafür, dass Daten nicht mehrfach erfasst und zusammengetragen werden müssen. Die Arbeit in verschiedenen Abteilungen mit proprietären Systemen und die damit verbundene mühsame Suche nach Daten und Informationen sind dank der vollständig integrierten ERP-Lösung kein Problem mehr.

Microsoft Dynamics NAV wird als ERP-System durch unterschiedliche Partner des Unternehmens vertrieben. Die Partner erweitern die Standard-Software beziehungsweise passen sie an die jeweiligen Business-spezifischen Begebenheiten der jeweiligen Branche oder Zielgruppe an. Die Anpassungen und Modifikationen lassen sich in der produkteigenen Programmiersprache C/AL umsetzen. Auf dieser Basis existieren mehrere Branchen-Lösungen, deren Entwicklung den Microsoft-Partnern obliegt.

Branchenlösungen mit Navision

Microsoft Dynamics verfügt als Unternehmen über Vertriebs,- Service-, und Implementierungs-Partner weltweit. Insgesamt spricht das Unternehmen von mehr als 6.000 Partnern. Davon sind alleine 300 in Deutschland ansässig. Diese entwickeln Business-Software-Konzepte mit Abstimmung auf die Bedürfnisse verschiedener kleiner und mittelständischer Unternehmen. Auf Basis von Microsoft Dynamics NAV sind diese Business-Lösungen auf einfache Weise an die sich rasch ändernden Anforderungen der jeweiligen Branchen und Unternehmen anzupassen.

Die Partner von Microsoft Dynamics sind zertifizierte Systemhäuser, die über Erfahrung mit den lokalen Gegebenheiten am Standort verfügen. Sie entwickeln bedarfsgerechte Branchenlösungen für unterschiedliche Zielmärkte. Microsoft Dynamics evaluiert seine Partner zentral, um auf diese Weise einen hohen Qualitäts-Standard zu sichern. Viele der Branchen-Lösungen sind international verfügbar.

Zu den Branchen, die auf Navision-Lösungen setzen, gehören beispielsweise Automobil-Zulieferer und Einzel-Fertigung. Damit können Sie auf die individuellen Anforderungen Ihrer Kunden oder Lieferanten eingehen.

Was die Fertigung von Einzelserien und Kleinserien betrifft, lassen sich mit branchenspezifischen NAV-Lösungen auch technisch anspruchsvolle Produkte konfigurieren. Bei diskreter Fertigung von Prototypen und kleinen Serien lassen sich auch mögliche Alternativen und Szenarien konfigurieren und kalkulieren.

Weitere Branchenlösungen richten sich an Dienstleistungsunternehmen. Für Dienstleister im Bereich des Projektwesens bieten Branchenlösungen beispielsweise Projektplanungs-Tools, ein umfassendes Service-Management sowie Controlling-Werkzeuge.

Auch im E-Commerce kommen Branchenlösungen auf Basis von Microsoft Dynamics NAV zum Einsatz. Hier kommt es auf einen Überblick über alle Phasen der Customer Journey vom Shopbesuch bis zum Checkout an. Eine Branchenlösung für das E-Commerce bietet meist einen hohen Grad an Interaktion mit dem Backend des ERP. Auf diese Weise lassen sich Kunden-Vorgänge genau nachverfolgen. Somit lassen sich beispielsweise Kunden-Anfragen zeitnah und passgenau bearbeiten.

Pipedrive ist eine CRM-Lösung, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Vertriebsaktivitäten zu planen und zu überwachen. Auf Basis einer aktivitätsbasierten Verkaufsmethodik wird jede Aktivität, die zu einem erfolgreichen Verkauf nötig ist, optimiert. Als cloudbasierte Anwendung kann Pipedrive von jedem Ort rund um die Uhr über jeden Webbrowser oder mobile Apps genutzt werden. Pipedrive eignet sich für Salesteams aller Größen und für Unternehmen aus allen Branchen. Es ist besonders hilfreich bei langwierigen Verkaufsprozessen, bei denen Sie in jeder Phase den Überblick über die Aktivitäten behalten müssen.

Pipedrive – Leistungsstark und intuitiv

Mit Pipedrive erhalten Sie eine Lösung, mit der Sie die Vertriebspipeline Ihres Unternehmens effizient aufbauen und verwalten können. Das intuitive System ist einfach zu bedienen und hilft Ihnen bei der schnellen Identifikation von heißen Leads und wichtigen Kunden. Individuelle Prozesse lassen sich flexibel anpassen. Pipedrive ist in 13 Sprachen verfügbar und arbeitet mit einer Vielzahl von Währungen. Ihre Aktivitäten werden in verschiedene Verkaufsstufen eingeteilt, sodass Sie Fortschritte erkennen und überprüfen können, welche Geschäfte vorangetrieben werden sollten. Eine offene API-Konfiguration ermöglicht die nahtlose Einbindung in andere Systeme. Pipedrive ist eine sichere Anwendung, der Tausende von Kunden auf der ganzen Welt vertrauen. Sie bietet eine solide Hosting-Infrastruktur sowie nächtliche Backups an mehreren Standorten.

Der Unterschied zwischen CRM- und ERP-Systemen

Ein CRM, Customer Relationship Management, ist eine meist cloudbasierte Lösung zur Verwaltung aller Informationen, die mit Kundeninteraktionen zu tun habe. CRM-Systeme wie Pipedrive, Salesforce und odoo bieten eine standardisierte Methode zur Erfassung von Kundendaten und zur Aufzeichnung von Kundeninteraktionen. Die vorhandenen Daten können von verschiedenen Unternehmensbereichen genutzt werden, beispielsweise zur Erstellung von Vertriebsprognosen, der Pflege von Kundenkontakten, der Durchführung von Marketingaktivitäten, bis hin zur Rechnungsstellung. Das Ziel des CRM ist es, Daten von Kunden und Interessenten zu erfassen, die zur Umsatzsteigerung, zur Verbesserung der Kundenbindung und zur effizienteren Gestaltung der Kundenbeziehungen genutzt werden können. Wie das CRM ermöglicht auch das ERP, Enterprise Resource Planning, den schnellen Austausch von standardisierten Informationen in allen Unternehmensbereichen. Es ist ein System zur Verbesserung der Effizienz von Geschäftsprozessen. Im ERP-System werden Daten der verschiedenen Bereiche wie Buchhaltung, Finanzen, Produktion, Lieferkette etc. innerhalb eines Unternehmens gespeichert und organisiert. Es kann auch dazu beitragen, verschiedene Back-Office-Prozesse zu automatisieren. Obwohl sich ERP- und CRM-Systeme ähneln, sind es unterschiedliche Ansätze zur Gewinnoptimierung. ERP konzentriert sich auf die Senkung von Kosten durch eine effizientere Gestaltung von Geschäftsprozessen. Der Nutzen des CRM liegt in einer Gewinnsteigerung durch höhere Umsätze. ERP-Lösungen lassen sich direkt in ein CRM integrieren, d. h. die Daten können ausgetauscht werden.

Die Vorteile von Pipedrive

Unterstützt einen schnellen Geschäftsabschluss

Das Hinzufügen von Kunden, Interessenten und Aktivitäten in Pipedrive könnte nicht einfacher sein. Der erweiterte Aktivitätenplaner macht es Ihnen leicht, Veranstaltungen zu planen und Termine in Ihrem Kalender zu vereinbaren, ohne dass das Risiko von Doppeleinträgen besteht. Alle E-Mails werden synchronisiert und Sie können Dokumente weiterleiten und Kontakte aufnehmen, die nicht in Ihrer Pipedrive-Liste angezeigt werden.

Erweiterte individuelle Anpassung

Mit Pipedrive können Sie buchstäblich alles anpassen. Es ist möglich, benutzerdefinierte Felder hinzuzufügen, um Ihre Verkaufsstufen so zu modifizieren, dass sie zu Ihren Anforderungen passen. Sie können auch ganze Module mit nur einem Klick ein- und ausschalten. Bei der Kommunikation mit Ihren Kunden haben Sie Zugang zu einer Vielzahl von Bearbeitungsfiltern, um Nachrichten zu personalisieren oder Dateien zu teilen, die auch für Ihre Kollegen relevant sind. Auch Gruppendiskussionen sind verfügbar.

Gut organisierte Leadverwaltung

Das minimalistische Layout und die fast endlosen Konfigurationsmöglichkeiten von Pipedrive erleichtert das Lead-Management. Das System sammelt Kontaktinformationen mithilfe von anpassbaren Webformularen, die direkt auf der Website des Benutzers platziert oder manuell erstellt werden können. Die zahlreichen CRM- und Kontaktmanagement-Integrationen ermöglichen es Ihnen, Leads aus anderen Systemen zu importieren.

Zu jeder Zeit, an jedem Ort – Pipedrive ist mobil

Pipedrive ermöglicht Ihnen rund um die Uhr und von jedem Ort aus Zugang zur Ihren Vertriebsaktivitäten. Wenn Sie ein Tablet benutzen, können Sie die mobile Web-Version der Anwendung mit Ihrem Browser verwenden. Sie können auch während einer Besprechung oder eines Anrufs Notizen mit dieser Anwendung machen. Alle Daten werden in Echtzeit auf einem separaten Server gesichert.

Hervorragende Statistiken und Berichterstellung

Eine der hilfreichsten Funktionen von Pipedrive sind die Statistiken, die auch mit dem Dashboard verknüpft und anderen Personen zum besseren Verständnis kritischer Metriken präsentiert werden können. Dort kann die Leistung der einzelnen Vertriebsmitarbeiter, der Wert jedes einzelnen Geschäfts oder die Historie von jedem Lead verfolgt werden. Wichtige Vergleiche, wie z. B. zwischen abgeschlossenen und verlorenen Geschäften sind möglich. Für die Berichterstattung kann Pipedrive alle relevanten Informationen in einer zentralen Datenbank speichern und in andere Systeme exportieren. Sie können auch einen Blick auf das Live-Dashboard werfen und den Status Ihrer Gewinne, Verluste, Personen, Aktivitäten und Neuigkeiten verfolgen.

 

Salesforce ist eine integrierte CRM-Plattform, die allen Abteilungen eines Unternehmens umfassende Informationen zu jedem Kunden bietet. Vor Salesforce wurden Lösungen für das Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relationship Management bzw. CRM) lokal auf dem Server von Unternehmen gehostet. Dadurch waren CRM-Lösungen extrem zeit- und kostenaufwendig. Salesforce wurde gegründet, um eine erschwingliche CRM-Software zu entwickeln und sie vollständig online als Service anzubieten. Heute ist Salesforce das fünftgrößte Softwareunternehmen der Welt und marktführend in der CRM-Branche in Bezug auf Cloud-Integration, Software-Anpassung und Erweiterbarkeit durch Dritte.

CRM für agilere und effizientere Vertriebsprozesse

Customer Relationship Management (CRM) ist ein System zur Verwaltung und Optimierung aller Interaktionen und Beziehungen von Unternehmen mit ihren Kunden und Interessenten. Das Ziel ist es, durch bessere Geschäftsbeziehungen mehr Umsatz zu generieren. Ein CRM-System wie Pipedrive, Odoo oder Salesforce unterstützt Unternehmen bei der Prozessoptimierung, der Verwaltung und Optimierung von Kundenkontakten und bei Rentabilitätssteigerungen.

CRM-Lösung der Zukunft

Salesforce ging es nicht nur darum, ein besseres Produkt zu einem Bruchteil der Kosten anzubieten. Ziel war es, den langwierigen Installationsprozess zu ersetzen und alle Prozesse in das Internet zu verlagern. Das ermöglichte auch ein neues Geschäftsmodell. Anstatt langfristiger Verträge und kostspieliger Lizenzvereinbarungen kann Salesforce mit einer Gebühr für ein monatliches Abonnement genutzt werden. Anstatt verschiedene Plattformen und mehrere Versionen stellt Salesforce eine einzige, plattformbasierte API zur Verfügung. Diese API bietet direkten, einfachen Zugriff auf alle Salesforce-Anwendungen, Daten und Metadaten und ermöglichen die Integration mit ERP-Systemen. Die Integration zwischen einem ERP (Enterprise Resource Planning) und Salesforce dient der Datensynchronisation zwischen den beiden Systemen. Wenn beispielsweise Informationen für einen neuen Kunden in Salesforce eingegeben werden, ist es wichtig, dass diese Daten rechtzeitig für die Buchhaltung und andere von einem ERP-System verwaltete Geschäftsfunktionen zur Verfügung stehen.

Alle Kundendaten stets zur Hand

Mit Salesforce stehen alle Kundendaten bequem und umfassend in Echtzeit zur Verfügung, andere Programme werden nicht mehr benötigt. Wenn Sie Salesforce verwenden, können Sie sich jeden einzelnen Kunden oder Interessenten, jeden Kontakt, jede Aufgabe, jedes Ereignis und jede Opportunity ansehen, die mit einem Lead verbunden sind. Die Anpassungs- und Personalisierungsfunktionen ermöglichen es Ihnen, den Vertriebsprozess agiler und intuitiver zu gestalten. Sie haben alle Informationen, die Sie benötigen, an einem Ort verfügbar und können jeden Kunden aufrufen. Dabei haben alle von Ihnen festgelegten Mitarbeiter Zugriff auf die Daten, wodurch Lücken bei der Kundenbetreuung vermieden werden können. Salesforce ermöglicht auch die Kommunikation mit anderen Personen Ihres Unternehmens. Die erhöhte Produktivität durch eine verbesserte Zusammenarbeit und einen schnelleren Informationsaustausch ermöglicht Ihnen einen Wettbewerbsvorteil.

Zeitmanagement und Planung

Mit umfassenden Kundeninformationen und einer Fülle von Planungsmöglichkeiten können Sie Ihre Zeit optimal einteilen. Sie verfügen über alle Informationen, die Sie benötigen, um die Arbeit für Ihre Kunden zu priorisieren. Darüber hinaus können Sie den integrierten Kalender nutzen, um Ihren Zeitplan für einen Tag, Woche, Monat oder das Jahr besser zu visualisieren. Das bedeutet, dass Sie bei allen Schritten der Kontaktpflege ständig am Ball bleiben können. Mit Salesforce können Sie individuelle Pläne für Kunden erstellen. Das gibt Ihnen den praktischen Ansatz, den Sie benötigen, um wirklich eine Verbindung zu Ihren Kunden herzustellen. Sie können die Pläne auch anpassen, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Es gibt es sogar eine Option zum Erstellen von To-Do-Elementen, sodass Sie Listen verwenden können, um den ganzen Tag über organisiert zu bleiben. Darüber hinaus können Sie auch Erinnerungen in Kalendern erstellen, damit Sie Ihre Kunden, Account-Manager oder Vorgesetzte an wichtige Aufgaben erinnern können. Im Wesentlichen stellen Sie sicher, dass nichts vergessen wird. Zusätzlich zu den organisatorischen Möglichkeiten können Sie sehen, wie viel Zeit Sie für jeden einzelnen Kunden aufgewendet haben. Das ist besonders hilfreich für dienstleistungsorientierte Unternehmen mit vielen Kunden. Wenn Sie feststellen, dass Sie für einen Kunden im Verhältnis zum generierten Umsatz zu viel Zeit aufgewendet haben, können Sie dies entsprechend anpassen. Die in Salesforce enthaltenen Prognosefunktionen machen es einfach, zukünftige Verkaufserlöse genau vorherzusagen.

Mehr als eine CRM-Lösung

Salesforce startete zwar als Software-as-a-Service (SaaS)-CRM-Unternehmen, bietet aber mittlerweile verschiedene Softwarelösungen und eine Plattform für Benutzer und Entwickler zur Entwicklung und zum Vertrieb von Individualsoftware. AppExchange ist ein Online-Marktplatz mit integrierten Anwendungen von Drittanbietern, die für die Salesforce-Community erstellt und von Salesforce verwaltet werden. Die Kombination aus Force.com, PaaS-Tools und AppExchange ist in der SaaS-CRM-Branche führend in Bezug auf Cloud-Integration, Softwareanpassung und Erweiterbarkeit durch Dritte. Force.com bietet mehrere Integrationstools, die von serienmäßigen nativen ERP-Konnektoren bis hin zu Webservices, E-Mail, syndizierten Feeds und HTTP-basierten REST-Aufrufen reichen. Der größte Vorteil von Force.com für Unternehmen, die Softwareanpassungen vornehmen, ist die Zeitersparnis. Entwickler verbringen weniger Zeit mit benutzerdefinierter Codierung, wodurch sich der Projektzeitplan beschleunigt. In diesem Bereich ist die CRM-Lösung von Salesforce führend. Die Multi-Tenant-Architektur ermöglicht eine Optimierung der Computerressourcen, was zu Einsparungen und erheblichen Effizienzsteigerungen führt. Das bedeutet, dass verschiedene Kunden immer die aktuellste Version einer gemeinsamen Technologie nutzen. Sie müssen sich keine Gedanken über Upgrades machen, diese erfolgen automatisch. Das hilft Ihrem Unternehmen, sich auf die Innovation zu konzentrieren, anstatt die Technologie zu verwalten.

IFRS ist die Abkürzung für „International Financial Reporting Standards“, auf Deutsch internationale Rechnungslegungsgrundsätze. In den Standards werden Regeln festgelegt, um die Jahresabschlüsse von Konzernen weltweit konsistent, transparent und vergleichbar zu machen. Die IFRS wurden in der Europäischen Union entwickelt und werden vom International Accounting Standards Board (IASB) mit Sitz in London herausgegeben.

Große Unternehmen und Konzerne, die den Kapitalmarkt nutzen, um Finanzmittel zu beschaffen, müssen seit einigen Jahren ihre Bilanz und Konzernabschlüsse nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften erstellen. Die International Financial Reporting Standards (IFRS) sind international gültige Vorschriften für weltweit konsistente, transparente und vergleichbare Abschlüsse.

Wo werden die IFRS verwendet?

Die IFRS dienen dazu, die Rechnungspraktiken und -aussagen einheitlich zu gestalten. Sie sollen Unternehmen und Investoren ermöglichen, fundierte Finanzanalysen und -entscheidungen auf einer einheitlichen Informationsbasis zu treffen. Vorläufer der IFRS waren die International Accounting Standards (IAS). Diese Rechnungslegungsgrundsätze wurden bis zum Jahr 2000 vom International Accounting Standards Committee (IASC) herausgegeben. Sie enthalten wie die International Financial Reporting Standards ebenfalls grundlegende Vorschriften zur Rechnungslegung und Regelungen zur Bilanzerstellung. Die IAS sind in den IFRS aufgegangen aber heute noch gültig. Nur ein Teil der alten IAS Standards ist heute obsolet.

Struktur der International Financial Reporting Standards

Die IFRS enthalten im Gegensatz zum HGB (Handelsgesetzbuch) keine allgemeingültigen Vorschriften und in sich geschlossene Regeln für die Rechnungslegung. Die IFRS setzen sich vielmehr mit Einzelfragen auseinander, sodass die einzelnen Vorschriften wesentlich ausführlicher ausgelegt sind, als die gesetzlichen Bestimmungen im deutschen Handelsgesetzbuch. Durch die detaillierte Auseinandersetzung mit Einzelfragen kommt es bei den IFRS häufig zu sich wiederholenden Angaben innerhalb des Regelwerks. Grundsätzlich bestehen die International Financial Reporting Standards aus den drei Teilen Framework, Standards und den Interpretations.

Die Standards und die sogenannten Interpretations bauen auf dem Framework auf. Dadurch erfolgt eine inhaltliche Konkretisierung im Einzelfall immer von unten nach oben, das heißt, vom Framework ausgehend über die Standards zu den Interpretations. Das Framework liefert zunächst allgemeine Informationen über die Zielsetzung der International Financial Reporting Standards. Darüber hinaus sind hier Hinweise für die Ausgestaltung von Konzernabschlüssen enthalten. Alle im Framework enthaltenen Informationen sind jedoch nicht verbindlich.

Standards von Jahresabschlüssen

Deutlich konkreter sind die Standards. Sie geben unter anderem eine formal zu erfüllende Darstellung und Gliederung für die Jahresabschlüsse von Konzernen vor. Beispielsweise müssen Unternehmen jeweils zum Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres, das heißt mindestens zweimal jährlich, ihre Finanz- und Vermögenslage veröffentlichen. Zudem ist in den Standards vorgegeben, dass die Jahresabschlüsse Informationen über den Gesamterfolg des Unternehmens, Veränderungen des Eigenkapitals und sowie Angaben zu den Zahlungsströmen enthalten muss. Darüber hinaus müssen im Anhang zur Bilanz Angaben zu den angewendeten Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden gemacht machen. Zurzeit gibt es im IFRS 16 + 41 IAS Standards, in denen jeweils ein spezielles Problem bei der Bilanzierung behandelt wird. Der dritte Teil der International Financial Reporting Standards, die Interpretations sind die offizielle Auslegung der Standards und ergänzen diese.

Grundlegender Aufbau eines Standards der IFRS

Die in den IAS/IFRS enthaltenen Standards sind grundsätzlich alle gleich strukturiert. Zunächst wird die Zielsetzung des jeweiligen Standards und dessen Anwendungsbereich beschrieben. Ergänzt wird diese Beschreibung durch die Definition der wesentlichen Begriffe. Danach folgt eine Behandlung der Bewertungsfragen und wie die Ausweisung in der Bilanz erfolgen soll. Hinzu kommen Ausführungen zu den erforderlichen Offenlegungen. Diese entsprechen in etwa den laut HGB erforderlichen Angaben in Bilanzanhang. Revidierte und neue Standards enthalten einen Hinweis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen Standards oder zum Inkrafttreten der Neuregelung /Änderung.

Unterschiede zwischen IFRS und GAAP

Zwischen den International Financial Reporting Standards und den beispielsweise in den USA und Kanada angewendeten allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen (GAAP) bestehen mehrere Unterschiede. Beispielsweise in der Art und Weise, wie Bestände bilanziert werden. Es gibt zwei Möglichkeiten. First-In-First-Out (FIFO) und Last-In-First-Out (LIFO). FIFO bedeutet, das zuerst gekaufte Bestände zuerst wieder verkauft werden. LIFO bedeutet, dass der letzte Bestand der erste ist, der verkauft wird. IFRS verbietet LIFO, während es bei Anwendung der GAAP möglich ist, beide frei Prinzipien zu verwenden.

Verpflichtung zur Anwendung der IFRS für Konzerne

Die Anwendung der International Financial Reporting Standards ist seit dem 1. Januar 2005 für Konzerne und Unternehmen, deren Aktien oder Anleihen am Kapitalmarkt gehandelt werden, verpflichtend. Zusätzlich müssen in Deutschland ansässige Unternehmen die Steuerbilanz nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellen. Das bedeutet, dass für Unternehmen in Deutschland der Aufwand für die Erstellung der Jahresabschlüsse annähernd verdoppelt hat. Zurzeit werden die IFRS in mehr als 120 Ländern weltweit angewendet. Neben den Ländern der Europäischen Union sind die International Financial Reporting Standards mittlerweile verpflichtend in vielen Ländern Asiens und Südamerikas.

Welche Vorteile bieten die IFRS?

Trotz des erhöhten Aufwands bei der Bilanzerstellung werden die IFRS von einem Großteil der Unternehmen sehr positiv gesehen. Durch die Vereinheitlichung der Bilanzierungsrichtlinien ermöglichen die International Financial Reporting Standards Anlegern, Investoren und anderen interessierten Personenkreis einen objektiven und einfachen Vergleich der verschiedenen Unternehmen, egal wo sie ihren Sitz haben. Dies ist beispielsweise ein wesentlicher Vorteil bei einem Unternehmensverkauf , wenn im Rahmen der Due Diligence im Datenraum ein Unternehmen objektiv bewertet werden muss.