Der Desktop ist ein Teil des Betriebssystems eines Computers. Die Oberfläche bietet einen Zugriff auf alle Programme und Funktionen. Darüber haben Sie die Möglichkeit, Dateien auf dem Desktop abzulegen. In Bezug auf die Funktionalität, aber auch in der Übersetzung aus dem Englischen ist Desktop gleichbedeutend mit einem Schreibtisch. Der Remote Desktop ermöglicht Ihnen den Zugriff auf die Oberfläche eines anderen Computers. Durch eine Spiegelung der Inhalte ist die individuelle Bearbeitung der Dateien möglich.

Unabhängig von Zeit und Ort arbeiten

Der Remote Desktop ermöglicht es Ihnen, unabhängig von Zeit und Ort gemeinsam mit anderen Mitarbeitern oder Kollegen zu arbeiten. Es handelt sich um einen Fernzugriff, der von theoretisch von jedem beliebigen Computer aus erfolgen kann. Somit spielt es keine Rolle, von welchem Schreibtisch Sie auf die Inhalte zugreifen. Im Zusammenhang mit dem Fernzugriff ist die Wahrung der Sicherheit ein sehr wichtiger Aspekt. Ein Zugriff von unberechtigten Personen ist nicht möglich, denn der Anwender muss für den Zugriff eine Berechtigung erhalten. Diese bekommt er vom Administrator. Somit gilt das System als sehr sicher. Es ermöglicht eine komfortable Zusammenarbeit von Kollegen, die sich nicht an einem Ort befinden.

Funktionsweise des Remote Desktop

Die Funktionsweise von Remote ist recht einfach erklärt. Voraussetzung ist eine Netzwerkverbindung im betriebsinternen Intranet oder eine stabile Internetverbindung. Der Administrator überträgt Anwendungsprogramme oder Dateien, die für die Nutzung auf einem anderen Rechner bestimmt sind, auf einen Server. Über diesen Server erfolgt dann die Freigabe auf die gewünschten Rechner. Mit dem Remote Desktop ist es möglich, Dateien oder Anwendungen gleichzeitig zu bearbeiten. Die Speicherung der Änderungen erfolgt automatisch, sodass jeder Benutzer stets mit der aktuellen Version arbeitet.

Einsatz eines Remote Desktop Managers

In vielen Bereichen arbeiten Unternehmen verstärkt mit dem Remote Desktop. Um den Überblick nicht zu verlieren und eine Fernwartung möglich zu machen, kommt ein Remote Desktop Manager zum Einsatz. Das Tool arbeitet mit dem Betriebssystem Microsoft Windows, aber auch mit Anwendungen von Drittanbietern zusammen. Kommunikationswege, die bereits eingerichtet sind, lassen sich schnell und komfortabel erfassen. Darüber hinaus ist es möglich, einfach via Drag-and-Drop neue Dateien oder Verbindungen zu konfigurieren. Die Nutzung eines Remote Desktop Managers empfiehlt sich bei vielen Desktopverbindungen sowie einer wachsenden Anzahl von Zugriffen auf das System. Die Mitarbeiter sind in der Regel an verschiedenen Standorten oder im Homeoffice eingesetzt.

Einrichtung eines Remote Desktops

Sie können die Einrichtung eines Remote Desktops unter der Windows Systemsteuerung erledigen. Der Vorteil liegt darin, dass keine weitere Software notwendig ist. In den Systemeigenschaften von Windows gibt es den Reiter „Remote“. Mit der Aktivierung der Remote-Unterstützung durch das Setzen eines Hakens können Sie die Inhalte des PCs für andere Personen freizugeben. Das System erstellt ein Kennwort. Geben Sie dieses Kennwort nur an die Mitarbeiter weiter, die eine Berechtigung zum Zugriff auf den jeweiligen PC erhalten sollen. Der Schutz des Kennwortes ist sehr wichtig. Es darf nicht in fremde Hände geraten, da andernfalls ein Zugriff auf das Remote-Computersystem möglich ist. Das System erstellt in jedem Fall ein sicheres und starkes Kennwort.

Remote Desktop als Bestandteil der New Work

New Work ist ein englischer Begriff, der bereits in den 1970er Jahren von dem Sozialphilosophen Frithjof Bergmann geprägt wurde. Er beschäftigte sich intensiv mit den Arbeitsmethoden der Zukunft und fasste diese unter dem Begriff New Workneue Arbeit– zusammen. In seiner Begriffserklärung bezog sich Bergmann auf das Beispiel der Industriellen Revolution. Der Arbeiter erledigt eine Aufgabe. Somit ist er ein Mittel, das einen Zweck erfüllt. Die Wünsche und Bedürfnisse des Individuums Mensch finden keine Berücksichtigung.

Neues Arbeitsmodell der Zukunft

New Work soll dieses Verhältnis umkehren. Die Wünsche und Bedürfnisse des Individuums Mensch stehen im Fokus der Arbeit. Der Mensch hat die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen. In vielen Bereichen ist New Work heute bereits eingetreten. Auf der anderen Seite gibt es Arbeitnehmer, die auch heute noch als Mittel fungieren, um die ihnen gestellten Aufgaben zu erledigen. Eine Verwirklichung eigener Ideen und Ziele ist nicht möglich.

Entfaltung der Persönlichkeit durch mehr Unabhängigkeit

Die zeitlich und örtlich unabhängige Arbeit, die unter anderem ein Remote Desktop erlaubt, kann der New Work zugeordnet werden. Der arbeitende Mensch hat die Möglichkeit, sich in seiner Persönlichkeit besser zu entfalten, wenn er nicht in enge Strukturen gepresst ist und nicht tagtäglich monotone Arbeit erledigen muss.

Neue Bedeutung des Remote Desktop im Homeoffice

Die Arbeit mit dem Remote Desktop hat im Homeoffice eine neue Bedeutung bekommen. In den letzten Monaten haben die Coronapandemie und die damit verbundenen Einschränkungen im Arbeitsleben dazu geführt, dass so viele Menschen wie nie zuvor im Homeoffice arbeiten. Unternehmen haben die Möglichkeit geschaffen, die Arbeitsplätze in die heimischen vier Wände zu verlegen. Der Zugriff auf die Unternehmenscomputer konnte mit Remote Desktop sichergestellt werden. Um die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander zu gewährleisten, ist die Durchführung von Videokonferenzen möglich. Auch hier kommt Remote Desktop zum Einsatz. Es ist davon auszugehen, dass die Arbeit im Homeoffice in vielen Unternehmen auch nach dem Ende der Pandemie fortgeführt wird. Somit ist davon auszugehen, dass Remote Desktop künftig häufiger zum Einsatz kommt.

Das Coronavirus verändert die Arbeitswelt: Viele Menschen gehen nicht mehr ins Büro, sondern arbeiten direkt von zu Hause im Home-Office. Wenn Sie auch zu diesen Menschen gehören, finden Sie es eventuell entlastend, wenn Sie nicht jeden Tag ins Büro fahren müssen. Hier erfahren Sie, wie Sie mit Ihrem Computer sicher im Home-Office arbeiten können und wie Sie per Fernsteuerung Support und Hilfe mit Ihrem PC erhalten oder mit diesem auf das Firmennetzwerk zugreifen.

Das sollten Sie bei Home-Office beachten

Durch das Coronavirus wurde der Trend zum Home-Office evident: In dieser Zeit setzten nicht nur die Big Player wie Microsoft, Siemens, Google und andere große Unternehmen auf Home-Office, sondern auch der Mittelstand und kleinere Unternehmen. Damit Sie Ihre Arbeit von zu Hause aus zuverlässig, sicher und effizient erledigen können, sind beispielsweise Tools zur Fernsteuerung sinnvoll. Diese erlauben Ihnen über ein sogenanntes Remote-Desktop-Programm die Fernsteuerung Ihres Büro-PCs direkt von zu Hause aus. Alternativ können Sie sich per VPN über eine sichere Netzwerkverbindung in das Firmennetz einloggen. Eine dritte Möglichkeit besteht in der Installation Ihrer im Büro genutzten Programme auf dem heimischen PC, damit können Sie Ihre Daten bearbeiten und zurück an Ihre Firma schicken.

Per Fernsteuerung auf dem Bürocomputer arbeiten

Ein Remote-Desktop-Programm erlaubt Ihnen, direkt vom heimischen PC am Computer im Büro zu arbeiten. Sie sehen auf dem Monitor den Desktop Ihres Bürocomputers und der Mauszeiger wird über den PC gesteuert. Es gibt einige Programme, die Ihnen diese Fernsteuerung erlauben. Zu diesen gehören TeamviewerAnydesk oder 3CXWebMeeting. Sie installieren die dafür notwendige Software sowohl auf Ihrem heimischen PC als auch auf Ihrem Bürocomputer.

Eine Geräte-ID sorgt dann für eine sichere Verbindung zwischen den beiden Geräten. Ursprünglich wurden diese Remote-Desktop-Programme zur Fernwartung von Computern entwickelt: Sie können damit entweder Software installieren oder einen entfernt lebenden Bekannten oder Freund bei einem Computerproblem Hilfe leisten, vorausgesetzt, dieser erlaubt den Zugriff auf seinen Computer per Remote-Desktop-Tool.

Das sollten Sie bei der Installation beachten

Sobald Sie das Remote-Desktop-Programm auf Ihrem Bürocomputer installiert haben, sollten Sie die Funktion „unbeaufsichtigter Zugriff“ aktivieren. In Verbindung mit einem sicheren Passwort können Sie diesen dann von zu Hause aus sicher steuern. Sie brauchen lediglich die Geräte-ID und Ihr sicheres Passwort für den Zugang zu Ihrem Bürocomputer.

Achtung: Damit die Fernsteuerung auch bei längerer Abwesenheit im Büro funktioniert, muss der Bürocomputer selbstverständlich eingeschaltet sein und bleiben. Damit sich dieser selbst nach einem Stromausfall wieder startet, müssen Sie die Funktion „Restore on Power Loss im BIOS aktivieren. Per Wake-on-LAN wecken Sie den Bürocomputer wieder auf, falls er sich bei Nichtbenutzung schlafen gelegt hat. Sind Sie länger abwesend und arbeiten vom Home-Office aus, sollten Sie diese Funktion testen.

Sichere Remote-Desktop-Software für Support und Außendienst

Die Fernsteuerung des Computers gelingt via WebMeeting Remote Control Client. Mit dieser stellen Sie eine sichere Verbindung her und können bei Bedarf entsprechenden Support leisten oder unterwegs per Laptop auf Dienstleistungen und Produkte im Firmencomputer zugreifen und diese vorführen. Damit Ihre Daten und anderen Informationen wirklich sicher sind, sollten die Zugriffe nur für autorisierte Nutzer möglich und gleichzeitig verschlüsselt sein. Falls ein unbekannter Nutzer Zugriff per Fernsteuerung auf Ihre sensiblen Daten bekommt, kann das weit reichende Folgen haben.

Das WebRTC-Protokoll von Google macht die Fernsteuerung einfach

Seit Google dasWebRTC-Protokoll eingeführt hat, ist die Fernsteuerung von Computern noch einmal leichter geworden. Musste die Software vorher auf beiden Geräten installiert werden, reicht jetzt ein einfaches Plugin. Mit der Software von 3CXWebMeeting bekommen Sie eine Remote-Desktop-Funktion und können weltweit eine sichere Verbindung herstellen und erhalten per Fernsteuerung Zugriff auf den entsprechenden Computer. Sie brauchen dafür lediglich das Programm zu starten und bitten Ihr Gegenüber um die Erlaubnis, seinen PC per Fernsteuerung zu bedienen. Hat dieser das dafür nötige PlugIn installiert, können Sie auf dessen Computer die Fehler aufspüren oder den gewünschten Support leisten.

Die Daten sind sicher und geschützt

Soll die firmeneigene IT von einem Dienstleister gewartet werden, gilt es, die Verträge dabei entsprechend der DSGVOund den Vorgaben des BDSG zu gestalten. Ein solcher Fernwartungsvertrag erlaubt es dem IT-Dienstleister, per Fernsteuerung auf die Firmencomputer zuzugreifen. Das ist auf der einen Seite gewünscht, darf aber auf der anderen Seite nicht dazu führen, dass dieser auf personenbezogene Daten zugreifen kann. Daher muss der Dienstleister „unter besonderer Berücksichtigung der Eignung der von ihm getroffenen technischen und organisatorischen Maßnahmen sorgfältig“ ausgesucht werden, heißt es beispielsweise im Paragraph 11 Abs. 2 S.1 BDSG. Das gilt nicht nur für die besonders sensiblen Daten beispielsweise im Gesundheitsbereich, sondern auch für alle personenbezogenen Daten. Eine regelmäßige Überprüfung des Dienstleisters nach Paragraph 11 Abs. 2 S.4 BDSG ist daher unumgänglich und muss auch dokumentiert werden.

Per Remote Desktop per Fernsteuerung arbeiten

Ein Remote Desktop erlaubt die Fernsteuerung des Unternehmenscomputers über den heimischen PC oder ein mobiles Gerät. Das ist nicht nur für Fehlersuche, sondern auch für eine sichere und effiziente Arbeit im Home-Office sinnvoll und macht New Work erst möglich.

Teamviewer ist eine Software, die bei der Fernwartung von Computersystemen zum Einsatz kommt. Wenn Sie diese Software privat nutzen, können Sie die Datei als Freeware auf Ihren Rechner laden. Für Unternehmen gibt es eine kostenpflichtige Version. Die Software kam im Jahre 2005 auf dem Markt. Dank der ständigen Weiterentwicklung und Anpassung auf neue Lösungen und Systeme ist Teamviewer stets aktuell.

Fernwartungslösung für verschiedene Betriebssysteme

Mit der Nutzung von Teamviewer entscheiden Sie sich für eine Lösung, die eine Fernwartung von Rechnern erlaubt, die mit verschiedenen Betriebssystemen arbeiten. So ist es möglich, eine Version für die Betriebssysteme Windows von Microsoft, macOS von Apple und Linux zu nutzen. Darüber hinaus ist die Software für die Fernwartung mobiler Betriebssysteme geeignet. Hier erfolgt eine Unterstützung von Android, iOS und Windows Phone. Es ist möglich, die Lösung betriebssystemübergreifend zu nutzen. So gelingt beispielsweise die Fernwartung eines PCs von einem mobilen Gerät aus.

Kostenpflichtige und kostenfreie Versionen

Grundsätzlich ist Teamviewer für private User kostenlos. Es handelt sich um eine Freeware, die Sie ohne Zahlung einer Gebühr auf den heimischen Rechner oder auf ein mobiles Gerät laden können. In den Bewertungen der Software häufen sich jedoch Kommentare, die über kostenpflichtige Funktionen berichten. Außerdem gibt es zeitliche Beschränkungen, die sich auf eine einzige Sitzung beziehen.

Möchten Sie Teamviewer in einem Unternehmen nutzen, müssen Sie die Software kaufen. Eine kommerzielle Nutzung der Freeware ist nicht gestattet. Nach dem Kauf erfolgt eine Freischaltung aller Funktionen. Sie kommen in den Genuss kostenfreier Updates und vieler Funktionen, die Ihnen die Fernwartung der verschiedenen Systeme erleichtern. Selbstverständlich haben Sie auch als Privatanwender die Option, die Software zu kaufen.

Viele Optionen für die Fernwartung

Teamviewer bietet Ihnen zahlreiche Optionen für die Fernwartung verschiedener Computersysteme. Dies bedeutet, dass Sie auf die Funktionen eines Computers zugreifen und diesen steuern können.

Screensharing

Besonders häufig kommt Teamviewer im Bereich des Screensharings zum Einsatz. Dabei handelt es sich um die Übertragung eines Bildschirminhaltes auf einen oder mehrere Computer, die sich in einem anderen Netzwerk oder an einem anderen Ort befinden. Wenn Sie den Bildschirm eines entfernten Computers mithilfe des Screensharings aufrufen, stellen sich die Inhalte Ihnen so dar, als würden Sie direkt vor dem anderen Rechner sitzen. Auf diese Weise bietet sich Ihnen die Möglichkeit, zeitlich und örtlich unabhängig an Projekten oder Dateien zu arbeiten.

Videokonferenzen

Auch bei der Einrichtung und Abhaltung von Videokonferenzen kann eine Fernwartung des Computers durch eine Software wie Teamviewer notwendig sein. Videokonferenzen haben im Zeitalter der Globalisierung stark zugenommen. Immer mehr Unternehmen arbeiten international. Die Verständigung der Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten erfolgt mittels Videokonferenz. Die Fernwartung sorgt für einen störungsfreien Ablauf der oftmals wichtigen Konferenzen. Darüber hinaus arbeiten immer mehr Menschen im Homeoffice. Die Anzahl der Mitarbeiter, die von Zuhause aus auf die firmeninternen Daten zugreifen, ist seit dem Beginn der Coronapandemie stark angestiegen. In Zeiten, in denen Menschen auf Distanz miteinander leben müssen, ermöglichen Videokonferenzen eine individuelle Kommunikation. Die Nutzung hat nicht nur im geschäftlichen, sondern auch im privaten Bereich zugenommen.

Dateitransfer

Der Transfer von Dateien gestaltet sich über das Internet sehr einfach. Wichtig ist jedoch, dass die Sicherheit gewahrt ist. Wenn Sie eine Datei an eine andere Person oder an einen anderen Computer senden, sollte diese verschlüsselt oder mit einem Kennwort geschützt sein. Dies ist vor allem dann ein wesentlicher Aspekt, wenn es sich um sensible Dateien handelt, die vor dem Zugriff Dritter geschützt sein sollen.

VPN

VPN ist die Abkürzung für den englischen Begriff Virtual Private Netzwerk. In vielen Fällen handelt es sich um Kommunikationsnetze, die in sich geschlossen sind. Teamviewer ermöglicht dennoch eine Fernwartung, da die Software in der Lage ist, durch Proxy-Server, Firewalls und andere Schutzmechanismen hindurch zu arbeiten. Dies ist für Kommunikationsnetze ein wichtiger Aspekt, da Probleme in den meisten Fällen durch eine Fernwartung analysiert und behoben werden.

New Work – modernes Arbeiten im Netzwerk

Der Begriff New Work ist deutlich älter als die modernen Arbeitsstrukturen im Internet und in den betriebsinternen Netzwerken. Die Prägung des Begriffs erfolgte durch den Sozialphilosophen Frithjof Bergmann bereits in den 1970er Jahren. Damals entwickelte er eine Strategie, die Arbeitsprozesse, die noch aus dem Zeitalter der Industrialisierung stammen, umkehren. So soll der Mensch nicht mehr nur als Mittel zum Zweck arbeiten, sondern seine eigenen Ziele verwirklichen können. Dies galt in den 1970er Jahren in vielen Arbeitsbereichen noch als Utopie. Heute sind wir mitten in der Verwirklichung der Prozesse, die Bergmann vorhergesagt hat. Dazu zählen unter anderem Lösungen wie Teamviewer, die eine Analyse von Systemen aus der Ferne erlauben und Ihnen somit ermöglichen, zeitlich und örtlich unabhängig Ihre Arbeit zu erledigen.

Moderne Arbeitswelt mit BYOD

In den letzten Jahren ist es zu beobachten, dass immer mehr Prozesse in die Digitalisierung einbezogen werden. Dazu gehört auch BYOD. Dabei handelt es sich um die Abkürzung für den englischen Begriff Bring Your Own Device. Konkret bedeutet dies, dass Sie Dateien herunterladen, die auf dem Server eines Unternehmens oder einer öffentlichen Einrichtung liegen. Diese Dateien können Sie zeitlich unbegrenzt oder Nut für einen bestimmten Zeitraum nutzen. BYOD ist ein wesentlicher Teil der New Work. Aber auch im Privaten gewinnt die Nutzung digitaler Dateien zunehmend an Bedeutung. Die Systeme, über die derartige Dateien bereitgestellt werden, müssen in regelmäßigen Abständen gewartet werden, um die Funktionalität zu erhalten. Auch hier ist eine Fernwartungssoftware wie Teamviewer unverzichtbar.

Bei dem Simple Network Management Protocol (SNMP) handelt es sich um ein sogenanntes Netzwerkverwaltungsprotokoll, das von der Internet Engineering Task Force (IETF) entwickelt wird. Das Protokoll wird zur Konfiguration und Steuerung sowie zum IT-Monitoring von netzwerkfähigen Geräten eingesetzt. Das können beispielsweise Switches, Firewalls, Router aber auch Drucker, Computer oder Server sein.

Allgemeine Informationen zu SNMP

Das Simple Network Management Protocol (SNMP) basiert auf dem Grundkonzept, der den Informationsaustausch zwischen Clients und einer zentralen Instanz über Netzwerkpakete vorsieht. Solche Informationen können sowohl die Form von Status- oder Statistikdaten übernehmen als auch als Konfigurations- und Steuerungsdaten übermittelt werden. Das Simple Network Management Protocol (SNMP) beschreibt dabei die exakte Zusammensetzung der Datenpakete und den genauen Ablauf der gesamten Kommunikation. Vergleichbare Konkurrenztechnologien sind Zabbix, Nagios, PRTG und Solarwinds. Im Laufe der Jahre wurde SNMP kontinuierlich weiterentwickelt und zahlreichen Verbesserungen und Optimierungen unterzogen, sodass heutzutage viele verschiedene Versionen existieren. Aktuelle Versionen bieten Unterschätzung für performante Sicherheitsmechanismen wie Verschlüsselung, Authentifizierung und Validierung.

Mögliche Einsatzbereiche von SNMP sind beispielsweise:

–       die kontinuierliche Überwachung von netzwerkfähigen Komponenten

–       die Steuerung und die Konfiguration von netzwerkfähigen Geräten aus der Ferne

–       die Übermittlung von Fehlern

Die Vorteile des Simple Network Management Protocol spiegeln sich in der Einfachheit und der Modularität wider. Dank dieser Charakteristiken hat sich SNMP im Laufe der Jahre als Standard etabliert und wird von einer Vielzahl an netzwerkfähigen Geräten und Netzwerkmanagement-Anwendungen unterstützt.

Kommunikation zwischen Clients und Manager

Im Rahmen des Netzwerkverwaltungsprotokolls kommunizieren die Agenten der einzelnen Geräte mit einem oder mehreren zentralen Instanzen, die auch als Manager bezeichnet werden. Die Agenten werden als Software-Programme realisiert, die direkt auf den Endgeräten laufen. Die Software ist in der Lage, den Status und die Konfiguration in Echtzeit zu erfassen und bestimmte Aktionen auszuführen oder Einstellungen am Gerät vorzunehmen.

Bei dem Manager hingegen handelt es sich um eine Software, die auf einem Server installiert ist und von dort aus mit den Agenten kommuniziert und deren Statusmeldungen entgegennimmt. Die gesamte Kommunikation zwischen Agenten und Manager wird über SNMP realisiert. Die typische Kommunikation wird auf folgende Weise umgesetzt: Der Manager schickt einen Request an den Agenten. Dieser führt den Request aus und beantwortet dann die Anfrage mit einem Response-Paket. Des Weiteren ist der Agent in der Lage, unaufgeforderte Informationen über sogenannte „Traps“ zu versenden. Diese kommen in der Regel bei kritischen oder unvorhergesehenen Vorfällen zum Einsatz.

 

Die verschiedenen Nachrichtentypen im Überblick

Um eine möglichst große Bandbreite an unterschiedlichen Funktionalitäten zu bieten, sind im Rahmen des SNMP-Standards unterschiedliche Pakettypen definiert. Die wichtigsten sind:

–       GET-REQUEST: Diese Request dient zum Anfordern von Informationen

–       GETNEXT-REQUEST: Diese Request kommt zum Einsatz, um weitere Daten der Management Information Base (MIB) zu beantragen

–       GETBULK: Mit dieser Request ruft der Manager mehrere Datensätze gleichzeitig an

–       SET-REQUEST: Hiermit werden Daten zum Verändern oder Konfigurationsinformationen eines Netzwerkelements angefordert

–       GET-RESPONSE: Mit dieser Request wird die Antwort auf eine Anfrage bestätigt

Alle GET-Pakete sendet der Manager explizit an den Agenten. Mit den Response-Paketen werden die Request beantwortet oder bestätigt und beinhalten in der Regel die angeforderten Informationen. Eine Besonderheit stellen die sogenannten „TRAP-Pakete“ dar. Diese können von dem Manager nicht bestätigt werden, sodass der Agent nicht feststellen kann, ob diese auch tatsächlich angekommen sind. Die Datenübertragung im Rahmen von SNMP nutzt die darunterliegenden TCP/IP und UDP-Protokolle sowie die Ports 161 und 162.

Management Information Base (MIB)

Bei der Überwachung und Steuerung der Netzwerkgeräte durch SNMP kommt der Management Information Base (MIB) eine zentrale Rolle zu. Bei der MIB handelt es sich um eine Art Datenbank, in der alle relevanten Daten abgelegt sind und über die Bereitstellung von Informationen läuft. Konkret bedeutet das, dass die MIB die Datenbasis repräsentiert, die in einem Netzwerkgerät vorhanden ist und sich per SNMP abfragen lässt. In der Regel kommt die Standard-MIB zum Einsatz. Es existieren jedoch auch zahlreiche Erweiterungen und herstellerspezifische Anpassungen.

Auch die nachfolgende Version SNMPv2 brachte keine wesentlichen Sicherheitsmechanismen. Die V2-Version ist mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet. Die wichtigste davon ist GETBULK, mit der gleichzeitig mehrere Informationen abgefragt werden. Des Weiteren bietet SNMPv2 neben TCP/IP und UDP auch Unterstützung für weitere Netzwerkprotokolle, wie beispielsweise Appletalk oder IPX.

 

SNMP-Versionen im Detail

Die erste Version des Netzwerkverwaltungsprotokolls zum Monitoring netzwerkfähiger Geräte wurde bereits im Jahr 1988 erarbeitet. Diese Version hatte jedoch mit einigen Problemen zu kämpfen. So war eines der größten Probleme der ersten Version die fehlende Implementierung von Sicherheitsmechanismen. Aufgrund der fehlenden Sicherheit könnten Cyberkriminelle die Kommunikation zwischen dem Manager und dem Agenten abhören. Auch das Passwort konnte man leicht herausfinden, da es unverschlüsselt über das Netzwerk übertragen wurde.

Bedeutende Sicherheitsmechanismen wurden erst im Rahmen von SNMPv3eingebunden. Diese Version kam mit einer Username- und Passwort-Verschlüsselung sowie mit einer leistungsstarken Verschlüsselung der übertragenen Daten. Zusätzlich kamen noch mehr Konfigurationsoptionen hinzu.

Bei Power over Ethernet (PoE) handelt es sich um ein Verfahren, das die elektrische Stromversorgung von netzwerkfähigen Geräten wie WLAN-Controller oder Hardware-Firewall über ein gewöhnliches Ethernet Kabel ermöglicht. Durch den Einsatz dieses Standards können Sie auf separate Verkabelungen zur Energieversorgung einzelner Geräte komplett verzichten. Im Rahmen des PoE-Standards existieren verschiedene Spezifikationen, die unterschiedliche Maximalleistungen zulassen.

Allgemeine Informationen

PoE steht für Power over Ethernet. Damit wird ein komplexes Verfahren aus dem Bereich der Netzwerktechnik beschrieben, mit dem sich der für den Betrieb von Netzwerkgeräten benötigte Strom über ein Netzwerkkabel zur Verfügung stellen lässt. Im Rahmen des PoE-Standards überträgt das Ethernet-Kabel nicht nur den gesamten Datenverkehr, sondern auch den elektrischen Strom. Für Power over Ethernet gibt es unterschiedliche Standards. Je nach definiertem Standard werden unterschiedliche maximale Leistungen ermöglicht. Durch den Einsatz von PoE können Sie auf den Einsatz eines separaten Stromanschlusses verzichten, sodass der Aufwand für die Installation deutlich geringer ausfällt als bei netzwerkfähigen Geräten mit herkömmlichen Netzwerkkabel. Diese Technik wird häufig für die Versorgung von abgesetzten Geräten eingesetzt, wie beispielsweise Webcams, WLAN-Access Points oder Überwachungskameras, die in vielen Fällen an unzugänglichen Stellen installiert werden. Die zwei wichtigsten Standards, die innerhalb von PoE zum Einsatz kommen, sind:

–       IEEE 802.3af

–       IEEE 802.3at

Bei IEEE 802.3at handelt es sich um einen PoE-Standard, bei dem die beiden freien Adernpaare in 10Base-T- und 100Base-TX-Ethernet-Kabeln für die Stromübertragung genutzt werden. Die Spannung auf den beiden Kabeln ist begrenzt und beträgt im Normalfall bis zu 48 Volt bei einer Maximalleistung von 15,4 Watt. Durch den Einsatz einer relativ hohen Spannung ist es möglich, die Verlustleistung und die Wärmeentwicklung in den Kabeln auf einem geringen Niveau zu halten.

Im direkten Vergleich zu IEEE 802.3af ermöglicht der IEEE 802.3at-Standard den Einsatz höherer Leistungen. Hier kommen die sogenannten „Endspan-“ und „Midspan- Versorgungsmethoden“ zum Einsatz. Im Rahmen der Endspan-Methode kümmert sich der PoE-Switch um die direkte Versorgung, während bei der Midspan-Methode zwischengeschaltete Quellen, wie zum Beispiel PoE-Injektoren, für die Stromversorgung genutzt werden.

Um Strom über Ethernet zu übertragen, kommen zwei unterschiedliche Varianten zum Einsatz. Bei der ersten Variante handelt es sich um die sogenannte „Fernspeisung“. Diese Variante überträgt den Strom über die Adernpaare, die auch für die Übertragung von Daten genutzt werden. Die andere Variante wird als „Spare-Pair-Speisung“ bezeichnet und benutzt ausschließlich ungenutzte Adernpaare.

Welche Vorteile bietet PoE?

Da mittels Power over Ethernet sowohl die Daten- als auch die Stromübertragung über ein einziges Ethernet-Kabel möglich sind, lassen sich auf diese Weise Kosten für die Anschaffung und den Betrieb mehrerer Kabel einsparen. Hinzu kommt noch, dass die Installation neuer oder die Erweiterung bestehender Netzwerke, wesentlich günstiger ist, da Sie keine zusätzlichen Stromleitungen installieren müssen. Netzwerkgeräte lassen sich so auch an unzugänglichen Stellen installieren, an denen es sonst sehr umständlich wäre, zusätzliche Stromkabel zu verlegen. Dank der zentralen Stromverteilung über Switches können Sie auf externe Netzteile und Netzadapter verzichten. Alle modernen Power over Ethernet-Switches lassen sich mit redundanten Netzteilen ausrüsten, was sich äußerst positiv auf die Verfügbarkeit des Netzwerks und der angeschlossenen Netzwerkgeräte auswirkt.

Netzwerkgeräte mit Unterstützung für Power over Ethernet

Um Schäden an Netzwerkgeräten zu vermeiden, sollten Sie alle angeschlossenen Netzwerkgeräte auf Kompatibilität zu PoE untersuchen. Falls Sie PoE beispielsweise mit IP-Telefonie einsetzen möchten, können Spannungen auf den Adernpaaren nicht kompatible Geräte schwer beschädigen und unter Umständen auch zerstören. Aus diesem Grund sollten Sie die Spannung nur dann einschalten, wenn alle Netzwerkgeräte Power over Ethernet unterstützen.

 

Geräte, die über Power over Ethernet mit Strom versorgt werden, sind in bestimmte Klassen eingeteilt. Die gängigen Klassen für PoE-Geräte sind die Klassen von 0 bis 4. In direkter Relation dazu, wie viel Strom ein Netzwerkgerät voraussetzt, ist es einer bestimmten Klasse zugeordnet. Durch den Einsatz definierter Spezifikationen und Verfahren wird die exakte Menge an Strom über das Ethernet-Kabel übermittelt. Dadurch wird stets die richtige Menge an Strom bereitgestellt. Die gängigsten Geräte, die über PoE betrieben werden, sind:

–       VOIP-Geräte (Voice Over IP)

–       WLAN-Access Points

–       WLAN-Controller

–       WLAN-Extender

Herausforderungen bei Power over Ethernet

Obwohl das PoE-Verfahren zahlreiche Vorteile mit sich bringt, gibt es auch einige Herausforderungen, mit denen Sie rechnen müssen. Je mehr Strom über ein Ethernet-Kabel übertragen wird, umso mehr Wärme wird im Kabel generiert. Bei einem stark erwärmten Kabel kann es dazu kommen, dass die zusätzliche Dämpfung auf die Übertragung der Daten beeinträchtigt. Aus diesem Grund sollten Sie nicht immer mit den maximalen Datenübertragungsraten rechnen, sondern die maximale Übertragungsleistung an die jeweiligen Temperaturbedingungen anpassen. Die Spezifikationen der jeweiligen PoE-Klassen geben genau an, mit welchem Temperaturanstieg Sie beispielsweise bei dem Einsatz von PoE++ (4PPoE) rechnen müssen. Bei einem gewöhnlichen U/UTP-Netzwerkkabel sollten Sie beispielsweise mit einer Erwärmung bis zum fünffachen Faktor des Kabels rechnen. Ein Kabel, das gut geschirmt ist, weist eine Erwärmung von einem dreifachen Faktor auf. Dies ist darauf zurückzuführen, da die Metallschirmung im Inneren hilft, die Wärme nach außen zu transportieren.

Ein weiterer Nachteil von PoE spiegelt sich im Spannungsabfall bei längeren Ethernet-Kabeln wider. Je länger das Kabel ist, desto höher ist der Spannungsabfall und umso weniger Leistung kommt am Endgerät an.

Drupal ist ein Open Source Content-Management-System (CMS). Es wird unter der GNU General Public License vertrieben und kann kostenlos von Privatpersonen und Unternehmen eingesetzt werden. Das heutige CMS wurde von den Studenten Hans Snijder und Dries Buytaert im Jahr 2000 ursprünglich als eine Nachrichtenseite für die Kommunikation mit Kommilitonen an der Universität von Antwerpen entwickelt. Erstmals öffentlich zugänglich gemacht wurde die Software im Jahr 2001 von Dries Buytaert auf der Website drop.org. Der Name des CMS leitet sich vom niederländischen Wort „Druppel“, auf Deutsch „Tropfen“ ab und spiegelt sich bis heute im tropfenförmigen Drupal Logo wieder. Das in PHP geschriebene CMS bildet laut drupal.org aktuell die Basis für rund 3 % aller mit einem Content-Management-System erstellten Websites weltweit.

An Drupal denken nur wenige, wenn es um das Erstellen einer dynamischen Webseite geht. WordPress und TYPO3 sind weitaus populärer und können einen deutlich höheren Marktanteil für sich verbuchen. Bei verschiedenen, insbesondere für Unternehmen wichtigen Aspekten, stellt Drupal seine Konkurrenten jedoch in den Schatten. Wir zeigen, wo Drupal die Nase vorn hat.

Core, Themes und Module – die Komponenten von Drupal

Die Basis für jede Drupal Installation ist eine sogenannte Distribution. Dabei handelt es sich um ein herunterladbares Paket, das den Drupal Core, eine Reihe von Modulen und Vorlagen für Websites enthält. Je nachdem, von wem die Distribution zusammengestellt wurde, kann der Inhalt variieren. Der Core ist jedoch immer ein Teil dieses Paketes. Der Core enthält alle grundlegenden CMS-Funktionen wie ein Taxonomiesystem für die hierarchische Inhalts-Kategorisierung, ein rollenbasiertes Rechtesystem, eine Volltext-Suchfunktion und vieles mehr. Mit diesen Distributionen können ohne zusätzliche Installationen einfache Webseiten erstellt werden. Darüber hinaus stehen Module genannte Erweiterungen und zahlreiche Themes zur Verfügung, mit denen der Funktionsumfang einer Website flexibel erweitert und angepasst werden kann.

Drupal vs. WordPress

Einer der Hauptgründe, warum sich viele Blogger und Websiteentwickler für WordPress als CMS entscheiden, ist die Vielzahl kostenloser und kostenpflichtiger Templates und Plugins. WordPress Plugins und Themes ermöglichen es, ohne Programmierkenntnisse und nach einer kurzen Einarbeitungszeit ansprechende Websites zu erstellen. In diesem Bereich hat Drupal seit der Version 8 jedoch deutlich aufgeholt.

Viele der heute erhältlichen kostenlosen und kostenpflichtigen Drupal Themes sind weniger als in der Vergangenheit üblich auf bestimmte Themen spezialisiert und können flexibel angepasst werden. Auch die Zahl der Erweiterungen ist in den letzten Jahren deutlich angewachsen. Mittlerweile sind für Drupal rund 40.000 Module erhältlich, die wie WordPress-Plugins eine Anpassung des Funktionsumfanges ermöglichen. Erstellt werden die Module von einer über 1 Million Mitglieder zählenden und sehr aktiven weltweiten Community. Seit Version 8.0 und insbesondere mit der aktuellen Version 9 ist dieses CMS daher auch für Blogger und nicht professionelle Websiteentwickler deutlich interessanter geworden.

Systemanforderungen für die Installationen

Trotz der hohen Funktionalität und Flexibilität benötigt eine Basisinstallation des Content-Management-Systems nur wenig Speicherplatz auf einem Server. Für die Installation der aktuellen Core Version 9 werden etwa 100 MB Speicherplatz benötigt. Hinzu kommt weiterer Speicherplatz für Module und Themen, Medien, Backups und andere Dateien, die von der Webseite erzeugt oder auf die Website hochgeladen werden. Version 9 des CMS kann mit einem Apache, Nginx oder Microsoft IIS Webserver genutzt werden. Für Datenspeicherung können MySQL, MariaDB, Percona, PostgreSQL oder SQLite Datenbanken eingesetzt werden.

Für wen ist Drupal geeignet?

Das CMS wurde ursprünglich für Websitentwickler geschaffen. Im Vergleich zu WordPress oder Joomla und Typo3 ist dieses CMS sehr komplex. Es bietet einen Funktionsumfang, der die Funktionalität der meisten anderen Systemen deutlich übersteigt. Dies ist gleichzeitig eine Stärke und Schwäche des Systems. Um die Funktionalität und Flexibilität von Drupal voll ausschöpfen zu können, ist eine vergleichsweise lange Einarbeitungszeit erforderlich.

 

 

Ein Vorteil beispielsweise gegenüber WordPress ist jedoch, dass die Einrichtung und Verwaltung von Benutzerberechtigungen sowie die Verwaltung unterschiedlicher Seitenvorlagen für verschiedene Inhaltstypen deutlich leistungsfähiger und einfacher ist. Drupal ist bei der Verwaltung komplexer Unternehmenswebseiten mit unterschiedlichen Inhalten in verschiedenen Sprachen anderen CMS in der Regel deutlich überlegen. Die Verwaltung von tausenden Nutzern ist mit Drupal kein Problem. Ein weiterer Vorteil gegenüber den meisten anderen CMS ist die hohe Datensicherheit. Die Sicherheit von Nutzer- und Betreiber-Daten ist seit Anbeginn an ein zentrales Thema der Drupal Community.

Drupal ist die Plattform, die von Regierungen und Regierungsorganisationen in 150 Ländern weltweit, Universitäten und Konzernen für die Verwaltung ihrer Onlinepräsenzen eingesetzt wird. Drupal ist der Rahmen für den Online-Auftritt von Medienunternehmen wie BBC, NBC und MTV UK. Organisationen wie Amnesty International und Universitäten wie die Universität Oxford sowie viele multinationale Konzerne, für die Sicherheit und Flexibilität einen hohen Stellenwert haben, arbeiten mit Drupal.