Anydesk ist eine Softwarelösung, die Ihnen einen Fernzugriff auf Ihre oder die Computer Ihrer Kunden ermöglicht. Die Technologie der deutschen Herstellerfirma fußt auf einer eigenen Entwicklung des Übertragungsdatenformats und bietet deshalb auch an Orten mit langsamem Internetservice effiziente Verbindungen. Anydesk ermöglicht eine Vielzahl von Anwendungen vom privaten Haushalt bis zum Großunternehmen.

Anwendungen von Anydesk

Die klassische Anwendung ist die Remote-Desktop Lösung. Sie können damit von jedem Gerät auf Ihren Computer zu Hause oder in Ihrer Firma zugreifen. Die Technologie bietet also die Grundlage für das Arbeiten im Home-Office. Genauso können Sie auf Geschäftsreisen von überall auf Ihre Computer zugreifen. Dabei sind Sie nicht auf den Transfer von Dateien beschränkt, obwohl dieser natürlich auch möglich ist. Es werden alle Daten zur Darstellung des Bildschirms und alle Eingaben von Maus und Tastatur in Echtzeit übertragen. Sie können damit auf Ihrem Computer von überall fast so arbeiten, als säßen Sie direkt vor Ihrem Gerät.

Darüber hinaus eröffnen sich in Unternehmen weitergehende Anwendungen. Ganze Gruppen von Mitarbeitern können mit Anydesk gemeinsam Dokumente bearbeiten. Workshops und Meetings lassen sich unabhängig davon organisieren, an welchen Orten sich die Teilnehmer gerade befinden. Den Kunden Ihres Unternehmens können Sie eine individuell angepasste Benutzeroberfläche bieten, die sich in 28 Sprachen auf Ihre Bedürfnisse anpassen lässt.

Support und Wartung wird immer wichtiger und Ihre Kunden erwarten, bei Problemen sofort Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Probleme über ein Telefongespräch zu erkennen ist schon umständlich genug und eine Lösung wird nur in einfachen Fällen auf diese Weise möglich sein. Mit Anydesk können Ihre Supportmitarbeiter sofort eine direkte Verbindung zum Gerät Ihrer Kunden herstellen und das Problem unmittelbar diagnostizieren und beheben.

Features von Anydesk

Anydesk funktioniert mit allen gängigen Betriebssystemen wie Windows, Mac OS, iOS, Android, Linux und auch FreeBSD und Raspberry Pi. Wenn Sie Anydesk aktivieren, können Sie sofort erkennen, welche Remote Computer gerade online sind. Es ist sogar ein Zugriff auf Rechner möglich, die sich im Ruhemodus befinden und die Sie über Anydesk aufwecken können. Als äußerste Maßnahme ist auch ein Neustart eines Remote Computers möglich.

Sicherheit ist ein offensichtliches Thema, wenn es um Fernzugriffe auf Computer geht. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, verwendet Anydesk das Protokoll TLS 1.2, das auch für Online Banking zum Einsatz kommt. Des Weiteren ist eine 2-Faktor-Authentifizierung möglich. Dabei ist für einen Fernzugriff ein Code erforderlich, der von einer Smartphone App erzeugt wird. Sollten Sie ein eigenes Netz von Geräten betreiben wollen, können Sie Anydesk ohne Zugriff auf die Server von Anydesk oder auch nur das Internet betreiben.

Neu in der im Jahr 2020 eingeführten Version 6 von Anydesk werden Ihnen detaillierte Administratorenfunktionen zur Verfügung gestellt. Damit können Sie Einstellungen für Gruppen von Arbeitsplätzen vornehmen, die dann automatisch von allen Geräten im Netzwerk übernommen werden. Ein Passwort kann an bestimmte Berechtigungen gekoppelt werden. Dann ist beispielsweise die Verwendung des Dateitransfers mit einem eigenen Passwort geschützt. Für die Gültigkeit können Sie darüber hinaus noch ein Zeitlimit festlegen. Zum Zugriff auf Ihren Rechner kann ein Eintrag des Nutzers auf einer Whitelist als Voraussetzung bestimmt werden.

Gerade bei Anwendungen in größeren Firmen sind oft Aufzeichnungen von Sitzungen von Vorteil. Diese sind mit Anydesk mit einem Klick zu starten und zu stoppen. In der Aufzeichnung können Sie dann ganz einfach zu einem beliebigen Zeitpunkt springen.

Die Technik dahinter

Der Kern von Anydesk ist eine eigene Entwicklung der Herstellerfirma. Dabei handelt es sich um ein Video Codec mit der Bezeichnung DeskRT. Dieses Video Codec zeichnet sich durch besonders hohe Effizienz in der Übertragung aus. Auch mit einer Übertragungskapazität von gerade einmal 100 kByte pro Sekunde kann Anydesk zur Fernsteuerung von Computern genutzt werden.

Anydesk zeichnet sich auch als besonders schlanke Lösung aus. Heruntergeladen werden muss nur eine Datei im Umfang von 3,2 MByte, die für eine Verwendung von Anydesk bereits ausreicht.

Die Serverlösungen von Anydesk sind in der Programmiersprache Erlang entwickelt, die besonders für Anwendungen im Bereich der Telekommunikation geeignet ist.

Die Nutzung von Anydesk zu privaten Zwecken ist kostenlos. Für Unternehmen gibt es die Möglichkeit, die Software vor Erwerb einer Lizenz gratis zu testen. Der Preis für Unternehmenslösungen hängt davon ab, ob Sie nur einen Benutzer oder beliebig viele vorsehen wollen. Des Weiteren beeinflusst den Preis, wie viele gleichzeitige Sitzungen Sie benötigen. Sie können zuerst eine Lizenz für eine wenig umfangreiche Benutzung erwerben und diese bei Bedarf mit intensiverer Verwendung einfach mitwachsen lassen. Updates sind bei Anydesk kostenlos für die Inhaber von Lizenzen. Die Versionen sind miteinander kompatibel.

Das Unternehmen dahinter

Es wurde 2014 gegründet und hat seinen Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen sieht sein Produkt als grundlegendes Werkzeug zur möglichst reibungslosen Zusammenarbeit von Gruppen von Mitarbeitern. Besonderen Wert legt Anydesk darauf, die Anregungen von Nutzern und Kunden aufzunehmen und in die neuen Versionen einfließen zu lassen, was gerade auch in der neuen Version 6 eine Rolle gespielt hat.

Mit dem englischen Begriff Virtual Desktop Infrastructure (VDI) wird eine IT-Infrastruktur zur Zentralisierung und Virtualisierung der Funktionalitäten von Desktop-Rechnern bezeichnet. Durch den Einsatz von VDI lässt sich die Ausstattung der Desktop-Clients am Arbeitsplatz wesentlich reduzieren.

Allgemeine Informationen

Das Konzept der Desktop-Virtualisierung basiert auf dem Ansatz, sämtliche Funktionalitäten eines Arbeitsplatz-Rechners über ein zentrales System, wie beispielsweise Hyper-V, zur Verfügung zu stellen. Der Anwender benötigt am Arbeitsplatz lediglich einen Client, auf dem er den virtualisierten Desktop-PC aufruft. Die Bedienung gestaltet sich dabei wie bei einem gewöhnlichen Desktop-PC. Per Tastatur und Maus wird der Client gesteuert und die Ausgabe der grafischen Anzeige erfolgt lokal über den Monitor, während sämtliche Software-Komponenten auf einem zentralen Server ausgeführt werden.

Der Anwender befindet sich an einem anderen Ort als sein virtueller Desktop-PC. Die Übertragung aller Ein- und Ausgaben zwischen dem Client und Server wird über das Netzwerk realisiert. Der Zugriff auf eine Virtual Desktop Infrastructure (VDI) ist prinzipiell sowohl über das Internet als auch über ein lokales Netzwerk möglich. Um alle Funktionalitäten performant bereitstellen zu können, muss das Netzwerk bestimmte Mindestanforderungen in Bezug auf die Bandbreite und Latenz erfüllen. Im Kontext einer Virtual Desktop Infrastructure wird der Client als Terminal und der Server als Terminal-Server bezeichnet. Die Protokolle, über die die gesamte Kommunikation realisiert wird, sind bei den meisten Systemen proprietär und unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Eines der bekannteren Protokolle ist zum Beispiel das Remote Desktop Protocol (RDP), das von Microsoft entwickelt wird.

Bekannte Systeme

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Herstellern die unterschiedliche Virtual Desktop Infrastructure-Systeme anbieten. Neben kostenpflichtigen Lösungen sind auch Open Source-Lösungen für die Virtualisierung der Desktop-Infrastruktur samt Clients erhältlich. Die bekanntesten kommerziellen VDI Systeme werden von folgenden Herstellern entwickelt:

–       HP

–       Fujitsu

–       Microsoft

–       Dell

–       Citrix

–       VMWare

–       ViewSonic

–       VXL Instruments

Frei verfügbare VDI-Lösungen auf Open Source-Basis sind beispielsweise:

–       QVD Community Edition

–       Linux Terminal Server Project

Die verschiedenen Client-Arten im Überblick

Im Rahmen einer Virtual Desktop Infrastructure können unterschiedliche Arten von Clients eingesetzt werden. Grundsätzlich werden drei verschiedene Client-Typen unterschieden. Eine eindeutige Abgrenzung zwischen den einzelnen Typen existiert jedoch nicht:

–       Zero Client

–       Thin Client

–       Thick Client

Der Zero Client

Bei dem sogenannten Zero Client handelt es sich um ein maximal abgespecktes Gerät. Zero Clients sind prinzipiell ohne Eingriff eines Administrators einsatzfähig. Eine individuelle Anpassung  des Zero Clients für den Fernzugriff ist nicht nötig. Sobald der Zero Client an das Netzwerk angebunden und mit einer Maus und Tastatur verbunden ist, kann er als virtueller Desktop eingesetzt werden. Die meisten Zero Clients setzen sich aus einem sehr kleinen Computergehäuse zusammen, das sich mit dem Monitor, der Maus und Tastatur sowie dem Netzwerk verbinden lässt. Weitere charakteristische Merkmale eines Zero Clients sind:

–       kein Konfigurationsaufwand und eine simple Administration

–       auf dem Zero Client befindet sich keine oder nur Minimalsoftware

–       aufgrund der abgespeckten Hardware sind die Anschaffungskosten geringer als bei den anderen beiden Client-Varianten

–       ein geringer Stromverbrauch

Der Thin Client

Thin Clients kommen für die Darstellung virtueller Desktops zum Einsatz. Solche Clients sind mit leistungsschwächerer Hardware ausgestattet und sind i auf die wichtigsten Komponenten zur Ausführung des virtuellen Desktops ausgerichtet. Oft werden bei solchen Geräten keine Massenspeicher oder CD-/DVD-Laufwerke eingesetzt. Da der Hauptprozessor und andere Hardwarekomponenten aufgrund der geringen Leistung wenig Wärme produzieren, arbeiten Thin Clients in der Regel ohne aktive Kühlung und  völlig geräuschlos. Dies wirkt sich äußerst positiv auf die Nutzungsdauer aus, weswegen die Hardware seltener ersetzt werden muss.

Der Thick Client

Bei einem Thick Client handelt es sich um einen voll ausgestatteten PC, auf dem ein Software-Paket zur Darstellung der virtuellen Desktop-Umgebung installiert ist. Konkret bedeutet das, dass der Thick Client sowohl über einen eigenen Desktop als auch über einen Remote-Desktop verfügt. Der wesentliche Vorteil eines solchen Clients ist, dass er sowohl für virtuelle Desktop-Anwendungen als auch für lokal betriebene Anwendungen gleichermaßen gut nutzbar ist. Ein bedeutender Nachteil spiegelt sich jedoch in der Tatsache wider, dass viele Vorteile einer VDI Infrastruktur durch den Einsatz eines Thick Clients verloren gehen.

Vorteile einer VDI Infrastruktur im Überblick

Durch den Prozess der Virtualisierung und Zentralisierung der Desktop-PCs ergeben sich zahlreiche Vorteile. Die zentrale Bereitstellung der Desktop-Services vereinfacht deren Administration und Konfiguration. Updates lassen sich auf diese Weise schnell und einfach einspielen und mit wesentlich weniger Aufwand als in traditionellen LANs durchführen. Des Weiteren können Inkompatibilitäten oder auftretende Probleme dank virtueller Server an einer zentralen Stelle analysiert und gelöst werden. Viele Bereitstellungsprozesse der Desktop-Funktionalitäten sowie Backup-Services lassen sich automatisieren und dadurch wesentlich vereinfachen.

Die bedeutendsten Vorteile einer Virtual Desktop Infrastructure ergeben sich in erster Linie durch den Einsatz weniger aufwendiger Client. Dadurch kann man auch vollwertige PCs mit Komplettausstattung verzichten, die in der Regel viel teurer als die entsprechenden Client-Lösungen sind. Darüber hinaus wird die Verflechtung zwischen Software- und Hardwareanwendungen aufgehoben, sodass ein Austausch der Clients aufgrund neuer Software- oder Hardwareanforderungen überflüssig wird. Die Clients weisen dadurch eine deutlich höhere Nutzungsdauer auf.

Bei Hardwarestörungen muss der Administrator das Problem nicht mehr lokal vor Ort beim Nutzer beheben, sondern die Probleme lassen sich an einem zentralen Server beheben. Auch das Einspielen bzw. Zurückspielen von Updates sowie das Wiederherstellen gelöschter Daten werden zentral realisiert. Da die gesamte Infrastruktur für den professionellen Einsatz ausgelegt ist, erhöht sich die Verfügbarkeit der virtuellen Clients deutlich und ist im direkten Vergleich zu traditionellen Desktops um ein Vielfaches höher. Des Weiteren sollten die Vorteile der VDI Infrastruktur auch in Sachen Ressourcenschonung sowie Energieeffizienz keinesfalls vernachlässigt werden.

Die Abkürzung SSH steht für Secure Shell, Secure Shell ist ein Netzwerkprotokoll, mit dem sichere Verbindungen zwischen zwei Geräten über ein potenziell unsicheres Netzwerk eingerichtet werden können. Mit Secure Shell kann eine verschlüsselte Verbindung von einem lokalen Computer zur Kommandozeile (Shell) auf einem Webserver oder einem anderen Gerät hergestellt werden. Eingaben auf dem lokalen Computer werden an den Server übertragen und Ausgaben der entfernten Konsole auf dem lokalen Computer angezeigt.

Die Übermittlung von Daten und die Fernwartung oder Steuerung von Servern über das Internet ist potenziell unsicher. Um die Kommunikation über ein unsicheres Netzwerk wie dem Internet vor Angriffen und unbefugten Zugriffen zu schützen, ist eine sichere Verbindung erforderlich. Seit Mitte der 1990er-Jahre wird SSH eingesetzt, um Verbindungen über das Internet und andere Netzwerke abzusichern.

Die erste Version von SSH, heute SSH-1 bezeichnet, wurde vom finnischen Entwickler Tatu Ylönen 1995 vorgestellt. Bereits im Dezember des gleichen Jahres gründete Tatu Ylönen das Unternehmen SSH Communication Security, um Secure Shell als proprietäre Software zu vertreiben. Nur wenig später wurde auf der Grundlage von SSH-1 OpenSSH entwickelt. OpenSSH ist kostenlos. Die aktuelle von der Internet Engineering Task Force (IETF) zertifizierte kostenpflichtige Version ist SSH-2. Sie wurde entwickelt, da die erste Version Sicherheitslücken aufwies.

Wofür wird SSH verwendet?

SSH ermöglicht Nutzern den Aufbau einer sicheren, authentifizierten und verschlüsselten Verbindung zwischen zwei Computern über ein potenziell unsicheres Netzwerk wie dem Internet. Das Secure Shell Protokoll bietet Nutzern drei wichtige Eigenschaften:

  • Authentifizierung der Gegenstelle
  • Verschlüsselung der Datenübertragung
  • Datenintegrität

Bei der Verwendung von Secure Shell wird sichergestellt, dass eine Verbindung nur zwischen den zwei Computern aufgebaut wird, die miteinander verbunden werden sollen. Dadurch die Verschlüsselung ist ein Abhören der übermittelten Daten durch einen Man-in-the-Middle-Angriff nicht möglich. Die übertragenen Daten können zudem nicht manipuliert werden.

Einsatzgebiete von Secure Shell sind:

  • Remote-Systemadministration
  • Remote-Befehlsausführung,
  • sichere Datenübermittlung
  • Aufruf, Ändern und Speichern von Dateien
  • sichere Erstellung von Backups

SSH Client und SSH Server

Das SSH-Protokoll basiert auf dem Client/Server-Modell. Der lokale Computer ist in der Regel der Client. Client ist gleichzeitig die Bezeichnung für die installierte Secure Shell Software. Diese Software ist standardmäßig auf UNIX-, Linux– und MacOS-Rechnern vorhanden. In Windows wurde SSH erstmals ab der Version 1709 implementiert. In Windows 10 ist ein OpenSSH-Client seit dem Oktober 2018 Update (Version 1809) standardmäßig installiert.

Für ältere Windows Versionen muss die Secure Shell Software separat installiert werden. Das bekannteste kostenlose SSH Software Tool für Windows Betriebssysteme ist Putty. Alternativ kann das von der SSH Communications Security vertriebene kostenpflichtige Tectia SSH installiert werden. Dieses Tool enthält zusätzlich die benötigte Server Software. Die Bezeichnung SSH-Server wird für einen physischen Server und eine Software, die beispielsweise auf einem Webserver installiert ist, gleichermaßen verwendet. Der Server ist der Kommunikationspartner des Clients.

Wie funktioniert SSH?

Die beiden zentralen Funktionen von SSH sind die Authentifizierung der beiden beteiligten Computer und die Verschlüsselung der Daten. Der Aufbau einer sicheren Verbindung geht immer vom Client aus. Der Server registriert eingehende Verbindungsanforderungen und antwortet darauf. Normalerweise gelangen Verbindungsaufforderungen über den TCP-Port 22 auf das Hostsystem. Sobald der Server eine Verbindungsaufforderung erhält, beginnt der Verbindungsaufbau mit der Authentifizierung.

Authentifizierung von Server und Client

Die Authentifizierung über SSH ist mit einem auf den Server hinterlegten Passwort möglich. Da dass Passwort erraten werden kann, ist bei Secure Shell alternativ die Authentifizierung mit dem Public-Key-Verfahren möglich. Bei diesem Verfahren werden ein öffentlicher und ein privater Schlüssel verwendet. Um dieses Verfahren nutzen zu können, muss zunächst ein Schlüsselpaar auf dem lokalen Client erzeugt werden. Der private Schlüssel liegt immer auf dem Client und muss vor unbefugten Zugriffen gesichert werden. Der öffentliche Schlüssel wird auf den Server übertragen.

Für die Authentifizierung schickt der Server eine zufällig generierte und mit dem öffentlichen Schlüssel des Clients verschlüsselte sogenannte „Challenge“ an den Client. Diese Challenge kann nur mit dem privaten Schlüssel des Clients wieder entschlüsselt werden. Die entschlüsselte Challenge wird vom Client an den Server zurückgesendet. Ist die Entschlüsselung korrekt, ist die SSH Authentifizierung abgeschlossen und die Identität des Benutzers bestätigt.

Verschlüsselung der übertragenen Daten

Nach dem Abschluss der gegenseitigen Authentifizierung von Client und Server kann die verschlüsselte Verbindung über SSH aufgebaut werden. Für diese Verbindung wird ein eigener Schlüssel erzeugt. Dieser Schlüssel ist nur für eine Sitzung gültig und verfällt, wenn die Sitzung beendet wurde. Für die sichere Verbindung nutzen Server und Client den gleichen Schlüssel. So können ausgetauschte Nachrichten von beiden Teilnehmern verschlüsselt und wieder entschlüsselt werden. Die Erstellung des Schlüssels erfolgt gleichzeitig auf dem Server und dem Client, ist aber unabhängig voneinander. Für die Erstellung des Schlüssels werden geheime und bestimmte öffentliche Informationen, die beide Verbindungspartner kennen, verwendet.

Zusätzlich werden die über SSH übermittelten Daten durch Hashing gesichert. Hierzu wird aus den Daten mithilfe eines Algorithmus ein sogenannter Hash erstellt. Ein Hash ist im Prinzip wie ein Fingerabdruck oder eine eindeutige Signatur für einen bestimmten Datensatz. Werden die Daten bei der Übertragung verändert, verändert sich auch der Hashwert. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Daten während der Übertragung nicht manipuliert worden sind.

Virtual Network Computing oder VNC ist ein System zur Interaktion mit einem Computer, wenn Sie sich an einem beliebigen Standort befinden. Arbeiten Sie an einem üblichen Desktop, steht der Computer in Ihrer unmittelbaren Nähe. Die Maus, die Tastatur und der Bildschirm sind drahtlos oder über ein Kabel direkt mit dem Computer verbunden.

Mit VNC können Sie an einem weit entfernten Computer so arbeiten, als säßen Sie direkt davor. Ein- und Ausgaben werden einfach über das Internet übertragen. Die Software VNC übernimmt die Details, sodass Sie sich auf Ihre Arbeit in so vielfältigen Bereichen wie dem Homeoffice oder der Administration von Computern widmen können.

Nutzen Sie VNC, ist Ihre Arbeitsumgebung praktisch dieselbe, nur läuft die Verbindung zum Computer über das Internet. Diese Technologie erlaubt Ihnen einen unmittelbaren Kontakt mit entfernten Servern.

Dafür muss das System allerdings einige Probleme lösen. Zum einen muss die Übertragung schnell genug sein, um im benutzerfreundlichen Rahmen zu bleiben. Zum anderen müssen für die Daten geeignete Formate gefunden werden. Nicht zuletzt muss die Übertragung sicher sein. Nur so können Sie ohne Bedenken auch Daten wie Passwörter eingeben. Die unmittelbare Erfahrung des Desktops kann zu unsicherem Verhalten verleiten, wenn die Übertragung durch unsichere Netze nicht gebührend berücksichtigt wird.

Anwendungsmöglichkeiten für VNC

Die einfachsten Anwendungen finden Sie im Bereich des Homeoffice und des Remote Desktops. Gleich ob Sie einfach zu Hause arbeiten wollen oder auf Reisen sind, ein direkter Zugriff auf Ihren Server am Arbeitsplatz kann Ihre Effizienz stark erhöhen. Statt nur auf einzelne Dateien zugreifen zu können, sehen Sie den Bildschirm so vor sich, wie Sie es gewöhnt sind.

VNC eignet sich aber auch als Werkzeug für Netzwerkadministratoren. Sie können mit VNC eine entfernte Maschine übernehmen, neue Software darauf installieren oder sich auf Fehlersuche begeben.

 

Je nach Anwendungsbereich kann eine Überwachung eines Computers als Chance oder als Problem gesehen werden, was beides auch mit VNC möglich ist. Für den lokalen Nutzer ist es dabei nicht immer klar ersichtlich, ob ein Zugriff auf seinen Computer aus der Distanz erfolgt.

Das VNC zugrundeliegende Protokoll

Das System VNC baut auf dem Remote Framebuffer Protocol oder RFB auf, das für den Zugriff auf eine grafische Benutzeroberfläche von Computern entworfen wurde. RFC baut auf TCP auf, also auf einem zentralen Baustein des Internets.

Beim Verbindungsaufbau bietet der Server verschiedene Authentifizierungsmethoden an, aus denen der Client eine auswählt. Die zentrale Funktion von RFB ist das Anzeigen der Benutzeroberfläche auf der einen und die Weiterleitung von Eingaben an den entfernten Server auf der anderen Seite.

Das Protokoll ist zustandslos, wie das auch eine HTTP-Verbindung ist. Das bedeutet, dass jede Anfrage des Clients an den Server von den vorhergehenden unabhängig ist. Damit ist ein Wechsel des Clientgeräts oder eine Unterbrechung problemlos zu bewältigen.

Die Übertragung der Bildschirmdaten erfolgt über einen Grafikspeicher, der den gesamten Bildschirm darstellt. Dynamik wird mit der Übertragung der Änderungen bewältigt, was die notwendige Bandbreite wesentlich reduziert.

 

Die Bildqualität wird dabei vom Client angefordert, der also die Grafik an seine technischen Möglichkeiten anpassen kann. Damit ist VNC mit einer Vielzahl von Clients nutzbar. In den neuen Versionen von VNC wird die Bewegung des Mauspfeils auf dem Client direkt gesteuert, was wiederum die Darstellungsgeschwindigkeit weiter erhöht.

Technische Details

Für das System sind Implementierungen für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar und deshalb kann VNC als plattformunabhängig gelten. Die Software ist quelloffen und damit für jeden auf Sicherheitslücken überprüfbar. Verfügbar sind auch zahlreiche Abspaltungen mit Zusätzen und Verbesserungen, die aber in der Regel mit dem Original kompatibel sind.

RFB ist selbst nicht verschlüsselt, weswegen zur Sicherheit eine Verbindung über TLS erforderlich ist. Insbesondere die Übertragung von Passwörtern sollten Sie ohne eine solche Vorkehrung unterlassen.

Durch die Coronavirus-Pandemie ist das Homeoffice zur unerwarteten Realität für viele Unternehmen geworden, die sich für New Work bisher wenig erwärmen konnten. Eine der technischen Herausforderungen dezentraler Zusammenarbeit ist der Zugriff auf nicht portable Arbeitsplatzrechner oder Server, die ihr Dasein im Büro fristen, während die Mitarbeiter von Zuhause aus arbeiten müssen. Das Remote Desktop Protocol kann hier Abhilfe schaffen.

Das Remote Desktop Protocol (RDP) von Microsoft ist ein Netzwerkprotokoll, das den entfernten Zugriff auf Windows-Systeme ermöglicht. Das proprietäre RDP wird schon lange unter anderem von Microsoft selbst verwendet, um Windows-Nutzern direkten Support auf ihren Rechnern aus der Ferne zu ermöglichen. Über das Remote Desktop Protocol können Mitarbeiter – ganz im Sinne von Bring Your Own Device (BYOD) – ihren heimischen PC oder Laptop für den Zugriff auf den Arbeitsplatzrechner im Büro verwenden, wobei die Unternehmensdaten jedoch auf dem Arbeitsplatzrechner verbleiben und auch die für die Arbeit verwendeten Programme nur auf diesem installiert sein müssen.

Ein großer Vorteil des RDP: Programme, die das Protokoll verwenden, sind bereits auf allen Systemen mit Windows 8, Windows 10 und Windows Server installiert. Entsprechende Client-Programme gibt es nicht nur für andere Windows-Geräte, sondern auch für Mac OS, Linux, Android, iOS und weitere Betriebssysteme. Das Verbinden der Geräte gestaltet sich relativ simpel und stellt auch nicht-technische Anwender (eventuell mit etwas telefonischer Unterstützung durch die IT-Kollegen) nicht vor unüberwindbare Herausforderungen.

Wie funktioniert das Remote Desktop Protocol?

Das Remote Desktop Protocol definiert zwei Teilnehmer für eine Verbindung: Einen sogenannten Terminalserver, auf dem die eigentliche Arbeit stattfindet, und einen Terminalclient, über den der Terminalserver ferngesteuert wird. Der Terminalserver sendet seine Bildschirmausgabe und bei Bedarf auch den Ton des Systems an den Terminalclient. Der Client wiederum sendet die Signale von Tastatur- und Mauseingaben an den Terminalserver, der diese so behandelt, als ob sie direkt von lokal angeschlossenen Geräten stammen würden.

Neben dem Austausch von Bild, Ton, Tastatur und Zeigegerät kann das RDP auch verwendet werden, um Dokumente des Terminalservers auf einem am Terminalclient angeschlossenen Drucker auszudrucken oder den Zugriff auf dort verfügbare Speichermedien zu erlauben. Technisch gesehen ist das RDP ein Protokoll der Anwendungsschicht im Sinne des IP-Stacks und kann sowohl TCP als auch UDP für die Datenübertragung verwenden. Das Protokoll wird von diversen offiziellen Microsoft-Apps verwendet, kommt aber in einigen Drittanbieterlösungen zum Einsatz.

Remoteunterstützung und Remote Desktop

Es gibt prinzipiell zwei verschiedene Arten, wie das Remote Desktop Protocol in Windows zum Einsatz kommt.

Bei der Remoteunterstützung wird das RDP verwendet, um einem Terminalclient den direkten Zugriff auf die aktuell laufende Sitzung des Terminalservers zu ermöglichen. Dies ist vor allem für den entfernten Support gedacht, da sich so beispielsweise ein Mitarbeiter der IT-Abteilung direkt bei einem Kollegen auf dessen System einklinken kann, um mit ihm gemeinsam technische Schwierigkeiten zu beheben. Der Bildschirm wird bei der Remoteunterstützung geteilt, sodass sowohl der Anwender am Terminalclient als auch der Anwender am Terminalserver verfolgen kann, was auf dem System passiert.

Beim Zugriff per Remote Desktop wird hingegen eine neue Sitzung am Terminalserver gestartet. Diese Art des RDP-Zugriffs ist folglich eher dafür gedacht, Arbeit auf einem entfernten Computer oder Server zu verrichten. Der Mitarbeiter meldet sich hierbei in der Regel mit den gleichen Zugangsdaten beim als Terminalserver fungierenden Computer an, die er auch für den regulären lokalen Zugriff im Büro verwenden würde.

Datensicherheit und Lizenzen

Spätestens seit der Einführung der Datenschutzgrundverordnung DSGVO ist es für Unternehmen unerlässlich, den Überblick darüber zu behalten, wo, von wem und in welchem Umfang Kundendaten verarbeitet werden. Und auch andere Unternehmensdaten sind oft nicht für die Augen der Öffentlichkeit bestimmt. Das Remote Desktop Protocol vermeidet glücklicherweise das unnötige Teilen von Daten zwischen Server und Client, weil es den Client im Prinzip wie ein virtuelles Peripheriegerät behandelt. Diese Datensparsamkeit kommt sowohl dem Schutz der Kunden- als auch dem der sonstigen Unternehmensdaten zugute.

Da beim RDP standardmäßig lediglich Eingabe- und Ausgabesignale zwischen zwei Computern geteilt werden, ist es nicht erforderlich, dass Mitarbeiter irgendwelche Dateien vom entfernten Arbeitsplatzrechner auf ihr lokales Gerät übertragen. Falls einem Mitarbeiter der Laptop also einmal abhanden kommen oder gestohlen werden sollte, liegen auf dem System keine Kopien eventuell sensibler Unternehmensdaten und es muss lediglich der Zugriff des Geräts auf das Firmennetzwerk blockiert werden.

Auch die über das Remote Desktop Protocol verwendeten Anwendungen brauchen nur auf dem Terminalserver System installiert zu sein. Das bedeutet in den allermeisten Fällen, dass für solche Programme keine zusätzliche Lizenz eingekauft werden muss, da die Apps nur auf dem Terminalserver laufen und nicht auf dem verbundenen Client.

Mit einem Remote Desktop Manager oder RDM kann man ein ganzes System von Servern und anderen Geräten zentral verwalten, konfigurieren und überwachen. Werkzeuge wie ein RDM werden mit neuen Formen der Arbeit eine immer wichtigere Rolle spielen.

Was ist ein Remote Desktop?

Die Arbeitsumgebung eines Desktop Computers besteht aus einem Gerät in der unmittelbaren Nähe. Über einen Bildschirm, eine Tastatur und eine Maus steuern Sie das Gerät und tauschen über die Ein- und Ausgabemöglichkeiten Daten mit ihm aus. Die Remote Version weist nur den Unterschied auf, dass Ihre Peripheriegeräte über das Internet mit dem Computer verbunden sind. Die Arbeitsweise ist also völlig gleich, nur die Distanz ist viel größer, über die alle Informationen in beide Richtungen übertragen werden.

Wozu braucht man einen RDM oder Remote Desktop Manager?

Bereits seit längerer Zeit werden solche Setups für reisende Mitarbeiter verwendet oder auch dann, wenn Personen nicht im Firmengebäude selbst arbeiten müssen oder wollen. Sind solche Fälle eher selten, lassen sich die notwendigen IT-Konfigurationen noch ohne besondere Werkzeuge bewältigen.

Aktuell ist es die Coronakrise, die das Arbeiten im Homeoffice in den Vordergrund rückt. Ein Grund für die Nutzung eines Remote Desktops ist die geringere Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung.

Auch ohne diese aktuelle Entwicklung haben aber immer mehr Firmen und Einzelpersonen den Trend zu New Work im Blick. Darunter versteht man mehr eigenverantwortliches Arbeiten, was sich natürlich auch auf die Wahl des Arbeitsorts erstreckt. Ein Remote Desktop ist die technische Grundlage dafür, dass Informationsverarbeitung durch Ihre Mitarbeiter ortsunabhängig geleistet werden kann.

Welche Geräte werden mit einem  RDM gesteuert und verwaltet?

Traditionell arbeiten Ihre Mitarbeiter auf Geräten, die ihnen die Firma zur Verfügung stellt. Damit hat das Unternehmen auch einfachere Möglichkeiten zur Verwaltung der gesamten IT.

Heute gibt es aber auch die Möglichkeit des BYOD, was für ‚Bring Your Own Device‘ steht. Jeder Mitarbeiter verwendet dann sein eigenes Gerät und kann die Hardware, das Betriebssystem und zumindest zum Teil auch die Anwenderprogramme selbst auswählen. Sind Lizenzen erforderlich oder muss von mehreren Mitarbeitern dasselbe Programm verwendet werden, schränken solche Vorgaben die Wahl natürlich ein. Auch dann können verschiedene Gruppenmitglieder aber beispielsweise verschiedene Texteditoren je nach Vorliebe verwenden.

Dieser Trend ist nichts anderes als die Übertragung einer traditionellen Idee in den IT-Bereich. Ein BYOD für die Verwendung des eigenen Autos für geschäftliche Zwecke gibt es schon lange.

BYOD für informationsverarbeitende Geräte hat Vorteile wie die Beschränkung auf ein Gerät, das auf Reisen alle Bedürfnisse abdeckt. Außerdem sind viele Mitarbeiter einfach produktiver, wenn sie sich ihre Werkzeuge selbst aussuchen können.

Zu den Nachteilen von BYOD gehören mögliche Probleme im Bereich der Informationssicherheit. Für die Bewältigung dieses Problems eignet sich ein Remote Desktop Manager, denn mit eigenen Geräten wird die Informationssicherheit im Unternehmen zu einer wesentlich größeren Herausforderung.

Funktionalität eines Remote Desktop Manager

Ein RDM oder Remote Desktop Manager ist als Softwarelösung für die Einrichtung, Konfiguration und Überwachung von einem oder mehreren Remote Desktops geeignet. Mit ihm können Sie auch eine größere Zahl von Servern zentral von einer Plattform aus kontrollieren. Das Werkzeug RDM unterstützt die verschiedenen Verbindungsprotokolle, die für den Remote Desktop zum Einsatz kommen können.

 

Die Zugangsdaten wie Passwörter werden in einem zentralen und besonders gesicherten Vault gespeichert. Für besondere Sicherheit kann auch eine Zweifaktor-Authentifizierung eingesetzt werden. Einzelnen Teammitgliedern können Sie genau abgestimmte oder granulierte Zugangsrechte einräumen. Je nach Bedarf können Teammitglieder dieselbe Sitzung auf einem Server miteinander teilen und gemeinsam darauf zugreifen.

Für den Benutzer eines Remote Desktop Managers steht eine integrierte Visualisierungskonsole zur Verfügung. Nachdem auch IT-Manager oft unterwegs sind, wurden Apps entwickelt, über die sie mit dem System Verbindung aufnehmen können.

Damit gesetzliche Bedingungen eingehalten werden können und Sie einen Überblick über Ihre gesamte IT behalten, sind im RDM Möglichkeiten zur Erstellung von Reports nach frei wählbaren Kriterien integriert. Die Grundlage dafür sind die Logdateien, die automatisch geführt werden.

Für einzelne User steht eine Freeware Version des Remote Desktop Manager zur Verfügung. Erst für die Enterprise Version für mehrere Nutzer fallen tatsächlich Kosten an. Für das Kennenlernen des Systems können Sie eine Trialversion ausprobieren und sehen, welche Vorteile ein Remote Desktop Manager oder RDM für Sie und Ihr Unternehmen bietet.