Veeam ist ein IT-Unternehmen, das Ihnen insbesondere Software für die Datensicherung und ein Backup mit virtuellen Maschinen anbietet. Viele Produkte der Firma Veeam sind leicht integrierbar, wenn Sie mit den Plattformen VMware und Hyper-V arbeiten. Die Software Veeam Backup & Replication zählt zu den Highlights des Angebots. Damit sichern Sie wichtige Server-Daten.

Fakten zum IT-Unternehmen

Der russische Geschäftsmann Ratmir Timashev ist der Gründer des IT-Unternehmens Veeam, das seit 2006 existiert und mittlerweile in der Schweiz über einen Hauptsitz verfügt. Vorwiegend bietet der Softwarehersteller Ihnen Produkte für die allgemeine Datensicherung, eine Desaster Recovery und Virtualisierungsmanagement an. Veeam konzentriert sich bei der Softwareentwicklung vor allem auf Lösungen für die virtuellen Umgebungen Microsoft Hyper-V und VMware vSphere. Die Firma vereinbart mit zahlreichen Software- und Telekommunikationsunternehmen Partnerschaftsabkommen.

Überblick zu den Produkten

Für die Software Veeam Backup & Replication ist das Unternehmen besonders bekannt. Damit ist eine Datensicherung und eine Desaster-Recovery möglich. Das Produkt Veeam ONE kommt wiederum bei der Überwachung und der Berichterstellung zum Einsatz. Zudem dürfen Sie diese Software für die Kapazitätsplanung mit virtuellen Umgebungen einsetzen. Bei der Dokumentation und Automatisierung der Desaster-Recovery-Prozesse werden Sie durch das IT-Produkt Veeam Availability Orchestrator unterstützt.

Im Microsoft System Center Operations Manager ist eine Verwaltungs- und Überwachungssoftware des Herstellers integrierbar. Dabei handelt es sich um das Veeam Management Pack. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmern für unterschiedliche Betriebssysteme eine Agent-Backup-Software. Es gibt von Veeam spezielle Agenten, die jeweils an Linux– sowie Windows-Systeme angepasst sind.

Zudem stellt das Unternehmen Ihnen einige Softwareprodukte kostenlos zur Verfügung. Hierzu zählt beispielsweise der Veeam Task Manager. Mit diesem Tool überwachen Sie die Hyper-V Performance in Echtzeit. Sobald Sie mehrere Softwarelösungen zusammen erwerben möchten, entdecken Sie oft passende Produktpakete des Entwicklers. Darunter befinden sich die Backup Essentials und die Availability Suite.

Veeam Backup & Replication für die Server-Datensicherung

Das Produkt Veeam Backup & Replication wird seit 2006 vertrieben. Als IT-Administrator erhalten Sie mit dieser Software die Gelegenheit, physische und virtuelle Server zu sichern. Üblicherweise erfolgt die Datensicherung mit Veeam Backup & Replication in den Geschäftsräumen der Kunden. Dabei kommt häufig ein Network Attached Storage (NAS) als Netzwerkspeicher zum Einsatz. Alternativ bekommen Sie mit Veeam Backup & Replication die Chance, über einen geeigneten Provider an externen Standorten ein Online-Backup erstellen zu lassen. Hierfür steht zum Beispiel auch die Biteno GmbH zur Verfügung.

Komfortable Sicherung mit Veeam

Mit der Backup-Software bietet Veeam Ihnen vor allem Lösungen für eine virtuelle Maschine. Denn der Name des Unternehmens und der gleichnamigen Programme basiert auf der Abkürzung VM. In den Virtualisierungs-Plattformen VMware und Hyper-V ist die Software besonders gut integrierbar. Nachdem Sie als IT-Administrator mit diesen Plattformen einfache Vorkehrungen getroffen haben, lässt sich ein virtueller Server durch die Veeam Produkte in der Regel effektiv und problemlos sichern.

Mit sogenannten Agenten besteht über Veeams Software in der Theorie die Möglichkeit, Sicherungen für eine unbegrenzte Server-Anzahl zu erstellen. Hierzu muss auf allen Servern vor dem Sicherungsvorgang eine Agent-Software aktiv sein. Jeder Agent schickt daraufhin die Daten zur Sicherung an den Veeam-Server.

Backup für einzelne Daten oder komplette Server am Stück

Ein entscheidender Vorteil der Veeam Software besteht für Sie darin, dass verschiedene Sicherungsvarianten umsetzbar sind. Andere Anbieter konzentrieren sich häufig auf eine bestimmte Sicherungsmethode, während Sie mit Veeams Backup-Lösungen auf unterschiedliche Situationen vorbereitet sind. Sie sparen teilweise die Kosten für eine zweite Backup-Software, weil Veeam Angebote mehrere Funktionen miteinander vereinen. Es gelingt Ihnen mit Produkten des Softwareherstellers üblicherweise ohne Probleme, einzelne Dateien zu sichern. Derartige Restores und Sicherungen sind äußerst vorteilhaft, wenn am Vortag eine Server-Datei verloren ging und eine Wiederherstellung notwendig ist.

Alternativ erhalten Sie mit Veeam-Produkten aber auch die Option, einen kompletten Server am Stück zu sichern. Diese Rücksicherung ist seltener erforderlich und zugleich im Ernstfall jedoch besonders wichtig. Sobald es an einem Standort zum Defekt des vollständigen Servers oder der IT kommt, begrenzt die vorige Datensicherung am Stück den entstandenen Schaden oft erheblich. Im absoluten Katastrophenfall sorgt eine sogenannte Desaster-Recovery normalerweise dafür, dass die Inhalte der defekten Hardware nicht dauerhaft verloren bleiben.

Vorteilhafte Kopplung mit Service-Providern und Alternativen

Durch die mögliche Kopplung zwischen einem Datenspeicher auf Veeams Service-Providern und der lokalen Datensicherung in Ihren eigenen Räumen zeigen die Softwarelösungen ebenfalls große Vorteile. Somit bekommen Sie die Gelegenheit, unter der Woche Ihre Daten zunächst an Ihrem Standort zu sichern. Darüber hinaus dürfen Sie mit der Software in regelmäßigen Zeitabständen gesicherte Daten an einen Service-Provider von Veeam in ein externes Rechenzentrum übertragen. Biteno zählt zu den Providern, die Ihnen hierbei zur Verfügung stehen.

Während der Desaster-Receovery vermeidet die regelmäßige Datensicherung in einem Rechenzentrum bei Veeams Service-Providern den dauerhaften Verlust großer Datenmengen. Wenn es tatsächlich zum Katastrophenfall kommt, steht dafür ein Notfallplan bereit. Mit der Sicherung beim Service-Provider lassen sich dann riesige Datenmengen wiederherstellen.

Während Sie zur sicheren Backup-Erstellung Anbieter mit zuverlässiger Software suchen, entdecken Sie auch mehrere Alternativen. Symantec bietet Ihnen für die Datensicherung in Unternehmen beispielsweise das Produkt Backup Exec an. Zudem entwickelt unter anderem der Softwarehersteller Acronis vergleichbare Lösungen, mit denen Sie wichtige Dateien unkompliziert sichern.

Mit einem Remote Desktop Manager oder RDM kann man ein ganzes System von Servern und anderen Geräten zentral verwalten, konfigurieren und überwachen. Werkzeuge wie ein RDM werden mit neuen Formen der Arbeit eine immer wichtigere Rolle spielen.

Was ist ein Remote Desktop?

Die Arbeitsumgebung eines Desktop Computers besteht aus einem Gerät in der unmittelbaren Nähe. Über einen Bildschirm, eine Tastatur und eine Maus steuern Sie das Gerät und tauschen über die Ein- und Ausgabemöglichkeiten Daten mit ihm aus. Die Remote Version weist nur den Unterschied auf, dass Ihre Peripheriegeräte über das Internet mit dem Computer verbunden sind. Die Arbeitsweise ist also völlig gleich, nur die Distanz ist viel größer, über die alle Informationen in beide Richtungen übertragen werden.

Wozu braucht man einen RDM oder Remote Desktop Manager?

Bereits seit längerer Zeit werden solche Setups für reisende Mitarbeiter verwendet oder auch dann, wenn Personen nicht im Firmengebäude selbst arbeiten müssen oder wollen. Sind solche Fälle eher selten, lassen sich die notwendigen IT-Konfigurationen noch ohne besondere Werkzeuge bewältigen.

Aktuell ist es die Coronakrise, die das Arbeiten im Homeoffice in den Vordergrund rückt. Ein Grund für die Nutzung eines Remote Desktops ist die geringere Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung.

Auch ohne diese aktuelle Entwicklung haben aber immer mehr Firmen und Einzelpersonen den Trend zu New Work im Blick. Darunter versteht man mehr eigenverantwortliches Arbeiten, was sich natürlich auch auf die Wahl des Arbeitsorts erstreckt. Ein Remote Desktop ist die technische Grundlage dafür, dass Informationsverarbeitung durch Ihre Mitarbeiter ortsunabhängig geleistet werden kann.

Welche Geräte werden mit einem RDM gesteuert und verwaltet?

Traditionell arbeiten Ihre Mitarbeiter auf Geräten, die ihnen die Firma zur Verfügung stellt. Damit hat das Unternehmen auch einfachere Möglichkeiten zur Verwaltung der gesamten IT.

Heute gibt es aber auch die Möglichkeit des BYOD, was für ‚Bring Your Own Device‘ steht. Jeder Mitarbeiter verwendet dann sein eigenes Gerät und kann die Hardware, das Betriebssystem und zumindest zum Teil auch die Anwenderprogramme selbst auswählen. Sind Lizenzen erforderlich oder muss von mehreren Mitarbeitern dasselbe Programm verwendet werden, schränken solche Vorgaben die Wahl natürlich ein. Auch dann können verschiedene Gruppenmitglieder aber beispielsweise verschiedene Texteditoren je nach Vorliebe verwenden.

Dieser Trend ist nichts anderes als die Übertragung einer traditionellen Idee in den IT-Bereich. Ein BYOD für die Verwendung des eigenen Autos für geschäftliche Zwecke gibt es schon lange.

BYOD für informationsverarbeitende Geräte hat Vorteile wie die Beschränkung auf ein Gerät, das auf Reisen alle Bedürfnisse abdeckt. Außerdem sind viele Mitarbeiter einfach produktiver, wenn sie sich ihre Werkzeuge selbst aussuchen können.

Zu den Nachteilen von BYOD gehören mögliche Probleme im Bereich der Informationssicherheit. Für die Bewältigung dieses Problems eignet sich ein Remote Desktop Manager, denn mit eigenen Geräten wird die Informationssicherheit im Unternehmen zu einer wesentlich größeren Herausforderung.

Funktionalität eines Remote Desktop Manager

Ein RDM oder Remote Desktop Manager ist als Softwarelösung für die Einrichtung, Konfiguration und Überwachung von einem oder mehreren Remote Desktops geeignet. Mit ihm können Sie auch eine größere Zahl von Servern zentral von einer Plattform aus kontrollieren. Das Werkzeug RDM unterstützt die verschiedenen Verbindungsprotokolle, die für den Remote Desktop zum Einsatz kommen können.

 

Die Zugangsdaten wie Passwörter werden in einem zentralen und besonders gesicherten Vault gespeichert. Für besondere Sicherheit kann auch eine Zweifaktor-Authentifizierung eingesetzt werden. Einzelnen Teammitgliedern können Sie genau abgestimmte oder granulierte Zugangsrechte einräumen. Je nach Bedarf können Teammitglieder dieselbe Sitzung auf einem Server miteinander teilen und gemeinsam darauf zugreifen.

Für den Benutzer eines Remote Desktop Managers steht eine integrierte Visualisierungskonsole zur Verfügung. Nachdem auch IT-Manager oft unterwegs sind, wurden Apps entwickelt, über die sie mit dem System Verbindung aufnehmen können.

Damit gesetzliche Bedingungen eingehalten werden können und Sie einen Überblick über Ihre gesamte IT behalten, sind im RDM Möglichkeiten zur Erstellung von Reports nach frei wählbaren Kriterien integriert. Die Grundlage dafür sind die Logdateien, die automatisch geführt werden.

Für einzelne User steht eine Freeware Version des Remote Desktop Manager zur Verfügung. Erst für die Enterprise Version für mehrere Nutzer fallen tatsächlich Kosten an. Für das Kennenlernen des Systems können Sie eine Trialversion ausprobieren und sehen, welche Vorteile ein Remote Desktop Manager oder RDM für Sie und Ihr Unternehmen bietet.

Der Desktop ist ein Teil des Betriebssystems eines Computers. Die Oberfläche bietet einen Zugriff auf alle Programme und Funktionen. Darüber haben Sie die Möglichkeit, Dateien auf dem Desktop abzulegen. In Bezug auf die Funktionalität, aber auch in der Übersetzung aus dem Englischen ist Desktop gleichbedeutend mit einem Schreibtisch. Der Remote Desktop ermöglicht Ihnen den Zugriff auf die Oberfläche eines anderen Computers. Durch eine Spiegelung der Inhalte ist die individuelle Bearbeitung der Dateien möglich.

Unabhängig von Zeit und Ort arbeiten

Der Remote Desktop ermöglicht es Ihnen, unabhängig von Zeit und Ort gemeinsam mit anderen Mitarbeitern oder Kollegen zu arbeiten. Es handelt sich um einen Fernzugriff, der von theoretisch von jedem beliebigen Computer aus erfolgen kann. Somit spielt es keine Rolle, von welchem Schreibtisch Sie auf die Inhalte zugreifen. Im Zusammenhang mit dem Fernzugriff ist die Wahrung der Sicherheit ein sehr wichtiger Aspekt. Ein Zugriff von unberechtigten Personen ist nicht möglich, denn der Anwender muss für den Zugriff eine Berechtigung erhalten. Diese bekommt er vom Administrator. Somit gilt das System als sehr sicher. Es ermöglicht eine komfortable Zusammenarbeit von Kollegen, die sich nicht an einem Ort befinden.

Funktionsweise des Remote Desktop

Die Funktionsweise von Remote ist recht einfach erklärt. Voraussetzung ist eine Netzwerkverbindung im betriebsinternen Intranet oder eine stabile Internetverbindung. Der Administrator überträgt Anwendungsprogramme oder Dateien, die für die Nutzung auf einem anderen Rechner bestimmt sind, auf einen Server. Über diesen Server erfolgt dann die Freigabe auf die gewünschten Rechner. Mit dem Remote Desktop ist es möglich, Dateien oder Anwendungen gleichzeitig zu bearbeiten. Die Speicherung der Änderungen erfolgt automatisch, sodass jeder Benutzer stets mit der aktuellen Version arbeitet.

Einsatz eines Remote Desktop Managers

In vielen Bereichen arbeiten Unternehmen verstärkt mit dem Remote Desktop. Um den Überblick nicht zu verlieren und eine Fernwartung möglich zu machen, kommt ein Remote Desktop Manager zum Einsatz. Das Tool arbeitet mit dem Betriebssystem Microsoft Windows, aber auch mit Anwendungen von Drittanbietern zusammen. Kommunikationswege, die bereits eingerichtet sind, lassen sich schnell und komfortabel erfassen. Darüber hinaus ist es möglich, einfach via Drag-and-Drop neue Dateien oder Verbindungen zu konfigurieren. Die Nutzung eines Remote Desktop Managers empfiehlt sich bei vielen Desktopverbindungen sowie einer wachsenden Anzahl von Zugriffen auf das System. Die Mitarbeiter sind in der Regel an verschiedenen Standorten oder im Homeoffice eingesetzt.

Einrichtung eines Remote Desktops

Sie können die Einrichtung eines Remote Desktops unter der Windows Systemsteuerung erledigen. Der Vorteil liegt darin, dass keine weitere Software notwendig ist. In den Systemeigenschaften von Windows gibt es den Reiter „Remote“. Mit der Aktivierung der Remote-Unterstützung durch das Setzen eines Hakens können Sie die Inhalte des PCs für andere Personen freizugeben. Das System erstellt ein Kennwort. Geben Sie dieses Kennwort nur an die Mitarbeiter weiter, die eine Berechtigung zum Zugriff auf den jeweiligen PC erhalten sollen. Der Schutz des Kennwortes ist sehr wichtig. Es darf nicht in fremde Hände geraten, da andernfalls ein Zugriff auf das Remote-Computersystem möglich ist. Das System erstellt in jedem Fall ein sicheres und starkes Kennwort.

Remote Desktop als Bestandteil der New Work

New Work ist ein englischer Begriff, der bereits in den 1970er Jahren von dem Sozialphilosophen Frithjof Bergmann geprägt wurde. Er beschäftigte sich intensiv mit den Arbeitsmethoden der Zukunft und fasste diese unter dem Begriff New Workneue Arbeit– zusammen. In seiner Begriffserklärung bezog sich Bergmann auf das Beispiel der Industriellen Revolution. Der Arbeiter erledigt eine Aufgabe. Somit ist er ein Mittel, das einen Zweck erfüllt. Die Wünsche und Bedürfnisse des Individuums Mensch finden keine Berücksichtigung.

Neues Arbeitsmodell der Zukunft

New Work soll dieses Verhältnis umkehren. Die Wünsche und Bedürfnisse des Individuums Mensch stehen im Fokus der Arbeit. Der Mensch hat die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen. In vielen Bereichen ist New Work heute bereits eingetreten. Auf der anderen Seite gibt es Arbeitnehmer, die auch heute noch als Mittel fungieren, um die ihnen gestellten Aufgaben zu erledigen. Eine Verwirklichung eigener Ideen und Ziele ist nicht möglich.

Entfaltung der Persönlichkeit durch mehr Unabhängigkeit

Die zeitlich und örtlich unabhängige Arbeit, die unter anderem ein Remote Desktop erlaubt, kann der New Work zugeordnet werden. Der arbeitende Mensch hat die Möglichkeit, sich in seiner Persönlichkeit besser zu entfalten, wenn er nicht in enge Strukturen gepresst ist und nicht tagtäglich monotone Arbeit erledigen muss.

Neue Bedeutung des Remote Desktop im Homeoffice

Die Arbeit mit dem Remote Desktop hat im Homeoffice eine neue Bedeutung bekommen. In den letzten Monaten haben die Coronapandemie und die damit verbundenen Einschränkungen im Arbeitsleben dazu geführt, dass so viele Menschen wie nie zuvor im Homeoffice arbeiten. Unternehmen haben die Möglichkeit geschaffen, die Arbeitsplätze in die heimischen vier Wände zu verlegen. Der Zugriff auf die Unternehmenscomputer konnte mit Remote Desktop sichergestellt werden. Um die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander zu gewährleisten, ist die Durchführung von Videokonferenzen möglich. Auch hier kommt Remote Desktop zum Einsatz. Es ist davon auszugehen, dass die Arbeit im Homeoffice in vielen Unternehmen auch nach dem Ende der Pandemie fortgeführt wird. Somit ist davon auszugehen, dass Remote Desktop künftig häufiger zum Einsatz kommt.

Das Coronavirus verändert die Arbeitswelt: Viele Menschen gehen nicht mehr ins Büro, sondern arbeiten direkt von zu Hause im Home-Office. Wenn Sie auch zu diesen Menschen gehören, finden Sie es eventuell entlastend, wenn Sie nicht jeden Tag ins Büro fahren müssen. Hier erfahren Sie, wie Sie mit Ihrem Computer sicher im Home-Office arbeiten können und wie Sie per Fernsteuerung Support und Hilfe mit Ihrem PC erhalten oder mit diesem auf das Firmennetzwerk zugreifen.

Das sollten Sie bei Home-Office beachten

Durch das Coronavirus wurde der Trend zum Home-Office evident: In dieser Zeit setzten nicht nur die Big Player wie Microsoft, Siemens, Google und andere große Unternehmen auf Home-Office, sondern auch der Mittelstand und kleinere Unternehmen. Damit Sie Ihre Arbeit von zu Hause aus zuverlässig, sicher und effizient erledigen können, sind beispielsweise Tools zur Fernsteuerung sinnvoll. Diese erlauben Ihnen über ein sogenanntes Remote-Desktop-Programm die Fernsteuerung Ihres Büro-PCs direkt von zu Hause aus. Alternativ können Sie sich per VPN über eine sichere Netzwerkverbindung in das Firmennetz einloggen. Eine dritte Möglichkeit besteht in der Installation Ihrer im Büro genutzten Programme auf dem heimischen PC, damit können Sie Ihre Daten bearbeiten und zurück an Ihre Firma schicken.

Per Fernsteuerung auf dem Bürocomputer arbeiten

Ein Remote-Desktop-Programm erlaubt Ihnen, direkt vom heimischen PC am Computer im Büro zu arbeiten. Sie sehen auf dem Monitor den Desktop Ihres Bürocomputers und der Mauszeiger wird über den PC gesteuert. Es gibt einige Programme, die Ihnen diese Fernsteuerung erlauben. Zu diesen gehören TeamviewerAnydesk oder 3CXWebMeeting. Sie installieren die dafür notwendige Software sowohl auf Ihrem heimischen PC als auch auf Ihrem Bürocomputer.

Eine Geräte-ID sorgt dann für eine sichere Verbindung zwischen den beiden Geräten. Ursprünglich wurden diese Remote-Desktop-Programme zur Fernwartung von Computern entwickelt: Sie können damit entweder Software installieren oder einen entfernt lebenden Bekannten oder Freund bei einem Computerproblem Hilfe leisten, vorausgesetzt, dieser erlaubt den Zugriff auf seinen Computer per Remote-Desktop-Tool.

Das sollten Sie bei der Installation beachten

Sobald Sie das Remote-Desktop-Programm auf Ihrem Bürocomputer installiert haben, sollten Sie die Funktion „unbeaufsichtigter Zugriff“ aktivieren. In Verbindung mit einem sicheren Passwort können Sie diesen dann von zu Hause aus sicher steuern. Sie brauchen lediglich die Geräte-ID und Ihr sicheres Passwort für den Zugang zu Ihrem Bürocomputer.

Achtung: Damit die Fernsteuerung auch bei längerer Abwesenheit im Büro funktioniert, muss der Bürocomputer selbstverständlich eingeschaltet sein und bleiben. Damit sich dieser selbst nach einem Stromausfall wieder startet, müssen Sie die Funktion „Restore on Power Loss im BIOS aktivieren. Per Wake-on-LAN wecken Sie den Bürocomputer wieder auf, falls er sich bei Nichtbenutzung schlafen gelegt hat. Sind Sie länger abwesend und arbeiten vom Home-Office aus, sollten Sie diese Funktion testen.

Sichere Remote-Desktop-Software für Support und Außendienst

Die Fernsteuerung des Computers gelingt via WebMeeting Remote Control Client. Mit dieser stellen Sie eine sichere Verbindung her und können bei Bedarf entsprechenden Support leisten oder unterwegs per Laptop auf Dienstleistungen und Produkte im Firmencomputer zugreifen und diese vorführen. Damit Ihre Daten und anderen Informationen wirklich sicher sind, sollten die Zugriffe nur für autorisierte Nutzer möglich und gleichzeitig verschlüsselt sein. Falls ein unbekannter Nutzer Zugriff per Fernsteuerung auf Ihre sensiblen Daten bekommt, kann das weit reichende Folgen haben.

Das WebRTC-Protokoll von Google macht die Fernsteuerung einfach

Seit Google dasWebRTC-Protokoll eingeführt hat, ist die Fernsteuerung von Computern noch einmal leichter geworden. Musste die Software vorher auf beiden Geräten installiert werden, reicht jetzt ein einfaches Plugin. Mit der Software von 3CXWebMeeting bekommen Sie eine Remote-Desktop-Funktion und können weltweit eine sichere Verbindung herstellen und erhalten per Fernsteuerung Zugriff auf den entsprechenden Computer. Sie brauchen dafür lediglich das Programm zu starten und bitten Ihr Gegenüber um die Erlaubnis, seinen PC per Fernsteuerung zu bedienen. Hat dieser das dafür nötige PlugIn installiert, können Sie auf dessen Computer die Fehler aufspüren oder den gewünschten Support leisten.

Die Daten sind sicher und geschützt

Soll die firmeneigene IT von einem Dienstleister gewartet werden, gilt es, die Verträge dabei entsprechend der DSGVOund den Vorgaben des BDSG zu gestalten. Ein solcher Fernwartungsvertrag erlaubt es dem IT-Dienstleister, per Fernsteuerung auf die Firmencomputer zuzugreifen. Das ist auf der einen Seite gewünscht, darf aber auf der anderen Seite nicht dazu führen, dass dieser auf personenbezogene Daten zugreifen kann. Daher muss der Dienstleister „unter besonderer Berücksichtigung der Eignung der von ihm getroffenen technischen und organisatorischen Maßnahmen sorgfältig“ ausgesucht werden, heißt es beispielsweise im Paragraph 11 Abs. 2 S.1 BDSG. Das gilt nicht nur für die besonders sensiblen Daten beispielsweise im Gesundheitsbereich, sondern auch für alle personenbezogenen Daten. Eine regelmäßige Überprüfung des Dienstleisters nach Paragraph 11 Abs. 2 S.4 BDSG ist daher unumgänglich und muss auch dokumentiert werden.

Per Remote Desktop per Fernsteuerung arbeiten

Ein Remote Desktop erlaubt die Fernsteuerung des Unternehmenscomputers über den heimischen PC oder ein mobiles Gerät. Das ist nicht nur für Fehlersuche, sondern auch für eine sichere und effiziente Arbeit im Home-Office sinnvoll und macht New Work erst möglich.

Teamviewer ist eine Software, die bei der Fernwartung von Computersystemen zum Einsatz kommt. Wenn Sie diese Software privat nutzen, können Sie die Datei als Freeware auf Ihren Rechner laden. Für Unternehmen gibt es eine kostenpflichtige Version. Die Software kam im Jahre 2005 auf dem Markt. Dank der ständigen Weiterentwicklung und Anpassung auf neue Lösungen und Systeme ist Teamviewer stets aktuell.

Fernwartungslösung für verschiedene Betriebssysteme

Mit der Nutzung von Teamviewer entscheiden Sie sich für eine Lösung, die eine Fernwartung von Rechnern erlaubt, die mit verschiedenen Betriebssystemen arbeiten. So ist es möglich, eine Version für die Betriebssysteme Windows von Microsoft, macOS von Apple und Linux zu nutzen. Darüber hinaus ist die Software für die Fernwartung mobiler Betriebssysteme geeignet. Hier erfolgt eine Unterstützung von Android, iOS und Windows Phone. Es ist möglich, die Lösung betriebssystemübergreifend zu nutzen. So gelingt beispielsweise die Fernwartung eines PCs von einem mobilen Gerät aus.

Kostenpflichtige und kostenfreie Versionen

Grundsätzlich ist Teamviewer für private User kostenlos. Es handelt sich um eine Freeware, die Sie ohne Zahlung einer Gebühr auf den heimischen Rechner oder auf ein mobiles Gerät laden können. In den Bewertungen der Software häufen sich jedoch Kommentare, die über kostenpflichtige Funktionen berichten. Außerdem gibt es zeitliche Beschränkungen, die sich auf eine einzige Sitzung beziehen.

Möchten Sie Teamviewer in einem Unternehmen nutzen, müssen Sie die Software kaufen. Eine kommerzielle Nutzung der Freeware ist nicht gestattet. Nach dem Kauf erfolgt eine Freischaltung aller Funktionen. Sie kommen in den Genuss kostenfreier Updates und vieler Funktionen, die Ihnen die Fernwartung der verschiedenen Systeme erleichtern. Selbstverständlich haben Sie auch als Privatanwender die Option, die Software zu kaufen.

Viele Optionen für die Fernwartung

Teamviewer bietet Ihnen zahlreiche Optionen für die Fernwartung verschiedener Computersysteme. Dies bedeutet, dass Sie auf die Funktionen eines Computers zugreifen und diesen steuern können.

Screensharing

Besonders häufig kommt Teamviewer im Bereich des Screensharings zum Einsatz. Dabei handelt es sich um die Übertragung eines Bildschirminhaltes auf einen oder mehrere Computer, die sich in einem anderen Netzwerk oder an einem anderen Ort befinden. Wenn Sie den Bildschirm eines entfernten Computers mithilfe des Screensharings aufrufen, stellen sich die Inhalte Ihnen so dar, als würden Sie direkt vor dem anderen Rechner sitzen. Auf diese Weise bietet sich Ihnen die Möglichkeit, zeitlich und örtlich unabhängig an Projekten oder Dateien zu arbeiten.

Videokonferenzen

Auch bei der Einrichtung und Abhaltung von Videokonferenzen kann eine Fernwartung des Computers durch eine Software wie Teamviewer notwendig sein. Videokonferenzen haben im Zeitalter der Globalisierung stark zugenommen. Immer mehr Unternehmen arbeiten international. Die Verständigung der Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten erfolgt mittels Videokonferenz. Die Fernwartung sorgt für einen störungsfreien Ablauf der oftmals wichtigen Konferenzen. Darüber hinaus arbeiten immer mehr Menschen im Homeoffice. Die Anzahl der Mitarbeiter, die von Zuhause aus auf die firmeninternen Daten zugreifen, ist seit dem Beginn der Coronapandemie stark angestiegen. In Zeiten, in denen Menschen auf Distanz miteinander leben müssen, ermöglichen Videokonferenzen eine individuelle Kommunikation. Die Nutzung hat nicht nur im geschäftlichen, sondern auch im privaten Bereich zugenommen.

Dateitransfer

Der Transfer von Dateien gestaltet sich über das Internet sehr einfach. Wichtig ist jedoch, dass die Sicherheit gewahrt ist. Wenn Sie eine Datei an eine andere Person oder an einen anderen Computer senden, sollte diese verschlüsselt oder mit einem Kennwort geschützt sein. Dies ist vor allem dann ein wesentlicher Aspekt, wenn es sich um sensible Dateien handelt, die vor dem Zugriff Dritter geschützt sein sollen.

VPN

VPN ist die Abkürzung für den englischen Begriff Virtual Private Netzwerk. In vielen Fällen handelt es sich um Kommunikationsnetze, die in sich geschlossen sind. Teamviewer ermöglicht dennoch eine Fernwartung, da die Software in der Lage ist, durch Proxy-Server, Firewalls und andere Schutzmechanismen hindurch zu arbeiten. Dies ist für Kommunikationsnetze ein wichtiger Aspekt, da Probleme in den meisten Fällen durch eine Fernwartung analysiert und behoben werden.

New Work – modernes Arbeiten im Netzwerk

Der Begriff New Work ist deutlich älter als die modernen Arbeitsstrukturen im Internet und in den betriebsinternen Netzwerken. Die Prägung des Begriffs erfolgte durch den Sozialphilosophen Frithjof Bergmann bereits in den 1970er Jahren. Damals entwickelte er eine Strategie, die Arbeitsprozesse, die noch aus dem Zeitalter der Industrialisierung stammen, umkehren. So soll der Mensch nicht mehr nur als Mittel zum Zweck arbeiten, sondern seine eigenen Ziele verwirklichen können. Dies galt in den 1970er Jahren in vielen Arbeitsbereichen noch als Utopie. Heute sind wir mitten in der Verwirklichung der Prozesse, die Bergmann vorhergesagt hat. Dazu zählen unter anderem Lösungen wie Teamviewer, die eine Analyse von Systemen aus der Ferne erlauben und Ihnen somit ermöglichen, zeitlich und örtlich unabhängig Ihre Arbeit zu erledigen.

Moderne Arbeitswelt mit BYOD

In den letzten Jahren ist es zu beobachten, dass immer mehr Prozesse in die Digitalisierung einbezogen werden. Dazu gehört auch BYOD. Dabei handelt es sich um die Abkürzung für den englischen Begriff Bring Your Own Device. Konkret bedeutet dies, dass Sie Dateien herunterladen, die auf dem Server eines Unternehmens oder einer öffentlichen Einrichtung liegen. Diese Dateien können Sie zeitlich unbegrenzt oder Nut für einen bestimmten Zeitraum nutzen. BYOD ist ein wesentlicher Teil der New Work. Aber auch im Privaten gewinnt die Nutzung digitaler Dateien zunehmend an Bedeutung. Die Systeme, über die derartige Dateien bereitgestellt werden, müssen in regelmäßigen Abständen gewartet werden, um die Funktionalität zu erhalten. Auch hier ist eine Fernwartungssoftware wie Teamviewer unverzichtbar.

Bei OpenVPN handelt es sich um eine plattformunabhängiges Software-Produkt, das unter einer GNU-GPL-Lizenz entwickelt und vertrieben wird und mit dem sich sichere VPNs (Virtual Private Network) aufbauen lassen. OpenVPN ist für alle aktuellen Betriebssysteme erhältlich und kann gleichermaßen gut eingesetzt werden, um einzelne Clients oder auch gesamte Netz zu koppeln.

Allgemeine Informationen zu OpenVPN

OpenVPN kann verwendet werden, um verschlüsselte und sichere private Netzwerke zwischen einzelnen Clients oder gesamten Netzwerken zu implementieren. Um eine Verbindung aufzubauen, muss auf beiden Seiten die Software vorhanden und korrekt konfiguriert sein. Die VPN-Lösung lässt sich auf traditionellen Rechnern, Servern, mobilen Endgeräten sowie Netzwerkgeräten wie beispielsweise Router installieren. Unterstützt werden alle modernen Betriebssysteme, wie zum Beispiel:

–       Windows

–       Linux

–       MacOS

–       Solaris

–       OpenBSD

–       Android

Der Datenstrom zwischen den Clients wird durch die Software verschlüsselt und wahlweise über TCP– oder UDP-Verbindungen übertragen. OpenVPN ist auch über NAT-Grenzen hinweg nutzbar, bei der viele ähnliche Lösungen auf Ihre Grenzen stoßen. Die Nutzerdaten, die über die VPN-Verbindung übertragen werden, sind per SSL-TLS verschlüsselt. Für die Entschlüsselung wird die kryptografische Bibliothek OpenSSL eingesetzt.

Funktionsweise im Überblick

Ein beliebtes Einsatzszenario für VPN-Lösungen ist die sichere Verbindung eines Außendienstmitarbeiters oder eines Home-Office-Computers über das Internet mit dem Firmennetzwerk. In solchen Fällen baut der Client, also der Rechner der sich außerhalb des Firmennetzwerks befindet, eine Verbindung zum zentralen Server des Firmennetzwerks auf. Dieser ist grundsätzlich unter einer statischen IP-Adresse oder Domain im öffentlichen Internet ansprechbar und wartet auf eingehende Client-Anfragen zum Verbindungsaufbau. Bei dynamischen IP-Adressen, die kontinuierlichen Änderungen unterzogen werden, können auch dynamischen DNS-Dienste eingesetzt werden, die den Verbindungsaufbau zum zentralen VPN-Server ermöglichen.

Im Prozess des Verbindungsaufbaus wird der Client vom Server über ein Passwort oder ein sogenanntes „Trust-Zertifikat identifiziert. Sind die Zugangsdaten korrekt, kann eine sichere Verbindung zwischen Client und Server realisiert werden, sodass die übertragenen Daten von unbefugten Personen nicht mehr gelesen werden können. Die Verschlüsselung und die Entschlüsselung des Datenstroms erfolgten an den jeweiligen Endpunkten der VPN-Verbindung, also beim Server und Client. Das Besondere an OpenVPN ist, dass sich neben einzelnen Clients auch gesamte Netzwerke über OpenVPN verbinden lassen.

Vorteile von OpenVPN

Der Einsatz der VPN-Software bringt zahlreiche Vorteile mit sich. OpenVPN bietet Unterstützung für sämtliche moderne Betriebssysteme und zeichnet sich durch eine äußerst hohe Stabilität aus. Um große VPN-Infrastrukturen zu realisieren, lässt sich die VPN-Lösung auf tausende von Clients schnell und problemlos skalieren, ohne irgendwelche Performance-Einbrüche in Kauf nehmen zu müssen. Durch den Einsatz von OpenSSL sowie durch die beiden Verschlüsselung- und Authentifizierungs-Verfahren SSL-TLS und PKI gelten Virtual Private Networks als sehr sicher. Die Installation der VPN-Software gestaltet sich relativ einfach und unkompliziert und sie kann auch ohne größere Probleme mit IP-Adressen genutzt werden, die dynamisch oder hinter NAT-Routern vergeben werden. Vorteile von OpenVPN im Überblick:

–       Unterstützung für eine große Bandbreite an Betriebssystemen

–       erstklassige Skalierbarkeit

–       hohe Stabilität und Sicherheit

–       ist auch hinter Firewalls und NAT-Geräten funktionsfähig

–       einfach zu installieren und zu konfigurieren

–       kann wahlweise über TCP- oder UDP-Verbindungen verwendet werden

Hohe Sicherheit bei OpenVPN

OpenVPN bietet Unterstützung für verschiedene Arten der Authentifizierung. Es lassen sich sowohl digitale Trust-Zertifikate, als auch sogenannte „preshared Keys“ implementieren, um Benutzer der VPN zu authentifizieren. Im Rahmen der preshared Keys-Authentifizierungs-Methode werden statische Schlüssel oder Passwörter an alle Kommunikationspartner verteilt, die im Virtual Private Network aktiv sind. Der Missbrauch der jeweiligen Schlüssel wird durch entsprechende Sicherheitsmechanismen effektiv verhindert. Die zertifikatsbasierte Authentifizierung basiert auf öffentlichen und privaten Schlüsselpaaren sowie auf digitalen Trust-Zertifikaten nach dem X.509-Standard.

Die Schlüsselpaare werden in der Regel von einer zentralen Certification Authority (CA) unterzeichnet. Die CA-Autorität gewährleistet die Echtheit der Schlüssel. Clients und Server sind jeweils mit eigenen Zertifikaten und öffentlichen/privaten Schlüsselpaaren versehen. Nach der erfolgreichen gegenseitigen Bestätigung der Echtheit der Zertifikate bzw. Schlüssel erfolgt die Erstellung eines sogenannten „Sitzungsschlüssels“ (Session Key). Dieser wird für die Verschlüsselung der zu übertragenen Daten eingesetzt und wird durch OpenVPN automatisch in zufälligen zeitlichen Abständen ersetzt.

Die verschiedenen Netzwerkmodi: Bridging und Routing

OpenVPN kann in zwei verschiedenen Modi betrieben werden, und zwar in :

–       Routing

–       Bridging

Bei dem Routing-Modus handelt es sich um die einfachste Art einen sicheren und verschlüsselten Tunnel zwischen zwei Kommunikationspartnern herzustellen. Über diesen werden ausschließlich IP-Pakete (Layer 3) übertragen. Um dies zu realisieren, wird jeder Gegenstelle eine virtuelle IP-Adresse eines fiktiven Subnetzes zugeteilt, wie zum Beispiel 10.9.8.10 und 10.9.8.20. Der direkte Zugriff auf das Netzwerk, das sich hinter dem VPN befindet, ist in der Regel nicht möglich. Um auf die dortigen IP-Adressen zugreifen zu können, muss die Gegenstelle die erhaltenen Datenpakete entweder durch IP-Forwarding oder durch Einträge in der Routingtabelle weiterleiten.

Im Gegensatz zum Routing-Modus erlaubt das Bridging-Verfahren Ethernet-Frames (Layer 2) vollständig zu tunneln. Der Routing-Modus erlaubt auch den Einsatz von anderen Protokollen, wie beispielsweise das IPX. Ein Client wird im Rahmen des Routing-Verfahrens vollständig in das Einwahlnetzwerk integriert und erhält eine IP-Adresse des dortigen Subnetzes.