Ein Patch bezeichnet die Auslieferung einer korrigierten Version von Anwendungen oder Betriebssystemen, um Sicherheitslücken zu schließen oder Fehler zu entfernen.

Das englische Wort bezeichnet ein Stück Stoff (den „Flicken“), das man über ein Loch in Textilien zur Ausbesserung nähen kann. Im Softwarebereich versteht man darunter eine Korrektur eines Programms zur Behebung von Problemen verschiedener Art. Diese Probleme können die Funktionalität des Programms beeinträchtigen oder eine Sicherheitslücke darstellen. Man unterscheidet drei Typen von Patches.

Software muss regelmäßig angepasst werden, sei es zur Behebung von Fehlern in der Funktionalität oder nach dem Auffinden von Sicherheitslücken. Der Hersteller der Software und die Benutzer müssen beide ihren Teil dazu beitragen, dass die Korrekturen so schnell wie möglich vorgenommen werden.

Der Prozess der Softwareentwicklung

Die Erstellung größerer Programme ganz ohne Fehler oder sogar Sicherheitslücken ist auf dem heutigen Stand der Technik noch nicht möglich. Daher sind ständige Korrekturen erforderlich, um die Software in höchstmöglicher Qualität einsetzen zu können. Oft ist es sogar so, dass die ersten Kunden die letzten Betatester sind, die Fehler im Programm finden sollen. Das kommt auch bei neuen Versionen von Betriebssystemen vor. Ob die Software proprietär oder frei ist, spielt für das Auftreten von Fehlern keine direkte Rolle.

Ein Bugfix ist die Korrektur eines Fehlers im Programm. Dieser kann beispielsweise ein falsches Ergebnis bewirken oder auch das Abstürzen des Computers.

Ein Hotfix ist ein Patch, der zum Schließen einer Sicherheitslücke vorgesehen ist. In diesem Fall besteht die höchste Dringlichkeit für die Installation des Patches.

Ein Update ist eine Aktualisierung eines Programms, die oft mehrere Bugfixes enthält. Der Übergang zu einer neuen Version der Software ist fließend.

 

Wie werden Patches erstellt und eingesetzt?

Dieser Prozess läuft in vier Stufen ab.

  1. Der Fehler wird entdeckt. Der Entdecker kann der Hersteller der Software, oft aber auch ein Benutzer sein. Im letzteren Fall ist es wichtig, dass der Benutzer den Fehler an den Hersteller meldet, denn nur so kann ein Patch erstellt werden.
  2. Der Softwarehersteller schreibt und testet den Patch.
  3. Vom Softwarehersteller wird der Patch an alle Anwender des Programms geliefert.
  4. Die Anwender installieren den Patch auf ihren Systemen.

Das Management der Patches

Die Hersteller rechnen mit der ständigen Entdeckung von Fehlern in ihrer Software. Besonders die großen Entwickler besitzen deshalb ein professionelles Management des Prozesses. Die Firma Microsoft beispielsweise veröffentlicht jeden zweiten Dienstag im Monat alle in einem Monat erstellten Patches. Der Tag ist allgemein als Patch Tuesday bekannt. Allerdings kommt es auch vor, dass Microsoft zwischen zwei solchen Dienstagen dringende Patches ausliefert, die Sicherheitslücken schließen sollen.

Auf der Benutzerseite verwenden die meisten auch kleineren Firmen zahlreiche Softwarepakete verschiedener Hersteller. Mindestens Betriebssysteme, Webserver, Buchhaltungssoftware und verschiedene Anwenderprogramme gehören dazu. Das Sammeln von Informationen über Patches, die Installation und Dokumentation sollte systematisch durchgeführt werden, um den Überblick zu behalten.

Besonders das Missachten eines Hotfixes kann katastrophale Folgen für ein Unternehmen haben, da die eigenen Systeme dann bestimmten Typen von Angriffen schutzlos ausgeliefert sind. Neben Erpressungstrojanern können auch rechtliche Probleme und Strafzahlungen die Folge sein, wenn etwa die Daten von Kunden verloren gehen.

Die Aufgaben für den Benutzer von Software

Diese betreffen manchmal die Stufe 1 und sehr oft die Stufe 4. Hat ein Benutzer einen Fehler entdeckt, sollte er ihn der Herstellerfirma melden. Manchmal winkt dafür eine vom Hersteller ausgelobte Belohnung.

Ein Patch ist nur dann wirksam, wenn er auch installiert wird. Je mehr Kontrolle Sie über Ihre Computer behalten möchten, umso größer ist auch Ihre Verantwortung. Keinen Aufwand müssen Sie mit Software in der Cloud treiben. Einer der Vorteile ist es gerade, dass Sie immer die aktuelle Version benutzen, weil der Hersteller die Betreuung übernimmt.

Auf dem System eines Benutzers können Programme laufen, die automatisch eine Verbindung zu den Servern des Entwicklers herstellen und Patches herunterladen und installieren. Auch dieser Service ist aber nicht für alle Programme verfügbar, und vielleicht bevorzugen Sie es auch, alle Änderungen an Ihren Programmen selbst zu installieren. Dann laden Sie den Patch selbst herunter und installieren ihn.

Bei der Kernel-based Virtual Machine (KVM) handelt es sich um eine Virtualisierungs-Infrastruktur des Linux-Kernels. Diese ist mit den Hardwarevirtualisierungs-Techniken von AMD (AMD-V) oder Intel (VT) und den entsprechenden X86-Prozessoren sowie mit der System-Z-Architektur kompatibel. Die Kernel-based Virtual Machine wurde im Oktober 2006 erstmals in einer Betaversion veröffentlicht und ist seit der Version 2.6.2 des Linux-Kernels in diesem enthalten. Das System wurde unter der Führung des israelischen Software-Entwicklers Avi Kivity in seinem Unternehmen Qumranet entwickelt. Die Software-Schmiede Qumranet wurde im September 2008 von Red Hat übernommen.

Allgemeine Informationen

Die Kernel-based Virtual Machine wurde in erster Linie für den Einsatz in Kombination mit x86-Plattformen entwickelt und setzt sich für diese aus den folgenden beiden Komponenten zusammen:

–       aus dem Kernel-Modul „kvm.ko“, und

–       aus den hardwarespezifischen Modulen kvm-amd.ko (für AMD-Plattformen) oder kvm-intel.ko (für Intel-Plattformen)

Inzwischen ist KVM auch für weitere Plattformen, wie beispielsweise System Z, ARM und PowerPC erhältlich. Die Kernel-based Virtual Machine realisiert selbst keine Emulation, sondern stellt lediglich die dafür nötige Infrastruktur bereit. Die freie Virtualisierungs-Software QEMU stellt eine der Möglichkeiten dar, um KVM zu nutzen. QEMU stellt für virtualisierte Gastsysteme die erforderlichen Geräte wie Grafik-, Sound-, Netzwerkkarten und Festplatten bereit. Nachdem das Modul geladen ist, fungiert der Linux-Kernel selbst als Hypervisor für VMs (virtuelle Maschinen). Als Gastsystem bietet KVM Unterstützung für eine Vielzahl moderner Betriebssysteme, wie zum Beispiel:

–       Windows (32 und 64 Bit)

–       Linux (32 und 64 Bit), etwa CentOS, Ubuntu, Fedora, Debian und ebenso Desktop Linux Systeme wie Linux-Mint oder Kali Linux.

–       FreeDOS

–       Solaris

–       Hauku

–       AROS

–       ReactOS

–       diverse BSD-Derivate

Mittlerweile lässt sich auch Paravirtualisierung in KVM realisieren und wird unter Linux mittels der Paravirtualisierungsschnittstelle Virtio für Hardware-Komponenten bereitgestellt. Auch für Windows-Systeme sind mittlerweile paravirtualisierte Gerätetreiber erhältlich.

Das Paravirtualisierungs-Verfahren bietet einige Vorteile im Vergleich zu traditionellen Virtualisierungs-Methoden, wie zum Beispiel ein geringerer Overhead sowie eine bessere Performance, da sich das Gastsystem der Tatsache „bewusst“ ist, dass es auf virtualisierter Hardware betrieben wird und mit dem Hypervisor zusammenarbeitet.

KVM Funktionen und Features

KVM stellt einen festen Bestandteil von Linux dar. Alles was Linux bietet, ist auch in KVM zu finden. Es gibt jedoch einige Besonderheiten, welche die Kernel-based Virtual Machine zum bevorzugten Hypervisor für Unternehmen machen. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige der Besonderheiten von KVM vor:

Sicherheit: Die Kernel-based Virtual Machine nutzt eine Kombination von Linux mit sicherer Virtualisierung (sVirt) und erweiterter Sicherheit (SELinux), um eine optimale VM-Sicherheit und Isolierung zu gewährleisten. SELinux legt dabei die Sicherheitsgrenzen der virtuellen Maschine fest, während sVirt die Funktionalitäten von SELinux erweitert. So ermöglicht sVirt beispielsweise den Einsatz von Mandatory Access Control für Gast-VMs und verhindert, dass manuelle Kennzeichnungsfehler zu den höheren System-Ebenen propagiert werden.

Storage: KVM ist in der Lage, jedes Speichermedium zu verwenden, das von Linux unterstützt wird, einschließlich komplexer NAS-Systeme (Network Attached Storage). Sogenannte „Mehrpfad-I/O“ können eingesetzt werden, um das Storage-System zu optimieren und Redundanz zu bieten. Die Kernel-based Virtual Machine bietet außerdem Unterstützung für gemeinsam genutzte Dateisysteme, sodass sich VM-Abbilder von unterschiedlichen Hosts gemeinsam nutzen lassen. Darüber hinaus unterstützen Festplattenabbilder sogenanntes „Thin-Provisioning“ und sind in der Lage, Storage nach Bedarf zuzuweisen, anstatt im Voraus wie es bei vielen ähnlichen Systemen der Fall ist.

Hardware-Unterstützung: KVM kann auf diversen Plattformen eingesetzt werden, die von Linux unterstützt werden. Viele Hardware-Produzenten tragen regelmäßig zur Kernel-Entwicklung bei, sodass die neuen Hardware-Funktionen und -Features in vielen Fällen sehr schnell in den Kernel integriert werden.

Speicherverwaltung: Die Kernel-based Virtual Machine nutzt die Speicherverwaltung-Infrastruktur von Linux inklusive des Non-Uniform Memory Access und des Kernel Same Page Merging. Der Speicher einer virtuellen Maschine lässt sich nach persönlichen Anforderungen gestalten und durch größere Kapazitäten oder bessere Leistung verstärken.

Echtzeit-Migration: KVM bietet native Unterstützung für die Live-Migration. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, eine laufende virtuelle Maschine zwischen physischen Hosts zu verschieben, ohne dass dabei der Betrieb der VM unterbrochen wird. Die virtuelle Maschine kann in Betrieb bleiben, Anwendungen laufen weiter und Netzwerkverbindungen bleiben aktiv, während die VM schnell und einfach auf einen anderen Host verschoben wird. KVM sichert außerdem den aktuellen Stand (State) einer virtuellen Maschine, sodass diese lokal oder in der Cloud gespeichert und später wieder fortgesetzt werden kann.

Skalierbarkeit und Performance: KVM baut auf der Leistung von Linux auf und lässt sich automatisch an den Lastbedarf skalieren, sobald die Anzahl der Anfragen an die VMs steigt. Mit der Kernel-based Virtual Machine lassen sich große Anwendungen-Workloads schnell und einfach virtualisieren. Darüber stellt KVM die Basis für viele Setups der Unternehmens-Virtualisierung dar, wie beispielsweise für private Clouds und Rechenzentren.

Verwaltungs-Tools

Für die Kernel-based Virtual Machine sind mehrere Werkzeuge zur Steuerung erhältlich. So ist es beispielsweise möglich VMs mittels Kommandozeilenprogrammen wie QEMU oder VIRSH zu erstellen und zu verwalten. Eine angenehmere und übersichtlichere Option stellen Tools mit grafischen Benutzeroberflächen dar, wie mit dem Virtual Machine Manager (VMM) oder dem UCS VM Manager. Es sind auch Lösungen erhältlich, welche die Verwaltung von VMs über Weboberflächen gestattet. In diesem Zusammenhand ist das oVirt-Projekt oder die FOSS-Cloud zu nennen, die als kostenlose Open Source-Lösungen bereitgestellt werden.

 

 

cPanel ist ein Webhosting-Kontrollfeld (Software, die die Verwaltung eines Webhosting-Servers erleichtert), das von cPanel, L.L.C., einem amerikanischen Unternehmen, entwickelt wurde und Teil einer Software-Suite namens cPanel & WHM (Web Host Manager) ist.

cPanel und Plesk sind zwei der am häufigsten verwendeten Web-Control-Panels auf demMarkt. cPanel ist das weltweit am weitesten verbreitete Web-Control-Panel. Die Server erstellen alle 6 Sekunden eine Domain, und alle 14,5 Sekunden wird ein Hosting-Konto mit diesem Control Panel erstellt.

Das Tor zu Ihrem Online-Geschäft

Egal, ob Sie ein großes Unternehmen sind, das dedizierte Server mietet, ein mittelständisches Unternehmen, das einen Webhosting-Service startet, oder ein kleines Geschäft, das einen gemeinsam genutzten Hosting-Standort auswählt, das Control Panel des Webservers ist das Tor zu Ihrem Online-Geschäft. Bei einer schwindelerregenden Anzahl verfügbarer Bedienfeldoptionen kann die Kenntnis der Stärken und Schwächen der Bedienfelder zu fundierten Entscheidungen, weniger Kopfschmerzen und einer besseren Leistung führen.

Die Basics von cPanel

cPanel & WHM ist eine der zuverlässigsten und intuitivsten Webhosting-Automatisierungssoftware-Plattformen der Internetinfrastrukturbranche. Die vollautomatisierte Hosting-Plattform unterstützt Infrastrukturanbieter und bietet Kunden die Möglichkeit, jede Facette ihrer Website mit einfacher Point-and-Click-Software zu verwalten.

cPanel & WHM

cPanel & WHM fungiert entweder als dedizierter Server oder als virtueller privater Server. Während cPanel auf die Verwaltung eines einzelnen Hosting-Kontos beschränkt ist, ermöglicht cPanel & WHM die Verwaltung des gesamten Servers. Die Software bietet eine grafische Oberfläche (GUI) und Automatisierungstools, die das Hosting einer Website für den Websitebesitzer oder den Endnutzer vereinfachen sollen.

Die neueste cPanel & WHM-Version unterstützt die Installation unter CentOS, Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und CloudLinux OS.

Einige grundlegende Komponenten

Web Server

Ein Webserver ist ein Computer, auf dem Websites ausgeführt werden. Es ist ein Computerprogramm, das Webseiten verteilt, sobald sie angefordert werden. Das Hauptziel des Webservers besteht darin, Webseiten zu speichern, zu verarbeiten und 24/7 an die Benutzer zu liefern. Diese Interkommunikation erfolgt über das HTTP (Hypertext Transfer Protocol).

Linux

Linux ist ein Unix-ähnliches Open Source– und Community-entwickeltes Betriebssystem für Computer, Server, Mainframes, mobile Geräte und eingebettete Geräte. Es wird auf allen gängigen Computerplattformen unterstützt, einschließlich x86, ARM und SPARC. Damit gehört es eines der am häufigsten unterstützten Betriebssysteme.

Linux ist das bekannteste und am häufigsten verwendete Open Source-Betriebssystem. Als Betriebssystem ist Linux eine Software, die sich unter der gesamten anderen Software auf einem Computer befindet, Anforderungen von diesen Programmen empfängt und diese Anforderungen an die Hardware des Computers weiterleitet.

cPanel ist eines der beliebtesten Linux-basierten Webhosting-Kontrollfelder, das wichtige Messdaten zur Leistung Ihres Servers anzeigt und Ihnen den Zugriff auf eine Reihe von Modulen ermöglicht, darunter Dateien, Einstellungen, Datenbanken, Webanwendungen, Domänen, Metriken, Sicherheit, Software, Erweitert und E-Mail-Module.

CloudLinux

CloudLinux mit Hauptsitz in Palo Alto, Kalifornien, hat sich zum Ziel gesetzt, Linux-Webserver sicherer, stärker und rentabler zu machen. Mit über 4.000 Kunden und Partnern (darunter Dell, 1 & 1 und LiquidWeb), mehr als 250.000 Produktinstallationen weltweit und ihren engagierten Analysten und Entwicklern verfügen sie über mehr als 450 Jahre Linux-Erfahrung und die Leidenschaft, die besten Kundenbetreuer zu sein.

Red Hat Enterprise Linux (RHEL)

Red Hat Enterprise Linux (oft als RHEL abgekürzt) ist eine Linux-Distribution, die von Red Hat für den kommerziellen Markt entwickelt wurde. Red Hat Enterprise Linux ist in Serverversionen für x86 – 64, Power ISA, ARM64 und IBM Z sowie in einer Desktopversion für x86 – 64 verfügbar.

CentOS

CentOS (von Community Enterprise Operating System) ist eine Linux-Distribution, die eine kostenlose, von der Community unterstützte Computerplattform bietet, die funktional mit ihrer Upstream-Quelle Red Hat Enterprise Linux (RHEL) kompatibel ist. Sie können cPanel auch auf einem CentOS installieren.

cPanel und FreeBSD

FreeBSD ist ein kostenloses und Open-Source-Unix-ähnliches Betriebssystem, das von der Berkeley Software Distribution (BSD) entwickelt wurde, die auf Research Unix basiert. Heute wird cPanel unter FreeBSD (Berkeley Software Distribution) nicht mehr unterstützt. cPanel 11.30 ist die letzte Hauptversion, die FreeBSD unterstützt.

cPanel deinstallieren

cPanel & WHM wird am besten durch Neuformatierung des Servers deinstalliert. Deinstallationshandbücher sind online für erfahrene Serveradministratoren verfügbar, die ihren Server nicht neu formatieren möchten. Ebenso sollte es nur auf einem frisch installierten Betriebssystem mit minimaler vorheriger Konfiguration installiert werden.

Das Betriebssystem Windows 8 steht zwischen den Versionen 7 und 10 dieses Produkts der Firma Microsoft. Die wesentliche Neuerung von Windows 8 besteht in einer Benutzeroberfläche, die eine Bedienung durch Touchscreens unterstützt. Die Idee der Zusammenführung von Betriebssystemen für mobile Geräte und Desktops wurde von den Nutzern als nur teilweise gelungen eingeschätzt.

Als Betriebssystem

Das Betriebssystem eines Computers kontrolliert die Ressourcen des Geräts. Es verwaltet die Prozesse, die Benutzerkonten und den Speicher. Windows 8 ist als Betriebssystem für Desktop Computer konzipiert. Es wurde im Jahr 2012 eingeführt, seine Unterstützung ist mittlerweile aber zum Teil eingestellt. Mit dem Update 1 gibt es noch erweiterten Support bis zum Jahr 2023.

Das Benutzererlebnis

Mit Windows 8 wollte Microsoft das Benutzererlebnis von mobilen Geräten und konventionellen PCs zusammenführen. Wesentlich dafür ist die Unterstützung eines Touchscreens auch für Desktop Geräte. Diese Benutzeroberfläche wird Windows Modern UI genannt und stützt sich wesentlich auf Kacheln oder Tiles ab, die Icons ersetzen und vom Nutzer auf dem Bildschirm verschoben werden können. Auch eine virtuelle Tastatur ist verfügbar.

Eine konventionelle Desktop Oberfläche ist aber ebenfalls in Windows 8 enthalten, eine Verwendung nur mit Maus und Tastatur ist also auch möglich. Das wurde schon aus Gründen der Abwärtskompatibilität so vorgesehen.

An sich erhebt Microsoft den Anspruch höherer Geschwindigkeit von Windows 8, insbesondere beim Starten und Herunterfahren sowie bei Speicheroperationen. In Tests erwies sich das System allerdings als etwa ebenso schnell wie Windows 7.

Der Benutzer kann mit einem Computer unter Windows 8 auf drei verschiedene Arten kommunizieren. Die neue Möglichkeit ist das Modern-UI mit Windows-Apps. Daneben gibt es aber noch ein konventionelles grafisches UI und auch von der Konsole kontrollierte Anwendungen.

Das Office-Paket Microsoft 365 läuft zum Teil auf Servern von Microsoft und unterstützt einen Zugriff auf die Daten des Nutzers über Streaming. Diese Funktion ist nur für bestimmte Betriebssysteme verfügbar, zu denen auch Windows 8 gehört.

Sicherheit von Windows 8

Für den Start des Computers ist ein Secure Boot erforderlich, was die Ausbreitung von Schadprogrammen wesentlich erschwert. Modern-UI Apps müssen digital signiert sein, um verwendet werden zu können. Die dafür nötigen Signaturen werden von Microsoft kostenlos angeboten.

Zur Authentifizierung des Nutzers gibt es drei Möglichkeiten. Die konventionellen sind ein Password oder eine PIN. Daneben kann auch ein Bildpasswort zum Einsatz kommen. Der Nutzer identifiziert sich damit durch die Ausführung von Gesten auf einem benutzerdefinierten Bild, das die Erinnerung an die erforderlichen Gesten unterstützt.

In Windows 8 ist auch Windows Defender integriert, was einen gewissen Schutz vor Malware und Viren bietet. In Tests hat sich allerdings gezeigt, dass dieser Virenschutz nicht an die Leistung einer Security-Suite heranreicht.

Updates

In der ersten Version von Windows 8 ist der Desktop dem Modern-UI nachgeordnet. Er kann nur aus dem Modern-UI gestartet werden. Die Absicht von Microsoft war es wohl, dem Nutzer die Verwendung von Modern-UI nahezulegen.

Nach lauter Kritik an dieser Maßnahme wurde im kostenlosen Update zur Version 8.1 eine entsprechende Änderung vorgenommen. In Windows 8.1 kann der Computer wieder direkt in die Desktop Benutzeroberfläche gestartet werden.

Die Serverversion

Die zu Windows 8 gehörende Serverversion ist Windows Server 2012, die also im selben Jahr herausgebracht wurde. Das System verfügt ebenfalls über die Modern-UI. Die Standardeinstellung ist aber der völlige Verzicht auf jegliche grafische Benutzeroberfläche und eine Bedienung von der Konsole aus.

Einschätzung durch die Benutzercommunity

Der Versuch der Integration mobiler und konventioneller Computer wurde von der Benutzercommunity gespalten aufgenommen. Manche halten Microsoft zugute, zumindest einen Schritt in die richtige Richtung gesetzt zu haben. Andere sehen die Kombination als letztlich gescheitert an. Die nur schleppend zunehmenden Verkaufszahlen deuten auf eine ablehnende Mehrheitsmeinung hin.

Die Plattform Adobe Flash umfasst eine Entwicklungsumgebung, mit der Sie Animationen, Grafiken und weitere Inhalte erstellen. Dafür erzeugen Sie einen Quellcode im FLA-Format und erhalten schließlich eine abspielbare SWF-Datei. Mit dem Adobe Flash Player spielen Sie dieses Dateiformat wiederum ab. Im Dezember 2020 endet die Aktualisierung und Verbreitung des Programms.

Vielseitige Entwicklungsumgebung mit der Skriptsprache ActionScript

Die Plattform gibt Ihnen die Gelegenheit, interaktive sowie multimediale Inhalte zu programmieren und darzustellen. Programmierer präsentieren, animieren und verändern hierfür Videoclips sowie Raster- oder Vektorgrafiken. Sie nutzen währenddessen mit ActionScript eine objektorientierte Skriptsprache für Adobe Flash. Damit schaffen Sie es, in der Entwicklungsumgebung browserbasierte Anwendungen zu programmieren oder interaktive Inhalte zu erstellen. Die Verarbeitung der Nutzereingaben ist durch die Software mit der PC-Maus ebenso wie mit Tastaturen, Mikrofonen und Kameras möglich. Mit Adobe Flash gelingt Ihnen das bidirektionale Streaming von Video- und Audioinhalten. Seit 2011 lassen sich mit aktuellen Programmversionen darüber hinaus 3D-Inhalte präsentieren.

Erstellung von SWF-Inhalten durch FLA-Quellcode

Sie nutzen zur Erstellung von Inhalten Adobe Flash zunächst als Autorenwerkzeug, um eine Quelldatei im Format FLA zu erzeugen. Indem Sie diese Datei kompilieren, bekommen Sie wiederum Grafiken oder Animationen mit dem Dateiformat SWF. Im Anschluss an die Autorenarbeit mit Adobes Entwicklungsumgebung besteht die Möglichkeit, die SWF-Dateien auf einem Webserver abzulegen und bereitzustellen. Endnutzer dürfen Ihre Werke dann über den Webbrowser laden. Das funktioniert üblicherweise, sobald der Adobe Flash Player installiert ist. Diese Anwendung stellt auf dem Bildschirm die Animationen und Grafiken dar. Eine problemlose Veränderung der Dateien gelingt im SWF-Format nicht mehr.

Verwendung des Adobe Flash Builders für die Entwicklung von SWF-Dateien

Wenn Sie SWF-Dateien für überwiegend programmierte Anwendungen erstellen wollen, ist dafür der Adobe Flash Builder empfehlenswert. Dieses Programm setzt auf das Software Development Kit Flex. Der Builder unterstützt Sie während der Erstellung von Flex- und Flash-Anwendungen, wenn zuvor bei der Programmierung ausschließlich die Skriptsprache ActionScript zum Einsatz kam. Entwicklungen für die Laufzeitumgebung Adobe Integrated Runtime stellen Sie dadurch ebenso fertig. Ein GUI-Builder erleichtert die Erzeugung der grafischen Benutzeroberflächen als Programmierwerkzeug. Eine weitere beliebte Software bei der Entwicklung der SWF-Dateien war der Adobe Flash Catalyst. Die Weiterentwicklung und der Verkauf von diesem Programm sind jedoch seit 2012 beendet.

 

Ursprünglich sind im SWF-Dateiformat für Adobe Flash vor allem selbstbeschriebene Animationen und Vektorgrafiken entstanden. Mittlerweile erlaubt das Format die Integration der Bildformate JPG und PNG. Außerdem erhalten Sie die Chance, Dateien mit den Videoformaten AVI, MOV oder MPEG bei der Erstellung eines SWF-Inhalts zu verwenden. Audioformate wie MP3 und WAV sind in der Regel genauso nutzbar.

Installation des Adobe Flash Players zum Abspielen von SWF-Inhalten

Der Adobe Flash Player spielt SWF-Dateien über den sogenannten Projektor auf dem Betriebssystem und im Browser ab. Dabei handelt es sich um eine Programmdatei, die getrennt ausführbar ist. Vor der Übernahme durch Adobe hat Macromedia bis 2005 den Flash Player entwickelt. Browser setzen die Anwendung als ein Add-on ein. Die Installation des Adobe Flash Players muss aber normalerweise separat erfolgen. Als Entwickler erhalten Sie die Gelegenheit, eine spezielle Version des Flash Players zu verwenden. Damit dürfen Sie einen laufenden SWF-Inhalt anhalten. Mit den gestoppten Bildern schaffen Sie es einfacher und schneller, Fehler in einer SWF-Datei beim Debugging zu ermitteln.

 

Einsatz von Adobe Flash im Internet und bei der Werbung

Adobe Flash ist bei der Entwicklung von zahlreichen Websites im Internet ein fester Bestandteil geworden. Für die Begrüßung mit einem Intro sind Flash-Inhalte im SWF-Format ganz besonders beliebt. Darüber hinaus dürfen Sie die mit Adobe Flash zum Beispiel Werbebanner, ein attraktives Menü oder Spiele erzeugen. Im Vergleich zu GIF-Animationen überzeugen SWF-Inhalte Sie oft damit, dass das Format Ihre Möglichkeiten technisch weniger einschränkt. Aus diesem Grund ist Adobe Flash bei der Werbung im Internet ein etabliertes Mittel. Klänge, Interaktionen und Animationen stellen Sie mit dem SWF-Format relativ flüssig dar. Zudem sind eine riesige Auswahl von Farben und die Chance zur Integration eines weiteren Datenformats Vorteile, mit denen SWF-Grafiken in der Werbebranche punkten.

E-Learning und Spiele als weitere Einsatzmöglichkeiten von Adobe Flash

Durch den Einsatz von ActionScript gelingt es Ihnen mit Adobe Flash und den erforderlichen Kenntnissen, auch Spiele oder Medien zum E-Learning zu erstellen. Somit erhalten Sie beispielsweise SWF-Dateien, die im Schulunterricht unterschiedliche Zusammenhänge schematisch erläutern oder in einem Tutorial Bildschirmaktivitäten ermöglichen. Es gibt außerdem viele Browserspiele, die auf Flash-Dateien basieren. In diesen Spielen stehen Ihnen zumeist die PC-Maus und die Tastatur als Steuerung zur Verfügung.

Ende der Aktualisierung und Verbreitung nach langer Geschichte

Ab dem 31. Dezember 2020 veröffentlicht Adobe für den Flash Player keine weiteren Updates. Zusammen mit der Aktualisierung beendet das US-amerikanische Softwareunternehmen dann die Verbreitung der Anwendung. Obwohl Adobe Flash damit ersetzbar wird, behält die Plattform in der Software- und Internetgeschichte einen wichtigen Platz. Kreative und interaktive Inhalte werden mit neuen Standards im Internet erhalten bleiben, weil die Flash-Software dafür mehr als 20 Jahre lang den Anstoß gegeben hat.

Der Acrobat Reader ermöglicht Ihnen als Dateibetrachter das Öffnen von Dokumenten mit dem verbreiteten PDF-Format und gehört zu einer größeren Programmgruppe des US-amerikanischen Softwareunternehmens Adobe. Während das Betrachtungsprogramm selbst eine kostenlose Freeware ist, müssen Sie andere Bestandteile der Produkt-Familie für die Bearbeitung der PDF-Dateien kaufen. Zahlreiche Betriebssysteme sind  kompatibel. Die offizielle Linux-Unterstützung endete jedoch 2013.

Betrachtung von PDF-Dokumenten mit dem Acrobat Reader

Mit dem Acrobat Reader öffnen Sie Dateien, die im plattformunabhängigen Format PDF gespeichert wurden. Als Freeware steht der Dateibetrachter für Sie im Internet kostenlos zum Download zur Verfügung. Zahlreiche Softwarehersteller übermitteln Ihnen den Acrobat Reader außerdem zusammen mit den eigenen Programmdokumentationen, die sehr oft als PDF-Dateien erstellt werden.

Die Anwendung gehört zur größeren Programmfamilie Adobe Acrobat, bei der es sich wiederum nur teilweise um Freeware handelt. Programme aus dieser Gruppe erfüllen gemeinsam den Zweck, Dateien mit dem PDF-Format zu verwalten. Mit den jeweiligen Einzelprogrammen ist sowohl die Erstellung als auch die Kommentierung eines PDF-Dokuments möglich. Während der Acrobat Reader hauptsächlich für die Betrachtung der Dateien entwickelt wird, dürfen Sie mit zusätzlichen Programmen des kostenpflichtigen Pakets Texte ebenso wie Grafiken darüber hinaus umfassend bearbeiten.

Kompatibilität mit zahlreichen Betriebssystemen und Ende der Linux-Unterstützung

Der Adobe Acrobat Reader DC unterstützt offiziell Microsofts Serverbetriebssysteme Windows Server 2008 R2 sowie Windows Server 2012. Zudem dürfen Sie das Programm sowohl mit den Betriebssystemen Windows 7, Windows 8 und Windows 10 als auch mit macOS von Apple ab der Version 10.9 in der Regel ohne Bedenken nutzen. Die offizielle Unterstützung für Unix sowie freie Mehrbenutzer-Betriebssysteme mit dem Kernel Linux endete im Juni 2013.

In der Theorie haben Sie immer noch die Möglichkeit, mit dem Adobe Acrobat Reader 9 eine ältere sowie kompatible Programmversion für Linux-Systeme über einen FTP-Server herunterzuladen und zu installieren. Von dieser Vorgehensweise raten die Linux-Distributoren Red Hat und Open SuSE jedoch ab, weil es durch die fehlende Unterstützung trotz der Kompatibilität keine aktuellen Sicherheitsupdates zum Programm gibt. Wenn Sie als Linux-Nutzer auf den Acrobat Reader dennoch nicht verzichten wollen, müssen Sie die Risiken selbst abwägen. Dabei ist es auch beachtenswert, ob Dateiinhalte vertraulich sind und Sie ein altes Linux-System eventuell ohne Internetverbindung nutzen.

Enger Zusammenhang zwischen dem Adobe Acrobat Reader und der PDF-Verbreitung

Die weltweite Verbreitung des PDF-Formats hängt eng mit dem Acrobat Reader zusammen. Seit Adobe den Dateibetrachter kostenlos zur Verfügung stellt, sind PDF-Dokumente sowohl im privaten Bereich als auch in Unternehmen zumeist ein fester Bestandteil des Alltags. Weil das Dateiformat mittlerweile offengelegt, dokumentiert und normiert ist, entdecken Sie für das Öffnen des Dokumentenformats mittlerweile zahlreiche Alternativprogramme zum Acrobat Reader.

Trotz der Alternativen blieb die Anwendung von Adobe aber sehr beliebt. Das hängt auch damit zusammen, dass der Acrobat Reader für manche PDF-Dateien weiterhin alternativlos bleibt. Denn Adobe hat PDF-Erweiterungen eingeführt, die nicht zum Standard gehören. Wenn Sie beispielsweise 3D-PDF-Dokumente anzeigen lassen wollen, brauchen Sie dafür eine aktuelle Version der offiziellen Anwendung, die das US-amerikanische Softwareunternehmen hierfür weiterentwickelt hat.

Klassische Hauptfunktionen und weitere Möglichkeiten

Das Anzeigen und das Drucken eines Dokuments sind die klassischen Hauptfunktionen, die der Acrobat Reader Ihnen bietet. Dabei haben Sie die Möglichkeit, beliebige Stellen des Dokuments zu vergrößern und im Detail zu betrachten. Durch variantenreiche Anzeigefunktionen drehen Sie die Dateiinhalte beispielsweise, damit Texte besser erkennbar werden. Ob über den Acrobat Reader zudem Textstellen markierbar sind, hängt von der Vorgehensweise bei der Dateierstellung ab. Mit einer Suchfunktion dürfen Sie manchmal zudem im Text nach bestimmten Worten oder anderen Zeichenfolgen suchen.

Entscheidung des Erstellers über Formular-Funktionen

In einigen PDF-Dokumenten sind wiederum ausfüllbare Formular-Felder für den Acrobat Reader enthalten. Obwohl die sonstigen Bestandteile der Dateien unveränderbar bleiben, dürfen Sie diese Felder mit dem Dateibetrachter ausfüllen. Ihre Eingaben werden dann durch die Druckfunktion berücksichtigt. Mit kostenpflichtigen Programmen aus Adobes Produkt-Familie darf der Ersteller darüber entscheiden, ob PDF-Formulare sich später im ausgefüllten Zustand mit dem Reader sichern oder per E-Mail an bestimmte Adressen versenden lassen. Anmerkungen und Kommentare sind seit der Veröffentlichung der Programmversion X ohne eine Freischaltung möglich. Seit der Bereitstellung der Version 7 stellt der Acrobat Reader für Sie auch dreidimensionale Grafikobjekte dar.

Notwendigkeit von weiteren Programmen der Adobe-Produktgruppe für umfangreichere Funktionen

Wenn Sie eine PDF-Datei selbst ohne Einschränkungen gestalten wollen, benötigen Sie andere Adobe-Anwendungen. Die Erstellung und vollständige Bearbeitung der PDF-Dokumente bleibt mit dem kostenlosen Reader generell unmöglich. Hierfür stellt Adobe im kostenpflichtigen Paket die sonstigen Anwendungen der Programm-Familie zur Verfügung.

Das kostenpflichtige Programm Adobe LiveCycle Reader Extensions gibt Ihnen die Möglichkeit, zusätzliche Funktionen im Acrobat Reader freizuschalten. Mit der Adobe-Software gelingt es Ihnen beispielsweise, spezielle Anmerkungen einzufügen oder ein ausgefülltes Formular komfortabel zum Versenden oder Speichern freizuschalten. Zugleich gibt es Adobe-Erweiterungen, mit denen Sie im Acrobat Reader Feldeigenschaften verändern oder Daten an besondere Server übermitteln. Die Signierung der PDF-Dokumente und die Überprüfung der Signaturen sind ebenfalls Vorteile von kostenpflichtigen Anwendungen.