cmd-Befehl – Grundlagen und Einsatzbereiche bei Windows

cmd-Befehl

Es gibt eine ganze Vielfalt an cmd-Befehlen, die in der ein oder anderen Situation am Windows Computer von Bedeutung sind. Aus diesem Grund informiert dieser Artikel über die wichtigen Basics im Bereich cmd-Befehl und über die Wirkung, die durch die Eingabe des jeweiligen Befehls eintritt.

Die wichtigsten Grundlagenbefehle

  • call: Mit der Befehlseingabe wird eine Batchdatei über eine andere Datei aufgerufen. Die Aufforderung Call gehört zu den am häufigsten genutzten im Bereich cmd-Befehl.
  • cd: Die Eingabe dieser Aufforderung erzeugt den Wechsel des Verzeichnisses und dient als Grundlage, um in einem anderweitigen Verzeichnis nach den gewünschten Informationen zu suchen.
    • cd..: ein Wechsel in das übergeordnete Verzeichnis wird vorgenommen.
    • cd/: ein Wechsel in das Root Verzeichnis
  • cls: Kurz und bündig: Die Bildschirmausgabe wird sofort nach der Eingabe und deren Bestätigung gelöscht.
  • cmd: Ehe man überhaupt einen Befehl erteilen kann, muss man die Eingabeaufforderung starten. Der Start erfolgt über die Eingabe cmd. Daraufhin erscheint ein schwarzes Eingabefeld, in dem man Befehle eingeben kann.
  • color: Die Konsolenfarbe ist nicht statisch, sondern diese kann man auf den individuellen Anspruch anpassen.
  • date: Hier lässt sich das Datum anzeigen und verändern.
  • dir: Der Inhalt des Verzeichnisses wird in vollständiger Darstellung erzeugt.
    • dir/p: der Inhalt wird seitenweise dargestellt.
    • dir/w: detaillierte Informationen werden hier im Inhalt weggelassen.
    • dir/s: neben dem Inhalt werden hier auch die Unterverzeichnisse aufgezeigt.
  • echo: Bei dieser Befehlseingabe handelt es sich um die Aufforderung zur Textausgabe. Des Weiteren zeigt sie auch Meldungen in der Konsole an, kann aber auch die Befehlsanzeige ein- bzw. ausschalten.
  • exit: Die Eingabeaufforderung (cmd.exe) oder eine geöffnete Batchdatei werden beendet.
  • find: Dieser Befehl ist die Basis der Suche und wird mit der Ergänzung des Gesuchten versehen. Konkret sucht das System mit der eingegebenen Zeichenfolge nach einer oder mehreren Dateien.
  • cmd-Befehl

    cmd.exe Darstellung beim Start

    pause: Die Ausführung einer Batchdatei wird für den Moment des Pausenbefehls unterbrochen. Auf dem Bildschirm erscheint dann die Nachricht „Drücken Sie eine beliebige Taste…“

  • runas: Das Programm wird nicht als Administrator sondern als externer Benutzer gestartet.
  • shutdown: Der PC wird heruntergefahren und schaltet sich vollständig aus oder aber auch nur neugestartet.
  • sort: Die Bildschirmausgabe wird übersichtlich sortiert.
  • start: Mit dem Befehl Start kann man ein Fenster oder ein Programm starten, mit dem dann weitere Befehle oder Ausführungen möglich sind.
  • taskkill: Die geöffneten Prozesse werden beendet.
  • tasklist: Alle Anwendungen und die dazugehörigen Tasks oder Prozesse werden angezeigt.
  • time: Über diesen cmd-Befehl lässt sich die Uhrzeit anzeigen und auf Wunsch verändern.
  • title: Der Titel für die Eingabeaufforderung wird festgelegt.
  • ver: Hier wird die aktuelle Version des Betriebssystems angezeigt.
  • w32tm: Dieser Befehl ermöglicht die Einstellung der Zeitsynchronisation und der Zeitserver. Außerdem lassen sich auch verschiedene Zeitzonen einstellen.

Wichtige Netzwerkbefehle bei Windows

  • ftp: Die Dateien über das File Transfer Protocol (FTP) zu einem Server übertragen. Diese lassen sich dann auch herunterladen.
  • ftype: Hier lassen sich der Dateityp und die Zuordnung abrufen.
  • ipconfig: Dieser Befehl gibt Auskunft über die IP-Netzwerkeinstellungen.
  • netsh: Die Netzwerkkomponenten können über cmd konfiguriert, gesteuert sowie angezeigt werden.
  • netstat: ruft TCP IP-Verbindungen und deren Status ab.
  • nslookup: Der Befehl lässt den DNS Server abfragen.
  • pathping: Die Verbindung zu einer bestimmten IP-Adresse kann man auf ihre Funktionalität testen. Außerdem lassen sich die einzelnen Hops bis zur Zieladresse anzeigen.
  • ping: Der Ping ins Netzwerk erfolgt. Das bedeutet lediglich, dass man eine Verbindung zu einem anderen Rechner testet.
  • route: Die Ansicht der Routingtabelle sowie die Implementierung statischer Routen sind möglich.
  • systeminfo: Die Hotfixes Netzwerkseinstellungen kann man prüfen und gegebenenfalls ändern. Des Weiteren lassen sich allgemeine Informationen über die Systemkonfiguration abfragen.
  • telnet: Hier wird eine Telnetverbindung aufgebaut.
  • tftp: Start einer Dateiübertragung zu einem TFTP Server.
  • tracert: Der CMD Befehl macht die Routenverfolgung ähnlich der Pathping Befehlseingabe möglich.

Dateien abrufen und anzeigen mit einem cmd-Befehl

  • attrib: Der Befehl ruft die Dateiattribute ab. Diese kann man dann gegebenenfalls abändern.
    • attrib A: Datei ändern oder archivieren.
    • attrib +H: Datei verstecken.
    • attrib -H: Datei wieder sichtbar machen.
    • attrib +R: Einschaltung des Schreibschutzes.
    • attrib -R: Abschaltung des Schreibschutzes.
    • attrib s: Datei als Systemdatei kennzeichnen.
  • comp: Dateiinhalte lassen sich vergleichen.
  • compact: Die Komprimierung und Änderung sowie die Anzeige der Daten erfolgt. Des Weiteren kann man diese auch abändern.
  • copy / xcopy: Dateien werden kopiert. Dabei eignet sich xcopy eher dafür, es ist quasi eine verbesserte Art des Kopiervorganges.
  • diskcomp: Der Befehl bezieht sich auf externe Medien und formuliert den Vergleich zweier Disketten oder CDs.
  • diskcopy: Daten eines externen Laufwerks auf ein anderes externes Speichermedium schrieben.
  • erase / del: Eine oder mehrere Dateien kann man über diesen Befehl löschen. Der Befehl del kann aber keine Ordner löschen.
    • del /s: löscht nicht nur die Datei, sondern auch ihre Unterordner
  • expand: Die gewünschten komprimierten Dateien lassen sich mit diesem cmd-Befehl zuverlässig entpacken.
  • fc : Hier handelt es sich um einen Dateivergleich, der alle Unterschiede aufzeigt und strukturiert darstellt.
  • mkdir / md: Ein Verzeichnis kann man hiermit anlegen.
  • move: Die Verschiebung und / oder Umbenennung der Dateien oder Ordner beauftragen.
  • rename: Dateien umbenennen und mit einer neuen Bezeichnung versehen.
  • replace: Dateien vollständig und unwiderruflich ersetzen.
  • rmdir / rd: Das vollständige Verzeichnis lässt sich von der Festplatte löschen. Dieses muss aber für einen erfolgreichen Löschvorgang leer sein.
    • re s/: das Verzeichnis kann man auch hiermit löschen. Dieses muss aber nicht leer sein.
  • tree: Die Struktur eines Ordners wird graphisch dargestellt.
  • type: Mit diesem Befehl lassen sich Inhalte von Textdateien anzeigen. Ebenso dieser Befehl gehört zu den meist verwendeten im cmd Bereich.

Verschiedene cmd-Befehle für Datenträger

  • chkdsk: Einen Datenträger umfassenden überprüfen.
  • chkntfs: Die Datenträgerüberprüfung / das Laufwerk beim Start anzeigen und überprüfen.
  • defrag: Die Defragmentierung von Laufwerken in Auftrag geben.
  • diskpart: Hierbei handelt es sich um einen cmd-Befehl im Bereich Datenträgerverwaltung aus der Konsole.
  • driverquery: Alle installierten Geräte und deren Eigenschaften lassen sich mit diesem Befehl anzeigen.
  • format: Dieser cmd-Befehl formatiert einen Datenträger neu.
  • mode: Schnittstellen und Geräte lassen sich jetzt konfigurieren.
  • mountvol: Hier kann man Laufwerksbuchstaben (Mountpoints) zuweisen und / oder löschen.
  • vol: Dieser Befehl zeigt die Seriennummer und Bezeichnung eines Datenträgers an.

Andere cmd-Befehle im Überblick:

  • for: Hier wird die For-Schleife abgerufen. Diese Schleife ermöglicht, dass man Befehle mehrfach ausführen kann.
  • gpresult: Die Anzeige von Gruppenrichtlinien, die momentan aktiv sind, löst dieser cmd-Befehl aus.
  • gupdate: Gruppenrichtlinien kann man hiermit aktualisieren.
  • prompt: Aktuelle Eingabeaufforderungen lassen sich dadurch ändern.
  • reg: Registrierungseinträge lassen sich lesen und hinzufügen. Außerdem lassen sie sich importieren oder auf Wunsch auch exportieren.