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Das Thema Groupware, wie etwa Zimbra, hat sich im Laufe der Jahre für viele Unternehmen zu einem zentralen Baustein entwickelt, sodass keiner mehr so wirklich darüber nachdenkt. Dabei kommt jedoch gerade diesem Thema einer der größten Aspekte zu, die sich direkt auf die Produktivität, Zuverlässigkeit und Qualität in einem Unternehmen auswirken. Falls hier die „virtuellen Zahnräder“ nicht passgenau aufeinander abgestimmt sind, kann es schnell zu Engpässen und Problemen in der Unternehmenseffizienz kommen.

Allgemeine Informationen zu Zimbra

In vielen deutschen Unternehmen übernehmen Microsoft Exchange oder Microsoft365 die zentrale Rolle des Groupware-Systems. Microsoft Exchange hat sich mittlerweile bei vielen Entscheidungsträgern als Synonym für Groupware und Mailserver etabliert. Wenn man jedoch beispielsweise auf US-amerikanische Universitäten einen Blick wirft, findet man meist interessante Alternativen, wie Zimbra. Das Groupware-System wurde erstmals im Jahr 2005 auf der Web 2.0 Conference in San Francisco dem breiten Publikum präsentiert und eroberte dank seiner auf AJAX (Asynchronous Javascript and XML) basierenden Benutzeroberfläche die Herzen des Publikums. Die Anwendung war die erste Groupware-Lösung, die direkt im Webbrowser ausgeführt werden konnte, ohne den Komfort einer klassischen Desktop-Anwendung vermissen zu lassen. Im Laufe der Jahre wurde die Groupware kontinuierlich weiterentwickelt und mit neuen Funktionen und Features versehen, sodass sie heutzutage in einer Vielzahl unterschiedlicher Versionen erhältlich ist und zahlreiche Funktionalitäten bieten, wie beispielsweise integrierter Antivirus und Spam / Spamschutz. Zimbra war bis zu der Version 8 in einer kostenlosen Open-Source-Version erhältlich. Seit der Version 9 gibt es nur noch eine kommerzielle Edition, die neben den Standardfunktionalitäten auch Outlookunterstützung, Mobilsynchronisation und ein performantes Backup-System mitbringt.

Zahlreiche Funktionen und Features von Zimbra

Im Grunde genommen handelt es sich bei Zimbra hauptsächlich um eine Kollektion aus verschiedenen ehemaligen Open-Source-Projekten und einem größtenteils selbst entwickelten Mailserver. Die Hauptaufgaben üben dabei folgenden Komponenten aus:

–       Postfix ist für die Zustellung von E-Mails zuständig

–       Amavis ist für den Spam- und Virenschutz zuständig

–       Lucene analysiert den ein- und ausgehenden Datenstrom

–       MySQL übernimmt die Verwaltung der Metadaten

–       Der Apache-Webserver hostet zusammen mit Jetty den Mailboxserver

–       Nginx ist für die Bereitstellung der Reverse-Proxyfunktionen zuständig

–       E-Mail-Anhänge werden über die integrierte Darstellung mittels OpenOffice realisiert

Zimbra ist trotz dieser vielen einzelnen Bestandteile in erster Linie monolithisch angelegt. Konkret bedeutet das, dass es sich hier um kein Zusatzpaket handelt, das man auf einen laufenden Server installieren kann. Zimbra verwaltet dies in hohem Maße selbst und wird daher als großes Softwarepaket ausgeliefert, was alle erforderlichen Dienste mitbringt.

Komfortable Benutzeroberfläche von Zimbra

Das wohl wichtigste Feature ist der AJAX-basierende Webclient. Er bietet eine sehr komfortable Verwaltung der Daten direkt im Webbrowser, sodass Nutzer keine zusätzliche Software installieren müssen. Im Rahmen der E-Mailverwaltung können Nutzer ihre gesamte elektronische Korrespondenz verwalten und erhalten alle vom traditionellen Desktop-Clients bekannte Funktionalitäten und Features. Neben der intuitiven Sortierung von E-Mails in Ordnern stehen zur Organisation auch Tabs zu Verfügung, die einen schnelleren Zugriff auf E-Mails innerhalb der personalisierten Ordnerstruktur ermöglichen.

 

Im Adressbuch verwalten Nutzer ihre Kontakte mit allen Feldern, die für eine Kontaktpflege benötigt werden. E-Mails im VCF-Format lassen sich direkt in die Adressbücher importieren. Die persönlichen Kontakte können von überall per Autovervollständigung aufgerufen werden. Der Kalender zeichnet sich durch eine umfangreiche Planungsfunktion für persönliche oder gruppenorientierte Termine aus.

Leistungsstarke Versionierung

Ein Aspekt, der bei Groupware-Systemen eher selten vorkommt, ist eine komplette Dateiverwaltungs-Funktion und das sogar mit Versionierung. Neben Dateien, die über Drag-and-Drop-Funktion in die Groupware hochgeladen werden oder E-Mail-Anhängen, die sich hier direkt ablegen lassen, können auch textuelle Dateien mittels eines performanten WYSIWYG-Editors erstellt werden. Darüber hinaus stellt Zimbra eine leistungsstarke Suchfunktion zur Verfügung. Durch den Einsatz des Suchindexes Lucene ist die Groupware in der Lage, neben Terminen, Kontakten, E-Mail-Headern und -Bodys sogar Anhänge von E-Mails zu durchsuchen. Neben der „einfachen Suche“, die für die meisten Benutzer völlig ausreichend ist, wird auch eine eigene Suchsprache bereitgestellt, die Powerusern sehr komplexe Suchanfragen ermöglicht. Eine gute Groupware wäre selbstverständlich nichts, wenn sie sich nicht u. a. auch in der Gruppe einsetzen ließe. Alle privaten Ordner und Dateien lassen sich in Zimbra gezielt für andere Benutzer, ganze Benutzergruppen oder auch externe Teilnehmer freistellen.

OnlyOffice ist eine Office Lösung, die mit Microsoft365 vergleichbar und nicht von einer üblichen großen Cloud abhängig ist. Unter Windows, iOS und Linux lassen sich Office Docs erstellen und Verwaltung der Mailkorrespondenz realisieren. Der auffälligste Unterschied zu Office365 ist die Lizenzvergabe. Sie erfolgt einmalig, gilt lebenslang und kann in unterschiedlichen Dimensionen erworben werden: Die einmalige Gebühr etwa für 50 Nutzer einer gemeinsamen privaten Cloud liegt bei ca. 1000 Euro.

OnlyOffice Geschichte

OnlyOffice wird entwickelt und betreut von Ascensio System mit Firmensitz in Riga in Lettland. Das Produkt basiert auf einem Projekt mit dem Namen TeamLab unter Leitung des Entwicklers Lev Bannov. Die Basisplattform bindet die Arbeit mit Foren, Blogs und Social Media ein.

2012 wurde eine HTML5 Version bei der Cebit als Editor für Dokumente präsentiert. Der heutige Name OnlyOffice wurde im Juli 2014 eingeführt und der Quellcode unter AGPLv3 auf Github und Sourceforge der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Seit März 2016 gibt es eine Open-Source Desktop Version für Windows und Macintosh. Das stellte bereits eine Alternative zu Microsoft Office dar. Zu Beginn des Jahres 2017 nutzten bereits über 2 Millionen das Produkt OnlyOffice. Schon im Februar 2017 begann die mögliche Integration in Own/Nextcloud. Im Januar 2019 kam die Einführung von Dokumenten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Technologie von OnlyOffice

Der Nutzer greift auf bei der Nutzung auf drei Elemente zurück:

Document Server

Hier können Texte, Präsentationen und Tabellen erstellt und verwaltet werden. Geschrieben wurde mit HTML5 Canvas Element in JavaScript.

 

Mail Server

Hier werden die Nutzer auf diverse Tools zurückgreifen, die das Einrichten von Mailboxen mit standardisierten oder selber definierten Adressnamen möglich machen. Das Ganze ruht auf einer iRedMail Säule, die Dovecot, Postfix, Spa, Assassin, OpenDKIM, ClamAV und Fail2ban beinhaltet.

 

Community Server

Dieser umfasst alle Funktionseinheiten von OnlyOffice und ist für Windows in ASP.NET und auf Mono für Linux und andere Distributionen verfasst.

Funktionen in OnlyOffice

Dem Nutzer von OnlyOffice stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

Dokumente

Hier hat der Nutzer Zugriff auf das zentrale Management verschiedener Daten. Hierbei werden vier differierende Zugriffsrechte gegeben:

– Vollzugriff

– Lesen

– Review

– Zugriff verweigern

Alle Dokumente können gespeichert und verwaltet werden inklusive Revisionen.

Ein Mediaplayer ist integriert. Er macht das Abspielen unterschiedlicher Video- und Audiodateien möglich. Das geht direkt in der gewählten Cloud und unterstützt viele unterschiedliche Video- und Audioformate. Clouds von Drittanbietern wie Google Drive, OneDrive, Dropbox und Box sind möglich. OnlyOffice mit eigenem Host geht leicht ab Windows 2008 bei Server MySQL ab 5.1 bzw. Linux mit Kernel 3.13., mit Nextcloud gibt es inzwischen eine Kooperation.

 

E-Mail

Hier steht zum einen ein Mailserver zur Verfügung, der es erlaubt, eigene Domain Mailboxen zu erstellen. Integriert ist aber auch ein Mail Aggregator. Hiermit lassen sich mehrere Mailboxen zentral verwalten. Das Einbinden von Spam, Spamschutz und Antivirus sind obligatorisch.

Kalender

In diesem Modul können sowohl firmeninterne Ereignisse als auch persönliche Daten erstellt und gespeichert werden. CRM und Abgabetermine in Projekten sind ebenso einzubetten wie das Empfangen und Versenden von Veranstaltungen und entsprechenden Einladungen. Kalender anderer Betreiber können immer dann integriert werden, wenn diese unter iCal nutzbar sind.

Projekte

Dieses Feature ist perfekt geeignet, bei Projekten die Phasen zu verwalten: Die Planung kann durchgeführt, Aufgaben können delegiert und Teams geleitet werden. Überwachung und die Organisation einer terminierten Berichterstattung ist mühelos handhabbar. Selbstverständlich sind  Gantt-Diagramme möglich, bei denen in Balkenform Verläufe sichtbar gemacht werden können. Gerade hier ist hilfreich, per „OnlyOffice Projects“ dieses Modul um iOS ergänzen zu können.

Community

Wenn OnlyOffice in Unternehmen verwendet wird, muss ein Unternehmensnetzwerk generiert bzw. unterstützt und gestaltet werden können: Hiermit lassen sich Nachrichten, Blogs und Foren integrieren und verwalten. Gleiches gilt für Messenger- und Chat-Funktionen, News und Lesezeichen. Immer mehr Wichtigkeit erlangen auch das Durchführen von Abstimmungen und Umfragen.

CRM

Die Abkürzung CRM steht für Customer-Relationship-Management. Hier werden Kundendatenbanken verwaltet: Von Akquise und erstem Kontakt über Verkauf- und Anschlussgeschäfte hin zu Marketing, Upselling und Verlängerungen. Das Erstellen von Rechnungen ist ebenso möglich wie gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit die Wahrnehmung von und die Reaktion auf Veränderungen.

OpenSSL ist eine Softwarebibliothek für kryptographische Funktionen, die für andere Programme und auch direkt durch den Benutzer verwendbar ist. Für beide Arten der Benutzung steht mit OpenSSL eine stabile und ständig aktuell gehaltene Lösung zur Verfügung. Für die meisten Nutzer wird OpenSSL im Hintergrund tätig sein, andere wie Systemadministratoren werden das Programmpaket auch unmittelbar von der Kommandozeile einsetzen. Insbesondere im letzteren Fall ist es für die Sicherheit entscheidend, die Funktionen soweit zu verstehen, um sie sicher anwenden zu können.

Praktische Details und Arten der Verwendung

OpenSSL ist eine quelloffene Software, was für ein kryptographisches Softwarepaket auch erforderlich ist, denn nur so kann die Sicherheit unmittelbar überprüft werden. Auf die Programmbibliothek kann von anderen Protokollen und Programmen wie HTTP oder durch ein virtuelles privates Netzwerk direkt zugegriffen werden. Genauso lässt sich OpenSSL aber auch von der Kommandozeile starten, um kryptographische Funktionen abzurufen. Eine grafische Benutzeroberfläche wird also nicht angeboten, was den Benutzerkreis für diese Art der Verwendung in der Praxis schon wesentlich einschränken wird. Die Lizenz von OpenSSL erlaubt die freie Verwendung des Programmpakets, die nur Detaileinschränkungen unterliegt wie der Verpflichtung, die Verwendung von OpenSSL zu erwähnen.

Für die sichere Verwendung ist es nicht notwendig, die Details der kryptographischen Funktionen und ihrer Implementierung zu verstehen. Es ist aber auf jeden Fall notwendig, den Sinn der Funktionen verstanden zu haben, um die Kryptographie sicher einsetzen zu können. Eine Verwendung ohne dieses Verständnis bringt nicht nur weniger Sicherheit, sondern riskiert einen sicherheitstechnischen Totalschaden. Vor einer solchen Verwendung kann nur dringend abgeraten werden, denn sie vermittelt nichts als ein falsches Gefühl von Sicherheit, das auch als Sicherheitstheater bezeichnet wird.

Der technische Hintergrund von OpenSSL

Das Programmpaket ist in der Programmiersprache C geschrieben und findet in einem Computernetzwerk auf der Ebene der Transportschicht Verwendung. Im Internet stellt das die Ebene von TCP dar, auf der zwischen Ports verschiedener Maschinen eine stabile Verbindung hergestellt wird. Jedem Port ist ein Prozess zugeordnet, der mit einem anderen Prozess Verbindung aufnehmen will. Mit OpenSSL lässt sich eine solche Verbindung sichern. Ein Beispiel dafür ist das Herunterladen von Daten von einem Webserver durch einen Browser.

Anwendungen von OpenSSL

Die angebotenen Grundfunktionen von OpenSSL umfassen die Wahl der Schlüssel, die Authentifizierung und die Verschlüsselung selbst. Unter Authentifizierung versteht man in diesem Zusammenhang die Bestätigung des Ursprungs von Daten, die dann zur Übertragungssicherheit verschlüsselt werden. Dazu müssen zuerst Schlüssel erzeugt werden, bevor sie den entsprechenden Nutzern zugeteilt werden können. In asymmetrischer Kryptographie ist genau zwischen öffentlichen und privaten Schlüsseln zu unterscheiden. OpenSSL bietet auch Hashfunktionen an, mit denen sich beispielsweise das korrekte Herunterladen von Software überprüfen lässt.

Das Protokoll HTTP wird mit der Verwendung von OpenSSL abgesichert, was im Browser oft mit einem Vorhängeschloss in der Adressleiste für URLs angezeigt wird.

 

OpenSSL wird auch für die Sicherung von VPN eingesetzt. In dieser Anwendung geht es um die Sicherung der Übertragung in einem an sich unsicheren Netz. Dabei kann es sich um das ganze Internet oder auch um ein unverschlüsseltes WLAN handeln. Die Kommunikationspartner müssen sich korrekt identifizieren können und dann ihre Daten zur sicheren Übertragung verschlüsseln. Beide Funktionen werden von OpenSSL bereitgestellt und umfassen auch die Verwaltung der Schlüssel. Für den VPN selbst können verschiedenen Protokolle verwendet werden wie etwa OpenVPN oder IPsec. Diese Protokolle bedienen sich der Sicherheitsfunktionen von OpenSSL.

Alternativen zu OpenSSL

Für kryptographische Funktionen auf der Ebene der Transportschicht sind auch andere Implementierungen verfügbar. Gründe für die Verwendung einer dieser Alternativen können sein, dass OpenSSL selbst nach vielen Jahren der Weiterentwicklung zu einem sehr umfangreichen Paket angewachsen ist. Das bedeutet auch, dass die Sicherheit des Programms immer schwieriger überprüfbar ist.

Besorgniserregend in diesem Zusammenhang waren Sicherheitslücken wie Heartbleed und eine aus der Debian Distribution von Linux entfernte Zeile. Beide Probleme haben die Sicherheit von OpenSSL wesentlich beeinträchtigt und zwar über viele Jahre, bis die Lücken bemerkt und geschlossen wurden. Das Sicherheitsproblem liegt hier nicht in der Leistungsfähigkeit der kryptographischen Funktionen, sondern in deren Umsetzung. Der beste Verschlüsselungsalgorithmus ist nicht nur unsicher sondern nutzlos, wenn das Schlüsselmanagement nicht funktioniert und Schlüssel in die Hände von Angreifern geraten können.

Als Alternative steht das Programmpaket LibreSSL zur Verfügung, das um einiges schlanker und deshalb leichter überprüfbar ist. Auch die Firma Google verwendet für ihren Browser Chrome und für das mobile Betriebssystem Android eine andere Version, die unter dem Namen BoringSSL bekannt ist.

Nagios ist ein umfangreiches Überwachungstool und gewährleistet einen reibungslosen Ablauf wichtiger Prozesse und Vorgänge in Unternehmen. Es handelt sich um eine Open-Source Lösung mit einem hohen Funktionsumfang. Hier erfahren Sie, was Nagios auszeichnet und welche Alternativen es gibt.

Allgemeine Informationen

Nagios ist eine Monitoring-Software für die Überwachung von IT-Infrastrukturen (spezielle Dienste, Hosts und Netzwerke). Das Basiskonstrukt von Nagios wurde 1996 durch den US-Amerikaner Ethan Galstad geschaffen. Er entwickelte für MS-DOS eine Anwendung, um für Novell-NetWare-Server die Erreichbarkeit mithilfe eines Programmes zu überwachen. 1999 veröffentliche Ethan Galstad das Projekt NetSaint, der Vorgänger von Nagios.

Wie funktioniert die Überwachung bei Nagios?

Die Möglichkeiten für das Monitoring (Überwachung) durch Nagios sind zahlreich. Von einem separaten Nagios-Server aus können Sie Datenbanken, Server (Linux, Windows), Betriebssysteme, Netzwerkgeräte, Switches  und technische Geräte überwachen lassen. Bei dem Nagio-Server handelt es sich um eine eingerichtete Netzwerkschnittstelle. Von der Schnittstelle aus können Sie konfigurieren, welche Prozesse oder Systeme überwacht/beobachtet werden sollen.

Dabei geht es in erster Linie um die vier hier aufgelisteten Komponenten:

Hosts: ein Host zählt mit zum Netzwerk. Es kann sich um eine Datenbank, ein Gerät oder einen Server handeln. Kennzeichnend für den Host ist seine IP-Adresse.

Services: mithilfe der Services wird grundlegend definiert, was überprüft werden soll. Es kann sich um Dienste, Attribute oder physische Merkmale handeln.

Kommandos: durch die Kommandos wird der Ablauf der Überwachung geregelt. Mithilfe von Kommandos wird die Überwachung der Hosts und Services konfiguriert und es wird festgelegt, in welchen Fällen Nagios Sie benachrichtigen soll.

Kontakte: durch die Kontakte weiß Nagios, wer beim Eintreten der definierten Fälle/Ereignisse benachrichtigt werden soll. Die Benachrichtigung erfolgt mittels SMS, Email oder Sprachnachricht.

Die interne Überprüfung von Daten erfolgt zum Beispiel durch die direkte Ausführung von Plugins auf dem Host. Eine Möglichkeit der Ausführung ist der Fernzugriff. Eine einfachere Möglichkeit ist die Installation von Programme (Add-Ons) auf den einzelnen Hosts. Die Programme können vorab konfigurierte Systemabfragen durchführen. Eine weitere Alternative ist die passive Überwachung.

Was sind die typische Statuswerte bei der Überwachung?

Unabhängig von der Art der Überwachung wird der eingerichteten Schnittstelle ein Statuswert mitgeteilt. Dabei existierten die vier hier aufgelisteten Statuswerte:

-0 (OK): kein Problem, das überprüfte Objekt war i.O.

-1 (WARNING): es gibt eine Warnmeldung im Zuge der Überprüfung

-3 (CRITICAL): ein kritisches Problem ist aufgetreten

-4 (UNKNOWN): Beim Host/Service konnte der Status nicht ermittelt werden

Was sind die Vorteile und Nachteile von Nagios?

Nagios bietet die Möglichkeit, dass innerhalb von Unternehmen die IT-Effizienz und -Funktionalität jederzeit gewährleistet ist. Vorgänge und Prozesse können automatisiert überwacht bzw. beobachtet werden, eventuell auftretende Probleme werden frühzeitig erkannt und behoben. Ferner handelt es sich um eine Open-Source Lösung, die sich bewährt hat.

Nagios bietet einen erheblichen Funktionsumfang und es sind  nach den eigenen Vorstellungen auch Erweiterungen oder Anpassungen möglich. Auch wenig erfahrene Administratoren haben eine Vielzahl an Möglichkeiten, da im Laufe der Zeit zahlreiche Plug-Ins entwickelt worden sind.

Ein großer Nachteil ist, dass Server und Objekttypen im Vorfeld mit großem Aufwand konfiguriert werden müssen. Es gibt keine deutsche Sprachausgabe. So ist es notwendig, sich im Vorfeld sehr ausführlich mit dem Tool zu beschäftigen.

Alternativen

Mögliche Open-Source Alternativen sind Zabbix und PRTG Network Monitor. Vor allem für größere Unternehmen mit dem entsprechenden Budget lassen sich ManageEngine oder CA empfehlen. Die beiden letzteren Lösungen ermöglichen auch das gesamte Management von Netzwerken.

Bei Zabbix handelt es sich um ein Netzwerk-Monitoringsystem auf Open-Source-Basis. Es wurde hauptsächlich von Alexei Vladishev entwickelt, inzwischen wird Zabbix jedoch von dem Softwareunternehmen Zabbix SIA weiterentwickelt. Das Monitoringsystem wird in erster Linie bei der Überwachung von IT-Infrastrukturen eingesetzt. Die erste Version wurde im Jahr 2001 veröffentlicht.

Allgemeine Informationen zu Zabbix

Der Informatiker und Startup-Gründer Alexei Vladishev hat 2001 die erste Version des Open-Source-Systems für IT-Monitoring Zabbix der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Um sich voll und ganz auf die Entwicklung der Software zu fokussieren, hat sich Alexei einige Jahre später die im lettischen Riga ansässigen Firma Zabbix SIA gegründet, die sich primär mit der Weiterentwicklung von Zabbix beschäftigt. Im Laufe der Jahre hat sich die Software zu einem umfangreichen IT-Monitoring-Tool entwickelt, das in der Lage ist, Server, Netzwerke und andere IT-Geräte zu überwachen und detaillierte Berichte über den Zustand von IT-Ressourcen zu erstellen.

Im Gegensatz zu direkten Konkurrenten wie Nagios, PRTG oder SolarWinds ist Zabbix nicht nur in der Lage, sämtliche Informationen über ein Webinterface direkt im Webbrowser anzuzeigen, sondern ermöglicht zudem eine komplette Konfiguration des zu überwachenden Clients direkt im Browser. Für die Speicherung der Daten kommen wahlweise die Datenbankensysteme SQLite, PostgreSQL, Oracle RDBMS oder MySQL zum Einsatz. Die Weboberfläche wurde in PHP programmiert und verfügt neben einfachen „Simple Checks“ zur kontinuierlichen Überwachung von Standarddiensten wie FTP oder HTTPS auch über eine Vielzahl von Agenten. Diese sind mit den meisten modernen Betriebssystemen kompatibel und Unterstützen den Prozess der Datensammlung. In Notfällen ist das Monitoringsystem in der Lage, Sie beispielsweise über E-Mails oder SMS-Nachrichten über Serverabstürze oder Cyber-Angriffe auf Ihr Netzwerk zu informieren.

Breite Funktionsvielfalt

Einer der wesentlichen Vorteile gegenüber ähnlichen Produkten spiegelt sich in der Möglichkeit wider, die Überwachung von IT-Ressourcen direkt im integrierten Webinterface einstellen zu können. Eine weitere wichtige Eigenschaft von Zabbix ist die schnelle und einfache Verwaltung der zahlreichen Reporting- und Visualisierungs-Möglichkeiten. Maps, Screen und Graphs lassen sich mit wenigen Klicks erstellen. Hierbei ist insbesondere die Visualisierung der einzelnen Hosts auf verschiedenen Maps (Landkarten, Infrastrukturplänen) zu erwähnen, die sehr übersichtlich dargestellt werden und außerdem zur Standardinstallation gehören. Zabbix nutzt die GNU GPL-Lizenz und lässt sich von der Projektseite kostenlos herunterladen. Neben den Source-Paketen können Sie Zabbix auch in anderen Formaten beziehen, wie beispielsweise als vorkonfigurierte Pakete für virtuelle Umgebungen. Zabbix ist für alle aktuellen Windows-Versionen, unterschiedliche Unix-Derivate und alle relevanten Linux-Distributionen erhältlich.

Aufgeschlossenes System

Zabbix ist als Bestandteil in den Paketquellen vieler bekannter Distributionen zu finden, wie beispielsweise bei SuSE Linux oder Ubuntu. Das Netzwerk-Monitoringsystem bietet neben voller Unterstützung für sämtliche Linux-Distributionen auf Serverseite Unterstützung für zahlreiche Unix-Derivate, wie beispielsweise Solaris, FreeBSD und OpenBSD. Auch für Windows-Systeme wird der passende Agent bereitgestellt, sodass auch Windows-Computer ohne weitere Probleme mit Zabbix überwacht werden können. Der Agent ist sowohl in einer 32-Bit- als auch einer 64-Bit-Variante verfügbar.

Die Zabbix-Infrastruktur setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

–       Server

–       Frontend

–       Agent

Gesammelte Daten können von jedem Zabix-Nutzer mit den entsprechenden Rechten über das Frontend-Webinterface direkt im Browser abgerufen werden. Server und das Frontend-Interface müssen nicht unbedingt auf derselben Maschine, sondern können beispielsweise auf verschiedenen virtuellen Servern betrieben werden. Auch das Datenbanksystem kann auf einem separaten virtuellen Server installiert sein, wodurch eine dezentralisierte Infrastruktur ermöglicht wird, was wiederum zahlreiche Vorteile mit sich bringt. Die minimalen Systemvoraussetzungen werden von dem Entwickler mit 128 MByte Arbeitsspeicher und 256 Mbyte Festplattenplatz angegeben. Hierbei handelt es sich jedoch lediglich um Empfehlungen für ein erstes Set-Up. Die Größe des  Festplattenplatzes hängt in erster Linie von der Anzahl der Hosts, die Sie überwachen möchten. Die relativ geringen Mindestvoraussetzungen sollten Sie nicht dazu verleiten, einem beliebigen Server zusätzliche Monitoring-Aufgaben aufzubürden, da das Monitoringsystem auf einem möglichst performanten und ausfallsicheren Server betrieben werden sollte.

Das Unternehmen SolarWinds beschäftigt sich bereits seit zwei Jahrzehnten mit IT Monitoring, Troubleshooting und Fehlersuche in Unternehmensnetzwerken. Viele bekannte Unternehmen nutzen die Dienste und Produkte der Firma, sodass SolarWinds Inc. auf viele loyale Kunden blicken kann. SolarWinds bietet seinen Kunden ein breites Produktportfolio an unterschiedlichen Werkzeugen und Anwendungen für das sogenannten „Unified Infrastructure Management“. Diese Tools vereinfachen den Prozess der Netzwerkadministration und helfen dabei, Fehler schnell und einfach ausfindig zu machen und zu beseitigen.

Allgemeine Informationen zu SolarWinds

Bei der SolarWinds Inc. handelt es sich um ein US-amerikanisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Software-Produkten für die Überwachung und Fehlersuche in unternehmensinternen Computernetzwerken spezialisiert hat. Die Firma wurde 1999 in Tulsa in dem US-amerikanischen Bundesstaat Oklahoma gegründet und hat bereits in den Anfangsjahren mit dem Tool für Network Monitoring „Orion“ große Erfolge feiern können. Im Laufe der Jahre hat das Unternehmen viel in die Entwicklung neuer und die Weiterentwicklung bestehender Produkte und Tools investiert, sodass SolarWinds heutzutage zu den führenden Herstellern von Tools für das Unified Infrastructure Management gehört und Kunden ein breit aufgestelltes Portfolio an performanten Werkzeugen für die Überwachung von Computernetzwerken bietet.

Das Hauptprodukt der Firma ist der SolarWinds Network Performance Monitor, der als direkter Nachfolger des Orion-Monitoring-Tools angesehen wird. Der SolarWinds Network Performance Monitor überzeugt mit einer großen Funktionsvielfalt und ist in erster Linie auf den Einsatz in Unternehmensnetzwerken ausgelegt. Mit SolarWinds können Sie beispielsweise prüfen, ob Ihre Windows- oder Linux-Server ordnungsgemäß funktionieren oder ob ein Switch im Netzwerk ausgetauscht werden sollte. Sollte ein Server oder ein Gerät nicht nach den vorgesehenen Parameterwerten funktionieren, dann wird Ihnen der entsprechende Fehler automatisch angezeigt.

Im Gegensatz zu vergleichbaren Open Source-Monitoring-Lösungen wie zum Beispiel

       Inciga

       Nagios, oder

       Zabbix

handelt es sich bei SolarWinds um kostenpflichtige Software-Produkte. Konkret bedeutet das, dass Sie pro Gerät und Monat einen festen Geldbetrag bezahlen müssen. Der wesentliche Vorteil von SolarWinds gegenüber vergleichbaren Lösungen spiegelt sich in der Tatsache wider, dass Sie damit vor allem auf Windows-Geräten viele administrative Aufgabe an einer zentralen Stelle erledigen können, sodass Sie nicht jeden einzelnen Server manuell bearbeiten müssen.

 Funktionen und Features im Überblick von SolarWinds Produkten

Der SolarWinds Network Performance Monitor überzeugt mit einer großen Funktionsvielfalt. Zusätzlich zu den Basisfunktionen bietet SolarWinds auch einige Add-on-Produkte an, mit denen sich der Funktionsumfang erweitern lässt. Darüber hinaus nutzt die neue Version des Performance Monitors die NPM-Plattform wo Sie zusätzliche Produkte kaufen können, die Sie in Kombination mit dem SolarWinds Network Performance Monitor nutzen können.

Network Performance Monitor: Hierbei handelt es sich um das Hauptprodukt von SolarWinds, der alle anderen Tools für das Netzwerk-Management zu einem zentralen System vereint. Der Netzwerk Performance Monitor wird im Rahmen der Überwachung von Netzwerkausfällen, Verfügbarkeit und Performance eingesetzt. Darüber hinaus wird das Tool auch bei der Fehlersuche und Fehlerbeseitigung verwendet. Der Network Performance Monitor ist mit Instrumenten versehen, um Prognosen über den Gesundheitszustand des Netzwerks und Ratschläge für die Beseitigung von Fehlern zu geben.

VoIP & Network Quality Manager: Der VoIP & Network Quality Manager ist in erster Linie für das Monitoring und die Fehleranalyse bei Performance-Problemen bei VoIP-Produkten zuständig (Voice over IP). Das Tool überwacht kontinuierlich alle wichtigen Parameter wie beispielsweise Jitter, Paketverluste und Latenz, sodass sich die Problemquelle schnell und effizient identifizieren lässt. Eine weitere bedeutende Funktionalität des Tools ist die Möglichkeit, Parameter von QoS (Quality of Service) zu überwachen. Falls diese überschritten werden, wird ein automatischer Alarm ausgelöst. Außerdem wird der Administrator darüber informiert, wo im Netzwerk ein Fehler aufgetreten ist.

NetFlow Traffic Analyzer: Dieses Tool ist für die Überwachung von Datenflüssen zuständig. Der NetFlow Traffic Analyzer benachrichtigt, wenn das Netzwerk eine schlechte Performance aufweist. Mit dem Tool lässt sich eine Vielzahl unterschiedlicher Datenflüsse analysieren. Hierzu gehören sowohl Open Source als auch proprietäre Datenflüsse, wie zum Beispiel Juniper J-Flow, Cisco NetFlow oder IPFIX.

Server and Application Monitoring: Um Administratoren detaillierte Einblicke in die Anwendungs- und Serverebene zu geben, bietet der SolarWinds Network Performance Monitor Unterstützung für die Erweiterung „Server and Application Monitoring“. Dieses  Multivendor-Produkt ist in der Lage, Server und Anwendungen  zu erkennen. Es nutzt die Funktionalitäten und Features, um ein performantes Benachrichtigungs- und Reporting-System bereitzustellen.

Virtualisierungsmanagement: Falls Sie ein performantes Monitoring-Tool für Ihren virtuellen Server benötigen, dann bietet SolarWinds auch dafür eine Möglichkeit. Der integrierte Virtualisierungsmanager hilft Ihnen dabei, Performanceprobleme bei virtuellen Maschinen ausfindig zu machen und diese zu beseitigen. Zu diesem Zweck werden sämtliche Logdateien der Hypervisoren ausgewertet. Darüber hinaus können Sie das Tool nutzen, um virtuelle Maschinen mit zu geringer oder zu hoher Auslastung zu identifizieren, um die VM-Umgebung besser dimensionieren zu können.

NetPath und Storage Ressource Monitor: Mit NetPath können Sie die Netzwerk-Performance von Cloud-Anwendungen überwachen. Auf diese Weise können Sie feststellen, ob Performance-Engpässe im eigenen Netzwerk, beim ISP oder bei dem SaaS-Provider ihre Ursache haben. Bei dem Storage Ressource Monitor handelt es sich um eine erstklassige Möglichkeit, um detaillierte Einblicke in NAS- und SAS-Umgebungen zu gewinnen. Dieses Tool überwacht vordefinierte Parameter, wodurch sichergestellt wird, dass Ihre Storage-Systeme einwandfrei funktionieren.