Beiträge

Den Begriff „Safari“ dürften die meisten von uns wohl am ehesten mit einer spannenden Expedition umschreiben, bei der es viele wilde Tiere zu sehen und zu fotografieren gibt. Im Internet ist mit Safari jedoch etwas völlig anderes gemeint. Was genau, erfahren Sie in unserem nachfolgenden Ratgeber-Artikel.

Safari – was ist das eigentlich?

Safari ist ein Webbrowser aus dem Hause Apple, der erstmals im Jahr 2003 das Licht erblickte und heute in Konkurrenz mit anderen Webbrowsern wie Google Chrome oder Firefox aus dem Hause Mozilla tritt. Apple war seinerzeit auf der Suche nach einem hauseigenen Browser, da man auf seinen Mac-Computern anfänglich den Internet Explorer aus dem Hause Microsoft vorinstalliert hatte. Da sich Microsoft in den darauffolgenden Jahren jedoch zu einem immer größer werdenden Konkurrenten von Apple entwickelte, wollte Apple durch den Safari Browser unabhängiger vom berühmten Windows-Entwickler werden.

Safari hieß nicht immer Safari

Der Safari Browser ist bis zum heutigen Tag der Standardbrowser auf allen Apple-Geräten mit den Betriebssystemen iOS und Mac OSX. Bevor der Browser jedoch im Jahr 2003 erstmals veröffentlicht wurde, standen einige weitere Namen für ihn im Raum. Im Sommer 2002 befanden sich ein Entwicklerteam aus dem Hause Apple und der damalige Apple-Chef Steve Jobs auf der Suche nach einem passenden Namen für ihren neuen Browser. Jobs kam schnell auf den Namen „Freedom“, der in den Augen von Don Melton, einem Mitglied des Entwicklerteams, wie ein Hygieneprodukt für Frauen klingen würde. Viel bessere Ideen entsprangen den Köpfen der kreativen Entwickler jedoch nicht, sodass man sich bereits fast darauf geeinigt hätte, den bisherigen Platzhalter-Namen, der während der Entwicklung intern für den Browser verwendet wurde, auch offiziell zu verwenden: Alexander.

Zwischenzeitlich stand auch nur der äußerst langweilige Name „iBrowser“ zur Debatte, der allerdings aus heutiger Sicht sehr gut zu Apple gepasst hätte – schließlich gibt es bereits den iMac, das iPhone, den iPod und das iPad. Irgendwann fiel dann tatsächlich der heutige Name Safari, von dem Don Melton allerdings anfangs überhaupt nicht begeistert war. Im Laufe der Zeit gefiel ihm der Name dann aber so gut, dass er tatsächlich verwendet wurde. Ungewöhnlich: Der neue Webbrowser erhielt seinen offiziellen Namen gerade einmal einen Monat vor seinem offiziellen Release.

Technische Eigenschaften

Der Safari Browser von Apple unterstützt derzeit sämtliche gängigen Internetstandards, zu denen unter anderem CSS 3, HTML 5, XHTML 1.1, XSLT und natürlich JavaScript gehören. Mit der Safari-Version 2.0.2 lieferte Apple als erster Hersteller weltweit einen Internetbrowser, welcher den Acid2-Test bestehen konnte. Der besagte Test überprüft die Kompatibilität des Browsers mit den aktuellen Internetstandards des World Wide Web Consortium, kurz W3C. In der späteren Version 6 brachte es der Safari Browser hier immer noch auf einen hervorragenden Wert von 94%, der Mitbewerber Firefox von Mozilla konnte allerdings sogar einen Wert von 95% erzielen. Eine besondere Funktion, die in dieser Art momentan nur der Safari Browser bietet, ist das sogenannte „SnapBack“-Feature: Dieses ermöglicht es dem Nutzer, mit nur einem Klick zur ursprünglichen Ausgangsseite zurückzukehren, Darüber hinaus hat der Browser natürlich noch zahlreiche weitere gängige Funktionseigenschaften, wie etwa einen privaten Modus zum Surfen ohne abgelegte Cookies und abgelegte Daten im Cache, einen integrierten Pop-up-Blocker zwecks Blockierung von unerwünschten Werbeanzeigen und das sogenannte „Tabbing Browsing“ (eine für den Nutzer übersichtlichere Navigation über mehrere Registerkarten) mit an Bord.

Safari Browser für Windows

Während Safari anfangs ausschließlich für Geräte des Herstellers Apple verfügbar war, entschied sich der Konzern im Jahr 2007 dazu, den Browser auch in einer Version für das Betriebssystem Windows zu veröffentlichen – genauer gesagt für Windows XP und Windows Vista. Obwohl die Beta-Version ausschließlich in englischer Sprache verfügbar war, verzeichnete der Browser innerhalb von nur 48 Stunden mehr als eine Million Downloads. Im Jahr 2008 endete schließlich die Beta-Phase und Apple veröffentlichte den Safari Browser in einer offiziellen Version samt deutscher Sprache, die in den darauffolgenden Jahren auch kontinuierlich upgedatet und mit Sicherheitsupdates bedacht wurde. Im Jahr 2012 entschied sich Apple allerdings dazu, den Safari Browser nicht mehr für das Betriebssystem Windows, sondern nur noch für seine eigenen Betriebssysteme macOS und iOS zu veröffentlichen: Bereits Version 6 erschien nicht mehr für Windows.

Beliebtheit

Beachtet man die Tatsache, dass der Safari Browser derzeit ausschließlich auf Betriebssystemen aus dem Hause Apple läuft, können sich seine offiziellen Nutzerzahlen durchaus sehen lassen: Im Februar 2019 brachte es der Browser laut einer Messung des Onlineportals StatCounter auf einen sehr guten Wert von 15,56%, womit er direkt nach Google Chrome der am zweithäufigsten verwendete Browser ist – allerdings nur, wenn man sowohl die Nutzung an einem Dektop-PC, als auch die Nutzung auf mobilen Endgeräten in diese Statistik mit einfließen lässt. Wirft man nämlich nur einen Blick auf die reinen Nutzerzahlen von Desktop-PC’s, bringt es Safari lediglich auf einen überschaubaren Wert von 5,77%. Bei allen Tablet-PCs liegt der Safari-Anteil hingegen bei unangefochtenen 67,32%, bei Smartphones sind es immerhin noch 21,29%.

Bei Mozilla Firefox handelt es sich um einen freien Webbrowser des Mozilla-Projekts, der im September 2002 in einer Betaversion erstmals der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. StatCounter zufolge gehört Firefox mit einem Anteil von 8,8 Prozent an der globalen Internetnutzung neben Google Chrome und Apple Safari zu den meistgenutzten Webbrowsern.

Entwicklungsgeschichte von Firefox

Das Mozilla-Projekt, damals noch unter dem Namen „Phoenix“, wurde von den beiden Informatikern Davy Hyatt und Blake Ross als ein experimentelles Derivat aus dem Programmpaket Mozilla Application Suite ins Leben gerufen. Die Application Suite basierte auf dem Quellcode des legendären Webbrowsers Netscape Communicator, der zu jener Zeit neben dem Microsoft Internet Explorer zu den meistgenutzten kommerziellen Webbrowsern gehörte. Die erste Testversion des Webbrowsers Phoenix 0.1 wurde am 23. September der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Name von Firefox

Mozilla Firefox wurde ursprünglich unter dem Namen Phoenix entwickelt. Dieser Name musste jedoch infolge einer Klage des US-amerikanischen BIOS-Produzenten Phoenix Technologies geändert werden. Der Webbrowser wurde zunächst in Mozilla Firebird und schließlich, aufgrund einer Namensgleichheit mit dem Datenbankmanagementsystem (DBMS) Firebird, mit der Version 0.9 in Mozilla Firefox umbenannt.

Funktionen und Features

Mozilla Firefox nutzt ebenso wie die Mozilla Application Suite den Gecko-Renderer für die Darstellung von HTML-Dokumenten. Die Benutzeroberfläche des Webbrowsers lässt sich durch den Einsatz sogenannter „Themes“ schnell und einfach an die individuellen Anforderungen anpassen. Mit optional erhältlichen Erweiterungen können zudem zahlreiche Funktionen und Features hinzugefügt werden, wie beispielsweise:

–              Werbeblocker

–              Webentwickler-Tools

–              Mausgesten

Firefox bietet volle Unterstützung für Tabbed Browsing. Darunter wird die Darstellung von mehreren Webseiten verstanden, die mit Tabs innerhalb eines einzelnen Anwendungsfensters versehen werden. Ab der Version 4.0 war es zudem möglich, mithilfe der Funktion „Panorama Tabs“ einzelne Tabs nach persönlichen Anforderungen zu gruppieren und diese darzustellen. Aufgrund geringer Nutzung wurde dieses äußerst interessante Feature jedoch wieder mit der Version 45 entfernt. RSS-Web-Feeds wurden ursprünglich in Form von dynamischen Lesezeichen realisiert. Diese Funktionalität wurde mit der Version 64 aus unterschiedlichen Gründen entfernt. Mithilfe von Add-ons lässt sich diese Funktionalität jedoch weiterhin nutzen. Firefox ist aktuell in 86 Sprachen als kostenloser Download erhältlich, darunter auch Deutsch.

Datenschutz und Sicherheit bei Firefox

Firefox bietet seit der Version 3.5 einen sogenannten „privaten Modus“, in dem keine Daten, die während des Surfens entstehen, gespeichert werden. Browserdaten, die im normalen Funktionsmodus entstehen, können nachträglich entweder selektiv oder komplett gelöscht werden. Im privaten Modus blockiert der Webbrowser automatisch alle Inhalte, die eventuell die Nachverfolgungen über verschiedene Websites hinweg ermöglichen könnten. Dazu werden URLs mit einer Liste des Unternehmens Disconnect.Me abgedeckt. Um einen höchstmöglichen Schutz von Phishing– und Malware-Attacken zu bieten, werden alle besuchten Webpräsenzen und heruntergeladene Anwendungsprogramme automatisch mit einer Liste verdächtig gemeldeter Webseiten und Dateien abgeglichen. Diese Liste wird ungefähr halbstündig aktualisiert, sodass für den Abgleich stets die neuesten Informationen verwendet werden. Durch den Einsatz einer in der Skriptsprache JavaScript realisierten Geolocation API können Webpräsenzen über den Webbrowser den Standort des Nutzers bestimmen. Dazu ist jedoch eine explizite Erlaubnis des Nutzers nötig.

Firefox Erweiterungen (Add-ons)

Mit Erweiterungen können Nutzer den Funktionsumfang von Firefox mit zusätzlichen Funktionen und Features anreichern, die nicht vom eigentlichen Webbrowser angeboten werden. Einige dieser Features wurden absichtlich nicht in den Browser integriert, damit er einigermaßen schlank und agil bleibt und das Firefox-Projekt nicht dadurch unnötig kompliziert wird. Bei den Add-ons handelt es sich traditionell um kleine Programme, die in XUL und JavaScript geschrieben wurden. Durch den Einsatz von XUL und JS waren die Add-ons plattformunabhängig. Mit der Veröffentlichung von Firefox 4 wurde eine neue Add-on-Schnittstelle eingeführt, die ausschließlich auf Websprachen wie HTML, CSS und JavaScript setzt und die Installation sowie das Entfernen von Add-ons ohne Neustart des Webbrowsers ermöglichen soll. Ab der Version 48 wurde mit WebExtensions ein neues Erweiterungsformat eingeführt, das eine Kompatibilität zu anderen Webbrowsern ermöglicht.

Im Oktober 2012 wurde unter dem Namen „Firefox Marketplace“ eine Plattform ins Leben gerufen, auf der Firefox-User Anwendungen für ihren Webbrowser herunterladen können. Die Plattform war zunächst lediglich für Nutzer der mobilen Firefox-Version für Android nutzbar, wurde später aber auch für andere Betriebssysteme verfügbar. Der Firefox-Marketplace orientiert sich stark am Chrome Web Store. Alle dort erhältlichen Programme basieren auf offenen Webstandards und sind nicht von der jeweiligen Architektur abhängig.

Spezielle Versionen

Die offiziellen Ausgaben von Mozilla erfordern in der Regel eine vollständige Installation auf dem Zielsystem. Dadurch wird jedoch der rechnerübergreifende Einsatz mit Wechseldatenträgern erschwert, wie beispielsweise USB-Speichermedien, die es u. a. ermöglichen, den Webbrowser mit dem gleichen Profil auf unterschiedlichen Computern zu nutzen. Um dieses Problem zu beheben, wird eine portable Ausgabe von Firefox angeboten. Die Mozilla Firefox Portable Edition wurde so angepasst, dass sie direkt auf einen mobilen Datenträger entpackt werden kann und auf diesem sofort nutzbar ist. Sämtliche sensiblen Daten bleiben dabei auf dem Datenträger und müssen nicht auf der lokalen Festplatte des genutzten Computers gespeichert werden.

Der Firefox-Webbrowser wird von Mozilla auf keine speziellen Prozessoren optimiert. Es existieren jedoch einige inoffizielle Versionen, die auf verschiedene Betriebssysteme und Prozessorarchitekturen optimiert sind. Ein Grund für die Optimierung auf bestimmte Plattformen, sind eine bessere Ausnutzung des vorhandenen Speichers und bestimmter Prozessorbefehle.