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Microsoft Power BI ist eine Business-Intelligence-Lösung für Unternehmensanalysen, die Möglichkeiten zur Aggregierung, Analyse, Visualisierung und gemeinsamen Nutzung von Daten bietet. Die Lösung besteht aus einer Sammlung von Anwendungen und kann entweder auf dem Desktop, als SaaS-Produkt oder auf einem mobilen Gerät verwendet werden. Die Möglichkeit zur Integration mit anderen Microsoft-Produkten macht Power BI sehr leistungsstark. Es zeichnet sich durch eine intuitive, benutzerfreundliche Oberfläche, aussagekräftigen Analysen und eine hervorragende Datenvisualisierung aus.

Die Stärken von Microsoft Power BI

Es unterstützt Unternehmen dabei, einen aussagekräftigen Überblick über ihre Daten zu erhalten. Mit der Lösung können unterschiedliche Datensätze verbunden und die Daten in ein Datenmodell übertragen und bereinigt werden. Die Erstellung von Grafiken und Diagrammen hilft bei der Visualisierung der Daten. Die wichtigsten Funktionen beinhalten:

– Anpassbare Dashboards

– Tools zur Berichterstattung und Datenvisualisierung

– Ad-hoc-Berichterstattung

– Ad-hoc-Analysen

– Interaktive Berichte

Analytische Online-Verarbeitung (OLAP)

– Trend-Indikatoren

– Q&A-Box für Fragen und Antworten

Visualisierung von Daten

Die visuelle Darstellung von Daten ist eine der wichtigsten Funktionen. Es bietet eine breite Palette an detaillierten und attraktiven Visualisierungen. Je nach Bedarf können Sie Berichte und Dashboards mit einfachen oder komplexen Visualisierungen erstellen. Es steht auch eine Bibliothek für benutzerdefinierte Visualisierungen zur Verfügung. Daten lassen sich in Echtzeit darstellen und für Prognosen bzw. einen Überblick über die Produktivität verschiedener Abteilungen nutzen. Die Darstellung erfolgt mittels Dashboards. Sie sind eine Sammlung von Visualisierungen, die aussagekräftige Informationen oder Einblicke in Daten bieten. Typische Dashboards in Power BI setzen sich aus mehreren Visualisierungen zusammen. Sie eignen sich zur gemeinsamen Verwendung durch mehrere Benutzer und auch zum Ausdrucken.

Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführen

Mit Power BI können Sie aus einer Reihe von Datenquellen auswählen. Die Datenquellen können lokal oder cloudbasiert und strukturiert oder unstrukturiert sein. Ein Datensatz kann aus Daten einer einzelnen Quelle, wie einer Excel-Arbeitsmappe oder mehrere Quellen bestehen. Sie können die Datensätze filtern und kleinere Teilmengen verwenden, die nur die wichtigen Daten und die kontextbezogene Relevanz enthalten. Das Lösung bietet den Benutzern eine breite Palette von eingebauten Datenkonnektoren. Damit können Daten von verschiedensten Quellen genutzt werden, wie Text-Dateien, CSV-Dateien, SQL-Datenbanken (MSSQL, MySQL, Postgres, Oracle, SQLite, MongoDB), Access-Datenbanken, ODBC-Datenquellen oder Facebook, Salesforce, usw. Sie können problemlos eine Verbindung zu solchen Datenquellen herstellen und Datensätze durch den Import von Daten aus einer oder mehreren Quellen erstellen.

Aussagefähige Berichte mit Power BI

Berichte sind eine Kombination von Dashboards mit anderen Arten von Visualisierungen, die für ein bestimmtes Thema relevant sind. Ein Bericht zeigt eine vollständige und strukturierte Präsentation von Daten, die auf unterschiedliche Weise dargestellt werden und wichtige Erkenntnisse offenbaren. Sie können Berichte, die mit Power BI erstellt wurden, problemlos mit anderen Benutzern gemeinsam nutzen. Power BI enthält sogenannte DAX-Funktionen zur Datenanalyse. Dabei handelt es sich um vordefinierte Codes zur Durchführung von analysespezifischen Funktionalitäten auf Daten. In der Power-BI-Funktionsbibliothek gibt es derzeit etwa 200 Funktionen und es kommen laufend neue dazu.

Q&A-Box in natürlicher Sprache

Die Natural Language Q&A-Box ist ein einzigartiges Merkmal von Power BI. Mithilfe der Frage- und Antwortbox können Sie Fragen in natürlicher Sprache stellen, um nach Daten und Informationen zu suchen, die im System verfügbar sind. So können Sie nach Daten, Teilen eines Berichts oder Visualisierungen suchen. Die kognitive Technologie verwendet Neuformulierung, automatisches Ausfüllen, Vorschläge und andere derartige Techniken, um  Suchanfragen zu erfüllen.

Verfügbare Versionen

Für KMU steht eine kostenlose Version der Lösung zur Verfügung. Die professionelle Version Power BI Plus ist als monatliches Abonnement erhältlich. Sie können eine Anwendung für Windows 10, genannt Power BI Desktop, und native mobile Anwendungen für Windows-, Android- und iOS-Geräte herunterladen. Es gibt auch einen Power BI Report Server für Unternehmen, die ihre Daten und Berichte lokal pflegen müssen. Diese Version erfordert eine spezielle Version der Desktop-Anwendung, nämlich Power BI Desktop for Power BI Report Server.

Wo Server betrieben werden, ist Virtualisierung heutzutage meist nicht weit. Hyper-V heißt die Lösung von Microsoft in diesem Bereich. Einzelne Server lassen sich darauf bequem erstellen und verwalten. Aber auch ganze Netzwerkstrukturen können virtualisiert werden. Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit sind Hauptargumente für einen Betrieb virtueller Server. Zudem kann Hardware besser ausgelastet und Systemlast einfacher verteilt werden.

Allgemeines zu Hyper-V

Im Jahr 2008 stellte Microsoft seine Virtualisierungslösung mit dem Namen Hyper-V vor. Sie war erstmals in den Betriebssystemversionen Windows Server 2008 und Windows 8 enthalten. Ihre Vorgänger waren der Microsoft Virtual Server im Bereich der vServer und der Virtual PC für den Desktop-Bereich.

Wie aus dem Namen schon hervorgeht, ist Hyper-V ein sogenannter Hypervisor. Dieser stellt eine Abstraktionsschicht zwischen der realen Hardware und dem virtualisierten System, Gastsystem genannt, dar. Im Gegensatz zu vollständig virtualisierten Systemen, werden dem Gastsystem auch Ressourcen der physikalischen Hardware zur Verfügung gestellt. Dies aber nur unter Überwachung und Steuerung des Hypervisors. Diese Technik wird Paravirtualisierung genannt.

Hyper-V gibt es als Typ-1- und Typ-2-Hypervisor. Die Ausführung vom Typ 1, die auch als Bare-Metal-Hypervisor bezeichnet wird, stellt nur ein abgespecktes Betriebssystem zur Verfügung. Hauptbestandteil ist der Hypervisor. Die Administration erfolgt über die Kommandozeile oder per Remoteverbindung mit der Software „Hyper-V-Manager“, die ab der Windows-Versionen „Professional“ Bestandteil des Betriebssystems ist. Sie muss lediglich in der Systemsteuerung aktiviert werden.

Die Ausführung des Typ-2-Hypervisors ist in den Server-Betriebssystemen von Windows und den Desktop-Varianten „Professional“ und „Enterprise“ enthalten. Sie lässt sich ebenfalls in der Systemsteuerung zu den Programmen hinzufügen. Die Bedienung erfolgt auch hier mit dem „Hyper-V-Manager“. Die Bedienung ähnelt der von im Desktop-Bereich bekannter Virtualisierungssoftware, etwa Virtual-Box oder VMWare-Player.

Funktionsweise und Vorteile

Durch die Virtualisierungssoftware werden virtuelle Hardwareplattformen erzeugt. Bei der Paravirtualisierung müssen die Gastsysteme kompatibel zur Plattform des Wirtsrechners (Host) sein. Die Erzeugung der virtuellen Maschinen kann auf herkömmliche Weise, mit einem Installationsmedium erfolgen. In der Regel werden aber Vorlagen verwendet, die in Minutenschnelle geladen sind und ein betriebsbereites Gastsystem bieten.

Die virtuellen Maschinen haben jeweils ihren eigenen, abgeschotteten Bereich. Die Hardware stellt der Hypervisor zur Verfügung. Entsprechend besteht dabei große Flexibilität. So kann Arbeitsspeicher einfach angepasst werden und dynamischer Speicherplatz zugeteilt werden. Auf diese Weise können Lastspitzen abgefangen und zu lastärmeren Zeiten die Leistung wieder verringert werden.

Eine weitere große Stärke spielt eine Virtualisierungslösung wie Hyper-V bei der Virtualisierung von Netzwerkstrukturen aus. Es können beliebig Switche und Router erzeugt und damit getrennte Netze oder Subnetze gebildet werden. Letztlich lassen sich ganze Rechenzentren auf diese Weise virtuell verwirklichen.

Der Aufwand für die Einrichtung und Wartung wird dabei minimiert. Anstatt Patchkabel zu stecken, müssen nur Einstellungen im Hyper-V-Manager vorgenommen werden.

Eine recht neue Technologie ist die der Container-Lösungen wie Docker. Diese werden seit der Hyper-V-Version 2016 ebenfalls unterstützt. Hierbei wird keine vollständige virtuelle Maschine erzeugt, sondern nur eine Laufzeitumgebung für einzelne Anwendungen. Diese verwendet Ressourcen zudem nur solange, wie sie auch in Benutzung ist. Die Last, die ein Betriebssystem im Leerlauf erzeugt, fällt bei Nutzung von Container-Anwendungen weg.

 

Bezüglich der Gastbetriebssysteme besteht eine große Auswahl. Virtualisiert werden können:

-Windows-Server-Betriebssysteme,

-Windows-Desktop-Betriebssysteme,

RedHat-Enterprise,

Debian-Linux,

Ubuntu-Linux,

SuSE-Linux,

FreeBSD.

Zu beachten ist, dass das Betreiben virtualisierter Systeme eine gültige Lizenz für das Gastsystem erfordert.

Lizenzen von Hyper-V

Hyper-V ist grundsätzlich kostenlos. Allerdings sind die Betriebssysteme, in denen der Hypervisor eingebettet ist, kostenpflichtig. Ebenso die darin betriebenen Server-Versionen von Windows. Auch für die Anbindung an Speicherlösungen, etwa der Windows-Datacenter-Editionen, fallen Kosten an. Insbesondere verteilte Speicherlösungen von Windows, wie etwa „Direkte Speicherplätze“ (Storage Spaces Direct, abgekürzt: S2D), verursachen nicht unerhebliche Lizenzkosten. Für den Testbetrieb stellt Microsoft zudem kostenlose Evaluierungsversionen von Hyper-V zur Verfügung.

Anwendungsbereiche

Im Firmenbereich kann eine saubere Abschottung von Servern mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen erzielt werden, ohne zusätzliche Hardware zu benötigen. Dies können beispielsweise ein Exchange-Server, der Domain-Controller, ein SQL-Server und der Fileserver sein. Weiterhin lassen sich ohne großen Aufwand Subnetze für verschiedene Arbeitsbereiche bilden. Eine physikalische Trennung der Netze ist damit nicht erforderlich. Auch im Bereich von Rechenzentren findet Software wie Hyper-V Anwendung. Mit dieser Technologie ist es Hosting-Anbietern beispielsweise möglich, Kunden kurzfristig virtuelle Server zur Verfügung zu stellen.

Alternativen

Bekanntester kommerzieller Mitbewerber ist der Anbieter VMWare. Dieser bietet mit dem ESXi-Server einen Bare-Metal-Hypervisor vergleichbarer Art. Einen Hypervisor des Typs 2 hat VMWare ebenfalls im Angebot, die VMWare Workstation.

Auch Open-Source-Lösungen sind verfügbar. Auf Basis des etablierten Linux-Hypervisors KVM/QEMU stellt der PROXMOX-Server einen Hypervisor des Typs 1 zur Verfügung.

Zudem steht unter Linux-Systemen der Hypervisor XEN kostenfrei zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um ein Projekt der Universität Cambridge.

Bei den freien Versionen ist allerdings zu beachten, dass diese aufgrund ihrer Komplexität oftmals mit einem kostenpflichtigen Support Anwendung finden. So ist beispielsweise der Linux-Distributor RedHat in diesem Bereich tätig und bietet Support für den von ihm mitentwickelten Hypervisor KVM/QEMU.

Professionelle Server-Virtualisierungslösungen, wie VMware ESXi, haben inzwischen bemerkenswerte Fähigkeiten. Komplexe Netzwerke nachzubilden, Einfrieren des Zustands eines Servers mittels eines Mausklicks, Migration im laufenden Betrieb und nahezu unbegrenzte Skalierbarkeit, sind einige davon. Kein Wunder, dass es in vielen Firmen längst an der Tagesordnung ist, Anwendungsserver virtuell zu betreiben.

Ein paar Details zur Virtualisierung

Unter Virtualisierung versteht man in diesem Zusammenhang die Nachbildung von Hardwareplattformen durch Software. Je nach Art der Virtualisierung, kann es sich auch um eine Abstraktion der physikalischen Hardware vor dem virtuellen System handeln. Die Software teilt dem Gastsystem reale Ressourcen zu. Die für die Abstraktionsebene zuständige Software wird Hypervisor genannt.

Man unterscheidet grob in zwei Varianten der Virtualisierung:

-Vollständige Virtualisierung: Hierbei wird die Hardware komplett durch Software nachgebildet. Vorteilhaft ist, dass beispielsweise auf einem X86-System abweichende Prozessorplattformen wie ARM verwendet werden können, etwa um Software zu testen. Nachteilig ist, dass diese Methode sehr langsam ist.

-Paravirtualisierung mit oder ohne Hardwareunterstützung: In der ersten Variante werden die Gastsysteme angepasst und verwenden, nach Zuteilung durch den Hypervisor, die physikalische Hardware des Hostrechners. Dies bringt Geschwindigkeitsvorteile. In der zweiten Variante müssen die Prozessoren für die Virtualisierung optimiert sein. Moderne Prozessoren haben diese Funktionalität in der Regel. Bei Intel heißt die Technik VT-X, bei AMD nennt sie sich AMD-V.

Zudem werden Hypervisoren in zwei Typen kategorisiert:

-Typ 1-Hypervisor: Diese laden ein rudimentäres Betriebssystem mit dem Hypervisor. Eine Bedienung ist über die Kommandozeile oder ein Webinterface von einem entfernten Rechner möglich.

-Typ 2-Hypervisor: Das Wirtssystem ist ein vollständiges Betriebssystem. Der Hypervisor wird von diesem geladen und kann wie eine Software bedient werden.

VMWare ESXi ist ein Typ-1-Hypervisor und verwendet Paravirtualisierung mit Hardwareunterstützung.

Einzelheiten zu VMWare ESXi

VWMware stellte den ESXi-Server erstmals 2001 vor. In der Anfangszeit bot der Virtualisierungsspezialist parallel den ESX-Server an, bei dem es sich um die umfassendere Lösung handelte. Die Weiterentwicklung von ESX wurde inzwischen eingestellt. VMWare ESXi ist Bestandteil der Virtualisierungsplattform vSphere. Weitere Bestandteile sind beispielsweise der vCenter Server zur Verwaltung von VMWare ESXi und das vCenter zur Automatisierung der Verwaltung von virtuellen Maschinen. ESXi verhält sich nach der Installation wie ein rudimentäres Linux-System. Auf einer textbasierten Eingabemaske lässt sich beispielsweise das Netzwerk konfigurieren.

Die eigentliche Administration erfolgt später von einem entfernten Rechner, mit der Software vSphere Client. Dort hat der Administrator die Möglichkeit, virtuelle Maschinen anzulegen und zu verwalten. Zudem ist es möglich, Netzwerke inklusive virtueller Komponenten, wie Switche und Router, einzurichten. Speicher kann auch extern eingebunden werden, etwa per iSCSI.

Für die virtuellen Maschinen können detaillierte Einstellung für die zur Verfügung stehende Hardware gemacht werden. Es ist möglich, Vorlagen für bestimmte virtuelle Maschinen anzulegen. Hieraus kann ein virtuelles System in sehr kurzer Zeit erstellt werden.

Die virtualisierten Systeme sind zudem einfach zu exportieren, etwa zur Sicherung oder zur Migration. Sinnvoll ist die Snapshot-Funktion, mit der Systeme eingefroren werden. So können Änderungen, beispielsweise zu Testzwecken, auf eine temporäre Festplatte (Delta) geschrieben werden. Später kann entschieden werden, ob zu einem Snapshot zurückgesprungen oder das Delta übernommen werden soll.

Hardware, etwa Lizenz-Dongles, dürfen sowohl am ESXi-Server zur Verfügung gestellt werden, als auch an durchgereichten USB-Schnittstellen aufrufender Rechner. Es werden verschiedene Ausführungen des aktuellen vSphere mit der Versionsnummer 6 angeboten. Einige hiervon sind:

-vSphere Hypervisor: Ist die kostenlose, im Funktionsumfang eingeschränkte, Version. Diese kann nur auf einem physikalischen Server mit einem Prozessorkern verwendet werden.

-vSphere Essentials: Ist die kleinste kostenpflichtige Variante. Sie darf auf drei physikalischen Servern betrieben werden. Zudem ist ein zentrales Management möglich.

-vSphere Standard: Sieht keine Beschränkungen bei der Anzahl von Servern vor. Die Anzahl der virtuellen Kerne pro Gast ist aus 128 begrenzt. Sie bietet zudem Features wie die Migration von Systemen im laufenden Betrieb.

-vSphere Platinum: Ist das Spitzenprodukt. Es beinhaltet unter anderem zusätzliche Sicherheitsmodule von Drittanbietern und Netzwerk-Monitoring.

Anwendungsgebiete und Vorteile von VMware ESXi

Gebräuchlich ist VMWare ESXi im Bereich der Server-Virtualisierung (vServer). Im Firmenumfeld werden so beispielsweise Server nach Anwendungszweck getrennt. Zudem können kurzfristig Spezialrechner, wie Workstations bereitgestellt werden.

Vorteilhaft ist die Skalierbarkeit. Hardwareressourcen sind kurzfristig an die Anforderungen anpassbar. Eine Ausfallsicherheit ist durch den Umstand gegeben, dass die Vorlagen eines Systems in sehr kurzer Zeit auf neue Hardware migriert werden können.

Wird VMware ESXi bei einem Hosting-Anbieter auf einem gemieteten Server betrieben, ist es sogar möglich, Kosten zu sparen. Man zahlt dort in der Regel nur die tatsächlich verwendeten Ressourcen.

Alternativen

Insbesondere zur Virtualisierung von Servern gibt es einige Alternativen zu VMWare ESXi. Microsoft bietet mit Hyper-V ein ähnliches System auf kommerzieller Basis an. Dieses gibt es als Typ-1-Hypervisor und, beispielsweise in Windows Server 2019 und Windows 10 Enterprise eingebunden, als Typ-2-Hypervisor.

Eine auf KVM/QEMU basierende Lösung ist der PROXMOX-Server. Hierbei handelt es sich um ein kostenloses Linux-Server-Betriebssystem. Im OpenSource-Bereich ist der von der Universität Cambridge entwickelte Hypervisor XEN eine weitere Alternative.

Navision ist der ursprüngliche Name der Softwarelösung Microsoft Dynamics NAV. Es handelt sich in erster Linie um ein ERP-System des Herstellers Microsoft. Das Software-Konzept bietet ebenso ein CRM-System sowie eine Finanzbuchhaltungs-Lösung. Die gegenwärtige Version trägt die Bezeichnung Dynamics 365 Business Central. Sie lässt sich als umfassende Softwarelösung für Ihr Unternehmens-Management verstehen. Zertifizierte Partner des Unternehmens bieten Dynamics NAV unter besonderen Anpassungen an die jeweiligen Belange auch als Branchenlösung an.

Navision im Überblick: Geschichte und Entwicklung

Der Name Navision ist auf dem Markt für ERP-Systeme trotz der eigentlichen heutigen Bezeichnung Dynamics NAV geläufig. Er gilt als Standard in der ERP-Welt. Ursprünglich war Navision ein Konzept aus Dänemark, das von dem Unternehmen NAVISION A/S vertrieben wurde. Im Jahr 2002 kam es zur Übernahme der Firma durch Microsoft. Im weiteren Verlauf der Entwicklung kam es zur Entstehung der Dachmarke Dynamics.

Aus der Reihe Dynamics gibt es weitere Produkte, darunter das ERP-System Microsoft Dynamics AX (ehemals Axapta). Dies ist ein objektorientiertes System, das insbesondere in mittleren und größeren Firmen zum Einsatz kommt. Dynamics NAV richtet sich in erster Linie an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Navision und Axapta sind die beiden Produkte, die Microsoft in Europa vertreibt. Darüber hinaus gibt es noch die Konzepte Dynamics GP (ehemals Great Plans) sowie Microsoft Dynamics SL (ehemals Solomon), die in Europa jedoch nicht verfügbar sind.

Funktionalität der Software

Die Funktionalität umfasst in erster Linie die Warenwirtschaft (Enterprise Resource Planning oder ERP). Weiterhin gehören das Customer Relationship Management (CRM) und die Fibu (Finanzbuchhaltung) zu den Aufgabenfeldern. Dynamics NAV beherrscht weiterhin Funktionen für Logistik und Lager. Auch das Supply Chain Management gehört zum Funktionsumfang. Abgerundet werden die Tools der Software von Werkzeugen zur Analyse und Auswertung der geschäftlichen Prozesse und ihrer Erfolge.

Aufbau und Module von Dynamics NAV

Ein kennzeichnendes Merkmal der ERP-Lösung ist der modulare Aufbau der Software. Die vielseitigen Module weisen untereinander eine ausgiebige Vernetzung auf. Sie arbeiten mit Microsoft Dynamics NAV durchweg innerhalb ein- und derselben Software. Dies reicht vom Einkauf über die Disposition bis zu Controlling und Rechnungswesen. Auch Herausforderungen der Lagerhaltung und Logistik lassen sich im selben Software-System meistern. Der wesentliche Vorteil dieses Aufbaus und dieser Struktur besteht darin, dass die Problematik der Integration verschiedener Systeme entfällt. Die Vernetzung der Module sorgt dafür, dass Daten nicht mehrfach erfasst und zusammengetragen werden müssen. Die Arbeit in verschiedenen Abteilungen mit proprietären Systemen und die damit verbundene mühsame Suche nach Daten und Informationen sind dank der vollständig integrierten ERP-Lösung kein Problem mehr.

Microsoft Dynamics NAV wird als ERP-System durch unterschiedliche Partner des Unternehmens vertrieben. Die Partner erweitern die Standard-Software beziehungsweise passen sie an die jeweiligen Business-spezifischen Begebenheiten der jeweiligen Branche oder Zielgruppe an. Die Anpassungen und Modifikationen lassen sich in der produkteigenen Programmiersprache C/AL umsetzen. Auf dieser Basis existieren mehrere Branchen-Lösungen, deren Entwicklung den Microsoft-Partnern obliegt.

Branchenlösungen mit Navision

Microsoft Dynamics verfügt als Unternehmen über Vertriebs,- Service-, und Implementierungs-Partner weltweit. Insgesamt spricht das Unternehmen von mehr als 6.000 Partnern. Davon sind alleine 300 in Deutschland ansässig. Diese entwickeln Business-Software-Konzepte mit Abstimmung auf die Bedürfnisse verschiedener kleiner und mittelständischer Unternehmen. Auf Basis von Microsoft Dynamics NAV sind diese Business-Lösungen auf einfache Weise an die sich rasch ändernden Anforderungen der jeweiligen Branchen und Unternehmen anzupassen.

Die Partner von Microsoft Dynamics sind zertifizierte Systemhäuser, die über Erfahrung mit den lokalen Gegebenheiten am Standort verfügen. Sie entwickeln bedarfsgerechte Branchenlösungen für unterschiedliche Zielmärkte. Microsoft Dynamics evaluiert seine Partner zentral, um auf diese Weise einen hohen Qualitäts-Standard zu sichern. Viele der Branchen-Lösungen sind international verfügbar.

Zu den Branchen, die auf Navision-Lösungen setzen, gehören beispielsweise Automobil-Zulieferer und Einzel-Fertigung. Damit können Sie auf die individuellen Anforderungen Ihrer Kunden oder Lieferanten eingehen.

Was die Fertigung von Einzelserien und Kleinserien betrifft, lassen sich mit branchenspezifischen NAV-Lösungen auch technisch anspruchsvolle Produkte konfigurieren. Bei diskreter Fertigung von Prototypen und kleinen Serien lassen sich auch mögliche Alternativen und Szenarien konfigurieren und kalkulieren.

Weitere Branchenlösungen richten sich an Dienstleistungsunternehmen. Für Dienstleister im Bereich des Projektwesens bieten Branchenlösungen beispielsweise Projektplanungs-Tools, ein umfassendes Service-Management sowie Controlling-Werkzeuge.

Auch im E-Commerce kommen Branchenlösungen auf Basis von Microsoft Dynamics NAV zum Einsatz. Hier kommt es auf einen Überblick über alle Phasen der Customer Journey vom Shopbesuch bis zum Checkout an. Eine Branchenlösung für das E-Commerce bietet meist einen hohen Grad an Interaktion mit dem Backend des ERP. Auf diese Weise lassen sich Kunden-Vorgänge genau nachverfolgen. Somit lassen sich beispielsweise Kunden-Anfragen zeitnah und passgenau bearbeiten.

ErpNext ist eine kostenlose, webbasierte Open Source Software für kleine und mittelständische Unternehmen. Das Software-Paket enthält zahlreiche Module, mit denen Unternehmen von der Warenwirtschaft über das Kundenbeziehungsmanagement bis hin zur Finanzbuchhaltung alle Aufgaben erledigen können. ErpNext kann auf eigenen Servern installiert und betrieben oder als SaaS (Software-as-a-Servivce) in einer Cloud genutzt werden.

Ob Start-up, kleines oder mittelständisches Unternehmen – wer wettbewerbsfähig bleiben und langfristig am Markt bestehen will, braucht eine leistungsfähige Unternehmenssoftware. Proprietäre Software-Lösungen, die alle wichtigen Funktionen in sich vereinen, sind in der Regel jedoch sehr kostspielig. Das auch kostenlose Open Source Software eine ausgezeichnete Leistung bieten kann, die keine Wünsche offenlässt, zeigt das Beispiel ErpNext.

Entwickelt und vertrieben wird die komplette Software von der Frappé Technologies Pvt. Ltd. and Community mit Sitz in Mumbai, Indien. Das Unternehmen wurde im Jahr 2008 gegründet. Die erste Version der auf den Programmiersprachen Python und JavaScript basierenden Software wurde 2010 unter der GNU General Public License veröffentlicht. Bis heute wird die Software unter dieser Lizenz vertrieben und ist eines der wenigen Open Source Software-Pakete für den professionellen Einsatz in Unternehmen, das vollkommen kostenfrei genutzt werden kann. Das heißt, im Gegensatz zu proprietären Softwarelösungen müssen Nutzer für die Nutzung von ErpNext keine Lizenzgebühren bezahlen. Laut Frappé soll dies auch in Zukunft so bleiben. Zwei Open Source Alternativen zu dieser Software sind Vtiger und odoo, deren Funktionsumfang mit ErpNext vergleichbar ist.

ErpNext Module

Die Frappé Software ist modular aufgebaut. Sie enthält mehrere sogenannte Core Module und verschiedene Erweiterungen. Die wichtigsten Kernmodule sind:

  • Finanzbuchhaltung
  • Auftragsmanagement
  • Customer-Relationship-Management
  • Berichtswesen / Analyse
  • Warenwirtschaft / Lagerverwaltung
  • Verkauf & Einkauf
  • Personalmanagement (HRM)
  • Vertriebsmanagement
  • Projekt- und Aufgabenmanagement
  • Kundenservice
  • Asset Management
  • Qualitätsmanagement

ErpNext Branchenlösungen

Das Softwarepaket bietet neben den Kernmodulen verschiedene vorkonfigurierte und einsatzbereite Module für verschiedenen Branchen. Beispielsweise für Dienstleister, Hersteller, Einzelhändler, Unternehmen der Gesundheitsbranche und Unternehmen aus dem Landwirtschaftssektor. Diese kostenlosen Erweiterungen werden als Industry Module bezeichnet und können bei Bedarf installiert werden. Durch diese Module kann die ErpNext Softwaresuite direkt als genutzt werden.

ErpNext – einfache Anpassung und Erweiterung

Falls kein Standard-Eingabefeld für bestimmte Daten zur Verfügung steht, können benutzerdefinierte Eingabefelder entsprechend Ihren Anforderungen hinzugefügt werden. Generell können ErpNext Formulare individualisiert werden. Beispielsweise mit eigenen Skripten. Zudem ist es möglich, serverseitige Skripte hinzuzufügen, um bei bestimmten Eingaben vordefiniere Ereignisse auszulösen oder eigene Anwendungen zu entwickeln.

Komfortable Integration verschiedener Anwendungen

ErpNext bietet die Möglichkeit, verschiedene Anwendungen in die Softwareumgebung zu integrieren. Beispielsweise den Amazon Connector, mit dem Produkte und Bestellungen direkt vom Amazon Marktplatz abgerufen werden können. Verschiedene Bezahldienste wie PayPal oder Razorpay können ebenfalls mit ErpNext genutzt und Kunden angeboten werden. Auf Wunsch ist es möglich, Nutzern die automatisierte Datensicherung im einem Dropbox Konto zu erlauben. Als zentralisiertes Zugangskontrollsystem kann LDAP, das Lightweight Directory Access Protocol integriert und genutzt werden. Ebenso ist es möglich, Woocommerce und verschiedene Google-Dienste wie Google Contact, Kalender, Google Drive oder Maps in ErpNext zu integrieren.

ErpNext ist eine voll ausgestattete ERP Software mit Warenwirtschaft, HRM, CRM, Projektmanagement, Einkaufsmanagement, E-Commerce und vielem mehr. Die Software ist einfach und intuitiv bedienbar. Weitere Vorteile sind die zahlreichen Schnittstellen und die vielfältigen Anpassungsmöglichkeiten an den individuellen Bedarf. Zudem wird ErpNext von einer aktiven Community mit mehr als 7.000 Mitgliedern unterstützt, die bei Fragen und Problemen gerne weiterhelfen. Die Open Source Software von Frappé hat nur einen Nachteil. Sie eignet sich nicht für große Unternehmen. ErpNext ist jedoch eine sehr gute Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen, die eine ausgereifte ERP Software suchen, jedoch keinen fünf- oder sechsstelligen Eurobetrag in eine proprietäre Software investieren wollen.

Bei Microsoft SQL (MS-SQL) handelt es sich um ein relationales Datenbankmanagementsystem, welches von dem US-Konzern in den 90er-Jahren veröffentlicht wurde. SQL ist speziell für Anwendungen konzipiert, die in Unternehmen eingesetzt werden. Das Datenbankmanagementsystem orientiert sich an standardisierten SQL-Versionen und wird von Microsoft durch zusätzliche moderne Features ergänzt.

Die Geschichte von MS-SQL

Seinen Ursprung hat MS-SQL Ende der 80er-Jahre. SQL basiert auf einem von der Firma Sybase entwickelten Code. Im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen den Firmen Microsoft, Sybase und Ashton-Tate wurde die erste Version des Datenbankmanagementsystems für das Betriebssystem OS/2 veröffentlicht. Im Jahr 1992 erschient für OS/2 bereits die SQL-Version 4.2. Version 4.21 kam im Jahr 1993 auf den Markt und war erstmals mit Microsofts Windows NT kompatibel. Kurz darauf endete die Kooperation zwischen Microsoft und Sybase. Mittlerweile bieten beide Unternehmen eigene SQL-Server-Versionen an: Sybase unter der Bezeichnung Adaptive Server Enterprise (ASE) und Microsoft unter dem Namen Microsoft SQL Server.

Wozu wird MS-SQL benötigt?

Wenn ein Unternehmen zum Beispiel ein CRM– oder ERP-System im Einsatz hat, dann benötigt die Software eine Datenbankstruktur, um Daten jedweder Art speichern zu können. Nach wie vor ist es gängig, dass vor allem Puristen den Betrieb von Datenbank-Servern nach wie vor gerne auf physischer Hardware bewerkstelligen. Mittlerweile lassen allerdings ein Großteil aller Datenbank-Server auf virtuellen Servern problemlos betreiben.

Grundsätzlich lässt MS-SQL dadurch beschreiben, dass die sogenannte Abfragesprache einen standardisierten Zugriff auf Datenbanken gewährleistet. Sowohl MS-SQL als auch MySQL können auf fast alle Datenbanksysteme angewendet werden. Mit Hilfe von MS-SQL können Administratoren oder Datenbank-Entwickler Tabellen erstellen oder abfragen ersten. Die SQL-Befehle „Select“ sowie „Create“ sind in diesem Zusammenhang wohl die am meisten genutzt Abfrage-Befehle.

Vor diesem Hintergrund ist es nützlich zu wissen, dass die Abkürzung „SQL“ für Structured Query Language, übersetzt „strukturierte Abfrage-Sprache“, steht. MS-SQL ist eine Abfragesprache für relationale Datenbanken, um etwa Tabellen zu definieren und Daten zu bearbeiten oder abzufragen. Häufige genutzte Daten von Unternehmen sind hierbei unter anderem Material- und Kundendaten, Rechnungen sowie Unterlagen für erhaltene Aufträge.

Redundanzen verhindern

MS-SQL ist für relationale Datenbanken entwickelt. Die dort hinterlegten Informationen sind üblicherweise auf viele verschiedene Tabellen verteilt. Dass Felder bzw. Informationen „doppelt“ vorkommen, ist nicht vorgesehen, wenn die Idee des relationalen Datenbankmodells eingehalten werden soll. Um Redundanzen (Doppelte Einträge) zu vermeiden, müssen alle notwendigen Informationen auf mehrere Tabellen verteilt und durch einen Schlüssel miteinander verknüpft werden. Diese essentiell wichtige Schlüssel wird auch als primärer Schlüssel bezeichnet und bildet das Fundament für eine relationale Datenbank auf Basis von MS-SQL.

MS-SQL geht mit der Zeit

MS-SQL hat eine lange Entstehungsgeschichte und konnte sich über alle die Jahre hinweg gegenüber etwaige Konkurrenzprodukte stets behaupten. Dafür sind vor allem permanente Weiterentwicklungen verantwortlich, welche sich dem jeweils aktuellen Stand der Technik angepasst haben und für den Einsatz im Unternehmen einen Mehrwert mit sich gebracht haben.

Aktuelle MS-SQL-Versionen sind überaus leistungsfähig und lassen sich problemlos im Big-Data-Umfeld sowie für komplexe Cloud-Lösungen einsetzen. Darüber hinaus ist die Realisierung von Datenbankmanagementsystemen für geschäftskritische sowie intelligente Anwendungen oder für hochskalierbare Hybrid-Datenbankplattformen im Bereich des Möglichen. Zum derzeitigen Leistungsspektrum von MS-SQL gehören unter anderem erweiterte Sicherheitsfeatures, In-Memory-Funktionen sowie Analysemöglichkeiten für große Datenbestände.

Auf der Basis von MS-SQL sind mittlerweile Apps verfügbar, welche Onlinetransaktionsverarbeitung (OLTP) mit einer sehr guten Skalierbarkeit und einer hohen Verfügbarkeit bereitstellen können. Umfassende Analysefunktionen stehen durch „R“, eine spezielle Statistiksprache, für SQL-Datenbanken zur Verfügung. Durch den Einsatz von „R“ ist selbst das Verschieben von Daten vollkommen überflüssig geworden. MS-SQL findet somit in Private Clouds, Public Clouds (zum Beispiel Microsoft Azure) oder in einem Rechenzentrum nach wie vor nützliche Verwendungen für die unterschiedlichsten Bereiche.