Der Acrobat Reader ermöglicht Ihnen als Dateibetrachter das Öffnen von Dokumenten mit dem verbreiteten PDF-Format und gehört zu einer größeren Programmgruppe des US-amerikanischen Softwareunternehmens Adobe. Während das Betrachtungsprogramm selbst eine kostenlose Freeware ist, müssen Sie andere Bestandteile der Produkt-Familie für die Bearbeitung der PDF-Dateien kaufen. Zahlreiche Betriebssysteme sind  kompatibel. Die offizielle Linux-Unterstützung endete jedoch 2013.

Betrachtung von PDF-Dokumenten mit dem Acrobat Reader

Mit dem Acrobat Reader öffnen Sie Dateien, die im plattformunabhängigen Format PDF gespeichert wurden. Als Freeware steht der Dateibetrachter für Sie im Internet kostenlos zum Download zur Verfügung. Zahlreiche Softwarehersteller übermitteln Ihnen den Acrobat Reader außerdem zusammen mit den eigenen Programmdokumentationen, die sehr oft als PDF-Dateien erstellt werden.

Die Anwendung gehört zur größeren Programmfamilie Adobe Acrobat, bei der es sich wiederum nur teilweise um Freeware handelt. Programme aus dieser Gruppe erfüllen gemeinsam den Zweck, Dateien mit dem PDF-Format zu verwalten. Mit den jeweiligen Einzelprogrammen ist sowohl die Erstellung als auch die Kommentierung eines PDF-Dokuments möglich. Während der Acrobat Reader hauptsächlich für die Betrachtung der Dateien entwickelt wird, dürfen Sie mit zusätzlichen Programmen des kostenpflichtigen Pakets Texte ebenso wie Grafiken darüber hinaus umfassend bearbeiten.

Kompatibilität mit zahlreichen Betriebssystemen und Ende der Linux-Unterstützung

Der Adobe Acrobat Reader DC unterstützt offiziell Microsofts Serverbetriebssysteme Windows Server 2008 R2 sowie Windows Server 2012. Zudem dürfen Sie das Programm sowohl mit den Betriebssystemen Windows 7, Windows 8 und Windows 10 als auch mit macOS von Apple ab der Version 10.9 in der Regel ohne Bedenken nutzen. Die offizielle Unterstützung für Unix sowie freie Mehrbenutzer-Betriebssysteme mit dem Kernel Linux endete im Juni 2013.

In der Theorie haben Sie immer noch die Möglichkeit, mit dem Adobe Acrobat Reader 9 eine ältere sowie kompatible Programmversion für Linux-Systeme über einen FTP-Server herunterzuladen und zu installieren. Von dieser Vorgehensweise raten die Linux-Distributoren Red Hat und Open SuSE jedoch ab, weil es durch die fehlende Unterstützung trotz der Kompatibilität keine aktuellen Sicherheitsupdates zum Programm gibt. Wenn Sie als Linux-Nutzer auf den Acrobat Reader dennoch nicht verzichten wollen, müssen Sie die Risiken selbst abwägen. Dabei ist es auch beachtenswert, ob Dateiinhalte vertraulich sind und Sie ein altes Linux-System eventuell ohne Internetverbindung nutzen.

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Enger Zusammenhang zwischen dem Adobe Acrobat Reader und der PDF-Verbreitung

Die weltweite Verbreitung des PDF-Formats hängt eng mit dem Acrobat Reader zusammen. Seit Adobe den Dateibetrachter kostenlos zur Verfügung stellt, sind PDF-Dokumente sowohl im privaten Bereich als auch in Unternehmen zumeist ein fester Bestandteil des Alltags. Weil das Dateiformat mittlerweile offengelegt, dokumentiert und normiert ist, entdecken Sie für das Öffnen des Dokumentenformats mittlerweile zahlreiche Alternativprogramme zum Acrobat Reader.

Trotz der Alternativen blieb die Anwendung von Adobe aber sehr beliebt. Das hängt auch damit zusammen, dass der Acrobat Reader für manche PDF-Dateien weiterhin alternativlos bleibt. Denn Adobe hat PDF-Erweiterungen eingeführt, die nicht zum Standard gehören. Wenn Sie beispielsweise 3D-PDF-Dokumente anzeigen lassen wollen, brauchen Sie dafür eine aktuelle Version der offiziellen Anwendung, die das US-amerikanische Softwareunternehmen hierfür weiterentwickelt hat.

Klassische Hauptfunktionen und weitere Möglichkeiten

Das Anzeigen und das Drucken eines Dokuments sind die klassischen Hauptfunktionen, die der Acrobat Reader Ihnen bietet. Dabei haben Sie die Möglichkeit, beliebige Stellen des Dokuments zu vergrößern und im Detail zu betrachten. Durch variantenreiche Anzeigefunktionen drehen Sie die Dateiinhalte beispielsweise, damit Texte besser erkennbar werden. Ob über den Acrobat Reader zudem Textstellen markierbar sind, hängt von der Vorgehensweise bei der Dateierstellung ab. Mit einer Suchfunktion dürfen Sie manchmal zudem im Text nach bestimmten Worten oder anderen Zeichenfolgen suchen.

Entscheidung des Erstellers über Formular-Funktionen

In einigen PDF-Dokumenten sind wiederum ausfüllbare Formular-Felder für den Acrobat Reader enthalten. Obwohl die sonstigen Bestandteile der Dateien unveränderbar bleiben, dürfen Sie diese Felder mit dem Dateibetrachter ausfüllen. Ihre Eingaben werden dann durch die Druckfunktion berücksichtigt. Mit kostenpflichtigen Programmen aus Adobes Produkt-Familie darf der Ersteller darüber entscheiden, ob PDF-Formulare sich später im ausgefüllten Zustand mit dem Reader sichern oder per E-Mail an bestimmte Adressen versenden lassen. Anmerkungen und Kommentare sind seit der Veröffentlichung der Programmversion X ohne eine Freischaltung möglich. Seit der Bereitstellung der Version 7 stellt der Acrobat Reader für Sie auch dreidimensionale Grafikobjekte dar.

Notwendigkeit von weiteren Programmen der Adobe-Produktgruppe für umfangreichere Funktionen

Wenn Sie eine PDF-Datei selbst ohne Einschränkungen gestalten wollen, benötigen Sie andere Adobe-Anwendungen. Die Erstellung und vollständige Bearbeitung der PDF-Dokumente bleibt mit dem kostenlosen Reader generell unmöglich. Hierfür stellt Adobe im kostenpflichtigen Paket die sonstigen Anwendungen der Programm-Familie zur Verfügung.

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Das kostenpflichtige Programm Adobe LiveCycle Reader Extensions gibt Ihnen die Möglichkeit, zusätzliche Funktionen im Acrobat Reader freizuschalten. Mit der Adobe-Software gelingt es Ihnen beispielsweise, spezielle Anmerkungen einzufügen oder ein ausgefülltes Formular komfortabel zum Versenden oder Speichern freizuschalten. Zugleich gibt es Adobe-Erweiterungen, mit denen Sie im Acrobat Reader Feldeigenschaften verändern oder Daten an besondere Server übermitteln. Die Signierung der PDF-Dokumente und die Überprüfung der Signaturen sind ebenfalls Vorteile von kostenpflichtigen Anwendungen.

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