Customer-Relationship-Management, Warenwirtschaft, Finanzbuchhaltung und vieles mehr – Unternehmenssoftware muss heute einiges leisten und ist daher oft sehr kostspielig. Eine Ausnahme sind Open Source Softwareprogramme. Open Source, also kostenlos wird oft mit minderwertig gleichgestellt. Dass dies nicht immer der der Fall ist, beweist das Open Source Vtiger CRM.

Was ist Vtiger?

Vtiger ist eine webbasierte, kostenlose Open-Source Customer-Relationship-Management Software für kleine und mittlere Unternehmen. Neben der zentralen Aufgabe des Customer-Relationship-Managements bietet die Software Anwendern mit einem Angebots- und Rechnungswesen, einer einfache FiBu und integrierten Warenwirtschaft die wichtigsten Komponenten einer ERP Software.

Vtiger basiert auf einer mySQL Datenbank und wurde in PHP geschrieben. VTiger CRM kann auf Windows, Linux und Unix Systemen eingesetzt werden. Vtiger ist eine Abspaltung des seit einiger Zeit nur noch kommerziell vertriebenen SugarCRM. Entwickelt und vertrieben wird die Software von dem gleichnamigen in San Francisco, Kalifornien und Bangalore, Indien ansässigen Unternehmen Vtiger. Die erste Version wurde im Dezember 2004 veröffentlicht. Einen ähnlichen Funktionsumfang wie VTiger bietet odoo, eine weitere Open Source ERP und CRM Softwaresuite für kleine und mittlere Unternehmen.

Vtiger Module und Funktionen

VTiger ist zwar keine spezielle Branchenlösung, bietet jedoch alle grundlegenden Funktionen, die in einem Unternehmen benötigt werden. Es ist modular aufgebaut und kann flexibel an die spezifischen Arbeitsprozesse in Ihrem Unternehmen angepasst werden. Ein weiterer Vorteil des Vtiger CRM ist, dass es über jeden gängigen Web-Browser aufgerufen werden kann. Eine Softwareinstallation bei den Nutzern ist nicht erforderlich. Das Softwarepaket enthält die folgenden Anwendungen:

Vtiger Modul Sales / Vertrieb

Das Softwarepaket verwaltet End-to-End Vertriebsprozesse, mit denen die komplette Customer Journey vom Lead bis zur Bestellung und darüber hinaus zum Kundenservice gemanagt werden kann. In Vtiger sind die Bereiche Marketing, Sales/Vertrieb sowie Kundendienst miteinander verzahnt. Bei Bedarf können alle Daten als csv-Datei exportiert oder importiert werden. Darüber hinaus bietet die Software ein komfortables Activity Management mit Erinnerungsfunktionen. Alle Angaben zur Zuständigkeit, der Priorität sowie zum Status und die Benutzer können gesetzt und durch die Vergabe von Berechtigungen einem bestimmten Personenkreis oder allen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden.

Vtiger CRM – Marketing & Analytics

Das Modul Marketing & Analytics ermöglicht die Automatisierung von zielgruppengerechten Kampagnen. Dieses Modul vereinfacht eine personalisierte Kundenansprache auf Basis der im System gespeicherten Kundeninformationen und die Erstellung übersichtlicher Kampagnen-Profile mit Angaben des Ziels und des Budgets. Zudem sind ein- und mehrstufiger Marketingkampagnen mit diesem Modul ohne großen Aufwand realisierbar. Mit der integrierten Analysefunktion ist ein kontinuierliches Monitoring der verschiedenen Kampagnen möglich.

Vtiger Management und Controlling

Das Vtiger Modul Management und Controlling unterstützt die Unternehmensleitung bei der Steuerung des Unternehmens. Das Modul liefert jederzeit aktuelle Informationen aus dem Vertrieb oder der Fibu auf deren Basis zeitnah Entscheidungen getroffen und Strategien entwickelt werden können. Verschiedene Controlling-Funktionen, Statistiken, Vertriebsinformationen und viele weitere Features bieten aussagekräftige Auswertungen über alle Unternehmensbereiche.

Support & Kundenservice mit dem Vtiger CRM

Vtiger CRM Modul Support & Kundenservice ermöglicht schnelle Reaktionen auf Kundenanfragen und Beschwerden. Alle Informationen werden übersichtlich bereitgestellt. Anwender haben einen direkten Zugang auf die gesamte Kundenhistorie. Der Zugriff auf diese Informationen ist für alle beteiligten Mitarbeiter jederzeit möglich. Ein sogenanntes Trouble Ticket Management ermöglicht die unkomplizierte Erfassung von Tickets und deren Zuordnung zu Kontakten, Produkten oder einzelnen Kundenkonten. Zusätzlich wird der Support durch FAQs unterstützt, die Kunden über ein Customer Self Service Portal zur Verfügung gestellt werden können.

Administration von Vtiger

Über eine komfortable Administrationsoberfläche wird das gesamte CRM-System verwaltet. Benutzern, Abteilungen und Gruppen können individuelle Zugriffsrechte zugewiesen werden. Der Administrator kann das Layout von Eingabemasken oder E-Mail Templates über Assistenten individuell anpassen. Eine integrierte Back-up-Funktion ermöglicht eine schnelle Datenwiederherstellung, falls Objekte oder Dokumente gelöscht worden.

Vtiger – Plug-ins und Add-ons

VTiger stellt für Anwender eine Reihe nützlicher Plug-ins und Add-ons zur Verfügung, mit denen der Funktionsumfang des CRM erweitert werden kann.

Mozilla Thunderbird Plug-in

Das Mozilla Thunderbird Plugin erweitert die Produktivität und ermöglicht es, ein- und ausgehende E-Mails aus dem E-Mail Client in Vtiger zu integrieren, Kontaktdaten zu importieren und exportieren sowie Kontaktdaten zwischen dem CRM und dem Thunderbird E-Mail Client zu synchronisieren.

Microsoft Office Integration

Mithilfe dieses Plug-in können Daten aus dem CRM in Microsoft Office Anwendungen exportiert werden. Dadurch wird das Erstellen von Aufklebern, adressierten Briefumschlägen, Mailings, Katalogen und anderen Dokumenten, auf der Datenbasis des CRM erleichtert und beschleunigt.

Firefox Toolbar Plug-in

Die Toolbar für den Firefox Webbrowser ist ein komfortabel anwendbares Plug-in, mit dem Kontakte, Leads, Accounts und mehr direkt aus dem Firefox Webbrowser an das Vtiger CRM übermittelt werden können. .

TYPO3 Extension

Das TYPO3 Extension Add-On ermöglicht die automatische Generierung und Weiterverarbeitung von Leads. Zusätzlich können bereits vorhandene Leads oder Anfragen mit diesem Add-on in Vtiger importiert und weiterverarbeitet werden

Kundenportal Add-on

Mit dem Kundenportal Add-on können Nutzer auf der eigenen Website ein Self-Service Kundenportal mit FAQs und Ticketsystem einrichten. Über das Portal können Kunden zudem Rechnungen, Angebote und mehr bequem einsehen, ohne sich an den Kundenservice wenden zu müssen.

Sprachpaket Deutsch

Nicht zuletzt ist für Vtiger ein deutsches Sprachpaket als kostenloses Add-on erhältlich

Die Software SQLite ist eine verbreitete Programmbibliothek. Sie bietet die vollständige Laufzeitumgebung für eine SQL-basierte Datenbank. Die Besonderheit ist, dass sie den Datenbestand in einer einzelnen Datei vorhält. Zudem ist sie mit der Abfragesprache SQL kompatibel. Die Software ist gemeinfrei, also frei von Urheberrechten. SQLite ist in allen gängigen Betriebssystemen implementiert.

Geschichte und Herkunft

SQLite wurde im Jahr 2000 durch D. Richard Hipp im Rahmen seiner Tätigkeit für die amerikanische Firma General Dynamics entwickelt. Dies geschah im Auftrag der Marine des US-Militärs. Zunächst handelte es sich um eine Erweiterung der Skriptsprache Tcl. Inzwischen wird SQLite von zahlreichen Programmier- und Skriptsprachen unterstützt.

Der Name setzt sich aus der Abkürzung für die Abfragesprache Structured Query Language (SQL) und der umgangssprachlichen Bezeichnung Lite, für eine „abgespeckte“ Version, zusammen. Aktuell wird das Projekt SQLite von D. Richard Hipp und zwei weiteren Entwicklern fortgeführt.

Obwohl SQLite lizenzfrei angeboten wird, ist es möglich, kostenpflichtigen Support und Erweiterungen bei den Entwicklern zu erwerben.

Details zur Funktionsweise

Die SQLite-Bibliothek ist in Desktop Betriebssystemen wie Windows, MacOS und den Linux-Distributionen enthalten. Auch die verbreiteten Smartphone-Betriebssysteme Android und iOS unterstützen SQLite nativ.

Die gesamte Anwendung läuft in einem Prozess. Anders als bei anderen Datenbanksystemen, wie MySQL, ist keine Server-Client-Architektur nötig.

SQLite verwendet eine relationale Datenbank. Die Daten werden in Tabellen abgelegt, die spaltenweise über einen Identifier angesprochen werden können. Dies hat den Vorteil, dass Daten nicht redundant vorgehalten werden müssen. Vielmehr können die Inhalte einer Tabelle mit einer oder mehreren Spalten anderer Tabellen verknüpft, also in Relation gesetzt werden.

So ist es typisch für eine Speicherung in relationalen Datenbanken, dass Daten je nach Zweck in unterschiedlichen Tabellen abgelegt werden. Eine Mail-Software könnte beispielsweise folgende Tabellen in ihrer Datenbank führen:

-Kontakte: Enthält die Mailadressen der Kommunikationspartner,

-Konversation: Speichert den Mailverlauf mit einem Gesprächspartner,

-Mails: Beinhaltet die Metadaten einzelner Mails,

-Attachments: Weist Metadaten und Pfade von Anlagen auf.

Anstatt nun in jeder Spalte der Tabelle „Mails“ die Adressen der Absender und Empfänger aufzuführen, wird dort nur die Ordnungsnummer des Kontakts abgelegt. Entsprechend erfolgt die Zuordnung der Anlagen und die Zuordnung einer einzelnen Mail zu einer Konversation.

Datentypen unter SQLite

Daten können in verschiedenen Formaten abgelegt werden. Dies erleichtert die Weiterverarbeitung ohne vorherige Konvertierung. Mögliche Datentypen sind: Null (Nullwert), Integer (Zahlenwert), Real (Fließkommazahl), Text (Klartextlicher Inhalt) und Blob (Binärwert).

Hiermit sind alle Datentypen abbildbar. So werden Datumswerte häufig als Zahlenwert, etwa im Format Unix-Time (Sekunden seit dem 01.01.1970), abgelegt. Alternativ findet sich auch eine Notierung im klartextlichen Datumsformat.

Sehr universell wird der Datentyp Blob (Binary Large Object) eingesetzt. Es können beispielsweise Vorschaubilder darin abgelegt werden. Ebenso finden sich aber auch Konfigurationsdateien, etwa im XML- oder PLIST-Format, in Blob-Datenfeldern.

Datensicherheit und temporäre Dateien

SQLite beherrscht zwei Methoden zur Gewährleistung der Konsistenz einer Datenbank.

Eine Möglichkeit ist das Führen eines Rollback-Journals. Hier wird beim Öffnen der Datenbank ein temporäres Journal erstellt. Dies erhält den Namen der Datenbank mit der Endung „-journal“. In der Datei werden die vorgenommenen Änderungen dokumentiert. So kann beim Auftreten von Problemen eine Wiederherstellung (Rollback) erfolgen.

Die andere Alternative ist die Nutzung des Write-Ahead-Logs (WAL). Bei dieser Methode werden Änderungen zunächst in die Logdatei geschrieben. Die permanente Übernahme in die Datenbank erfolgt beim ordnungsgemäßen Schließen der Datenbank oder durch manuelle Speicherung mit einem Commit-Befehl.

Zudem wird in diesem Fall ein Index in der „Shared-Memory“-Datei (SHM) geführt.

Entsprechend werden bei dieser Methode zwei temporäre Dateien angelegt. Diese erhalten den Namen der Datenbank mit den Endungen „-shm“ und „-wal“.

Schnittmengen mit SQL

Die Verarbeitung der Inhalte in SQLite-Datenbanken erfolgt mittels der Abfragesprache nach dem SQL-92 Standard. Hierdurch ist gewährleistet, dass SQL-Befehle und Abfragen angewendet werden können.

Die Speicherung eines Kontaktes könnte beispielsweise durch einen Befehl nach dem Muster

INSERT INTO kontakte (lfd_nr, name, vorname, mailadresse, rufnummer) VALUES (1, „Mustermann“, „Max“, „mustermann@muster.xyz“, „0123/45678“)

erfolgen. Hierdurch würden in der Tabelle „kontakte“ in die Spalten innerhalb der ersten Klammer die Werte aus der zweiten Klammer eingetragen.

Inhalte aus verschiedenen Tabellen können durch den Befehl JOIN kombiniert werden. Zudem ist es möglich, die Ausgaben beispielsweise durch Befehle wie WHERE und LIKE an Bedingungen zu knüpfen.

Anwendungsgebiete von SQLite

Inzwischen findet man SQLite-Datenbanken als Unterbau vieler Anwendungen. Gängige Apps auf Smartphones, zum Beispiel Messenger wie WhatsApp und Facebook, legen ihre Daten darin ab. Ebenso Browser wie Firefox und Chrome auf Desktop-PC.

Auch kommerzielle Programme nutzen SQLite. Dies bietet sich für verteilte Anwendungen an. Es muss nur die Datenbank für alle Anwender freigegeben sein. Hierdurch ist auch keine besondere Performanz mehr nötig und es ist gut möglich, diese auf virtuellen Servern bereitzustellen.

Ein solcher muss sich nicht notwendigerweise physikalisch im eigenen Netzwerk befinden. Zur Gewährleistung der Verfügbarkeit können sich hierfür extern gehostete Server anbieten.

Wann haben Sie das letzte Mal eine handschriftliche Nachricht gesendet? Wenn Sie wie die meisten modernen Menschen sind, ist das wahrscheinlich schon eine ganze Weile her (mit Ausnahme von Feiertags- oder Geburtstagskarten). Das liegt daran, dass E-Mails zu einem festen Bestandteil unseres persönlichen und beruflichen Lebens geworden sind. Aber obwohl E-Mails so weit verbreitet sind, sind sie nicht immer sicher. Hier kommt S/MIME als Verschlüsselungsverfahren für Ihre E-Mails ins Spiel.

Definition

S/MIME steht für Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions und ist ein Standard für die Verschlüsselung und Signatur von E-Mails und MIME-Daten mit öffentlichen Schlüsseln. Was S/MIME ermöglicht, sind drei Dinge:

  1. Stellen Sie gegenüber Ihren E-Mail-Empfängern sicher, dass Sie tatsächlicher Absender der E-Mail sind.
  2. Ermöglicht das verschlüsselte Senden und/oder Empfangen von E-Mails
  3. Erleichtern Sie die sichere gemeinsame Nutzung von Dokumenten in Netzwerken, indem Sie die Datenintegrität sicherstellen. Dies bedeutet, dass diese Zertifikate in einigen Fällen auch als Signaturzertifikate für Dokumente dienen, indem Dateien signiert und verschlüsselt werden, bevor sie per E-Mail gesendet werden.

Es wurde ursprünglich von RSA Security, Inc. entwickelt und basiert auf dem Verschlüsselungsmechanismus des Unternehmens für öffentliche Schlüssel. Die meisten E-Mail-Dienste und -Softwares verwenden S/MIME, um die E-Mail-Kommunikation zu sichern.

Wie funktioniert S/MIME?

S/MIME, basierend auf Public Key Infrastructure oder Asymmetric Encryption, bietet E-Mail-Sicherheit durch Verschlüsselung, Authentifizierung und Integrität. Mit anderen Worten, Sie können Ihre E-Mails digital signieren, sodass nur der vorgesehene Empfänger die Nachricht sehen kann und erfährt, dass die E-Mail wirklich von Ihnen stammt. Während die E-Mail unterwegs ist, wird ihre Integrität durch die Verschlüsselung sichergestellt, da sie verhindert, dass unbefugte Dritte die Daten abfangen und manipulieren.

Auf diese Weise geht S/MIME einen Schritt über die Verschlüsselung von E-Mail-Servern hinaus. Die Installation eines digitalen Zertifikats auf einem E-Mail-Server ist immer eine gute Idee, da hierdurch Hacker-Angriffe verhindert werden können. Dies reicht jedoch meist nicht aus. Selbst wenn Ihr E-Mail-Server verschlüsselt wurde, kann das einen Hacker nicht sicher davon abhalten, E-Mails aus Ihrem Posteingang zu stehlen, da die E-Mails unverschlüsselt auf den Servern gespeichert werden. Es schützt auch nicht, wenn Ihre E-Mails von einem anderen Server übertragen werden.

Beide Nachteile können mit einem S/MIME-Zertifikat behoben werden. Um S/MIME zu implementieren, müssen Sie ein S/MIME-Zertifikat (auch als „Client-Zertifikat“ bezeichnet) installieren.

S/MIME-Zertifikate basieren auf asymmetrischer Verschlüsselung. Es handelt sich also um zwei unterschiedliche Schlüssel – einen öffentlichen und einen privaten Schlüssel. Ein öffentlicher Schlüssel kann dabei nur einen privaten Schlüssel haben und umgekehrt. Dies liegt daran, dass sie in mathematischer Beziehung zueinander stehen. Der öffentliche Schlüssel wird tatsächlich vom privaten Schlüssel abgeleitet.

Die Verwendung von S/MIME

Bei Verwendung von S/MIME sendet ein Absender eine E-Mail, indem er sie über den öffentlichen Schlüssel des Empfängers verschlüsselt. Auf der anderen Seite entschlüsselt der Empfänger die E-Mail mit dem privaten Schlüssel, den er hat. Es gibt keine Möglichkeit für andere, die E-Mail in einem verschlüsselten Format zu sehen oder zu manipulieren. In einfachen Worten wird dieser gesamte Vorgang als „Signieren“ bezeichnet.

Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit eines Eingriffs durch Dritte während der Übertragung der E-Mail verringert. Eine weiterer Vorteil ist die leichtere Authentifizierung des Absenders durch den Empfänger, da die Signatur des Absenders an jede E-Mail angehängt wird.

Obwohl S/MIME von vielen E-Mail-Clients unterstützt wird, wurde es nicht allgemein implementiert. In der Vergangenheit wurde es in erster Linie von Regierungsvertretern und Technikfreaks verwendet, da die Implementierung für normale Benutzer zu umständlich war.

Eine ähnliche Verschlüsselungsmethode ist eine Technologie namens PGP (Pretty Good Privacy), die oft als Alternative zu S/MIME genannt wird.

Viele denken bei elektronischer Archivierung an eine andere Form der Ablage. Statt dem Abheften in Ordnern erfolgt ein Scannen der Dokumente. Die elektronischen Dateien wandern digitalisiert in Computersysteme, sind beispielsweise auf Festplatten und anderen Speichermedien abgelegt. Der altvertraute Ordner verwandelt sich also in Bits und Bytes im Computer, abgelegt in Foldern und Files.

Diese Vorstellung reflektiert einen kleinen Teil des Übergangs von der manuellen Form auf Papier in ein elektronisches Format. Elektronische Aufbewahrung beinhaltet mehr. Sie ist Teil eines Systems der Wertschöpfung zur Umformung von Informationen zu Wissen in elektronischer Form. Wie geschieht diese Transformation und wozu führt sie?

Parallelität der Inhalte von Dokumenten und Daten

Die digitale Archivierung ist weiter auf dem Vormarsch

Analoge Achive gibt es immer weniger

Es besteht eine Unterscheidung von Inhalten (Content) zwischen physischen Dokumenten und elektronischen Daten, mit denen die Inhalte gespeichert sind. Verträge und Begleitdokumente sind in Papierform die meistgenutzte Form. Die durchgehend elektronische Erstellung, Verarbeitung und Ablage ist in Teilbereichen der Industrie und Verwaltung erfolgt. Gleichförmige, wiederkehrende Geschäftsprozesse sind eine Voraussetzung. Aus rechtlichen Gründen sind für viele Vorgänge Unterschriften notwendig. Dokumente und Daten zu den gleichen Vorgängen sind mehrfach vorhanden.

Es stellt sich die Aufgabe der Reduzierung von Duplikaten (Deduplizierung)Deduplizierung ist in der Informationstechnik allerdings eine der größten technischen Herausforderungen. Eine Automatisierung nach logischen Prinzipien bedingt darüber hinaus menschliche Prüfvorgänge des Qualitätsmanagements durch Spezialisten (Revisionen, Audits).

Lebenszyklus elektronischer Archivierung

Der Lebenszyklus besitzt folgende fünf Phasen:

1. Entstehungsprozess von Dokumenten

Beispiel ist das Eröffnen eines Kontos bei einer Bank. Zu den Dokumenten sind hierzu Begleitunterlagen in Papierform notwendig wie Geschäftsbedingungen und rechtliche Hinweise, die vertragsbindend sind.

2. Transport

Die physischen Dokumente gelangen anschließend an einen Ort der Weiterverarbeitung (beispielsweise zum Scannen), zur Integration in andere Dokumente und Ablage, in physischer und elektronischer Form. Die Kosten von Transport und Weiterverarbeitung sind zudem ein großer Kostenblock im Lebenszyklus von Dokumenten und elektronischer Verarbeitung.

3. Hintergrundbearbeitung (Backoffice)

Elektronische Archivierung erfolgt in fünf Phasen

Prüf– und Verarbeitungsvorgänge dieser Instanz gewährleisten beispielsweise, dass alle Vorgänge fehlerfrei erfolgen (Validierung und Verifizierung). Die Hintergrundbearbeitung ist wie die Transportphase ebenfalls kostenintensiv. Qualifizierte Mitarbeiter sind notwendig.

4. Lagerung

Die Dokumente sind – ob Papier oder elektronisch – zu lagern, also zu archivieren. Elektronisch geschieht die Lagerung in Systemen der Informations- und Kommunikationstechnologie. Der Aufbau der Infrastruktur erfordert ebenfalls entsprechende Investitionen, laufende Unterhaltskosten und Expertenwissen.

5. Entsorgung

Nach Ablauf der Aufbewahrungsfristen sind die Dokumente allerdings zu entsorgen. Das gleiche geschieht mit den Daten. Während physische Dokumente sichtbar sind, ist es mit Daten komplizierter. Daten werden kopiert und die gleichen Daten sind mehrfach aufbewahrt.

Die Entsorgung (Löschung) von Daten stellt zudem hohe Anforderungen an Nachvollziehbarkeit durch Revisionsvorgänge (Audits). Hierfür sind Spezialisten aus den Bereichen von Informatik, Recht und aus der Betriebsorganisation notwendig.

Wertschöpfung

Eine Wertschöpfung entsteht, da Dokumente und Daten zur Erzeugung von Produkten und Dienstleistungen beitragen und notwendig sind (rechtliche Formvorschriften). Die Ablage in elektronischer Form ist ein Prozess aus dem genannten Lebenszyklus. Die Aufbewahrung erfolgt sowohl in den einzelnen Phasenschritten als auch abschließend mit der Endablage und Entsorgung.

Am Markt kann für die Produkte und Dienstleistungen ein bestimmter Preis erzielt werden, der profitabel ist. Die Verarbeitung der Dokumente und Archivierung in elektronischer Form stellt allerdings einen Kostenblock dar, der gering zu halten ist. Werte – der Gewinn – sinken, wenn beispielsweise die Kosten der elektronischen Verarbeitung und Archivierung durch Mängel der Geschäftsprozesse ungenügend sind.

Die gleichen Prinzipien gelten auch für den öffentlichen Sektor. Budgets aus Steuermitteln sind rationell einzusetzen.

Verminderung von Werten

Das Suchen von Dokumenten beansprucht viel Zeit

Hauptgründe für die Verminderung von Werten sind außerdem unzureichende Rationalisierung in den Hintergrundprozessen und die Vermehrung gleicher Daten in heterogenen elektronischen Archiven. Die Deduplizierung ist in der Informatik eine der größten Herausforderungen. Ein weiterer Faktor ist ferner das Suchen, Finden und Auswerten von elektronischen Dokumenten in den Archiven (Serversystemen). Untersuchungen in Großunternehmen ergaben dementsprechend einen beträchtlichen Werteverlust durch administrative – nicht wertschöpfende – Vorgänge.

Ein Viertel bis ein Drittel der Arbeitszeit wendet beispielsweise ein durchschnittlicher Mitarbeiter mit dem Suchen von relevanten elektronischen Dokumenten und zum aktuellen Stand (Versionstatus) auf. Teams verschwenden ebenfalls viel Zeit mit der Abstimmung unterschiedlicher Versionsstände, nicht auffindbaren und mit fehlerhaften elektronischen Dokumenten.

Technische und betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten

Die elektronische Verarbeitung stellt daher hohe Anforderungen an die technische Infrastruktur. Die Daten sind in optimaler logischer Struktur zu erfassen, damit eine effiziente elektronische Ablage und Weiterverwendung erfolgt. Hauptanforderungen sind ergonomisch durchdachte Eingabesysteme für Mitarbeiter und automatisierte Erfassungssysteme durch Scannen.

Die Speicherung erfolgt in Datenbanksystemen. Herkömmliche Systeme arbeiten nach dem Prinzip von Zeilen und Spalten (relationale Zuordnung). Das heutige Datenaufkommen erfordert allerdings zunehmend ad-hoc Zugriffe, die schwer prognostizierbar sind. Neue Datenbanktechnologien sind demzufolge entstanden (nicht-relationale Verfahren wie NO-SQL). Bestehende technische Infrastrukturen müssen in neue Umgebungen kostenintensiv migriert werden.

Diesen Notwendigkeiten muss auch die Betriebsorganisation folgen. Der herkömmliche Aufbau einer klassischen hierarchischen Organisationsstruktur ist für moderne elektronische Ablageverfahren oftmals ungeeignet. Die schwer prognostizierbaren ad-hoc elektronischen Dokumentprozesse erfordern flexible, agile Organisationsformen. Das kann beispielsweise eine Matrixorganisation erfüllen. Ebenso sind die Geschäftsprozesse dem Wertschöpfungsprozess der genannten fünf Phasen des Lebenszyklus von elektronischer Dokumentation und Ablageverfahren anzupassen.

Gesetzliche Regeln und Anforderungen

Archivierung ist gesetzlich geregelt

Das Gesetz regelt die elektronische Archivierung

Die Ablage von Dokumenten in elektronischer Form ist überdies gesetzlich reglementiert. Das betrifft Themen der Revisionsfähigkeit(lückenloser Nachverfolgbarkeit) der Dokumente in materieller und elektronischer Form. Datensicherheit, Datenschutz und diverse Aufbewahrungsfristen stellen zudem hohe technische und organisatorische Anforderungen an die Betriebsorganisation und die Bereiche des öffentlichen Sektors.

Eine weitere Herausforderung ist die Identitätsprüfung und Zugriffsberechtigung (IAM=Identity & Access Management). Die Rollen und Berechtigungen erfordern Systeme, die organisatorisch und technisch den gesetzlichen Regeln und internen betrieblichen Bestimmungen entsprechen müssen.

Ob Privatpersonen, kleine, mittlere oder große Unternehmen, alle müssen sich diesen Herausforderungen des Gesetzesgebers stellen, die dazu von Jahr zu Jahr komplexer werden.

Fazit und Ausblick

Elektronische Archivierung ist ein umfangreicher Prozess, der den gesamten Prozess der betrieblichen Wertschöpfung betrifft. Privatpersonen sind durch gesetzliche Auflagen ebenso von der Thematik betroffen.

Die Realisierung eines optimalen Systems erfordert eine ganzheitliche Betrachtungsweise. Sie betrifft die durchgängige Gestaltung der Geschäftsprozesse zur elektronischen Ablage. Die Betriebsorganisation in Aufbau- und Ablauf muss für die entsprechende technische Infrastruktur gerüstet sein. Das betrifft vor allem die Beseitigung redundanter Vorgänge und Ablage mehrfacher gleicher Dokumente und Versionen. Das Suchen, Finden und Verwerten von Dokumenten hat ein beträchtliches Rationalisierungspotential.

Gesetzliche Auflagen und Anforderungen, die in Zukunft eher zunehmen, verlangen eine durchdachte Planung, Umsetzung und Weiterentwicklung elektronischer Archivierung.

Die digitale Archivierung ist weiter auf dem Vormarsch

Wie bei einem Schreiner die Säge nicht wegzudenken ist, so darf auf keinem Computer die Adobe-Software zur Erstellung von PDF-Dateien fehlen. Ein digitaler Dokumentenaustausch ist heutzutage ohne PDF nicht mehr denkbar. PDF-Dateien sind zum weltweiten Standard geworden. Doch was hat es mit dem PDF/A Format auf sich?

Das im Jahr 1993 von Adobe entwickelte Dateiformat wird mittlerweile von verschiedenen Spezialformaten ergänzt und deckt damit die Anforderungen von unterschiedlichen Branchen an digitales Arbeiten, Abspeichern und Archivieren ab. PDF/A ist eines dieser Spezialformate und dient der Langzeitarchivierung von denjenigen Dokumenten, die originalgetreu und unveränderbar gesichert werden sollen.

Umstieg von der analogen Welt in die digitale Welt mit PDF/A

PDF/A Formate eignen sich zur Langzeitarchivierung

Analoge Achive gibt es immer weniger

Weltweit machen seit Jahren Unternehmen und Behörden den Schritt weg von Papierakten und hin zum sogenannten „papierlosen Büro“. In diesem arbeiten die Mitarbeiter nur noch mit digitalen Akten bzw. wandeln Papierdokumente in digitale Dokumente um. Analoge Schriftstücke werden (aufgrund der großen Mengen an Papier häufig von externen Firmen) eingescannt und in einem Dokumenten-Management-System (DMSrevisionssicher abgelegt. Wichtig hierbei ist, dass das Unternehmen dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen aus dem Handelsrecht und die jeweiligen Datenschutzrichtliniendes Landes einhält. Ein nicht zu unterschätzendes Unterfangen, wenn man bedenkt, dass digitale Dokumente manipuliert werden könnten und somit – im Gegensatz zu Papierdokumenten – nicht mehr revisionssicher wären.

Anforderungen an die digitale Arbeitswelt

Vor diesem Hintergrund entstand die Anforderung, digitale Dokumente so zu archivieren, dass der Inhalt auch nach langer Zeit noch in derselben Qualität und ohne Abweichungen vom Original dargestellt werden kann. Auch sollte das Dateiformat so gestaltet sein, dass eine Manipulation des Dateiinhaltes nicht mehr möglich war.
Im Jahr 2005 hat daraufhin Adobe das PDF-Format um die Norm PDF/A ergänzt (das „A“ steht für Archivierung) und die ISO-Zertifizierung für das digitale Langzeitarchivieren erhalten.
Doch was ist der Unterschied zum allseits bekannten „normalen“ PDF-Format?

Der Unterschied zwischen PDF und PDF/A

Eine PDF-Datei (PDF steht für „Portable Document Format“) kennt fast jeder, der mit Computern zu tun hat. Sie scannen ein Papierdokument ein und erhalten eine PDF-Datei, oder Sie wandeln eine bereits vorhandene digitale Datei mittels eines Programmes in ein PDF um. Was hat es aber nun mit einer PDF/A-Datei auf sich?
Eine PDF/A-Datei ist eine reduzierte Version einer PDF-Datei. Alle Funktionen, die nichts mit einer Archivierung zu tun haben, wurden gestrichen. Dabei gehen keine Daten verloren, nur das Format ändert sich.

ISO-Standard für Langzeitarchivierung

Den rechtlichen Vorgaben muss entsprochen werden

Eine Langzeitarchivierung von digitalen Schriftstücken stellt bei Unternehmen oder Behörden aus handelsrechtlichen Gründen bestimmte Anforderungen an die Aufbewahrung. Es ist problemlos möglich, eine PDF-Datei mit einem PDF-Writer zu verändern. Vertrags- oder steuerrelevanten Schriftstücke, wie zum Beispiel Rechnungen oder Handelsbriefe, müssen aber mehrere Jahre lang in der Originalabbildung vorhanden bleiben. Adobe hat aus diesem Grund das Format PDF/A für eine rechtlich einwandfreie Langzeitarchivierung entwickelt und im Jahr 2005 die erste Version auf den Markt gebracht (PDF/A-1). Es folgten die Versionen A-2 (2011) und A-3 (2012). PDF/A ist seit 2005 der ISO-Standard für die Langzeitarchivierung digitaler Dokumente.

Unterscheidung zwischen PDF/A1a und A-1b

Man unterscheidet bei der Version PDF/A-1 zwischen zwei Abstufungen:
Der Level 1-b steht für „basic, übersetzt grundsätzlich/grundlegend. Er erfüllt die Mindestanforderungen der ISO-Norm und stellt eine eindeutige visuelle Reproduzierbarkeit sicher. Alle eingefügten Bilder sind fest im Dokument eingebunden. Die Textbausteine sind in Unicode-Darstellung, damit sie für die Ewigkeit oder zumindest für die vom Handelsrecht vorgeschriebene Dauer reproduzierbar bleiben.

Der Level 1-a steht für „accessible, übersetzt zugänglich und ist eine Steigerung zum Level 1-b: Dieses Format setzen Sie dann ein, wenn die Dateien auch auf mobilen Endgeräten verfügbar sein sollen und Sie die sogenannte „Barrierefreiheit“ gewährleisten wollen. Das bedeutet eine identische Darstellung ohne Einschränkungen bei Menschen mit Behinderung, zum Beispiel bei blinden Menschen.

Somit sollten Sie bei der Archivierung immer das Format A-1a benutzen, um alle Anforderungen abzudecken.

Besonderheiten von PDF/A-Dateien:

– PDF/A-Dateien benötigen weniger Speicherplatz als normale PDF-Dateien.
– Eine Verschlüsselung oder ein Sperren (zum Beispiel durch einen Passwortschutz) ist nicht möglich.
– Es gibt eine exakte Hinterlegung und Definition der Farbprofile.
Links auf Webseiten oder externen Inhalt sind nicht gestattet, da diese dynamisch sind und sich verändern können.
– Es gibt keine dynamischen Funktionen wie zum Beispiel Audio- oder Videodateien.
– Es sind digitale Signaturen hinterlegt.
– Transparente Objekte oder Layer (Ebenen) sind nicht erlaubt.
– Eine PDF/A1a-Datei hat eine Kennzeichnung in Form von Metadaten nach XMP-Standard.
– PDF/A1a-Dateien dürfen keine eingebetteten Daten enthalten.

Das PDF-Symbol

Fazit

Für eine Langzeitarchivierung von digitalen Dokumenten ist die Nutzung von PDF/A unumgänglich. Welche Norm Sie nehmen (1a1b, 2 oder 3) hängt davon ab, für welchen Zweck Sie die Daten sichern wollen.
Da letztendlich beim Speichern nicht klar ist, wer zukünftig die Dokumente lesen soll oder will, sollten Sie immer die höchste Normstufe wählen.

In der Büroorganisation stellt die Archivierung seit Jahrzehnten ein wichtiges Thema dar. Schließlich gibt es für wichtige Dokumente und Belege gesetzlich vorgeschriebene Aufbewahrungsfristen. Dies bedeutete für viele Unternehmen, hunderttausende von Blättern in Papierform zu lagern. Ein enormer Platzbedarf war und ist die Folge, sofern das Unternehmen an der althergebrachten Archivierung der Geschäftsdokumente festhält. In den letzten Jahren wurde mit der Einführung der digitalen Archivierung zumindest das Platzproblem optimal gelöst. Doch was gilt es in der digitalen Welt beim Archivieren zu beachten?

Digitalisierung von Geschäftsdokumenten – die gesetzlichen Vorgaben erfüllen

Wer die aufzubewahrenden Unterlagen digital archivieren möchte, muss zunächst für Revisionssicherheit sorgen. Um die gesetzlichen Bestimmungen erfüllen zu können, müssen die Inhalte der Dokumente unverändert und fälschungssicher gespeichert werden. Selbstverständlich muss sichergestellt sein, dass keine Daten verloren gehen können und die Inhalte jederzeit auffindbar bleiben. Wenn auf das digitale Archiv zugegriffen wird, muss über jede Handlung ein Protokoll erstellt werden, um die Zugriffe nachvollziehbar zu machen. Natürlich muss das archivierte Material sicher aufbewahrt werden, so dass während der Aufbewahrungszeit keine Daten verloren oder zerstört werden können. Das genutzte Archivierungssystem muss für die Datensicherheit und den Datenschutz entsprechend ausgelegt sein.

Wie wird aus Geschäftsdokumenten in Papierform ein digitales Archiv?

Archivieren im PapierformatWer das Aktenarchiv auf ein digitales Aufbewahrungssystem umstellen will, hat zunächst eine Menge Arbeit vor sich. Denn jedes einzelne Blatt Papier muss zunächst einmal digital erfasst werden. Dies bedeutet, dass jedes Dokument mit einem Scanner eingelesen und digitalisiert werden muss. Dabei sollte natürlich genau auf die verbleibende Aufbewahrungszeit geachtet werden. Genau wie vorher die Aktenordner müssen die digitalen Datenträger nun sicher aufbewahrt werden, so dass keine Daten zerstört werden oder verloren gehen können. Die Archivierung muss entsprechend protokolliert und organisiert sein, so dass Dokumente zeitnah aufgefunden werden können. Zudem müssen alle Dokumente in der Originalfassung wieder ausgedruckt werden können.

E-Mail-Archivierung – ein neues Metier für Unternehmen

E-Mails sind ebenfalls wichtige Dokumente, die entsprechend der aktuellen Gesetzgebung archiviert werden müssen. War es früher ausreichend, die E-Mails in gedruckter Form aufzubewahren, so muss seit Beginn des Jahres 2017 jede E-Mail auch als digitaler Datensatz archiviert werden. Zwar verfügen die meisten E-Mail-Programme über eine Archivierungsfunktion, doch genutzt wurde diese bisher von Unternehmen eher selten.

Wie werden E-Mails korrekt archiviert?

E-Mails richtig archivierenElektronische Korrespondenzen und Kommunikation muss ebenfalls nach gewissen Anforderungen archiviert werden. Eine Archivierungssoftware für E-Mails ist da sehr hilfreich, sofern einige Aufbewahrungskriterien erfüllt werden. Die E-Mails müssen wie alle Dokumente ordnungsgemäß, vollständig und in Übereinstimmung mit dem Original archiviert werden. Zudem sollte die E-Mail-Archivierung möglichst frühzeitig erfolgen. Natürlich müssen alle E-Mails wieder auffindbar und reproduzierbar aufbewahrt werden. Eine Vernichtung der archivierten E-mails darf erst nach dem Ablauf der Archivierungspflicht erfolgen. Alle Änderungen im E-Mail-Archiv müssen detailliert protokolliert werden. In der Regel beträgt die Aufbewahrungszeit für E-Mails bei 6 bis 10 Jahren.

Vorteile der digitalen Datenarchivierung

Dokumente in Schriftform nehmen in Aktenordnern eine Menge Platz ein. Da in digitaler Form solche Dokumente zu Tausenden auf einem kleinen Datenträger gespeichert werden können, benötigen Unternehmen entsprechend weniger Lagerraum. Da die Sicherheitsanforderungen in Sachen Brandschutz und Co. ähnlich sind, können die digitalen Datenträger entsprechend untergebracht werden. Einzig die Datensicherheit und der Datenschutz müssen eine besondere Aufmerksamkeit erhalten. Für Unternehmen bringt das Archivieren in digitaler Form also nicht nur einiges an Arbeit mit sich, sondern auch gewisse Vorteile in Sachen Platzbedarf und Organisation.

Sichere Aufbewahrungsorte für die digitalen Daten

Da digitale Datenträger geschützt untergebracht werden müssen, stellen einige Dienstleister entsprechende Serviceleistungen bereit. Dazu zählen spezielle Räumlichkeiten ebenso wie Cloud-Lösungen. Die Wahl des Archivierungssystems ist natürlich immer abhängig von den individuell anfallenden Dokumentenzahlen und Inhalten, die das Unternehmen archivieren muss. Wer mit der digitalen Archivarbeit beginnt oder das System umstellen möchte, sollte darauf achten, dass die entsprechenden gesetzlichen Regelungen eingehalten werden können.