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Hinter dem Begriff Plesk verbirgt sich eine Distribution für Webserver. Die Distribution arbeitet mit verschiedenen Plattformen zusammen. Dazu gehören Unix und Windows. Der Hersteller ist die Plesk International GmbH. Diese ging aus der Firma Parallels Inc. hervor. Der Geschäftsbereich für die Serviceprovider ist auch unter der Bezeichnung Odin bekannt. Für Webhoster ist die Distribution kostenpflichtig. Sie findet bei vielen Dienstleistern im Internet ihren Einsatz.

Plesk – einfache Verwaltung von Servern für den Nutzer

Die Distribution richtet sich an Internetdienstleister, die eine einfach zu bedienende Verwaltung für ihre Server suchen. Plesk erlaubt dem User eine Verwaltung von Servern, ohne das spezifische Kenntnisse über ein Betriebssystem vorliegen. Im Hintergrund laufen bei der Verwaltung der Server Vorgänge ab, die sehr komplex sind und die in der Regel Fachwissen erfordern. Mit Plesk ist es möglich, die Server ohne diese Fachkenntnisse zu konfigurieren. Dies erlaubt dem User beispielsweise, einen Mail- oder einen Webserver einzurichten, ohne dafür einen professionellen Dienstleister zu beauftragen. Das ist in der täglichen Arbeit sehr praktisch, denn mit Plesk können Sie viele Bereiche der Konfiguration selbst übernehmen.

Plesk – Komplexes System für verschiedene Anforderungen

Plesk ist ein einfach zu bedienendes, aber dennoch komplexes System, von dem Sie auf verschiedene Weise profitieren. Um die Zusammenhänge zu verstehen, ist es wichtig, dass Sie einige Begrifflichkeiten kennen und einordnen können. Unabhängig von der Ausrichtung ist die Präsenz im Internet für ein Unternehmen sehr wichtig. Sie sollten mit einer Webseite und einer E-Mail-Adresse im Netz erreichbar sein. Viele Kunden informieren sich nicht mehr auf den klassischen analogen Wegen, sondern im Internet. Mit Plesk ist es möglich, die wesentlichen Funktionen auch ohne Vorkenntnisse zu steuern.

Webserver

Der Webserver ist die Festplatte, auf der alle Daten gespeichert sind, die Sie im Internet abrufen. Das Protokoll, mit dem der Webserver arbeitet, ist HTML. Wenn Sie selbst oder Ihre Kunden eine Anfrage in das Internet senden, erfolgt eine automatische Umleitung an den Webserver. Die Beantwortung Ihrer Anfrage erfolgt dann anhand der Informationen, die auf dem Server gespeichert sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie in einem sozialen Netzwerk agieren oder eine E-Mail schreiben. Ohne Webserver könnten Sie die Informationen nicht abrufen.

Postfix

Postfix ist eine sogenannte freie Software. Die Bezeichnung beruht auf der Tatsache, dass der Quellcode der Software offen liegt. Programmierern ist der Quellcode bekannt. So ist es möglich, Änderungen und Anpassungen vorzunehmen.

Bereits im Jahre 1998 wurde Postfix als Alternative zu Sendmail entwickelt. Es handelt sich um eine Distribution, die auf Unix und Linux basiert. Der Mail Transfer Agent ist für alle Betriebssysteme geeignet, die auf der Basis von Linux oder Unix arbeiten. Im direkten Vergleich zu Sendmail ist Postfix einfacher zu bedienen und auch weniger anfällig für Sicherheitslücken.

Qmail

Hinter Qmail verbirgt sich ein Mailserver, der für Linux-Systeme entwickelt wurde. Die Entwicklung erfolgte durch den Programmierer und Professor Dan Bernstein. Er entwickelte das neue System, weil er mit den bestehenden Systemen unzufrieden war.

Was ist ein Betriebssystem?

Das Betriebssystem ist die Basis, auf der ein Computer arbeitet. Betriebssysteme gibt es für PCs, Smartphone und Laptops. Sie bilden quasi die Plattform für alle Aufgaben und Befehle, die der User ausführt. Im Betriebssystem sind verschiedene Programme enthalten. Weitere können kostenpflichtig oder kostenlos geladen werden. So haben Sie die Möglichkeit, das System auf Ihren individuellen Bedarf anzupassen.

Windows

Windows ist ein Betriebssystem, das von der amerikanischen Softwarefirma Microsoft unter Bill Gates entwickelt wurde. Weltweit arbeiten die meisten Computer auf der Basis von Windows. In den vergangenen Jahrzehnten ist Windows in verschiedenen Versionen auf den Markt gekommen. Die Versionen wurden an die Entwicklung der Technik und die Bedürfnisse der User angepasst. Bei den gewerblich genutzten Computern arbeiten weltweit mehr als 90 Prozent mit dem Betriebssystem Windows.

Unix

Unix ist ein Betriebssystem für Computer, der bereits im Jahre 1969 entwickelt wurde. Es handelt sich um ein sogenanntes Mehrbenutzer-Betriebssystem. Heute gilt es als eines der Betriebssysteme, die am weitesten verbreitet sind. Es gibt viele verschiedene Entwicklungen, die auf dem Unix-System basieren. Eines der bekanntesten Unix-basierten Betriebssysteme ist MacOS.

Linux

Linux ist ein Betriebssystem, das als besonders stabil und sicher gilt. Es gehört zu den nachweisbaren Fakten über Linux, dass mehr als 85 Prozent der Computer mit sehr hoher Leistung weltweit mit Linux arbeiten. Vor allem die Schnelligkeit des Betriebssystems ist ein Grund dafür, dass Linux häufig in Hochleistungsrechnern Anwendung findet. Ein weiterer Vorteil ist, dass Linux in der Anschaffung sehr günstig ist. Dies gilt nicht nur für das Betriebssystem selbst, sondern auch für die Hardware. Wenn Sie die Systemvoraussetzungen mit Windows vergleichen, brauchen Sie nur einen Bruchteil der Anforderungen umzusetzen. Das Betriebssystem selbst können Sie kostenlos aus dem Internet laden. Dies ist vor allem für Einsteiger ein wichtiger Aspekt. Wenn Sie ein günstiges und leistungsfähiges System suchen, ist Linux die beste Wahl.

Bei der Kernel-based Virtual Machine (KVM) handelt es sich um eine Virtualisierungs-Infrastruktur des Linux-Kernels. Diese ist mit den Hardwarevirtualisierungs-Techniken von AMD (AMD-V) oder Intel (VT) und den entsprechenden X86-Prozessoren sowie mit der System-Z-Architektur kompatibel. Die Kernel-based Virtual Machine wurde im Oktober 2006 erstmals in einer Betaversion veröffentlicht und ist seit der Version 2.6.2 des Linux-Kernels in diesem enthalten. Das System wurde unter der Führung des israelischen Software-Entwicklers Avi Kivity in seinem Unternehmen Qumranet entwickelt. Die Software-Schmiede Qumranet wurde im September 2008 von Red Hat übernommen.

Allgemeine Informationen

Die Kernel-based Virtual Machine wurde in erster Linie für den Einsatz in Kombination mit x86-Plattformen entwickelt und setzt sich für diese aus den folgenden beiden Komponenten zusammen:

–       aus dem Kernel-Modul „kvm.ko“, und

–       aus den hardwarespezifischen Modulen kvm-amd.ko (für AMD-Plattformen) oder kvm-intel.ko (für Intel-Plattformen)

Inzwischen ist KVM auch für weitere Plattformen, wie beispielsweise System Z, ARM und PowerPC erhältlich. Die Kernel-based Virtual Machine realisiert selbst keine Emulation, sondern stellt lediglich die dafür nötige Infrastruktur bereit. Die freie Virtualisierungs-Software QEMU stellt eine der Möglichkeiten dar, um KVM zu nutzen. QEMU stellt für virtualisierte Gastsysteme die erforderlichen Geräte wie Grafik-, Sound-, Netzwerkkarten und Festplatten bereit. Nachdem das Modul geladen ist, fungiert der Linux-Kernel selbst als Hypervisor für VMs (virtuelle Maschinen). Als Gastsystem bietet KVM Unterstützung für eine Vielzahl moderner Betriebssysteme, wie zum Beispiel:

–       Windows (32 und 64 Bit)

–       Linux (32 und 64 Bit), etwa CentOS, Ubuntu, Fedora, Debian und ebenso Desktop Linux Systeme wie Linux-Mint oder Kali Linux.

–       FreeDOS

–       Solaris

–       Hauku

–       AROS

–       ReactOS

–       diverse BSD-Derivate

Mittlerweile lässt sich auch Paravirtualisierung in KVM realisieren und wird unter Linux mittels der Paravirtualisierungsschnittstelle Virtio für Hardware-Komponenten bereitgestellt. Auch für Windows-Systeme sind mittlerweile paravirtualisierte Gerätetreiber erhältlich.

Das Paravirtualisierungs-Verfahren bietet einige Vorteile im Vergleich zu traditionellen Virtualisierungs-Methoden, wie zum Beispiel ein geringerer Overhead sowie eine bessere Performance, da sich das Gastsystem der Tatsache „bewusst“ ist, dass es auf virtualisierter Hardware betrieben wird und mit dem Hypervisor zusammenarbeitet.

KVM Funktionen und Features

KVM stellt einen festen Bestandteil von Linux dar. Alles was Linux bietet, ist auch in KVM zu finden. Es gibt jedoch einige Besonderheiten, welche die Kernel-based Virtual Machine zum bevorzugten Hypervisor für Unternehmen machen. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige der Besonderheiten von KVM vor:

Sicherheit: Die Kernel-based Virtual Machine nutzt eine Kombination von Linux mit sicherer Virtualisierung (sVirt) und erweiterter Sicherheit (SELinux), um eine optimale VM-Sicherheit und Isolierung zu gewährleisten. SELinux legt dabei die Sicherheitsgrenzen der virtuellen Maschine fest, während sVirt die Funktionalitäten von SELinux erweitert. So ermöglicht sVirt beispielsweise den Einsatz von Mandatory Access Control für Gast-VMs und verhindert, dass manuelle Kennzeichnungsfehler zu den höheren System-Ebenen propagiert werden.

Storage: KVM ist in der Lage, jedes Speichermedium zu verwenden, das von Linux unterstützt wird, einschließlich komplexer NAS-Systeme (Network Attached Storage). Sogenannte „Mehrpfad-I/O“ können eingesetzt werden, um das Storage-System zu optimieren und Redundanz zu bieten. Die Kernel-based Virtual Machine bietet außerdem Unterstützung für gemeinsam genutzte Dateisysteme, sodass sich VM-Abbilder von unterschiedlichen Hosts gemeinsam nutzen lassen. Darüber hinaus unterstützen Festplattenabbilder sogenanntes „Thin-Provisioning“ und sind in der Lage, Storage nach Bedarf zuzuweisen, anstatt im Voraus wie es bei vielen ähnlichen Systemen der Fall ist.

Hardware-Unterstützung: KVM kann auf diversen Plattformen eingesetzt werden, die von Linux unterstützt werden. Viele Hardware-Produzenten tragen regelmäßig zur Kernel-Entwicklung bei, sodass die neuen Hardware-Funktionen und -Features in vielen Fällen sehr schnell in den Kernel integriert werden.

Speicherverwaltung: Die Kernel-based Virtual Machine nutzt die Speicherverwaltung-Infrastruktur von Linux inklusive des Non-Uniform Memory Access und des Kernel Same Page Merging. Der Speicher einer virtuellen Maschine lässt sich nach persönlichen Anforderungen gestalten und durch größere Kapazitäten oder bessere Leistung verstärken.

Echtzeit-Migration: KVM bietet native Unterstützung für die Live-Migration. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, eine laufende virtuelle Maschine zwischen physischen Hosts zu verschieben, ohne dass dabei der Betrieb der VM unterbrochen wird. Die virtuelle Maschine kann in Betrieb bleiben, Anwendungen laufen weiter und Netzwerkverbindungen bleiben aktiv, während die VM schnell und einfach auf einen anderen Host verschoben wird. KVM sichert außerdem den aktuellen Stand (State) einer virtuellen Maschine, sodass diese lokal oder in der Cloud gespeichert und später wieder fortgesetzt werden kann.

Skalierbarkeit und Performance: KVM baut auf der Leistung von Linux auf und lässt sich automatisch an den Lastbedarf skalieren, sobald die Anzahl der Anfragen an die VMs steigt. Mit der Kernel-based Virtual Machine lassen sich große Anwendungen-Workloads schnell und einfach virtualisieren. Darüber stellt KVM die Basis für viele Setups der Unternehmens-Virtualisierung dar, wie beispielsweise für private Clouds und Rechenzentren.

Verwaltungs-Tools

Für die Kernel-based Virtual Machine sind mehrere Werkzeuge zur Steuerung erhältlich. So ist es beispielsweise möglich VMs mittels Kommandozeilenprogrammen wie QEMU oder VIRSH zu erstellen und zu verwalten. Eine angenehmere und übersichtlichere Option stellen Tools mit grafischen Benutzeroberflächen dar, wie mit dem Virtual Machine Manager (VMM) oder dem UCS VM Manager. Es sind auch Lösungen erhältlich, welche die Verwaltung von VMs über Weboberflächen gestattet. In diesem Zusammenhand ist das oVirt-Projekt oder die FOSS-Cloud zu nennen, die als kostenlose Open Source-Lösungen bereitgestellt werden.

 

 

cPanel ist ein Webhosting-Kontrollfeld (Software, die die Verwaltung eines Webhosting-Servers erleichtert), das von cPanel, L.L.C., einem amerikanischen Unternehmen, entwickelt wurde und Teil einer Software-Suite namens cPanel & WHM (Web Host Manager) ist.

cPanel und Plesk sind zwei der am häufigsten verwendeten Web-Control-Panels auf demMarkt. cPanel ist das weltweit am weitesten verbreitete Web-Control-Panel. Die Server erstellen alle 6 Sekunden eine Domain, und alle 14,5 Sekunden wird ein Hosting-Konto mit diesem Control Panel erstellt.

Das Tor zu Ihrem Online-Geschäft

Egal, ob Sie ein großes Unternehmen sind, das dedizierte Server mietet, ein mittelständisches Unternehmen, das einen Webhosting-Service startet, oder ein kleines Geschäft, das einen gemeinsam genutzten Hosting-Standort auswählt, das Control Panel des Webservers ist das Tor zu Ihrem Online-Geschäft. Bei einer schwindelerregenden Anzahl verfügbarer Bedienfeldoptionen kann die Kenntnis der Stärken und Schwächen der Bedienfelder zu fundierten Entscheidungen, weniger Kopfschmerzen und einer besseren Leistung führen.

Die Basics von cPanel

cPanel & WHM ist eine der zuverlässigsten und intuitivsten Webhosting-Automatisierungssoftware-Plattformen der Internetinfrastrukturbranche. Die vollautomatisierte Hosting-Plattform unterstützt Infrastrukturanbieter und bietet Kunden die Möglichkeit, jede Facette ihrer Website mit einfacher Point-and-Click-Software zu verwalten.

cPanel & WHM

cPanel & WHM fungiert entweder als dedizierter Server oder als virtueller privater Server. Während cPanel auf die Verwaltung eines einzelnen Hosting-Kontos beschränkt ist, ermöglicht cPanel & WHM die Verwaltung des gesamten Servers. Die Software bietet eine grafische Oberfläche (GUI) und Automatisierungstools, die das Hosting einer Website für den Websitebesitzer oder den Endnutzer vereinfachen sollen.

Die neueste cPanel & WHM-Version unterstützt die Installation unter CentOS, Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und CloudLinux OS.

Einige grundlegende Komponenten

Web Server

Ein Webserver ist ein Computer, auf dem Websites ausgeführt werden. Es ist ein Computerprogramm, das Webseiten verteilt, sobald sie angefordert werden. Das Hauptziel des Webservers besteht darin, Webseiten zu speichern, zu verarbeiten und 24/7 an die Benutzer zu liefern. Diese Interkommunikation erfolgt über das HTTP (Hypertext Transfer Protocol).

Linux

Linux ist ein Unix-ähnliches Open Source– und Community-entwickeltes Betriebssystem für Computer, Server, Mainframes, mobile Geräte und eingebettete Geräte. Es wird auf allen gängigen Computerplattformen unterstützt, einschließlich x86, ARM und SPARC. Damit gehört es eines der am häufigsten unterstützten Betriebssysteme.

Linux ist das bekannteste und am häufigsten verwendete Open Source-Betriebssystem. Als Betriebssystem ist Linux eine Software, die sich unter der gesamten anderen Software auf einem Computer befindet, Anforderungen von diesen Programmen empfängt und diese Anforderungen an die Hardware des Computers weiterleitet.

cPanel ist eines der beliebtesten Linux-basierten Webhosting-Kontrollfelder, das wichtige Messdaten zur Leistung Ihres Servers anzeigt und Ihnen den Zugriff auf eine Reihe von Modulen ermöglicht, darunter Dateien, Einstellungen, Datenbanken, Webanwendungen, Domänen, Metriken, Sicherheit, Software, Erweitert und E-Mail-Module.

CloudLinux

CloudLinux mit Hauptsitz in Palo Alto, Kalifornien, hat sich zum Ziel gesetzt, Linux-Webserver sicherer, stärker und rentabler zu machen. Mit über 4.000 Kunden und Partnern (darunter Dell, 1 & 1 und LiquidWeb), mehr als 250.000 Produktinstallationen weltweit und ihren engagierten Analysten und Entwicklern verfügen sie über mehr als 450 Jahre Linux-Erfahrung und die Leidenschaft, die besten Kundenbetreuer zu sein.

Red Hat Enterprise Linux (RHEL)

Red Hat Enterprise Linux (oft als RHEL abgekürzt) ist eine Linux-Distribution, die von Red Hat für den kommerziellen Markt entwickelt wurde. Red Hat Enterprise Linux ist in Serverversionen für x86 – 64, Power ISA, ARM64 und IBM Z sowie in einer Desktopversion für x86 – 64 verfügbar.

CentOS

CentOS (von Community Enterprise Operating System) ist eine Linux-Distribution, die eine kostenlose, von der Community unterstützte Computerplattform bietet, die funktional mit ihrer Upstream-Quelle Red Hat Enterprise Linux (RHEL) kompatibel ist. Sie können cPanel auch auf einem CentOS installieren.

cPanel und FreeBSD

FreeBSD ist ein kostenloses und Open-Source-Unix-ähnliches Betriebssystem, das von der Berkeley Software Distribution (BSD) entwickelt wurde, die auf Research Unix basiert. Heute wird cPanel unter FreeBSD (Berkeley Software Distribution) nicht mehr unterstützt. cPanel 11.30 ist die letzte Hauptversion, die FreeBSD unterstützt.

cPanel deinstallieren

cPanel & WHM wird am besten durch Neuformatierung des Servers deinstalliert. Deinstallationshandbücher sind online für erfahrene Serveradministratoren verfügbar, die ihren Server nicht neu formatieren möchten. Ebenso sollte es nur auf einem frisch installierten Betriebssystem mit minimaler vorheriger Konfiguration installiert werden.

Apache Tomcat (manchmal einfach „Tomcat“ genannt) ist eine Open-Source-Implementierung der Technologien Java Servlet, JavaServer Pages, Java Expression Language und WebSocket. Tomcat bietet eine HTTP-Webserverumgebung mit „reinem Java“, in der Java-Code ausgeführt werden kann.

Was macht Tomcat?

Der genaue Titel für Tomcat wäre entweder „Webserver“ oder „Servlet-Container“. Auch wenn Tomcat einige Java EE-Funktionen nicht sofort unterstützt, können Sie die meisten dieser Funktionen dennoch verwenden. Tomcat ist ausgereift, gut dokumentiert und der am häufigsten verwendete Java-Anwendungsserver.

Tomcat empfängt eine Anfrage von einem Client über einen seiner Konnektoren. Tomcat ordnet diese Anforderung der entsprechenden Engine zur Verarbeitung zu. Wenn dies nicht der Fall ist, kompiliert Tomcat das Servlet in Java-Bytecode, der von der JVM (Java Virtual Machine) ausgeführt werden kann, und erstellt eine Instanz des Servlets.

Was ist Apache?

Apache ist eine Open-Source- und kostenlose Webserver-Software, die rund 40% aller Webseiten weltweit unterstützt. Es ermöglicht Website-Eigentümern, Inhalte im Web bereitzustellen – daher der Name „Webserver“. Es ist einer der ältesten und zuverlässigsten Webserver. Die erste Version wurde 1995 veröffentlicht.

Vorteile des Apache-Webservers

Der Quellcode von Apache steht jedem kostenlos zur Verfügung und es ist keine Lizenz erforderlich. Er kann geändert werden, um den Code anzupassen und Fehler zu beheben. Die Möglichkeit, weitere Funktionen und Module hinzuzufügen, macht Apache zu einem Favoriten unter den Technikern. Er ist sehr zuverlässig und bietet eine solide Leistung.

Apache und Tomcat

Einfach ausgedrückt: Apache ist ein Webserver, der statische Webseiten bedienen soll. Apache Tomcat hingegen ist ein Anwendungsserver für Java-Anwendungen (Servlets, JSPs usw.). Sie können Webseiten auch über Tomcat bereitstellen, dies ist jedoch im Vergleich zu Apache weniger effizient.

Der grundlegende Unterschied zwischen Tomcat und dem Apache HTTP Server besteht darin, dass Tomcat dynamischen Inhalt mithilfe von Java-basierter Logik bereitstellt, während der Hauptzweck des Apache Webservers darin besteht, statische Inhalte wie HTML, Bilder, Audio und Text bereitzustellen.

Tomcat kann als eigenständiger Server ausgeführt werden. Um Tomcat zusammen mit Apache auszuführen, muss Apache ein „Adapter“ -Modul laden, das ein bestimmtes Protokoll wie das Apache JServ Protocol (AJP) verwendet, um mit dem Tomcat über einen anderen TCP-Port (Port 8009 in der Standardkonfiguration) zu kommunizieren.

Was ist Java?

Java ist eine Programmiersprache, mit der Entwickler Anwendungen für Computer erstellen. Möglicherweise haben Sie ein Programm heruntergeladen, für das die Java-Laufzeit (Java Runtime) erforderlich ist. Java verfügt über ein Web-Plug-In, mit dem Sie diese Apps in Ihrem Browser ausführen können.

Als Anwendungsserver ist Tomcat entweder als Binär- oder als Quellcode-Version zugänglich und wird verwendet, um eine Vielzahl von Anwendungen und Websites über das Internet zu betreiben.

NGINX

NGINX (ausgesprochen: Engine X) ist Open Source-Software für Web-Serving, Reverse-Proxy, Caching, Lastausgleich, Medien-Streaming und mehr. Zusätzlich zu seinen HTTP-Serverfunktionen kann NGINX als Proxyserver für E-Mails (IMAP, POP3 und SMTP) und als Reverse-Proxy und Load Balancer für HTTP-, TCP- und UDP-Server fungieren.

NGINX ist ungefähr 2,5-mal schneller als Apache, basierend auf den Ergebnissen eines Benchmark-Tests, bei dem bis zu 1.000 gleichzeitige Verbindungen ausgeführt werden. NGINX liefert statische Inhalte eindeutig schneller als Apache. Wenn Sie viele statische Inhalte mit hoher Parallelität bereitstellen müssen, kann NGINX eine echte Hilfe sein.

Wie funktioniert Nginx?

Nginx funktioniert anders als Apache, hauptsächlich im Hinblick auf den Umgang mit Threads. Nginx erstellt nicht für jede Webanforderung neue Prozesse, sondern der Administrator konfiguriert, wie viele Arbeitsprozesse für den Hauptprozess von Nginx erstellt werden sollen. Jeder dieser Prozesse ist single-threaded. Jeder Mitarbeiter kann Tausende von gleichzeitigen Verbindungen verarbeiten. Dies geschieht asynchron mit einem Thread, anstatt Multithread-Programmierung zu verwenden..

Vergleich zwischen Apache Tomcat und Nginx

NGINX ist ein kostenloser Open-Source-Hochleistungs-HTTP-Server und Reverse-Proxy sowie ein IMAP/POP3-Proxy-Server. Apache Tomcat ist eine Open-Source-Implementierung von Java Servlet, JavaServer Pages, Java Expression Language und Java WebSocket-Technologien.

Unterschied zwischen Server und Virtueller Server (Virtual Machine VM)

Ein Webserver ist ein Computersystem, das Webseiten hostet. Es wird Webserver-Software wie Apache oder Microsoft IIS ausgeführt, die den Zugriff auf gehostete Webseiten über das Internet ermöglicht. Die meisten Webserver sind über eine Hochgeschwindigkeitsverbindung mit dem Internet verbunden und bieten OC-3 (Optical Carrier 3) oder schnellere Datenübertragungsraten. Durch eine schnelle Internetverbindung können Webserver mehrere Verbindungen gleichzeitig unterstützen, ohne sich zu verlangsamen.

Jeder Computer kann in einen Webserver verwandelt werden, indem Serversoftware installiert und der Computer mit dem Internet verbunden wird. Es gibt viele Webserver-Softwareanwendungen, einschließlich freier Software und kommerzieller Pakete.

Eine virtuelle Maschine (VM) ist ein Software-Computer, der als Emulation eines physischen Computers verwendet wird.Ein virtueller Server arbeitet in einer Umgebung mit mehreren Mandanten. Dies bedeutet, dass mehrere VMs auf derselben physischen Hardware ausgeführt werden. Ein Hypervisor (auch: Virtual Machine Monitor, kurz VMM) wird zum Erstellen und Verwalten von VMs verwendet, die über eigene virtuelle Computerressourcen verfügen.

Was ist RAM im Computer?

Computerspeicher oder Direktzugriffsspeicher (engl. RAM = Random Access Memory ) ist der kurzfristige Datenspeicher Ihres Systems.

Er speichert die Informationen, die Ihr Computer aktiv verwendet, damit schnell darauf zugegriffen werden kann. Je mehr Programme auf Ihrem System gleichzeitig ausgeführt werden, desto mehr Speicher wird benötigt.

Tomcat Speicherbelegung

Standardmäßig legt Tomcat seine eigene Speichergröße auf etwa 64 MB fest, was für Webanwendungen bei weitem nicht ausreicht.Sie können die „Startgröße“ und die „maximale Größe“ festlegen und den Heap-Speicherplatz erhöhen. Um die richtigen Werte für Ihre Plattform herauszufinden, müssen Sie den Befehl „java -X“ im Terminal eingeben.

Microsoft Office365 ist ein Softwarepaket für Büroanwendungen und wird Privat- und Gewerbekunden in verschiedenen Versionen angeboten. Auf Ihrem Rechner installierte Programme sind nur ein kleiner Teil des Pakets, das üblicherweise in der Cloud auf Servern von Microsoft läuft. Office365 ist nur als Abo erhältlich und enthält insbesondere auch einen Mailserver.

Wie lange gibt es Office365 schon?

Das Paket ist seit 2011 für Gewerbekunden erhältlich und wurde als Nachfolger der früher angebotenen Business Productivity Online Suite entwickelt. Zwei Jahre später wurden Versionen für Privatkunden in das Angebot von Microsoft aufgenommen. Office365 stellt einen weiteren Schritt in die Richtung der Verlagerung von Unternehmenssoftware in die Cloud dar.

Was leistet Office365?

Das Paket ist zu einem Teil offline nutzbar, was aber von den Entwicklern nicht für den normalen Betrieb vorgesehen wurde. Wird das System nämlich für 31 Tage nur offline benutzt, können Dokumente zwar noch angezeigt, aber nicht mehr bearbeitet werden. Das ist erst wieder möglich, wenn eine Internetverbindung zu den Servern von Microsoft hergestellt wird. Benutzt werden kann Office365 allerdings mit jedem beliebigen Browser.

Office365 ist als „Software as a Service“ konzipiert. Eine solche Software läuft in der Cloud auf den Servern des Anbieters, in diesem Fall also Microsoft. Ihre Daten werden dort gespeichert und verarbeitet. Sie haben den Vorteil, dass Ihnen immer die neueste Version der Programme zur Verfügung steht. Es sind also keine Updates oder Patches mehr einzuspielen, das machen alles die Spezialisten von Microsoft selbst. Das Abo für Office365 ist an Sie als Benützer gebunden und nicht an ein bestimmtes Gerät. Mit einem solchen Abo können Sie von jedem Gerät mit einem Browser auf Ihre Daten zugreifen. Die Programme können Sie auf einer bestimmten Anzahl von Geräten installieren.

Die Verfügbarkeit Ihrer Daten jederzeit und überall ist zwar ein Vorteil, bringt aber auch Probleme der Sicherheit und Vertraulichkeit mit sich. Administratoren von Office365 sehen etwa genau, welche E-Mails Mitarbeiter lesen und sogar zu welchem Zeitpunkt. Das ist an sich nicht verträglich mit der Datenschutzgrundverordnung der EU. Außerdem besitzen die Behörden der USA Zugriff auf Ihre Daten und auch Ihre E-Mails.

Was ist ein Mailserver und wozu brauche ich ihn?

Office365 beinhaltet auch einen Mailserver. Das ist ein Server, der immer online sein sollte und Ihre E-Mails in Empfang nimmt und speichert. Sie sehen die Mails, wenn Sie sich einloggen und Ihr Computer als Client die E-Mails herunterlädt. Auch zum Versenden von E-Mails laden Sie die Nachricht auf den Mailserver hoch, der sie dann an den Empfänger weiterleitet, genauer an seinen Mailserver.

Wozu setze ich einen Virenscanner ein?

Viren sind Schadprogramme, die sich oft per E-Mail ausbreiten. Der E-Mail angefügten Dokumente infizieren den Computerhädliche. Scanner sind ihrerseits Programme, die solche Viren erkennen und unschädlich machen sollen. Das funktioniert relativ gut, allerdings können auch die besten Scanner nicht alle möglichen Virusprogramme erkennen.

Microsoft Office365 als Mailserver

Traditionell haben viele auch kleinere und auf jeden Fall mittlere Unternehmen ihren eigenen Mailserver betrieben. Auch Microsoft hat mit dem Exchange einen solchen Server im Angebot. Die Administration eines solchen Mailservers ist allerdings immer aufwendiger geworden und heute so komplex, dass kleinere Unternehmen sich nach Alternativen umsehen.

Ein möglicher Weg ist die Verlagerung des Mailservers in die Cloud und diesen Service enthält Office365. Je nach Abo können Sie den Umfang des Speicherplatzes für Ihre Mails frei wählen, was auch für die Zahl der Nutzer mit einer Adresse gilt. Ein weiterer Service ist die Einrichtung von Sammeladressen wie support@…, die dann mehreren Nutzern zur Verfügung stehen und von ihnen gemeinsam bearbeitet werden können. Durch das Webhosting sehen sie alle die gleichen Mails, ohne dass besondere Maßnahmen zur Koordination getroffen werden müssten. Beim Umgang mit vertraulichen Daten und möglicherweise sensitiven Schritten wie dem Hinzufügen von Adressaten werden Sie von Office365 automatisch gewarnt und auf die Folgen Ihrer Schritte hingewiesen. Nachdem Mails schnell und einfach verschickt werden können, besteht auch die Gefahr von unbeabsichtigten Datenlecks. Eine zusätzliche Sicherung gegen solche Datenabflüsse kann Ihrem Unternehmen gegebenenfalls viel Geld sparen.

Sicherheit und Vertraulichkeit von Daten mit Office365 als Mailserver

An möglichen Bedrohungen sind hier auf der einen Seite Kriminelle, auf der anderen aber auch die Behörden zu nennen. Die Sicherheit vor kriminellen Hackern liegt im Verantwortungsbereich von Microsoft. Der Systemadministrator in Ihrer Firma braucht sich nicht mehr selbst um die Absicherung eines eigenen Mailservers zu kümmern. Man kann davon ausgehen, dass die Spezialisten von Microsoft diesen Aspekt hinreichend gut im Griff haben. Als Besonderheit ist hier der Schutz durch ATP oder Advanced Threat Protection zu nennen. Das System erkennt verdächtige Mail-Anhänge und warnt vor ihnen. Auch ATP bietet keinen vollständign Schutz. Es wird aber ständig von Fachleuten weiterentwickelt.

Durchwachsener sieht es allerdings mit dem Schutz vor Behördenwillkür aus. Die Nachrichtendienste der USA können sich nach der Gesetzeslage ohne große Schwierigkeiten Zugang zu Ihren Daten verschaffen. Sie müssen beurteilen, wie Sie diese Gefahr und die möglichen Folgen einschätzen.

Dank RIPE NCC finden Ihre IP-Pakete ihr Ziel

Das RIPE NCC, eine von weltweit fünf RIRs (Abk. für Regional Internet Registry), verwaltet die IP-Adressen hauptsächlich im eurasischen Raum. Dazu gehören beispielsweise Länder der ehemaligen Sowjetunion und des mittleren Ostens. Damit erfüllt das RIPE NCC ähnliche Aufgaben wie die IANA und erhält auch von dort IP-Adressbereiche zugeteilt. Anders als die ICANN ist es nicht für Domain-Registrierung und DNS Server zuständig.

Was ist das RIPE NCC genau?

Das RIPE NCC erfüllt die Funktion einer „Regional Internet Registry“, abgekürzt RIR. Die IANA delegiert seit Anfang der 1990er-Jahre die Verwaltung von IP-Adressbereichen an unabhängige Organisationen, jeweils für einen bestimmten geographischen Raum, grob orientiert an den Kontinenten. Wenn Sie etwa als ISP in Deutschland ganze Netze öffentlich zugänglicher IP-Adressen benötigen, ist nicht ICANN/IANA sondern das RIPE NCC der richtige Ansprechpartner. Das gilt aber auch für Grönland, obwohl es zum amerikanischen Kontinent gehört. Die Zuständigkeit bezüglich der Tätigkeit leichter zu erfassen.

Ist das RIPE NCC nur für IP-Adressen zuständig?

RIRs befassen sich primär mit der IP-Adresse und der damit verwandten Autonomous System Number (ASN), nicht aber mit einem Domain-Namen, obwohl dieser über den DNS Server mit einer IP-Adresse verknüpft ist. Als entscheidender Unterschied sind IP-Adresse und ASN für das Routing im Internet nötig. Das heißt, sie regeln den Transport von Datenpaketen. Sie geben Aufschluss, welcher Weg über welche Router ein IP-Paket ans Ziel führt. Dagegen ist der Name einer Domain für den menschlichen Nutzer gedacht. Ein FQDN wie www.biteno.de ist leichter zu merken als ein numerischer Wert. Letztendlich ist es gerade der Zweck des Domain Name Systems, Domain-Namen über DNS Server mit der zugehörigen IP-Adresse zu verknüpfen, die der Router benötigt.

Diese Nebenaufgaben erfüllt das RIPE NCC

Neben seiner Hauptaufgabe bietet das RIPE NCC, wie die anderen RIRs, Information und Weiterbildungsgangebote für seine Mitglieder. Das sind vor allem ISPs, Organisationen der Telekommunikationsbranche, Regierungs-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie größere Unternehmen. Prinzipiell können Sie aber auch als Privatperson Mitglied werden, wenn Sie sich an der Weiterentwicklung des Internets beteiligen wollen. Als weitere Nebenaufgabe leistet das RIPE NCC technische und administrative Unterstützung für RIPE.

Wie ist das RIPE NCC organisiert?

Ähnlich wie beim Duo ICANN/IANA gibt es beim RIPE NCC ebenfalls eine Zweiteilung. RIPE ist ein europäisches, nicht institutionalisiertes, offenes Forum für die technische Entwicklung des Internets. Dieses hat 1992 das RIPE NCC als Organisation nach niederländischem Recht gegründet, die als RIR fungiert. Dieser Zusammenhang macht auch den Namen RIPE NCC verständlicher, der sich aus einem französischen und einem englischen Teil zusammen setzt: die Abkürzung steht für Réseaux IP Européens Network Coordination Centre. Anders als bei ICANN und IANA ist aber das institutionalisierte RIPE NCC die verantwortliche Stelle für die Vergabe von IP-Adressblöcken und ASNs. Im Gegensatz zur ICANN sind weder RIPE noch RIPE NCC für Domain Registrierung und DNS Server verantwortlich. Hier wird ausschließlich die Funktion des Internets als Datentransportmittel gesichert. Warum sind dafür Registraturen wie das RIPE NCC notwendig?

IP-Adresse und ASN, Domain und DNS Server, wofür brauchen Sie was?

Wenn Sie beispielsweise für den Abruf einer Webseite die Domain der URL über einen DNS Server nach der IP-Adresse auflösen, erhalten Sie eine eindeutige Adresse im Internet, an die Sie Ihre Anfrage schicken können. Für die effiziente Verarbeitung setzt sich diese aus einer Netzwerk- und einer Host-Adresse zusammen. Letztere ist nur im LAN mit der gegebenen Netzwerkadresse interessant, denn sie identifiziert genau eine Netzwerkschnittstelle darin. Im Beispiel ist das der DNS Server für die Adressauflösung der Domain und der Webserver für den Seitenaufruf. Für das Routing im WAN, das die Start- und Zielnetze verbindet, reicht die Netzwerkadresse. Das reduziert den Aufwand bei den Routern.

Was sind Netzwerk- und Host-Teil einer IP-Adresse?

Bei der Einführung des Internet Protokolls besteht die Netzwerkadresse aus den acht höchstwertigen Bits der IP-Adresse. Damit sind aber nur 256 Netze möglich, mit jeweils über 16 Millionen Hosts. Viel zu wenige, aber auch zu große Netze für ein wachsendes Internet aus zunehmend kleineren Organisationen. Die IANA teilt daher den IP-Adressraum zunächst in Klasse A, B, und C auf, mit 8, 16 und 24 Bit langen Netzwerkadressen. Die damit möglichen über 500 Millionen Class-C-Netze bieten jeweils 254 Hostadressen. Das ist für viele Organisationen zu wenig und die 65.534 der Klasse B zuviel. Daher gibt es vor der Einführung von IPv6 drei weitere, sich ergänzende Lösungsansätze, um die Erschöpfung des IP-Adressraums hinauszuzögern: Subnetting, Classless Inter-Domain Routing (CIDR) und Autonomous Systems (AS). Letztere fassen IP-Adressbereiche für das WAN-Routing zusammen. Die betroffenen Router informieren sich darüber eigenständig mittels Border-Gateway-Protokoll (BGP). Wie beim DNS Server ist damit eine Software für die automatische Verteilung der Daten zuständig.

Warum delegiert die ICANN die Verwaltung des IP-Adressraums an RIRs?

Grund für die Einführung der RIRs ist, neben dem zunehmende Verwaltungsaufwand für IANA und später ICANN, die größere Nähe zu den Nutzern des IP-Adressraums, das Fehlen einer internationalen Finanzierung der IANA, die im Gegensatz zur ICANN keine Organisation ist.