Was wir aus Corona gelernt haben

Mitarbeiter der Biteno GmbH konnten bereits vor der Corona-Krise im Einzelfall zuhause im Home-Office arbeiten. Das waren vor allem Kollegen und Kolleginnen die in Teilzeit gearbeitet haben. In der Kombination mit einem Vertrauens-Arbeitszeitmodell sind wir damit als Firma über viele Jahre gut gefahren.

Mit dem Beginn der Corona-Pandemie im ersten Quartal 2020 hat sich die Situation für alle Firmen weltweit schlagartig geändert – da macht die Biteno GmbH keine Ausnahme. Binnen weniger Tage haben wir Ende März 2020 fast alle Mitarbeiter mit einem Notebook ausgerüstet und ins Home-Office geschickt. Damit waren alle Mitarbeiter zunächst vor Corona geschützt und konnten von zuhause aus arbeiten.

Die Regelung passte nicht für alle

Wirklich gepasst hat das Home-Office nicht für alle Mitarbeiter. Schon nach wenigen Tagen baten einige Mitarbeiter darum, wieder ins Büro kommen zu dürfen. Die Gründe waren unterschiedlich: Der eine hatte schlicht keinen Platz zuhause oder es viel einem sprichwörtlich die Decke auf den Kopf. Als Konsequenz haben über den Sommer 2020 hinweg ca. 40% der Mitarbeiter der Biteno GmbH wieder den Arbeitsplatz im Büro den Vorzug gegeben.

Mehr Flexibilität in der 2. Welle

Mit dem Beginn der 2. Welle seit ca. Oktober 2020 konnte auf Veranlassung der Geschäftsleitung jeder Mitarbeiter frei wählen wo er arbeiten möchte: Im Büro in der Breitscheidstr. 65 oder zuhause im Home-Office. Beides war ok und jeder Mitarbeiter wählte den für sich passenden Arbeitsort.

In Summe haben wir uns mit der Wahlmöglichkeit durch jeden Einzelnen deutlich wohler gefühlt als am Anfang der Pandemie.

Was kommt nach Corona?

Im Sommer 2021 hat die Geschäftsleitung zusammen mit einem kleinen Kreis von Mitarbeitern eine Gesprächsrunde initiiert, in der wir den folgenden Fragen nachgegangen sind:

  • Wie wollen wir nach dem Ende der Corona-Pandemie als Dienstleistungsfirma arbeiten?
  • Was haben wir während der Pandemie gelernt?
  • Welche positiven Effekte hatte das Arbeiten während Corona-Pandemie?
  • Welche negativen Effekte während der Zeit von März 2020 bis Sommer 2021 möchten wir mindern oder gar nicht mehr erleben?

Sowohl von der Geschäftsleitung als auch von den einzelnen Mitarbeitern kamen die folgenden Rückmeldungen:

Im positiven Sinne:

  • Wir haben als IT-Dienstleister gelernt, dass die Firma Biteno auch mit verteilt arbeitenden Mitarbeitern gut funktionieren kann.
  • Die meisten Befürchtungen oder Ängste, die wir zu Beginn der Pandemie hatten, sind nicht eingetreten.
  • Es gibt nur sehr wenige Aufgaben, die persönlich im Büro in Stuttgart erledigt werden müssen (etwa den Briefkasten leeren oder Waren annehmen und versenden)
  • Die Mitarbeiter der Biteno GmbH möchten auch in Zukunft mehr Wahlmöglichkeiten beim Thema „Arbeiten im Home-Office“ haben
  • Home-Office kann die Work-Life-Balance „entspannen“, etwa wenn ein Arzt-Besuch ansteht, die Bahn streikt oder die Kita überraschend geschlossen ist
  • Regeltermine wie Team-Besprechungen oder Rücksprachen lassen sich auch mit Zoom, Teams oder anderen Tools erledigen
  • Sowohl Bestandskunden als auch Neu-Interessenten haben gut auf die Nutzung von Zoom oder MS-Teams reagiert. Praktisch kein Kunde hat während der Pandemie auf Präsenz-Termine bestanden.

Noch mehr gelernt:

  • Echte Meetings zur Meinungs-Bildung oder einer persönlichen Aussprache lassen sich durch Zoom nicht wirklich ersetzen. Für echte Interaktion im Team eignen sich reale Treffen in einem echten Raum besser.
  • Einarbeitung und Ausbildung funktioniert besser im persönlichen Kontakt wenn man sich gegenüber sitzt
  • Die Mehrzahl der Kollegen befürwortet ein regelmäßiges, persönliches Treffen im Team und mindestens einen festen Tag vor Ort im Büro pro Woche.
  • Auf lange Sicht ist unser Büro vermutlich zu groß ;-)
  • Es funktioniert sogar wenn der Chef ein oder zwei Wochen an einer anderen Stelle arbeitet (Stichwort „Boat Office“)

Als Konsequenz daraus führen wir am September 2021 Remote Work 2.0 ein – was das genau ist, und welche Möglichkeiten wir uns versprechen, beschreibe ich im 2. Teil zum Thema Erfahrungen aus Corona.

 

 

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