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Was ist WORM-Speicherung?

Unternehmen sammeln eine Menge Daten und manchmal müssen oder wollen sie diese Daten so speichern, dass sie nicht mehr geändert werden können. Write Once Read Many (engl. für „schreibe einmal, lese vielfach“) oder WORM ist die einmalige unveränderbare Speicherung von Daten, wobei das Lesen der Daten weiterhin möglich ist.

Einfach gesagt handelt es sich bei WORM um eine Speicherung, nach der die Daten nicht mehr verändert werden können. Sie können Daten genau einmal auf das Speichermedium schreiben. Das Löschen, Überschreiben oder Ändern dieser Daten ist dann aber dauerhaft ausgeschlossen. Eine einfache Version von einem WORM-Speicher ist eine CD-R (englisch: Compact Disc Recordable). Sie können Daten auf den Rohling schreiben, dann aber nicht mehr verändern. Sie können die Disc zwar beschädigen oder zerstören, um jemandem den Zugriff darauf zu verweigern, aber Sie können die darauf gespeicherten Daten nicht ändern. Was das Hard-WORM allerdings erlaubt, ist das mehrfache Lesen der Daten.

Soft-Worm – Softwarebasierter Speicherplatz

Die große Herausforderung besteht heute darin, bei der riesigen Menge an vorhanden Daten, das richtige Speichermedium zu finden. Selbst die auf einigen Blu-ray-Laufwerken verfügbare Kapazität von Terabyte reicht in einer Zeit, in der viele Unternehmen Daten in Petabyte messen, nicht mehr aus. Die Antwort auf das Problem sind softwarebasierte Systeme, die die Attribute nachahmen, die physische Medien zu WORM machen.

Dabei muss die Software vier wesentliche Punkte erfüllen. Sie darf nur ein einziges Mal erlauben, dass Daten auf ein Laufwerk geschrieben werden. Sie muss verhindern, dass jemand diese Daten löscht. Sie muss Aufzeichnungen über das Schreiben und den Zugriff auf Daten führen, um sicherzustellen, dass niemand die Daten manipuliert und sie muss jedem mit den richtigen Zugangsdaten ermöglichen, die Daten bei Bedarf zu lesen. Das löst das Größenproblem, das Sie mit einem physischen Datenträger haben. Ein mit dieser Software ausgestatteter Server sichert die Daten und bietet gleichzeitig die Speicherkapazität von Festplatten. Diese Form von WORM kann von Unternehmen intern eingesetzt oder von Cloud-Anbietern als Service angeboten werden.

 Redundanz von Systemen

Ein echtes Problem der WORM-Speicherung ist der Datenverlust. Nehmen wir an, Sie brennen etwas auf eine CD-R und lagern die Disc im Büro, aber das Gebäude brennt nieder. Dann haben Sie weder die CD noch den Computer. Wenn Sie sich für WORM auf physischen Medien entscheiden, bedeutet das, dass Sie mindestens zwei Kopien der CD-R, DVD oder Blu-ray Disc benötigen. Eine dieser Kopien muss extern aufbewahrt werden. Da Sie wahrscheinlich sensible Informationen speichern, ist die Sicherheit das Hauptproblem bei diesem Ansatz. Überall, außer in einem Bankschließfach, sind die Medien anfällig. Wenn Sie Kundendaten gespeichert haben, kann es bei einem Diebstahl zu Haftungsproblemen kommen. Die Redundanz ist mit einem Cloud-Speicherservice einfacher. Sie können die Daten auf mehreren Servern an verschiedenen Orten speichern, um einen Datenverlust zu vermeiden. Diese Art der Redundanz ist bei vielen Cloud Storage-Anbietern Standard.

Aufbewahrung der Daten

Wenn Sie aus rechtlichen Gründen z. B. Finanz- und Steuerunterlagen speichern müssen, gibt es ein Ablaufdatum. Meist beträgt die Aufbewahrungspflicht sechs oder zehn Jahre. Wenn Sie die Daten auf einem physischen Medium gespeichert haben, können Sie das Medium zerstören. Wenn Sie sie in der Cloud speichern, müssen Sie Aufbewahrungsfristen einrichten. Das ist eine Funktion der Software, die die Daten nach einer bestimmten Zeit freischaltet. Nach der Freischaltung der Daten können Sie diese löschen.

Brauche ich einen WORM-Speicher?

Nicht nur gesetzliche Anforderungen sprechen für den Einsatz . Wenn Sie Datensätze mit historischem Wert archivieren möchten, ist die WORM-Speicherung sinnvoll. Wenn Sie befürchten, dass jemand Geschäftsunterlagen manipuliert, können WORM-Daten dies womöglich beweisen oder widerlegen. WORM könnte auch dazu dienen, den Nachweis von Geschäftsgeheimnissen oder geistigem Eigentum zu einem bestimmten Zeitpunkt zu sichern.

Damit ein Computer funktioniert, benötigt er mehrere aufeinander abgestimmte Komponenten, ein Betriebssystem und Anwendungsprogramme. RAM ist ein Begriff, der in diesem Zusammenhang häufig genannt wird. Was RAM ist, wie er funktioniert und wozu er in einem Computer verwendet wird, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

RAM ist die Abkürzung für „Random Access Memory“ und bezeichnet den schnellen Arbeitsspeicher in einem Computer oder Smartphone. „Random Access“ bedeutet wahlfreier oder direkter Zugriff. Auf die im RAM gespeicherten Daten kann direkt über die Adresse des Speicherplatzes zugegriffen werden. RAM wird daher auch als Direktzugriff-Speicher bezeichnet. Allgemein gebräuchlich ist jedoch die Bezeichnung Arbeitsspeicher. RAM ist ein flüchtiger Speicher. Die gespeicherten Daten gehen verloren, wenn der Strom abgeschaltet wird.

Wozu wird RAM benötigt?

Der Arbeitsspeicher eines Computers wird als Zwischenablage für häufig benötigte Daten verwendet. Beim Hochfahren eines Computers werden zunächst häufig verwendete Daten des Betriebssystems im RAM gespeichert. Sobald ein Programm, beispielsweise ein Office Programm oder ein Browser geöffnet wird, speichert das System ebenfalls häufig benutzte Daten der Programme im Arbeitsspeicher. Während des Betriebs werden von den benutzten Programmen und vom Betriebssystem selbst temporärer Daten erzeugt, die im RAM zwischengespeichert werden. Dadurch, dass wichtige Daten verschiedener Programme im RAM zwischengespeichert werden, ist sogenanntes Multitasking, die gleichzeitige Nutzung mehrerer Programme möglich. Zudem kann praktisch ohne Verzögerung zwischen mehreren Anwendungsprogrammen gewechselt werden.

Der Bedarf an Arbeitsspeicher für Betriebssysteme und Softwareprogramme hat sich im Laufe der Jahre deutlich erhöht. Für das Windows XP Betriebssystem waren minimal nur 64 MByte RAM erforderlich. Windows 7 benötigte in der 32-Bit Version mindestens 1 Gigabyte RAM und in der 64-Bit Version mindestens 2 Gigabyte Arbeitsspeicher. Für Windows 10 sind mindestens 2 GB RAM, besser jedoch 4 Gigabyte erforderlich, um flüssig arbeiten zu können.

Wie funktioniert RAM?

Ähnlich wie ein Mikroprozessor ist ein RAM-Speicherchip eine sogenannte integrierte Schaltung (Integrated Circuit, IC), die aus Millionen Transistoren und Kondensatoren besteht. Je mindestens ein Transistor und ein Kondensator bilden eine Speicherzelle. In jeder Speicherzelle kann ein einzelnes Datenbit – eine 0 oder eine 1 – gespeichert werden. Der Kondensator speichert elektrische Ladung in Form von Elektronen. Wenn ein Kondensator geladen ist, entspricht dies dem Wert 1. Ein leerer, nicht geladener Kondensator entspricht dem Wert 0. Der Transistor wird als Schalter benutzt, um den Ladungszustand des Kondensators zu lesen oder seinen Zustand zu ändern.
Mehrere dieser Speicherzellen sind in Zeilen, den sogenannten „Pages“ organisiert. Der Arbeitsspeicher ist über ein sogenanntes Bussystem mit dem Prozessor des Computers, der CPU, verbunden. Über das Bussystem werden Daten und die Informationen darüber, an welcher Stelle die Daten gespeichert sind, zwischen Prozessor und Arbeitsspeicher ausgetauscht. Ein kleiner Bereich eines RAM-Speicherchips wird als sogenannter Cache-Speicher verwendet. Dieser Teil ist direkt mit dem Prozessor verbunden. Dadurch ist ein sehr schneller Zugriff möglich. Der Cache-Speicher wird verwendet, um Daten zu speichern, die vom Prozessor besonders häufig benötigt werden. Die Speicherung im Cache erfolgt immer nur für kurze Zeit. Seltener genutzte Daten werden immer durch häufiger verwendete Daten ersetzt.

RAM Speicherchips haben aktuell eine Speicherkapazität zwischen 0,5 und 256 GB. Meistens werden mehrere Speicherchips auf einer Platine zu einem sogenannten Speichermodul zusammengefasst. Diese Module haben je nach Chipsatz eine Speicherkapazität von 2, 4, 8, 16, 32 und mehr Gigabyte.

Hohe Datenübertragungsraten und kurze Zugriffszeiten

RAM Speichermodule werden verwendet, da die Zugriffszeiten wesentlich kürzer und die Datenübertragungsraten deutlich höher sind als bei Festplattenspeichern. Sogenannte DDR4-SDRAM (Double Data Rate Synchronous Dynamic Random Access Memory) Module der 4. Generation erreichen Datenübertragungsraten von bis zu 25.600 Megabyte (MB) pro Sekunde. Im Vergleich dazu beträgt die Übertragungsrate einer HDD maximal etwa 380 MB/s. Eine moderne SSD kann etwas über 520 MB/s pro Sekunde übertragen. Zudem sind die Zugriffszeiten bei RAM Speichermodulen mit 60 bis 70 Nanosekunden deutlich geringer als bei Festplatten mit ca. 3,5 ms und SSDs mit etwa 0,2 ms.

Was passiert, wenn der Speicher „voll“ ist?

Sobald ein Computer läuft, werden Daten im RAM zwischengespeichert. Je mehr Programme geöffnet werden und je mehr Programme – wie beispielsweise Antivirenprogramme – im Hintergrund laufen, umso mehr füllt sich der Arbeitsspeicher mit Daten. Wenn im Arbeitsspeicher kein Platz für weitere Daten ist, nutzt das Betriebssystem freien Festplattenspeicher als virtuellen Arbeitsspeicher zur Auslagerung von häufig benötigten Daten. Da Festplatten deutlich langsamer sind als RAM, verlangsamt sich die Geschwindigkeit der Programmabläufe dadurch merklich. Videos werden ruckelig abgespielt, Berechnungen bei der Bildbearbeitung dauern länger und auch das Speichern von Textdateien verzögert sich. In den meisten Computern stehen jedoch freie Steckplätze für weitere RAM-Module zur Verfügung. Der Arbeitsspeicher kann daher in der Regel ohne großen Aufwand an gestiegene Anforderungen angepasst werden.

Was ist der Unterschied zwischen ROM und RAM?

ROM ist die Abkürzung für „Read Only Memory“, auf Deutsch „Nur-Lese-Speicher“. Im Gegensatz zu RAM ist ROM ein nichtflüchtiger Speicher. Informationen werden in einem ROM Speicherchip dauerhaft gespeichert. Das heißt, die gespeicherten Daten bleiben erhalten, wenn der Strom abgeschaltet wird. ROM Speicherchips werden für Daten verwendet, die sich während des Betriebs eines Computers nicht oder nur selten verändern. Häufig verwendete ROM-Bausteine sind sogenannte EEPROMs (Electrically Erasable Programmable Read-Only Memory). Diese Bausteine können mittels elektrischem Strom gelöscht und neu programmiert werden. EEPROMs werden immer dann genutzt, wenn sich die gespeicherten Daten nur selten und im geringem Umfang ändern. Sie werden beispielsweise verwendet, um die Informationen zu speichern, die benötigt werden, um einen Computer nach dem Einschalten hochzufahren.

Der ROM Speicher – Entwicklung und Funktion

Die Bezeichnung ROM ist Ihnen sicher schon begegnet. Die CD-ROM trägt es in ihrem Namen. Die schon versierteren PC-Nutzer unter Ihnen kennen auch ROM in ihren PCs. Dort gibt es aber auch RAM. Wir bringen Klarheit in die Welt der IT-Kürzel.

ROM – der Nur-Lese-Speicher

Die drei Buchstaben stehen für Read-Only-Memory. Er kennzeichnet einen Datenspeicher. Auf diesen wird im normalen Arbeitsbetrieb, etwa in einem PC, nur „lesend“ zugegriffen. Es werden die auf dem Medium gespeicherten Daten abgerufen. Diese Daten sind fest gespeichert und dafür nicht auf Stromzufuhr angewiesen. Das erklärt auch die eingangs erwähnte Bezeichnung für die Daten CD. Diese enthalten auf einer Kunststoffscheibe Daten in Form von winzigen und sich abwechselnden Erhöhungen und Vertiefungen, sogenannte pits und lands. Diese Codierungen werden mittels eines Lasers ertastet und übersetzt, etwa in Musik. Die klassische CD-ROM wird auch nur gelesen. Wenn Sie eine CD beschreiben, in dem Sie etwa Musik darauf „brennen“, ist diese jetzt eine CD-R. Hier steht R dann für rewriteable. Das bedeutet beschreibbar.

ROM im PC – Speicher des BIOS

Diese weitere und sehr häufig auftauchende Abkürzung BIOS steht für Basic Input Output System. Dieses Kernstück eines Computers erkennt und verwaltet alle Komponenten eines PC. Es beinhaltet eine unveränderliche Software. Sie ist auch beim Starten des PC notwendig. Die Information bleibt auch ohne Stromzufuhr stets erhalten. Sie kann nur durch Austausch des Chips oder mittels von außen durchgeführter Umprogrammierung verändert werden.

Das macht auch den Unterschied zum erwähnten Begriff RAM aus. Dies ist der Arbeitsspeicher, der vollständig Random Access Memory heißt. Dieser Speicher mit freiem Zugriff, so die Bedeutung, wird als Ablageplatz für die Zeit der Verarbeitung abgelegt. Während ROM also nur ausgelesen werden kann, wird RAM auch beschrieben und als Zwischenspeicher benutzt.

Weitere Inhalte des ROM

Nicht nur das BIOS ist also im Nur-Lese-Speicher festgeschrieben und gesichert. Weitere Programme haben hier Ihren Platz:

Setup CMOS:

Dies bezeichnet die erkennbare Anzeige beim Startvorgang des PC. Die Systemparameter können damit verändert werden.

Bootlader:

Dies Programm, auch Urlader oder Startprogramm genannt, lädt das Betriebssystem in den Arbeitsspeicher RAM und startet dieses.

Power-On Self Test POST:

Dieses Programm wird automatisch beim Starten des Rechners ausgeführt und testet dabein das System.

Wie ein ROM im PC funktioniert

ROM ist als Basisbaustein eines PC zu verstehen, der fest vorprogrammiert ist. Diese Programmierung kann mehr oder weniger reversibel sein. Der lesende Zugriff ähnelt aber dem auf RAM oder Festplatte. Die Leistungsfähigkeit eines ROM Chip ergibt sich aus der Anzahl sogenannter Adresspins, von denen abgelesen werden kann. So hat ein 64-kb-ROM 216 = 65536 Adressen. An jede Adresse können 8 Bit gespeichert werden. ROM arbeiten bei einer Zugriffszeit von 150 Nanosekunden langsamer als RAM Speicher. Dieser weist Zugriffszeiten von 10 Nanosekunden auf.

Um einen PC Start schneller durchführen zu können, wird ein sogenanntes Shadowing durchgeführt. Wichtige ROM Befehle werden dann auf den schnelleren RAM Speicher „phantomgespeichert“.

Verschiedene Arten

Heute veraltete Speicher der ersten Generationen bekamen ihre Daten per Maske auf eine Siliziumplatte geschrieben

PROM Speicher

Mit den 1980er Jahren wurden ROM programmierbar durch ein Speichersystem, das aus Dioden bestand. Das P steht für programmable.

EPROM

PROMs, die auch gelöscht werden können, bekamen noch ein E für erasable dazu. Das Löschen funktionierte durch ultraviolette Strahlung, die gespeicherte Bits auf den Zustand 1 stellen.

EEPROM

EPROMs, die ganz einfach auch im PC elektronisch gelöscht werden können, bekamen noch ein E vorgestellt für electrically. Mit ihnen werden überwiegend Konfigurationsdaten gespeichert.

ROM Flash

Flash Speicher nutzen prob Bit statt zwei bis drei Transistoren nur einen. Sie können daher kompakter mehr Daten speichern und werden für komplexe Informatikprogramme genutzt.

 

 

Es sind längst nicht mehr nur die großen IT-Konzerne, die über enorme Datenmengen verfügen und diese irgendwo aufbewahren müssen. Auch Unternehmen aus fast allen anderen Branchen bis hin zu den kleinen Einzelunternehmen sammeln immer mehr Daten an, die immer mehr Platz brauchen. Selbst Privatpersonen benötigen täglich mehr Speicherplatz für ihre Fotos, Videos, Musik, Dokumente, E-Books etc. Doch wie und wo können diese Daten am einfachsten und sichersten gespeichert werden? Ist eine externe Festplatte mit großer Speicherkapazität die Lösung? Oder soll doch lieber auf eine Cloud ausgewichen werden, bei der man im Bedarfsfall den Cloudspeicher erweitern kann ohne neue Hardware zu kaufen?

Anzumerken ist, dass Cloud Computing neben dem Filehosting eine Reihe weiterer Funktionen bietet, wie zum Beispiel Nutzungszugang zu Softwaresammlungen oder Programmierungsumgebungen. Da für den Privatgebrauch aber die Datenaufbewahrung der mit Abstand wichtigste Teilbereich eines Cloud Services ist, wird hier auch nur dieses Thema behandelt.

Den persönlichen Bedarf prüfen

Das riesige Angebot an Speichermedien mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen ist besonders für Laien und einfache Userinnen und User ohne technisches Hintergrundwissen oft sehr undurchsichtig. Als erste Orientierungshilfe ist es daher ratsam, zunächst den eigenen Bedarf in mehreren Schritten zu prüfen:

1. Erforderliche Speicherkapazität:

Hierzu muss festgestellt werden wie viel Speicherplatz aktuell benötigt wird und wie viel Datenmenge voraussichtlich über die Zeit dazukommen wird. Die künftige Menge kann gut abgeschätzt werden, indem man die Vergangenheit betrachtet: Wie viele Daten wurden in einem bestimmten Zeitraum angesammelt? Dieser Wert plus mindestens 50 Prozent sollte für einen künftigen Bedarf in einem gleich langen Zeitraum angenommen werden. Die zusätzlichen 50 Prozent erklären sich dadurch, dass die Qualität von Bildern, Videos und Musik stetig zunimmt und somit auch immer mehr Speicher erforderlich ist. Außerdem ist dadurch ein gewisser „Puffer“ geboten, wenn kurzfristig eine größere Datenmenge (zwischen)gespeichert werden muss.

2. Verfügbarkeit der Daten:

Des Weiteren sollte man sich auch darüber bewusst werden, von wo aus man wie schnell auf die Daten zugreifen möchte. Mobilität ist durch externe Festplatten selbstverständlich gegeben, jedoch können sie nicht an jedes beliebige Gerät angeschlossen werden. Oft verwendete Daten sind daher am besten in einem Cloudspeicher aufgehoben, da sie hier mit den richtigen Zugangsdaten von nahezu jedem Gerät aus verfügbar sind. Beliebtes Beispiel für eine solche Situation sind die Urlaubsfotos: Um diese auch spontan Familie und Freunden präsentieren zu können, empfiehlt es sich, sie in der Cloud und somit auch für Tablet oder Smartphone verfügbar zu haben anstatt eine externe Festplatte bei sich zu haben. Auch das Teilen von Daten, etwa zur gemeinsamen Bearbeitung durch mehrere Personen, gestaltet sich über eine Cloud am einfachsten und bequemsten, da das mühsame Hin-und-her-Senden per E-Mail entfällt und so ein besserer Überblick über die verschiedenen Versionen gewährleistet werden kann.

3. Backup:

Als Mittel zur Sicherungskopie von Daten eignen sich sowohl die externe Festplatte als auch die Cloud hervorragend. Sollte die interne Festplatte oder der ganze Computer einmal kaputtgehen, können die gesicherten Daten schnell und einfach auf ein neues Gerät übertragen werden. Da aber auch externe Festplatten beschädigt werden können, beispielsweise durch unsachgemäße Lagerung und Handhabung, genießt man durch die Cloud den Vorteil, dass die wiederherzustellenden Daten einfach auf das neue Gerät heruntergeladen werden können. Eine allfällige Datenrettung der externen Festplatte kann auch sehr kostenintensiv sein und darüber hinaus kann nicht garantiert werden, dass sämtliche verlorenen Dokumente, Bilder, Videos etc. wiederhergestellt werden können.

Angebote vergleichen

Nachdem der persönliche Bedarf ermittelt wurde und eine Tendenz entweder in Richtung der externen Festplatte oder in Richtung Cloudspeicher vorliegt, können nun die verschiedenen Angebote geprüft werden. Neben dem Preis sind unter anderem auch Datenschutz und -sicherheit wesentliche Aspekte der Auswahl des Speichermediums:

1. Kosten:

Die Anschaffungskosten für externe Festplatten sind in den letzten Jahren immer weiter gesunken. Eine Festplatte mit einem Terrabyte (1024 Gigabyte) etwa ist schon um weniger als 60 Euro erhältlich. Dem gegenüber stehen oft kostenlose Angebote von verschiedenen Cloud-Anbietern. Anzumerken ist hier jedoch, dass der kostenlose Speicherplatz stark begrenzt ist, meist beträgt dieser nur wenige Gigabytes. Unter diesem Aspekt ist eine solche kleine Cloud nur Personen mit geringem Speicherbedarf zu empfehlen, da jede Erweiterung mit einmaligen oder auch mit monatlichen Kosten verbunden ist. Auch gilt es zu bedenken, dass bei getakteten – also nach Verbrauch abgerechneten – Datentarifen erhebliche Zusatzkosten für den Datentransfer beim Up- und Download in die bzw. von der Cloud anfallen können.

2. Datensicherheit und Datenschutz:

In Zeiten von Datenmissbrauch und Hackerangriffen stellt sich natürlich auch die Frage nach der Sicherheit der eigenen Daten. Besonders sensible Daten sind klarerweise zuhause auf einer externen Festplatte am sichersten aufgehoben. Wird die Festpatte jedoch häufig an verschiedenen Orten verwendet, erhöhen sich die Gefahren von Transportschäden oder des Verlusts bzw. Diebstahls. Aufgrund teils undurchsichtiger Datenschutzrichtlinien von einigen Cloud-Betreibern und der Tatsache, dass sich die Server oft im Nicht-EU-Ausland (hauptsächlich in den USA) befinden, ist es empfehlenswert auf Anbieter aus der Europäischen Union, vorzugsweise sogar aus dem eigenen Land zurückzugreifen.

3. Hardware:

Neben der Speicherkapazität einer externen Festplatte sind noch weitere Faktoren zu beachten, so etwa die Schnittstellen und die dadurch möglichen Datenübertragungsgeschwindigkeiten. Dieser Aspekt ist besonders wichtig, wenn Dateien direkt auf der externen Festplatte bearbeitet werden sollen oder sehr häufig große Datenmengen hin und her verschoben werden müssen.

Natürlich ist auch für die Nutzung einer Cloud Hardware erforderlich, und zwar ganz speziell der Speicherplatz der internen Festplatte. Daten, die in den Cloudspeicher geladen werden, verschwinden nämlich nicht von der Festplatte, sondern werden nur von dort aus in den Online-Speicher kopiert, das heißt mit der Cloud synchronisiert. Wenn von einem anderen Gerät aus eine Änderung an einer Datei in der Cloud vorgenommen wird, wird durch Synchronisation diese veränderte Datei die frühere Version auf der internen Festplatte ersetzen.

Fazit

Es ist nicht zu bestreiten, dass sowohl die externe Festplatte als auch die Cloud ihre jeweiligen Vorteile haben, weshalb für den Privatgebrauch wohl eine Kombination aus beiden am sinnvollsten ist. Oft benötigte und geteilte Daten kommen in den Cloudspeicher, weniger oft verwendete und sehr sensible Daten sind auf der externen Festplatte am besten aufgehoben. Jedenfalls zu empfehlen ist beim Kauf einer externen Festplatte, dass diese einen großen Speicherplatz bietet und vom Hersteller auch Langlebigkeit gewährleistet wird. Für Cloudspeicher gilt zu beachten, dass vor allem aus Datenschutzgründen ein Anbieter gewählt wird, der seine Server in der EU betreibt und sich daher an europäische Datenschutzrichtlinien halten muss.