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Was ist WordPress?

WordPress ist ein CMS, das in der Vergangenheit vorwiegend von Bloggern genutzt wurde. Die Website lässt sich einfach und ohne Kenntnisse in der Programmierung über den Browser gestalten und verwalten. Was ist WordPress und warum hat das Content Management System einen Weg aus der Blog-Nische in den eCommerce und die gewerbliche Anwendung gefunden? Ganz einfach: WordPress ist leicht bedienbar, vielseitig einsetzbar und bietet eine gute Basis für professionelle und leicht zu verwaltende Websites.

Was ist WordPress und was beinhaltet das CMS? WordPress ist anpassbar und benutzerfreundlich. Es verfügt über ein reichhaltiges Portfolio an Themes, Plugins und Features für nahezu grenzenlose gestalterische Freiheit. WordPress ist eine webbasierte Anwendung mit zwei Nutzeroberflächen. Besucher der Website sehen die Inhalte auf der eigentlichen FrontPage, während der Websitebetreiber im Back-End verwaltet, neue Inhalte einbaut und seinen Content in Wort und Bild aktuell hält. WordPress ist eine freie und vollständig kostenlose Software und somit für den privaten wie gewerblichen Gebrauch gleichermaßen geeignet.

WordPress global

WordPress wird global eingesetztLaut Schätzungen sind die Hälfte aller weltweiten Websites mit WordPress erstellt. In Statistiken hat das CMS andere, früher beliebte Anbieter überholt und sich wegen seiner professionellen Ausstrahlung ohne finanziellen Aufwand längst etabliert. Die einfache Bedienung, die Anpassung an den eigenen Bedarf, die nutzerfreundliche Verwaltung und die zahlreichen Themes sind einige der Gründe, warum sich dieses CMS weltweit in führende Position gebracht hat. Fakt ist, dass das Content Management System eine vollständige Software für Homepage-Betreiber, für Blogger und eCommerce Unternehmer ist.

Sicherheit bei WordPress

Die Sicherheitsansprüche in Deutschland sind hoch. Im Jahr 2015 hat das CMS aufgerüstet und das Augenmerk von Hackern dazu genutzt, neue Plugins für mehr Sicherheit zu implementieren. Aktuell stehen den Nutzern über 34 Tausend Sicherheits-Plugins zur Verfügung und können ganz individuell, dem Bedarf entsprechend in der Website integriert werden. Was ist WordPress für ein Konzept und wie schaffen es die Betreiber, die Software sicher zu halten und dabei keine Komplexität zu erzeugen? Ganz einfach: Die Nutzerfreundlichkeit und Usability stehen grundsätzlich im Vordergrund.

Eignet sich WordPress für alle Websites?

Wofür eignet sich WordPress?Ja. Denn die Auswahl an Themes ist enorm. Die Layouts können farblich und bildlich angepasst, mit eigenem Bildmaterial aufgestockt und auf den jeweiligen Anspruch an eine Website oder eine eCommerce Plattform abgestimmt werden. Da es sich um ein gratis CMS handelt, profitieren nicht nur gewerbliche, sondern auch private Websitebetreiber von dieser Software. Schwierige Programmierungen oder die Nutzung von Homepage-Baukästen mit Anbieterwerbung sind dank WordPress CMS Vergangenheit und können ausgeschlossen werden. Wie verhält sich Wordpress im Bezug auf die Optimierung für Suchmaschinen? Die Software kommt mit einem SEO-optimierten Layout und bietet dadurch enorme Vorteile.

Wie ist WordPress im Vergleich zu anderen CMS?

Ein einfach zu bedienendes, übersichtlich strukturiertes und ohne Programmierkenntnisse nutzbares Content Management System. Weiter ist es eine kostenlose Software, die mit modernen Designs und Themes für professionelle Websites sorgt. Das CMS kann jederzeit erweitert, auf den veränderlichen Bedarf und die Expansion der Website abgestimmt werden. Eine große Community gibt Unterstützung und hilft unerfahrenen Anwendern. Formulare und Social Media Elemente, Terminkalender und viele weitere externe Anwendungen können direkt verknüpft und implementiert werden.

Das Internet ist von vielen Menschen der ständige Begleiter. Für die Erstellung der Webseiten und Inhalte waren vor einigen Jahren noch fundierte Kenntnisse in HTML notwendig. Seitdem CMS eingeführt wurde, ist dies nicht mehr erforderlich. Die wichtigsten Content Management Systeme sind WordPress, Joomla, TYPO3, Drupal und Contao. Doch was verbirgt sich dahinter?

Was ist ein CMS?

CMS fuer website - pixabay

Content Management System bedeutet genau genommen Inhaltsverwaltungssystem. Es wird verwendet, um Inhalte für Webseiten oder Blogs zu erstellen. Wer auf einem Server solch ein System installiert, hat innerhalb weniger Minuten eine eigene Webseite. Die Content-Management Syteme sind die Schnittstelle für die verschiedenen Inhalte: Texte können zum Beispiel durch Bilder, Videos, Karten oder Kalender ergänzt werden. Die Erfassung von Nutzerdaten ist ebenfalls möglich. Eine Software, die auf dem Webserver installiert wird, ermöglicht es, die Inhalte der Webseite zu verwalten und deren Inhalt zu bearbeiten. Nutzer sparen sich beim Programmieren und Ändern aktueller Seiteninhalte viel Arbeit.

Welche Vorteile hat CMS?

Der Vorteil liegt darin, dass eine Benutzeroberfläche zur Verfügung gestellt wird, die ohne Programmierkenntnisse bedient werden kann. Somit können auch technisch unversierte Nutzer eine Webseite oder einen Blog mit Inhalten füllen. Es wird auch von einer dynamischen Webseite gesprochen, im Gegensatz zu einer herkömmlichen Seite, die statisch (nicht veränderbar) ist. Nur das Layout und somit die grobe Seiteneinteilung liegt in der statischen Form vor, während sämtliche Inhalte in einer separaten Datenbank abgelegt sind. Bei einer fortgeschrittenen Anwendung sind Programmierfähigkeiten natürlich von Vorteil.

Weitere nützliche Funktionen von CMS

Durch Erweiterungen können das Design und die Funktionalität der Webseite zusätzlich verbessert werden. Viele Content Management Systeme bieten nützliche Funktionen wie eine Kommentarfunktion oder Integration in soziale Netzwerke. Über Rechte und Nutzergruppen kann anderen die Möglichkeit gegeben werden, beispielsweise Berichte einzustellen.

Für wen ist ein CMS geeignet?

CMS Backend BeispielVor allem für Webseiten, die viele Inhalte bieten, ist die Einführung eines Content Management Systems lohnenswert. Dazu gehören zum Beispiel Unternehmen. Deren Produktivität kann erheblich gesteigert werden, da sich die Inhalte flexibel und schnell verwalten lassen. Problematisch kann ein CMS allerdings in großen Unternehmen sein, die spezielle und individuelle Anforderungen haben. Die CMS lassen sich zwar optimal erweitern, doch manchmal reichen die Möglichkeiten einfach nicht aus. Die Auswahl an Produkten und Systemen, die auf dem Markt angeboten werden, ist groß und meist kostenlos.

Nicht nur der Weg zu einer eigenen Webseite ist mit einem CMS deutlich kürzer. Auch die Inhalte wie Texte und Bilder können einfach verwaltet werden. Anwender nutzen die Software, um ihren Content zu veröffentlichen und zu bearbeiten. Die Navigation von Webseiten kann mit einem CMS ebenfalls administriert werden. Der Nutzer benötigt keine oder geringe Programmierkenntnisse. Er muss nicht in den Code der Website eingreifen, um Inhalte einzufügen oder die Webseite zu aktualisieren. Verschiedene Benutzer können Zugriff auf bestimmte Inhalte erhalten.

Eine Website mit dem weltweit beliebtesten Content Management System WordPress (kurz WP) aufzubauen ist generell eine gute Idee. Das CMS ist benutzerfreundlich und durch Plugins sowie Themes leicht erweiterbar – und natürlich Opensource-Software. Damit eine WP-Site aber problemlos funktioniert, müssen zuvor bestimmte Hosting-Anforderungen erfüllt werden. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie beim WordPress-Hosting achten müssen.

Dies brauchen Sie, um eine WP-Website zu betreiben.

Das Logo von WordPress - das beliebteste CMS weltweit

Das Logo von WordPress – das beliebteste CMS weltweit

WordPress  arbeitet mit der Skriptsprache PHP und einer MySQL-Datenbank. Diese Features müssen in einem Hosting-Tarif enthalten sein, um das System zum Laufen zu bringen. Bevor Sie jetzt nach dem günstigsten Hosting-Tarif mit PHP und MySQL Ausschau halten, sollten Sie einige zukunftsorientierte Eigenschaften berücksichtigen, die die Besucherzahlen und das SEO-Potenzial Ihrer Website stark beeinflussen. Sie möchten doch, dass möglichst viele Besucher Ihre Website finden?

Dieses Ziel können Sie viel leichter erreichen, wenn Ihre Website weit oben in den Suchergebnissen bei Google oder Bing auftaucht. Hohe Rankings sind wiederum nur dann möglich, wenn die Website schnell funktioniert und suchmaschinenoptimiert ist.

Geschwindigkeit ihrer WordPress Website

Nicht nur Menschen, auch Google hat keine Lust auf langsam ladende  Websites zu warten. Langsame Internetpräsenzen haben keine Chance auf hohe Positionen. Sowohl die Geschwindigkeit als auch das SEO-Potenzial (engl. SEO = Search Engine Optimization, dt. Suchmaschinen-Optimierung) hängen zum Teil von dem Hosting-Tarif ab. Je mehr Benutzer gleichzeitig eine WordPress -Site benutzen, desto stärker wird der Server beansprucht, auf dem die Website liegt. Wenn Sie sich für einen günstigen Shared-Hosting-Tarif entscheiden, erhalten Sie lediglich einen Teil der Leistungskapazität eines Servers.

Server-Hardware wie CPU oder Arbeitsspeicher wird unter verschiedenen Kunden geteilt. Wenn also einer dieser Kunden mehrere Websites in Rahmen eines Tarifs hostet und andere performance-lastige Operationen durchführt, können Sie dies unter Umständen zu spüren bekommen – genauer mit langsameren Ladezeiten ihrer WordPress Installation.

Um dies zu verhindern, legen viele Provider Limits fest. Hier sollten Sie auf das sogenannte Memory-Limit (von PHP) achten. Je mehr Plugins Sie in WP aktivieren und je mehr Besucher die Site benutzen, desto größer wird der Arbeitsspeicher-Bedarf für PHP. Der Hosting-Tarif sollte mindestens 128MB Memory-Limit bieten. Für große WP-Sites wie Onlinestores mit WooCommerce sollten mindestens 256MB vorhanden sein. Wichtig für die Suchmaschinenoptimierung sind die Permalinks von WP. Diese suchmaschinenoptimierten Linkstrukturen erfordern mod_rewrite – ein Modul des Apache-Servers. Achten Sie, dass ihr Provider dies unterstützt.

Mehr Speicherplatz für ihr WordPress Hosting

Nicht zu unterschätzen ist der Speicherplatz. Natürlich ist die Größe wichtig, denn je mehr Speicherplatz zu Verfügung steht, desto mehr Daten lassen sich auf dem Hosting ablegen. WordPress braucht keine gigantischen Speicher oder Festplatten-Kontingente. Ein WooCommerce-Onlineshop mit Tausenden Produkten kommt mit einigen Hundert Megabytes aus. Als Minimum sollten Sie aber wenigstens 1GB bekommen, denn Sie wollen doch auch E-Mails empfangen oder ab und zu eine Testinstallation mit WordPress anlegen.

Für den praktischen und tagtäglichen Erfolg Ihrer Website ist Geschwindigkeit maßgeblich. Im Idealfall erhalten Sie Platz auf einem Server mit schnellem SSD-Speicher. Im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten bietet SSD viel schnellere Lese- und Schreibvorgänge.

Ein Hackerangriff oder Hardwareausfall könnte Ihre Internetpräsenz nachhaltig beschädigen. Daher sind regelmäßige Sicherungen Pflicht. Der Hosting-Plan muss eine automatisierte Backup-Lösung bieten, die Ihren ganzen Datenbestand regelmäßig sichert und auf Wunsch wiederherstellt.

Die technischen Anforderungen von WordPress

Zusammenfassend sollte ein guter Hosting-Tarif Folgendes bieten:

  1. PHP-Unterstützung – mindestens Version 5.6 oder sogar php 7.x
  2. Mehrere MySQL-Datendanken / alternativ MariaDB
  3. Apache Modul „mod_rewrite“
  4. Mindestens 128MB Memory-Limit – besser 256 MB
  5. Mindestens 1GB Speicherplatz auf SSD
  6. Integrierte Backup-Lösung

Bei WordPress kommen php, mysql und Javascript zum Einsatz

Ein gut ausgestattetes Webhosting auf einem schnellen Server bildet die Basis für eine erfolgreiche Internetpräsenz. Darüber hinaus ist auf die Provider-Qualität zu achten.

So erkennen Sie einen guten Hosting Provider.

Sicherheit beim WordPress-Hosting

Sicherheit beim WordPress-Hosting

Optimale Webhosting-Konfiguration und schnelle Hardware sind wichtig. Doch bei der Auswahl eines Tarifs für das WordPress-Hosting ist noch mehr zu berücksichtigen. In Sachen Performance und Sicherheit sind die Eigenschaften des Serverzentrums und Providers wichtig. Das Rechenzentrum des Anbieters  muss unbedingt über eine schnelle – idealerweise redundante – Internetanbindung verfügen.

Ebenso wichtig: Der Standort des eigentlichen Rechenzentrums ihres WordPress-Hosting Anbieters muss in Deutschland sein, damit das bundesdeutsche Datenschutzgesetz vollumfänglich zur Geltung kommt.

Achten Sie auf Sicherheitslösungen der Serverräume und Zertifizierungen wie ISO 9001 (Qualitätsmanagement) oder ISO 27001 (Informationssicherheitsmanagement). Diese Zertifikate bestätigen, dass Dienste nach hohen Standards geleistet werden. Ein wichtiger Faktor, der die Qualität eines Hosting-Providers definiert, ist der Kundenservice. Kurze Reaktionszeiten, freundliche und kompetente Support-Mitarbeiter sind positive Indikatoren.

Der Kundenservice (bzw. Support) ist nicht zu unterschätzen, denn früher oder später werden Sie ihn brauchen – denn bei Software-Projekten mit WordPress tauchen immer unvorhersehbare Hindernisse auf. Mit einem guten Support-Team, das sich idealerweise mit WP auskennt, sind Sie auf der sicheren Seite.

Die tatsächliche Servergeschwindigkeit und der Kundenservice lassen sich meist im Vorfeld gar nicht prüfen. Doch ein guter Provider hat nichts zu verbergen. Suchen Sie nach Anbietern, die eine unverbindliche Probezeit ermöglichen. So können Sie das Hosting vor der Bestellung ausprobieren.

Fazit:

Durch die Auswahl eines optimalen WordPress-Hosting bei einem vertrauenswürdigen Internet-Provider legen Sie den Grundstein für den Erfolg Ihrer Website. Nehmen Sie sich Zeit, um verschiedene Angebote zu vergleichen und auszuprobieren.

Sollten Sie Fragen haben, so stehen Ihnen die Mitarbeiter des IT-Dienstleisters Biteno GmbH gerne mit Rat und Tat zur Seite. Sprechen Sie uns an oder nutzen das Kontaktformular.

Übrigens: Das Hosting für Ihre WordPress oder WooCommerce Website können Sie bei Biteno sogar hier online bestellen.

Weiterführende Links:

Tutorial

Was macht ein Content Delivery Network (CDN).

Wenn Sie ein Content Delivery Network (CDN) für ihre Website nutzen, dann werden Teile der Webseite auf geografisch verteilte Server eines CDN-Anbieters gespeichert. Besucher Ihre Website erhalten dann die Bilder, PDFs oder auch die ganze Website vom jeweils nächsten Server des CDNs. Das reduziert die Last Ihres Webservers und beschleunigt die Ladezeiten der Webseite für den Besucher.

Was brauchen Sie dazu?

Im ein Content Delivery Netzwerk nutzen zu können, benötigen Sie einen Account bei einem CDN-Provider, 2-3 Plugins in WordPress und etwas Zeit zur Einrichtung. Für geübte benutzer ist die Installation in 15- 20 Minuten erledigt. Sofern Sie zum ersten Mal mit WordPress ein CDN einrichten, sollten Sie sich 30 – 60 Minuten Zeit nehmen.

Die beekanntesten CDN-Anbieter sind:

Alle Anbieter betreiben mehrere über den Globus verteilte Rechenzentren, in denen Ihre Daten später geografisch verteilt werden. Cloudflare und Amazon Cloudfront bieten als einzige Provider eine kostenlose Version ihres Content Delivery Service an. Daher beschreiben wir nachfolgend die Einrichtung am Beispiel mit Amazon Cloudfront.

Benutzer in AWS anlegen

Zunächst einmal benötigen Sie einen Zugang zur Schaltzentrale bei Amazon AWS. Diese erreichen Sie unter:  https://console.aws.amazon.com/. Sofern Sie hier noch keinen Master-Zugang haben, melden Sie sich einfach an Der Zugang an sich zu AWS ist kostenfrei. Danach loggen Sie sich mit ihrem Master-Zugang an folgender URL an: https://console.aws.amazon.com/iam/home

Sie legen nun als erstes einen neuen Benutzer (Innerhalb ihres Amazon Accounts) für die Domain an, die nun ein CDN erhalten soll. Nennen Sie den Benutzer idealerweise so wie auch Ihre Domain heißt. Geben Sie dem neuen Benutzer also einen Namen und fügen Sie ihn zu einer so genanten Security Gruppe hinzu. Sofern Sie noch keine Security Gruppe angelegt haben, so tun sie das jetzt.

Einen Benutzer in AWS für Cloudfront anlegen

Geben Sie der Berechtigungsgruppe in AWS die beiden folgenden Rechte:

  • CloudFrontFullAccess
  • AmazonS3FullAccess

Danach wird der neue Benutzer angelegt. Bevor Sie nun auf „Close“ klicken notieren Sie sich bitte die „Access key ID“ und den „Secret Key„. Um den Secret Key einzusehen, müssen Sie zunächst auf Show klicken.

Diese beiden Informationen kopieren Sie sich bitte in eine Text-Datei und speichern diese auf ihren Computer ab. Klicken Sie zum Schluß auf „Close“ – damit ist der neue User eingerichtet.

Wichtig: Den Secret Key kann man nur einmal angezeigt werden. Bitte speichern Sie daher den Access Key und den Secret Key ab und bewahren ihn gut auf.

Cloudfront einrichten

Cloudfront ist der Name des eigentlichen Content-Delivery Service von Amazon. Sie erreichen ihn unter https://console.aws.amazon.com/cloudfront/home . Hier erstellen Sie nun das bei Amazon „Distribution“ genannte Content Delivery Network für ihre Domain. Klicken Sie dazu auf „Create Distribution“ und anschließend auf den Typ „Web“.

Sie müssen zur Einrichtung lediglich im ersten Feld ihren Domain Namen eingeben. In unserem Fall ist es die Domain Biteno-media.de . Für den Moment reichen die Standard-Einstellungen vollkommen aus. Sie können die Werte und Einstellungen später jederzeit ändern und an ihre Wünsche bzw. Gegebenheiten anpassen.

An den beiden kreisförmigen Pfeilen neben den Worten „in Progress“ sehen Sie, daß das CDN nun zu arbeiten beginnt.

Bitte klicken Sie nun noch einmal auf die Zeile des gerade angelegten CDN für Ihre Domain. Ragen Sie im Feld „Alternate Domain Names“ nun noch ihre Wunschbezeichnung für Ihr CDN im Domain Name System (dns) ein. Etwa: cdn.domain.tld –  in unserem Beispiel also cdn.Biteno-media.de .

Als Ergebnis bekommt man eine ein-eindeutige Domain-Bezeichnung von Amazon. Bitte notieren Sie sich in der dritten Spalte „Domain Name“ den eindeutigen Namen für ihre Domain bei amazon. Der lautet etwa d2unczmsduo35s.cloudfront.net

Bitte notieren Sie diesen Namen – sie benötigen ihn weiter unten bei den anschließenden DNS-Einstellungen.

Amazon S3 Bucket erstellen

Ein Bucket ist bei Amazon S3 ein Art Speicherplatz für Ihre Daten. Wechseln Sie deshalb  zur Erstellung ihres Buckets für Cloudfront zu https://console.aws.amazon.com/s3/

Der Service S3 bei Amazon ist nichts anderes als der Speicherplatz-Service in dem ihre Dateien (Bilder, PDFs, etc) letztendlich gespeichert werden. Klicken Sie hier auf „Create Bucket“. Geben Sie ihrem Bucket einen Namen – idealerweise den Domain-Namen. Wählen Sie im zweiten Feld das für Sie nächstgelegene Amazon Rechenzentrum aus.

Klicken Sie auf „Next“ und vergeben anschließend bei „Permissions“ die passenden Berechtigungen. Ihre Standard-Nutzer darf bereits im S3 Bucket lesen und schreiben. Genen Sie hier dem Rest der Welt noch Lese-Rechte, damit ihr Web-Content auch gelesen werden kann.

Klicken Sie anschließend auf „Next“ und danach auf „Create Bucket“. Ihr S3 Speicherplatz ist nun erstellt.

CName für CDN im DNS konfigurieren

Um anschließend das CDN unter dem eigenen Namen zu nutzen, muss im DNS ein CNAME (alias) für den etwas kryptischen Namen xyz.cloudfront.net eingetragen werden.

Dazu öffnen Sie die DNS Verwaltung ihres Webauftritts (meist etwa mit Plesk, Cpanel o.ä.) und legen dort einen neuen Eintrag an. In manchen Verwaltungs-Konsolen größerer Hoster (etwa Strato oder 1und1) heißt das missverständlich manchmal „Subdomain“.

cdn.domain.tld -> xxxxxx.cloudfront.net

Hinweis: Sofern Sie ihre Website mit einem SSL-Zertifikat versehen haben und damit https anbieten, sollten Sie unbedingt einen Alias in der Form „cdn.domain.tld“ wählen (wobei domain.tld ihre Domain ist). Sonst kann es passieren, daß etwa die auf das CDN ausgelagerten Bilder nicht veschlüsselt zu ihren Webseiten-Besuchern übertragen werden. Sofern Sie ein SSL-Zertifikat benötigen, sollten Sie ein so genannte Wildcard Zertifikat wählen, da von Ihrer Webseite ab sofort Elemente von www.domain.tld und eben auch cdn.domain.tld abgerufen werden.

Prüfen Sie bitte vor dem nächsten Schritt ob der Name „cdn.domain.tld“ auch wirklich und richtig aufgelöst wird. Dies können Sie an ihrem Windows-PC folgendermassen prüfen:

Start -> cmd

Geben Sie folgendes ein: nslookup cdn.domain.tld

Dabei ersetzen Sie „domain.tld“ natürlich wieder mit ihrem Domain-Namen. Wenn Sie alles richtig gemacht haben, erscheint dort nun ein Name in der Form xxxxxx.cloudfront.net. In unserem Beispiel also d2unczmsduo35s.cloudfront.net .

Amazon / Plugins für WordPress installieren

Um in WordPress oder WooCommerce nun das Content Delivery Network (CDN) nutzen zu können, müssen Sie zwei Plugins für WordPress installieren. Installieren Sie innerhalb WordPress die beiden Plugins “Amazon Web Services” und “Amazon S3 Cloudfront” und aktivieren Sie die beiden Plugins.

Sofern Sie Zugriff auf den Webserver haben und die Software „wp-cli“ zur Verfügung haben, können  Sie alternativ in der Shell des Hosting-Servers folgende Befehle eingeben:

 wp –allow-root plugin install amazon-web-services –activate

 wp –allow-root plugin install amazon-s3-and-cloudfront – – activate

 

CDN Plugin in WordPress  konfigurieren

Anschließend müssen der Access Key und der Secret Access Key des Amazon Benutzers, den Sie vorhin angelegt haben, in der Einstellungs-Seite des Plugins eingetragen werden. Dies können Sie entweder direkt in die wp-config.php eintragen oder etwas komfortabler in der Einstellungs-Maske des Plugins:

Klicken Sie zuerst auf (1) und geben anschließend bei (2) den Access Key und bei (3) den Secret Access Key ein. Speichern Sie anschließend die beiden Werte ab (Save Changes).

Amazon S3 Bucket für das CDN aktivieren.

Das CDN-Plugin muss nun noch wissen, in welchem Bucket ihre Dateien liegen sollen. Dazu öffnen Sie links im WordPress-Menü unter dem Abschnitt „AWS“ die Sektion „S3 and Cloudfront“.

Klicken Sie auf „Browse existing Buckets“ und warten Sie einige Sekunden, bis die bestehenden Buckets angezeigt werden. Wählen Sie ihr vorhin erstelltes Bucket aus und passen Sie die Werte wie folgt an:

Achten Sie darauf dass bei (1) „Copy Files to S3“ der Schalter links an ist (das Feld wird dann grün). Gleiches machen Sie bei (2) „Rewrite File URLs“. Bei (3) geben Sie ihren CDN-Domain Alias ein. In unserem Fall ist das wieder cdn.Biteno-media.de .

Klicken Sie zum Schluß weiter unten auf den blauen Button „Save Changes“. Damit sind nun alle Einstellungen erledigt, damit ihre Website ab sofort Inhalte schneller ausspielen kann.

Hinweis: In einigen Fällen erhielten wir im S3 Plugin die Fehlermeldung „Internal Server Error“. Schuld war zu wenig zugewiesener Speicher in PHP.  Der folgende Eintrag in der wp-config.php behebt das Problem.

define( ‚WP_MEMORY_LIMIT‘, ‚256M‘ );

Caching-Plugin für WordPress konfigurieren

Um das Content Delivery Network (CDN) wirklich sinnvoll zu nutzen, müssen Sie innerhalb ihres WordPress Hostings ein Caching-Plugin nutzen, das wiederum mit dem CDN zusammen arbeiten kann. Alle bekannten Cachine-Plugins von WordPress (W3 Supercache, Wp-Rocket) können das. Am Beispiel von WP-Rocket (das wir selbst verwenden) zeigen wir die notwendigen Einstellungen.

Dazu installieren Sie zunächst WP-Rocket und klicken anschließend auf „Einstellungen“. Neben den Basis Einstellungen von WP-Rocket aktivieren Sie nun im Reiter „CDN“ das zweite Häkchen „Aktiviere Content Delivery Network“.

WP-Rocket Plugin in WordPress für das CDN von Cloudfront konfigurieren

In der Box darunter tragen Sie die URL ihres Content Delivery Networks ein. Das ist entweder xxxxxxx.cloudfront.net oder cdn.domain.tld – wobei Sie domain.tld mit Ihrem Domainnamen ersetzen. In unserem Beispiel hatten wir den Alias-Namen auf cdn.Biteno-media.de gesetzt.

Hinweis 1: WP-Rocket muss sowohl an der Datei .htaccess als auch in der wp-config.php Änderungen durchführen. Sofern WP-Rocket die Änderungen nicht von selbst vornehmen kann, müssen Sie die Rechte auf die beiden Dateien .htaccess und wp-config.php kurzfristig auf 775 (unter Linux)  setzen. Bitte vergessen Sie nicht die Änderungen wieder rückgängig zu machen, sobald Sie alles konfiguriert und getestet haben. Sowohl bei der .htaccess als auch wp-config.php reicht normalerweise 644 oder 444 unter Linux als Berechtigung.

Hinweis 2:  Sollte auf dem Web-Server noch ein weiteres Caching wie etwa Varnish installiert sein, so aktivieren Sie im Tab „Varnish“ den Webbeschleuniger Varnish. Dieser Tab erscheint allerdings nur, wenn auf dem Server auch Varnish läuft.

Hinweis 3: Sollte Ihre Website danach nicht richtig laden, setzen Sie in WP-Rocket den Haken bei „CDN & SSL“ ( >> Deaktiviere CDN auf HTTPS-Seiten <<). Damit de-aktivieren Sie ihr CDN zunächst einmal für Seiten, die über verschlüsselte  https-Verbindungen abgerufen werden. In unseren Tests war das anfangs eine der häufigsten Fehlerquellen.

Links: http://docs.wp-rocket.me/article/42-using-wp-rocket-with-a-cdn

Prüfen ob das CDN funktioniert:

Wenn Sie nun testen möchten, ob ihre Inhalte nun wirklich über Cloudfront geliefert werden, rufen Sie ihre eigene Website einmal im Browser auf. Verwenden Sie dazu zunächst den Aufruf über http:// – also http://www.Biteno-media.de . Nutzen Sie dazu nach Möglichkeit einen Icognito-Tab ihres Browsers. Lassen Sie sich anschließend mit „CTRL U“ (etwa in Chrome) den Quell-Text der Seite anzeigen.

Suchen Sie mit „Strg F“ nach der Zeichenfolgt „cdn.domain.tld“ . Das sieht im ersten Moment vielleicht etwas kryptisch aus, aber es geht nur darum ob der Webserver die Bilder nun von Amazons CDN anfordern läßt. Sofern Sie mehrfach die Zeichenfolge „cdn.domain.tld“ finden, so ist alles richtig.

So nutzen Sie ihr Content-Delivery Netzwerk

Für die Nutzung des Content-Delivery Netzwerks müssen sie im laufenden Betrieb fast nichts mehr beachten. Einmal richtig eingestellt, verrichtet das CDN seinen Dienst ohne ihr aktives Zutun. Sobald sie Bilder oder andere Inhalte zu Amazon Cloudfront hochladen, kopiert das installierte Plugin die Dateien automatisch in das CDN von Cloudfront. So stehen ihre neuen Bilder, PDFs oder andere Dokumente in wenigen Sekunden nach dem Hochladen auf ihren Server auch im CDN von Amazon bereit.

Das CDN kümmert sich dabei sogar selbständig um Aktualisierungen – etwa wenn Sie ein Bild nachträglich bearbeiten oder noch einmal unter demselben Datei-Namen hochladen.

Amazon Cloudfront mit SSL/https

Sofern Sie auf ihrer Webseite die Inhalte mit https/ssl anbieten, so müssen Sie zusätzlichen zu den obigen Schritten in Amazon Cloudfront ihr SSL-Zertifikat einbinden. Dazu öffnen Sie wieder zuerst unter https://console.aws.amazon.com/cloudfront/ ihre Cloudfront-Installation und klicken im Bereich „SSL Certificate“ (etwas weiter unten) auf „Request or Import a Certificate…“ .

Sie können auch direkt im Amazon IAM ein bestehendes Zertifikat importieren, das sie dann später bei Cloudfront verwenden:

Link: https://eu-west-2.console.aws.amazon.com/acm