Über das Bridging verbinden sich zwei Netzwerke untereinander. Die Verbindung funktioniert meist ohne Kabel, weswegen oft von Wireless- oder WLAN-Bridge die Rede ist. Allerdings lässt sich auch eine LAN Bridge nutzen, wenn zwei Netzwerke mit einem entsprechenden Kabel in Verbindung treten. Wir stellen alle gängigen Formen des Bridgings vor.

Bridging im Kurzüberblick

Eine WLAN-Brücke oder WLAN-Bridge stellt die Verbindung zwischen zwei Netzwerken her. Über die verwandten LAN-Brücken lassen sich kabelgebundene Geräte, die lediglich einen LAN-Port besitzen, in ein Funknetzwerk integrieren. Repeater und weitere Verstärker wie Powerline-Adapter sind weitere Geräte, die eine Alternative zu klassischen WLAN-Bridges darstellen.

Alle Geräte verstärken über unterschiedliche Übertragungswege die Datenübertragungsrate und sorgen für eine vergrößerte Reichweite des Funknetzwerkes. Ähnliche Aufgaben erfüllen auch Access-Points, die WLAN-Geräte mit einem kabelgebunden Netzwerk in Verbindung bringen, sodass der Zugriff auf das Internet möglich ist.

Bridging: Vor- und Nachteile im Alltag

Mit einer WLAN-Bridge lassen sich Netzwerkgeräte in Räumen, die der Router nicht mehr erreicht, per kabelloser Funkverbindung einbinden. Zu diesem Zweck verbinden Sie zum Beispiel diverse LAN- oder WLAN-Geräte mit dem zweiten Router, der das Bridging übernimmt. Auf diese Weise lässt sich die Reichweite des Funknetzwerkes deutlich vergrößern. Zugleich kann sich die Störanfälligkeit des gesamten WLANs reduzieren. Zudem erhöht sich die Datenübertragungsrate oftmals signifikant.

Falls Sie die WLAN-Bridge über das 5 Ghz-Frequenzband realisieren, kann sich das Tempo der Internetverbindung deutlich erhöhen. Bei perfekter Montage von hochwertigen Komponenten lassen sich sogar große Entfernungen überbrücken. Allerdings sind WLAN-Bridges, aufgrund der hohen Frequenzbelastung, recht anfällig für Störungen. Hier lohnt es oftmals die Verkabelung, um Geräte per LAN-Bridging zu integrieren.

Einrichtung einer Bridge

Zur Einrichtung einer klassischen WLAN-Bridge benötigen Sie zwei Router. Über den ersten Router erfolgt – wie gewohnt – die Anbindung in das Internet. Der zweite Router arbeitet im Bridge-Modus, der sich nach Verkabelung mit einem Computer meist in den Einstellungen des Gerätes aktivieren lässt.

Die Eingabe einer IP-Adresse, die im Bereich des ersten Routers liegt, ist für solch ein Bridging erforderlich. Es ist zudem darauf zu achten, dass die Subnet-Masken beider Router identisch sind. Diese Geräte sollten außerdem eindeutige Bezeichnungen besitzen.

Durch die Vergabe einer eindeutigen SSID (Service Set Identifier) lassen sich die am Besten per WPA2-Verschlüsselung gesicherten Netze der verwendeten WLAN-Router besser differenzieren. So können Sie das Netz des Ersatzgerätes zum Beispiel „Büro“ nennen, während der als Bridge arbeitende Router für sein WLAN die Bezeichnung „Wohnzimmer“ erhält.

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Frequenzbänder für das Bridging

WLAN-Bridges lassen sich auf zwei unterschiedlichen Frequenzen betreiben. Das Funknetzwerk kann entweder über das 2,4- oder über das 5-GHz-Band laufen. Bei einer Nutzung des 2,4 GHz-Frequenzbandes drohen allerdings starke Überlastungen, weil viele öffentliche oder interne Netzwerke dieses Band verwenden. Gerade in der Stadt funktioniert das 2,4 GHz-Band nicht so gut. Hier ist es oft empfehlenswert, das Bridging über die 5 GHz-Frequenz zu realisieren.

Auf dem Land gibt es häufig weitaus weniger WLAN-Netze in der direkten Umgebung. Hier kann es sich lohnen, auf das 2,4 GHz-Band zu setzen. Schließlich sind die versendeten Signale bei bestimmten Störfaktoren nicht so anfällig. Wände oder Decken überwinden die Geräte auf dieser Frequenz etwas besser. Außerdem fällt der Preis für die benötigten Komponenten etwas günstiger aus. In dichter besiedelten Gebieten kann sich die Investition in 5 GHz-fähige Geräte allerdings lohnen, weil diese Frequenz nicht so häufig in Verwendung ist.

Alternativen

Außer kleinen Repeatern, die ein bestehendes WLAN-Signal verstärken, oder einem zweiten Router, der für ein weiteres Funknetzwerk sorgt, gibt es weitere Möglichkeiten zur Verbesserung des heimischen Netzwerkes. Diverse Hersteller bieten mittlerweile weitere Adapter zur Leitung der Signale an. Diese Geräte leiten die Daten allerdings über den Strom, sodass sie weite Entfernungen innerhalb eines Kreislaufes überbrücken.

Über den ersten Adapter, der mit dem Router verbunden ist, gelangen die Daten zu einem zweiten Adapter, der sich in weiterer Entfernung befindet. Dieses Gerät erhält die Daten über die Stromleitung, mit der auch der erste Adapter verbunden ist. Zwar ist diese Lösung häufig etwas teurer als das klassische Bridging, allerdings kann sich auch in diesem Fall eine Investition lohnen, weil sie häufig für eine noch bessere Verbindung sorgt.

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