Google Chrome ist der am häufigsten verwendete Webbrowser der Welt und und wurde von dem US-amerikanischen Unternehmen Google LLC entwickelt. Kennzeichnend für den auf dem Open-Source-Projekt Chromium basierenden Browser ist die Kombination von fortschrittlichen Technologien mit einer einfachen Gestaltung.

Seit wann gibt es den Browser und wie hat er sich bis heute entwickelt?

Im Jahr 2008 wurde die erste Version des Browsers veröffentlicht. Diese war nur für Microsofts Betriebssystem Windows verwendbar. Erst danach waren auch Versionen für andere Betriebssysteme verfügbar wie Linux, Mac OS, Android sowie iOS. Bereits vier Jahre nach der Einführung besaß Chrome mehr Marktanteile als Firefox und der Internet Explorer. Aktuell (Stand: Oktober 2019) ist Google Chrome der am häufigsten genutzte Webbrowser der Welt. Und wie sieht es in Deutschland aus? Bis zum Herbst 2017 konnte sich der damalige Marktführer Firefox als meistgenutzter Browser in Deutschland behaupten, dann wurde er von Chrome überholt. Auch heute ist Chrome der am häufigsten genutzte Browser in der ehemaligen Firefox-Hochburg Deutschland.

Welche Marktanteile hat er weltweit?

Nach Statista betrug der Marktanteil von Chrome 76.0 an den globalen Page Views im August 2019 rund 40,5 %. Bei Chrome 75.0 lag der Marktanteil bei 16,5%. Mozillas Firefox 68.0 kam global auf 6,9% und der Internet Explorer 11.0 auf rund 3,8%. Diese statistischen Daten beziehen sich nur auf Desktop-PCs oder Notebooks.

Welche Funktionen enthält Chrome?

Neben einem integrierten PDF-Viewer und einer Passwortverwaltung bietet Chrome noch folgende Funktionen:

 

– Personalisierung: Der Browser lässt sich via Internet mit dem Google-Konto verbinden. Dadurch sind Aktualisierungen beim Arbeiten an anderen PCs verfügbar.

„Smooth Scrolling“: Der Bildschirm bewegt sich weich beim Scrollen mit dem Mausrad.

– Streaming: Videos und Webseiten werden über eine Netzwerkverbindung auf den Fernseher übertragen.

– Ab der Version 77 können Links an andere Geräte gesendet werden, z.B. vom PC aufs Smartphone oder umgekehrt.

– Die am häufigsten aufgerufenen Websites werden als Miniaturbilder angezeigt und sind daher schneller auffindbar.

Wie sicher ist der Browser?

Wie auch beim Firefox-Browser wird die Privatsphäre beim Surfen durch den sogenannten Inkognito-Modus geschützt. Für diesen Modus wird ein extra Inkognito-Fenster geöffnet. Beim Surfen im Inkognito-Modus hinterlässt der User keine Surf-Spuren oder andere Informationen auf dem Computer. Weder Browser-Verlauf, Cookie-Speicher noch Suchverlauf werden nach dem Schließen des Inkognito-Fensters oder eines Inkognito-Tabs gespeichert.

Mehr zum Thema:
Einladung zur Ausstellung

Vor Phishing-Attacken und anderen Gefahren beim Surfen schützt der Browser, indem gefährliche Websites erst gar nicht geöffnet werden. Dazu verwendet Google eine Liste mit potentiell gefährlichen Websites. Diese wird über automatische Updates aktuell gehalten.

Da Adobe Flash durch wiederholte Sicherheitslücken zu einem Sicherheitsrisiko beim Aufruf von Flash-Inhalten geworden ist, verzichten viele Browser inzwischen komplett auf Flash und stellen die Inhalte nicht dar. Googles Gegenmaßnahme besteht darin, dass bei Chrome der Support bestimmter Plugins (NPAPI-Plug-ins) für den Flash Player aus Sicherheitsgründen deaktiviert wurde.

Worin besteht der Unterschied zwischen Chrome und Chromium?

Die Open-Source-Software des Browsers Chromium bildet die Basis für den Browser Chrome. Man könnte Chrome auch als die offizielle, stabile Version von Chromium bezeichnen. Beides sind eigenständige Browser und haben größtenteils den gleichen Quelltext. Chromium richtet sich in erster Linie an Entwickler. Während der Quelltext von Chromium offen einsehbar ist (Open Source) und der Code verändert werden darf, gilt dies für Chrome nicht. Im Unterschied zu Chrome unterstützt Chromium keine iOS-Geräte, sendet keine Fehlerberichte an Google, deaktiviert Erweiterungen nicht automatisch, beinhaltet keinen Google Update Service und unterstützt das MP3-Format nicht.

Welche Versionen und Updates sind erhältlich?

Für Desktop-Computer ist der Browser als 32-Bit-Version Version erhältlich (Windows), als 64-Bit-Version (für Windows, Linux und macOS ) und als App Version für Mobilgeräte (Android und iOS). Darüber hinaus läuft Google Chrome Portable. die portable Version des Browsers, ohne Installation auf einem USB-Stick und kann daher für unterschiedliche Windows-PCs genutzt werden.

Um Updates müssen Sie sich nicht kümmern, denn Google Chrome sorgt automatisch dafür, dass die aktuellste Version im Einsatz ist. Trotzdem sollten Sie sich die Informationen zu den verschiedenen Versionen anschauen, um Änderungen in der Funktionalität einer neuen Chrome-Version zu erfahren.

Wie können die Funktionen des Browser erweitert werden?

Über das Menü können Sie Erweiterungen (Add-Ons) und Apps aus dem Chrome Web Store herunterladen. Während die Add-Ons den Browser funktional erweitern, werden die Apps durch den Browser ausgeführt, ohne ihn zu ändern. Apps sind HTML-Anwendungen (z.B. Spiele), bei denen der Browser als Laufzeitumgebung genutzt wird. Die Apps können beispielsweise nicht nur auf Mobilgeräte geladen werden, sondern auch als offline einsetzbare App für Chrome installiert werden. Zu den beliebtesten Apps gehören Google Translate, Polarr Photo Editor und Strict Workflow. Mit Google Translate erhält man von markiertem Text mit wenigen Klicks eine Übersetzung. Die Erweiterung Polarr Photo Editor bietet zahlreiche Optionen für die Bildbearbeitung. Die App Strict Workflow sorgt dafür, dass man sich nicht zu sehr von Facebook, Instagram und anderen Social-Media-Seiten von der Arbeit ablenken lässt.

Mehr zum Thema:
Was ist Safari?

Daniel Faust

Redakteur bei Biteno GmbH
Daniel Faust ist Redakteur im Content-Team der Biteno und betreut den Blog der Biteno GmbH.

Letzte Artikel von Daniel Faust (Alle anzeigen)