Ein Smartphone gilt als mobiles Telefon, ist aber in Wirklichkeit ein kleiner tragbarer Computer, mit dem Sie auch telefonieren können. Für die meisten Menschen ist ihr Smartphone bereits ein selbstverständlicher Teil ihres Alltags geworden. Technisch gesehen ist es aber ein sehr komplexes Produkt, das sorgfältig auf den Ausgleich zwischen widersprechenden Kriterien optimiert ist.

Welche Funktionen hat ein Smartphone?

Die Funktionen entsprechen nicht nur einem herkömmlichen Computer, sie gehen weit darüber hinaus.

Bedienung: Sie erfolgt meistens über einen Touchscreen, der sich aufgrund der geringen Größe des Geräts anbietet. Darüber hinaus gibt es noch einen Einschaltknopf und die Möglichkeit, andere Geräte anzuschließen wie zum Beispiel einen Kopfhörer.

Verbindung: Mit dem Smartphone ist es möglich, wie mit einem herkömmlichen Mobiltelefon zu telefonieren und SMS auszutauschen. Darüber hinaus verfügen die meisten Smartphones aber auch über Wi-Fi und Bluetooth als Verbindungstechnologie.

– Eingabe: Ein Smartphone besitzt in dieser Richtung wesentlich mehr Möglichkeiten als die meisten viel größeren Computer. Es besitzt fast immer mindestens eine Kamera, Mikrophone zum Aufnehmen von Ton und dazu noch mehrere Sensoren. Zu den so aufnehmbaren Daten gehören GPS-Positionssignale, Bewegung und Lage des Geräts und möglicherweise andere wie Luftdruck und -feuchtigkeit.

Nutzererlebnis: Dafür ist entscheidend, dass die verschiedenen Komponenten eines Smartphones und ihre Funktionalität fast beliebig kombiniert werden können. Ein Teil der dafür notwendigen Software gehört zum Betriebssystem, Sie können als Nutzer aber auch Apps genannte Programme installieren, deren kreative Gestaltung keine Grenzen gesetzt sind.

Über die Verbindungsprotokolle können also Daten aus dem Internet heruntergeladen und von einem Browser angezeigt werden. Genauso ist es möglich, E-Mails zu versenden. Videomaterial kann gespeichert oder abgespielt werden und natürlich Audiosignale.

Eine App kann beispielsweise den Bewegungssensor dazu verwenden, den Schlafrhythmus des Nutzers zu analysieren. Durch Zugriff auf die Daten des GPS-Sensors können andere Apps Ihnen Vorschläge betreffend Ihren Standort unterbreiten. Das sind nur zwei Beispiele aus einer kaum überschaubaren Zahl von verfügbaren Apps.

Kriterien für die Qualität eines Smartphones

Abmessungen: Das Gerät muss relativ klein sein, es sollte aber möglichst die ganze Oberfläche für den Bildschirm zur Verfügung stehen.

Akkulaufzeit: Der Akku sollte Strom für zumindest einen ganzen Tag liefern.

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Bildschirm: Seine Auflösung sollte möglichst hoch sein, was gerade darum wichtig ist, weil er ja relativ klein sein muss.

Kamera: Auch hier soll die Auflösung möglichst hoch sein. Gute Smartphone-Kameras machen mittlerweile viele Digitalkameras überflüssig.

Speicherplatz: Davon ist besonders für Video- und Audiodaten viel notwendig.

Prozessorleistung: Diese ist vor allem für Grafik und die Verarbeitung von Videodaten von Bedeutung. Die entsprechende Anwendung kann gut möglich auch ein Computerspiel sein.

– Verfügbarkeit von Apps. Obwohl diese Bedingung nicht direkt mit dem Gerät selbst zu tun hat, ist sie für viele Benutzer entscheidend. Mit der Wahl eines Smartphones geht auch die Wahl eines Betriebssystems und damit einer Auswahl von Apps einher.

Technischer Aufbau

Ein Smartphone enthält mehrere eigenständige Untersysteme. Für die Benutzung selbst sind das der Bildschirm, der Touchsensor im Bildschirm und die Kameras. Für die Verbindungstechnologie stehen ein Modul für Mobiltelefonie und weitere für Wi-Fi und Bluetooth zur Verfügung. Dazu kommen noch der Akku für die Stromversorgung, der Audioverstärker und möglicherweise weitere Sensoren.

Es ist klar, dass hohe Prozessorleistung und lange Betriebsdauer des Akkus widersprüchliche Anforderungen sind. In einem heutigen Smartphone werden diese Bedingungen sorgfältig aufeinander abgestimmt. Sie können davon ausgehen, dass immer nur soviel Rechenleistung verfügbar gehalten wird wie tatsächlich nötig ist. Das bedeutet, dass die nicht benötigten Cores des Prozessors in einen Schlafmodus geschickt werden, wann immer der Betriebszustand Ihres Smartphones das zulässt.

Betriebssysteme für Smartphones

Die Wahl des Betriebssystems entscheidet darüber, welche Apps Sie auf Ihrem Gerät installieren können. Neben in manchen Fällen durchaus interessanten Nischenprodukten sind nur noch drei solche Betriebssysteme gebräuchlich und zwar iOS, Android und Windows Phone.

Das System iOS gibt es nur mit Apple-Geräten. Die Apps werden vom Hersteller vor der Veröffentlichung geprüft. Der Vorteil liegt in höherer Sicherheit, Sie müssen aber die Entscheidungen der Firma Apple akzeptieren, die auch Apps ohne Sicherheitsprobleme aus anderen Gründen ablehnt.

Windows Phone ist auf den Geräten von verschiedenen Herstellern verfügbar. Die Apps werden vor Veröffentlichung zertifiziert, sodass auch für dieses System eine höhere Sicherheit gegeben ist.

Das am weitesten verbreitete Betriebssystem ist Android. Die Gerätewahl ist frei und der Zugang für Entwickler von Apps zum Appstore ist auch am liberalsten. Größere Freiheit geht wie üblich auch mit größerem Risiko einher und das bedeutet in diesem Fall, dass die Gefahr der Installation einer gefährlichen App auf Ihrem Smartphone mit Android am größten ist.

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