Der Internet Explorer ist ein Webbrowser zum Surfen im Internet, der aus dem namhaften Hause Microsoft stammt – also von jenem Unternehmen, das auch das berühmte Betriebssystem Windows erfunden hat. Den Internet Explorer gibt es bereits seit seinem Release im Jahr 1995, womit er zu den ältesten Webbrowsern gehört, die auch heutzutage immer noch genutzt werden.

Der Internet Explorer war bei seiner Einführung ein wichtiger Bestandteil des damaligen Betriebssystems Windows 95 und ließ sich auch bei späteren Versionen wie Windows 2000, Windows XP oder Windows 7 in den bereits vorinstallierten Programmen entdecken. In Windows 10 ist der Internet Explorer in der finalen Version 11 ebenfalls enthalten, hier ist er allerdings längst nicht mehr so prominent vertreten, wie es noch in früheren Versionen des Betriebssystems der Fall war.

Kurz gesagt: Der Internet Explorer ist ein Webbrowser aus dem Hause Microsoft, der über viele Jahre hinweg in direkte Konkurrenz mit Webbrowsern der Konkurrenz (wie etwa Firefox von Mozilla oder Chrome von Google) getreten ist.

Internet Explorer: Ein Blick auf die Geschichte

Der  Internet Explorer erblickte im Jahr 1995 das Licht der Welt und war kein fester Bestandteil des  Betriebssystem Windows 95 – stattdessen konnte er auf Wunsch innerhalb einer kostenpflichtigen Erweiterung mit dem Namen „Microsoft Plus!“ erworben werden. Da sich das Internet damals noch in einer sehr frühen Phase befand, war der Internet Explorer nicht in der Lage, Grafiken oder gar Video anzuzeigen – stattdessen beschränkten sich seine Möglichkeiten auf die Anzeige von Schriften. Die zweite Version vom Internet Explorer unterstützte  zu einem sehr frühen Zeitpunkt JavaScript, Cookies und eine SSL-Verschlüsselung, was für einen Webbrowser in dieser Zeit eine echte Revolution darstellte, dennoch gelang es Microsoft erst ab Version 4, den damaligen Hauptkonkurrenten Netscape in Hinblick auf die Nutzerzahlen zu überrunden.

Ab der 7. Version gelang es den Entwicklern des Internet Explorers allerdings nur noch selten, neue Maßstäbe zu setzen, da sich der erstmals im Jahr 2002 veröffentlichte Webbrowser Mozilla Firefox zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für Microsoft entwickelte. Mittlerweile wiesen sowohl der Firefox, als auch der Chrome-Browser aus dem Hause Google deutlich höhere Nutzerzahlen als der Internet Explorer auf. Microsoft reagierte auf die deutlich gesunkene Beliebtheit bei den weltweiten Internetusern und stellte den über viele Jahre lang beliebten Browser mit der Version 11 ein.

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Der Tod des Internet Explorers – und warum er dennoch nicht totzukriegen ist

Nachdem Microsoft die Weiterentwicklung des Internet Explorers mit der Version 11 endgültig eingestellt hat und seither nur noch aktuelle Sicherheitsupdates für den Browser zur Verfügung stellt, wollte das Unternehmen eigentlich auf seinen neuen Browser „Edge“ setzen. Wirklich durchsetzen konnte sich der neue Browser allerdings nie: Drei Jahre nach seiner  Einführung brachte es der Nachfolger  auf einen desaströsen Nutzeranteil von 2,2 Prozent. Zum Vergleich: Google erreichte mit seinem Webbrowser Google Chrome zur selben Zeit beeindruckende 62,6 % Marktanteil. Microsoft zog angesichts der schlechten Werte schließlich die Reißleine und beerdigte den Edge Browser im Jahr 2018.

Internet Explorer als fest installierten Webbrowser

Obwohl der Internet Explorer schon im Jahr 2016 offiziell eingestellt wurde, erfreut er sich bei vielen Usern immer noch hoher Beliebtheit: Laut Angaben der Online-Plattform „Statcounter“ bringt es der einst so beliebte Browser immer noch auf einen Wert von 2,8% Marktanteil – und damit sogar auf einen höheren Wert, als der Edge Browser. Der Grund für diese erstaunliche Zahl dürfte wohl in der Tatsache zu finden sein, dass der Edge Browser lediglich auf dem Betriebssystem Windows 10 lief, viele PC-Besitzer jedoch weiterhin ältere Windows-Versionen verwenden – also beispielsweise Windows 7 oder sogar das mittlerweile ebenfalls längst eingestellte Windows XP. Darüber hinaus setzen viele Unternehmen weiterhin auf den Internet Explorer als fest installierten Webbrowser, da es zu kostspielig und zeitaufwändig wäre, einen Kurs für alle Mitarbeiter durchzuführen, in dem Ihnen die Handhabung eines neuen Browsers beigebracht wird.

Ob der Explorer  weiterhin zum Einsatz kommen wird, dürfte in erster Linie daran liegen, wie lange Microsoft  Sicherheitsupdates für den Browser zur Verfügung stellt, die eine sichere Nutzung ermöglichen. Die gute Nachricht ist , dass das Unternehmen bereits bekannt gab, dass der Internet Explorer während der gesamten Laufzeit von Windows 10 vollständig unterstützt wird – also mindestens bis zum Jahr 2025.

Daniel Faust

Redakteur bei Biteno GmbH
Daniel Faust ist Redakteur im Content-Team der Biteno und betreut den Blog der Biteno GmbH.

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