Wearables, auch Smart-Wearables genannt, erfreuen sich deutschlandweit einer enormen Beliebtheit. Wobei es sich jedoch genau bei den Wearables genau handelt und wozu sie eigentlich eingesetzt werden, schauen wir uns im folgenden Artikel genauer an.

Wearables sind der letzte Schrei am Technikhimmel

Viele von uns haben wahrscheinlich schon einmal den Begriff Wearables gehört. Was genau sich jedoch hinter diesem Begriff verbirgt, ist allerdings vielen häufig unklar. Manche würden das sicherlich wie folgt beschrieben: „Hightech-Spielereien, um die Schritte und den Puls zu messen“. Moderne Wearables sind allerdings in der Lage, viel mehr zu tun als nur das. Der Begriff selbst ist englischen Ursprungs und stammt aus dem Bereich des sogenannten „Wearable Computings“. Die Forschungsdisziplin des Wearable Computings verfolgt einige äußerst interessante Ziele. Die wesentliche Idee dieses Forschungsbereichs ist es, Computersysteme zu entwickeln, die den Nutzer im Alltag begleiten und Unterstützung bieten aber gleichzeitig auch angenehm am Körper zu tragen sind. Wearables lassen sich genauso definieren. Sie sind nämlich das, was wir heute im Rahmen von Internet of Things (IoT) als Gadgets bezeichnen: kleine Alltagshelfer in Form von Armbanduhren, Brillen, Ringen, Armbändern oder Anhängern. Nicht viele dieser smarten Geräte haben es jedoch in unseren Alltag geschafft. Im Folgenden stellen wir die beliebtesten Wearables im Detail vor.

Smartwatches als Wearables

Bei Smartwatches handelt es sich um die schlausten Wearables, die Sie am Handgelenk tragen können. Neben der traditionellen Uhren-Funktion bieten moderne Smartwatches eine Vielzahl unterschiedlicher Funktionalitäten, wie beispielsweise Schrittzähler oder Pulsmessung. Der Funktionsumfang einer Smartwatch geht jedoch über diese beiden Anwendungsbeispiele weit hinaus. Versehen mit einem OLED-Touchdisplay, sowie einem eigenen Betriebssystem, das an die speziellen Anforderungen und Einsatzbereiche von Smartwatches ausgerichtet ist, sind moderne Smartwatches in der Lage, dedizierte Apps auszuführen. So gibt es beispielsweise Apps von Google und Apple, die Sie nutzen können, um mit einer NFC-fähigen Smartwatch in Geschäften zu bezahlen. Die Kreativität der Nutzer und der Entwickler scheint grenzenlos zu sein.

Außerdem lassen sich Smartwatches über eine Bluetooth-Schnittstelle mit dem Smartphone verbinden und als erweitertes Display für das Smartphone nutzen. So können Sie beispielsweise Nachrichten, E-Mails oder Anrufe direkt über die Smartwatch am Handgelenk entgegennehmen oder die aktuelle Wetterlage erfahren, ohne das Smartphone aus der Tasche nehmen zu müssen. Der Datentransfer zwischen Smartphone und Smartwatch wird dabei über eine Bluetooth-Verbindung realisiert. Um das volle Potenzial einer modernen Smartwatch nutzen zu können, sollte diese unbedingt in Kombination mit einem Smartphone genutzt werden. Allerdings gibt es auch Smartwatches, die unabhängig von einem Smartphone genutzt werden können und sogar mit einem dedizierten Slot für SIM-Karten ausgestattet sind.

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Datenbrillen oder Smart Glasses als Wearables

Eine der interessantesten Entwicklungen im Wearable-Segment sind die sogenannten „Smart Glasses“, auch Datenbrillen genannt. Ausgestattet mit einem dedizierten Computersystem inklusive Betriebssystem und Kamera sind Datenbrillen in der Lage, die Umwelt zu analysieren und dem Nutzer Informationen über Produkte, Personen, Objekte und Orte zu liefern. Die Inhalte werden dabei über einen winzigen Projektor auf die Gläser der Brille projiziert. Bekannte IT-Giganten wie Microsoft und Google haben bereits einige Geräte auf den Markt gebracht und arbeiten kontinuierlich an der Optimierung und Verbesserung dieser vielversprechenden Technologie. So ist beispielsweise die HoloLens-Datenbrille von Microsoft in der Lage durch den Einsatz performanter KI (künstliche Intelligenz) holografische Bilder als Zusatzinformationen zu der umliegenden Umwelt anzuzeigen.

Diese Funktionalität wird auch als Augmented Reality bezeichnet, also eine Erweiterung der Realität. Obwohl sich das alles in der Theorie ganz schön imposant anhört, haben es in der Realität bisher jedoch nur wenige Datenbrillen bis zu der Marktreife geschafft. Datenbrillen wie die Google-Glass oder die Microsoft-HoloLens sind kompliziert zu bedienen und die gesellschaftliche Akzeptanz vor Datenbrillen lässt immer noch zu wünschen übrig. Aus diesem Grund fokussieren sich viele Hersteller bei der Entwicklung neuer Modelle in erster Linie auf professionelle Einsatzbereiche, wie beispielsweise der Einsatz von Datenbrillen bei der Produktion in der Autoindustrie. Auch zu Schulungszwecken wird diese vielversprechende Technologie immer öfter eingesetzt.

Fitnessarmbänder oder Fitnesstracker

Bei Fitnesstrackern handelt es sich um Armbänder, die ähnlich wie eine Pulsuhr die Herzfrequenz messen, aber auch in der Lage sind Kilometer, Schritte, Höhenmeter und eine Vielzahl anderer Daten zu erfassen. Die erfassten Daten werden auf dem Fitnessarmband lediglich gespeichert. Die Auswertung und Verwaltung erfolgen dann auf dem Computer oder auf dem Smartphone. Die anfallenden Daten können mittels dedizierter Software anschaulich dargestellt und analysiert werden. Die Datenübertragung wird in der Regel über Bluetooth oder USB realisiert. Viele Fitnessarmbänder sind praktischerweise wasserdicht, sodass sie auch beim Schwimmen eingesetzt werden können. Selbstverständlich ist diese Klasse von Wearables nicht nur Sportlern vorbehalten. Jeder, der seine Fitness optimieren, mehr über seine Schlaf- und Bewegungsgewohnheiten herausfinden oder einfach seinen Körper besser kennenlernen möchte, kann Fitnesstracker zu diesem Zweck nutzen. Dieser Trend zur Optimierung der eigenen körperlichen Leistung nennt sich Selbstquantifizierung und wird oft als Self-Measurement oder Self-Tracking bezeichnet. Die Anschaffung von Fitnessarmbänder wird in Deutschland sogar von einigen Krankenkassen unterstützt und mit bezuschusst.

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