Mit einem Remote Desktop Manager oder RDM kann man ein ganzes System von Servern und anderen Geräten zentral verwalten, konfigurieren und überwachen. Werkzeuge wie ein RDM werden mit neuen Formen der Arbeit eine immer wichtigere Rolle spielen.

Was ist ein Remote Desktop?

Die Arbeitsumgebung eines Desktop Computers besteht aus einem Gerät in der unmittelbaren Nähe. Über einen Bildschirm, eine Tastatur und eine Maus steuern Sie das Gerät und tauschen über die Ein- und Ausgabemöglichkeiten Daten mit ihm aus. Die Remote Version weist nur den Unterschied auf, dass Ihre Peripheriegeräte über das Internet mit dem Computer verbunden sind. Die Arbeitsweise ist also völlig gleich, nur die Distanz ist viel größer, über die alle Informationen in beide Richtungen übertragen werden.

Wozu braucht man einen RDM oder Remote Desktop Manager?

Bereits seit längerer Zeit werden solche Setups für reisende Mitarbeiter verwendet oder auch dann, wenn Personen nicht im Firmengebäude selbst arbeiten müssen oder wollen. Sind solche Fälle eher selten, lassen sich die notwendigen IT-Konfigurationen noch ohne besondere Werkzeuge bewältigen.

Aktuell ist es die Coronakrise, die das Arbeiten im Homeoffice in den Vordergrund rückt. Ein Grund für die Nutzung eines Remote Desktops ist die geringere Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung.

Auch ohne diese aktuelle Entwicklung haben aber immer mehr Firmen und Einzelpersonen den Trend zu New Work im Blick. Darunter versteht man mehr eigenverantwortliches Arbeiten, was sich natürlich auch auf die Wahl des Arbeitsorts erstreckt. Ein Remote Desktop ist die technische Grundlage dafür, dass Informationsverarbeitung durch Ihre Mitarbeiter ortsunabhängig geleistet werden kann.

Welche Geräte werden mit einem RDM gesteuert und verwaltet?

Traditionell arbeiten Ihre Mitarbeiter auf Geräten, die ihnen die Firma zur Verfügung stellt. Damit hat das Unternehmen auch einfachere Möglichkeiten zur Verwaltung der gesamten IT.

Heute gibt es aber auch die Möglichkeit des BYOD, was für ‚Bring Your Own Device‘ steht. Jeder Mitarbeiter verwendet dann sein eigenes Gerät und kann die Hardware, das Betriebssystem und zumindest zum Teil auch die Anwenderprogramme selbst auswählen. Sind Lizenzen erforderlich oder muss von mehreren Mitarbeitern dasselbe Programm verwendet werden, schränken solche Vorgaben die Wahl natürlich ein. Auch dann können verschiedene Gruppenmitglieder aber beispielsweise verschiedene Texteditoren je nach Vorliebe verwenden.

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Dieser Trend ist nichts anderes als die Übertragung einer traditionellen Idee in den IT-Bereich. Ein BYOD für die Verwendung des eigenen Autos für geschäftliche Zwecke gibt es schon lange.

BYOD für informationsverarbeitende Geräte hat Vorteile wie die Beschränkung auf ein Gerät, das auf Reisen alle Bedürfnisse abdeckt. Außerdem sind viele Mitarbeiter einfach produktiver, wenn sie sich ihre Werkzeuge selbst aussuchen können.

Zu den Nachteilen von BYOD gehören mögliche Probleme im Bereich der Informationssicherheit. Für die Bewältigung dieses Problems eignet sich ein Remote Desktop Manager, denn mit eigenen Geräten wird die Informationssicherheit im Unternehmen zu einer wesentlich größeren Herausforderung.

Funktionalität eines Remote Desktop Manager

Ein RDM oder Remote Desktop Manager ist als Softwarelösung für die Einrichtung, Konfiguration und Überwachung von einem oder mehreren Remote Desktops geeignet. Mit ihm können Sie auch eine größere Zahl von Servern zentral von einer Plattform aus kontrollieren. Das Werkzeug RDM unterstützt die verschiedenen Verbindungsprotokolle, die für den Remote Desktop zum Einsatz kommen können.

 

Die Zugangsdaten wie Passwörter werden in einem zentralen und besonders gesicherten Vault gespeichert. Für besondere Sicherheit kann auch eine Zweifaktor-Authentifizierung eingesetzt werden. Einzelnen Teammitgliedern können Sie genau abgestimmte oder granulierte Zugangsrechte einräumen. Je nach Bedarf können Teammitglieder dieselbe Sitzung auf einem Server miteinander teilen und gemeinsam darauf zugreifen.

Für den Benutzer eines Remote Desktop Managers steht eine integrierte Visualisierungskonsole zur Verfügung. Nachdem auch IT-Manager oft unterwegs sind, wurden Apps entwickelt, über die sie mit dem System Verbindung aufnehmen können.

Damit gesetzliche Bedingungen eingehalten werden können und Sie einen Überblick über Ihre gesamte IT behalten, sind im RDM Möglichkeiten zur Erstellung von Reports nach frei wählbaren Kriterien integriert. Die Grundlage dafür sind die Logdateien, die automatisch geführt werden.

Für einzelne User steht eine Freeware Version des Remote Desktop Manager zur Verfügung. Erst für die Enterprise Version für mehrere Nutzer fallen tatsächlich Kosten an. Für das Kennenlernen des Systems können Sie eine Trialversion ausprobieren und sehen, welche Vorteile ein Remote Desktop Manager oder RDM für Sie und Ihr Unternehmen bietet.

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