Das Betriebssystem Windows 8 steht zwischen den Versionen 7 und 10 dieses Produkts der Firma Microsoft. Die wesentliche Neuerung von Windows 8 besteht in einer Benutzeroberfläche, die eine Bedienung durch Touchscreens unterstützt. Die Idee der Zusammenführung von Betriebssystemen für mobile Geräte und Desktops wurde von den Nutzern als nur teilweise gelungen eingeschätzt.

Als Betriebssystem

Das Betriebssystem eines Computers kontrolliert die Ressourcen des Geräts. Es verwaltet die Prozesse, die Benutzerkonten und den Speicher. Windows 8 ist als Betriebssystem für Desktop Computer konzipiert. Es wurde im Jahr 2012 eingeführt, seine Unterstützung ist mittlerweile aber zum Teil eingestellt. Mit dem Update 1 gibt es noch erweiterten Support bis zum Jahr 2023.

Das Benutzererlebnis

Mit Windows 8 wollte Microsoft das Benutzererlebnis von mobilen Geräten und konventionellen PCs zusammenführen. Wesentlich dafür ist die Unterstützung eines Touchscreens auch für Desktop Geräte. Diese Benutzeroberfläche wird Windows Modern UI genannt und stützt sich wesentlich auf Kacheln oder Tiles ab, die Icons ersetzen und vom Nutzer auf dem Bildschirm verschoben werden können. Auch eine virtuelle Tastatur ist verfügbar.

Eine konventionelle Desktop Oberfläche ist aber ebenfalls in Windows 8 enthalten, eine Verwendung nur mit Maus und Tastatur ist also auch möglich. Das wurde schon aus Gründen der Abwärtskompatibilität so vorgesehen.

An sich erhebt Microsoft den Anspruch höherer Geschwindigkeit von Windows 8, insbesondere beim Starten und Herunterfahren sowie bei Speicheroperationen. In Tests erwies sich das System allerdings als etwa ebenso schnell wie Windows 7.

Der Benutzer kann mit einem Computer unter Windows 8 auf drei verschiedene Arten kommunizieren. Die neue Möglichkeit ist das Modern-UI mit Windows-Apps. Daneben gibt es aber noch ein konventionelles grafisches UI und auch von der Konsole kontrollierte Anwendungen.

Das Office-Paket Microsoft 365 läuft zum Teil auf Servern von Microsoft und unterstützt einen Zugriff auf die Daten des Nutzers über Streaming. Diese Funktion ist nur für bestimmte Betriebssysteme verfügbar, zu denen auch Windows 8 gehört.

Sicherheit von Windows 8

Für den Start des Computers ist ein Secure Boot erforderlich, was die Ausbreitung von Schadprogrammen wesentlich erschwert. Modern-UI Apps müssen digital signiert sein, um verwendet werden zu können. Die dafür nötigen Signaturen werden von Microsoft kostenlos angeboten.

Zur Authentifizierung des Nutzers gibt es drei Möglichkeiten. Die konventionellen sind ein Password oder eine PIN. Daneben kann auch ein Bildpasswort zum Einsatz kommen. Der Nutzer identifiziert sich damit durch die Ausführung von Gesten auf einem benutzerdefinierten Bild, das die Erinnerung an die erforderlichen Gesten unterstützt.

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In Windows 8 ist auch Windows Defender integriert, was einen gewissen Schutz vor Malware und Viren bietet. In Tests hat sich allerdings gezeigt, dass dieser Virenschutz nicht an die Leistung einer Security-Suite heranreicht.

Updates

In der ersten Version von Windows 8 ist der Desktop dem Modern-UI nachgeordnet. Er kann nur aus dem Modern-UI gestartet werden. Die Absicht von Microsoft war es wohl, dem Nutzer die Verwendung von Modern-UI nahezulegen.

Nach lauter Kritik an dieser Maßnahme wurde im kostenlosen Update zur Version 8.1 eine entsprechende Änderung vorgenommen. In Windows 8.1 kann der Computer wieder direkt in die Desktop Benutzeroberfläche gestartet werden.

Die Serverversion

Die zu Windows 8 gehörende Serverversion ist Windows Server 2012, die also im selben Jahr herausgebracht wurde. Das System verfügt ebenfalls über die Modern-UI. Die Standardeinstellung ist aber der völlige Verzicht auf jegliche grafische Benutzeroberfläche und eine Bedienung von der Konsole aus.

Einschätzung durch die Benutzercommunity

Der Versuch der Integration mobiler und konventioneller Computer wurde von der Benutzercommunity gespalten aufgenommen. Manche halten Microsoft zugute, zumindest einen Schritt in die richtige Richtung gesetzt zu haben. Andere sehen die Kombination als letztlich gescheitert an. Die nur schleppend zunehmenden Verkaufszahlen deuten auf eine ablehnende Mehrheitsmeinung hin.

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