Nagios ist ein umfangreiches Überwachungstool und gewährleistet einen reibungslosen Ablauf wichtiger Prozesse und Vorgänge in Unternehmen. Es handelt sich um eine Open-Source Lösung mit einem hohen Funktionsumfang. Hier erfahren Sie, was Nagios auszeichnet und welche Alternativen es gibt.

Allgemeine Informationen

Nagios ist eine Monitoring-Software für die Überwachung von IT-Infrastrukturen (spezielle Dienste, Hosts und Netzwerke). Das Basiskonstrukt von Nagios wurde 1996 durch den US-Amerikaner Ethan Galstad geschaffen. Er entwickelte für MS-DOS eine Anwendung, um für Novell-NetWare-Server die Erreichbarkeit mithilfe eines Programmes zu überwachen. 1999 veröffentliche Ethan Galstad das Projekt NetSaint, der Vorgänger von Nagios.

Wie funktioniert die Überwachung bei Nagios?

Die Möglichkeiten für das Monitoring (Überwachung) durch Nagios sind zahlreich. Von einem separaten Nagios-Server aus können Sie Datenbanken, Server (Linux, Windows), Betriebssysteme, Netzwerkgeräte, Switches  und technische Geräte überwachen lassen. Bei dem Nagio-Server handelt es sich um eine eingerichtete Netzwerkschnittstelle. Von der Schnittstelle aus können Sie konfigurieren, welche Prozesse oder Systeme überwacht/beobachtet werden sollen.

Dabei geht es in erster Linie um die vier hier aufgelisteten Komponenten:

Hosts: ein Host zählt mit zum Netzwerk. Es kann sich um eine Datenbank, ein Gerät oder einen Server handeln. Kennzeichnend für den Host ist seine IP-Adresse.

Services: mithilfe der Services wird grundlegend definiert, was überprüft werden soll. Es kann sich um Dienste, Attribute oder physische Merkmale handeln.

Kommandos: durch die Kommandos wird der Ablauf der Überwachung geregelt. Mithilfe von Kommandos wird die Überwachung der Hosts und Services konfiguriert und es wird festgelegt, in welchen Fällen Nagios Sie benachrichtigen soll.

Kontakte: durch die Kontakte weiß Nagios, wer beim Eintreten der definierten Fälle/Ereignisse benachrichtigt werden soll. Die Benachrichtigung erfolgt mittels SMS, Email oder Sprachnachricht.

Die interne Überprüfung von Daten erfolgt zum Beispiel durch die direkte Ausführung von Plugins auf dem Host. Eine Möglichkeit der Ausführung ist der Fernzugriff. Eine einfachere Möglichkeit ist die Installation von Programme (Add-Ons) auf den einzelnen Hosts. Die Programme können vorab konfigurierte Systemabfragen durchführen. Eine weitere Alternative ist die passive Überwachung.

Was sind die typische Statuswerte bei der Überwachung?

Unabhängig von der Art der Überwachung wird der eingerichteten Schnittstelle ein Statuswert mitgeteilt. Dabei existierten die vier hier aufgelisteten Statuswerte:

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-0 (OK): kein Problem, das überprüfte Objekt war i.O.

-1 (WARNING): es gibt eine Warnmeldung im Zuge der Überprüfung

-3 (CRITICAL): ein kritisches Problem ist aufgetreten

-4 (UNKNOWN): Beim Host/Service konnte der Status nicht ermittelt werden

Was sind die Vorteile und Nachteile von Nagios?

Nagios bietet die Möglichkeit, dass innerhalb von Unternehmen die IT-Effizienz und -Funktionalität jederzeit gewährleistet ist. Vorgänge und Prozesse können automatisiert überwacht bzw. beobachtet werden, eventuell auftretende Probleme werden frühzeitig erkannt und behoben. Ferner handelt es sich um eine Open-Source Lösung, die sich bewährt hat.

Nagios bietet einen erheblichen Funktionsumfang und es sind  nach den eigenen Vorstellungen auch Erweiterungen oder Anpassungen möglich. Auch wenig erfahrene Administratoren haben eine Vielzahl an Möglichkeiten, da im Laufe der Zeit zahlreiche Plug-Ins entwickelt worden sind.

Ein großer Nachteil ist, dass Server und Objekttypen im Vorfeld mit großem Aufwand konfiguriert werden müssen. Es gibt keine deutsche Sprachausgabe. So ist es notwendig, sich im Vorfeld sehr ausführlich mit dem Tool zu beschäftigen.

Alternativen

Mögliche Open-Source Alternativen sind Zabbix und PRTG Network Monitor. Vor allem für größere Unternehmen mit dem entsprechenden Budget lassen sich ManageEngine oder CA empfehlen. Die beiden letzteren Lösungen ermöglichen auch das gesamte Management von Netzwerken.

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